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522. „Rechts“ bedeutet Vollkommenheit

Im Sohar, WaYikra1, heißt es: „Die Rechte wird Vollkommenheit genannt. Selbst wenn ein Mensch nichts besitzt und sich nur daran erinnert, dass es Spiritualität gibt, obwohl er sie selbst nicht besitzt, freut er sich dennoch über das, was er hat. Er sagt sich: Viele Menschen auf der Welt – und auch er selbst – erinnern sich oft überhaupt nicht daran, dass es in der Welt die Arbeit für den Schöpfer gibt. Jetzt aber erinnert er sich daran. Darüber freut er sich und dankt dem Schöpfer dafür, dass Er ihn dessen würdig gemacht hat.“ Dies wird „der erste Eingang“ genannt.

Der zweite Eingang ist die Linke, also die kritische Prüfung der Arbeit. Wenn Spiritualität wirklich so wichtig ist, warum sehnt er sich dann nicht nach der Weisheit der Tora? Dann gerät der Mensch in einen Abstieg, weil er noch nicht fähig ist, mit großer Anstrengung zu arbeiten. Somit erhält er von der Linken einen Abstieg.

Man braucht die Rechte, um vollkommen zu sein und die Fülle empfangen zu können. Doch dafür fehlen die Gefäße. Von der Linken erhält man die Gefäße, also die Mängel. Im Zustand des Mangels ist man getrennt. Das gleicht jemandem, der empfängt, um zu geben. Von der Linken entstehen nur Gefäße.

korrEY, Buchfassung, 25.09.2026


  1. Sohar, WaYikra, Blatt 41. ↩