<- Kabbala Bibliothek
Weiterlesen ->
Kabbala Bibliothek
Kabbala Bibliothek Startseite / Rabash / Aufzeichnungen / 910. Bis man nicht mehr unterscheiden kann

910. Bis man nicht mehr unterscheiden kann

„Ad de-lo yada“ („bis man nicht mehr unterscheiden kann“) umfasst drei Arten: 1. Man kennt den Unterschied zwischen „verflucht“ und „gesegnet“ noch nicht. Das heißt, in ihm ist noch nicht die Erkenntnis gefestigt, dass das Verlangen zu empfangen (Razon lekabel) Haman und das Verlangen zu geben (Razon lehashpia) „Mordechai der Gerechte“ genannt wird. Vielmehr gilt er in seinen eigenen Augen selbst dann als Gerechter, wenn er mit der Absicht zu empfangen arbeitet.

2. In ihm ist die Erkenntnis bereits gefestigt, dass das Empfangen Haman und das Geben „der Gerechte“ genannt wird.

3. Am Ende der Korrektur (Gmar Tikun), das als der Aspekt „sehr“ bezeichnet wird, wird der SaM (Samael) zu einem heiligen Engel. Das bedeutet: Das Empfangen ist bereits mit der Absicht zu geben korrigiert worden. Dann besteht kein Unterschied mehr zwischen Empfangen und Geben, weil das Empfangen vollständig in die Absicht zu geben eingegangen ist. Dies ist die Bedeutung von „Der Mensch ist verpflichtet, sich zu berauschen“, denn alle Feiertage werden aufgehoben – mit Ausnahme von Purim –, da Purim das Ende der Korrektur betrifft.

Deshalb muss auf das Ende der Korrektur hingewiesen werden: Sich zu berauschen bedeutet Versüßung, denn alles Böse ist bereits versüßt worden. Beim „Nichtwissen“ der ersten Art hingegen gibt es noch keine Versüßung.

korrEY, Buchfassung, 25.09.2026