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Kabbala Bibliothek Startseite / Rabash / Aufzeichnungen / 18. Die Gewänder der Seele – 1

18. Die Gewänder der Seele – 1

Über die Gewänder der Seele sagt Rabbi Shimon: „In dem Maß, in dem sich der Mensch um die Einhaltung von Tora und Mizwot bemüht, entsteht ihm oben in jenem Palast – dem Palast der Himmelsessenz, der Stufe Hod – ein Gewand, in das er sich in jener Welt kleiden kann.“1

Man muss verstehen, was ein Gewand ist. Bekanntlich lässt sich im Spirituellen nichts anderes als durch ein Gewand erlangen, das einem Gefäß (Kli) gleicht, welches für die Offenbarung des Lichts geeignet ist. Wenn sich der Mensch bemüht, schafft ihm die Mühe daher das Gefäß, also das Verlangen und das Bedürfnis, mit Licht erfüllt zu werden. Denn von oben wird nichts gegeben, bevor ein Bedürfnis nach dieser Erleuchtung besteht.

Die Mühe, die der Mensch auf sich nimmt, erzeugt in ihm ein Bedürfnis und ein Verlangen. Das heißt, er benötigt die Hilfe des Schöpfers, um aus der Bedrängnis herauszukommen, in der er sich während der Mühe befindet. Ohne die Mühe hätte er kein Bedürfnis nach Seiner Hilfe. Folglich verschafft ihm gerade die Mühe die Gewänder der Seele, damit sich Göttlichkeit offenbart.

korrEY, Buchfassung, 25.09.2026


  1. Siehe Sulam zu Pekudei, Abschnitt 4, Punkt 166. Die russische Referenz verweist auf Sohar, Pekudei, Punkt 522. ↩