2. Der Mensch wird mit Gedanken geschlagen
„Durch jenes Schlagen des oberen Lichts, das an jenen Vorhang schlägt, funkelten aus ihnen Lichter hervor und gingen durch jenen Schirm (Massach) hindurch.“1
Man kann erklären, dass „Schlagen“ die Gedanken meint, die auf den Menschen einschlagen, ihn belästigen und ermüden, sodass er Überlegungen in die eine und in die andere Richtung hat. All dies geschieht, weil er einen Massach hat.
Wenn er den Massach aufrechterhält und sich bereit erklärt, auf dem Weg des Schöpfers zu gehen, gilt dies als Gehirn (Mocha), nämlich als Klärung: Er klärt, dass es sich für ihn lohnt, den Glauben über dem Verstand anzunehmen. Dadurch bewirkt er, dass der höheren Stufe zusätzliches Licht hinzugefügt wird, denn die Freude kommt gerade durch die Klärung.
Dies gleicht zwei Menschen, von denen der eine den anderen liebt. Wenn sich dem einen von ihnen ein weiterer Freund nähert und sich ebenfalls mit ihm verbinden will, entspricht dies nicht dem Wunsch des Ersten. Der Erste sitzt da und wartet, wen jener als treuen Freund wählen wird; jener beginnt, den Ersten gegen den Hinzugekommenen zu prüfen.
Er beginnt, die Wichtigkeit und den Nutzen abzuwägen, die er von beiden empfängt. Seine Gedanken fangen an, hin und her zu fliegen, und zerschlagen sein Denken. Dies wird als Schlagen auf seine Ansichten bezeichnet.
Schließlich entscheidet er sich für den Ersten und erkennt, dass es sich lohnt, sich mit ihm zu verbinden. Diese Klärung geschieht nur durch die Kraft über dem Verstand. Obwohl er die Wichtigkeit des Höheren nicht wirklich empfindet, erfolgt die Klärung also durch einen Massach, der als Prüfung gilt, nämlich als Verhüllung.
Aber wenn er den Massach überwindet und ihn aufrechterhält, ihn also nicht annulliert, bereitet dies oben Freude; dann gibt auch der Höhere ihm Freude.
Das heißt: In genau dem Maß, in dem er die Wichtigkeit des Höheren über dem Verstand annimmt, wird die Größe des Höheren in seinen Verstand übertragen – nicht weniger und nicht mehr.
korrEY, Buchfassung, 25.09.2026
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TES, Blatt 115, Punkt 6. ↩