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40. Über zwei Zeugen

Samael fordert ein Gericht über Israel. Darauf sagt ihm der Schöpfer, er soll Zeugen bringen. Also bringt er die Sonne mit sich. Dann geht er, um den Mond zu holen, folgt ihm und steigt zu dem Ort auf, von dem es heißt: „Was dein Begreifen übersteigt, erforsche nicht.“1 Die Sonne steht für die Tora, und der Mond steht für die Mizwa, also für den Glauben über dem Verstand.

In Malchut gibt es zwei Zeiten: 1) die Zeit der Katnut (Kleinsein), in der sie nur den Punkt von Keter und das Licht von Malchut besitzt. Wenn sie sich in Katnut befindet, steigt sie zu Keter auf. Dann hat die Sitra Achra (andere Seite) keinerlei Halt an Malchut, denn über dem Verstand haben die äußeren Kräfte keinen Halt.2

Wenn Samael Israel anklagen will und die Sonne mit sich bringt, die für die Tora steht, hat er folglich keine Zeugen. Denn Zeugen gibt es nur zu zweit: Sie stehen für Tora und Mizwa. Vollkommenheit bedeutet, dass zwei Dinge vorhanden sind: Tora und Mizwot.

Wenn sie dagegen an der Mizwa festhalten, die für den Glauben über dem Verstand steht und Awiut (Grobheit) von Keter heißt, findet die Sitra Achra nichts, woran sie sich in Israel festhalten kann.

korrEY, Buchfassung, 25.09.2026


  1. Ben Sira 3:21; zitiert im Babylonischen Talmud, Chagiga 13a. ↩

  2. Der angekündigte zweite Punkt fehlt in der Vorlage. ↩