<- Kabbala Bibliothek
Weiterlesen ->
Kabbala Bibliothek Startseite / Rabash / Artikel / Nicht endkorrigiert. 1988/27 Was bedeutet "Der Schöpfer duldet die Stolzen nicht" in der Arbeit?

Nicht endkorrigiert

1988/27 Was bedeutet "Der Schöpfer duldet die Stolzen nicht" in der Arbeit?

Unsere Weisen sagten (Sota 5): "Zu jedem Menschen, in dem Grobheit herrscht, sagte der Schöpfer: 'Er und ich können nicht in der Welt wohnen', wie auch gesagt wurde: 'Wer seinen Nächsten heimlich verleumdet, den will ich vernichten; wer hochmütige Augen und ein weites Herz hat, den kann ich nicht erdulden.' Lies nicht: 'Den kann ich nicht', sondern: 'Mit ihm kann ich nicht'." Und zu den Worten "einer, der hochmütige Augen und ein weites Herz hat" interpretiert die Mezudat David: "'Hochmütige Augen' bedeutet stolz, und 'ein weites Herz' bedeutet jemand, der alles verlangt und begehrt."

Wir sollten verstehen, warum der Schöpfer über den Rest der Übertretungen nicht sagte, dass er nicht mit ihm in der Welt wohnen kann, und über den Stolz, dass er nicht bei ihm wohnen kann. Außerdem sollten wir verstehen, was er dort sagte: "Rabbi Jochanan sagte im Namen von Rabbi Shimon Bar Yochai: 'Jeder Mensch, in dem Grobheit ist, ist so, als würde er Götzen anbeten.' Und Rabbi Jochanan selbst sagte: 'Es ist als ob er ein Ketzer geworden wäre.'"

Wir sollten also verstehen, warum Stolz so schwerwiegend ist. Außerdem sollten wir verstehen, was geschrieben steht: "Der Ewige ist hoch und der Niedrige wird sehen", was bedeutet, dass ein Mensch die Größe des Schöpfers und seine eigene Niedrigkeit sehen sollte. Wir können verstehen, dass der Mensch prüfen sollte, die Größe des Schöpfers zu erlangen, denn das Ziel der Arbeit des Menschen sollte sein, dass "der Schöpfer groß ist und herrscht." Aus diesem Grund kann er in dem Maße, in dem er den Schöpfer würdigt, mit Herz und Seele arbeiten. Aber wozu muss er prüfen, ob er seine eigene Niedrigkeit erkennen kann? Was wird ihm dies in der Arbeit bringen?

Zuerst müssen wir den Zweck der Schöpfung kennen, d. h. zu welchem Zweck wir geboren wurden, damit wir wissen, welches Ziel wir erreichen müssen, das unsere Vollendung sein wird, und dass wir unvollständig sind, bevor wir dieses Ziel erreicht haben. Wir haben gelernt, dass der Zweck der Schöpfung "Sein Verlangen ist, Seinen Geschöpfen Gutes zu tun". Daraus folgt, dass die Geschöpfe, bevor sie einen Zustand erreichen, in dem sie sich in der Welt glücklich fühlen, als unvollständig gelten, weil sie keinen Frieden und keine Ruhe gefunden haben.

Doch da der Schöpfer die Geschöpfe erschaffen hat, um ihnen Freude und Vergnügen zu bereiten, und er deshalb in den erschaffenen Wesen ein Verlangen und eine Sehnsucht danach geschaffen hat, Freude und Vergnügen zu empfangen, folgt daraus, dass der Geber das Verlangen hat, zu geben, und die Empfänger das Verlangen haben, zu empfangen. Wer hält sie also davon ab, ihre unmittelbare Ganzheit zu erreichen? Uns wurde jedoch Arbeit in der Tora und den Mizwot [Gebote] gegeben, durch die wir die Freude und das Vergnügen empfangen können. Andernfalls würden wir nackt und von all dem Guten, das der Schöpfer geben will, ausgeschlossen bleiben.

Selbst wenn sich ein Mensch mit Tora und Mizwot beschäftigt, wird nicht jeder mit dem Empfangen des Guten belohnt, wie unsere Weisen sagten (WaJikra Rabba 2,1): "Tausend Menschen kommen zur Bibel (Mikra), von ihnen kommen hundert zur Mishna, zehn zum Talmud und einer zur Lehre." Deshalb kann nur einer von tausend mit dem Lehren belohnt werden, wobei "Lehren" Ganzheitlichkeit bedeutet. Andernfalls gilt er als ein "Schüler, der die Lehre und Unterweisung nicht erlangt hat" (Awoda Sara 19b). Dies wird als "unanständiger Richter" betrachtet. Unsere Weisen sagten dazu (Sanhedrin 7b): "Resh Lakish sagte: 'Jeder, der einen unanständigen Richter stellt, ist wie einer, der Ashera [Baum, der für den Götzendienst verwendet wird] in Israel pflanzt.'"

Wir sehen, dass es also nicht so einfach ist, mit der Freude und dem Vergnügen belohnt zu werden. Die Frage ist also: Wer ist der Hinderer? Hier scheint es so, als gäbe es kein Hindernis vonseiten des Gebers oder vonseiten des Empfängers. Offensichtlich hat der Schöpfer, der die Geschöpfe erschaffen hat, ihnen das Verlangen gegeben, Freude zu empfangen. Dieses Verlangen, das sich danach sehnt, Freuden zu empfangen, kann nicht widerrufen werden. Was ist also der Grund dafür, dass wir sie nur durch Anstrengung empfangen können?

Die Antwort ist, dass bekanntlich, um eine Gleichwertigkeit der Form, welche Dwekut [Anhaftung] genannt wird, zu haben und dadurch die Frage der Scham aufzulösen, eine Neuerung gemacht wurde - dass die Kelim [Gefäße], die der Schöpfer in den Geschöpfen erschaffen hat, welche das Verlangen für sich selbst zu empfangen sind, aus dem oben genannten Grund disqualifiziert werden. Stattdessen muss der Mensch daran arbeiten, die Gefäße des Empfangens zu korrigieren, so dass diese in der Absicht um zu geben, arbeiten. Das ist die einzige Hinderung.

Das heißt, aus der Perspektive des Schöpfers hat keine Veränderung stattgefunden. Aus der Perspektive der Korrektur des Geschöpfes wird es jedoch so angesehen, als hätte er keine Kelim, die geeignet sind, die Fülle zu empfangen. Diese Angelegenheit wurde in den höheren Welten angesiedelt und wird Zimzum [Einschränkung] genannt. Sie wird den Unteren auferlegt, so dass sie die Freude und das Vergnügen nicht empfangen können, bevor sie mit Gefäßen des Gebens belohnt werden. Daraus folgt, dass das, was uns davon abhält, die Wonne und das Vergnügen zu empfangen, der Wille ist, für uns selbst zu empfangen.

Das bedeutet, dass es zwei Herrschaften gibt: 1) den Schöpfer und 2) die Geschöpfe, die sich von der Herrschaft des Schöpfers in ihre Herrschaft hineinziehen lassen müssen.

Daraus folgt, dass wir hier von zwei Subjekten sprechen sollten: dem Schöpfer und dem Geschöpf. Der Unterschied zwischen ihnen ist, dass der Schöpfer der Geber und das Geschöpf der Empfänger ist. Das bedeutet, dass die vom Schöpfer gegebene Fülle sich scheinbar vom Schöpfer trennen muss, um in die Herrschaft des Empfängers zu gelangen, und das wird als Trennung betrachtet. Doch der Zimzum und die Verhüllung dienten in erster Linie dazu, dass sich das Höhere Licht nicht vom Schöpfer trennt. Wie wir gelernt haben, geschah der Zimzum vielmehr, weil Malchut an der Wurzel anhaften wollte, was als "Annullierung ihrer eigenen Herrschaft" bezeichnet wird, und sie wollte sich an den Schöpfer klammern, was als "Herrschaft des Einzigen" bezeichnet wird. Das bedeutet, dass die Herrschaft des Empfängers annulliert würde und nur noch die Herrschaft des Schöpfers übrig bliebe.

Wir sehen also, dass das, was uns davon abhält, das Gute zu empfangen, nur unsere eigene Herrschaft ist - dass wir also nicht bereit sind, unsere Herrschaft aufzuheben, die wir "Wille, für uns selbst zu empfangen" nennen. Das heißt, alles, was der Mensch empfangen will, fällt nur in seine eigene Herrschaft, wie es geschrieben steht: "Alles, was der Mensch hat, wird er für seine Seele geben." Der Mensch ist bereit, alles zu geben, nur um seine Seele zu behalten, d. h. um sein Dasein zu spüren, aber nicht andersherum.

Das heißt, einem Menschen wird gesagt: "Ich werde dir alles geben, was du willst, und alles, was deine Seele begehrt, aber gib mir zuerst deine Seele." Und wenn dem so ist, dann fragt der Mensch: "Wem gibst du, wenn nicht seiner eigenen Herrschaft?", d. h. seinem Willen zu empfangen, was bedeutet, dass er eine eigene Herrschaft hat und alles in seine eigene Herrschaft empfängt, sonst ist der Mensch nicht in der Lage zu arbeiten. Das liegt in der Natur der Sache, dass der Schöpfer den Geschöpfen ein Verlangen nach Genuss eingeprägt hat, und dies entspricht dem Ziel, das in der Absicht bestand, seinen Geschöpfen Gutes zu tun.

Unsere Weisen sagen (Massechet Brachot 17): "Rabbi Alexandry sagte, nachdem er gebetet hatte: 'Ewiger, Herr der Welt, es ist Dir offenbart und bekannt, dass unser Wunsch ist, Deinen Willen zu tun, und wer hindert uns daran? Der Sauerteig im Teig und die Versklavung der Malchujot [Plural von Malchut].'" RASHI interpretiert, dass "der Sauerteig im Teig" der Böse Trieb in unseren Herzen ist, der uns sauer macht.

Und wir sollten "nachdem er gebetet hatte" so verstehen, wie es geschrieben steht: "Er sagte, nachdem er gebetet hatte". Es bedeutet, dass er nach dem Gebet ein weiteres Gebet sprach. Wofür hat er gebetet? dass er ein weiteres Gebet zusätzlich zu dem Gebet, das er bereits gebetet hat, beten muss. Wir sollten interpretieren, dass der Mensch vor seinem Gebet noch nicht wusste, was ihm fehlt. Aber nachdem er gebetet hat, wird ihm von Oben gezeigt, was ihm wirklich fehlt, was sein wahrer Chissaron (Mangel) ist. Das heißt, das Gebet, das ein Mensch für das betet, wovon er denkt, dass es ihm fehlt, ist nur eine Segula [Heilmittel/Kraft], bei der ihm der Schöpfer durch dieses Gebet von Oben eine Antwort schickt, damit er weiß, woran es ihm mangelt und worum er bitten soll.

So steht es geschrieben (im Mussaf [Zusatzgebet] an Rosh HaShana): "Sei mit dem Mund der Botschafter deines Volkes, des Hauses Israel, die sich erheben, um vor dir Gebet und Litanei für dein Volk, das Haus Israel, zu erbitten. Lehre sie, was sie sagen sollen; lass sie verstehen, was sie reden werden; antworte, was sie fragen werden." Wir sehen, dass es also ein besonderes Gebet gibt, wenn wir beten - dass der Schöpfer uns Wissen schickt, damit wir verstehen, was wir brauchen, und um das wir aus tiefstem Herzen beten können.

Es ist bekannt, dass der Mensch hinsichtlich der Arbeit "eine ganze Welt" genannt wird. Wenn ein Mensch betet, wird dieser Zustand also als "Gesandter der Öffentlichkeit" bezeichnet, denn er betet für ganz Israel, von dem man ein Teil ist. Aus diesem Grund gibt es ein besonderes Gebet, das man beten sollte, ein Gebet, dass der Schöpfer ihm Hilfe von Oben gibt, um die Wahrheit über das, was dem Menschen fehlt, zu erkennen und dafür die Hilfe des Schöpfers zu erbitten.

So können wir die Worte von Rabbi Alexandry interpretieren, dass er nach dem Gebet das Hauptgebet beten würde, in dem er sagt, dass er den Schöpfer bittet, ihm bei unserem Hindernis zu helfen, das uns nicht kommen und die Freude und den Genuss so empfangen lässt, wie der Schöpfer es will. Dieses Hindernis wird "der Sauerteig im Teig und die Versklavung der Malchujot" genannt. Damit ist der Wille gemeint, für sich selbst zu empfangen, der die Herrschaft des Menschen ist, die von der Herrschaft des Schöpfers getrennt ist und von Malchut kommt, die als Wurzel des Willens, für sich selbst zu empfangen, gilt und den Menschen beherrscht und ihn nicht aus ihrer Herrschaft entlässt.

Malchut der Kedusha [Heiligkeit] bedeutet (Das Studium der Zehn Sefirot, Teil 2, "Antworten", "Antwort Nr. 39"): "Die letzte Unterscheidung wird Malchut genannt, denn von ihr geht die durchsetzungsfähige Herrschaft und vollständige Kontrolle aus, wie 'die Ehrfurcht vor Malchut [Königtum]'." Wie wir gelernt haben, wird Malchut "der Wille zu empfangen" genannt. Sie empfing die Freude und das Vergnügen und dann, dass Malchut einen Zimzum machte, nicht zu empfangen, es sei denn mit einer Korrektur, die "um zu geben" heißt. Unter dieser Kontrolle entstanden alle Parzufim der Kedusha.

Daraus folgt, dass nur Malchut die Kontrolle ausübte, so dass keine Kedusha in die Gefäße des Empfangens strömt, es sei denn, jemand zielt darauf ab, zu geben und seine eigene Herrschaft aufzuheben. Daraus folgt, dass alle Handlungen nur um des Schöpfers willen geschehen, und für sich selbst, sagt der Mensch, ist es nicht lebenswert. Damit stellt er die einzigartige Herrschaft in der Welt her.

Daraus folgt, dass er, wenn er ein Vergnügen empfängt, nicht die Absicht hat, dass dieses Vergnügen in seine eigene Herrschaft eintritt, sondern in die Herrschaft des Schöpfers. Das heißt, er empfängt die Freude um des Schöpfers willen und nicht um seiner selbst willen. Somit gibt es hier also nur eine einzige Herrschaft. Das nennt man "Herrschaft des Einzelnen". Das Bewusstsein, zu wissen, woran es ihm wirklich mangelt, kommt nach dem Gebet, wenn er darum gebetet hat, dass ihm mitgeteilt wird, was er wirklich braucht. Zu diesem Zeitpunkt betet er ein ehrliches Gebet, dass Malchut, also die Versklavung von Malchut, die das Gegenteil der Kedusha ist, nämlich der Wille, für sich selbst zu empfangen, das einzige Hindernis für das Erreichen des Ziels ist, das der Mensch erreichen sollte.

Aber warum müssen wir dafür beten, wenn ein Mensch die Gefäße des Empfangens für sich selbst nicht überwinden kann? Unsere Weisen sagten dazu: "Der Trieb des Menschen überwältigt ihn jeden Tag. Und wäre da nicht die Hilfe des Schöpfers, würde er diesen Trieb nicht überwinden können." Es liegt nicht in der Macht des Menschen, sich der Herrschaft von Malchut zu entziehen, denn der Mensch wurde in dieser Natur geboren und nur der Schöpfer selbst kann den Menschen aus dieser Herrschaft befreien.

Dies wird als "Auszug aus Ägypten" bezeichnet, bei dem nur der Schöpfer selbst das Volk Israel aus Ägypten befreit hat, wie es in der Pessach-Haggada heißt: "Und der Ewige führte uns mit mächtiger Hand aus Ägypten, nicht durch einen Engel, nicht durch einen Seraf [eine Art Engel], und nicht durch einen Abgesandten, sondern der Schöpfer selbst." Die Deutung ist wie oben erklärt: Da der Schöpfer den Menschen mit dem Verlangen erschaffen hat, für sich selbst zu empfangen, kann nur Er Selbst dem Menschen eine zweite Natur geben, nämlich das Verlangen zu geben.

Dementsprechend sehen wir, dass wir drei Unterscheidungen im Menschen treffen sollten, da der Mensch nach der Verkettung der Welten geboren wurde, als Klipot [unreine Kräfte] aufgrund des Zerbrechens der Gefäße, das in der Welt Nekudim stattfand, herauskamen. Aus diesem Grund finden wir in der Arbeit im Menschen selbst 1) Menschen, die keine Verbindung zu Tora und Mizwot haben. Diese werden "ein Volk, das einem Esel gleicht" genannt. Sie sind einfach Esel, die keine Ahnung von irgendetwas haben, das über tierische Leidenschaften hinausgeht. 2) Diejenigen, die die Tora und die Mizwot befolgen, aber lo liShma [nicht um ihretwillen]. Diese werden "die Völker der Welt" genannt, wie es im Sohar über den Vers "Die Barmherzigkeit der Völker ist eine Sünde, denn alles Gute, das sie tun, tun sie für sich selbst." steht. Das bedeutet, dass sie alles nur zu ihrem eigenen Vorteil tun. Das heißt, all das Gute, das "Handlungen des Gebens" genannt wird, ist zu ihrem eigenen Nutzen. Das nennt man ein "Tier", das ein Weibchen ist, das empfängt. Umgekehrt wird der "Mensch" als "männlich" bezeichnet, da bekanntlich SA der Geber ist, und als Adam [Mensch] bezeichnet wird. Vom Zahlenwert her ist Adam der Name MaH, während Malchut, die der Empfänger ist, BoN heißt, was dem Zahlenwert Behema [Tier] entspricht, also “Empfangen” heißt.

So schreibt er in der "Einleitung zum Studium der Zehn Sefirot" (Punkt 31): "Alles Fleisch ist Heu, sie sind alle wie Heu fressende Tiere, und all ihre Barmherzigkeit ist wie die Knospe des Feldes. Jede Barmherzigkeit, die sie tun, tun sie für sich selbst, und selbst wenn sie sich in der Tora anstrengen, tun sie jede Barmherzigkeit, die sie tun, für sich selbst." Aus den Worten des Sohar geht hervor, dass diejenigen, die sich in der Tora zu ihrem eigenen Nutzen und nicht zum Geben engagieren, wie Tiere sind, wie es geschrieben steht, "wie Heu fressende Tiere." Wir können dies als "das Tier im Menschen" bezeichnen, da sie sich bereits mit der Tora und den Mizwot beschäftigen, nur dass es sich um lo liShma handelt.

3) Das ist der "Mensch im Menschen", d. h. diejenigen, die liShma [um ihretwillen] arbeiten, und zwar aus Ehrfurcht vor dem Schöpfer und nicht zu ihrem eigenen Vorteil. Sie werden "Mensch" genannt, was “männlich” ist, wie oben gesagt, dass Adam [der Mensch] dem Zahlenwert MaH entspricht, der SA, der Geber, ist. So steht es geschrieben (Jewamot 61a): "Rabbi Shimon Bar Yochai sagt: 'Die Gräber der Götzenanbeter werden nicht in einem Zelt entweiht, wie gesagt wurde: 'Und du, du bist Meine Herde, die Herde Meiner Weide, du bist ein Mensch. Ihr werdet 'Mensch' genannt, und die Götzendiener werden nicht 'Mensch' genannt.'"

Wir sollten jedoch verstehen, was die Eigenschaft von "Mensch" ist, dass gerade Israel "Mensch" genannt wird. Wir sollten dies so interpretieren, wie wir es in der Erklärung unserer Weisen (Berachot 6b) gelernt haben über den Vers "Am Ende wird alles erhört: Fürchte Gott." Die Gemara fragt: "Was heißt: 'denn das ist der ganze Mensch?' Rabbi Elasar sagte: 'Die ganze Welt wurde nur dafür erschaffen.'"

Das bedeutet, dass "Ehrfurcht vor Gott" "der ganze Mensch" ist. Mit anderen Worten, "der Mensch" ist einer, der Ehrfurcht vor dem Schöpfer hat, so wie Rabbi Elasar sagte, dass die ganze Welt nur dafür erschaffen wurde, aus Ehrfurcht vor dem Himmel. Wir sollten jedoch verstehen, warum er über "denn das ist der ganze Mensch" sagt, dass "die ganze Welt nur dafür erschaffen wurde."

Unsere Weisen sagten (Eruwin 13): "Es ist besser für den Menschen, nicht erschaffen zu sein, als erschaffen zu werden. Aber jetzt, wo er erschaffen ist, sollte er auf seine Taten achten." Wir sollten verstehen, wie man sagen kann, dass der Schöpfer den Menschen scheinbar unnötig erschaffen hat, was bedeutet, dass es besser wäre, wenn der Schöpfer ihn nicht erschaffen hätte. Kann man sagen, dass der Schöpfer, als er den Menschen erschuf, das Ende der Zeit nicht durchschaute und ihn trotzdem erschuf? Wenn ja, wie kann man dann sagen: "Es ist besser für den Menschen, nicht erschaffen worden zu sein, als erschaffen zu werden"? Und wie lautet der Ratschlag, den sie gaben: "Jetzt, wo er erschaffen ist, soll er auf seine Taten achten"?

Nach der Auslegung meines Vaters, des Baal HaSulam, sollten wir "es ist besser für den Menschen" so interpretieren, dass "für den Menschen" “für ihn" bedeutet. Das heißt, wenn ein Mensch nur zu seinem eigenen Nutzen arbeiten will, wäre es besser, wenn er nicht erschaffen wäre, als wenn er erschaffen wäre. Das ist so, wie unsere Weisen sagten (Berachot 17a): "Wer lo liShma arbeitet, für den ist es besser, wenn er nicht erschaffen wäre."

Wir sollten jedoch den Grund verstehen, warum es in lo liShma besser ist, wenn er nicht erschaffen ist. Der Grund ist die Korrektur, die stattgefunden hat: Selbst wenn die Geschöpfe Freude und Vergnügen vom Schöpfer empfangen, wird das nicht als Ungleichheit der Form und Trennung angesehen. Aus diesem Grund erfolgte die Korrektur, dass es unmöglich ist, Wonne und Vergnügen zu empfangen, es sei denn in Gefäßen des Gebens. Das heißt, gerade wenn der Mensch nur arbeitet, um zu geben, erfüllt sich sein Gedanke, seinen Geschöpfen Gutes zu tun - wenn er nur an das Wohl des Schöpfers denkt.

Das bedeutet, dass der Mensch, wenn er nur daran denkt, wie er dem Schöpfer Zufriedenheit bringen kann, das Gefühl bekommt, dass er seinem Schöpfer Zufriedenheit bringt, wenn er Wonne und Vergnügen empfängt, denn das war der Zweck des Geschöpfes, und deshalb will er jetzt Wonne und Vergnügen empfangen. Und dadurch wird der Zweck Schöpfung wahr.

Wenn er dagegen lo liShma arbeitet, aber um seiner selbst willen, wird dieses Kli "für sich selbst empfangen" genannt, deshalb gab es einen Zimzum und eine Verhüllung. Natürlich wird er das Ziel, für das der Mensch erschaffen wurde, nie erreichen. Aus diesem Grund wurde der Mensch, wenn er nicht liShma arbeitet, vergeblich, also zwecklos, erschaffen. Deshalb sagten unsere Weisen: "Wer lo liShma lernt, für den ist es besser, wenn er nicht erschaffen worden wäre, als wenn er erschaffen würde." Das ist die Bedeutung dessen, was unsere Weisen sagten: "Es ist besser für den Menschen, nicht erschaffen worden zu sein, als erschaffen zu werden", d. h., wenn ein Mensch für sich selbst arbeitet, ist es besser, wenn er nicht erschaffen wird.

So sollten wir die Frage interpretieren: "Kann man über die Arbeit des Schöpfers sagen, dass es besser wäre, wenn er die Handlung, d. h. die Erschaffung des Menschen, nicht tut, als wenn er die Handlung der Erschaffung des Menschen tut? Haben wir die Erlaubnis, die Handlung des Schöpfers zu verleumden? Und was bedeutet es, dass "er nun, da er erschaffen wurde, seine Taten prüfen soll"?

Unsere Weisen wollen uns die Augen öffnen, damit wir sehen, was wir tun müssen, d. h. den Zweck, für den uns die Arbeit in der Tora und den Mizwot gegeben wurde. Aus diesem Grund lassen sie uns zuerst verstehen, dass die Tatsache, dass der Mensch erschaffen wurde und sich danach sehnt, Freuden zu empfangen, die der Schöpfer in unsere Natur, also für uns selbst, gelegt hat, dass es besser wäre, wenn sie nicht erschaffen worden wäre. Der Schöpfer hat den Menschen jedoch erschaffen, um zu tun, und "tun" bezieht sich auf die Korrektur der Kelim [Gefäße], bei der wir das Ziel um zu geben über den Willen zu empfangen stellen müssen. So wird der Mensch in der Lage sein, Freude und Vergnügen zu empfangen. Das ist die Bedeutung der Worte "jetzt, wo er erschaffen wurde". Was soll er also tun? Er soll "in seine Handlungen schauen" und erkennen, dass alles, was er tut, dazu dient, zu geben.

Dadurch werden wir verstehen, was wir gefragt haben, warum der Schöpfer nicht mit einem stolzen Menschen in einem Haus wohnen kann. Es ist bekannt, dass die Gleichwertigkeit der Form den einen mit dem anderen verbindet und Ungleichheit der Form den einen vom anderen trennt. Deshalb wird derjenige, der keine Gleichwertigkeit der Form hat, von Ihm getrennt. Wer stolz ist, kann also seine eigene Herrschaft und sein eigenes Sein nicht annullieren. Die "Existenz aus der Abwesenheit", die erschaffen wurde, ist die eigene Herrschaft und das Verlangen, dass der Schöpfer ihm alle Wonne und Freude in seine eigene Herrschaft gibt. Das nennt man den "Willen, für sich selbst zu empfangen".

Daraus folgt, dass der Schöpfer zu jedem, der stolz ist, sagt: "Wisse, dass dies Trennung und Abwesenheit verursacht. Daraus folgt, dass er und Ich nicht in der Welt verweilen können. Warum? Weil es Trennung und Ferne gibt." Aus diesem Grund können sie nicht in der gleichen Welt sein.

Deshalb sagt Rabbi Shimon Bar Yochai, dass jeder Mensch, in dem Grobheit herrscht, so ist, als ob er Götzen anbeten würde. Das heißt, der Mensch sollte um des Schöpfers willen arbeiten, aber er arbeitet auch für sich selbst. Das wird "Götzenanbetung" genannt.

Rabbi Yochanan sagt, dass es so ist, als ob er ein Ketzer geworden ist. Das heißt, es ist, als ob er den Zweck der Schöpfung verleugnet, der darin besteht, seinen Geschöpfen Gutes zu tun. Jemand, der grob ist, kann niemals Dwekut [Anhaftung] erreichen, das ist die Gleichwertigkeit der Form. Wenn er kein Gefäß des Gebens hat, wird er niemals die Freude und das Vergnügen empfangen können. Daraus folgt, dass er den Zweck der Schöpfung verleugnet hat, der darin besteht, seinen Geschöpfen Gutes zu tun, denn ohne Gefäße des Gebens tappt der Mensch im Dunkeln. Aus diesem Grund raten die Weisen dem Menschen, sich zu unterwerfen, seine Herrschaft aufzuheben und alles dem Schöpfer zu überlassen.

So werden wir die Frage verstehen, warum wir unsere eigene Niedrigkeit kennen müssen, und warum es nicht ausreicht, die Größe des Schöpfers zu kennen, und was es uns bringt, unsere eigene Niedrigkeit zu kennen? Die Antwort ist, dass unsere Niedrigkeit bedeutet, dass wir von unserer Seite aus kraftlos sind, um uns vor dem Schöpfer zu annullieren. Deshalb brauchen wir, bevor wir das Böse erkennen, den Schöpfer nicht um Hilfe zu bitten, weil wir denken, dass wir selbst über Wissen und Verständnis verfügen und dass wir das, was wir verstehen, auch tun können. Wir haben keine Angst vor irgendeiner Kraft, die unseren Geist und unser Lebensziel aufhalten könnte, und wenn wir mit unserem Verstand verstehen, dass der Schöpfer wichtig ist, tun wir prompt, was sich für intelligente Menschen gehört.

Doch am Ende sehen wir, dass wir vor einer kleinen Leidenschaft, die zu uns kommt, kapitulieren. Insbesondere dann, wenn es um die Arbeit für den Nutzen des Schöpfers geht und der Körper nicht sieht, was er dadurch gewinnt, sieht der Mensch sofort, was für ein schwaches Herz er hat, und er will dem Feldzug sofort entgehen. Deshalb braucht er, wenn er seine eigene Niedrigkeit sieht, die Barmherzigkeit des Himmels, damit ihm geholfen wird, 1) dem Feldzug nicht zu entgehen und wenigstens die Fähigkeit zu haben, zum Schöpfer zu beten, 2) dass der Schöpfer ihm wirklich hilft, aus der Herrschaft des Körpers herauszukommen.

Daraus folgt, dass, wenn ein Mensch stolz ist und kein Verlangen hat, seine Herrschaft vor dem Schöpfer zu annullieren, und er sagt, dass er keine Niedrigkeit in sich hat, sondern vielmehr das tut, was er will, so entspringen ihm daraus alle schlechten Eigenschaften. Das ist deshalb so, weil das Licht der Lust, das von Oben kommt, als dünnes Licht in der Welt leuchtet, um die Welt zu erhalten. Es kleidet sich bekanntlich in drei Eigenschaften, die "Neid", "Lust" und "Ehre" heißen, und alle diese drei Eigenschaften schließen sich in die Eigenschaft des Stolzes ein.

Aber was ist die Verbindung zwischen Lust und Stolz? Schließlich ist “Lust” eine tierische Eigenschaft, so dass sich die Frage stellt, wie der Stolz damit verbunden ist. Die Sache ist die, dass Stolz nicht unbedingt zwischen Mensch und Mensch stattfindet. Sondern in erster Linie ist er eine Sache zwischen Mensch und Gott. Aus diesem Grund ist ein Mensch, der gegenüber seinem Schöpfer stolz ist und seine eigene Herrschaft nicht annullieren will, der Grund für die Herrschaft des Willens, für sich selbst zu empfangen. Aber wenn ein Mensch seine Herrschaft vor der einzigartigen Herrschaft annulliert, wird er mit dem ewigen Leben belohnt.