767. Du sollst heilige Gewänder anfertigen
„Du sollst heilige Gewänder für deinen Bruder Aaron anfertigen, zur Ehre und zur Zierde“, „Deine Kleider seien jederzeit weiß, und auf deinem Haupt fehle kein Öl“.1 In unmittelbarem Anschluss wird die Mizwa der Priestergewänder genannt. Man erklärt, dass „Öl“ auf den Verstand im Kopf hinweist, der klar und rein sein soll. Das ist die Bedeutung von „reinem Olivenöl“. Die „Priestergewänder“ weisen auf den Körper hin, der die Kleidung der Seele ist und ordnungsgemäß gestaltet sein soll – zur Ehre und zur Zierde (Sefat Emet).
Man kann sagen, dass mit dem „Kopf“ die Tora-Gelehrten gemeint sind, die sich mit der Tora beschäftigen. Sie ziehen das Licht der Tora herab, und dieses erleuchtet den Körper. Den „Körper“ bilden diejenigen, die die Tora unterstützen. Darauf bezieht sich der Vers: „Ein Baum des Lebens ist sie denen, die an ihr festhalten, und wer sie stützt, ist glücklich zu preisen.“ Als „Seele“ werden diejenigen bezeichnet, die die Tora lernen; als „Körper“ diejenigen, die die Tora unterstützen. Gemeinsam bilden sie einen Menschen, denn eine Seele kann nicht ohne Körper bestehen – das heißt, ein Kopf nicht ohne Körper.
korrEY, Buchfassung, 25.09.2026
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Kohelet. ↩