805. Zum Thema Freude
Freude ist ein Zeugnis. Wenn ein Mensch sich im Glauben stärkt, glaubt er daran, dass der Schöpfer gut ist und Gutes tut und dass niemand über Ihm steht. Obwohl es in seiner gegenwärtigen Lage nichts gibt, worüber er sich freuen könnte, also keinen Grund, glücklich zu sein, stärkt er sich dennoch und sagt, dass der Schöpfer über ihn wacht – als „gut und Gutes tuend“.
Wenn sein Glaube wahr ist, sagt ihm der Verstand von selbst, dass er glücklich sein und sich freuen muss. Das Ausmaß seiner Freude bezeugt, wie viel Wahrheit in seinem Glauben liegt.
Daraus lässt sich erklären, was man über Rabbi Elimelech erzählt. Er pflegte zu sagen: „Wenn ich in die Welt der Wahrheit komme und man mir sagt, ich soll in die Hölle gehen, werde ich sagen: ‚Wenn dies der Wille des Schöpfers ist, springe ich hinein.‘“ Wie oben erklärt, entspricht dies der Vorsehung „gut und Gutes tuend“. Folglich ist er immer voller Freude …
korrEY, Buchfassung, 25.09.2026