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791. Fordere und empfange Lohn

Zum Thema „Fordere und empfange Lohn“: Es gibt Dinge, die der Mensch erreichen und erlangen kann. Deshalb muss er lernen, wie er sich verhalten und die erforderliche Vorbereitung treffen muss, um sie zu erlangen. Das sind Dinge, die durch ein Erwachen von unten (Itaruta deLetata) entstehen.

Es gibt aber Dinge, die der Mensch nicht erlangen kann, sondern nur im Sinne von „Fordere und empfange Lohn“. Mit „Fordern“ ist gemeint, dass der Mensch in einen Zustand gelangt, in dem er keinerlei Fähigkeit oder Möglichkeit hat, sie zu empfangen, weil er selbst sieht, dass ihm die dafür geeigneten Kelim (Gefäße) fehlen.

Dann sagt ihm der Verstand, dass er in dieser Sache nichts tun kann, denn für ihn gehört sie in die Kategorie „unter der Bedingung, dass du zum Firmament aufsteigst“. Für diesen Menschen heißt das: „Es war nie und wurde nie erschaffen.“ Dennoch muss er fordern, gemäß den Worten: „Zion, nach dem niemand fragt.“ Daraus folgt, dass man danach fragen muss. Dazu sagten sie: „Fordere und empfange Lohn“ – die Forderung selbst ist der Lohn.

Daher heißt es „Fordere und empfange Lohn“. Gemeint ist, dass der Mensch sich vergegenwärtigen muss, vor Wem er steht und bittet. So kann er zeigen, dass er nur das Fordern braucht und nicht die Füllung. Ist seine Absicht auf die Füllung gerichtet, so hat die Tora kein Ende; daher kann er um die Dinge bitten, die in der Schöpfung vorhanden sind.

korrEY, Buchfassung, 25.09.2026