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Kabbala Bibliothek Startseite / Rabash / Aufzeichnungen / 934. Die Pflicht, vom Auszug aus Ägypten zu erzählen

934. Die Pflicht, vom Auszug aus Ägypten zu erzählen

„Und selbst wenn wir alle weise sind … ist es für uns eine Mizwa, vom Auszug aus Ägypten zu erzählen.“

Man muss sagen: Obwohl wir bereits Menschen der Tora und der Einsicht sind, müssen wir dennoch die Wurzel des Auszugs des Volkes Israel aus dem Exil Pharaos erwecken. Denn das Wesentliche ist, aus der Klipa (Schale) herauszutreten und in die Heiligkeit (Kedusha) einzutreten, da die übrigen Stufen als Ursache und Folge bezeichnet werden.

Deshalb müssen wir den Schöpfer dafür loben und preisen. Dadurch bringen wir Freude in alle Welten. Das heißt: In dem Maß, in dem wir den Wert und die Bedeutung der Freiheit von den Klipot empfinden, wächst die Freude. Und in dem Maß, in dem wir Freude haben, können wir Lob und Preis darbringen.

Deshalb müssen wir jedes Jahr die Wurzel erwecken. So erklärt es der heilige Sohar im Wochenabschnitt Bo: Er beantwortet die Frage, warum man nicht das ganze Jahr über Mazza isst, mit dem Gleichnis von einem König, der einen seiner Diener zum Minister machte. An jenem Tag zog der Diener schöne Kleider an; später legte er sie jedoch wieder ab. Das heißt: Nur an dem Tag, an dem man ihn zum Minister erhob, zog er schöne Kleider an, um seine Freude sichtbar zu machen.

Ebenso veranstaltet er jedes Jahr an diesem Tag ein Fest und zieht schöne Kleider an. Deshalb isst man Mazza gerade an Pessach. Dasselbe lässt sich über das Erzählen vom Auszug aus Ägypten sagen.

korrEY, Buchfassung, 25.09.2026