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Rabash – 1986 – Artikel 1 (תשמ״ו – מאמר א׳)

„Und Moses ging“ · וילך משה

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1

Sohar (Blatt 1; im Sulam-Kommentar Punkte 1, 2, 3): „‚Und Moses ging.‘ Rabbi Chiskija eröffnete: ‚Er führt zur Rechten Moses den Arm Seiner Herrlichkeit einher und spaltet die Wasser vor ihnen.‘ Drei heilige Geschwister gingen zwischen ihnen. Und wer sind sie? Moses, Aaron und Mirjam. Wir haben bereits festgestellt, dass Aaron der rechte Arm Israels ist – das ist es, was geschrieben steht: ‚Und der Kanaaniter, der König von Arad, hörte, dass Israel auf dem Weg von Atarim kam.‘ ‚Der Weg von Atarim‘ bedeutet, dass Israel einem Menschen glich, der ohne Arm geht und sich an jedem einzelnen Ort aufstützt – denn ‚Atarim‘ bedeutet ‚Orte‘. Und dann: ‚Und er kämpfte gegen Israel und führte einige von ihm gefangen weg‘ – und das geschah, weil sie ohne rechten Arm waren. Komm und sieh: Aaron war der rechte Arm des Körpers, nämlich Tiferet. Und darum steht geschrieben: ‚Er führt zur Rechten Moses den Arm Seiner Herrlichkeit einher.‘“

זהר (דף א', ובהסולם אות א', ב', ג') "וילך משה. רבי חזקיה פתח, מוליך לימין משה זרוע תפארתו, בוקע מים מפניהם. ג' אחים קדושים הלכו ביניהם. ומי הם, משה, אהרון, ומרים. הרי העמדנו שאהרון הוא זרוע ימין של ישראל. היינו שכתוב, וישמע הכנעני מלך ערד, כי בא ישראל דרך האתרים. דרך האתרים פירושו, שישראל היו כאדם ההולך בלי זרוע, וסומך עצמו בכל מקום ומקום. כי אתרים פירושו מקומות. ואז, וילחם בישראל, וישב ממנו שבי, שזה היה משום שהיו בלי זרוע ימין. בוא ראה, אהרון היה זרוע ימין של הגוף, שהוא תפארת. ועל כן כתוב, מוליך לימין משה זרוע תפארתו.

Im Sohar (Absatz 1-3) steht geschrieben: „`Und Moses ging. Rabbi Hiskija begann, `Es führt zur Rechten von Moses der Arm seiner Herrlichkeit, er teilt das Wasser vor ihnen´. Drei heilige Geschwister gingen zwischen ihnen. Wer sind sie? Moses, Aaron, und Miriam. Wir setzten fest, dass Aaron Israels rechter Arm ist, wie es geschrieben steht, `Und es hörte der Kanaanit, König von Arad, dass Israel durch die Stätten zog´. `Durch die Stätten´ heißt, dass Israel wie ein Mensch war, der ohne Arm geht, und sich selbst an jedem Ort unterstützt, denn `Stätten´ bedeutet `Orte´. Dann kämpfte er gegen Israel und nahm einige von ihnen gefangen´, weil sie ohne rechten Arm waren. Komm und sieh, Aaron war der rechte Arm des Körpers, welcher Tiferet ist. Und darüber steht geschrieben,`es führt zur Rechten von Moses der Arm seiner Herrlichkeit´“.

2

Man muss das Gleichnis verstehen, das er zum Vers „Und der Kanaaniter hörte“ gibt. Rashi erklärt: Er hörte, dass Aaron gestorben war und sich die Wolken der Herrlichkeit entfernt hatten – wie ein Mensch, der ohne Arm geht. Was bedeutet es, dass Aaron der rechte Arm war? Außerdem ist das Gleichnis zu verstehen, dass jemand, der keinen Arm hat, sich beim Gehen an jedem Ort aufstützt. Man muss wissen: Zu allem, was wir tun wollen, muss es einen Grund geben, der uns dazu verpflichtet, die Sache zu tun. Und je wichtiger dieser Grund ist, desto mehr Mühe kann der Mensch aufwenden, um das Gewünschte zu erreichen.

ויש להבין את המשל, שנותן על הפסוק "וישמע הכנעני". ופירש רש"י, שמע שמת אהרון ונסתלקו ענני הכבוד, כאדם ההולך בלי זרוע. מה הוא הפירוש, שאהרון היה זרוע ימין. ועוד יש להבין את המשל, שמי שאין לו זרוע, כשהולך, הוא סומך עצמו בכל מקום ומקום. וצריך לדעת, כי כל דבר שרוצים לעשות, מוכרחה להיות סיבה, שמחייבת אותו לעשות את הדבר, וכפי חשיבות הסיבה, כך הוא מסוגל לתת יגיעה, בכדי להשיג את מבוקשו.

Wir sollten das Gleichnis über den Satz, „und es hörte der Kanaanit“ verstehen. Rashi interpretierte, dass er hörte, dass Aaron tot sei und die Wolken der Herrlichkeit verschwunden waren, wie ein Mensch, der ohne Arm geht. Was bedeutet es, dass Aaron der rechte Arm war? Auch sollten wir das Gleichnis begreifen, dass jener, der keinen Arm hat, sich, wenn er geht, an jedem Ort unterstützt. Man sollte wissen, dass es für jede Sache, die wir tun wollen, einen Grund geben muss, der uns dazu verpflichtet, die Sache zu tun. Und entsprechend der Wichtigkeit des Grundes ist er imstande sich anzustrengen, um das von ihm Gewünschte zu erhalten.

3

Wenn der Mensch deshalb beginnt, in der Arbeit für den Schöpfer zu gehen, und im Glauben und im Geben arbeiten will, dann will er gewiss wissen, warum man ausgerechnet diesen Weg gehen soll. Jeder begreift für sich: Wäre die Arbeit auf der Grundlage von Empfangen und Wissen aufgebaut, wäre sie besser und erfolgreicher. Das heißt, der Körper, „Eigenliebe“ genannt, würde sich dieser Arbeit nicht so sehr widersetzen. Denn der Körper will zwar Ruhe und will überhaupt nicht arbeiten; doch geschähe es auf der Grundlage von Empfangen und Wissen, wäre es gewiss leichter. Und sicher gäbe es mehr Menschen, die sich mit Tora und Mizwot beschäftigen würden.

ומשום זה כשהאדם מתחיל ללכת בעבודת ה', ורוצה לעבוד בבחינת אמונה והשפעה, בטח שהוא רוצה לדעת, מה היא הסיבה, שצריכים ללכת דוקא בדרך הזו. וכל אחד מבין בדעתו, שאם העבודה היתה מיוסדת על בסיס של קבלה וידיעה, היתה העבודה יותר טובה ומוצלחת. היינו שהגוף, המכונה "אהבה עצמית", לא היה מתנגד כל כך לעבודה זו. כי הגם שהגוף רוצה מנוחה, ולא רוצה בכלל לעבוד, אלא אם היה על הבסיס של קבלה וידיעה, היה בטח יותר קל. והיו בטח יותר אנשים, שהיו עוסקים בתורה ומצות.

Aus diesem Grund will der Mensch, wenn er in der Arbeit des Schöpfers beginnt, und es sein Wunsch ist, im Glauben und Geben zu arbeiten, sicherlich wissen, was der Grund dafür ist, dass wir ausgerechnet diesen Weg beschreiten müssen. Jeder begreift, dass die Arbeit, wenn sie sich auf die Grundlage des Empfangens und Wissens gründete, besser und erfolgreicher wäre, das heißt, dass der Körper – „Eigenliebe“ genannt- sich dieser Arbeit nicht so sehr widersetzen würde. Denn auch wenn der Körper nach Ruhe verlangt und überhaupt nicht arbeiten will, so wäre es sicher leichter, wenn es auf der Grundlage von Empfangen und Wissen wäre, und es würden sich sicherlich mehr Menschen mit Tora und Mizwot beschäftigen.

4

Mein Vater und Lehrer seligen Andenkens sagte: Der Schöpfer wollte, dass es einen Widerstand vonseiten des Körpers gibt, damit der Mensch gezwungen ist, zur Hilfe des Schöpfers zu kommen. Denn ohne die Hilfe des Schöpfers gäbe es keine Möglichkeit, das Ziel zu erreichen. Und dies geschah, damit der Mensch die Möglichkeit hat, jedes Mal auf eine höhere Stufe zu steigen, wie unsere Weisen sagten: „Wer kommt, um sich zu reinigen, dem hilft man.“ Und im heiligen Sohar heißt es: „Womit hilft man ihm? Mit einer heiligen Seele (Neshama). Wenn er geboren wird, gibt man ihm eine Nefesh; wird er würdiger [, gibt man ihm mehr].“ Darum gibt man dem Menschen Arbeit, damit er einen Ort hat, an dem er auf den Stufen der Heiligkeit emporsteigen kann.

ואאמו"ר זצ"ל אמר, שהקב"ה רצה, שיהיה התנגדות מצד הגוף, בכדי שהאדם יהיה מוכרח לבוא לעזרתו יתברך. ובלי עזרה מה', לא תהיה יכולת להגיע להמטרה, וזה היה בכדי שיהיה מקום להאדם לעלות כל פעם במדרגה יותר גבוהה, כמו שאמרו חז"ל "הבא לטהר מסייעים אותו. ואמר בזה"ק "במה מסייעין אותו, בנשמתא קדישא. כד אתייליד יהבין ליה נפשא, זכה יתיר" [כשנולד מביאים לו נפש, זכה יותר]. לכן נותנים לאדם עבודה, בכדי שיהיה לו מקום לעלות במדרגות הקודש.

Baal HaSulam sagte, dass der Schöpfer wollte, dass es einen Widerstand seitens des Körpers gebe, so dass der Mensch seine Hilfe nötig haben wird. Und ohne die Hilfe des Schöpfers ist es unmöglich, das Ziel zu erreichen und dies ist so, damit es dem Menschen möglich sein wird, jedes mal eine höhere Stufe zu erklimmen, wie unsere Weisen sagten, „Jenem, der kommt sich zu reinigen, wird geholfen“. Der heilige Sohar fragt: „Womit wird ihm geholfen? Mit einer heiligen Seele. Wenn der Mensch geboren wird, gibt man ihm eine Seele. Wenn er mit mehr belohnt wird…“ Deswegen gibt man dem Menschen Arbeit, damit er auf den Stufen der Heiligkeit emporsteigen kann.

5

Doch in der Ordnung der Arbeit – nämlich dabei, dass der Mensch den Schöpfer um Hilfe bitten soll – muss man vorsichtig sein. Denn wenn der Mensch zur Arbeit kommt, sagt ihm der Körper: „Wozu quälst du dich so? Du kannst die Natur, die du hast und die ‚Eigenliebe‘ heißt, ohnehin nicht überwinden. Aus ihr herauskommen kannst du nicht; nur der Schöpfer kann dabei helfen. Warum strengst du dich also an und gibst große Mühe, um aus der Eigenliebe herauszukommen? Deine Arbeit ist doch umsonst. Wozu also diese Mühe?“

אבל בסדר העבודה, היינו בכדי שהאדם יבקש עזרה מהקב"ה, שם צריכים להיזהר, כי כשהאדם בא לעבודה, אז אומר לו הגוף "מה לך כי אתה מצטער כל כך, כי בין כך ובין אין אתה מסוגל להתגבר על הטבע שיש לך, הנקרא "אהבה עצמית". ואין אתה מסוגל לצאת מזה, רק לזה צריך הקב"ה לעזור. אם כן, מה אתה מתאמץ לך ולתת יגיעות גדולות לצאת מאהבה עצמית, הלא בחינם היא עבודתך. אם כן היגיעה הזאת למה לי".

Aber in der Ordnung der Arbeit, das heißt, damit der Mensch vom Schöpfer Hilfe erbitten wird, müssen wir aufpassen, denn wenn der Mensch zur Arbeit kommt, sagt ihm der Körper: „Warum bist du so betrübt? So oder so kannst du deine Natur,`Eigenliebe´ genannt, nicht überwinden. Du kannst nicht aus ihr herauskommen, sondern ausschließlich der Schöpfer kann helfen. Warum also bemühst du dich so sehr und unternimmst so große Anstrengungen, wenn doch deine Arbeit umsonst ist? Wofür ist diese Arbeit gut“?

6

Darauf sagte mein Vater und Lehrer: Vor jeder einzelnen Arbeit, die der Mensch tun will, muss er sich sagen, dass die ganze Wahl allein bei ihm liegt. Er darf dann nicht sagen, dass der Schöpfer ihm helfen wird. Vielmehr soll er so viel Kraft geben, wie er aus eigener Kraft geben kann. Nur um die Handlung zu vollenden, braucht er, dass der Schöpfer sie vollendet. Denn aus dem oben genannten Grund liegt es nicht in seiner Hand, die Arbeit zu vollenden.

ועל זה אמר אאמו"ר זצ"ל, שלפני כל עבודה ועבודה שהאדם רוצה לעשות, הוא צריך לומר, שכל הבחירה תלויה בו עצמו. ואין להגיד אז, שהקב"ה יעזור לו. אלא כמה כוחות שהוא מסוגל לתת מכח עצמו, הוא צריך לתת. ורק בכדי לגמור את המעשה, הוא צריך שהקב"ה יגמור. ואין בידו לגמור את העבודה, מטעם שהבאנו לעיל.

Darüber sagte Baal HaSulam, dass der Mensch vor jeder Handlung, die er durchführen will, sagen muss, dass die Wahl nur von ihm selbst abhängt. Er darf zu diesem Zeitpunkt also nicht sagen, dass der Schöpfer ihm helfen wird. Vielmehr muss er so viel Kraft wie es ihm nur möglich ist selbst aufbringen, und benötigt die Hilfe des Schöpfers nur, um die Handlung zu vollenden. Und aus den oben genannten Gründen liegt es nicht in seiner Hand die Arbeit abzuschließen.

7

Und das ist wie der Ausspruch unserer Weisen (Awot, Kapitel 5, Mischna 21): „Er pflegte zu sagen: Nicht dir obliegt es, das Werk zu vollenden.“ Da ließe sich nun sagen: „Wozu muss ich überhaupt arbeiten, wenn es nicht in meiner Hand liegt, es zu vollenden – welchen Nutzen hat dann meine Arbeit?“ Darum fährt die Mischna fort: „Doch bist du auch nicht frei, dich ihm zu entziehen.“

וזה כמו שאמרו חז"ל (אבות פרק ה', משנה כ"א) "הוא היה אומר, לא עליך המלאכה לגמור". אם כן אפשר לומר "ובשביל מה אני צריך לעבוד, הלא אין בידי לגמור אותה, אם כן מה תועלת מעבודתי", וזהו שממשיכה המשנה "ולא אתה בן חורין להיבטל ממנה".

Unsere Weisen sagten darüber (Avot, Kapitel 5, Traktat 21): „Er würde sagen, `Es ist nicht an dir, die Arbeit zu vollenden´“. Daher lässt sich sagen, „Wofür soll ich arbeiten, wenn es nicht in meiner Hand liegt, sie zu beenden? Was also hat meine Arbeit für einen Sinn?“ Aus diesem Grund fährt das Traktat fort, „Noch bist du frei, dich ihr zu entziehen“.

8

So sehen wir hier zwei Dinge, die einander zu widersprechen scheinen. Einerseits sagt man dem Menschen, er müsse arbeiten „wie ein Ochse zum Joch und wie ein Esel zur Last“. Das heißt, die heilige Arbeit liegt in der Hand des Menschen, er kann sie also vollenden. Andererseits sagen wir, wie geschrieben steht: „Der Schöpfer wird es für mich vollenden.“

הרי אנו רואים כאן שני דברים, כאילו הם בסתירה. כי מצד אחד אומרים לאדם, שהוא צריך לעבוד "כשור לעול וכחמור למשא". משמע שהעבודת הקודש תלויה בידי אדם, היינו שבידו לגמרו. ומצד שני אנו אומרים, כמו שכתוב "ה' יגמור בעדי".

Somit sehen wir hier zwei Dinge, die einander zu widersprechen scheinen: Einerseits sagt man einem Menschen, dass er „wie ein Ochse zur Bürde, und ein Esel zur Last“ arbeiten muss, also die heilige Arbeit in der Hand des Menschen liegt, das heißt, dass er sie vollenden kann. Andererseits sagen wir, wie es geschrieben steht, „Der Herr wird es für mich vollenden“.

9

Die Sache ist die, dass man beides braucht. Denn einerseits muss der Mensch eine Wahl treffen, das heißt, er muss ein Verlangen haben, um des Himmels willen zu arbeiten. Könnte er seine Arbeit selbst vollenden, so bliebe er in seinem gegenwärtigen Zustand stehen, denn er fühlte sich bereits als vollkommener Mensch. Er sähe ja, dass all sein Tun um des Himmels willen ist – was fehlte ihm dann noch? Darum hätte er kein Bedürfnis mehr, das Licht der Tora heranzuziehen.

והענין הוא כי שניהם צריכים. כי מצד אחד האדם צריך לעשות בחירה, היינו שיהיה לו רצון לעבוד לשם שמים. ואם הוא היה יכול יגמור את עבודתו, הוא ישאר כך במצבו הנוכחי, כי כבר הוא מרגיש, שהוא כבר איש שלם. היות שרואה, שכל מעשיו הם לשם שמים, ומה חסר לו עוד. לכן אין לו שום צורך להמשיך את אור התורה.

Und die Sache ist die, dass man beide braucht, da der Mensch einerseits eine Wahl treffen muss, also er ein Verlangen danach haben wird, für den Schöpfer zu arbeiten. Wenn er seine Arbeit vollenden könnte, würde er in seiner gegenwärtigen Lage verbleiben, weil er sich bereits vollkommen fühlen würde, da er sieht, dass all seine Handlungen für den Schöpfer sind, und was fehlt ihm denn noch? Deswegen hat er keinerlei Bedürfnis danach, das Licht der Tora auszudehnen.

10

Damit er aber ein Bedürfnis hat, in der Tora voranzukommen – denn die Tora ist „die Namen des Schöpfers“, die der Schöpfer den Geschöpfen offenbaren wollte –, und gemäß der Regel „Es gibt kein Licht ohne Kli (Gefäß)“: Wie wäre er fähig, das Licht der Tora zu empfangen, solange er kein Kli hat, das „Bedürfnis und Mangel“ genannt wird? Darum bekommt der Mensch, wenn er zu arbeiten beginnt und sieht, dass er die Arbeit nicht vollenden kann, ein Bedürfnis und einen Mangel nach dem Licht der Tora.

ואולם בכדי שיהיה לו צורך להתקדמות בתורה, כי ענין תורה הוא "שמותיו של הקב"ה", שהבורא רצה לגלות להנבראים, ולפי הכלל "אין אור בלי כלי", איך הוא מוכשר לקבל את אור התורה בזמן שאין לו כלי, המכונה "צורך וחסרון". ומשום זה, בזמן שהאדם מתחיל לעבוד, ורואה שאינו יכול לגמור את העבודה, אז הוא מקבל צורך וחסרון לאור התורה.

Um jedoch ein Bedürfnis nach dem Fortschritt in der Tora zu erhalten, da die Tora die Namen des Schöpfers ist, welche der Schöpfer den Geschöpfen offenbaren wollte, und wie kann er, gemäß der Regel, „Es gibt kein Licht ohne Kli (Gefäß)“, das Licht der Tora erhalten, wenn er kein Kli besitzt, „Bedürfnis und Mangel“genannt? Aus diesem Grund erhält der Mensch, wenn er zu arbeiten beginnt, und sieht, dass er die Arbeit nicht vollenden kann, ein Bedürfnis und einen Mangel nach dem Licht der Tora.

11

Denn wie unsere Weisen sagten: „Das Licht darin bringt ihn zum Guten zurück.“ Und jedes Mal, wenn er reiner werden will, muss er von oben eine größere Hilfe empfangen. Darum brauchen wir beides, und es besteht kein Widerspruch zwischen dem einen und dem anderen, denn jedes von beiden hat seine eigene Aufgabe.

כי כמו שאמרו חז"ל "המאור שבה מחזירו למוטב". ואז, כל פעם שהוא רוצה להיות יותר זך, הוא מוכרח לקבל מלמעלה עזרה יותר גדולה. לכן את שתיהם אנו צריכים, ואין שום סתירה אחת להשני, כי כל אחד ואחד יש לו תפקיד מיוחד.

Es ist wie unsere Weisen sagten, „Das Licht in ihr führt ihn zur Quelle zurück“. Und dann muss er, jedes Mal, wenn er reiner werden will, größere Hilfe vom Schöpfer erhalten. Deshalb brauchen wir beide, und es besteht keinerlei Widerspruch zwischen diesen beiden Dingen, da jede für sich ihre spezielle Aufgabe erfüllt.

12

Etwas Ähnliches sehen wir im Materiellen – denn gewiss überträgt sich alles, was im Spirituellen gilt, als ein solches Verhalten auch ins Materielle. Die Ordnung ist so: Wenn ein Mensch auf der Straße steht und einen schweren Sack zu tragen hat und die Vorübergehenden bittet, ihm den Sack auf die Schultern zu heben, antwortet ihm jeder, er habe keine Zeit, er solle einen anderen bitten – „es fehlt hier doch nicht an Leuten, die dir helfen können, und auf meine Hilfe bist du nicht so sehr angewiesen.“ Trägt ein Mensch aber einen Sack mit schwerer Last auf den Schultern, und der Sack ist ihm ein wenig von den Schultern gerutscht und droht ganz zu Boden zu fallen, und er bittet die Vorübergehenden um Hilfe, ihm den Sack auf den Schultern zurechtzurücken, damit er nicht fällt – dann sehen wir: In einem solchen Augenblick, wenn die Last von den Schultern zu fallen droht, sagt keiner „Ich habe keine Zeit, bitte irgendjemand anderen“, sondern der Erste, der neben ihm ist, hilft ihm sofort.

וכעין זה אנו רואים בגשמיות, שבטח כל מה שנהוג ברוחניות נמשך הנהגה כזאת בגשמיות. ואנו רואים, שהסדר הוא, בזמן שהאדם עומד ברחוב, ויש לו משא שק כבד, והוא מבקש מאנשים שעוברים על ידו, שיעזרו לו להרים את השק על כתפיו, אז כל אחד עונה לו, שאין לו זמן, אלא שיבקש מאיש אחר, הלא לא חסר כאן אנשים, שיכולים לעזור לך, ואין אתה כל כך זקוק לעזרתי, מה שאין כן אם אדם נושא שק עם משא כבד על כתפיו, והשק השמיט קצת מעל כתפיו, ועומד ליפול לגמרי על הארץ, ואנשים עוברים על ידו, והוא מבקש אז עזרה, שיעזרו לו לסדר את השק על כתפיו שלא יפול, אנו רואים, שאז, בזמן כזה, שעומד ליפול המשא מעל כתפיו, אין אף אחד יגיד "אין לי זמן, תבקש ממי שהוא, שיעזור לך", אלא הראשון שהוא נמצא על ידו, תיכף עוזר לו.

Dies hat Ähnlichkeit mit dem, was wir im körperlichen Dasein sehen, da sich alles, was für die Spiritualität gilt, in das materielle Dasein hinein ausdehnt. Wir sehen, dass die Ordnung jene ist, dass, wenn der Mensch auf der Straße steht und er eine schwere Last hat, und er die vorbeigehenden Menschen darum bittet, ihm zu helfen, den Sack auf seine Schulter zu heben, alle ihm antworten, dass sie keine Zeit haben und er deshalb jemand Anderen bitten solle: „Sieh doch, es fehlt hier nicht an Menschen, die dir helfen können, und du bist nicht so sehr auf meine Hilfe angewiesen“! Wenn jedoch ein Mensch einen Sack mit einer schweren Last auf der Schulter trägt und der Sack etwas von seiner Schulter herunterrutscht und gänzlich auf die Erde zu fallen droht, und Menschen an ihm vorübergehen, die er nun um Hilfe bittet, dass sie ihm dabei helfen, den Sack auf seiner Schulter zurechtzurücken, so dass er nicht zu Boden fällt, so sehen wir, dass jetzt, wenn die Last ihm von der Schulter zu rutschen droht, keiner sagt: „Ich habe keine Zeit, bitte jemand Anderen um Hilfe“, sondern vielmehr hilft ihm der Erstbeste, der neben ihm steht.

13

Und man muss den Unterschied verstehen: Steht der Sack mit der Last auf dem Boden und er bittet um Hilfe, so hat jeder eine andere Ausrede, ihm nicht zu helfen. Liegt der Sack aber auf seinen Schultern und droht zu fallen, so hilft ihm sofort der Erste, der neben ihm ist. Daraus ist zu verstehen, dass es einen Unterschied gibt: Wer mitten in der Arbeit steht, also schon begonnen hat, und um Hilfe bittet, damit er die Arbeit fortsetzen kann – das heißt, die Last auf seinen Schultern droht zu fallen –, dem hilft man.

ויש להבין את ההבדל, בין שהשק עם המשא עומד על הארץ והוא מבקש לעזרה, אז כל אחד יש לו תרוץ אחר, שלא יעזור לו. מה שאין כן אם השק מונח על כתפיו, אלא הוא עומד ליפול, תיכף הראשון שנמצא על ידו, עוזר לו. ויש כאן להבין, שיש הבדל מי שנמצא באמצע עבודה, היינו שכבר התחיל בעבודה, ורואים שהוא מבקש עזרה, בכדי שתהיה לו היכולת להמשיך בעבודה, היינו המשא שנמצא על כתפיו עומד ליפול, אז עוזרים לו.

Wir sollten verstehen worin der Unterschied besteht, ob der Sack mit der Last auf dem Boden steht und er um Hilfe bittet, wo jeder eine andere Ausrede hat, ihm nicht zu helfen, oder der Sack auf seiner Schulter ruht, von der er abzurutschen droht, und ihm dann der Erstbeste, der sich in seiner Nähe befindet, hilft. Und wir sollten hier verstehen, dass es einen Unterschied gibt zwischen einem, der sich bereits in der Mitte der Arbeit befindet, also bereits mit der Arbeit begonnen hat, und wir sehen, dass er um Hilfe bittet, damit er in der Arbeit wird fortfahren können, das heißt, dass die Last, welche auf seiner Schulter ruht, herunterzufallen droht und wir ihm nun helfen.

14

Wer aber jetzt erst mit der Arbeit beginnen will, dem sagt man: „Das brennt dir nicht. Stell dir vor, das Verlangen, mit der Arbeit zu beginnen, käme etwas später, in einiger Zeit – das ist nicht so schlimm.“ Darum sieht jeder, dass er nicht so dringend sofortige Hilfe braucht, sondern Zeit hat zu warten, bis er jemanden findet, der überschüssige Zeit hat und ihm dann hilft.

מה שאין כן אם הוא רוצה עכשיו להתחיל בעבודה, אז אומרים לו "זה לא בוער אצלך. תחשוב, שהרצון להתחיל בעבודה, היה בא באיחור בעוד כמה זמן. זה לא נורא כל כך". ומשום זה כל אחד רואה, שהוא לא זקוק כל כך לעזרה על המקום, אלא שיש לו זמן לחכות, עד שימצא למי שהוא, שיש לו זמן מיותר, ואז עוזר לו.

Wenn er aber erst jetzt mit der Arbeit beginnen will, dann sagen wir ihm: „Es ist nicht dringlich bei dir. Denke dir, dass das Verlangen, mit der Arbeit zu beginnen in einer Weile, mit etwas Verspätung kommen wird. Das ist nicht so schlimm“. Aus diesem Grund sieht jeder, dass er nicht so sehr auf sofortige Hilfe angewiesen ist, sondern Zeit hat zu warten, bis er jemanden findet, der Zeit erübrigen kann, um ihm zu helfen.

15

Das Gleichnis bedeutet: Wenn der Mensch darauf wartet, dass der Schöpfer ihm hilft, sagt er: „Jetzt kann ich arbeiten. Doch bevor der Schöpfer mir Verlangen und Lust gibt, habe ich nicht die Kraft, die Begierden meines Körpers zu überwinden. Also sitze ich da und warte, wann der Schöpfer mir hilft, damit ich in die Arbeit für den Schöpfer eintreten kann.“

והנמשל הוא, כי בזמן שהאדם מחכה שהקב"ה יעזור לו, ואז הוא אומר "עכשיו אני יכול לעבוד. מה שאין כן מטרם שהקב"ה נותן לי רצון וחשק, אין בכוחי להתגבר על הרצונות של הגוף שלי. אלא שאני יושב ומצפה, מתי ה' יעזור לי, שאני אוכל להכנס לעבודת ה'".

Daraus lernen wir, dass der Mensch, wenn er darauf wartet, dass der Schöpfer ihm helfen möge, also sagt: „Jetzt kann ich arbeiten. Aber bevor der Schöpfer mir kein Verlangen und keine Sehnsucht gibt, liegt es nicht in meiner Macht, die Verlangen meines Körpers zu überwinden. Vielmehr sitze ich und warte: „Wann wird der Schöpfer mir helfen, so dass ich in die Arbeit des Schöpfers eintreten kann“?

16

Das gleicht einem Menschen, der dasteht und wartet, dass jeder, der an ihm vorbeikommt, ihm den vollen und schweren Sack auf die Schultern lädt. So steht auch dieser Mensch da und wartet, wann der Schöpfer ihm Kraft gibt, ihm hilft und ihm das Joch des Königtums des Himmels auf die Schultern legt, wie geschrieben steht: „Wie ein Ochse zum Joch und wie ein Esel zur Last.“ Er will, dass der Schöpfer ihm mit diesem Joch und dieser Last hilft – dann werde er mit der Arbeit beginnen. Da sagt man ihm: „Warte auf eine Gelegenheit, und bleib derweil mit dem Sack des Auf-sich-Nehmens des Jochs des Königtums des Himmels hier unten auf der Erde.“

זה דומה לאדם, שעומד ומחכה, שכל אדם שיעבור לפניו, יעמיס עליו את השק המלא והכבד על כתפיו. כן האדם הזה עומד ומצפה, מתי ה' יתן לו כח, ויעזור לו, ויתן לו עול מלכות שמים על כתפיו, כמו שכתוב "כשור לעול וכחמור למשא". העול והמשא הזה, הוא רוצה שה' יעזור לו, אז הוא יתחיל בעבודה. אז אומרים לו "תחכה להזדמנות, ובינתים תישאר אתה עם השק של קבלת עול מלכות שמים למטה בארץ".

Dies gleicht einem Menschen, der steht und darauf wartet, dass irgendeiner der Vorbeikommenden, ihm den vollen und schweren Sack auf seinen Rücken legen wird. Ebenso steht dieser Mann und wartet darauf, dass der Schöpfer ihm Kraft geben, ihm helfen, und ihm die Bürde des Königreichs des Himmels auf den Rücken legen wird, wie es geschrieben steht, „Wie ein Ochse zur Bürde und ein Esel zur Last“. Und er will, dass der Schöpfer ihm mit dieser Bürde und Last hilft, und dann wird er mit der Arbeit beginnen. Zu diesem Zeitpunkt sagt man ihm: „Warte auf eine Gelegenheit, und in der Zwischenzeit bleib mit dem Sack, der das Empfangen der Bürde des Himmelsreichs darstellt, hier unten auf der Erde“.

17

Anders verhält es sich mit dem, der die Arbeit bereits begonnen hat und nicht sagt, er werde warten, bis der Schöpfer ihm das Verlangen gibt, die heilige Arbeit zu tun, und erst dann zu arbeiten beginnen. Er will nicht warten, denn das Verlangen nach der Arbeit und danach, zur Wahrheit zu gelangen, treibt ihn voran – obwohl er nicht sieht, dass er die Kraft hätte, allein voranzugehen, gleich Nachschon.

מה שאין כן מי שכבר התחיל בעבודה, ואינו אומר שהוא יחכה, עד שה' יתן לו רצון לעבוד את עבודת הקודש, אז הוא יתחיל לעבוד, אלא הוא לא רוצה לחכות, כי התשוקה לעבודה ולהגיע לאמת דוחפת אותו ללכת קדימה, אף על פי שהוא לא רואה, שתהיה לו היכולת ללכת קדימה לבד, כדוגמת נחשון.

Anders hingegen verhält es sich mit jenem, der bereits mit der Arbeit begonnen hat, und nicht sagt, dass er warten wird bis der Schöpfer ihm ein Verlangen danach geben wird, die heilige Arbeit auszuüben, und dann wird er beginnen zu arbeiten. Ganz im Gegenteil, er will nicht warten, da ihn das Verlangen nach der Arbeit und das Verlangen danach, zur Wahrheit zu gelangen vorantreiben, obwohl er nicht sieht, dass er das Vermögen haben wird, alleine voranzuschreiten, wie Nachshon.

18

Doch er sieht, dass er diese Arbeit nicht fortsetzen kann, und fürchtet, dass das Joch des Königtums des Himmels, das er jetzt trägt, ihm zu entgleiten beginnt. Da beginnt er zu rufen, um Hilfe zu erhalten, denn er sieht jedes Mal, dass diese ganze Last, die er auf sich genommen hat, zu fallen beginnt. Das gleicht einem Menschen, der den Sack auf den Schultern hat und sieht, dass der Sack zu fallen beginnt. Da sehen wir, dass im Materiellen die Ordnung so ist: Wen immer er trifft und um Hilfe bittet, von dem erhält er sie sofort an Ort und Stelle, und keiner vertröstet ihn auf später.

אבל הוא רואה, שאינו יכול להמשיך בעבודה זו, ומפחד שהעול מלכות שמים, שהוא עכשיו נושא בעול הזה, מתחיל ליפול ממנו, אז מתחיל לצעוק לקבל עזרה, כי רואה כל פעם, שכל המשא הזו שקבל עליו, מתחיל לנפול. זה דומה לאדם, שהשק הוא על כתפיו, ורואה שהשק מתחיל ליפול. אז אנו רואים, שהסדר הוא בגשמיות, שכל מי שהוא פוגש ומבקש ממנו עזרה, תיכף הוא מקבל על המקום. ואף אחד לא דוחה אותו על זמן של אח"כ.

Er sieht jedoch, dass er diese Arbeit nicht fortsetzen kann, und fürchtet, dass die Bürde des Königreichs des Himmels, welche er jetzt trägt, ihm anfängt herunterzufallen , und so beginnt er nach Hilfe zu rufen, da er jedes Mal sieht, dass die Last, die er auf sich genommen hat, nahe daran ist herunterzufallen. Dies ähnelt einem Menschen, der einen Sack auf den Schultern trägt, und sieht, dass der Sack herunterzurutschen beginnt. Wir sehen im materiellen Dasein, dass er von jedem, den er trifft und von dem er Hilfe erbittet, diese sogleich erhält, und niemand ihn auf einen späteren Zeitpunkt vertröstet.

19

Ebenso im Spirituellen: Wer zu sehen beginnt, wie die Last und das Joch ihm zu entgleiten beginnen – das heißt, was er zuvor als Arbeit „wie ein Ochse zum Joch und wie ein Esel zur Last“ auf sich genommen hat, beginnt ihm von den Schultern zu rutschen, und er sieht, dass er bald in einem Zustand des Abstiegs sein wird –, der schreit dann zum Schöpfer und erhält Hilfe, wie unsere Weisen sagten: „Wer kommt, um sich zu reinigen, dem hilft man“, wie oben in den Worten des Sohar.

כמו כן ברוחניות, מי שמתחיל לראות, איך המשא והעול מתחיל ליפול ממנו, היינו מה שקבל על עצמו מקודם את העבודה בבחינת "כשור לעול וכחמור למשא", מתחיל לרדת מעל כתפיו, והוא רואה, שעוד מעט הוא יהיה בזמן ירידה, וצועק אז לה', אז הוא מקבל עזרה, כמו שאמרו חז"ל "הבא לטהר מסייעים אותו", כנ"ל בדברי הזהר.

Ebenso verhält es sich in der Spiritualität. Jemand, der zu sehen beginnt, wie die Last und die Bürde anfangen ihm herunterzufallen, das heißt, die Arbeit, welche er vorher „wie ein Ochse zur Bürde und ein Esel zur Last“auf sich nahm, ihm anfängt von den Schultern zu rutschen, und er sieht, dass er sich in Kürze im Abstieg befinden wird, dann schreit er zum Schöpfer und erhält daraufhin Hilfe, wie die Weisen sagten, „Jenem, der kommt sich zu reinigen, wird geholfen“, wie es im Sohar geschrieben steht.

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Wer aber wartet, dass der Schöpfer ihm zuerst hilft, und sagt, danach werde er die Kraft zum Arbeiten haben – über den sagte mein Vater und Lehrer, wie geschrieben steht (Kohelet 11): „Wer auf den Wind achtet, wird nicht säen, und wer auf die Wolken sieht, [wird nicht ernten].“ Das bedeutet: Wer dasteht und erwartet, dass der Schöpfer ihm einen Geist der Umkehr (Teshuwa) sendet – ein solcher Mensch wird niemals zur Wahrheit gelangen.

מה שאין כן מי שמחכה, שה' יעזור לו מקודם, ואומר שאח"כ יהיה בכוחו לעבוד, על זה אמר אאמו"ר זצ"ל, כמו שכתוב (קהלת י"א) "שומר רוח, לא יזרע ורואה בעבים". שפירושו, שעומד ומצפה שה' ישלח רוח תשובה, אדם זה אף פעם לא יגיע להאמת.

Von dem jedoch, der wartet, dass zuerst der Schöpfer ihm helfe, und sagt, dass er später die Kraft haben wird, für den Schöpfer zu arbeiten, sagte Baal HaSulam, wie es geschrieben steht (Ecclesiastes, 11), „Der den Wind hütet, wird nicht säen, und der die Wolken betrachtet…“, was bedeutet, dass er steht und vom Schöpfer erwartet, dass er einen Geist der Umkehr schickt. Dieser Mensch wird niemals zur Wahrheit gelangen.

21

Nun kehren wir zu der Frage zurück, die wir gestellt haben: Was bedeutet das Gleichnis, dass der, der ohne Arm geht, sich an jedem Ort aufstützt, und dass, als Aaron starb, der Arm sich entfernte und der Kanaaniter dann Gelegenheit hatte, gegen Israel zu kämpfen? Man muss wissen: „Rechter Arm“ nennt man die Eigenschaft Chessed (Güte), die ein Kli (Gefäß) des Gebens ist. Das heißt, er will nur Güte erweisen und geben; und Aaron zog mit seiner Kraft diese Kraft auf das Volk Israel herab.

ועתה נחזור לענין ששאלנו, מה הוא המשל, שמי שהולך בלי זרוע, אז הוא סומך עצמו בכל מקום, וכשמת אהרן, נסתלק הזרוע, ואז היה מקום להכנעני להילחם בישראל. צריכים לדעת, כי "זרוע ימין" נקרא בחינת חסד, שהוא בחינת כלי דהשפעה. היינו שהוא רוצה רק לעשות חסד ולהשפיע, ואהרן בכוחו המשיך הכח הזה לעם ישראל.

Nun lasst uns zu dem zurückkehren, wonach wir fragten, „Was hat es mit dem Gleichnis auf sich, dass jener, der ohne Arm geht, sich an jedem Ort unterstützt, und der Arm, wenn Aaron stirbt, verschwindet und dann der Kanaanit gegen Israel kämpfen kann“? Wir müssen wissen, dass der rechte Arm als Chessed (Gnade) betrachtet wird, welcher das Kli des Gebens ist. Das bedeutet, dass er ausschließlich Gnade tun und nur geben will. Mit seiner Kraft dehnte Aaron diese Kraft auf das Volk Israel aus.

22

Darum konnte niemand gegen Israel kämpfen. Denn der Körper kommt gewöhnlich zum Menschen und gibt ihm zu verstehen: Wenn er auf seine Stimme hört, werde er ihm viele Genüsse geben. Hört der Körper aber, dass das ganze Verlangen des Menschen einzig dem Geben gilt, dann sieht er, dass mit ihm nicht zu reden ist.

ומשום זה אף אחד לא היה יכול להילחם עם ישראל. כי דרך הגוף, שבא לאדם, ונותן לו להבין, שאם ישמע בקולו, אז הוא יתן לו הרבה תענוגים. מה שאין כן אם הגוף שומע, שכל רצונו הוא אך ורק להשפיע, אז הוא רואה, שאין כח לדבר עמו.

Aus diesem Grund konnte niemand gegen das Volk Israel kämpfen, denn es entspricht dem Verhalten des Körpers, zum Menschen zu kommen und ihm zu verstehen zu geben, dass er ihm, wenn er auf ihn hört, viele Genüsse geben wird. Aber wenn der Körper hört, dass sein einziges Verlangen darin besteht zu geben, so sieht er, dass er keine Kraft hat mit ihm zu sprechen.

23

Die Kraft des Gebens empfingen sie von Aaron, dem Priester, der die Eigenschaft Chessed ist, und sie waren an ihn angehaftet. Darum standen sie unter seiner Herrschaft. Als Aaron starb, ging ihm darum die Kraft des Gebens verloren, und es begann der Krieg des Empfangens für sich selbst, denn der Körper fand nun einen Ansatzpunkt, um mit ihm zu streiten. Darum gibt er das Gleichnis von einem Menschen, der ohne Arm geht und sich an jedem Ort aufstützen muss, an dem er einen Halt findet.

וכח השפעה קבלו מאהרן הכהן, שהוא מידת החסד, והיו דבוקים בו. לכן הם היו תחת שליטתו. לכן כשמת אהרן, נאבד לו הכח של השפעה, ואז התחילה המלחמה של קבלה עצמית, שהגוף כבר מצא בו מקום להתווכח עמו. ולכן הוא נותן משל, כאדם שהולך בלי זרוע, שצריך לסמוך עצמו בכל מקום, שמצא מקום, שיכולים לסמוך שם.

Die Kraft des Gebens erhielten sie von Aaron, dem Priester, welcher die Eigenschaft Chessed ist, und sie waren an ihn angeheftet. Deswegen waren sie unter seiner Herrschaft. Aus diesem Grund ging ihm, als Aaron starb, die Kraft des Gebens verloren, und es begann der Krieg der Eigenliebe, da der Körper nun einen Ort fand, um mit ihm zu streiten. Deshalb gibt er uns das Gleichnis des Mannes, der ohne Arm geht, und sich an jedem Ort, den er zur Unterstützung finden kann, unterstützen muss.

24

Das Gleichnis bedeutet hier: Weil ihnen die Kraft des „über dem Verstand“ fehlte, die „Mocha“ (Verstand) genannt wird, und ebenso die Kraft des Gebens, die „Liba“ (Herz) genannt wird – darum forderte der Körper für jede Mühe, die der Mensch aufbrachte, einen Halt. Er fragte nämlich: „Auf welchen Halt gestützt forderst du von mir, dass ich dir Arbeitskräfte gebe?“ Und weil er die Eigenschaft Chessed nicht hatte, fehlte ihm die Möglichkeit zu sagen: „Ich gehe über dem Verstand.“ Denn das ist die Eigenschaft Aarons, nämlich Chessed, die „Geben und über dem Verstand“ genannt wird.

וכאן הנמשל הוא, היות שהיה חסר להם הכח של למעלה מהדעת, הנקרא בחינת "מוחא", וכמו כן בחינת כח השפעה, המכונה בחינת "ליבא", היה חסר להם. לכן על כל יגיעה שנתן, היה הגוף דורש סמיכה. היינו ששאל "על איזה סמך אתה דורש ממני, שאני אתן עבורך כוחות עבודה". והיות על בחינת חסד לא היה לו, שיהא בידו לומר, שאני הולך למעלה מהדעת, זה היה חסר, כי זה מידתו של אהרן, שהוא בחינת חסד, הנקרא "בחינת השפעה ולמעלה מהדעת".

Aus diesem Gleichnis geht hervor, dass, weil es ihnen an der Kraft von `über dem Verstand´ mangelte, Mocha (Verstand, Vernunft) genannt, wie auch an der Kraft des Gebens, Liba (Herz) genannt, der Körper für jede Anstrengung, die er unternahm, Unterstützung forderte. Er fragte also: „Auf welcher Grundlage forderst du von mir dir die Kraft zur Arbeit zu geben“? Weil er kein Chessed hatte, konnte er sagen: „Ich gehe nicht über den Verstand“, da dies die Eigenschaft von Aaron ist, welcher als die Eigenschaft Chessed angesehen wird, bezeichnet als`Geben´ und `über dem Verstand´.

25

Und das wird „Er hängt die Erde über dem Nichts“ genannt. Mein Vater und Lehrer erklärte: „Glaube über dem Verstand“ nennt man es, wenn der Mensch keinerlei Stütze hat, sondern alles in der Luft hängt. Es heißt „Er hängt die Erde“ – „Erde“ meint das Königtum des Himmels; „über dem Nichts (bli-ma)“ – ohne („bli“) jede Stütze.

וזה מכונה בשם "תולה ארץ על בלימה". ואאמו"ר זצ"ל היה מפרש, שאמונה למעלה מהדעת נקרא, שאין לו שום תמיכה, אלא הכל עומד באויר. ואומר "תולה ארץ", שארץ נקרא "מלכות שמים". "על בלי-מה", בלי שום תמיכה.

Und dies wird „hängt die Erde auf nichts“ genannt. Baal HaSulam interpretierte, dass `Glauben über dem Verstand´meint, dass er keinerlei Unterstützung hat, sondern vielmehr alles in der Luft hängt. Es heißt, „hängt die Erde“, wobei `Erde´ das Königreich des Himmels meint. „Auf nichts“ heißt, ohne jegliche Unterstützung.

26

Daher hatten sie, als Aaron starb, niemanden, der diese Kraft herabgezogen hätte. So gingen sie innerhalb des Verstandes und stützten sich folglich an jedem Ort. Das heißt: An jedem Ort, an dem sie sahen, dass sie einen Halt bekommen konnten, damit der Körper bereit war, in Tora und Mizwot zu arbeiten, nahmen sie ihn an. Und das nennt man „den Weg von Atarim“, wie einen Menschen, der ohne Arm geht, wie oben. Und so kam der Kanaaniter, um gegen Israel zu kämpfen – denn innerhalb des Verstandes haben sie Macht zu kämpfen. Über dem Verstand aber haben sie keine Möglichkeit, mit diesem Weg zu streiten, denn er braucht keinerlei Halt.

אי לזאת, כשמת אהרן, לא היה להם מי שימשיך את הכח הזה. אז היו הולכים בתוך הדעת, וממילא היו סומכים על כל מקום ומקום. פירוש, שבכל מקום שהיו רואים, שיכולים לקבל תמיכה, כדי שהגוף ירצה לעבוד בתורה ומצות, היו מקבלים. וזה נקרא דרך האתרים, כאדם ההולך בלא זרוע כנ"ל. וממילא היה בא הכנעני להילחם עם ישראל, כי בתוך הדעת יש להם שליטה, להילחם. מה שאין כן למעלה מהדעת, אין להם שום מקום להתווכח עם הדרך הזה, כי הוא אינו צריך לשום תמיכה.

Deswegen hatten sie, nachdem Aaron gestorben war, niemanden, der diese Kraft hätte ausdehnen können, weswegen sie innerhalb des Verstandes gingen und sich natürlich an jedem Ort unterstützten. Das heißt, dass sie von jedem Ort, von dem sie sahen, dass sie von ihm Unterstützung erhalten können, damit der Körper in Tora und Mizwot wird arbeiten wollen, Unterstützung annahmen. Dies wird als „durch die Stätten“ bezeichnet, wie ein Mensch, der ohne Arm geht. Und somit kam der Kanaanit selbstverständlich, um mit dem Volk Israel zu kämpfen, da sie innerhalb des Verstandes über die Herrschaft verfügen zu kämpfen. Jedoch über dem Verstand haben sie keinerlei Möglichkeit, mit diesem Weg zu streiten, da er keiner Unterstützung bedarf.

27

Daraus folgt: Die ganze eigentliche Mühe beginnt in dem Augenblick, in dem der Mensch über dem Verstand gehen will, und diese Kraft muss er von oben empfangen. Sie kam ihnen aus der Kraft der Eigenschaft Aarons zu; nun aber muss er selbst diese Kraft herabziehen, das heißt, er muss den Schöpfer bitten, dass dieser ihm hilft. Und dann sind zwei Fälle zu unterscheiden:

לפי זה יוצא, כל עיקר היגיעה מתחיל בזמן, שהאדם רוצה ללכת למעלה מהדעת, והכח הזה הוא צריך לקבל מלמעלה. שזה בא להם מכח מידתו של אהרן. ועתה הוא בעצמו צריך להמשיך הכח הזה, היינו שיבקש מה', שהוא יעזור לו. ואז מתחיל שני בחינות, להבחין בין:

Daraus folgt, dass die hauptsächliche Anstrengung in dem Moment beginnt, wenn der Mensch über den Verstand gehen will und diese Kraft von oben erhalten muss. Dies kommt zu ihnen durch die Kraft der Eigenschaft von Aaron, aber jetzt muss er selbst diese Kraft ausdehnen, das heißt, den Schöpfer darum bitten, ihm zu helfen. Zu diesem Zeitpunkt beginnt er, zwischen zwei Dingen zu unterscheiden:

28

1. Wer wartet, dass der Schöpfer ihm hilft, diese Kraft zu empfangen, und dasteht und darauf wartet;

א. מי שמחכה, שה' יעזור לו לקבל הכח הזה, ועומד ומצפה לזה,

1) Einer, der wartet, dass der Schöpfer ihm hilft, diese Kraft zu erhalten, und steht und darauf wartet, und

29

2. und wer keine Geduld hat zu warten, dass der Schöpfer ihm hilft, sondern mit der Arbeit beginnt und danach schreit und den Schöpfer bittet und sagt: „Denn die Wasser sind mir bis an die Seele gekommen.“ Und weil er bereits zu der klaren Erkenntnis gelangt ist, dass nur der Schöpfer ihm helfen kann, erhält er dann die Hilfe.

ב. ובין מי שאין לו סבלנות לחכות, שה' יעזור לו, אלא הוא מתחיל בעבודה, ואח"כ צועק ומבקש מה', ואומר, "כי באו מים עד נפש". וכיון שהוא כבר בא לידי ידיעה ברורה, שרק ה' יוכל לעזרו לו, ואז הוא מקבל העזרה.

2) Einer, der keine Geduld hat zu warten, dass der Schöpfer ihm hilft, sondern mit der Arbeit beginnt, und später zum Schöpfer schreit und Ihn darum bittet, ihm zu helfen und sagt, „Das Wasser steht mir bis zum Halse“. Und weil er bereits zu der klaren Einsicht gelangt ist, dass nur der Schöpfer ihm helfen kann, erhält er die Hilfe.

30

Und die Ordnung des Gebets darf nicht bloß von den Lippen nach außen gehen. Vielmehr soll es aus der Tiefe kommen, wenn der Mensch in der Gefahr steht – damit er sich nicht der Herrschaft des Bösen unterwirft, die mit starken Argumenten zu ihm kommt und ihn von der Arbeit verwirren will, in der er das Joch des Königtums des Himmels auf sich nehmen möchte. Und sie unternehmen alle Anstrengungen, um ihn zu stören, mit allem, was in ihrer Macht steht.

וסדר התפלה צריך להיות לא משפה ולחוץ. אלא, כשהוא עומד בפני הסכנה, שלא יכנע תחת שליטת הרע, שבאים אליו עם טענות חזקות, שרוצים לבלבל אותו מהעבודה, שהוא רוצה לקבל עליו עול מלכות שמים. והם עושים כל המאמצים, להפריע לו, עם כל מה שיש ביכולתם לעשות.

Die Ordnung des Gebets sollte nicht ein bloßes Lippenbekenntnis sein. Vielmehr sollte er sich nicht, wenn er der Gefahr gegenüber steht, unter die Herrschaft des Bösen beugen, das mit starken Forderungen zu ihm kommt und ihn von der Arbeit ablenken will, die darin besteht, dass er die Bürde des Königreichs auf sich zu nehmen wünscht. Es unternimmt alle erdenklichen Anstrengungen, ihn zu stören.

31

Und so sehen wir, wie der Dichter uns ein klares Bild des Bösen gibt, das uns gegenübersteht. In den Selichot (Vergebungsgebeten – für den vierten Tag der zehn Tage der Umkehr) heißt es: „Zu Dir, Schöpfer, rufe ich, Ehrfurchtgebietender und Furchtbarer. Verbirg Dein Angesicht nicht am Tag der Not, wenn sich die Verflucher gegen uns erheben usw. – die da sagen, man dürfe Gott nicht annehmen, sich nicht vor Ihm niederwerfen, um Ihm zu dienen, und man solle den, der viel vergibt, nicht heiligen und die ehrfurchtgebietende göttliche [Macht] nicht fürchten. Wenn ich dies höre, erbebt mein Herz. Dies entgegne ich denen, die mit mir hadern: Fern sei es mir, das Erbteil des Gottes meines Vaters zu vergessen oder zu verlassen, usw.“

וזה אנו רואים, איך שהפייטן נותן לנו תמונה ברורה מהרע שעומד נגדנו. ומובא בסליחות (סליחות ליום ד' של עשרת ימי תשובה) "אליך ה' אקרא איום ונורא, אל תסתר פניך ביום צרה, בקום עלינו בעלי מארה, וכו', האומרים, אין לקבל אלוק, השתחוות לפניו לפלוח, ולבלתי הקדיש המרבה לסלוח, וגם לא לירא איום אלוקי: זאת בשמעי יחרד לבי, זאת אשיב תשובה למריבי, חלילה לשכחה ולעוזבי חטיבת אלקי אבי, וכו'".

Wir sehen, wie der Dichter uns ein klares Bild von dem Bösen zeichnet, das vor uns steht. Es steht in den Slichot (Slichot, Gebete um Verzeihung, für den vierzigsten Tag der `zehn Tage der Umkehr´) geschrieben:“Zu Dir, O Herr, rufe ich, O Furchteinflößender und Furchtbarer. Verberge nicht Dein Angesicht am Tage der Not, wenn Verfluchte sich gegen uns erheben…indem sie sagen,`Du darfst Gott nicht anerkennen, und dich vor Ihm in Entzweitheit beugen, und ohne die Heiligung schenkt er viel Verzeihung, noch sollst du die göttliche Drohung fürchten. Höre ich dies, so zittert mein Herz; dies werde ich meinem Widersacher entgegnen: `Möge Gott verhüten, dass ich vergesse und verlasse den Teil des Gottes meines Vaters´“.

32

Daraus ergibt sich: Wenn der Mensch das Joch des Königtums des Himmels auf sich nehmen will – und „Joch“ bedeutet „wie ein Ochse zum Joch und ein Esel zur Last“ –, dann widersetzen sich beide, sowohl der Esel als auch der Ochse, es auf sich zu nehmen, eine Arbeit zu verrichten, und tun ihre Arbeit nur unter Zwang. Und warum widersetzen sie sich? Weil sie spüren, dass sie arbeiten. Anders ist es, wenn sie Genuss aus der Arbeit haben, nämlich beim Fressen: Auch das ist eine Arbeit, doch weil er währenddessen Genuss empfindet, nennt man es nicht „Arbeit“.

נמצא לפי זה, שבזמן שאדם רוצה לקבל על עצמו עול מלכות שמים. וענין עול משמע "כמו שור לעול וחמור למשא". היינו שהן החמור והן השור, שניהם מתנגדים לקבל על עצמם עבודה, אלא שעושים עבודתם בכפיה. ולמה הם מתנגדים, בזמן שהם מרגישים, שהם עובדים. מה שאין כן כשהם נהנים מהעבודה, היינו בזמן שאוכלים, הגם שזה גם כן עבודה, אבל כשהוא נהנה בשעת מעשה, זה לא נקרא "עבודה".

Daraus folgt, dass, wenn ein Mensch danach verlangt, die Bürde des Königreichs des Himmels auf sich zu nehmen, wobei `Bürde´ meint, „wie ein Ochse zur Bürde, und wie ein Esel zur Last“, also dass beide, sowohl der Ochse, als auch der Esel, sich dem widersetzen, diese Arbeit auf sich zu nehmen, sondern sie vielmehr unter Zwang verrichten. Weshalb widersetzen sie sich, wenn sie fühlen, dass sie arbeiten, während es, wenn sie die Arbeit genießen- dass heißt, wenn sie fressen, was auch eine Arbeit darstellt, aber sie bei deren Ausführung Genuss empfinden- nicht als Arbeit betrachtet wird?

33

Daher: Wenn der Mensch keinen rechten Arm hat – der „denn er liebt die Güte“ (chafetz Chessed) genannt wird, sodass er an der Arbeit Genuss hat –, dann hat die Sitra Achra (die andere Seite) keinen Ansatzpunkt an dieser Arbeit, durch den sie die Möglichkeit hätte zu kämpfen. Anders aber, „als Aaron starb“, wenn der Mensch der Eigenschaft Chessed Aarons noch nicht würdig geworden ist: Dann kommen die Äußeren zu ihm und sagen ihm allerlei ketzerische Worte. Und dann ist es eine Arbeit auf zweierlei Weise, wie oben.

אי לזאת כשאין לאדם זרוע ימין, הנקרא בחינת "כי חפץ חסד", שאז הוא נהנה מעבודה, אז אין להס"א שום נגיעה בעבודה זו, שתהיה לה היכולת להילחם. מה שאין כן "כשמת אהרן", שעוד לא זכה למידת החסד של אהרן, אז באו לו החיצונים, ואומרים לו כל מיני דברי כפירה. ואז היא עבודה בשני אופנים כנ"ל.

Wenn also ein Mensch keinen rechten Arm besitzt, welcher als das Verlangen nach Gnade bezeichnet wird- was eine Zeit ist zu der er die Arbeit genießt- hat die Sitra Achra (Andere Seite) keinerlei Berührungspunkt mit dieser Arbeit, so dass sie über die Möglichkeit verfügte zu kämpfen. Aber wenn Aaron stirbt, das heißt, er noch nicht mit Aarons Eigenschaft von Chessed belohnt wurde, kommen die Äußeren und sagen ihm alle möglichen ketzerischen Worte, und dann handelt es sich um eine Arbeit, die auf zweierlei Weise stattfindet.

Rabash – 1986 – Artikel 1 (תשמ״ו – מאמר א׳)

„Und Moses ging“

Sohar (Blatt 1; im Sulam-Kommentar Punkte 1, 2, 3): „‚Und Moses ging.‘ Rabbi Chiskija eröffnete: ‚Er führt zur Rechten Moses den Arm Seiner Herrlichkeit einher und spaltet die Wasser vor ihnen.‘ Drei heilige Geschwister gingen zwischen ihnen. Und wer sind sie? Moses, Aaron und Mirjam. Wir haben bereits festgestellt, dass Aaron der rechte Arm Israels ist – das ist es, was geschrieben steht: ‚Und der Kanaaniter, der König von Arad, hörte, dass Israel auf dem Weg von Atarim kam.‘ ‚Der Weg von Atarim‘ bedeutet, dass Israel einem Menschen glich, der ohne Arm geht und sich an jedem einzelnen Ort aufstützt – denn ‚Atarim‘ bedeutet ‚Orte‘. Und dann: ‚Und er kämpfte gegen Israel und führte einige von ihm gefangen weg‘ – und das geschah, weil sie ohne rechten Arm waren. Komm und sieh: Aaron war der rechte Arm des Körpers, nämlich Tiferet. Und darum steht geschrieben: ‚Er führt zur Rechten Moses den Arm Seiner Herrlichkeit einher.‘“

Man muss das Gleichnis verstehen, das er zum Vers „Und der Kanaaniter hörte“ gibt. Rashi erklärt: Er hörte, dass Aaron gestorben war und sich die Wolken der Herrlichkeit entfernt hatten – wie ein Mensch, der ohne Arm geht. Was bedeutet es, dass Aaron der rechte Arm war? Außerdem ist das Gleichnis zu verstehen, dass jemand, der keinen Arm hat, sich beim Gehen an jedem Ort aufstützt. Man muss wissen: Zu allem, was wir tun wollen, muss es einen Grund geben, der uns dazu verpflichtet, die Sache zu tun. Und je wichtiger dieser Grund ist, desto mehr Mühe kann der Mensch aufwenden, um das Gewünschte zu erreichen.

Wenn der Mensch deshalb beginnt, in der Arbeit für den Schöpfer zu gehen, und im Glauben und im Geben arbeiten will, dann will er gewiss wissen, warum man ausgerechnet diesen Weg gehen soll. Jeder begreift für sich: Wäre die Arbeit auf der Grundlage von Empfangen und Wissen aufgebaut, wäre sie besser und erfolgreicher. Das heißt, der Körper, „Eigenliebe“ genannt, würde sich dieser Arbeit nicht so sehr widersetzen. Denn der Körper will zwar Ruhe und will überhaupt nicht arbeiten; doch geschähe es auf der Grundlage von Empfangen und Wissen, wäre es gewiss leichter. Und sicher gäbe es mehr Menschen, die sich mit Tora und Mizwot beschäftigen würden.

Mein Vater und Lehrer seligen Andenkens sagte: Der Schöpfer wollte, dass es einen Widerstand vonseiten des Körpers gibt, damit der Mensch gezwungen ist, zur Hilfe des Schöpfers zu kommen. Denn ohne die Hilfe des Schöpfers gäbe es keine Möglichkeit, das Ziel zu erreichen. Und dies geschah, damit der Mensch die Möglichkeit hat, jedes Mal auf eine höhere Stufe zu steigen, wie unsere Weisen sagten: „Wer kommt, um sich zu reinigen, dem hilft man.“ Und im heiligen Sohar heißt es: „Womit hilft man ihm? Mit einer heiligen Seele (Neshama). Wenn er geboren wird, gibt man ihm eine Nefesh; wird er würdiger [, gibt man ihm mehr].“ Darum gibt man dem Menschen Arbeit, damit er einen Ort hat, an dem er auf den Stufen der Heiligkeit emporsteigen kann.

Doch in der Ordnung der Arbeit – nämlich dabei, dass der Mensch den Schöpfer um Hilfe bitten soll – muss man vorsichtig sein. Denn wenn der Mensch zur Arbeit kommt, sagt ihm der Körper: „Wozu quälst du dich so? Du kannst die Natur, die du hast und die ‚Eigenliebe‘ heißt, ohnehin nicht überwinden. Aus ihr herauskommen kannst du nicht; nur der Schöpfer kann dabei helfen. Warum strengst du dich also an und gibst große Mühe, um aus der Eigenliebe herauszukommen? Deine Arbeit ist doch umsonst. Wozu also diese Mühe?“

Darauf sagte mein Vater und Lehrer: Vor jeder einzelnen Arbeit, die der Mensch tun will, muss er sich sagen, dass die ganze Wahl allein bei ihm liegt. Er darf dann nicht sagen, dass der Schöpfer ihm helfen wird. Vielmehr soll er so viel Kraft geben, wie er aus eigener Kraft geben kann. Nur um die Handlung zu vollenden, braucht er, dass der Schöpfer sie vollendet. Denn aus dem oben genannten Grund liegt es nicht in seiner Hand, die Arbeit zu vollenden.

Und das ist wie der Ausspruch unserer Weisen (Awot, Kapitel 5, Mischna 21): „Er pflegte zu sagen: Nicht dir obliegt es, das Werk zu vollenden.“ Da ließe sich nun sagen: „Wozu muss ich überhaupt arbeiten, wenn es nicht in meiner Hand liegt, es zu vollenden – welchen Nutzen hat dann meine Arbeit?“ Darum fährt die Mischna fort: „Doch bist du auch nicht frei, dich ihm zu entziehen.“

So sehen wir hier zwei Dinge, die einander zu widersprechen scheinen. Einerseits sagt man dem Menschen, er müsse arbeiten „wie ein Ochse zum Joch und wie ein Esel zur Last“. Das heißt, die heilige Arbeit liegt in der Hand des Menschen, er kann sie also vollenden. Andererseits sagen wir, wie geschrieben steht: „Der Schöpfer wird es für mich vollenden.“

Die Sache ist die, dass man beides braucht. Denn einerseits muss der Mensch eine Wahl treffen, das heißt, er muss ein Verlangen haben, um des Himmels willen zu arbeiten. Könnte er seine Arbeit selbst vollenden, so bliebe er in seinem gegenwärtigen Zustand stehen, denn er fühlte sich bereits als vollkommener Mensch. Er sähe ja, dass all sein Tun um des Himmels willen ist – was fehlte ihm dann noch? Darum hätte er kein Bedürfnis mehr, das Licht der Tora heranzuziehen.

Damit er aber ein Bedürfnis hat, in der Tora voranzukommen – denn die Tora ist „die Namen des Schöpfers“, die der Schöpfer den Geschöpfen offenbaren wollte –, und gemäß der Regel „Es gibt kein Licht ohne Kli (Gefäß)“: Wie wäre er fähig, das Licht der Tora zu empfangen, solange er kein Kli hat, das „Bedürfnis und Mangel“ genannt wird? Darum bekommt der Mensch, wenn er zu arbeiten beginnt und sieht, dass er die Arbeit nicht vollenden kann, ein Bedürfnis und einen Mangel nach dem Licht der Tora.

Denn wie unsere Weisen sagten: „Das Licht darin bringt ihn zum Guten zurück.“ Und jedes Mal, wenn er reiner werden will, muss er von oben eine größere Hilfe empfangen. Darum brauchen wir beides, und es besteht kein Widerspruch zwischen dem einen und dem anderen, denn jedes von beiden hat seine eigene Aufgabe.

Etwas Ähnliches sehen wir im Materiellen – denn gewiss überträgt sich alles, was im Spirituellen gilt, als ein solches Verhalten auch ins Materielle. Die Ordnung ist so: Wenn ein Mensch auf der Straße steht und einen schweren Sack zu tragen hat und die Vorübergehenden bittet, ihm den Sack auf die Schultern zu heben, antwortet ihm jeder, er habe keine Zeit, er solle einen anderen bitten – „es fehlt hier doch nicht an Leuten, die dir helfen können, und auf meine Hilfe bist du nicht so sehr angewiesen.“ Trägt ein Mensch aber einen Sack mit schwerer Last auf den Schultern, und der Sack ist ihm ein wenig von den Schultern gerutscht und droht ganz zu Boden zu fallen, und er bittet die Vorübergehenden um Hilfe, ihm den Sack auf den Schultern zurechtzurücken, damit er nicht fällt – dann sehen wir: In einem solchen Augenblick, wenn die Last von den Schultern zu fallen droht, sagt keiner „Ich habe keine Zeit, bitte irgendjemand anderen“, sondern der Erste, der neben ihm ist, hilft ihm sofort.

Und man muss den Unterschied verstehen: Steht der Sack mit der Last auf dem Boden und er bittet um Hilfe, so hat jeder eine andere Ausrede, ihm nicht zu helfen. Liegt der Sack aber auf seinen Schultern und droht zu fallen, so hilft ihm sofort der Erste, der neben ihm ist. Daraus ist zu verstehen, dass es einen Unterschied gibt: Wer mitten in der Arbeit steht, also schon begonnen hat, und um Hilfe bittet, damit er die Arbeit fortsetzen kann – das heißt, die Last auf seinen Schultern droht zu fallen –, dem hilft man.

Wer aber jetzt erst mit der Arbeit beginnen will, dem sagt man: „Das brennt dir nicht. Stell dir vor, das Verlangen, mit der Arbeit zu beginnen, käme etwas später, in einiger Zeit – das ist nicht so schlimm.“ Darum sieht jeder, dass er nicht so dringend sofortige Hilfe braucht, sondern Zeit hat zu warten, bis er jemanden findet, der überschüssige Zeit hat und ihm dann hilft.

Das Gleichnis bedeutet: Wenn der Mensch darauf wartet, dass der Schöpfer ihm hilft, sagt er: „Jetzt kann ich arbeiten. Doch bevor der Schöpfer mir Verlangen und Lust gibt, habe ich nicht die Kraft, die Begierden meines Körpers zu überwinden. Also sitze ich da und warte, wann der Schöpfer mir hilft, damit ich in die Arbeit für den Schöpfer eintreten kann.“

Das gleicht einem Menschen, der dasteht und wartet, dass jeder, der an ihm vorbeikommt, ihm den vollen und schweren Sack auf die Schultern lädt. So steht auch dieser Mensch da und wartet, wann der Schöpfer ihm Kraft gibt, ihm hilft und ihm das Joch des Königtums des Himmels auf die Schultern legt, wie geschrieben steht: „Wie ein Ochse zum Joch und wie ein Esel zur Last.“ Er will, dass der Schöpfer ihm mit diesem Joch und dieser Last hilft – dann werde er mit der Arbeit beginnen. Da sagt man ihm: „Warte auf eine Gelegenheit, und bleib derweil mit dem Sack des Auf-sich-Nehmens des Jochs des Königtums des Himmels hier unten auf der Erde.“

Anders verhält es sich mit dem, der die Arbeit bereits begonnen hat und nicht sagt, er werde warten, bis der Schöpfer ihm das Verlangen gibt, die heilige Arbeit zu tun, und erst dann zu arbeiten beginnen. Er will nicht warten, denn das Verlangen nach der Arbeit und danach, zur Wahrheit zu gelangen, treibt ihn voran – obwohl er nicht sieht, dass er die Kraft hätte, allein voranzugehen, gleich Nachschon.

Doch er sieht, dass er diese Arbeit nicht fortsetzen kann, und fürchtet, dass das Joch des Königtums des Himmels, das er jetzt trägt, ihm zu entgleiten beginnt. Da beginnt er zu rufen, um Hilfe zu erhalten, denn er sieht jedes Mal, dass diese ganze Last, die er auf sich genommen hat, zu fallen beginnt. Das gleicht einem Menschen, der den Sack auf den Schultern hat und sieht, dass der Sack zu fallen beginnt. Da sehen wir, dass im Materiellen die Ordnung so ist: Wen immer er trifft und um Hilfe bittet, von dem erhält er sie sofort an Ort und Stelle, und keiner vertröstet ihn auf später.

Ebenso im Spirituellen: Wer zu sehen beginnt, wie die Last und das Joch ihm zu entgleiten beginnen – das heißt, was er zuvor als Arbeit „wie ein Ochse zum Joch und wie ein Esel zur Last“ auf sich genommen hat, beginnt ihm von den Schultern zu rutschen, und er sieht, dass er bald in einem Zustand des Abstiegs sein wird –, der schreit dann zum Schöpfer und erhält Hilfe, wie unsere Weisen sagten: „Wer kommt, um sich zu reinigen, dem hilft man“, wie oben in den Worten des Sohar.

Wer aber wartet, dass der Schöpfer ihm zuerst hilft, und sagt, danach werde er die Kraft zum Arbeiten haben – über den sagte mein Vater und Lehrer, wie geschrieben steht (Kohelet 11): „Wer auf den Wind achtet, wird nicht säen, und wer auf die Wolken sieht, [wird nicht ernten].“ Das bedeutet: Wer dasteht und erwartet, dass der Schöpfer ihm einen Geist der Umkehr (Teshuwa) sendet – ein solcher Mensch wird niemals zur Wahrheit gelangen.

Nun kehren wir zu der Frage zurück, die wir gestellt haben: Was bedeutet das Gleichnis, dass der, der ohne Arm geht, sich an jedem Ort aufstützt, und dass, als Aaron starb, der Arm sich entfernte und der Kanaaniter dann Gelegenheit hatte, gegen Israel zu kämpfen? Man muss wissen: „Rechter Arm“ nennt man die Eigenschaft Chessed (Güte), die ein Kli (Gefäß) des Gebens ist. Das heißt, er will nur Güte erweisen und geben; und Aaron zog mit seiner Kraft diese Kraft auf das Volk Israel herab.

Darum konnte niemand gegen Israel kämpfen. Denn der Körper kommt gewöhnlich zum Menschen und gibt ihm zu verstehen: Wenn er auf seine Stimme hört, werde er ihm viele Genüsse geben. Hört der Körper aber, dass das ganze Verlangen des Menschen einzig dem Geben gilt, dann sieht er, dass mit ihm nicht zu reden ist.

Die Kraft des Gebens empfingen sie von Aaron, dem Priester, der die Eigenschaft Chessed ist, und sie waren an ihn angehaftet. Darum standen sie unter seiner Herrschaft. Als Aaron starb, ging ihm darum die Kraft des Gebens verloren, und es begann der Krieg des Empfangens für sich selbst, denn der Körper fand nun einen Ansatzpunkt, um mit ihm zu streiten. Darum gibt er das Gleichnis von einem Menschen, der ohne Arm geht und sich an jedem Ort aufstützen muss, an dem er einen Halt findet.

Das Gleichnis bedeutet hier: Weil ihnen die Kraft des „über dem Verstand“ fehlte, die „Mocha“ (Verstand) genannt wird, und ebenso die Kraft des Gebens, die „Liba“ (Herz) genannt wird – darum forderte der Körper für jede Mühe, die der Mensch aufbrachte, einen Halt. Er fragte nämlich: „Auf welchen Halt gestützt forderst du von mir, dass ich dir Arbeitskräfte gebe?“ Und weil er die Eigenschaft Chessed nicht hatte, fehlte ihm die Möglichkeit zu sagen: „Ich gehe über dem Verstand.“ Denn das ist die Eigenschaft Aarons, nämlich Chessed, die „Geben und über dem Verstand“ genannt wird.

Und das wird „Er hängt die Erde über dem Nichts“ genannt. Mein Vater und Lehrer erklärte: „Glaube über dem Verstand“ nennt man es, wenn der Mensch keinerlei Stütze hat, sondern alles in der Luft hängt. Es heißt „Er hängt die Erde“ – „Erde“ meint das Königtum des Himmels; „über dem Nichts (bli-ma)“ – ohne („bli“) jede Stütze.

Daher hatten sie, als Aaron starb, niemanden, der diese Kraft herabgezogen hätte. So gingen sie innerhalb des Verstandes und stützten sich folglich an jedem Ort. Das heißt: An jedem Ort, an dem sie sahen, dass sie einen Halt bekommen konnten, damit der Körper bereit war, in Tora und Mizwot zu arbeiten, nahmen sie ihn an. Und das nennt man „den Weg von Atarim“, wie einen Menschen, der ohne Arm geht, wie oben. Und so kam der Kanaaniter, um gegen Israel zu kämpfen – denn innerhalb des Verstandes haben sie Macht zu kämpfen. Über dem Verstand aber haben sie keine Möglichkeit, mit diesem Weg zu streiten, denn er braucht keinerlei Halt.

Daraus folgt: Die ganze eigentliche Mühe beginnt in dem Augenblick, in dem der Mensch über dem Verstand gehen will, und diese Kraft muss er von oben empfangen. Sie kam ihnen aus der Kraft der Eigenschaft Aarons zu; nun aber muss er selbst diese Kraft herabziehen, das heißt, er muss den Schöpfer bitten, dass dieser ihm hilft. Und dann sind zwei Fälle zu unterscheiden:

1. Wer wartet, dass der Schöpfer ihm hilft, diese Kraft zu empfangen, und dasteht und darauf wartet;

2. und wer keine Geduld hat zu warten, dass der Schöpfer ihm hilft, sondern mit der Arbeit beginnt und danach schreit und den Schöpfer bittet und sagt: „Denn die Wasser sind mir bis an die Seele gekommen.“ Und weil er bereits zu der klaren Erkenntnis gelangt ist, dass nur der Schöpfer ihm helfen kann, erhält er dann die Hilfe.

Und die Ordnung des Gebets darf nicht bloß von den Lippen nach außen gehen. Vielmehr soll es aus der Tiefe kommen, wenn der Mensch in der Gefahr steht – damit er sich nicht der Herrschaft des Bösen unterwirft, die mit starken Argumenten zu ihm kommt und ihn von der Arbeit verwirren will, in der er das Joch des Königtums des Himmels auf sich nehmen möchte. Und sie unternehmen alle Anstrengungen, um ihn zu stören, mit allem, was in ihrer Macht steht.

Und so sehen wir, wie der Dichter uns ein klares Bild des Bösen gibt, das uns gegenübersteht. In den Selichot (Vergebungsgebeten – für den vierten Tag der zehn Tage der Umkehr) heißt es: „Zu Dir, Schöpfer, rufe ich, Ehrfurchtgebietender und Furchtbarer. Verbirg Dein Angesicht nicht am Tag der Not, wenn sich die Verflucher gegen uns erheben usw. – die da sagen, man dürfe Gott nicht annehmen, sich nicht vor Ihm niederwerfen, um Ihm zu dienen, und man solle den, der viel vergibt, nicht heiligen und die ehrfurchtgebietende göttliche [Macht] nicht fürchten. Wenn ich dies höre, erbebt mein Herz. Dies entgegne ich denen, die mit mir hadern: Fern sei es mir, das Erbteil des Gottes meines Vaters zu vergessen oder zu verlassen, usw.“

Daraus ergibt sich: Wenn der Mensch das Joch des Königtums des Himmels auf sich nehmen will – und „Joch“ bedeutet „wie ein Ochse zum Joch und ein Esel zur Last“ –, dann widersetzen sich beide, sowohl der Esel als auch der Ochse, es auf sich zu nehmen, eine Arbeit zu verrichten, und tun ihre Arbeit nur unter Zwang. Und warum widersetzen sie sich? Weil sie spüren, dass sie arbeiten. Anders ist es, wenn sie Genuss aus der Arbeit haben, nämlich beim Fressen: Auch das ist eine Arbeit, doch weil er währenddessen Genuss empfindet, nennt man es nicht „Arbeit“.

Daher: Wenn der Mensch keinen rechten Arm hat – der „denn er liebt die Güte“ (chafetz Chessed) genannt wird, sodass er an der Arbeit Genuss hat –, dann hat die Sitra Achra (die andere Seite) keinen Ansatzpunkt an dieser Arbeit, durch den sie die Möglichkeit hätte zu kämpfen. Anders aber, „als Aaron starb“, wenn der Mensch der Eigenschaft Chessed Aarons noch nicht würdig geworden ist: Dann kommen die Äußeren zu ihm und sagen ihm allerlei ketzerische Worte. Und dann ist es eine Arbeit auf zweierlei Weise, wie oben.

korrigiert, EY, CO4.8, 11.07.2026, 18:53 Uhr, Ver4