44. Die Zerstörung durch die Alten ist Aufbau; der Aufbau durch die Jungen ist Zerstörung
„Die Zerstörung durch die Alten ist Aufbau; der Aufbau durch die Jungen ist Zerstörung.“1
Die Alten sind diejenigen, die an die Arbeit für den Schöpfer gewöhnt sind. Die Jungen sind diejenigen, die am Anfang ihrer Arbeit stehen. Zerstörung bezeichnet einen Abstieg oder einen Fall. Zuvor hatten sie einen gewissen Aufstieg in der Arbeit, der als Aufbau gilt; das bedeutet, dass sie die Aufstiege wertschätzten. Die Zerstörung dagegen geschieht, wenn sie einen gewissen Fall empfinden, der aus der Verhüllung des Schöpfers kommt. Der Schöpfer verbirgt Sich also vor ihnen, und das wird Zerstörung genannt.
Bei der Zerstörung durch die Alten sagen sie, dass der Schöpfer ihnen die Verhüllung gesandt hat. Damit befinden sie sich bereits im Aufbau, denn sie glauben, dass der Schöpfer Sich um sie kümmert, und daraus empfangen sie Lebenskraft (Chajut).
Der Glaube zeigt sich vor allem während des Abstiegs, also dann, wenn es dem Menschen nicht leuchtet. Dann befindet er sich in einem Zwiespalt: Entweder sagt er: „Ich brauche keinerlei Gewinn, sondern möchte oben Wohlgefallen bereiten, und es ist mir nicht wichtig, was ich empfinde“, oder er entscheidet sich anders.
korrEY, Buchfassung, 25.09.2026
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Talmud, Traktat Megilla 31b. ↩