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3. Unter Zwang – 1

„Gegen deinen Willen wirst du geboren, gegen deinen Willen lebst du, und gegen deinen Willen stirbst du.“

Geburt entspricht dem Ausspruch: „Ein Konvertit ist wie ein neugeborenes Kind.“ Das heißt: Jedes Mal, wenn der Mensch die Eigenschaft des Glaubens neu annimmt, wird dies „neue Geburt“ genannt. Die Annahme von Mocha (Gehirn) geschieht über dem Verstand.

Da der Körper nichts tun kann, was gegen den Verstand ist, muss er Mocha gegen seinen Willen annehmen, das heißt, der Körper stimmt dem nicht zu. Wenn die Arbeit dagegen im Empfangen und Wissen erfolgt, ist der Körper bereit, jedem Befehl zu gehorchen.

Dies ist die Bedeutung von „Gegen deinen Willen wirst du geboren“: Die Geburt in der Heiligkeit (Kedusha) geschieht nur gegen den eigenen Willen, bis der Mensch der Stufe gewürdigt wird, von der gesagt ist: „Er soll ihn nach seinem Willen darbringen.“ Unsere Weisen sagten dazu: „Man zwingt ihn, bis er sagt: Ich will.“1

Durch die Annahme des Glaubens wird der Mensch des Lebens in der Heiligkeit gewürdigt – durch Tora und Arbeit. Auch die Lebenskraft, die er empfängt, muss gegen seinen Willen empfangen werden. Er will den Genuss nämlich nicht empfangen. Weil der Schöpfer ihm aber Genuss schenken will, muss er ihn annehmen – nicht aufgrund seines eigenen Verlangens.

„Und gegen deinen Willen stirbst du“: Wenn der Mensch sich mit materiellen Dingen beschäftigt und diese Handlungen nur Selbstempfang sind, wird dies „Tod“ genannt. Auch dies muss gegen seinen Willen geschehen. Das heißt: Er hätte mehr Genuss, wenn er all diese materiellen Handlungen nicht ausführen müsste.

Wie mein Vater und Lehrer sagte: Dies gleicht einem Menschen, der einen Ausschlag hat und sich kratzt. Zwar empfindet er beim Kratzen Genuss, doch er wäre zufriedener, wenn er überhaupt keinen Ausschlag hätte und sich daher nicht kratzen und daraus keinen Genuss empfangen müsste.

korrEY, Buchfassung, 25.09.2026


  1. Kidushin 50a. ↩