<- Kabbala Bibliothek
Weiterlesen ->
Kabbala Bibliothek Startseite / Rabash / Notizen / Unkorrigiert. Notiz 299. Einen reinen Verstand haben

Unkorrigiert. Deepl Pro aus ENG

Notiz 299. Einen reinen Verstand haben

1. Juni 1973

„So würden die Reinherzigen in Jerusalem handeln: Sie würden nicht zu einer Mahlzeit kommen, wenn sie nicht wüssten, wer mit ihnen isst“ (Sanhedrin 23a).

„Rein im Geist“ bedeutet Menschen, die vom Verstand geläutert sind, wie Unsere Weisen sagten: „So und so wurde von seinem Besitz geläutert.“ Das bedeutet, dass es Menschen sind, die über dem Verstand stehen, was im Plural [auf Hebräisch] „rein im Geist“ genannt wird. Diese Menschen sollten Vorsicht walten lassen, nicht mit Menschen in Kontakt zu kommen, die lediglich im Rahmen des Verstandes arbeiten können, da die Sichtweise der Hausherren der Sichtweise der Tora entgegengesetzt ist.

„Die Sichtweise der Hausherren“ bedeutet innerhalb des Verstandes, wenn der Mensch versteht, was er tut, und immer darüber nachdenkt, ob es sich lohnt, etwas zu tun oder nicht, also welchen Nutzen die Handlung, die er tut, für ihn bringt.

Umgekehrt ist „die Sichtweise der Tora“, wie Unsere Weisen sagten: „Die Tora existiert lediglich in dem, der sich selbst dafür opfert“ (Berachot 63b). Das bedeutet, dass er sein Selbst aufgeben soll, also seine gesamte Existenz aufgeben. Somit gibt es hier keinen Grund, darüber nachzudenken, was ihm das Einhalten der Tora und der Mizwot bringen wird.

Ein Hausherr denkt immer an seinen Besitz. Daher überlegt er bei allem, was er tut, was dies seinem Besitz hinzufügen kann. Aber der Weg der Tora ist die Annullierung des Besitzes. Somit haben diejenigen, die die Tora studieren und innerhalb des Verstandes bleiben – also mit der Sichtweise der Hausherren –, einen anderen Weg als die Tora-Studenten, die über dem Verstand stehen, was als „reiner Geist“ bezeichnet wird, denn sie sind von dem Verstand gereinigt, weil sie die Annullierung der Wirklichkeit anstreben.

Welcher Standpunkt verpflichtet ihn also dazu, sich selbst vollkommen aufzuheben? Diese Unterscheidung nennt man „nicht, um eine Belohnung zu empfangen“. Deshalb ist Vorsicht geboten, damit sie nicht den Torah-Schülern nacheifern, die sich an den Verstand halten.