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795. Höre, mein Sohn, auf die Unterweisung deines Vaters – 2

Nach dem Ausgang des heiligen Schabbat, Pinchas

„Pinchas, der Sohn Eleasars“ usw. Rabbi Elasar eröffnete und sagte: „Höre, mein Sohn, auf die Unterweisung deines Vaters“ – das ist der Schöpfer. „Und verlass die Lehre deiner Mutter nicht“ – das ist die Versammlung Israels (Knesset Israel). Die Versammlung Israels ist die Shechina (göttliche Gegenwart), die Gesamtheit der Seele Israels, also der Glaube. Sie wird Tora genannt, denn man muss die Eigenschaft der Tora in den Glauben einschließen und die Unterweisung in die Tora.

Der Glaube muss so klar sein wie die Tora, die für Verständnis und Verstand steht. Der Mensch muss also den Glauben an Ihn in seinem Herzen so fest verankern, als würde er alles verstehen.

Die Tora wird „Unterweisung“ genannt, denn Unterweisung bedeutet Zurechtweisung. So erklärt der heilige Sohar, dass sie viele Ermahnungen und viele Strafen enthält, wie geschrieben steht: „Die Unterweisung des Ewigen, mein Sohn, verwirf nicht, und verabscheue Seine Zurechtweisung nicht.“

Der Unterschied zwischen Tora und Glaube besteht darin, dass die Tora eine Gabe genannt wird, wie unsere Weisen sagten: „Und von Mattana nach Nachaliel“ [Mattana bedeutet „Gabe“]. Nur wenn der Mensch Genuss an Tora und Mizwot empfindet, gilt dies als Gabe. Wenn er sich dagegen abmüht und ihm Tora und Mizwot zu Joch und Last werden, wird dies Glaube genannt, also das Auf-sich-Nehmen eines Jochs.

Deshalb sagt er: Selbst wenn der Mensch den süßen Geschmack der Tora empfindet, muss er sich gerade dann umso mehr begrenzen, damit sein Handeln für den Schöpfer und nicht zu seinem eigenen Nutzen geschieht. Darin bestehen die Unterweisung und die Zurechtweisung; und wenn er die genannten Grenzen überschreitet, wird er bestraft.

korrEY, Buchfassung, 25.09.2026