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524. Was bedeutet „Wer Maror verschluckt, hat seine Pflicht nicht erfüllt“ in der spirituellen Arbeit?

Der Begriff Maror (Bitterkraut) entspricht dem, was geschrieben steht: „Sie verbitterten ihr Leben durch harte Arbeit“, nämlich durch die Fragen „Wer?“ und „Was?“. Diese Fragen bereiteten ihnen Mühe: Sie wollten sich überwinden, konnten es aber nicht und schmeckten dadurch den Geschmack der Bitterkeit.

Doch man kann ihre Fragen innerhalb des Verstandes beantworten und empfindet dann von selbst keine Bitterkeit in der Arbeit. Der Mensch sagt sich, dass alles, was der Böse Trieb (Jezer haRa) fragt, gar keine Fragen sind, und so empfindet er keinen Geschmack der Bitterkeit. Dann hat er in der Arbeit kein Maror, das ihn nötigen würde, über dem Verstand zu gehen.

Aus dem Gesagten verstehen wir, was unsere Weisen mit den Worten meinten: „Wenn jemand das Maror verschluckt hat, hat er seine Pflicht nicht erfüllt.“ Der heilige ARI sagt dazu, dass Maror denselben Zahlenwert wie Mawet (Tod) hat, also Dinim (Gerichtsurteile) bezeichnet. Welchen Hinweis gibt uns dieser Zahlenwert? Das Maror wird gegessen, weil „sie ihnen das Leben durch harte Arbeit verbitterten“.

Man muss sagen, dass „harte Arbeit“ in der spirituellen Arbeit bedeutet: Es fällt dem Menschen schwer, sich zu überwinden und seinen Eigennutz hinter sich zu lassen, denn er will nur zu seinem eigenen Nutzen arbeiten. Er wird bekanntlich Frevler (Rasha) genannt. Er fragt: „Was bedeutet diese Arbeit des Gebens für euch?“, also: „Was werdet ihr dadurch gewinnen?“ Bekanntlich werden „die Frevler schon zu Lebzeiten Tote genannt“.

Daraus folgt: Die harte Arbeit heißt Maror, weil der Mensch Bitterkeit schmeckt, wenn er gezwungen ist, zum eigenen Nutzen zu arbeiten. Ein Hinweis darauf ist, dass Maror denselben Zahlenwert wie Mawet hat und für Dinim steht. Denn über den Eigennutz wurde ein Din (Gerichtsurteil) verhängt: Dieses Kli (Gefäß) darf nicht benutzt werden. Deshalb herrschen dort Zimzumim (Einschränkungen) und Verhüllung.

Jetzt werden wir erklären, warum man kauen muss: Man muss den Geschmack der Bitterkeit empfinden.

korrEY, Buchfassung, 25.09.2026