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Unkorrigiert. Deepl Pro aus ENG

Notiz 305. Die Bedeutung des Bösen

Isru-Chag [der Tag nach] Pessach, 1972

Das Böse in einem Menschen wird lediglich dann als böse angesehen, wenn man es als böse empfindet. Das heißt, das Ausmaß, in dem das Böse ihn daran hindert, Fülle zu empfangen, bestimmt das Ausmaß des Bösen.

Normalerweise hasst man seinen Freund nicht, wenn man ihm eine kleine Münze verliert, da eine kleine Münze nicht wichtig genug ist, um sich deswegen mit dem anderen zu streiten. Aber je mehr Verluste einem sein Freund verursacht, desto größer wird der Hass in ihm, bis er ihn nicht mehr ertragen kann.

Daraus folgt, dass ein Mensch in dem Maße, wie er der Tora und den Mizwot [Geboten/guten Taten] Wichtigkeit beimisst, auch das Ausmaß seines Hasses auf das Böse bestimmen kann, das ihn daran hindert, sich mit der Tora und den Mizwot zu befassen. Wenn ein Mensch also das Böse hassen will, muss er der spirituellen Bedeutung mehr Wichtigkeit beimessen.

Dann wird er so viel Hass empfangen, dass er sich von seinem Bösen abwendet, wie es geschrieben steht: „Wer den Ewigen liebt, hasst das Böse.“ Das heißt, je mehr jemand den Schöpfer liebt, desto mehr hasst er diejenigen, die ihn daran hindern, den Schöpfer zu lieben.