797. Der Aspekt des Geschenks
Rava sah, dass Rav Hamnuna sein Gebet (Tefilla) lange ausdehnte. Er sagte: „Man lässt das ewige Leben beiseite und beschäftigt sich mit dem zeitweiligen Leben.“ Rashi erklärte: „Das ewige Leben ist die Tora, das zeitweilige Leben dient der Heilung, dem Frieden und dem Lebensunterhalt.“1
Man kann erklären: Das „zeitweilige Leben“ ist der Aspekt einer Mizwa, die schützt und rettet, solange man sich mit ihr beschäftigt. Deshalb heißt sie zeitweiliges Leben. Das „ewige Leben“ ist die Tora, denn sie schützt und rettet sogar dann, wenn man sich nicht mit ihr beschäftigt.
Man muss verstehen: Eine Mizwa, also der Glaube, ist nur eine Korrektur – ein Mittel für eine begrenzte Zeit. Die Tora hingegen ist ein Geschenk. Sie ist das Ziel und nicht das Mittel, um das Ziel zu erreichen; nur die Mittel sind zeitweilig.
Eine Mizwa wird Arbeit genannt. Der Lohn wird als die Früchte bezeichnet, die man durch die Arbeit erlangt. Diese Früchte sind der Aspekt der Tora – das Geschenk, das man durch die Arbeit erlangt. Der Weg der Tora wird Glaube genannt; durch ihn erlangt man den Aspekt der Tora. Die Tora selbst ist das Geschenk, das man erlangt: der Lohn, den man nach Abschluss der Arbeit erlangt.
korrEY, Buchfassung, 25.09.2026
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Schabbat 10a. ↩