881. Über Rosh Hashana und Jom Kippur
Im Zusammenhang mit Rosh Hashana (Neujahrsfest) und Jom Kippur (Versöhnungstag) muss man die Bedeutung der Dinim (Urteile) und Gwurot (Kräfte des Gerichts) verstehen. Denn Feiertage werden Tage der Dinim genannt. Und warum gelten sie als Feiertage und nicht als Werktage?
Din wird, wie im Sulam (Leiter-Kommentar) zum Abschnitt Emor, Seite 70, erläutert, folgendermaßen verstanden: Jedes Jahr kehrt Malchut in ihren ursprünglichen Zustand zurück, wie sie am vierten Tag des Maase BeReshit (Schöpfungswerk) war, nämlich im Geheimnis der Verringerung des Mondes. Damals leuchtete Chochma in der Linken Linie von Bina. Chochma ohne Chassadim wird Din genannt.
Dies gilt als Dinim der männlichen Seite: Die Fülle war groß, und deshalb besteht die Gefahr, dass man sie in der Form des Empfangens aufnimmt. Dies entspricht dem Geheimnis der Hölle, die am zweiten Tag erschaffen wurde, im Sinne des Verses: „Vor der Tür lagert die Sünde.“
korrEY, Buchfassung, 25.09.2026