Die Achtung vor dem Vater betreffend
Rabash, 1986 (תשמ״ו) – Artikel 5
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1 | Im Heiligen Sohar (WaJera, S. 45, und im Sulam-Kommentar dort) heißt es wörtlich: „Rabbi Shimon eröffnete und sprach: ‚Ein Sohn ehrt den Vater und ein Knecht seinen Herrn‘ (Maleachi 1,6). ‚Ein Sohn ehrt den Vater‘ – das ist Izchak gegenüber Abraham. Und er fragt: Wann hat er ihn geehrt? Als er ihn auf dem Altar band und sich ihm nicht widersetzte, um den Willen seines Vaters zu tun. ‚Und ein Knecht seinen Herrn‘ – das ist Elieser gegenüber Abraham. Als er Elieser nach Charan sandte, führte dieser dort den ganzen Willen Abrahams aus und ehrte ihn, wie geschrieben steht: ‚Und der Ewige hat meinen Herrn gesegnet‘ (Genesis 24,35). Und es steht geschrieben: ‚Und er sprach: Abrahams Knecht bin ich‘ (Genesis 24,34) – um Abraham zu ehren. Denn ein Mensch, der Silber, Gold, Edelsteine und Kamele bringt und selbst stattlich und von schönem Aussehen ist, sagte nicht, er sei Abrahams Freund oder sein Verwandter, sondern: ‚Abrahams Knecht bin ich‘ – um Abrahams Lob zu erhöhen und ihn in ihren Augen zu ehren.“ | בזה"ק (וירא דף מ"ה ובהסולם שם) וזה לשונו, "רבי שמעון פתח ואמר, בן יכבד אב ועבד אדוניו. בן יכבד אב, דא צחק לאברהם. ושואל, מתי כבר אותו, היינו בשעה שעקד אותו על המזבח, ולא עמד כנגדו לעשות רצון אביו. ועבד אדוניו, זהו אליעזר לאברהם, כאשר שלח את אליעזר לחרן, ועשה שם כל רצונו של אברהם, וכבד אותו, כמו שכתוב, וה' ברך את אדוני. וכתוב, ויאמר עבד אברהם, אנכי, כדי לכבד את אברהם. שהרי בן אדם המביא כסף, וזהב, ואבנים יקרות, וגמלים, ובעצמו הוא כראוי, ויפה מראה, לא אמר שהוא אוהבו של אברהם, או קרוב שלו. אלא אמר, עבד אברהם אנוכי, כדי להעלות את שבחו של אברהם, ולכבד אותו בעיניהם". | Im Heiligen Sohar[1] steht geschrieben: „Rabbi Shimon begann die Rede und sagte: ‚Ein Sohn ehrt seinen Vater, und ein Diener seinen Herrn.‘ ‚Ein Sohn ehrt seinen Vater‘ ist Isaak, der Abraham achtet. Er fragt: ‚Wann hat er ihn geehrt? Als dieser ihn an den Altar band … und er sich nicht weigerte, den Willen seines Vaters zu tun.‘ ‚Und ein Diener (ehrt) seinen Herrn‘ ist Elieser, der Abraham achtet. Als er Elieser nach Haran schickte, wo dieser alles tat, was Abraham wünschte, ehrte er ihn, wie es geschrieben steht: ‚Und der Herr segnete meinen Herrn.‘ Außerdem steht geschrieben: „Er sagte: ‚Ich bin Abrahams Diener“, um Abraham zu ehren. Denn ein Mensch, der Silber, Gold , Edelsteine und Kamele mitbringt, über Ansehen verfügt und schön ist, sagte nicht, er sei Abrahams Geliebter oder sein Verwandter, vielmehr: ‚Ich bin Abrahams Diener‘, um Abrahams Verdienst und Ehre in ihren Augen zu erhöhen.“ |
2 | Und (in Punkt 145) heißt es dort: „Und deshalb sagt die Schrift: ‚Ein Sohn ehrt den Vater und ein Knecht seinen Herrn.‘ Ihr aber, Israel, Meine Söhne – es ist euch eine Schande zu sagen, dass Ich euer Vater bin oder dass ihr Meine Knechte seid. Wenn Ich ein Vater bin, wo ist Meine Ehre? Und wenn Ich ein Herr bin, wo ist die Ehrfurcht vor Mir?“ | (ובאות קמ"ה) אומר שם, "ועל כן אומר הכתוב, בן יכבד אב ועבד אדוניו. ואתם ישראל, בני, חרפה היא בעיניכם לומר, שאני אביכם, או שאתם עבדי. ואם אב אני איה כבודי, ואם אדון אני איה מוראי". | Er sagt[2]: „Darum steht geschrieben: ‚Ein Sohn ehrt seinen Vater, und ein Diener seinen Herrn.‘ Und ihr, Israel, Meine Söhne, es ist eine Schande für euch zu behaupten, dass Ich Euer Vater bin oder dass ihr Meine Diener seid. ‚Wenn Ich ein Vater bin, wo ist Meine Ehre? Und wenn Ich ein Herr bin, wo ist die Furcht vor Mir?'“ |
3 | Und man muss diese Worte des Heiligen Sohar verstehen: „Ihr aber, Israel, Meine Söhne – es ist euch eine Schande zu sagen, dass Ich euer Vater bin.“ Daraus geht hervor: Es gibt jemanden, dem wir sagen sollen, dass der Schöpfer unser Vater ist – und wir bringen es nicht über uns, weil wir uns schämen. Also müssen wir wissen, vor wem wir es sagen sollen. Und wir müssen auch wissen, worin diese Scham besteht, wegen der wir es nicht sagen können – wie geschrieben steht: „Es ist euch eine Schande.“ | ויש להבין את דברי הזה"ק, במה שאומר, "שה' אומר, ואתם ישראל בני, חרפה היא בעיניכם, לומר שאני אביכם". משמע מכאן, שצריכים לומר למי שהוא, שהקב"ה הוא אבינו. ואין אנו יכולים לומר דבר זה, מפני שאנו מתביישים. אז צריכים לדעת, לפני מי אנו צריכים לומר, שהוא אבינו. וגם יש לדעת, מה היא הבושה, שמסיבת הבושה אין בידינו לומר, כמו שכתוב, "חרפה היא בעיניכם". | Man sollte die Worte des Heiligen Sohar verstehen: „Der Herr sagt: ‚Und ihr, Israel, Meine Söhne, es ist eine Schande für euch, zu behaupten, dass Ich euer Vater bin.'“ Das bedeutet, dass wir zwar sagen müssen, dass der Schöpfer unser Vater ist, wir es aber aus Scham nicht können. Wir müssen also wissen, wem wir sagen, dass Er unser Vater ist, und dass wir es aber nicht können, weil wir wissen müssen, was Scham ist. Denn es steht geschrieben: „Es ist eine Schande für euch.“ |
4 | Und überhaupt ist es schwer verständlich: Wir sagen doch jeden Tag „unser Vater, unser König“ (Awinu Malkenu), und auch im Achtzehnbittengebet (Shmone Esre) sagen wir: „Bringe uns zurück, unser Vater, zu Deiner Tora.“ Wem also sollen wir noch sagen, dass der Schöpfer unser Vater ist – und schämen uns, es auszusprechen? Und darüber ist der Schöpfer erzürnt und sagt: „Wenn Ich ein Vater bin, wo ist Meine Ehre?“ | ובכלל קשה, הלא אנו אומרים כל יום, "אבינו מלכנו". וגם בתפלת שמונה עשרה אנו אומרים, "השיבנו אבינו לתורתיך". אם כן למי עוד אנו צריכים לומר, שהקב"ה הוא אבינו, ואנו מתביישים לומר זה, ועל זה הקב"ה ברוגז, ואומר, "ואם אב אני איה כבודי". | Dies ist allgemein verwirrend. Schließlich sagen wir jeden Tag: „Unser Vater, unser König“ und während des Achtzehnbittengebets: „Bring uns, unser Vater, zu Deinem Gesetz zurück“. Wem also sollen wir sonst sagen, dass der Schöpfer unser Vater ist und wir uns schämen, es zu sagen. Darüber ist der Schöpfer zornig und sagt: „Wenn Ich ein Vater bin, wo ist Meine Ehre?“ |
5 | Das ist so zu deuten: „Der Schöpfer ist unser Vater“ müssen wir zum Schöpfer selbst sagen. Wir sagen ja ständig „unser Vater, unser König“ – und gerade darüber ist der Schöpfer erzürnt: Wie schämt ihr euch nicht, vor Mir zu sagen, dass Ich euer Vater bin, während ihr Mir keinerlei Ehre erweist? Das bedeutet: „Wenn Ich ein Vater bin, wo ist Meine Ehre?“ Der Schöpfer sagt: Es ist eine Schande für euch, Mich „unser Vater“ zu nennen, denn Ich sehe, dass Meine Ehre bei euch am Boden liegt – was „die Göttliche Gegenwart im Staube“ (Shechinta beAfra) genannt wird. Wie schämt ihr euch da nicht, Mich „unser Vater“ zu nennen? | ויש לפרש את זה, שאנו צריכים לומר, ש"ה' הוא אבינו" הוא להבורא. ואנו אומרים תמיד, "אבינו מלכנו", ועל זה הקב"ה ברוגז, היינו איך אין אתם מתביישים לומר לפני שאני אביכם, בו בזמן שאתם לא נוהגים בי שום כבוד, וזה שאומר "אם אב אני, איה כבודי" זאת אומרת, שהקב"ה אומר שחרפה היא לכם לקראות אותי בשם אבינו, ואני רואה שהכבוד שלי מונח אצלכם בארץ, הנקרא שכינתא בעפרא, ואיך אתם לא מתביישים לקראות אותי אבינו. | Wir sollten dies so interpretieren, dass „Der Herr ist unser Vater“ sich auf den Schöpfer bezieht. Wir sagen immer: „Unser Vater, unser König“. Darüber ist der Schöpfer zornig: „Wie könnt ihr euch nicht schämen, zu Mir zu sagen, dass Ich euer Vater bin, während ihr Mir keine Achtung entgegenbringt?“, wie in: „Wenn Ich ein Vater bin, wo ist Meine Ehre?“ Also sagt der Schöpfer: „Es ist eine Schande für euch, Mich ‚Unser Vater‘ zu nennen. Auch sehe Ich, dass für euch Meine Ehre im Staub liegt, was ‚Shechina (Göttliche Gegenwart) im Staub‘ genannt wird. Wie könnt ihr euch also nicht schämen, Mich ‚Unser Vater‘ zu nennen?“ |
6 | „Und wenn Ich ein Herr bin, wo ist die Ehrfurcht vor Mir?“ Ihr sagt doch, ihr alle seid Knechte des Schöpfers; doch Ich sehe nicht, dass ihr Ehrfurcht habt – die Ehrfurcht vor dem Himmel, die ihr auf euch nehmen müsst. Denn ein Knecht hat keinerlei eigene Verfügungsgewalt, wie unsere Weisen sagten: „Was ein Knecht erwirbt, erwirbt sein Herr“ (Traktat Pessachim 88b). Vielmehr annulliert er sich vor dem Herrn, und alles, was er vom Herrn empfängt, dient nur dazu, dem Herrn dienen zu können – nicht dem eigenen Bedarf. | "ואם אדון אני איה מוראי". הלא אתם אומרים, שכולכם עבדי ה', ואני לא רואה שתהיה לכם יראה, היינו היראת שמים מה שאתם צריכים לקבל על עצמכם. כי עבד, משמע שאין לו שום רשות בפני עצמו, כמו שאמרו חז"ל, "מה שקנה עבד קנה רבו", אלא הוא מתבטל לפני האדון, וכל מה שהוא מקבל מהאדון, הוא רק בכדי שיוכל לשמש להאדון ולא לצורך עצמו. | „‚Und wenn Ich ein Herr bin, wo ist die Furcht vor Mir?‘ Ihr sagt, dass ihr alle Diener des Schöpfers seid, aber Ich sehe nicht, dass ihr Ehrfurcht habt, das heißt, die Furcht vor dem Himmel, die ihr auf euch nehmen solltet.“ Ein Diener ist jemand, der keine eigene Autorität hat, wie unsere Weisen sagten: „Wer einen Sklaven gekauft hat, hat seinen Rav gekauft.“ Vielmehr ist er vor dem Herrn annulliert, und alles, was er von seinem Herrn erhält, dient nur dazu, dem Herrn zu dienen und nicht sich selbst. |
7 | Und Ich sehe, dass ihr den umgekehrten Weg geht: Ihr wollt, dass Ich euch diene – dass Ich eure Selbstliebe fülle. Und worum ihr zu Mir bitten kommt, ist nur, wie ihr eure Verfügungsgewalt vergrößern könnt. Das heißt: Ihr seid die Herren, und Ich bin euer Knecht. Ihr geht den ganzen Tag mit Forderungen an Mich umher, als wäre Ich euer Schuldner – und könntet ihr von Mir mit Gewalt nehmen, ihr würdet sicher nehmen. | ואני רואה שאתם הולכים בדרך הפוכה, היינו שאתם רוצים שאני אשמש אתכם, היינו שאני אמלא את האהבה העצמית שלכם. ומה שאתם באים אלי לבקש, הוא רק איך להגדיל את הרשות שלכם. זאת אומרת, אתם אדונים ואני העבד שלכם, ואתם הולכים כל היום עם טענות עלי, שאני בעל חוב שלכם, ואם אתם הייתם יכולים לקבל ממני בחוזקה, בטח שאתם הייתם מקבלים. | „Ich aber sehe, dass ihr den entgegengesetzten Weg einschlagt. Das heißt, ihr wollt, dass Ich euch diene, also eure Selbstliebe erfülle, und alles, was ihr von Mir wissen wollt, ist, wie ihr eure Herrschaft vergrößern könnt. Ihr seid also die Herren und Ich bin euer Diener. Und ihr lauft den ganzen Tag herum und beschwert euch über Mich, dass Ich euch etwas schulde und dass ihr, wenn ihr es mit Gewalt von Mir erhalten könntet, es bestimmt tun würdet.“ |
8 | Und was tat der Schöpfer, damit sie nicht mit Gewalt nehmen? Er tat eine kleine Sache: Er erschuf in der Welt die Finsternis, die Verhüllung und Verbergung genannt wird – für den Fall, dass die Geschöpfe nicht bereit sind, Knechte zu sein und für Ihn zu arbeiten. Das heißt: zu empfangen, um seinem Schöpfer Wohlgefallen zu bereiten, wie unsere Weisen sagten: „Hafte an Seinen Eigenschaften an“ (Traktat Shabbat 133b). Denn bekanntlich gilt: Solange der Mensch in den Gefäßen des Empfangens steht, wird er umso schlechter, je mehr er empfängt – er entfernt sich immer weiter vom Schöpfer. Deshalb machte Er eine große Korrektur: Solange die Gefäße des Empfangens den Menschen beherrschen, sieht er in der Heiligkeit (Kedusha) nichts, woraus er Genuss ziehen könnte. | ומה עשה הבורא שלא יקבלו בחוזקה. עשה דבר קטן, ברא בחינת חושך בעולם, הנקרא העלם והסתר, שאם הנבראים לא יהיו מוכנים להיות עבדים, לעבוד בשבילו, הנקרא מקבל בעל מנת להשפיע נחת רוח ליוצרו, על דרך שאמרו חז"ל, "הדבק במידותיו". כידוע, שכל זמן שנמצא בכלים דקבלה, כל מה שמקבל יותר, נמצא, שהוא גרוע ביותר, היינו שהוא מתרחק מהקב"ה. לכן עשה תיקון גדול, שבמצב שהכלי קבלה שולטים באדם, הוא לא רואה שום דבר שבקדושה, שיהיה לו משם להוציא תענוגים. | Was tat also der Schöpfer, damit wir nicht zwangsläufig empfangen? Er tat etwas Kleines: Er erschuf die Dunkelheit in der Welt, also die „Verhüllung“, für den Fall, dass die Geschöpfe nicht bereit sind, Diener zu sein und für Ihn zu arbeiten. Das wird „Empfangen, um dem Schöpfer Zufriedenheit zu bereiten“ genannt, was unsere Weisen „an Seinen Eigenschaften anzuhaften“ nannten. Solange wir uns in Gefäßen des Empfangens befinden, ist es umso schlechter, je mehr wir empfangen – also je weiter wir uns vom Schöpfer entfernen. Deshalb nahm Er eine große Korrektur vor, dass, wenn die Gefäße des Empfangens uns beherrschen, wir nichts von der Kedusha (Heiligkeit) sehen, aus der wir Genuss beziehen können. |
9 | Er sieht nur jene Genüsse, die sichtbar sind – die sogenannten „Genüsse der Trennung“. Der heilige ARI (Rabbi Izchak Luria) erklärt dazu: Die Klipot (Schalen) erhielten ein schwaches Leuchten, das in allen materiellen Genüssen steckt, damit die Klipot bestehen können. Und nur dieses Licht der Materialität kann man sehen – nur dort nimmt man Genuss wahr. Über der Spiritualität dagegen liegt eine Wolke der Finsternis, die alle spirituellen Genüsse verdeckt. Und so nimmt man nicht mit Gewalt, selbst wenn der Hausherr nicht geben will – man sieht ja keine Genüsse. Deshalb fliehen alle, deren ganzes Begehren der Selbstliebe gilt, vor jeder Sache der Wahrheit, in der das Gute und der Genuss liegen, denn „Finsternis bedeckt die Erde“ (Jesaja 60,2). | אלא שהוא רואה רק אלו תענוגים, שניתן לראות, המכונים תענוגים דפרודא. כמו שאומר האר"י הקדוש, שניתן לקליפות בחינת הארה דקיק, לכל התענוגים הגשמיים, בכדי שיהיה להם קיום. ורק זה האור של הגשמיות ניתן לראות, ששם נמצא תענוג. מה שאין כן על רוחניות יש ענן חושך, שמכסה את כל תענוגי הרוחניים. וממילא לא מקבלים בחוזקה. היינו, אפילו שהבעל הבית לא רוצה לתת, היות שלא רואים תענוגים. לכן כל אלה שכל חשקם הוא באהבה עצמית, בורחים מכל דבר אמת, שיש שם הטוב והעונג, מחמת שהחושך יכסה ארץ. | Vielmehr sehen wir nur die Genüsse, die wir wahrnehmen können, die sogenannten „Genüsse der Trennung“. Wie der heilige ARI sagt, dass den Klipot (Hüllen/Schalen) eine schwache Erleuchtung für alle körperlichen Freuden gegeben wurde, damit sie existieren können. Dieses Licht der Körperlichkeit ist alles, was wir als Genuss wahrnehmen können. Aber über der Spiritualität befindet sich eine Wolke der Dunkelheit, die alle spirituellen Freuden verhüllt. Und weil wir keine Genüsse sehen, empfangen wir nicht zwangsweise, wenn der Hausherr nicht geben will. Daher fliehen wir, wenn der Wunsch nur auf Selbstliebe basiert, vor jeder wahren Sache, in der es Freude und Genüsse gibt, weil die Dunkelheit die Erde bedeckt. |
10 | Deshalb kann der Mensch nicht gleich zu Beginn seiner Arbeit liShma (für Ihren Namen) arbeiten, sondern muss in lo liShma (nicht für Ihren Namen) beginnen. Denn vor liShma, dem wahren Weg, muss der Körper fliehen – jede Art geht eben zu ihrer Art. Da der Mensch mit Gefäßen des Empfangens erschaffen wurde, um zu empfangen, flieht er sofort vor jedem Gedanken, jedem Wort und jeder Tat, die seinen Gefäßen des Empfangens nichts einbringen. Denn das ist nicht seine Art. Seine Art ist die Natur, in der er erschaffen wurde: Empfangen, um zu empfangen – und überhaupt nicht zu geben. | ומשום זה אין האדם מסוגל תיכף בתחילת עבודתו לעבוד לשמה, אלא מוכרח להתחיל בשלא לשמה. כי בלשמה, שהוא דרך אמיתית, הגוף מוכרח לברוח מעבודה זו. כי כל בחינה הולך לבחינתה. והואיל שאדם נברא עם כלי קבלה על מנת לקבל, לכן, כשרואה איזה מחשבה דיבור ומעשה, שלא יצמח מזה משהו עבור כלי קבלה שלו, תיכף הוא בורח מהם, משום שזה הוא לא בחינתו. כי בחינתו הוא הטבע שבו הוא נברא, והוא קבלה בעמ"נ לקבל, ולא להשפיע כלום. | Aus diesem Grund können wir nicht gleich mit der Arbeit in liShma (für Ihren Namen) beginnen, sondern müssen in lo liShma (nicht für Ihren Namen) anfangen. In liShma, was der wahre Weg ist, muss der Körper vor dieser Arbeit fliehen, so wie jede Art zu ihrer Art geht. Da wir mit Gefäßen des Empfangens erschaffen wurden, um zu empfangen, fliehen wir sofort, wenn wir einen Gedanken, ein Wort oder eine Handlung sehen, die unseren Gefäßen zu empfangen nichts bringen, weil dies nicht zu unserer Art gehört. Unsere Art ist die Natur, in der wir erschaffen wurden. Wir empfangen, um zu empfangen, und nicht, um zu geben. |
11 | Und damit der Mensch, der mit der Arbeit für den Schöpfer beginnt, nicht vor der Arbeit des Gebens flieht – sie ist ja, wie gesagt, nicht seine Art –, muss man in lo liShma beginnen. Das heißt: Er erfüllt Tora und Mizwot (Gebote), die der Schöpfer uns geboten hat, und dafür wird Er uns einen Lohn für unsere Arbeit zahlen. Denn arbeiten konnten wir bisher nur für materielle Dinge – um Geld und Ehre zu verdienen – und genossen die Ruhe. Nun verzichten wir auf Geld, Ehre und die übrigen Begierden – der Körper fordert zwar, dass wir sie erfüllen und daran Genuss haben – und erfüllen stattdessen die Tora und Mizwot, die der Schöpfer uns geboten hat. | וכדי שהאדם, המתחיל בעבודת ה', לא יברח מהעבודה דלהשפיע, כיון שאין זה בחינתו כנ"ל, לכן מוכרחים להתחיל בשלא לשמה. היינו, שהוא מקיים תו"מ, מה שהקב"ה ציווה לנו, ותמורת זה הוא ישלם לנו שכר תמורת עבודתינו, היינו משום שאנו היו יכולים לעבוד רק בדברים גשמיים, היינו להרויח כסף וכבוד, והיו נהנים ממנוחה. ואנו מוותרים על השגת כסף וכבוד ושאר תאוות, מה שהגוף דורש שאנחנו נעשה את זה, ויהיה לנו תענוג מזה, ואנחנו מקיימים במקום זה את התורה ומצות, מה שהבורא ציווה לנו. | Damit wir zu Beginn der Arbeit für den Schöpfer nicht vor der Arbeit des Gebens fliehen, müssen wir in lo liShma anfangen. Das heißt, wir halten die Tora und die Mizwot (Gebote), die der Schöpfer uns geboten hat, um von Ihm eine Belohnung für unsere Arbeit zu erhalten. Denn wir können nur für körperliche Dinge arbeiten – um Geld zu verdienen, Ansehen zu erlangen und Ruhe zu genießen. Wir verzichten auf die Erlangung von Geld, Ehre und anderen Begierden, die der Körper von uns verlangt und die uns Freude bereiten würden. Stattdessen halten wir die Tora und die Mizwot, die uns der Schöpfer geboten hat. |
12 | Und wir sehen: Wenn wir vom Körper fordern, auf Genüsse zu verzichten, die er nach seinem Verständnis genießen könnte, fragt er: „Was wirst du von den neuen Arbeiten haben, die du tun willst? Wirst du davon größere Genüsse haben? Warum sonst solltest du deinen Arbeitsplatz wechseln? Du bist doch gewohnt, bei diesem Hausherrn zu arbeiten – und jetzt willst du beim Schöpfer und für den Schöpfer arbeiten, der deine Arbeit braucht? Wird Er dir einen höheren Lohn zahlen, also mehr Genüsse, sodass du mehr genießt als bei der Arbeit, an die du schon gewöhnt bist?“ | ואנו רואים, בזמן שאנו דורשים משהו מהגוף, שהוא יוותר על תענוגיו, מה שהוא מבין שהוא יכול להנות מהם, הוא שואל, מה תרויח מזה, היינו מהעבודות החדשות שאתה רוצה לעשותם, האם יהיה לך מזה תענוגים יותר גדולים. אחרת, בשביל מה אתה צריך להחליף מקום עבודה שלך, שאתה רגיל לעבוד אצל בעל הבית הזה, זאת שאתה רוצה לעבוד עכשיו אצל הבורא ולמען הבורא, שהוא צריך את עבודתך, האם הוא ישלם לך יותר משכורת, היינו יותר תענוגים, כלומר שתהנה יותר מהעבודה שאתה כבר רגיל בה. | Wir sehen, dass der Körper, wenn wir von ihm verlangen, auf die Genüsse zu verzichten, von denen er glaubt, dass er sie genießen kann, fragt: „Was hast du davon?“ Das heißt: „Diese neue Arbeit, die du tun willst, wird sie dir mehr Genuss bereiten? Wenn nicht, warum musst du dann deinen Arbeitsplatz wechseln? Du bist es gewohnt, für diesen Hausherrn zu arbeiten, aber jetzt willst du für den Schöpfer arbeiten, weil Er deine Arbeit braucht? Wird Er dir einen höheren Lohn zahlen, was mehr Genuss bedeutet? Wirst du mehr genießen als in der Arbeit, an die du bereits gewöhnt bist?“ |
13 | Und sicher muss man ihm sagen: Bis jetzt hattest du nur einen Gewinn – kleine Gewinne, einen eingebildeten Genuss. „Jetzt hingegen wirst du große Gewinne erlangen, denn dein Genuss wird ein wahrer Genuss sein: Der Schöpfer will dir einen spirituellen Lohn geben.“ Doch ohne Arbeit wäre dies „Brot der Scham“ (Nahama deKissufa). Deshalb wurden uns Tora und Mizwot gegeben, und wir müssen glauben, dass Er uns sicher dafür bezahlen wird, dass wir auf unsere Bedürfnisse verzichten – auf das, was wir hätten genießen können – im Tausch gegen einen wahren, spirituellen Lohn. | ובטח שצריכים לומר לו, שעד עכשיו היה לו רווח, רווחים קטנים, דהיינו תענוג המדומה. מה שאין כן עכשיו תזכה לרווחים גדולים, שהנאה שלך תהיה הנאה אמיתית. כי הקב"ה רוצה לתת לך שכר רוחני. אלא בלי עבודה תהיה זה נהמא דכסופא. לכן ניתנו לנו תורה ומצות, ואנו צריכים להאמין, שבודאי הוא ישלם לנו תמורת זה, שאנו מוותרים את צרכינו, ממה שאנו היינו יכולים להנות, תמורת שכר אמיתי שהוא שכר רוחני. | Wir sollten ihm antworten: „Bis jetzt hatten wir kleine Gewinne, also imaginären Genuss, aber jetzt werden wir großen Gewinn haben und unser Genuss wird echt sein, weil der Schöpfer uns einen spirituellen Lohn geben will. Doch ohne Arbeit wird es das Brot der Scham sein. Deshalb wurden uns Tora und Mizwot gegeben. Außerdem müssen wir glauben, dass Er uns gewiss dafür belohnen wird, dass wir auf unsere Bedürfnisse verzichteten, die uns großen Genuss bringen würden, im Gegenzug für eine echte spirituelle Belohnung.“ |
14 | Und obwohl wir noch nicht wissen, was Spiritualität ist, glauben wir, dass sie etwas Großes ist und alle materiellen Genüsse neben ihr nur ein dünnes Leuchten sind. So wird es in den Worten des ARI erklärt: Durch das Zerbrechen der Gefäße und durch die Sünde des Baumes der Erkenntnis fielen Funken in die Klipot, um sie zu beleben, damit sie nicht vergehen, solange man sie braucht. In den Welten der Heiligkeit dagegen befindet sich der Hauptteil des Guten und des Genusses. Deshalb lohnt es sich für uns, in Tora und Mizwot zu arbeiten – dadurch werden wir, im Tausch für unsere Arbeit, der kommenden Welt würdig. | והגם שאנו עוד לא יודעים מהו רוחניות, מכל מקום אנו מאמינים שהוא דבר גדול, שכל התענוגים הגשמיים בערכו נבחן לנהירו דקיק, כמבואר בדברי האר"י, שאומר, שע"י שבירת הכלים ומחטא עץ הדעת, נפלו ניצוצין לתוך הקליפות, בכדי להחיותן, שלא יתבטלו כל זמן שצריכים אותם. מה שאין כן בעולמות דקדושה, שם ישנם עיקר הטוב והעונג. לכן כדאי לנו לעבוד בתו"מ, שע"י זה נזכה לעולם הבא, תמורת עבודתנו בתו"מ. | Und obwohl wir noch nicht wissen, was Spiritualität ist, glauben wir dennoch, dass sie eine große Sache ist. Im Vergleich dazu sind alle körperlichen Genüsse wie eine winzige Kerze, wie in den Worten des ARI erklärt wird. Er sagt, dass aufgrund des Zerbrechens der Gefäße und der Sünde am Baum der Erkenntnis, Funken in die Klipot fielen, um sie zu bewahren, damit sie nicht ausgelöscht werden, solange sie gebraucht werden. Aber der größte Teil der Freude und des Genusses findet sich in den Welten der Kedusha. Deshalb lohnt es sich für uns, in Tora und Mizwot zu arbeiten, denn dafür werden wir in der nächsten Welt für unsere Arbeit in Tora und Mizwot belohnt. |
15 | Doch wenn der Mensch bereits in die Arbeit für den Schöpfer eingetreten ist und den wahren Weg der Arbeit kennenlernen will, sagt man ihm: „Wenn Ich ein Herr bin, wo ist die Ehrfurcht vor Mir?“ Das bedeutet: Ein Knecht tut doch alles für den Bedarf des Hausherrn und nichts für sich selbst. Wie könnt ihr da nur arbeiten, um der kommenden Welt würdig zu werden – also eine Gegenleistung für eure Arbeit verlangen? Ein Knecht arbeitet doch ohne jede Gegenleistung. Was der Hausherr ihm an Bedürfnissen erfüllt, dient nur dazu, dass der Knecht für ihn arbeiten kann. Der Knecht hat keinerlei eigenen Besitz, von dem man sagen könnte, er gehöre dem Knecht – es gibt dort nur eine einzige Verfügungsgewalt: die des Hausherrn. | אבל לאחר שהאדם כבר נכנס לעבודת ה', ורוצה לידע דרך העבודה אמיתית, אז אומרים לו, "אם אדונים אני איה מוראי", שפירושו, הלא מדרך העבד, שעובד הכל לצורך בעל הבית ולא בשביל עצמו. ואיך אתם עובדים רק בכדי לזכות לעולם הבא, שאתם רוצים תמורה עבור עבודתכם. הלא מדרך העבד, שעובד בלי שום תמורה. ומה שבעל הבית נותן לו צרכיו, הוא בכדי שהעבד יוכל לעבוד בשבילו, אבל אין להעבד שום רכוש, שנאמר, שזה שייך להעבד, אלא אין שם אלא רשות אחד, והוא רשות של בעל הבית. | Wenn wir jedoch mit der Arbeit für den Schöpfer begonnen haben und die wirkliche Arbeit kennen wollen, wird uns gesagt: „Wenn Ich ein Herr bin, wo ist die Furcht vor Mir?“ Der richtige Weg ist daher, dass der Diener nur für den Hausherrn arbeitet und überhaupt nicht für sich selbst. Doch wir arbeiten nur, um im Jenseits belohnt zu werden. Wir wollen eine Belohnung für unsere Arbeit. Der Sklave arbeitet ohne Belohnung, und der Hausherr versorgt ihn nur mit dem Nötigsten, damit der Diener für ihn arbeiten kann. Denn der Diener hat kein Eigentum, von dem man sagen könnte, dass es dem Diener gehört. Vielmehr gibt es dort nur eine Herrschaft – die Herrschaft des Hausherrn. |
16 | Vielmehr muss unsere ganze Arbeit in Tora und Mizwot dazu dienen, zur Angleichung der Form zu gelangen – zur Anhaftung (Dwekut) an den Schöpfer. Unsere Beschäftigung mit Tora und Mizwot ist also nicht so, wie wir früher dachten: dass der Schöpfer will, dass wir Seine Tora und Mizwot erfüllen, und Er uns danach dafür einen Lohn gibt. Sondern Tora und Mizwot wurden uns gegeben, weil wir selbst sie brauchen: Durch ihr Erfüllen empfangen wir das Licht der Tora, und durch dieses Licht können wir zur Angleichung der Form kommen, denn „das Licht in ihr führt zum Guten zurück“ (Midrash Eicha Rabba, Einleitung). | אלא כל העבודה שלנו בתורה ומצות צריך להיות בכדי להגיע לידי השתוות הצורה, שהוא דביקות ה'. וזה שאנו עוסקים בתורה ומצות, הוא לא כמו שחשבנו מקודם, שהבורא רוצה שנקיים את התו"מ שלו, וע"י זה יתן לנו אח"כ שכר. אלא התורה ומצות שניתנו לנו לקיים, הוא מחמת שאנחנו צריכים לזה, היינו שע"י קיום תו"מ אנו נקבל מאור התורה, שע"י המאור הזה אנו נוכל לבוא לידי השתוות הצורה, כי המאור שבה מחזירו למוטב. | Tatsächlich sollte all unsere Arbeit in Tora und Mizwot darauf ausgerichtet sein, die Gleichheit der Form zu erreichen, was Dwekut (Anhaftung) mit dem Schöpfer bedeutet. Die Beschäftigung mit Tora und Mizwot ist nicht so, wie wir bisher dachten – dass der Schöpfer will, dass wir Seine Tora und Mizwot einhalten und Er uns später dafür bezahlen wird. Vielmehr wurden uns Tora und Mizwot gegeben, damit wir sie einhalten, weil wir sie brauchen! Das heißt, durch das Befolgen der Tora und der Mizwot werden wir das Licht der Tora empfangen. Und durch dieses Licht werden wir in der Lage sein, die Gleichheit der Form zu erreichen, weil das Licht in ihr uns erneuert. |
17 | Daraus ergibt sich die Frage: Welchen Lohn sollen wir für die Arbeit des Körpers fordern, wenn wir auf die Bedürfnisse des Körpers verzichten, um Tora und Mizwot zu erfüllen? Ohne Lohn kann man sicher nicht arbeiten – der Körper fragt ja sofort auf der Stelle: „Wofür verzichtest du auf die Genüsse, die du genießen könntest? Und was wirst du gewinnen?“ | היוצא מזה, מהו השכר שאנו צריכים לדרוש עבור עבודת הגוף, שאנו מוותרים צרכי הגוף לצורך קיום תורה ומצות. ובטח בלי שכר אי אפשר לעבוד, כי שואל תיכף על המקום, בשביל מה אתה מוותר על התענוגים, שאתה יכול להנאות מהם. ומה אתה תרויח. | Was ist also die Belohnung, die wir als Gegenleistung für die Arbeit des Körpers verlangen sollten? Dass wir auf die Bedürfnisse des Körpers verzichten, um Tora und Mizwot zu befolgen. Es ist unmöglich, ohne Belohnung zu arbeiten, denn der Körper fragt sofort: „Warum verzichtest du auf die Genüsse, die du haben kannst? Was wirst du gewinnen?“ |
18 | Und die Antwort ist: Unser ganzer Gewinn besteht darin, dass wir gewürdigt werden, dem Schöpfer, gepriesen sei Er, zu dienen. Und das ist eine sehr wichtige Sache, denn es ist etwas Wahres: Der Mensch wird gewürdigt, dem König aller Könige anzuhaften. Ganz anders, wenn alle seine Genüsse darauf gebaut sind, dass er sich selbst bedient. Denn Genuss in den Gewändern des Empfangens zu empfangen, ist auch den Tieren eigen – und nicht speziell dem Menschen, dem erwähltesten der Geschöpfe. Dass er dieselben Gewänder genießt wie die Tiere, ziemt sich nicht für ihn. | והתשובה היא, שכל הרווח שלנו הוא, שנזכה לשמש את הבורא יתברך. וזהו דבר חשוב מאוד, משום שזה הוא ענין של אמת, היינו שיזכה להיות דבוק במלך מלכי המלכים. מה שאין כן כשכל התענוגים בנויים בזה, שכל הנאה שיש לו, הוא בזה שלוקח הנאה ותענוג בזה שמשמש את עצמו, ולקבל תענוג בלבושים של קבלה שייך גם לבעלי חיים ולאו דוקא לבני אדם, שהוא מובחר היצורים, שיהנה מאותם לבושים שבעלי חי נהנין, זה לא מתאים בשבילו. | Die Antwort ist, dass all unser Gewinn darin besteht, dass wir mit dem Dienst für den Schöpfer belohnt werden. Das ist sehr wichtig, denn es ist wahr. Das bedeutet, dass wir mit der Anhaftung an den König der Könige belohnt werden. Aber wenn all unsere Genüsse darauf beruhen, dass wir jede Freude und jeden Genuss in den Dienst von uns selbst stellen und Freude an der Kleidung haben, die den Tieren und nicht unbedingt uns Menschen, den Höchsten aller Geschöpfe, gehören, dann genießen wir die gleichen Kleider wie Tiere. Das ist unwürdig für uns. |
19 | Vielmehr sollen alle Gewänder, in denen der Mensch Genuss empfangen will, Gewänder der Gefäße des Gebens sein. Das heißt: Ohne Genuss kann man nicht arbeiten – aber sein Genuss wird daran gemessen, wie viel er dem König geben kann. Will er also wissen, wie viel Vergnügen ihm seine Arbeit bereitet, soll er nicht messen, wie sehr er den Dienst am König genießt. Er soll an den Taten messen: wie sehr er will, dass der König seine Arbeit genießt. Somit liegt seine ganze Wichtigkeit darin, dass er dem König dient. | אלא כל הלבושים, שהאדם רוצה לקבל הנאה, יהיה מלבושים של כלים דהשפעה. זאת אומרת, בלי תענוג אי אפשר לעבוד. אלא התענוג שלו הוא, במה שכל התענוגים שלו נמדדים, כמה שהוא יכול להשפיע להמלך. היינו, אם הוא רוצה לדעת, כמה הוא מקבל הנאה מעבודתו, אל ימדוד כמה הוא נהנה מעבודתו, שפירושו, כמה שיש לו הנאה משימוש המלך. אלא ימדוד ממעשים, היינו כמה הוא רוצה שהמלך יהנה מעבודתו. נמצא, שכל חשיבתו הוא ממה שהוא משמש את המלך. | Vielmehr sollten alle Kleider, in denen wir Genuss empfangen wollen, Gefäße des Gebens sein. Das heißt, es ist unmöglich, ohne Genuss zu arbeiten. Aber wir messen unseren Genuss daran, wie viel wir dem König geben können. Wenn wir also wissen wollen, wie viel Lohn wir von unserer Arbeit erhalten, sollten wir nicht messen, wie viel Freude wir an unserer Arbeit haben oder wie viel Genuss es uns bereitet, dem König zu dienen. Vielmehr sollten wir es an unseren Taten messen, also daran, wie sehr wir den König mit unserer Arbeit erfreuen möchten. Daraus folgt, dass unsere Wichtigkeit darin liegt, dem König zu dienen. |
20 | Daraus folgt: Wenn der Mensch sich selbst prüfen will, ob er in der Arbeit vorankommt, so kann er das auf zweierlei Weise tun: | היוצא מזה, אם האדם רוצה לעשות ביקורת על עצמו, אם הוא מתקדם בעבודה, אז יש לעשות זאת בשני אופנים: | Und wenn wir prüfen wollen, ob wir in der Arbeit vorankommen, sollten wir dies auf zwei Arten tun: |
21 | 1. Er schaut auf den Lohn, den er vom Schöpfer zu empfangen hofft – ob er jeden Tag einen größeren Lohn empfängt. Dann ist der Maßstab die Gefäße des Empfangens. | א. שמסתכל על השכר, היינו השכר שהוא מקוה לקבל מהבורא, אם הוא מקבל כל יום שכר יותר גדול, ואז המודד הוא הכלי קבלה, | 1) Indem wir den Lohn betrachten, den wir vom Schöpfer zu erhalten hoffen. Wenn wir jeden Tag eine größere Belohnung erhalten, dann sind die Gefäße des Empfangens der Maßstab. |
22 | 2. Wie sehr er es genießt, dem Schöpfer zu dienen, und sein ganzer Lohn darin besteht, dass er dem Schöpfer gibt. Wenn er zum Beispiel dem Größten des Landes dient, hat der Mensch Vergnügen; und wenn er dem Größten der Generation dient, ist das Vergnügen sicher noch größer. Deshalb will er, dass der Schöpfer für ihn jeden Tag größer und wichtiger wird. Das ist das wahre Maß. | ב. כמה הוא נהנה בזה שמשמש להבורא, וכל השכר הוא מזה שמשפיע להבורא, ואם הוא משמש לגדול המדינה למשל, יש לאדם הנאה, ואם הוא משמש גדול הדור, בטח שהנאה היא יותר גדולה, לכן הוא רוצה, שכל יום יהיה אצלו הקב"ה יותר גדול ויותר חשוב. זו היא המדידה האמיתית. | 2) Wie sehr wir es genießen, dem Schöpfer zu dienen, und all unsere Belohnung ist das, was wir dem Schöpfer geben. Wenn wir zum Beispiel dem größten Menschen im Lande dienen, dann genießen wir es. Und wenn wir dem Größten in der Generation dienen, genießen wir es bestimmt noch mehr. Deshalb möchten wir, dass der Schöpfer in unseren Augen jeden Tag größer und wichtiger wird. Das ist das wahre Maß. |
Die Achtung vor dem Vater betreffend
Rabash, 1986 (תשמ״ו) – Artikel 5
Im Heiligen Sohar (WaJera, S. 45, und im Sulam-Kommentar dort) heißt es wörtlich: „Rabbi Shimon eröffnete und sprach: ‚Ein Sohn ehrt den Vater und ein Knecht seinen Herrn‘ (Maleachi 1,6). ‚Ein Sohn ehrt den Vater‘ – das ist Izchak gegenüber Abraham. Und er fragt: Wann hat er ihn geehrt? Als er ihn auf dem Altar band und sich ihm nicht widersetzte, um den Willen seines Vaters zu tun. ‚Und ein Knecht seinen Herrn‘ – das ist Elieser gegenüber Abraham. Als er Elieser nach Charan sandte, führte dieser dort den ganzen Willen Abrahams aus und ehrte ihn, wie geschrieben steht: ‚Und der Schöpfer hat meinen Herrn gesegnet‘ (Genesis 24,35). Und es steht geschrieben: ‚Und er sprach: Abrahams Knecht bin ich‘ (Genesis 24,34) – um Abraham zu ehren. Denn ein Mensch, der Silber, Gold, Edelsteine und Kamele bringt und selbst stattlich und von schönem Aussehen ist, sagte nicht, er sei Abrahams Freund oder sein Verwandter, sondern: ‚Abrahams Knecht bin ich‘ – um Abrahams Lob zu erhöhen und ihn in ihren Augen zu ehren.“
Und (in Punkt 145) heißt es dort: „Und deshalb sagt die Schrift: ‚Ein Sohn ehrt den Vater und ein Knecht seinen Herrn.‘ Ihr aber, Israel, Meine Söhne – es ist euch eine Schande zu sagen, dass Ich euer Vater bin oder dass ihr Meine Knechte seid. Wenn Ich ein Vater bin, wo ist Meine Ehre? Und wenn Ich ein Herr bin, wo ist die Ehrfurcht vor Mir?“
Und man muss diese Worte des Heiligen Sohar verstehen: „Ihr aber, Israel, Meine Söhne – es ist euch eine Schande zu sagen, dass Ich euer Vater bin.“ Daraus geht hervor: Es gibt jemanden, dem wir sagen sollen, dass der Schöpfer unser Vater ist – und wir bringen es nicht über uns, weil wir uns schämen. Also müssen wir wissen, vor wem wir es sagen sollen. Und wir müssen auch wissen, worin diese Scham besteht, wegen der wir es nicht sagen können – wie geschrieben steht: „Es ist euch eine Schande.“
Und überhaupt ist es schwer verständlich: Wir sagen doch jeden Tag „unser Vater, unser König“ (Awinu Malkenu), und auch im Achtzehnbittengebet (Shmone Esre) sagen wir: „Bringe uns zurück, unser Vater, zu Deiner Tora.“ Wem also sollen wir noch sagen, dass der Schöpfer unser Vater ist – und schämen uns, es auszusprechen? Und darüber ist der Schöpfer erzürnt und sagt: „Wenn Ich ein Vater bin, wo ist Meine Ehre?“
Das ist so zu deuten: „Der Schöpfer ist unser Vater“ müssen wir zum Schöpfer selbst sagen. Wir sagen ja ständig „unser Vater, unser König“ – und gerade darüber ist der Schöpfer erzürnt: Wie schämt ihr euch nicht, vor Mir zu sagen, dass Ich euer Vater bin, während ihr Mir keinerlei Ehre erweist? Das bedeutet: „Wenn Ich ein Vater bin, wo ist Meine Ehre?“ Der Schöpfer sagt: Es ist eine Schande für euch, Mich „unser Vater“ zu nennen, denn Ich sehe, dass Meine Ehre bei euch am Boden liegt – was „die Göttliche Gegenwart im Staube“ (Shechinta beAfra) genannt wird. Wie schämt ihr euch da nicht, Mich „unser Vater“ zu nennen?
„Und wenn Ich ein Herr bin, wo ist die Ehrfurcht vor Mir?“ Ihr sagt doch, ihr alle seid Knechte des Schöpfers; doch Ich sehe nicht, dass ihr Ehrfurcht habt – die Ehrfurcht vor dem Himmel, die ihr auf euch nehmen müsst. Denn ein Knecht hat keinerlei eigene Verfügungsgewalt, wie unsere Weisen sagten: „Was ein Knecht erwirbt, erwirbt sein Herr“ (Traktat Pessachim 88b). Vielmehr annulliert er sich vor dem Herrn, und alles, was er vom Herrn empfängt, dient nur dazu, dem Herrn dienen zu können – nicht dem eigenen Bedarf.
Und Ich sehe, dass ihr den umgekehrten Weg geht: Ihr wollt, dass Ich euch diene – dass Ich eure Selbstliebe fülle. Und worum ihr zu Mir bitten kommt, ist nur, wie ihr eure Verfügungsgewalt vergrößern könnt. Das heißt: Ihr seid die Herren, und Ich bin euer Knecht. Ihr geht den ganzen Tag mit Forderungen an Mich umher, als wäre Ich euer Schuldner – und könntet ihr von Mir mit Gewalt nehmen, ihr würdet sicher nehmen.
Und was tat der Schöpfer, damit sie nicht mit Gewalt nehmen? Er tat eine kleine Sache: Er erschuf in der Welt die Finsternis, die Verhüllung und Verbergung genannt wird – für den Fall, dass die Geschöpfe nicht bereit sind, Knechte zu sein und für Ihn zu arbeiten. Das heißt: zu empfangen, um seinem Schöpfer Wohlgefallen zu bereiten, wie unsere Weisen sagten: „Hafte an Seinen Eigenschaften an“ (Traktat Shabbat 133b). Denn bekanntlich gilt: Solange der Mensch in den Gefäßen des Empfangens steht, wird er umso schlechter, je mehr er empfängt – er entfernt sich immer weiter vom Schöpfer. Deshalb machte Er eine große Korrektur: Solange die Gefäße des Empfangens den Menschen beherrschen, sieht er in der Heiligkeit (Kedusha) nichts, woraus er Genuss ziehen könnte.
Er sieht nur jene Genüsse, die sichtbar sind – die sogenannten „Genüsse der Trennung“. Der heilige ARI (Rabbi Izchak Luria) erklärt dazu: Die Klipot (Schalen) erhielten ein schwaches Leuchten, das in allen materiellen Genüssen steckt, damit die Klipot bestehen können. Und nur dieses Licht der Materialität kann man sehen – nur dort nimmt man Genuss wahr. Über der Spiritualität dagegen liegt eine Wolke der Finsternis, die alle spirituellen Genüsse verdeckt. Und so nimmt man nicht mit Gewalt, selbst wenn der Hausherr nicht geben will – man sieht ja keine Genüsse. Deshalb fliehen alle, deren ganzes Begehren der Selbstliebe gilt, vor jeder Sache der Wahrheit, in der das Gute und der Genuss liegen, denn „Finsternis bedeckt die Erde“ (Jesaja 60,2).
Deshalb kann der Mensch nicht gleich zu Beginn seiner Arbeit liShma (für Ihren Namen) arbeiten, sondern muss in lo liShma (nicht für Ihren Namen) beginnen. Denn vor liShma, dem wahren Weg, muss der Körper fliehen – jede Art geht eben zu ihrer Art. Da der Mensch mit Gefäßen des Empfangens erschaffen wurde, um zu empfangen, flieht er sofort vor jedem Gedanken, jedem Wort und jeder Tat, die seinen Gefäßen des Empfangens nichts einbringen. Denn das ist nicht seine Art. Seine Art ist die Natur, in der er erschaffen wurde: Empfangen, um zu empfangen – und überhaupt nicht zu geben.
Und damit der Mensch, der mit der Arbeit für den Schöpfer beginnt, nicht vor der Arbeit des Gebens flieht – sie ist ja, wie gesagt, nicht seine Art –, muss man in lo liShma beginnen. Das heißt: Er erfüllt Tora und Mizwot (Gebote), die der Schöpfer uns geboten hat, und dafür wird Er uns einen Lohn für unsere Arbeit zahlen. Denn arbeiten konnten wir bisher nur für materielle Dinge – um Geld und Ehre zu verdienen – und genossen die Ruhe. Nun verzichten wir auf Geld, Ehre und die übrigen Begierden – der Körper fordert zwar, dass wir sie erfüllen und daran Genuss haben – und erfüllen stattdessen die Tora und Mizwot, die der Schöpfer uns geboten hat.
Und wir sehen: Wenn wir vom Körper fordern, auf Genüsse zu verzichten, die er nach seinem Verständnis genießen könnte, fragt er: „Was wirst du von den neuen Arbeiten haben, die du tun willst? Wirst du davon größere Genüsse haben? Warum sonst solltest du deinen Arbeitsplatz wechseln? Du bist doch gewohnt, bei diesem Hausherrn zu arbeiten – und jetzt willst du beim Schöpfer und für den Schöpfer arbeiten, der deine Arbeit braucht? Wird Er dir einen höheren Lohn zahlen, also mehr Genüsse, sodass du mehr genießt als bei der Arbeit, an die du schon gewöhnt bist?“
Und sicher muss man ihm sagen: Bis jetzt hattest du nur einen Gewinn – kleine Gewinne, einen eingebildeten Genuss. „Jetzt hingegen wirst du große Gewinne erlangen, denn dein Genuss wird ein wahrer Genuss sein: Der Schöpfer will dir einen spirituellen Lohn geben.“ Doch ohne Arbeit wäre dies „Brot der Scham“ (Nahama deKissufa). Deshalb wurden uns Tora und Mizwot gegeben, und wir müssen glauben, dass Er uns sicher dafür bezahlen wird, dass wir auf unsere Bedürfnisse verzichten – auf das, was wir hätten genießen können – im Tausch gegen einen wahren, spirituellen Lohn.
Und obwohl wir noch nicht wissen, was Spiritualität ist, glauben wir, dass sie etwas Großes ist und alle materiellen Genüsse neben ihr nur ein dünnes Leuchten sind. So wird es in den Worten des ARI erklärt: Durch das Zerbrechen der Gefäße und durch die Sünde des Baumes der Erkenntnis fielen Funken in die Klipot, um sie zu beleben, damit sie nicht vergehen, solange man sie braucht. In den Welten der Heiligkeit dagegen befindet sich der Hauptteil des Guten und des Genusses. Deshalb lohnt es sich für uns, in Tora und Mizwot zu arbeiten – dadurch werden wir, im Tausch für unsere Arbeit, der kommenden Welt würdig.
Doch wenn der Mensch bereits in die Arbeit für den Schöpfer eingetreten ist und den wahren Weg der Arbeit kennenlernen will, sagt man ihm: „Wenn Ich ein Herr bin, wo ist die Ehrfurcht vor Mir?“ Das bedeutet: Ein Knecht tut doch alles für den Bedarf des Hausherrn und nichts für sich selbst. Wie könnt ihr da nur arbeiten, um der kommenden Welt würdig zu werden – also eine Gegenleistung für eure Arbeit verlangen? Ein Knecht arbeitet doch ohne jede Gegenleistung. Was der Hausherr ihm an Bedürfnissen erfüllt, dient nur dazu, dass der Knecht für ihn arbeiten kann. Der Knecht hat keinerlei eigenen Besitz, von dem man sagen könnte, er gehöre dem Knecht – es gibt dort nur eine einzige Verfügungsgewalt: die des Hausherrn.
Vielmehr muss unsere ganze Arbeit in Tora und Mizwot dazu dienen, zur Angleichung der Form zu gelangen – zur Anhaftung (Dwekut) an den Schöpfer. Unsere Beschäftigung mit Tora und Mizwot ist also nicht so, wie wir früher dachten: dass der Schöpfer will, dass wir Seine Tora und Mizwot erfüllen, und Er uns danach dafür einen Lohn gibt. Sondern Tora und Mizwot wurden uns gegeben, weil wir selbst sie brauchen: Durch ihr Erfüllen empfangen wir das Licht der Tora, und durch dieses Licht können wir zur Angleichung der Form kommen, denn „das Licht in ihr führt zum Guten zurück“ (Midrash Eicha Rabba, Einleitung).
Daraus ergibt sich die Frage: Welchen Lohn sollen wir für die Arbeit des Körpers fordern, wenn wir auf die Bedürfnisse des Körpers verzichten, um Tora und Mizwot zu erfüllen? Ohne Lohn kann man sicher nicht arbeiten – der Körper fragt ja sofort auf der Stelle: „Wofür verzichtest du auf die Genüsse, die du genießen könntest? Und was wirst du gewinnen?“
Und die Antwort ist: Unser ganzer Gewinn besteht darin, dass wir gewürdigt werden, dem Schöpfer, gepriesen sei Er, zu dienen. Und das ist eine sehr wichtige Sache, denn es ist etwas Wahres: Der Mensch wird gewürdigt, dem König aller Könige anzuhaften. Ganz anders, wenn alle seine Genüsse darauf gebaut sind, dass er sich selbst bedient. Denn Genuss in den Gewändern des Empfangens zu empfangen, ist auch den Tieren eigen – und nicht speziell dem Menschen, dem erwähltesten der Geschöpfe. Dass er dieselben Gewänder genießt wie die Tiere, ziemt sich nicht für ihn.
Vielmehr sollen alle Gewänder, in denen der Mensch Genuss empfangen will, Gewänder der Gefäße des Gebens sein. Das heißt: Ohne Genuss kann man nicht arbeiten – aber sein Genuss wird daran gemessen, wie viel er dem König geben kann. Will er also wissen, wie viel Vergnügen ihm seine Arbeit bereitet, soll er nicht messen, wie sehr er den Dienst am König genießt. Er soll an den Taten messen: wie sehr er will, dass der König seine Arbeit genießt. Somit liegt seine ganze Wichtigkeit darin, dass er dem König dient.
Daraus folgt: Wenn der Mensch sich selbst prüfen will, ob er in der Arbeit vorankommt, so kann er das auf zweierlei Weise tun:
1. Er schaut auf den Lohn, den er vom Schöpfer zu empfangen hofft – ob er jeden Tag einen größeren Lohn empfängt. Dann ist der Maßstab die Gefäße des Empfangens.
2. Wie sehr er es genießt, dem Schöpfer zu dienen, und sein ganzer Lohn darin besteht, dass er dem Schöpfer gibt. Wenn er zum Beispiel dem Größten des Landes dient, hat der Mensch Vergnügen; und wenn er dem Größten der Generation dient, ist das Vergnügen sicher noch größer. Deshalb will er, dass der Schöpfer für ihn jeden Tag größer und wichtiger wird. Das ist das wahre Maß.
korrigiert, EY, CO4.8, 11.07.2026, 20:54 Uhr, Ver7