58. „Ich“ und „Nichts“
„Ich“ bezeichnet unser Verlangen. „Nichts“ bezeichnet die Annullierung unseres Verlangens. Unser Verlangen ist das Verlangen zu empfangen, das Nukwa (aramäisch: weiblich) genannt wird. Das Verlangen des Schöpfers ist das Verlangen zu geben. Wenn der Mensch also das „Ich“ annulliert, werden „Ich“ und „Nichts“ miteinander verbunden. Das deutet darauf hin, dass unsere Arbeit darin besteht, aus dem „Ich“ „Nichts“ zu machen, das heißt: Das Verlangen von Nukwa soll zum Verlangen zu geben werden. Doch ohne Verlangen gibt es nichts.
korrEY, Buchfassung, 25.09.2026