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788. Er richtet den Armen aus dem Staub auf – 1

„Er richtet den Armen aus dem Staub auf; aus dem Schmutz erhebt Er den Bedürftigen.“

Man muss fragen:

1) Was ist Staub?

2) Was bedeutet „arm“?

3) Was ist Schmutz?

4) Was bedeutet „bedürftig“?

Staub. Dies steht im inneren Sinn von „die Schlange, all ihre Nahrung ist Staub“: Der Mensch schmeckt in Tora und Arbeit Staub. Das kommt vom Mangel an Glauben. Dann muss er sich in der Eigenschaft des Vertrauens stärken: „Selbst wenn ein scharfes Schwert an seinem Hals liegt, darf er nicht an der Barmherzigkeit verzweifeln.“ Dies ist das Geheimnis von Mocha (Verstand).

Arm. Das heißt, ihm fehlt die Eigenschaft des Glaubens.

Schmutz bezeichnet Liba (Herz), das in den Begierden dieser Welt versunken ist.

Der Bedürftige (Ewjon). Das Wort wird als Aw–Jawen gedeutet: Aw bezeichnet ein Verlangen, abgeleitet von „er wollte sie nicht fortschicken“. Jawen bedeutet „Schlamm“, wie in Tit haJawen (zäher Schlamm). Wenn das Verlangen eines Menschen dorthin fällt, sinkt er jedes Mal noch tiefer hinein. Wer kein ausgeprägtes Verlangen hat, verspürt auch keinen so starken Drang, sich derart tief hinabzuziehen. Sein Verlangen zu empfangen (Razon lekabel) besitzt keine solche Schärfe, denn er ist nur ein Handelnder ohne Gedanken. Wer dagegen Gedanken und Verlangen besitzt, geht mit Schärfe vor, um das Verlangen zu empfangen in die Tat umzusetzen.

Und trotz alledem: Wenn der Mensch sich hinsichtlich Mocha und Liba auf der untersten Stufe befindet, muss er glauben, dass die Tage der Barmherzigkeit und des Wohlwollens ihm helfen, einen außergewöhnlichen Erfolg zu erlangen. Gemeint ist eine Stufe, die bei ihm nicht auf dem Weg von Ursache und Wirkung, Stufe für Stufe, entsteht, sondern im Geheimnis des Überspringens der Stufen.

korrEY, Buchfassung, 25.09.2026