314. Kleinheit und Größe
„Und sie geben den Lohn der Lichter an Atik Jomin [den Alten der Tage].“ Im Sulam-Kommentar wird dies so erklärt: Dass man MAN (die von unten aufsteigende Bitte) erhebt, um Katnut von Bina (Sefira des Verstehens) zu empfangen – diese Katnut wird auch WaK genannt, die sechs unteren Sefirot –, das ist der Lohn von Atik Jomin.1
Es gilt zu verstehen, warum Katnut von Bina als Lohn von Atik Jomin bezeichnet wird. Man kann es so erklären: Weil er einwilligt, Katnut zu empfangen – die Eigenschaft der Chassadim (Gnaden), die als über dem Verstand stehend gilt –, kann er ihm dadurch Gadlut geben.
Es ist so, als hätte jemand von einem anderen einen Lohn empfangen und gäbe diesem dafür – für den empfangenen Lohn – seinerseits etwas zurück. Ebenso ist es hier: Dadurch, dass er die Versüßung von Bina auf sich genommen hat – also die verhüllten Chassadim –, kann er später die offenbarten Chassadim empfangen. Deshalb gilt dies als eine Art Lohn, der auch „ein Beka (halber Schekel) je Schädel (Galgalta)“ genannt wird.
korrEY, Buchfassung, 25.09.2026
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Sohar, Idra, S. 113, Punkt 88. ↩