41. Das Erheben der Hände
Es steht geschrieben: „Erhebt eure Hände in Heiligkeit und preist den Ewigen.“1 Auch beim Gebet werden die Hände erhoben, wie geschrieben steht: „Und es geschah: Wenn Moses seine Hände erhob, war Israel stärker.“2
Das Erheben der Hände wird als Ausdruck der Unterwerfung bezeichnet. Denn wenn der Mensch sieht, dass es ihm nicht gelingt, das zu erreichen, was er will, hebt er die Hände und sagt, dass er hier mit seinen eigenen Händen nichts erreichen kann.
Wenn er zum Schöpfer betet, muss er daher die Hände erheben, wie geschrieben steht: „In Deinem Namen erhebe ich meine Hände“3, denn nur der Schöpfer kann ihm helfen.
Ebenso erhebt er beim Segnen die Hände und preist den Schöpfer für alles, was Er ihm gegeben hat. Denn aus eigener Kraft ist er zu nichts fähig; nur der Schöpfer hat ihm gegeben. Daher dankt er dem Schöpfer für alles, was Er ihm gegeben hat.
korrEY, Buchfassung, 25.09.2026