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914. Zwei Gegensätze

Zwei Gegensätze gibt es in der Arbeit über dem Verstand – sowohl in Mocha (Verstand) als auch in Liba (Herz) –, in der Eigenschaft Chafez Chessed („der Gnade begehrt“). Wenn ihm fremde Gedanken kommen, muss er sie von sich weisen und darf überhaupt nicht auf sie hören.

Dies ist eine große Arbeit, denn der Pharao, König von Ägypten, bedrängt sie und wirft ihnen fremde Gedanken zu – sowohl im Verstand als auch im Herzen –, wie geschrieben steht: „Und die Söhne Israels seufzten unter der Arbeit, und ihr Hilferuf stieg zum Ewigen empor.“ Dies ist die eine Seite. Dadurch werden sie mit Glauben belohnt, das heißt mit dem Auszug aus Ägypten; dies ist die Stufe Nefesh der Heiligkeit (Kedusha).

Andererseits heißt es: „Auch ohne Erkenntnis ist die Seele nicht gut“, und man braucht den Verstand der Heiligkeit, der Reichtum genannt wird, denn „Reichtum gibt es nur im Verstand“.

Als der Schöpfer sie reich machen wollte, hatten sie keine Gefäße (Kelim), denn für sie war alles über dem Verstand. Daher gab der Schöpfer ihnen den Rat, sich von den Ägyptern Gefäße auszuleihen.

Das Nehmen der Gefäße diente nur dazu, dass sie eine Füllung für die Gefäße empfangen konnten, also Antworten auf ihre Fragen. Doch nachdem sie die Antworten erhalten hatten, gaben sie die Gefäße sofort den Ägyptern zurück. Denn sie gehen über dem Verstand und haben daher keinerlei Fragen. Die Fragen der Ägypter nahmen sie nur vorübergehend und gaben sie anschließend zurück.

korrEY, Buchfassung, 25.09.2026