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Kabbala Bibliothek Startseite / Rabash / Aufzeichnungen / 792. Der widerspenstige und aufsässige Sohn

792. Der widerspenstige und aufsässige Sohn

„Einen widerspenstigen und aufsässigen Sohn hat es nie gegeben und wird es nie geben; vielmehr: Lege die Stelle aus und empfange Lohn.“1

Man muss fragen: Bekanntlich wird die Tora als „die Namen des Schöpfers“ bezeichnet. Das bedeutet, dass alle Handlungen der Mizwot auf der Ebene der Innerlichkeit gelten. Daher gibt es Dinge, die in der körperlichen Welt keinen Anhaltspunkt haben. Die Tora gab sie für die Auslegung der Innerlichkeit der Tora, und dort gelten alle 613 Mizwot.

Obwohl ein Mensch in der Körperlichkeit nicht alle 613 Mizwot erfüllen kann, etwa das Levirat und Ähnliches, werden all diese Dinge in der körperlichen Praxis von der Allgemeinheit ausgeführt. Daher kann auch der Einzelne alle 613 Mizwot erfüllen. Das bedeutet: „Lege die Stelle aus und empfange Lohn.“

Im Sinne der ethischen Lehre muss man sagen: Bekanntlich muss der Mensch die Tora befolgen. Dafür erhält er Lohn, wie geschrieben steht: „Und es wird geschehen: Wenn ihr aufmerksam hört … dann werde Ich Gras auf deinem Feld geben usw.“ Und unsere Weisen sagten: „Der Schöpfer wollte Israel Verdienst zukommen lassen; deshalb gab Er ihnen Tora und Mizwot in Fülle.“

Das bedeutet: Durch Tora und Mizwot wird der Mensch korrigiert, sodass er fähig wird, Genuss zu empfangen; seine Absicht ist dabei um des Himmels willen und nicht um seiner selbst willen. Somit besteht der Lohn darin, dass er den Willen des Schöpfers erfüllt und Genuss empfängt.

Es gibt Dinge, die der Mensch nicht erlangen kann, weil sie für seine Erlangung viel zu hoch sind. Das bedeutet: Es hat niemanden gegeben, der sie erlangt hat, und es wird niemanden geben, der sie erlangen wird. Die Tora gab dies nur nach dem Prinzip „Lege die Stelle aus und empfange Lohn“. Denn „auslegen“ entspricht dem Vers: „Zion ist es, nach der niemand fragt.“

korrEY, Buchfassung, 25.09.2026


  1. Sanhedrin 71a. ↩