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787. ABYA im Sinne der spirituellen Arbeit

18. Elul 5722 [17. September 1962], London

In Bezug auf die spirituelle Arbeit gibt es vier Unterscheidungen. Die Ordnung lautet: „Von lo liShma gelangt man zu liShma.“ Außerdem gibt es eine Ordnung von Innerlichkeit und Äußerlichkeit.

Innerlichkeit und Äußerlichkeit unterteilen sich ebenfalls jeweils in Innerlichkeit und Äußerlichkeit. Das heißt: In der Äußerlichkeit gibt es Innerlichkeit und Äußerlichkeit, und auch in der Innerlichkeit gibt es Innerlichkeit und Äußerlichkeit.

Man muss außerdem wissen, dass die Äußerlichkeit „Gewand“ heißt: Die Innerlichkeit kleidet sich in diese Äußerlichkeit.

Das erste Gewand – der Mensch muss in jüdische Kleidung gekleidet sein, damit der Körper weiß, dass zwischen Israel und den Völkern ein großer Unterschied besteht. Dadurch soll er verstehen und fühlen, dass er auch über seine Innerlichkeit stets wachen und sie davor bewahren muss, der Innerlichkeit der Völker der Welt zu gleichen. Das heißt, er soll keine langen Haarbüschel wachsen lassen und einen Bart mit Schläfenlocken tragen und Ähnliches.

Dies heißt „Äußerlichkeit in der Äußerlichkeit“ und wird als Assija (Handlung) bezeichnet. Der Mensch hat damit eine Verbindung zur Welt der Handlung: Er muss die äußeren Dinge praktisch ausführen und braucht dafür überhaupt keinen Gedanken. Um solche Handlungen zu vollziehen, muss er nichts überlegen, sondern lediglich jüdische Kleidung tragen.

Zum Beispiel sollen die Knöpfe nicht links über rechts, sondern rechts über links liegen. Ebenso soll er die Schläfenlocken stehen lassen und Ähnliches. All dies gilt als Handlung und nicht als Gedanke oder Vorstellung.

Das zweite Gewand heißt „Innerlichkeit in der Äußerlichkeit“. Im Sinne der spirituellen Arbeit wird dies als Yezira (Gestaltung) bezeichnet, denn dieses Gewand entsteht durch bildliche Vorstellung. Wenn sich der Mensch beim Tora-Studium und bei der Arbeit bestimmte Bilder vorstellt, die ihn zu Tränen oder zu Freude bewegen, heißt dies Yezira.

Dies gilt bereits als Innerlichkeit, denn es muss durch Vorstellungskraft und bildliche Vorstellung entstehen. Es handelt sich also schon um Dinge, die aus der Innerlichkeit des Menschen kommen.

Doch auch dies gilt als Äußerlichkeit. Denn was nach außen sichtbar wird, sodass sein Freund es sehen kann, gilt bereits als Äußerlichkeit. An der Äußerlichkeit können sich die äußeren Kräfte festhalten.

Das heißt: Die wichtigste Grundlage des Judentums ist der Glaube an den Schöpfer, der als Ehrfurcht (Jira) vor dem Himmel gilt. Der Grund für die Arbeit muss also die Ehrfurcht vor dem Himmel sein.1

korrEY, Buchfassung, 25.09.2026


  1. Die Notiz bricht in der Vorlage ab; von den vier angekündigten Unterscheidungen sind nur zwei ausgeführt. ↩