82. Ein Pferd zum Reiten
Die Urväter sind die Merkawa (Wagen), wie geschrieben steht: „Und der Ewige erhob Sich über Abraham.“1 Das Pferd denkt, dass der Hausherr ihm alles gibt, was es braucht, weil er es liebt wie seine Söhne. Warum aber sind die Söhne im Haus und das Pferd im Stall? Weil es das Haus schmutzig machen würde. Deshalb bringt der Hausherr es außerhalb des Hauses an dem für es bestimmten Ort unter.
Dass der Hausherr dem Pferd gibt, was es braucht, geschieht jedoch nicht aus Liebe, sondern damit das Pferd ihm dient. Sonst würde er dem Pferd keine Beachtung schenken.
Die Auslegung des Gleichnisses: Wenn der Mensch spürt, dass er Herr über den Körper ist, sagt er zum Körper: „Dass ich dir alles gebe, was du brauchst, geschieht nicht, weil ich dich liebe. Vielmehr gebe ich dir alles, damit du dem Schöpfer dienen kannst. Alles, was du empfängst, empfängst du nur in dem Maß, in dem ich mich darauf ausrichten kann, dass daraus ein Nutzen für den Schöpfer entsteht. Sonst würde ich nichts für dich empfangen.“
Das ist der Sinn von Massach (Schirm) und Or Choser (zurückgeworfenes Licht): Alle Genüsse werden nur in dem Maß empfangen, in dem sie dem Schöpfer nützen. Dies heißt „um zu geben“.
korrEY, Buchfassung, 25.09.2026
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1. Mose 17:22. ↩