901. Neujahr der Bäume
15. Schwat 5715 [7. Februar 1955]
Neujahr der Bäume. Der Mensch wird nämlich als „Baum des Feldes“ bezeichnet, und Neujahr ist die Zeit des Gerichts – zur Zuchtrute oder zur Gnade. Deshalb ist der Monat Schwat der fünfte der Wintermonate. Er entspricht Hod: Dann verwandelt sich Dawa (Kummer; Dalet–Waw–Hej) in Hod (Pracht; Hej–Waw–Dalet).
Das bedeutet: Wenn man damit belohnt wird, im Sinne von Chessed zu gehen, zieht man von der Sefira Chessed bis Hod herab. Denn der ganze Segen gehört zu Chessed, wie geschrieben steht: „Denn ich sagte: Eine Welt wird auf Güte gebaut.“ Durch den Segen wird man mit Früchten belohnt. Mein Vater und Lehrer schrieb, dass man deshalb am 15. Schwat einen Segensspruch über Früchte spricht: Darin besteht der ganze Unterschied zwischen Heiligkeit (Kedusha) und Klipa (Schale), denn „ein anderer Gott ist unfruchtbar und bringt keine Früchte hervor“.
Erfolg in der Arbeit, mit Früchten belohnt zu werden, erlangt man nur durch Chessed. Denn wenn man in der Eigenschaft des Gebens arbeitet, die Chessed genannt wird, wird man mit Anhaftung (Dwekut) an den Schöpfer belohnt. Und wenn man mit Anhaftung belohnt wird, wird man mit allem belohnt. So weit seine Worte. Deshalb müssen wir uns am 15. Schwat, dem Neujahr der Bäume, in der Eigenschaft Chessed stärken. Dadurch werden wir mit Früchten belohnt, was „ein Baum, der Früchte trägt“ genannt wird.
korrEY, Buchfassung, 25.09.2026