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42. Dient dem Ewigen mit Freude

Der heilige Sohar fragt: Es steht doch geschrieben: „Der Ewige ist denen nahe, die zerbrochenen Herzens sind.“1 Wer für den Schöpfer arbeitet, also wessen Absicht auf das Geben gerichtet ist, muss sich darüber freuen, dass er dem König dient. Wenn er bei dieser Arbeit keine Freude empfindet, ist das ein Zeichen dafür, dass ihm die Wertschätzung für die Größe des Königs fehlt.

Wenn er also erkennt, dass er keine Freude empfindet, muss er dies korrigieren, indem er über die Größe des Königs nachdenkt. Wenn er sie dennoch nicht empfindet, muss er zum Schöpfer beten, dass der Schöpfer ihm die Augen und das Herz öffnet, damit er die Größe des Schöpfers empfindet.

Hier entwickeln sich zwei Aspekte:

1) Es muss ihn bekümmern, dass er die Größe des Königs nicht empfindet.

2) Zugleich muss er sich darüber freuen, dass sein ganzer Kummer über Mängel das Spirituelle betrifft. Anders als bei den übrigen Menschen: Alle Mängel, über die sie sich grämen, dienen nur dem Empfangen.

Er muss wissen, wer dem Menschen diese Erkenntnis gegeben hat – die Erkenntnis, dass er sich wegen des Spirituellen grämen muss. Darüber muss er sich freuen, denn der Schöpfer hat ihm Gedanken über einen spirituellen Mangel gesandt. Dies an sich heißt Rettung durch den Schöpfer. Deshalb muss er sich freuen.

korrEY, Buchfassung, 25.09.2026


  1. Sohar (im Original ohne nähere Fundstelle). Das Zitat stammt aus Psalm 34:19; der Titel aus Psalm 100:2. ↩