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520. Wasser wird aus seinen Eimern fließen

„Wasser fließt aus seinen Eimern.“ Bekanntlich wird „Wasser“ Tora genannt. „Aus seinen Eimern“ (mi-daljaw) stammt von dem Wort „arm“ (dal).

Wenn ein Mensch sich für arm hält, also in einem Zustand der Niedrigkeit ist, sagt er: „Da ich ein armer und niedriger Mensch bin, steht mir kein tieferes Verständnis der Arbeit für den Schöpfer zu als einfachen Menschen. Sie richten sich nur nach dem, was sie durch ihre Erziehung erhalten haben, und brauchen kein tieferes Verständnis der Tora und der Mizwot. Vielmehr begnügen sie sich mit allem, was sie als kleine Kinder durch ihre Erziehung erhalten haben, und beschäftigen sich nach ihren Möglichkeiten mit Tora und Mizwot. Sie sagen nicht, dass ihnen die Absicht zu geben oder Ähnliches fehlt, sondern begnügen sich mit wenig.“

Ebenso sieht ein Mensch jedes Mal nach seiner Arbeit auf der Linken Linie, dass er einen Mangel hat und in der Arbeit für den Schöpfer nicht vorankommt. Das heißt, er besitzt kein höheres Verständnis als andere Menschen, die nur auf einer Linie arbeiten.

Wenn er danach auf die Rechte Linie wechselt, sagt er, dass er nicht wichtiger ist als jene Menschen, die nur auf einer Linie arbeiten. Wie viel Halt in der Heiligkeit (Kedusha) er auch hat – er bewertet es in jeder Hinsicht als den Zustand eines Armen. So wird aus „arm“ (dal) ein „Eimer“ (dli), mit dem er aus den Wassern der Tora schöpfen kann. Deshalb steht geschrieben: „Wasser fließt aus seinen Eimern.“

korrEY, Buchfassung, 25.09.2026