65. Wende dich vom Bösen ab und tue Gutes – 2
Wenn der Mensch „vom Bösen weichen“ will, muss er nichts unternehmen, um das Böse von sich zu entfernen. Denn es ist ein Naturgesetz, dass der Mensch nichts Böses in sich ertragen kann.
Sobald der Mensch jedoch erkennt, dass etwas für ihn schädlich und böse ist und er dadurch sein Leben verlieren kann, weicht er sofort davon und hält sich davon fern wie von einem Pfeilschuss. Somit geschieht es ohne Arbeit, dass er sich von etwas Bösem entfernt.
Die Arbeit besteht vielmehr darin, zu erkennen, dass es wirklich schädlich ist – so sehr, dass er damit nicht weiterleben kann. Um zu dieser Erkenntnis zu gelangen, braucht es das „Gute“: Wenn der Mensch sich mit Tora und Mizwot beschäftigt und die Vollkommenheit des spirituellen Lebens erreichen will, kann er das Böse erkennen. Sobald er zu dieser Erkenntnis gelangt ist, entfernt er sich von selbst vom Bösen. Das bedeutet: „Tue Gutes.“
korrEY, Buchfassung, 25.09.2026