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284. Ich habe ein einfaches Gebot, das Sukka heißt

Tammus 5722 [Juli 1962], Antwerpen

„Ich habe eine leichte Mizwa, und Sukka ist ihr Name.“1 Warum wird sie eine leichte Mizwa genannt? Weil sie keine finanzielle Einbuße mit sich bringt.

Wir müssen verstehen, warum gerade von der Sukka gesagt wird, sie bringe keine finanzielle Einbuße mit sich. Schließlich kostet eine Sukka zweifellos mehr als andere Mizwot, etwa eine Mesusa und Ähnliches. Nach der Erklärung im heiligen Sohar wird die Sukka als „Schatten des Glaubens“ bezeichnet. Mein Vater und Lehrer, gesegneten Andenkens, erklärte, dass das Wort Sukka von Sechach (Laubdach) kommt, das den Verstand bedeckt; denn Glaube heißt gerade: Glaube über dem Verstand.

Wenn daher künftig alle Lohn verlangen, ist dies so zu erklären: Gemeint sind Menschen aus dem Samen Israels. Wenn sie sich nicht um des Himmels willen mit Tora und Mizwot befasst haben, können sie für ihre Taten Lohn verlangen – entsprechend der Absicht, die sie hatten, als sie sich mit Tora und Mizwot befassten. Doch der Schöpfer entlohnt nur den, der für Ihn arbeitet. (So wie in der Geschichte, die in den Büchern überliefert ist und von jemandem handelt, der für eine Katze lernte.)

Dann sagt der Schöpfer zu ihnen: „Erfüllt eine leichte Mizwa“, nämlich den Glauben. Das heißt: Wenn ihr Mizwot erfüllt, soll eure Absicht liShma (um des Gebens willen) sein.

Dies bringt keine finanzielle Einbuße mit sich. Sie müssen also nicht andere Arbeiten und Mizwot um des Himmels willen verrichten. Vielmehr können sie dieselbe Mizwa, die sie ohnehin ausführen und für die sie Geld ausgeben – bisher in lo liShma (nicht um des Gebens willen) –, nun mit der Absicht um des Himmels willen erfüllen. Somit brauchen sie lediglich einen Gedanken zu fassen.

Dieser Gedanke kostet sie kein Geld, denn die Mizwa haben sie ohnehin erfüllt. Bisher war ihre Absicht jedoch auf andere gerichtet. Wenn sie diese nun auf den Schöpfer richten, also im Glauben an den Schöpfer – einem Glauben, der wie oben erklärt Sukka genannt wird –, entsteht ihnen keine finanzielle Einbuße. Durch den Glauben an den Schöpfer arbeiten sie somit für den Schöpfer, und dann entlohnt der Schöpfer all jene, die für Ihn arbeiten.

korrEY, Buchfassung, 25.09.2026


  1. Avoda Sara 3. ↩