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Rabash – 1986 – Artikel 3 (תשמ״ו – מאמר ג׳)

„Was bedeutet es, dass der Mensch durch die Tora mit Gerechtigkeit (Zedaka) und Frieden belohnt wird“

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Was bedeutet es, dass der Mensch durch die Tora mit Gerechtigkeit (Zedaka) und Frieden belohnt wird

מהו שע"י תורה זוכה האדם לצדקה ולשלום

1986/03 Der Mensch wird durch die Tora mit Rechtschaffenheit und Frieden belohnt

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1986 – Artikel 3

תשמ"ו - מאמר ג'
1986 - מאמר 3

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Im Sohar (Lech Lecha 1, und im Sulam-Kommentar Punkt 1) erklärt Rabbi Aba, wodurch Abraham es verdiente, dass der Schöpfer zu ihm „Geh hinaus“ (Lech Lecha) sagte – mehr als alle Söhne seiner Generation. Und er sagt, dies sind seine Worte: „Rabbi Aba eröffnete [seine Rede] und sagte: ‚Hört auf mich, ihr Hartherzigen, die ihr fern seid von der Gerechtigkeit (Zedaka)‘. ‚Hört auf mich, ihr Hartherzigen‘ bedeutet: wie hart die Herzen der Frevler sind, die die Pfade und Wege der Tora sehen und sie nicht betrachten. Und ihr Herz ist hart, denn sie kehren nicht in Umkehr (Teshuwa) zu ihrem Gebieter zurück, und deshalb werden sie ‚Hartherzige‘ genannt. ‚Die fern sind von der Gerechtigkeit‘ bedeutet, dass sie sich von der Tora entfernen, und deshalb sind sie fern von der Gerechtigkeit.“

בזהר (לך לך א', ובהסולם אות א') מבאר רבי אבא, למה זכה אברהם, שיאמר לו הקב"ה, לך לך, יותר מכל בני דורו. ואמר, וזה לשונו, "רבי אבא פתח ואמר, שמעו אלי אבירי לב, הרחוקים מצדקה. שמעו אלי אבירי לב, פירושו, כמה קשים הלבבות של הרשעים, שרואים השבילים והאורחות של התורה, ואינם מסתכלים בהם. ולבבם קשה, שאינם חוזרים בתשובה אל רבונם, ועל כן נקראים אבירי לב, הרחוקים מצדקה, פירושו, שמתרחקים מהתורה, ועל כן הם רחוקים מצדקה".

Im Sohar (Lech Lecha, Punkt 1) erklärt Rabbi Aba, warum Abraham mehr als alle seine Zeitgenossen damit belohnt wurde, dass der Schöpfer zu ihm „Geh hinaus“ [Lech Lecha] sagte. Er schreibt: „Rabbi Aba begann die Rede und sagte: ‚Hört auf Mich, ihr Hartherzigen, die ihr weit von der Rechtschaffenheit [Zedaka] entfernt seid.‘ Hört auf mich, ihr Hartherzigen‘, gemeint ist, wie hart die Herzen der Gottlosen sind. Sie sehen die Pfade und Wege der Tora und achten nicht darauf. Ihre Herzen sind hart, denn sie kehren nicht zu ihrem Meister zurück, um Buße zu tun. Deshalb werden sie ‚Hartherzige, die weit von der Rechtschaffenheit entfernt sind‘ genannt, was bedeutet, dass sie weit von der Tora und damit weit von der Rechtschaffenheit [Zedaka] entfernt sind.“

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Rabbi Chiskija sagte: „Sie entfernen sich vom Schöpfer. Und weil sie sich vom Schöpfer entfernen, werden sie Hartherzige genannt.“ Und der Sinn des Schriftverses ist: „die fern sind von der Gerechtigkeit“ – warum? Weil sie sich dem Schöpfer nicht nähern wollen, denn sie sind Hartherzige. Und deshalb sind sie fern von der Gerechtigkeit. Und da sie fern von der Gerechtigkeit sind, sind sie fern vom Frieden, denn sie haben keinen Frieden, wie geschrieben steht: „Kein Frieden, spricht der Ewige, für die Frevler“. Was ist der Grund? Weil sie fern von der Gerechtigkeit sind, deshalb haben sie keinen Frieden.

רבי חזקיה אמר, "שהמה מתרחקים מהקב"ה. ומשום זה שמתרחקים מהקב"ה, נקראים אבירי לב". ושיעור הכתוב הוא "הרחוקים מצדקה", למה. משום שאינם רוצים להתקרב אל הקב"ה, שהם אבירי לב. ומשום זה הם רחוקים מצדקה. וכיון שהם רחוקים מצדקה, הם רחוקים משלום, שאין להם שלום. שכתוב, "אין שלום, אמר ה' לרשעים". מה הטעם. משום שהם רחוקים מצדקה, על כן אין להם שלום.

Rabbi Chiskia sagte: „Sie sind weit vom Schöpfer entfernt. Und weil sie weit vom Schöpfer entfernt sind, werden sie hartherzig genannt.“ Die Bedeutung des Verses ist „fern von der Rechtschaffenheit“. Und warum? Weil sie sich dem Schöpfer nicht nähern wollen, da sie hartherzig sind. Und deshalb sind sie weit entfernt von der Rechtschaffenheit. Weil sie fern von der Rechtschaffenheit sind, sind sie fern vom Frieden, das heißt, sie haben keinen Frieden, wie geschrieben steht: „Es gibt keinen Frieden“, sagte der Herr zu den Gottlosen. Was ist der Grund dafür? Weil sie weit von der Rechtschaffenheit entfernt sind, und deshalb haben sie keinen Frieden.

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Nun muss man verstehen, was Rabbi Aba damit sagt, dass „die fern sind von der Gerechtigkeit“ bedeute, dass sie sich von der Tora entfernen und deshalb fern von der Gerechtigkeit sind. Denn einerseits sagt er, dass die Gerechtigkeit „Tora“ heißt, und danach sagt er, dass sie dadurch, dass sie sich von der Tora entfernen, fern von der Gerechtigkeit sind. Demnach ergibt sich, dass die Tora die Ursache für die Gerechtigkeit ist. Wir sehen aber keinerlei Verbindung zwischen Tora und Gerechtigkeit.

ויש להבין, במה שאומר רבי אבא, "הרחוקים מצדקה", פירושו, שמתרחקים מהתורה. ועל כן הם רחוקים מצדקה, שמצד אחד אומר, שצדקה נקראת תורה, ואח"כ אומר, שע"י זה שמתרחקים מהתורה, הם רחוקים מצדקה. אם כן משמע, שהתורה היא סיבה לצדקה. ואין אנו רואים שום קשר בין תורה לצדקה.

Wir sollten verstehen, was Rabbi Aba sagt, dass „weit von der Rechtschaffenheit entfernt“ bedeutet, dass sie weit von der Tora entfernt sind. Und deshalb sind sich auch von der Rechtschaffenheit entfernt.Einerseits sagt er, dass Rechtschaffenheit Tora heißt, und dann sagt er, dass sie wegen der Entfernung von der Tora, von der Rechtschaffenheit entfernt sind. Das impliziert, dass die Tora der Grund für die Rechtschaffenheit ist, aber wir sehen keine Verbindung zwischen Tora und Rechtschaffenheit.

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Sehen wir denn nicht bei den Völkern der Welt, dass sie keine Tora haben – wie unsere Weisen sagten: „Er verkündet Jakob Seine Worte“ – und dennoch geben sie Almosen (Zedaka)? Muss man denn, um Almosen zu geben, an den Schöpfer glauben und Tora und Mizwot erfüllen, sodass man erst dann Almosen geben kann? Und er sagt: „Da sie fern von der Tora sind, sind sie deshalb fern von der Gerechtigkeit.“

הלא אנו רואים אצל אומות העולם, שאין להם תורה, כמו שאמרו חז"ל, "מגיד דבריו ליעקב, ומכל מקום הם נותנים צדקה". וכי בכדי לתת צדקה צריכים להאמין בה' ולקיים התורה ומצות, שרק אז יכולים לתת צדקה. והוא אומר, "כיון שהם רחוקים מהתורה, לכן הם רחוקים מצדקה".

Wir sehen, dass die Völker der Welt keine Tora haben, wie unsere Weisen sagten: „Er sagt Seine Worte zu Jakob“, und dennoch geben sie Zedaka [Rechtschaffenheit/Almosen].“ Setzt das Geben von Zedaka voraus, dass man an den Schöpfer glaubt und die Tora und die Mizwot [Gebote] einhält, und erst dann kann man Zedaka geben? Vielmehr sagt er, dass sie weit von Zedaka entfernt sind, weil sie weit von der Tora entfernt sind.

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Und weiter: Da er sagt, dass sie sich von der Tora entfernen und deshalb fern von der Gerechtigkeit sind, klingt es, als wäre die Tora die Ursache, durch die man Gerechtigkeit üben kann. Das heißt, das Wichtigste für uns ist, zur Gerechtigkeit zu gelangen. Und wie kann man zu einer so hohen Stufe gelangen? Durch die Tora.

ועוד מדקאמר, כיון שמתרחקים מהתורה, ועל כן הם רחוקים מצדקה. משמע, כאילו שהתורה היא הסיבה שעל ידה יכולים לקיים צדקה. זאת אומרת, עיקר החשיבות שלנו הוא להגיע לצדקה. ואיך יכולים להגיע למדרגה גדולה כזו. הוא על ידי התורה.

Er sagt auch, dass sie weit von Zedaka entfernt sind, weil sie weit von der Tora entfernt sind. Dies impliziert, dass die Tora der Grund ist, durch den wir Zedaka einhalten können. Das heißt, das Wichtigste für uns ist, Zedaka zu erreichen. Wie können wir eine so hohe Stufe erreichen? Durch die Tora.

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Demnach muss man verstehen, worin die Größe und Wichtigkeit der Gerechtigkeit besteht; denn daraus folgt, dass die Tora eine niedrigere Stufe als die Gerechtigkeit ist, da man durch die Tora zur Gerechtigkeit gelangen kann. Und das muss man verstehen.

אם כן יש להבין, מה היא גדלותה וחשיבותה של צדקה, שמשמע, שתורה היא דרגה יותר נמוכה מצדקה, כי ע"י התורה יכולים להגיע לצדקה. וזה צריכים להבין.

Daher sollten wir die Größe und Wichtigkeit von Zedaka verstehen, was bedeutet, dass die Tora eine niedrigere Stufe als Zedaka ist, weil wir durch die Tora Zedaka erreichen können. Das müssen wir verstehen.

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Noch schwerer ist es, die Worte von Rabbi Chiskija zu verstehen, der den Worten von Rabbi Aba hinzufügt und sagt: „Was heißt ‚Hartherzige‘? Dass sie sich dem Schöpfer nicht nähern wollen. Und weil sie sich dem Schöpfer nicht nähern wollen, sind sie deshalb fern von der Gerechtigkeit.“ Wie kann man das verstehen – dass sie nämlich durch die Annäherung an den Schöpfer mit einer noch höheren Stufe belohnt werden, die die Gerechtigkeit ist?

וכן יותר קשה להבין את דברי רבי חזקיה, במה שמוסיף על דברי רבי אבא ואומר, "מהו אבירי לב, שאינם רוצים להתקרב אל הקב"ה. ומשום שאינם רוצים להתקרב אל הקב"ה, משום זה הם רחוקים מצדקה". איך אפשר להבין דבר זה, היינו ע"י התקרבות להקב"ה יזכו למדרגה יותר גדולה, שהיא צדקה.

Es ist auch schwierig, die Worte von Rabbi Chiskia zu verstehen, die er den Worten von Rabbi Aba hinzufügt und sagt: „Wer sind die Hartherzigen? Diejenigen, die sich dem Schöpfer nicht annähern wollen. Und weil sie sich dem Schöpfer nicht annähern wollen, sind sie weit von Zedaka entfernt.“ Wie können wir das verstehen? Bedeutet das, dass sie durch die Annäherung an den Schöpfer mit einer höheren Stufe belohnt werden, die Zedaka ist?

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Ebenso muss man verstehen, was Rabbi Chiskija sagt: „Und da sie fern von der Gerechtigkeit sind, sind sie fern vom Frieden.“ Das ist noch schwerer zu verstehen. Denn nachdem er uns die Wichtigkeit der Gerechtigkeit erklärt hat – das heißt, nach der Ansicht von Rabbi Aba ist die Gerechtigkeit größer als die Tora, und nach der Ansicht von Rabbi Chiskija ist die Gerechtigkeit größer als die Annäherung an den Schöpfer –, kommt er jetzt und sagt: Wenn sie die Stufe der Gerechtigkeit nicht haben, können sie nicht zur Stufe des Friedens gelangen.

וכמו כן יש להבין במה שאומר רבי חזקיה, "וכיון שהם רחוקים מצדקה, הם רחוקים משלום". וזה עוד יותר קשה להבין, כי לאחר שביאר לנו את החשיבות של צדקה, זאת אומרת, לדעתו של רבי אבא, צדקה יותר גדולה מתורה, ולדעתו של רבי חזקיה, צדקה יותר גדולה מהתקרבות אל הקב"ה, בא עכשיו ואומר, אם אין להם מדרגת צדקה, אין הם יכולים להגיע למדרגת שלום.

Wir sollten auch verstehen, warum Rabbi Chiskia sagt: „Da sie fern von Zedaka sind, sind sie fern vom Frieden.“ Das ist umso verwirrender, weil er uns einmal die Bedeutung von Zedaka verdeutlicht hat, das heißt, nach Rabbi Abas Ansicht ist Zedaka wichtiger als die Tora, und nach Rabbi Chiskias Ansicht ist Zedaka wichtiger als die Annäherung an den Schöpfer. Jetzt kommt er und sagt, dass sie die Stufe des Friedens nicht erreichen können, wenn sie nicht die Stufe von Zedaka haben.

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Demnach muss man verstehen, was die Stufe des Friedens ist; denn daraus folgt, dass der Mensch nach der ganzen Arbeit zur Stufe des Friedens gelangen wird. Das heißt: Die erste Stufe ist die Tora oder die Annäherung an den Schöpfer, die zweite ist die Gerechtigkeit, die dritte ist der Frieden. Und das gilt es zu erklären.

אם כן יש להבין, מהי מדרגת שלום, שמשמע, לאחר כל העבודה הוא יגיע למדרגת שלום. היינו, מדרגה א' היא תורה או התקרבות להקב"ה, ב' צדקה, ג' שלום. ויש לבאר את זה.

Wir sollten also verstehen, was die Stufe des Friedens ist. Es wird angedeutet, dass er nach all der Arbeit die Stufe des Friedens erreichen wird. Das heißt, die erste Stufe ist entweder Tora oder die Annäherung an den Schöpfer, die zweite ist *Zedaka und die dritte ist Frieden*. Dies bedarf der Klärung.

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Wir finden, dass die Gerechtigkeit den Glauben bezeichnet, wie über Abraham geschrieben steht: „Und er glaubte an den Ewigen, und Er rechnete es ihm als Gerechtigkeit an“. Und weil der Glaube „Gerechtigkeit“ genannt wird, können wir bereits wissen, dass die Wichtigkeit der Gerechtigkeit nicht dem einfachen Wortsinn entspricht, sondern dass die Gerechtigkeit auf den Glauben hinweist.

אנו מוצאים ענין צדקה נקרא אמונה, כמו שכתוב אצל אברהם "והאמין בה' ויחשבה לו צדקה". ומשום זה, שאמונה נקראת צדקה, כבר אנו יכולים לדעת, את חשיבתה של צדקה אינו כפשטות הלשון, אלא צדקה מרמזת על אמונה.

Wir sehen, dass Zedaka „Glaube“ genannt wird, wie es über Abraham geschrieben steht: „Und er glaubte an den Herrn, und Er sah es ihm als Rechtschaffenheit [Zedaka] an.“ Da also der Glaube als Zedaka angesehen wird, können wir bereits die Bedeutung von Zedaka erkennen. Es ist nicht so, wie es wörtlich erscheint. Vielmehr impliziert Zedaka den Glauben.

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Und was ist der Glaube, der als Stufe der Gerechtigkeit gilt? Wir sehen ja: Wer einem Armen ein Almosen (Zedaka) gibt, erwartet nicht, dass der Arme ihm etwas zurückgibt und ihm eine Gegenleistung für das Almosen zahlt, das er ihm gegeben hat. Insbesondere bei einem Almosen, das im Verborgenen gegeben wird, denkt er gewiss nicht daran, irgendeine Gegenleistung zu erhalten. Demnach heißt es „Gerechtigkeit“, wenn man etwas ohne jede Gegenleistung tut.

ומה היא אמונה, שנחשבת לבחינת צדקה. הנה אנו רואים, שמי שנותן צדקה לעני, אינו מצפה שהעני יחזיר וישלם לו איזו תמורה, תחת צדקה שנתן לו. ובפרט צדקה של מתן בסתר, בודאי לא חושב לקבל שום תמורה. אם כן צדקה נקרא, שעושה דבר בלי שום תמורה.

Was ist Glaube? Wird er als Zedaka betrachtet? Wir sehen, dass jemand, der den Armen Zedaka [Almosen] gibt, nicht erwartet, dass der Arme ihm die Almosen, die er ihm gegeben hat, in irgendeiner Weise zurückzahlt. Das gilt besonders für verborgene Almosen; er hat sicher nicht vor, etwas dafür zu bekommen. *Daher bedeutet Zedaka, dass er etwas tut, ohne eine Gegenleistung zu erhalten.

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Und da der Glaube, den wir auf uns nehmen müssen, ohne jede Gegenleistung sein muss, bedeutet dies: Man muss an die Größe des Schöpfers glauben, was in der Sprache des Sohar „weil Er groß ist und herrscht“ (beGin deIhu Raw weShalit) genannt wird. Und der Mensch darf dabei keinerlei Gedanken daran haben, dass er das Joch des Königtums des Himmels auf sich nimmt, damit er dadurch von Ihm irgendeine Belohnung erhält – sondern alles geschieht, um zu geben. Und deshalb wird der Glaube mit dem Namen „Gerechtigkeit“ bezeichnet, nämlich um uns zu erklären, welche Form unser Glaube haben muss, den wir auf uns nehmen.

והיות שהאמונה, שצריכים לקבל על עצמנו, צריכה להיות בלי שום תמורה. זאת אומרת, שצריך להאמין בגדלות ה', הנקרא בלשון הזהר "בגין דאיהו רב ושליט", ולא יהיה לו שום מחשבה, שהוא מקבל עליו עול מלכות שמים, שע"י זה הוא יקבל ממנו איזה שכר, אלא כולו בעמ"נ להשפיע. ומשום זה נקרא אמונה בשם צדקה. היינו, כדי לפרש לנו איזו צורה צריכה להיות האמונה שלנו, מה שאנו מקבלים על עצמנו.

Da aber der Glaube, den wir auf uns nehmen sollen, ohne Gegenleistung sein muss, bedeutet dies, dass wir an die Größe des Schöpfers glauben müssen, was der heilige Sohar so nennt: „Denn Er ist groß und herrschend.“ Er soll nicht denken, dass er die Last des Himmelreichs auf sich nimmt und dadurch von Ihm eine Belohnung erhält. Vielmehr arbeitet er ausschließlich, um zu geben. Aus diesem Grund wird der Glaube Zedaka genannt, um uns die Form zu verdeutlichen, die der Glaube, den wir auf uns nehmen, haben sollte.

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Wir müssen jedoch darauf achten, wie man zu einem solchen Glauben gelangt, der „um zu geben“ ist. Unsere Natur ist doch, nur zu empfangen und nicht zu geben. Was also kann der Mensch tun, um zur Stufe des Gebens zu gelangen? Darauf sagt er uns: Es geschieht gerade durch die Tora, wie unsere Weisen sagten (Traktat Kidushin 30): „Ich habe den bösen Trieb (Jezer haRa) erschaffen, Ich habe für ihn die Tora als Gewürz erschaffen.“

אבל אנו צריכים לתשומת לב, איך מגיעים לידי אמונה זו, שהיא בעמ"נ להשפיע. הלא הטבע שלנו הוא רק לקבל ולא להשפיע. אם כן מה האדם יכול לעשות, בכדי להגיע לבחינת השפעה. אז הוא אומר לנו, שהוא דוקא ע"י תורה, כמו שאמרו חז"ל (קדושין ל') "בראתי יצר הרע, בראתי לו תורה תבלין".

Wir müssen jedoch darauf achten, wie wir einen solchen Glauben erreichen, der um zu geben ist. Es liegt in unserer Natur, nur zu empfangen und nicht zu geben. Was kann man also tun, um das Geben zu erreichen? Er sagt uns, dass dies gerade durch die Tora geschieht, wie unsere Weisen sagten (Kidushin 30): „Ich habe den bösen Trieb erschaffen, ich habe für ihn die Tora als Gewürz erschaffen.“

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Und so heißt es in der „Einführung in das Studium der Zehn Sefirot“ (Punkt 11), dies sind seine Worte: „Allerdings finden und sehen wir in den Worten der Weisen des Talmud, dass sie uns den Weg der Tora leichter gemacht haben als die Weisen der Mishna. Denn sie sagten: ‚Immer beschäftige sich der Mensch mit Tora und Mizwot, selbst lo liShma (nicht um ihretwillen), denn aus lo liShma kommt man zu liShma.‘ Und zwar deshalb, weil das Licht in ihr ihn zum Guten zurückführt. Somit haben sie für uns anstelle der Kasteiungen, die in der oben erwähnten Mishna Awot angeführt sind, etwas Neues hervorgebracht: das Licht in der Tora, das genug Kraft besitzt, den Menschen zum Guten zurückzuführen und ihn dazu zu bringen, sich mit Tora und Mizwot liShma zu beschäftigen.“

וכמו שאומר בהקדמה לתלמוד עשר ספירות (אות י"א) וזה לשונו, "אמנם אנו מוצאים ורואים בדברי חכמי התלמוד, שהקלו לנו את דרכה של תורה יותר מחכמי המשנה. כי אמרו "לעולם יעסוק אדם בתורה מצות, אפילו שלא לשמה, ומתוך שלא לשמה בא לשמה". והיינו, משום שהמאור שבה מחזירו למוטב. הרי שהמציאו לנו ענין חדש במקום הסיגופים, המובאים במשנה אבות הנ"ל, שהוא המאור שבתורה, שיש בו די כח להחזירו למוטב ולהביאהו לעסק תורה והמצות לשמה".

In der „Einführung in das Studium der Zehn Sefirot“ (Punkt 11) sagt er: „Aber wir finden und sehen in den Worten der Weisen des Talmuds, dass sie uns den Weg der Tora leichter gemacht haben als die Weisen der Mishna. Das liegt daran, dass sie sagten: ‚Man sollte sich immer mit Tora und Mizwot beschäftigen, sogar in lo liShma, und von lo liShma wird er zu liShma gelangen.‘ Das heißt, das Licht darin bringt ihn zur Quelle zurück. So haben sie uns ein neues Mittel gegeben anstelle der Buße, wie sie in der oben erwähnten Mishna (Awot) vorgestellt wird: Das „Licht in der Tora“. Es hat genügend Kraft, um einen Menschen zum Guten zu führen und ihn dazu zu bringen, sich mit der Tora und den Mizwot in liShma zu beschäftigen.“

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Damit verstehen wir die Worte von Rabbi Aba, der sagte: „‚Die fern sind von der Gerechtigkeit‘ bedeutet, dass sie sich von der Tora entfernen, und deshalb sind sie fern von der Gerechtigkeit.“ Und wir fragten: Ist denn die Tora die Ursache dafür, zur Gerechtigkeit zu gelangen, und kann man ohne Tora keine Almosen geben? Doch die Sache ist, wie oben gesagt: Mit „Gerechtigkeit“ ist die Stufe des Glaubens gemeint. Und es ist unmöglich, zur Stufe des wahren Glaubens zu gelangen, bevor der Mensch die Gleichheit der Form mit dem Schöpfer besitzt – was bedeutet, dass alle seine Handlungen nur darauf gerichtet sind, dem Schöpfer Wohlgefallen zu bereiten.

ובזה נבין את דברי רבי אבא, שאמר "הרחוקים מצדקה, פירושו, שמתרחקים מהתורה ועל כן הם רחוקים מצדקה". ושאלנו. וכי תורה היא הסיבה להגיע לצדקה. ובלי תורה לא יכולים לתת צדקה. אלא הענין כנ"ל, שצדקה הכוונה על בחינת האמונה. ואי אפשר להגיע לבחינת אמונה אמיתית, מטרם שיש לו השתוות הצורה עם הבורא. שפירושו, שכל מעשיו הם רק בעל מנת להשפיע נחת רוח להבורא.

So verstehen wir die Worte von Rabbi Aba, der sagte, dass „weit von Zedaka“ bedeutet, dass sie sich von der Tora entfernen, daher sind sie weit weg von Zedaka. Wir fragten: „Ist die Tora der Grund, um Zedaka zu erreichen? Ist es unmöglich, Zedaka ohne Tora zu geben?“ Die Sache ist die, dass Zedaka sich auf den Glauben bezieht. Es ist unmöglich, wirklichen Glauben zu erlangen, bevor man nicht die gleiche Form wie der Schöpfer hat, was bedeutet, dass alle seine Handlungen nur dazu dienen, dem Schöpfer Zufriedenheit zu bereiten.

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Und so heißt es in der „Einführung in das Buch Sohar“ (Blatt 138, und im Sulam-Kommentar dort), dies sind seine Worte: „Denn es ist ein Gesetz, dass das Geschöpf von Ihm nichts offen Böses empfangen kann, denn das wäre – Gott behüte – ein Makel an Seiner Herrlichkeit, wenn das Geschöpf Ihn als einen erfassen würde, der Böses tut. Deshalb: In dem Maße, in dem der Mensch Schlechtes empfindet, in demselben Maße ruht auf ihm – Gott behüte – die Leugnung Seiner Lenkung, und der Wirkende ist ihm verborgen.“

וכמו שאומר בהקדמת ספר הזוהר (דף קל"ח ובהסולם שם) וזה לשונו, "כי חוק הוא זה, שלא יוכל הנברא לקבל רע מאתו יתברך בגלוי. כי הוא פגם חס ושלום בכבודו יתברך, שהנברא ישיגו כפועל רעות. ועל כן, בעת שהאדם מרגיש רע, הנה באותו שיעור שורה עליו כפירה על השגחתו חס ושלום, ונעלם ממנו הפועל יתברך".

Er sagt in der „Einführung in das Buch Sohar“ (Punkt 138): „Es ist ein Gesetz, dass das Geschöpf kein offenbartes Übel vom Schöpfer empfangen kann, denn es ist ein Makel in der Herrlichkeit des Schöpfers, dass das Geschöpf Ihn als Übeltäter wahrnimmt. Daher liegt, wenn man sich schlecht fühlt, in gleichem Maße die Verleugnung der Lenkung des Schöpfers auf ihm, und der Handelnde ist ihm verborgen.“

19

Und der Grund ist: Bevor der Mensch mit Gefäßen des Gebens belohnt wurde, ist er nicht fähig, das Gute und den Genuss von Ihm zu empfangen. Somit empfindet er Schlechtes, und deshalb kann der Mensch nicht mit wahrem Glauben belohnt werden, bevor er sein Böses korrigiert hat, das „Empfangen, um zu empfangen“ genannt wird.

והטעם הוא, כי מטרם שהאדם זכה לכלים דהשפעה, אין הוא מוכשר לקבל את הטוב והעונג ממנו יתברך. נמצא, שמרגיש רע, ומשום זה לא יכול האדם לזכות לאמונה אמיתית, מטרם שתיקן את הרע שלו, המכונה מקבל בעמ"נ לקבל.

Der Grund dafür ist, dass der Mensch, bevor er mit den Gefäßen des Gebens belohnt wird, nicht in der Lage ist, das Gute und den Genuss von Ihm zu empfangen. Daraus folgt, dass er sich schlecht fühlt und daher nicht mit echtem Glauben belohnt werden kann, bevor er nicht das Böse in sich korrigiert hat, was „empfangen, um zu empfangen“ genannt wird.

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Somit wird der Mensch durch die Tora, die ihn zum Guten zurückführt – das heißt, dass er Gefäße des Gebens erhält –, mit der Stufe des Glaubens belohnt, die „Gerechtigkeit“ genannt wird. Sie ist die Stufe von „Glaube, weil Er groß ist und herrscht“ – und nicht, dass die Grundlage seines Glaubens darauf beruht, irgendeine Gegenleistung zu empfangen.

נמצא, ע"י תורה, שמחזירו למוטב, היינו שיקבל כלים דהשפעה, אז יזכה לבחינת אמונה, שנקראת צדקה, שהיא בחינת "אמונה בגין דאיהו רב ושליט". ולא שהבסיס של האמונה שלו הוא על מנת לקבל איזו תמורה.

Daraus folgt, dass er durch die Tora, die ihn zurück zur Quelle führt, was bedeutet, dass er durch das Empfangen von Gefäßen des Gebens mit dem Glauben belohnt wird, was Zedaka genannt wird, was heißt „Glaube, weil Er groß und herrschend ist“, und nicht, dass die Grundlage seines Glaubens darin besteht, eine Belohnung zu erhalten.

21

Ebenso verstehen wir jetzt, was wir zu den Worten von Rabbi Chiskija gefragt haben, der die Bedeutung von „Hartherzige“ weiter erklärt. Er erklärt nämlich, dass sie sich vom Schöpfer entfernen und deshalb fern von der Gerechtigkeit sind. Und wir fragten: Wie kann die Annäherung an den Schöpfer die Ursache dafür sein, dass man fähig wird, Gerechtigkeit zu tun – welche Verbindung besteht denn zwischen dem einen und dem anderen? Und so steht dort im Sulam-Kommentar geschrieben, dies sind seine Worte: „Rabbi Chiskija widerspricht Rabbi Aba nicht, sondern erklärt mehr als er.“ Und wir fragten: Die Erklärung von Rabbi Chiskija ist doch noch schwerer zu verstehen!

וכמו כן נבין עכשיו מה ששאלנו על דברי רבי חזקיה, במה שמבאר יותר את הפירוש של "אבירי לב". שמפרש, שמתרחקים מהקב"ה, ומשום זה הם רחוקים מצדקה. ושאלנו, היתכן שהתקרבות להקב"ה תהיה סיבה, שתהיה יכולת לעשות צדקה, הלא איזה קשר יש זה לזה. וכך כתוב שם בהסולם וזה לשונו, "ורבי חזקיה אינו חולק על רבי אבא, אלא שמבאר יותר ממנו". ושאלנו, הלא הביאור של רבי חזקיה הוא יותר קשה להבין.

Jetzt werden wir verstehen, was wir über die Worte von Rabbi Chiskia gefragt haben, wo er die Bedeutung von „hartherzig“ erklärt. Er erklärt, dass sie sich von Zedaka entfernen, weil sie sich vom Schöpfer entfernen. Wir fragten: „Kann die Annäherung an den Schöpfer ein Grund dafür sein, dass wir die Fähigkeit haben, Zedaka zu geben? Was ist die Verbindung zwischen beiden?“ Im Sulam-Kommentar zum Sohar steht geschrieben: „Rabbi Chiskia widerspricht Rabbi Aba nicht. Vielmehr interpretiert er mehr als dieser.“ Wir fragten: „Aber die Erklärung von Rabbi Chiskia ist noch schwieriger zu verstehen!“

22

Nach dem, was wir oben erklärt haben, verhält es sich wie gesagt: Rabbi Chiskija erklärt ausführlicher, was es bedeutet, dass sie „Hartherzige“ genannt werden und deshalb fern von der Gerechtigkeit sind. Denn aus dem, was Rabbi Aba sagt – dass sie sich von der Tora entfernt haben –, werden sie denken, dass sie einfach Tora lernen müssen und dadurch mit der Gerechtigkeit, die „Glaube“ genannt wird, belohnt werden. Die Absicht von Rabbi Aba ist jedoch, dass sie durch die Tora zur Gleichheit der Form kommen, die „Gefäße des Gebens“ genannt wird. Denn bevor sie Gefäße des Gebens haben, können sie nicht zur Stufe des wahren Glaubens kommen, wie es im Sulam-Kommentar heißt, siehe oben (Einführung in das Buch Sohar, Blatt 138).

ולפי מה שביארנו לעיל, הוא כנ"ל, שרבי חזקיה מבאר יותר מה הוא הפירוש דנקראים "אבירי לב", שמשום זה הם רחוקים מצדקה. כי מה שרבי אבא אומר, שהתרחקו מהתורה, הם יחשבו שפשוט שצריכים ללמוד תורה וע"י זה יזכו לצדקה, הנקרא אמונה. הגם שכוונתו של רבי אבא הוא, שע"י התורה הם יבואו להשתוות הצורה, הנקרא כלים דהשפעה. כי מטרם שיש להם כלים דהשפעה, אינם יכולים לבוא לבחינת אמונה אמיתית, כמו שכתוב בהסולם כנ"ל (בהקדמת ספר הזהר דף קל"ח).

Nach dem, was wir oben erklärt haben, erklärt Rabbi Chiskia ausführlicher, was es bedeutet, dass sie „hartherzig“ genannt werden, wodurch sie weit von Zedaka entfernt sind, da sie in Bezug auf das, was Rabbi Aba sagt, dass sie sich von der Tora entfernt haben, denken, dass sie einfach Tora lernen müssen und dadurch mit Zedaka, genannt „Glaube“, belohnt werden. Die Absicht von Rabbi Aba ist jedoch, dass sie durch die Tora die Gleichheit der Form, genannt „Gefäße des Gebens“, erreichen, da sie keinen wirklichen Glauben erreichen können, bevor sie Gefäße des Gebens haben, wie es im Sulam („Einführung in das Buch Sohar“) geschrieben steht.

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Deshalb erklärt Rabbi Chiskija weiter und sagt es einfacher: „Hartherzige“ werden jene genannt, die sich vom Schöpfer entfernen. Das bedeutet: Weil sie Hartherzige sind, wollen sie sich dem Schöpfer nicht nähern, und deshalb sind sie fern von der Gerechtigkeit. Und das ist, wie oben gesagt: Man kann nicht mit der Stufe des Glaubens, die die Stufe der Gerechtigkeit ist, belohnt werden, bevor man damit belohnt wird, sich dem Schöpfer zu nähern – was Gleichheit der Form genannt wird, das heißt Gefäße des Gebens.

לכן מפרש רבי חזקיה יותר. ואומר יותר בפשטות, ש"אבירי לב", נקראים אלו שמתרחקים מהקב"ה. שפירושו הוא, משום שאינם רוצים להתקרב להקב"ה, משום שהם אבירי לב. ומשום זה הם רחוקים מצדקה. והוא כנ"ל, שאי אפשר לזכות לבחינת אמונה, שהיא בחינת צדקה, מטרם שזוכים להתקרב לה', הנקרא השתוות הצורה, שהם כלים דהשפעה.

Aus diesem Grund führt Rabbi Chiskia weiter aus und sagt in einfacher Weise, dass „hartherzig“ diejenigen sind, die sich vom Schöpfer entfernen. Das heißt, sie wollen sich dem Schöpfer nicht nähern, weil sie hartherzig sind, deshalb sind sie weit von Zedaka entfernt. Das heißt, wie wir oben sagten, dass es unmöglich ist, mit Glauben belohnt zu werden, was Zedaka ist, bevor wir mit der Annäherung an den Schöpfer belohnt werden, was Gleichheit der Form genannt wird, welche Gefäße des Gebens sind.

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Und dass Rabbi Aba es nicht so erklärt wie Rabbi Chiskija – es kann sein, dass Rabbi Aba uns zwei Dinge auf einmal sagen will, nämlich die Ursache und den Rat. Die Ursache, weshalb sie keinen Glauben haben, ist, dass sie keine Gefäße des Gebens haben. Und der Rat dazu ist, sich mit der Tora zu beschäftigen; denn durch das Licht der Tora werden sie mit der Gleichheit der Form belohnt – das heißt, dass alle ihre Handlungen nur dem Geben dienen. Und dann werden sie mit der Stufe der Gerechtigkeit belohnt, die die Stufe des wahren Glaubens ist.

ומה שרבי אבא לא מפרש כמו רבי חזקיה, יכול להיות שרבי אבא רוצה לומר לנו שני דברים בבת אחת. דהיינו, הסיבה והעצה. הסיבה שאין להם אמונה, הוא משום שאין להם כלים דהשפעה. והעצה לזה הוא לעסוק בתורה, שע"י מאור התורה יזכו להשתוות הצורה, הנקרא שכל מעשיהם יהיו רק להשפיע. ואז יזכו לבחינת צדקה, שהיא בחינת אמונה אמיתית.

Der Grund, warum Rabbi Abba nicht dasselbe interpretiert wie Rabbi Chiskia, ist vielleicht, dass Rabbi Abba uns zwei Dinge auf einmal sagen will, nämlich den Grund und den Rat. Der Grund, warum sie keinen Glauben haben, ist der, dass sie keine Gefäße des Gebens haben. Der Ratschlag dafür ist, sich mit der Tora zu beschäftigen, wo ihnen durch das Licht der Tora die Gleichheit der Form verliehen wird, da alle ihre Handlungen nur dem Geben dienen. Zu diesem Zeitpunkt werden sie mit Zedaka belohnt werden, was echter Glaube ist.

25

Und dazu, dass Rabbi Chiskija hinzufügt, dass sie durch die Gerechtigkeit mit Frieden belohnt werden, fragten wir: Wenn die Gerechtigkeit eine so große Sache ist, da damit der Glaube gemeint ist – was ist dann der Frieden? Denn es scheint, als wäre der Frieden etwas noch Wichtigeres.

ומה שרבי חזקיה מוסיף, שע"י צדקה יזכו לשלום. ושאלנו, אם צדקה היא דבר כל כך גדול, שהכוונה היא על האמונה, אם כן מה הוא שלום. שמשמע, כאילו שהשלום הוא עוד דבר יותר חשוב.

Und zu Rabbi Chiskias Ergänzung, dass sie durch Zedaka mit Frieden belohnt werden, fragten wir: „Wenn Zedaka eine so große Sache ist, die sich auf den Glauben bezieht, was ist dann Frieden? Es impliziert, dass der Frieden noch wichtiger ist!“

26

Man kann erklären, dass der Frieden den Abschluss der Arbeit bedeutet. Denn bevor der Mensch mit Gefäßen des Gebens belohnt wird, gibt es bei ihm keinen Platz für den Glauben. Und nachdem er bereits Gefäße des Gebens hat und mit der Stufe des Glaubens belohnt wurde, erlangt er das Ziel der Schöpfung, das darin besteht, Seinen Geschöpfen Gutes zu tun. Das heißt, dann empfindet er das Gute und den Genuss, die der Schöpfer erschaffen hat, um Seinen Geschöpfen Gutes zu tun. Und dann wird der Mensch mit der Stufe des Friedens belohnt.

ויש לפרש, שענין שלום הוא ענין של גמר עבודה. כי מטרם שהאדם זוכה לכלים דהשפעה, אין לו מקום לאמונה. ולאחר שכבר יש לו כלים דהשפעה, וזכה לבחינת אמונה, אז הוא משיג את מטרת הבריאה, שהיא להטיב לנבראיו. זאת אומרת, שאז הוא מרגיש את הטוב והעונג, שברא הקב"ה להטיב לנבראיו. ואז האדם זוכה לבחינת שלום.

Wir sollten interpretieren, dass Frieden die Vollendung der Arbeit ist. Bevor jemand mit Gefäßen des Gebens belohnt wird, hat er keinen Platz für den Glauben. Sobald er Gefäße des Gebens hat und mit Glauben belohnt wurde, erlangt er den Zweck der Schöpfung, der darin besteht, Seinen Geschöpfen Gutes zu tun. Das bedeutet, dass er dann das Gute und das Vergnügen spürt, welche der Schöpfer geschaffen hat, um Seinen Geschöpfen Gutes zu tun. Zu diesem Zeitpunkt wird man mit Frieden belohnt.

27

Anders ist es, bevor der Mensch mit der Stufe der Gerechtigkeit belohnt wurde, die die Stufe des Glaubens auf der Grundlage der Gefäße des Gebens ist: Da hat er keine Gefäße, um das Gute und den Genuss zu erlangen. Denn dem Guten fehlt noch die Korrektur, damit es kein „Brot der Scham“ (Nahama deKissufa) gibt. Dafür gab es die Korrektur, die Erste Einschränkung (Zimzum Alef) genannt wird. Und erst wenn die Geschöpfe diese Korrektur haben, die „Gefäße des Gebens“ genannt wird, gibt es einen Ort, an dem das Licht des Schöpfers weilen kann, dessen Ziel es ist, Seinen Geschöpfen Gutes zu tun.

מה שאין כן מטרם שהאדם זכה לבחינת צדקה, שהיא בחינת אמונה, על בסיס כלים דהשפעה, אין בו כלים להשיג את הטוב והעונג. משום שחסר להטוב בחינת תיקון, שלא יהיה נהמא דכסופא. שבשביל זה היה התיקון, הנקרא צמצום א'. ורק לאחר שיהיה להנבראים התיקון הזה, המכונה כלים דהשפעה, אז יש מקום, שיכול לשרות אור ה', שהוא להטיב לנבראיו.

Aber solange man nicht mit Zedaka, dem Glauben, auf der Basis von Gefäßen des Gebens belohnt wird, hat man nicht die Kelim, um das Gute und den Genuss zu erlangen, da dem Guten die Korrektur fehlt, nicht das Brot der Scham zu essen. Dafür gab es die Korrektur von Zimzum Alef [erste Einschränkung]. Erst wenn die Geschöpfe diese Korrektur erlangen, die „Gefäße des Gebens“ genannt wird, wird es einen Ort geben, an dem das Licht des Schöpfers (das Seinen Geschöpfen zugute kommen soll) anwesend sein kann.

28

Vorher dagegen befindet sich der Mensch im Streit mit dem Schöpfer, wie es im Sulam-Kommentar heißt (Einführung in das Buch Sohar, Blatt 172, Punkt 175), dies sind seine Worte: „Und ebenso erhob der Frieden Einspruch, dass er [der Mensch] ganz und gar Streit sei.“ Da der Mensch sich nicht mit den Mizwot beschäftigen kann, um zu geben, sondern nur mit einer Beimischung des eigenen Genusses, befindet er sich dadurch ständig im Streit mit dem Schöpfer. Denn es scheint ihm, dass er ein vollkommener Gerechter ist, und er spürt seine Mängel überhaupt nicht. Das heißt, er spürt nicht, dass seine ganze Beschäftigung mit Tora und Mizwot lo liShma ist. Und er geht umher und beklagt sich – Gott behüte – über den Schöpfer, dass man ihm nicht so Gutes tut, wie man einem vollkommenen Gerechten Gutes tun müsste.

מה שאין כן לפני זה הוא בקטטה עם הקב"ה, כמו שאומר בהסולם (הקדמת ספר הזהר דף קע"ב אות קע"ה) וזה לשונו, "וכן השלום קטרג שכולו קטטה". כיון שאי אפשר לו לעסוק במצות על מנת להשפיע, אלא עם עירוב של הנאת עצמו. הנה ע"י זה נמצא תמיד בקטטה עם ה' יתברך. כי נדמה לו שהוא צדיק גמור, ואינו מרגיש כלל בחסרונותיו. דהיינו, שאינו מרגיש, שכל עיסקו בתורה ומצות הוא שלא לשמה. והולך ומתרעם חס ושלום על ה' יתברך, שאין מטיבים עמו כמו שצריכים להטיב עם צדיק גמור.

Davor ist er im Zwist mit dem Schöpfer, wie er im Sulam-Kommentar („Einführung in das Buch Sohar“, Punkt 175) sagt: „Auch der Friede beklagte sich, dass er ganz im Zwist sei, weil er sich nicht mit Mizwot [Geboten] beschäftigen kann, um zu geben, sondern mit einer Mischung aus Selbstgefälligkeit.“ So ist er immer im Zwist mit dem Schöpfer, weil er sich für einen vollkommenen Gerechten hält und seine Fehler gar nicht spürt. Das heißt, er fühlt nicht, dass seine ganze Beschäftigung in Tora und Mizwot lo liShma [nicht für Ihren Namen] ist, und er ist wütend auf den Schöpfer, weil Er ihn nicht so belohnt, wie ein vollkommen Gerechter belohnt werden sollte.

29

So sehen wir: Bevor der Mensch mit der Stufe der Gerechtigkeit belohnt wird – die die Stufe des Glaubens an den Schöpfer auf der Grundlage der Gefäße des Gebens ist, was den Menschen zur Annäherung an den Schöpfer bringt –, gibt es keine Möglichkeit, dass Frieden herrscht.

הרי אנו רואים, שמטרם שזוכה לבחינת צדקה, שהיא בחינת אמונה בה' יתברך על בסיס כלים דהשפעה, שזה מביא את האדם לידי התקרבות לה', אין מציאות שיהיה שלום.

Wir sehen also, dass es unmöglich ist, Frieden zu haben, bevor man mit Zedaka belohnt wird, was der Glaube an den Schöpfer auf Grundlage von Gefäßen des Gebens ist, die einen dazu bringen, sich dem Schöpfer anzunähern.

30

Somit besteht der Abschluss der Arbeit darin, zum Ziel zu gelangen – das heißt, dass man zur Stufe des Friedens gelangt. Und zu diesem Frieden kann man nicht gelangen, bevor man die vorangehenden Stufen durchlaufen hat: die Annäherung an den Schöpfer, danach den Glauben, der „Gerechtigkeit“ genannt wird, und danach das Ziel, das „Frieden“ genannt wird.

נמצא, שגמר עבודה הוא, להגיע להמטרה, הוא שמגיעים לידי מדרגת שלום. ולהשלום הזה אי אפשר להגיע, מטרם שעוברים את השלבים הקודמים, שהם התקרבות לה', ואח"כ אמונה המכונה צדקה, ואח"כ להמטרה, שנקרא שלום.

Daraus folgt, dass das Ende der Arbeit, wenn das Ziel erreicht ist, die Stufe des Friedens erreicht ist. Dieser Frieden kann nicht erreicht werden, bevor wir nicht die Vorstufen durchlaufen haben, nämlich die Annäherung an den Schöpfer, dann den Glauben, der Zedaka genannt wird, und schließlich das Ziel, das „Frieden“ genannt wird.

Rabash – 1986 – Artikel 3 (תשמ״ו – מאמר ג׳)

„Was bedeutet es, dass der Mensch durch die Tora mit Gerechtigkeit (Zedaka) und Frieden belohnt wird“

1986 – Artikel 3

Im Sohar (Lech Lecha 1, und im Sulam-Kommentar Punkt 1) erklärt Rabbi Aba, wodurch Abraham es verdiente, dass der Schöpfer zu ihm „Geh hinaus“ (Lech Lecha) sagte – mehr als alle Söhne seiner Generation. Und er sagt, dies sind seine Worte: „Rabbi Aba eröffnete [seine Rede] und sagte: ‚Hört auf mich, ihr Hartherzigen, die ihr fern seid von der Gerechtigkeit (Zedaka)‘. ‚Hört auf mich, ihr Hartherzigen‘ bedeutet: wie hart die Herzen der Frevler sind, die die Pfade und Wege der Tora sehen und sie nicht betrachten. Und ihr Herz ist hart, denn sie kehren nicht in Umkehr (Teshuwa) zu ihrem Gebieter zurück, und deshalb werden sie ‚Hartherzige‘ genannt. ‚Die fern sind von der Gerechtigkeit‘ bedeutet, dass sie sich von der Tora entfernen, und deshalb sind sie fern von der Gerechtigkeit.“

Rabbi Chiskija sagte: „Sie entfernen sich vom Schöpfer. Und weil sie sich vom Schöpfer entfernen, werden sie Hartherzige genannt.“ Und der Sinn des Schriftverses ist: „die fern sind von der Gerechtigkeit“ – warum? Weil sie sich dem Schöpfer nicht nähern wollen, denn sie sind Hartherzige. Und deshalb sind sie fern von der Gerechtigkeit. Und da sie fern von der Gerechtigkeit sind, sind sie fern vom Frieden, denn sie haben keinen Frieden, wie geschrieben steht: „Kein Frieden, spricht der Ewige, für die Frevler“. Was ist der Grund? Weil sie fern von der Gerechtigkeit sind, deshalb haben sie keinen Frieden.

Nun muss man verstehen, was Rabbi Aba damit sagt, dass „die fern sind von der Gerechtigkeit“ bedeute, dass sie sich von der Tora entfernen und deshalb fern von der Gerechtigkeit sind. Denn einerseits sagt er, dass die Gerechtigkeit „Tora“ heißt, und danach sagt er, dass sie dadurch, dass sie sich von der Tora entfernen, fern von der Gerechtigkeit sind. Demnach ergibt sich, dass die Tora die Ursache für die Gerechtigkeit ist. Wir sehen aber keinerlei Verbindung zwischen Tora und Gerechtigkeit.

Sehen wir denn nicht bei den Völkern der Welt, dass sie keine Tora haben – wie unsere Weisen sagten: „Er verkündet Jakob Seine Worte“ – und dennoch geben sie Almosen (Zedaka)? Muss man denn, um Almosen zu geben, an den Schöpfer glauben und Tora und Mizwot erfüllen, sodass man erst dann Almosen geben kann? Und er sagt: „Da sie fern von der Tora sind, sind sie deshalb fern von der Gerechtigkeit.“

Und weiter: Da er sagt, dass sie sich von der Tora entfernen und deshalb fern von der Gerechtigkeit sind, klingt es, als wäre die Tora die Ursache, durch die man Gerechtigkeit üben kann. Das heißt, das Wichtigste für uns ist, zur Gerechtigkeit zu gelangen. Und wie kann man zu einer so hohen Stufe gelangen? Durch die Tora.

Demnach muss man verstehen, worin die Größe und Wichtigkeit der Gerechtigkeit besteht; denn daraus folgt, dass die Tora eine niedrigere Stufe als die Gerechtigkeit ist, da man durch die Tora zur Gerechtigkeit gelangen kann. Und das muss man verstehen.

Noch schwerer ist es, die Worte von Rabbi Chiskija zu verstehen, der den Worten von Rabbi Aba hinzufügt und sagt: „Was heißt ‚Hartherzige‘? Dass sie sich dem Schöpfer nicht nähern wollen. Und weil sie sich dem Schöpfer nicht nähern wollen, sind sie deshalb fern von der Gerechtigkeit.“ Wie kann man das verstehen – dass sie nämlich durch die Annäherung an den Schöpfer mit einer noch höheren Stufe belohnt werden, die die Gerechtigkeit ist?

Ebenso muss man verstehen, was Rabbi Chiskija sagt: „Und da sie fern von der Gerechtigkeit sind, sind sie fern vom Frieden.“ Das ist noch schwerer zu verstehen. Denn nachdem er uns die Wichtigkeit der Gerechtigkeit erklärt hat – das heißt, nach der Ansicht von Rabbi Aba ist die Gerechtigkeit größer als die Tora, und nach der Ansicht von Rabbi Chiskija ist die Gerechtigkeit größer als die Annäherung an den Schöpfer –, kommt er jetzt und sagt: Wenn sie die Stufe der Gerechtigkeit nicht haben, können sie nicht zur Stufe des Friedens gelangen.

Demnach muss man verstehen, was die Stufe des Friedens ist; denn daraus folgt, dass der Mensch nach der ganzen Arbeit zur Stufe des Friedens gelangen wird. Das heißt: Die erste Stufe ist die Tora oder die Annäherung an den Schöpfer, die zweite ist die Gerechtigkeit, die dritte ist der Frieden. Und das gilt es zu erklären.

Wir finden, dass die Gerechtigkeit den Glauben bezeichnet, wie über Abraham geschrieben steht: „Und er glaubte an den Ewigen, und Er rechnete es ihm als Gerechtigkeit an“. Und weil der Glaube „Gerechtigkeit“ genannt wird, können wir bereits wissen, dass die Wichtigkeit der Gerechtigkeit nicht dem einfachen Wortsinn entspricht, sondern dass die Gerechtigkeit auf den Glauben hinweist.

Und was ist der Glaube, der als Stufe der Gerechtigkeit gilt? Wir sehen ja: Wer einem Armen ein Almosen (Zedaka) gibt, erwartet nicht, dass der Arme ihm etwas zurückgibt und ihm eine Gegenleistung für das Almosen zahlt, das er ihm gegeben hat. Insbesondere bei einem Almosen, das im Verborgenen gegeben wird, denkt er gewiss nicht daran, irgendeine Gegenleistung zu erhalten. Demnach heißt es „Gerechtigkeit“, wenn man etwas ohne jede Gegenleistung tut.

Und da der Glaube, den wir auf uns nehmen müssen, ohne jede Gegenleistung sein muss, bedeutet dies: Man muss an die Größe des Schöpfers glauben, was in der Sprache des Sohar „weil Er groß ist und herrscht“ (beGin deIhu Raw weShalit) genannt wird. Und der Mensch darf dabei keinerlei Gedanken daran haben, dass er das Joch des Königtums des Himmels auf sich nimmt, damit er dadurch von Ihm irgendeine Belohnung erhält – sondern alles geschieht, um zu geben. Und deshalb wird der Glaube mit dem Namen „Gerechtigkeit“ bezeichnet, nämlich um uns zu erklären, welche Form unser Glaube haben muss, den wir auf uns nehmen.

Wir müssen jedoch darauf achten, wie man zu einem solchen Glauben gelangt, der „um zu geben“ ist. Unsere Natur ist doch, nur zu empfangen und nicht zu geben. Was also kann der Mensch tun, um zur Stufe des Gebens zu gelangen? Darauf sagt er uns: Es geschieht gerade durch die Tora, wie unsere Weisen sagten (Traktat Kidushin 30): „Ich habe den bösen Trieb (Jezer haRa) erschaffen, Ich habe für ihn die Tora als Gewürz erschaffen.“

Und so heißt es in der „Einführung in das Studium der Zehn Sefirot“ (Punkt 11), dies sind seine Worte: „Allerdings finden und sehen wir in den Worten der Weisen des Talmud, dass sie uns den Weg der Tora leichter gemacht haben als die Weisen der Mishna. Denn sie sagten: ‚Immer beschäftige sich der Mensch mit Tora und Mizwot, selbst lo liShma (nicht um ihretwillen), denn aus lo liShma kommt man zu liShma.‘ Und zwar deshalb, weil das Licht in ihr ihn zum Guten zurückführt. Somit haben sie für uns anstelle der Kasteiungen, die in der oben erwähnten Mishna Awot angeführt sind, etwas Neues hervorgebracht: das Licht in der Tora, das genug Kraft besitzt, den Menschen zum Guten zurückzuführen und ihn dazu zu bringen, sich mit Tora und Mizwot liShma zu beschäftigen.“

Damit verstehen wir die Worte von Rabbi Aba, der sagte: „‚Die fern sind von der Gerechtigkeit‘ bedeutet, dass sie sich von der Tora entfernen, und deshalb sind sie fern von der Gerechtigkeit.“ Und wir fragten: Ist denn die Tora die Ursache dafür, zur Gerechtigkeit zu gelangen, und kann man ohne Tora keine Almosen geben? Doch die Sache ist, wie oben gesagt: Mit „Gerechtigkeit“ ist die Stufe des Glaubens gemeint. Und es ist unmöglich, zur Stufe des wahren Glaubens zu gelangen, bevor der Mensch die Gleichheit der Form mit dem Schöpfer besitzt – was bedeutet, dass alle seine Handlungen nur darauf gerichtet sind, dem Schöpfer Wohlgefallen zu bereiten.

Und so heißt es in der „Einführung in das Buch Sohar“ (Blatt 138, und im Sulam-Kommentar dort), dies sind seine Worte: „Denn es ist ein Gesetz, dass das Geschöpf von Ihm nichts offen Böses empfangen kann, denn das wäre – Gott behüte – ein Makel an Seiner Herrlichkeit, wenn das Geschöpf Ihn als einen erfassen würde, der Böses tut. Deshalb: In dem Maße, in dem der Mensch Schlechtes empfindet, in demselben Maße ruht auf ihm – Gott behüte – die Leugnung Seiner Lenkung, und der Wirkende ist ihm verborgen.“

Und der Grund ist: Bevor der Mensch mit Gefäßen des Gebens belohnt wurde, ist er nicht fähig, das Gute und den Genuss von Ihm zu empfangen. Somit empfindet er Schlechtes, und deshalb kann der Mensch nicht mit wahrem Glauben belohnt werden, bevor er sein Böses korrigiert hat, das „Empfangen, um zu empfangen“ genannt wird.

Somit wird der Mensch durch die Tora, die ihn zum Guten zurückführt – das heißt, dass er Gefäße des Gebens erhält –, mit der Stufe des Glaubens belohnt, die „Gerechtigkeit“ genannt wird. Sie ist die Stufe von „Glaube, weil Er groß ist und herrscht“ – und nicht, dass die Grundlage seines Glaubens darauf beruht, irgendeine Gegenleistung zu empfangen.

Ebenso verstehen wir jetzt, was wir zu den Worten von Rabbi Chiskija gefragt haben, der die Bedeutung von „Hartherzige“ weiter erklärt. Er erklärt nämlich, dass sie sich vom Schöpfer entfernen und deshalb fern von der Gerechtigkeit sind. Und wir fragten: Wie kann die Annäherung an den Schöpfer die Ursache dafür sein, dass man fähig wird, Gerechtigkeit zu tun – welche Verbindung besteht denn zwischen dem einen und dem anderen? Und so steht dort im Sulam-Kommentar geschrieben, dies sind seine Worte: „Rabbi Chiskija widerspricht Rabbi Aba nicht, sondern erklärt mehr als er.“ Und wir fragten: Die Erklärung von Rabbi Chiskija ist doch noch schwerer zu verstehen!

Nach dem, was wir oben erklärt haben, verhält es sich wie gesagt: Rabbi Chiskija erklärt ausführlicher, was es bedeutet, dass sie „Hartherzige“ genannt werden und deshalb fern von der Gerechtigkeit sind. Denn aus dem, was Rabbi Aba sagt – dass sie sich von der Tora entfernt haben –, werden sie denken, dass sie einfach Tora lernen müssen und dadurch mit der Gerechtigkeit, die „Glaube“ genannt wird, belohnt werden. Die Absicht von Rabbi Aba ist jedoch, dass sie durch die Tora zur Gleichheit der Form kommen, die „Gefäße des Gebens“ genannt wird. Denn bevor sie Gefäße des Gebens haben, können sie nicht zur Stufe des wahren Glaubens kommen, wie es im Sulam-Kommentar heißt, siehe oben (Einführung in das Buch Sohar, Blatt 138).

Deshalb erklärt Rabbi Chiskija weiter und sagt es einfacher: „Hartherzige“ werden jene genannt, die sich vom Schöpfer entfernen. Das bedeutet: Weil sie Hartherzige sind, wollen sie sich dem Schöpfer nicht nähern, und deshalb sind sie fern von der Gerechtigkeit. Und das ist, wie oben gesagt: Man kann nicht mit der Stufe des Glaubens, die die Stufe der Gerechtigkeit ist, belohnt werden, bevor man damit belohnt wird, sich dem Schöpfer zu nähern – was Gleichheit der Form genannt wird, das heißt Gefäße des Gebens.

Und dass Rabbi Aba es nicht so erklärt wie Rabbi Chiskija – es kann sein, dass Rabbi Aba uns zwei Dinge auf einmal sagen will, nämlich die Ursache und den Rat. Die Ursache, weshalb sie keinen Glauben haben, ist, dass sie keine Gefäße des Gebens haben. Und der Rat dazu ist, sich mit der Tora zu beschäftigen; denn durch das Licht der Tora werden sie mit der Gleichheit der Form belohnt – das heißt, dass alle ihre Handlungen nur dem Geben dienen. Und dann werden sie mit der Stufe der Gerechtigkeit belohnt, die die Stufe des wahren Glaubens ist.

Und dazu, dass Rabbi Chiskija hinzufügt, dass sie durch die Gerechtigkeit mit Frieden belohnt werden, fragten wir: Wenn die Gerechtigkeit eine so große Sache ist, da damit der Glaube gemeint ist – was ist dann der Frieden? Denn es scheint, als wäre der Frieden etwas noch Wichtigeres.

Man kann erklären, dass der Frieden den Abschluss der Arbeit bedeutet. Denn bevor der Mensch mit Gefäßen des Gebens belohnt wird, gibt es bei ihm keinen Platz für den Glauben. Und nachdem er bereits Gefäße des Gebens hat und mit der Stufe des Glaubens belohnt wurde, erlangt er das Ziel der Schöpfung, das darin besteht, Seinen Geschöpfen Gutes zu tun. Das heißt, dann empfindet er das Gute und den Genuss, die der Schöpfer erschaffen hat, um Seinen Geschöpfen Gutes zu tun. Und dann wird der Mensch mit der Stufe des Friedens belohnt.

Anders ist es, bevor der Mensch mit der Stufe der Gerechtigkeit belohnt wurde, die die Stufe des Glaubens auf der Grundlage der Gefäße des Gebens ist: Da hat er keine Gefäße, um das Gute und den Genuss zu erlangen. Denn dem Guten fehlt noch die Korrektur, damit es kein „Brot der Scham“ (Nahama deKissufa) gibt. Dafür gab es die Korrektur, die Erste Einschränkung (Zimzum Alef) genannt wird. Und erst wenn die Geschöpfe diese Korrektur haben, die „Gefäße des Gebens“ genannt wird, gibt es einen Ort, an dem das Licht des Schöpfers weilen kann, dessen Ziel es ist, Seinen Geschöpfen Gutes zu tun.

Vorher dagegen befindet sich der Mensch im Streit mit dem Schöpfer, wie es im Sulam-Kommentar heißt (Einführung in das Buch Sohar, Blatt 172, Punkt 175), dies sind seine Worte: „Und ebenso erhob der Frieden Einspruch, dass er [der Mensch] ganz und gar Streit sei.“ Da der Mensch sich nicht mit den Mizwot beschäftigen kann, um zu geben, sondern nur mit einer Beimischung des eigenen Genusses, befindet er sich dadurch ständig im Streit mit dem Schöpfer. Denn es scheint ihm, dass er ein vollkommener Gerechter ist, und er spürt seine Mängel überhaupt nicht. Das heißt, er spürt nicht, dass seine ganze Beschäftigung mit Tora und Mizwot lo liShma ist. Und er geht umher und beklagt sich – Gott behüte – über den Schöpfer, dass man ihm nicht so Gutes tut, wie man einem vollkommenen Gerechten Gutes tun müsste.

So sehen wir: Bevor der Mensch mit der Stufe der Gerechtigkeit belohnt wird – die die Stufe des Glaubens an den Schöpfer auf der Grundlage der Gefäße des Gebens ist, was den Menschen zur Annäherung an den Schöpfer bringt –, gibt es keine Möglichkeit, dass Frieden herrscht.

Somit besteht der Abschluss der Arbeit darin, zum Ziel zu gelangen – das heißt, dass man zur Stufe des Friedens gelangt. Und zu diesem Frieden kann man nicht gelangen, bevor man die vorangehenden Stufen durchlaufen hat: die Annäherung an den Schöpfer, danach den Glauben, der „Gerechtigkeit“ genannt wird, und danach das Ziel, das „Frieden“ genannt wird.

korrigiert, EY, CO4.8, 11.07.2026, 20:04 Uhr, Ver7