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Kabbala Bibliothek Startseite / Rabash / Aufzeichnungen / 72. Verhüllung und Offenbarung in Seiner Vorsehung

72. Verhüllung und Offenbarung in Seiner Vorsehung

Für die Welt als Ganzes ist Seine Vorsehung vor der Allgemeinheit verborgen. Das heißt, die Menschen glauben nicht, dass es eine Vorsehung über die Welt gibt, sondern meinen, alles geschehe ohne einen Lenker.

Deshalb führt der Schöpfer die Welt durch offen erkennbaren Lohn und offen erkennbare Strafe. Die Geschöpfe müssen also die göttlichen Gesetze einhalten, die als Natur bezeichnet werden; andernfalls werden sie sofort an Ort und Stelle bestraft. Dies wird als „offen erkennbarer Lohn und offen erkennbare Strafe“ bezeichnet.

So erschuf der Schöpfer beispielsweise die Geschöpfe als eine Mischung aus vier Elementen: Feuer, Wind, Wasser und Erde. Sie alle müssen miteinander vermischt sein.

Wenn der Mensch gegen die Naturgesetze verstößt und zum Beispiel mehr Wärme hinzufügt, als der Schöpfer festgelegt hat, indem er also einen sehr heißen Ort betritt, wird er dafür bestraft, dass er die Naturgesetze übertreten hat. Er bezahlt mit seinem Leben und stirbt an der übermäßigen Hitze. Oder umgekehrt: Wenn der Mensch einen Ort betritt, der kälter ist, als es die Natur vorsieht, bezahlt er seine Strafe mit seinem Leben und erfriert. Lohn und Strafe sind somit offen erkennbar.

Er Selbst bleibt jedoch verborgen, denn die Menschen sagen nicht, dass es einen Lenker gibt. Vielmehr behaupten sie, die Natur sei nicht der Schöpfer, sondern lediglich eine Kraft ohne Führung.

Daraus folgt: In der materiellen Welt ist Er Selbst verborgen, während Lohn und Strafe in dieser Welt sofort an Ort und Stelle und ohne jede Barmherzigkeit offen erkennbar sind. Wer gegen die Naturgesetze verstößt, erhält seine Strafe an Ort und Stelle. Ebenso erhält er seinen Lohn an Ort und Stelle, wenn er die Naturgesetze einhält.

korrEY, Buchfassung, 25.09.2026