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Kabbala Bibliothek Startseite / Rabash / Artikel / 1986/27 Der Schöpfer und Israel gingen ins Exil

Rabash – 1986 – Artikel 27 (תשמ״ו – מאמר כ״ז)

„Der Schöpfer und Israel gingen ins Exil“ · הקב״ה וישראל יצאו בגלות

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1

Im Sohar, Wochenabschnitt Bechukotai (Blatt 16, im Sulam [Leiter-Kommentar] Punkt 49), heißt es zum Vers „Und auch Ich werde euch siebenfach für eure Sünden züchtigen“ wörtlich: „Komm und sieh: Die erhabene Liebe des Schöpfers zu Israel gleicht einem König, der einen einzigen Sohn hatte, und der Sohn sündigte vor dem König. Eines Tages sündigte er vor dem König. Da sprach der König: ‚All diese Tage habe ich dich geschlagen, doch du hast die Züchtigung nicht angenommen. Von nun an sieh, was ich mit dir tun werde. Wenn ich dich aus dem Land vertreibe, erheben sich vielleicht Bären des Feldes gegen dich, oder Wölfe des Feldes oder Mörder, und sie tilgen dich aus der Welt. Was soll ich also tun? Vielmehr wollen wir beide, ich und du, gemeinsam das Land verlassen.‘ So auch Ich: ‚Auch Ich‘ bedeutet, dass Ich und ihr gemeinsam das Land verlassen, also ins Exil gehen werden. ‚Und Ich werde euch züchtigen‘ – nämlich ins Exil zu gehen. Und wenn ihr sagt, dass Ich euch verlasse: Auch Ich bin mit euch.“ Soweit seine Worte.

בזהר בחקותי (דף ט"ז ובהסולם אות מ"ט) על פסוק "ויסרתי אתכם אף אני שבע על חטאתיכם" וזו לשונו "בוא וראה, אהבה עליונה של הקב"ה לישראל, בדומה למלך, שהיה לו בן יחיד, והיה חוטא לפני המלך. יום אחד חטא לפני המלך. אמר המלך, כל אלו הימים הכיתי אותך, ולא קבלת. מכאן ואילך ראה מה שאעשה לך. אם אגרש אותך מן הארץ, אולי יקומו עליך דובים שבשדה, או זאבי השדה, או רוצחים, ויעברו אותך מן העולם. מה אעשה. אלא אני ואתה נצא מן הארץ. כך, אף אני, שכתוב, פירושו, אני ואתם נצא מן הארץ. דהיינו שנלך בגלות, ויסרתי אתכם ללכת בגלות. ואם תאמרו שאעזוב אתכם, אף אני, עמכם", עד כאן לשונו.

Im Heiligen Sohar, BeChukotai [“In Meinen Satzungen״] (Punkt 49), steht über den Vers: „Und auch Ich werde euch siebenmal für eure Sünden strafen“: „Komm und sieh, die erhabene Liebe des Schöpfers zu Israel ist wie ein König, der einen einzigen Sohn hatte, der vor dem König sündigte. Eines Tages sündigte der Sohn vor dem König. Der König sagte: ‚All diese Tage habe ich dich geschlagen, aber du hast nichts davon empfangen. Von nun an kannst du sehen, was ich mit dir machen werde. Wenn ich dich aus dem Land vertreibe, könnten dich vielleicht Bären auf dem Feld angreifen, oder wilde Wölfe oder Mörder könnten dich aus der Welt tilgen. Was soll ich also tun? Deshalb werden du und ich aus dem Land gehen.‘ So auch ich, wie es geschrieben steht, was bedeutet, dass ihr und Ich das Land verlassen, also ins Exil gehen werden: ‚Und Ich werde euch züchtigen‘, um ins Exil zu gehen. Und wenn ihr sagt, dass Ich euch verlassen werde, bin auch Ich mit euch.“

2

Zu verstehen ist, was es mit dem Auszug des Volkes Israel aus dem Land in die Fremde auf sich hat, der „Exil unter den Völkern“ genannt wird. Was bedeutet er im Sinne der Arbeit? Das heißt: Was wird „Land“ genannt, und was „Auszug aus dem Land“? Und was hat es damit auf sich, dass man den Menschen, wenn er sündigt, bestraft und ihm ein Exil auferlegt, sodass er unter den Völkern der Welt lebt? Was nützt das, und welchen Nutzen bringt es für die Wege der Arbeit? Mit anderen Worten: Was wird dadurch korrigiert, dass das Volk Israel ins Exil geht und unter die Herrschaft der Völker der Welt gerät?

ויש להבין את ענין יציאת עם ישראל מארץ לחוץ לארץ, שזה נקרא "גלות בין העמים". על דרך העבודה מה פירושו. היינו, מה נקרא "ארץ", ומה נקרא "יציאה מהארץ". ומהו ענין כשחוטאים מענישים את האדם ונותנים לו גלות, שיהיה בין אומות העולם. מה זה מועיל, ואיזה תועלת מביא זה בדרכי עבודה. זאת אומרת, מהו התיקון בזה שיצאו בגלות להיות תחת שליטת אומות העולם.

Wir sollten verstehen, was der Auszug des Volkes Israel aus dem Land in die Fremde bedeutet, der „Exil unter den Nationen“ genannt wird. Was bedeutet das in der spirituellen Arbeit? Was wird also als „Land“ und was als „Auszug aus dem Land“ angesehen? Was bedeutet es außerdem, dass jemand, der sündigt, mit Exil bestraft wird, also unter den Nationen der Welt leben muss? Wie hilft es, und welchen Nutzen bringt es in der Arbeit? Worin besteht also die Korrektur, wenn man ins Exil geht, um unter der Herrschaft der Nationen der Welt zu leben?

3

Ferner ist zu verstehen: Wie lässt sich sagen, dass auch der Schöpfer das Land verlässt, um mit dem Volk Israel ins Exil zu gehen? Ist doch „die ganze Erde voll Seiner Herrlichkeit“, und es steht geschrieben „Und Sein Königtum herrscht über alles“ – sogar die Klipot (Schalen) hält Er am Leben. Wie lässt sich da sagen, dass Er mit dem Volk Israel ins Exil zieht, als befände Er Sich nicht im Land?

ועוד יש להבין, איך שייך לומר שהקב"ה יוצא גם כן מארץ ללכת עם עם ישראל בגלות, הלא "מלוא כל הארץ כבודו" וכמו שכתוב "ומלכותו בכל משלה", שאפילו הקליפות הוא מחיה אותם, ואיך שייך לומר שיוצא לגלות עם עם ישראל וכאילו הוא לא נמצא בארץ.

Wir sollten ebenso verstehen, wie es sein kann, dass auch der Schöpfer das Land verlässt und mit dem Volk Israel gemeinsam ins Exil geht, denn „die ganze Erde ist voll Seiner Herrlichkeit“, und es steht geschrieben: „Sein Königreich herrscht über alles.“ Er hält sogar die Klipot [Hüllen/Schalen] am Leben – wie kann es also heißen, dass Er mit dem Volk Israel ins Exil geht, als ob Er nicht im Land wäre?

4

Um das Gesagte im Sinne der Arbeit zu verstehen, müssen wir zuerst wissen, was das Land Israel ist und was die Fremde ist und warum der Auszug aus dem Land in die Fremde „Exil unter den Völkern“ genannt wird. Ebenso ist zu verstehen, dass das Exil gewiss eine Korrektur für die Sünden ist. Das heißt: Dadurch, dass sie das Exil erleiden, bewirken die Leiden des Exils, dass sie zur Umkehr (Teshuwa) kommen, und dann können wir sie ins Land zurückbringen. Doch es steht geschrieben: „Und sie vermischten sich mit den Völkern und lernten von ihren Taten.“ Welche Exilsleiden empfinden sie also, die der Grund dafür sein könnten, dass sie umkehren und ins Land zurückkehren? Das heißt: Wie kann er das Gute des Landes Israel überhaupt kennen, sodass er sich danach sehnte und dieses Land ihn dazu brächte, aus Zuneigung zum Land umzukehren?

ובכדי להבין את הנ"ל בדרך העבודה, צריכים לדעת מקודם, מה זה ארץ ישראל, ומה זה חוץ לארץ ולמה נקראת יציאה מארץ לחוץ לארץ גלות בין העמים. וכמו כן יש להבין, בטח שענין גלות הוא תיקון על החטאים. זאת אומרת, שע"י זה שיסבלו את הגלות יגרמו היסורי גלות לחזור בתשובה, ואז נוכל להחזירם לארץ. הלא הכתוב "ויתערבו בגויים וילמדו ממעשיהם", אם כן איזה יסורי גלות הם מרגישים, שזה תהיה סיבה שיחזרו בתשובה ושיחזרו לארץ. היינו, מה הוא יכול לדעת את טוב ארץ ישראל שיחשוק לזה, והארץ הזאת תהיה סיבה שיהא מוכרח לעשות תשובה מחמת חיבת הארץ.

Um das oben Gesagte in der Arbeit zu verstehen, müssen wir zunächst wissen, was das Land Israel ist und was das Ausland ist und warum das Verlassen des Landes ins Ausland als Exil unter den Nationen angesehen wird. Wir sollten auch verstehen, dass das Exil eine Korrektur für Sünden ist. Das heißt, wenn sie das Exil erleiden, werden die Qualen des Exils sie zur Umkehr bewegen, und dann wird es möglich sein, sie in das Land zurückzubringen. Aber es steht geschrieben: „Und sie mischten sich unter die Völker und lernten von ihren Taten.“ Welche Qualen des Exils empfinden sie also, die sie zur Umkehr und zur Rückkehr ins Land [Israel] bewegen können? Das heißt, was kann der Mensch über das Gute im Land Israel wissen, so dass er sich danach sehnt –, und dass dieses Land der Grund sein wird, der ihn dazu zwingt, aus Liebe zum Land zurückzukehren?

5

Bekanntlich wird das Land „Malchut“ genannt; es heißt auch „heilige Shechina“ (göttliche Gegenwart) und „Versammlung Israels“, denn es ist die Gesamtheit aller Seelen. Das bedeutet: Es soll das Gute und den Genuss empfangen, die im Schöpfungsgedanken lagen, Seinen Geschöpfen Gutes zu tun – also dass die Seelen Gutes und Genuss empfangen.

ידוע, שארץ נקרא "מלכות", ונקראת "שכינה הקדושה", ונקראת "כנסת ישראל", שהיא הכלל לכל הנשמות, שפירושו שהיא צריכה לקבל את הטוב והעונג, שהיה במחשבת הבריאה להטיב לנבראיו, היינו שהנשמות יקבלו טוב ועונג.

Es ist bekannt, dass das Land Malchut genannt wird sowie als „heilige Shechina״ [Göttliche Gegenwart], und „die Versammlung Israels“ bezeichnet wird, die die Einbeziehung aller Seelen ist. Das bedeutet, dass sie die Freude und den Genuss empfangen muss, die dem Schöpfungsgedanken, der darin besteht, Seinen Geschöpfen Gutes zu tun, zugrunde lagen, was bedeutet, dass die Seelen Gutes und Genuss empfangen werden.

6

Die Ordnung der Entwicklung [der Welten] verlief von der Welt Ein Sof (Unendlichkeit) zur Welt des Zimzum (Einschränkung), danach zur Linie, die von den fünf Parzufim von Adam Kadmon bekleidet wird, und danach zu den fünf Parzufim von Azilut. Danach emanierte Malchut von Azilut die drei Welten BYA (Brija, Yezira, Assija). Danach wurde Adam haRishon erschaffen; die Äußerlichkeit seines Körpers, die dem heutigen materiellen Körper gleicht, entstand aus Bina von Malchut von Assija, wie im Talmud Eser haSefirot (Teil 16, S. 1912, Punkt 43) geschrieben steht: „Danach hatte er NaRaN aus BYA, und danach hatte er NaRaN aus Azilut.“

וסדר השתלשלות היה מעולם אין סוף לעולם הצמצום, ואח"כ להקו, שעליו מלבישים ה' פרצופי א"ק, ואח"כ לה' פרצופי אצילות. ואח"כ מלכות דאצילות האצילה את ג' עולמות בי"ע. ואח"כ נברא אדם הראשון וחיצוניות הגוף שלו בדומה לגוף החומרי של עכשיו, נעשה מבינה דמלכות דעשיה, כמו שכתוב בתע"ס (חלק ט"ז דף א' תתקי"ב אות מ"ג) "ואח"כ היה לו נר"ן מבי"ע ואח"כ היה לו נר"ן מאצילות".

Die herabsteigende Ordnung [bei der Erschaffung der Welten] begann mit der Stufe in der Welt von Ein Sof [hebräisch: kein Ende/Unendlichkeit], führte hinab zur Welt von Zimzum [Einschränkung] und dann zu der Linie, auf der die fünf Parzufim [Plural von Parzuf ] von Adam Kadmon eingekleidet sind, bis hin zu den fünf Parzufim von Azilut . Danach strömte Malchut de Azilut die drei Welten BYA aus. Daraufhin wurde Adam haRishon erschaffen, und die Äußerlichkeit seines Körpers, der dem jetzigen materiellen Körper ähnelt, wurde aus Bina de Malchut de Assija gemacht, wie es im Studium der Zehn Sefirot (Teil 16, S. 1912, Punkt 43) geschrieben steht: „Danach hatte er NaRaN aus BYA und dann NaRaN aus Azilut .“

7

Daraus folgt: Das Land, das „Malchut von Azilut“ genannt wird – und über die Welt Azilut steht geschrieben „Das Böse wird nicht bei Dir weilen“, was bedeutet, dass es dort überhaupt kein Böses gibt; nur in BYA gibt es Aussonderungen von Gut und Böse. Dort hingegen, in Azilut, ist das Gute und der Genuss offenbar, die Er den Seelen zu geben gedachte. So sagten unsere Weisen zum Vers „Im Anfang schuf Gott“: „Es gibt keinen Anfang außer Israel“ – denn alles ist um Israels willen, das heißt um der Seelen Israels willen.

לפי זה יוצא, שארץ, הנקרא "מלכות דאצילות", שעל עולם אצילות כתיב "לא יגורך רע", שפירושו ששם אין רע כלל, אלא רק בבי"ע יש בירורים של טוב ורע. אלא שם מגולה את הטוב והעונג, מה שחשב לתת להנשמות, כמו שאמרו חז"ל על פסוק "בראשית ברא אלקים", "אין ראשית אלא ישראל", שהכל בשביל ישראל, היינו בשביל נשמות ישראל.

Deshalb wird Erez [Land/Erde] auch Malchut von Azilut genannt, und über die Welt von Azilut steht geschrieben: „Das Böse wird nicht bei dir wohnen“, was bedeutet, dass es dort überhaupt kein Böses gibt. Einzig in BYA gibt es Klärungen von Gut und Böse. Stattdessen offenbaren sich in Azilut das Gute und der Genuss, die Er den Seelen zu geben gedachte. Es ist, wie unsere Weisen über den Vers „Im Anfang schuf Gott“ sagten: „Es gibt keinen Anfang außer Israel, denn alles ist für Israel, das heißt für die Seelen Israels.“

8

Nachdem Adam haRishon am Baum der Erkenntnis gesündigt hatte, vertrieb man ihn aus Azilut, und er stieg hinab nach BYA. Da begann er umzukehren und das zu korrigieren, worin er gesündigt hatte. Dadurch kehrte er zurück und trat wieder in den Garten Eden ein, also in Azilut. Die Korrektur lag gerade darin, dass man ihn aus dem Garten Eden vertrieb, wie geschrieben steht (1. Mose 3,22): „Und der Ewige sprach: ‚Nun denn, dass er nicht seine Hand ausstrecke und auch vom Baum des Lebens nehme und esse und ewig lebe.‘ Und der Ewige Gott sandte ihn aus dem Garten Eden hinaus, um den Erdboden zu bebauen, von dem er genommen war.“

ואדם הראשון, לאחר שחטא בעץ הדעת גרשו אותו מאצילות, וירד לבי"ע, ואז הוא התחיל לעשות תשובה, ולתקן מה שחטא. ועל ידי זה הוא חזר ונכנס בגן עדן, היינו באצילות. והתיקון היה בזה שגרשו אותו מגן עדן, הוא כמו שכתוב (בראשית רביעי ג' כ"ב) "ויאמר ה', ועתה פן ישלח ידו ולקח גם מעץ החיים ואכל וחי לעולם. וישלחהו ה' אלקים מגן עדן, לעבוד את האדמה, אשר לוקח משם".

Nachdem Adam haRishon am Baum der Erkenntnis gesündigt hatte, wurde er aus Azilut vertrieben und stieg nach BYA hinab. Er begann zu bereuen und zu korrigieren, was er gesündigt hatte. So kam er wieder in den Garten Eden, also nach Azilut . Die Korrektur bestand darin, dass er aus dem Garten Eden vertrieben worden war, wie geschrieben steht (1. Mose 3,22): „Und der Herr sprach: ‚Damit er seine Hand nicht ausstrecken und auch von dem Baum des Lebens nehmen, essen und ewig leben würde.‘ Und Gott, der Ewige, schickte ihn aus dem Garten Eden hinaus, um den Boden zu bestellen, von dem er genommen war.“

9

Baal HaSulam erklärte, aus welcher Furcht heraus man ihn aus dem Garten Eden hinausführte, wie geschrieben steht „dass er nicht seine Hand ausstrecke und auch vom Baum des Lebens nehme und esse und ewig lebe“. Er sagte: Da der Mensch am Baum der Erkenntnis gesündigt hat – wenn der Mensch eine Strafe empfängt, also Leiden durch die ihm auferlegte Strafe spürt, dann bewirken diese Leiden, dass er umkehrt und die Sünde und den Schaden korrigiert, die er verursacht hat.

ופירוש אאמו"ר זצ"ל, מהו הפחד שבגלל זה הוציאו אותו מגן עדן, שכתוב "פן ישלח ולקח גם מעץ החיים ואכל וחי לעולם". ואמר, היות שהאדם חטא בעץ הדעת, ואם האדם מקבל עונש, היינו שמרגיש יסורים מהעונש שנתנו לו, היסורים האלו גורמים לו לחזור בתשובה ולתקן את החטא והפגם שגרם.

Baal HaSulam erklärte die Angst, weshalb er aus dem Garten Eden vertrieben wurde, wie geschrieben steht: „Damit er seine Hand nicht ausstreckt und auch vom Baum des Lebens nehmen und essen und ewig leben würde.“ Er sagte, wenn ein Mensch, der sich am Baum der Erkenntnis versündigt hat, bestraft wird, also unter der Strafe leidet, die ihm auferlegt wurde, veranlasst ihn dieses Leiden dazu, Buße zu tun und den Fehler zu korrigieren, den er verursacht hat.

10

Wenn er aber keine Strafe empfängt und kein Leiden durch die begangene Sünde spürt, dann versteht er gewiss nicht, dass man dafür umkehren muss. So schreibt der Sohar (Einführung in den Sohar, Blatt 186, im Sulam Punkt 192) wörtlich: „Rabbi Shimon weinte und sagte: ‚Wehe, wenn ich es sage, und wehe, wenn ich es nicht sage. Wenn ich es sage, werden die Frevler wissen, wie sie ihrem Herrn dienen sollen.‘“

מה שאין כן אם הוא לא מקבל עונש ולא מרגיש יסורים מהחטא שעשה, ובטח שהוא לא מבין שצריכים לעשות על זה תשובה, וכמו שכותב בזהר (הקדמת הזהר דף קפ"ו ובהסולם אות קצ"ב) וזו לשונו "בכה רבי שמעון ואמר, אוי אם אומר אוי אם לא אומר. אם אומר, ידעו הרשעים איך לעבוד לאדונם".

Wenn er aber nicht bestraft wird und nicht unter der Sünde leidet, die er begangen hat, wird er sicher nicht verstehen, dass er dafür Buße tun soll. Es ist so, wie der Heilige Sohar schreibt („ Einführung in das Buch Sohar“ , Punkt 192): „Rabbi Shimon weinte und sagte: ‚Wehe, wenn ich es sage, und wehe, wenn ich es nicht sage. Wenn ich es sage, werden die Frevler wissen, wie sie ihrem Herrn zu dienen haben.'“

11

Und im Sulam legt er wörtlich aus: „Damit deutet er an, dass er an diesem Ort seine Worte nicht vollständig offenbaren kann, weil er fürchtet, den Frevlern zu schaden. Denn er ist hierhergekommen, um zu offenbaren, wie man am Baum des Lebens anhaftet und niemals den Baum des Todes berührt; das aber taugt nur für jene, die die Stufe des Baumes der Erkenntnis von Gut und Böse bereits korrigiert haben. Den Frevlern jedoch, die die Sünde des Baumes der Erkenntnis von Gut und Böse noch nicht korrigiert haben, ist es verboten, dies zu erfahren, denn sie müssen sich zuerst in allen Arbeiten abmühen, bis sie die Sünde des Baumes der Erkenntnis korrigiert haben. Dergleichen findest du auch im Vers ‚dass er nicht seine Hand ausstrecke und auch vom Baum des Lebens nehme und esse und ewig lebe‘ (1. Mose 3): Nachdem Adam am Baum der Erkenntnis gesündigt hatte, wurde er aus dem Garten Eden vertrieben, aus Furcht, er könnte am Baum des Lebens anhaften und ewig leben – und so bliebe der Schaden, den er am Baum der Erkenntnis angerichtet hat, für immer ohne Korrektur.“

ומפרש בהסולם וזו לשונו "רומז בזה, שאינו יכול לגלות במקום הזה את דבריו במילואם, מפני שמתירא שלא להזיק את הרשעים. והוא כי בא לגלות כאן איך להתדבק בעץ החיים ולא לנגוע לעולם באילנא דמותא, שזה יכשר רק לאותם שכבר תיקנו בחינת עץ הדעת טוב ורע. אבל הרשעים, שעוד לא תיקנו את החטא של עץ הדעת טוב ורע, אסור להם לידע זה, כי הם צריכים לעמול מקודם בכל העבודות, עד שיתקנו את החטא דעץ הדעת. ותמצא כזה גם בכתוב, פן ישלח ידו ולקח גם מעץ החיים ואכל וחי לעולם (בראשית ג'), שאחר שחטא אדם בעץ הדעת, גורש מגן עדן מחשש שמא יתדבק בעץ החיים ויחיה לעולם. ונמצא, הפגם שעשה בעץ הדעת ישאר לעולם בלי תיקון".

Er [Baal HaSulam] interpretiert dies im Sulam [Kommentar zum Sohar] wie folgt: „Damit deutet er an, dass er seine Worte an diesem Ort nicht vollständig offenbaren konnte, um bezüglich der Frevler keinen Schaden anzurichten. Er ist nämlich hierher gekommen, um zu offenbaren, wie man am Baum des Lebens anhaftet und den Baum des Todes nicht berührt. Und nur diejenigen, die die Unterscheidung vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse bereits korrigiert haben, sind dessen würdig. Die Frevler aber, die die Sünde am Baum der Erkenntnis von Gut und Böse noch nicht korrigiert haben, dürfen es nicht erfahren, denn sie müssen sich erst mit allen Arbeiten abmühen, bis sie die Sünde am Baum der Erkenntnis korrigiert haben. Das findest du auch in dem Vers: „Damit er nicht seine Hand ausstrecke und auch vom Baum des Lebens nehmen und essen und ewig leben würde“ (Genesis, 3). Nachdem Adam sich am Baum der Erkenntnis versündigt hatte, wurde er aus dem Garten Eden vertrieben, aus Furcht, er würde am Baum des Lebens anhaften und ewig leben, und der Makel, den er am Baum der Erkenntnis verursacht hatte, würde für immer unkorrigiert bleiben.“

12

Daraus folgt: Dass man den Menschen aus dem Land vertreibt, meint, dass man ihn aus der Stufe des Königtums des Himmels hinausführt, die er innehatte – weil er die Bedeutung der Spiritualität nicht mehr empfinden kann, die er hatte, bevor man ihn aus dem Königtum des Himmels hinausführte. Und er tritt ins Exil ein, wie geschrieben steht „Und sie vermischten sich mit den Völkern und lernten von ihren Taten“; das heißt, dass sie unter die Knechtschaft der Götzendiener fielen. Mit anderen Worten: Alle Begierden, die unter den Völkern der Welt herrschen, beherrschen das Volk Israel, das ins Exil gegangen ist. Dann haben sie keinerlei Verbindung zur Spiritualität; nur das, was sie aus Gewohnheit zu erfüllen pflegen, dem kommen sie nach – doch darüber hinaus kommt ihnen nicht in den Sinn, dass sie etwas zu korrigieren hätten.

ולפי זה יוצא, זה שמוציאים את האדם מהארץ, הכוונה מבחינת מלכות שמים שהיתה לו, משום שאינו יכול להרגיש את החשיבות של הרוחניות, ממה שהיה לו קודם שהוציאו אותו מהמלכות שמים. ונכנס בגלות, היינו כמו שכתוב "ויתערבו בגויים וילמדו ממעשיהם", שזה נקרא שנפלו תחת השעבוד של העכו"ם, היינו שכל התאוות שנוהגים באומות העולם שולטים על עם ישראל שיצאו בגלות. ואז אין להם שום שייכות לרוחניות, אלא רק מה שהם רגילים לקיים מחמת ההרגל, את זה הם מקיימים, אבל יותר מזה לא עולה על המחשבה שיש להם מה לתקן.

Wenn der Mensch aus dem Land , also aus dem Himmelreich, rausgeworfen wird, weil er die Bedeutung der Spiritualität, die er vor der Vertreibung aus dem Himmelreich hatte, nicht mehr spüren kann, und er ins Exil geht , wie es geschrieben steht: „Und sie mischten sich unter die Völker und lernten von ihren Taten“, wird dies als Unterwerfung unter die Versklavung der Götzenanbeter angesehen. Das heißt, alle Begierden, die es in den Nationen der Welt gibt, beherrschen Israel, das ins Exil gegangen ist. Zu dieser Zeit haben sie keine Verbindung zum Spirituellen, außer der, die sie aus Gewohnheit einhalten. Das befolgen sie, aber darüber hinaus kommt es ihnen nicht in den Sinn, dass sie etwas zu korrigieren haben.

13

Demnach sind beim Exil zwei Aspekte zu unterscheiden:

נמצא לפי זה שיש להבחין ב' בחינות בענין הגלות:

Daraus folgt, dass wir zwei Unterscheidungen in Bezug auf das Exil treffen sollten:

14

1. Dass sie unter die Herrschaft der Völker ins Exil gingen. Der ganze Sinn und Verstand, mit dem sie dachten, als sie im Land waren – also auf der Stufe des Königtums des Himmels, wo sie täglich überlegten, wie sie aus der Eigenliebe heraustreten und zur Liebe des Schöpfers gelangen könnten. Und als sie sündigten, gingen sie ins Exil: Dies lässt sich auf die Arbeit des Einzelnen deuten, denn bekanntlich gleichen sich der Einzelne und das Ganze. Das heißt: Wenn der Mensch, während er im Land war, sündigte – also wenn er eine Erleuchtung von oben empfing und sie zu seinem eigenen Nutzen verwendete, indem er sagte: „Jetzt, da ich schon etwas Geschmack an Tora und Mizwot habe, brauche ich den Glauben über dem Verstand nicht mehr“ –, so wird dies „Sünde“ genannt, weil er den Glauben über dem Verstand beschädigt hat.

א. שיצאו בגלות תחת שליטת העמים. וכל המוח והשכל, שהיו חושבים כשהיו בארץ, היינו בבחינת מלכות שמים, שחשבו כל יום איך לצאת מאהבה עצמית ולהגיע לאהבת ה'. וכשחטאו יצאו בגלות, יכולים לפרש את זה על דרך עבודה של הפרט, כידוע, שהפרט והכלל שוים. זאת אומרת, אם האדם, בזמן שהיה בארץ, חטא, היינו אם קבל איזו הארה מלמעלה הוא השתמש עם זה לתועלת עצמו, דהיינו שאמר, שעכשיו שכבר יש לי קצת טעם בתורה ומצות אין לי עכשיו צורך להיות זקוק לבחינת אמונה למעלה מהדעת, שזה נקרא "חטא", משום שפגם בבחינת אמונה למעלה מהדעת.

1.) Sie sind unter der Herrschaft der Nationen im Exil. Den Verstand und den Intellekt, den sie im Land hatten – als sie im Land waren, also im Himmelreich, und den ganzen Tag darüber nachdachten, wie sie die Eigenliebe verlassen und die Liebe des Schöpfers erlangen können –, und sie dann sündigten und ins Exil gingen, können wir als Arbeit des Einzelnen auslegen, da das Allgemeine und das Individuelle bekanntlich dasselbe sind. Das bedeutet, sobald ein Mensch sündigt, während er sich im Land aufhält, also wenn er eine Erleuchtung von oben empfängt und sie zu seinem eigenen Nutzen nutzt und sagt: „Jetzt, da ich etwas Geschmack an Tora und Mizwot [Geboten] habe, habe ich keinen Bedarf am Glauben über dem Verstand“, wird dies als „Sünde“ bezeichnet, weil er den Glauben über dem Verstand befleckt hat.

15

Aus diesem Grund vertrieb man ihn aus dem Land, und er fällt unter die Herrschaft der Begierden der Völker der Welt. Sobald er im Exil ist, leidet er sofort an Vergessen und erinnert sich nicht mehr daran, dass er einst im Land war – also im Zustand des Königtums des Himmels, als er nur daran dachte, wie er zur Anhaftung (Dwekut) an den Schöpfer gelangen könnte, und dies sein ganzes Leben lang fortsetzen wollte. Jetzt sorgt er sich nur noch darum, die Bedürfnisse zu stillen, die der Körper zu seinem eigenen Nutzen verlangt, und nichts anderes interessiert ihn.

ומשום זה גרשו אותו מהארץ ונופל תחת שליטת התאוות של אומות העולם. ולאחר שנמצא בגלות, תיכף הוא סובל על שכחה, ולא זוכר שהיה פעם בארץ, היינו שהיה במצב של מלכות שמים, והיה חושב רק איך להגיע לדביקות ה', ורוצה להמשיך כך כל החיים שלו, היינו שהוא דואג עכשיו רק איך למלאות את הצרכים מה שגוף דורש לתועלת עצמו, ושום דבר לא מעניין אותו.

Aus diesem Grund wird der Mensch aus dem Land vertrieben und gerät unter die Herrschaft der Begierden der Nationen der Welt. Sobald er im Exil ist, vergisst er schnell und erinnert sich nicht mehr daran, dass er jemals im Land war und sich in einem Zustand des „Himmelreichs“ befunden und einzig und alleine daran gedacht hatte, wie er Dwekut [Anhaftung] an den Schöpfer erreichen kann. Stattdessen möchte er nun sein ganzes Leben lang so weitermachen und sich nur darum kümmern, die Bedürfnisse zu befriedigen, die der Körper zu seinem eigenen Nutzen verlangt, und sich um nichts anderes kümmern.

16

Wenn dann einige Zeit vergeht – und jeder Einzelne hat seine eigene Abrechnung (das heißt, im Himmel, wo man den Menschen richtet, hat jeder Einzelne eine besondere Abrechnung darüber, wie lange man ihn im Exil belässt, bis er eine Erweckung von oben empfängt) –, empfängt er eine Erweckung von oben und beginnt zu spüren, dass er sich im Exil befindet, und beginnt sich daran zu erinnern, wie er „von hohem Dach in eine tiefe Grube“ gefallen ist.

וכשעובר איזה זמן, ולכל אחד ואחד יש חשבון אחר עמו (היינו שבשמים שדנין את האדם יש לכל אחד ואחד חשבון מיוחד, שעד כמה זמן משאירים אותו בגלות, עד שהוא מקבל התעוררות מלמעלה), הוא מקבל התעוררות מלמעלה, והתחיל להרגיש שהוא נמצא בגלות, ומתחיל להזכיר לעצמו איך הוא נופל "מאגרא רמה לבירא עמיקתא".

Und nach einiger Zeit, (das heißt, im Himmel, wo der Mensch beurteilt wird, existiert über jeden Einzelnen eine eigene Abrechnung, wie lange er in der Verbannung bleibt, bis er eine Erweckung von oben erhält), erhält er eine Erweckung von oben und beginnt zu spüren, dass er sich in der Verbannung befindet, und erinnert sich daran, wie er ‚vom hohen Dach in einen tiefen Brunnen‘ gefallen ist.

17

Das heißt: Während er sich daran erinnert, dass er, als er im Land war, die ganze Welt als etwas Überflüssiges ansah und immer dachte „Wozu hat der Schöpfer die Frevler in der Welt erschaffen? Welchen Genuss, welchen Nutzen können diese Frevler dem Schöpfer bringen?“, schaut er jetzt auf sich selbst: Da er nun selbst im Exil ist, was kann er dem Schöpfer geben, damit in der Höhe Wohlgefallen entsteht? Und nun beginnt er das Leid darüber zu spüren, dass er von der Stufe des Menschen zur Stufe des Tieres herabgesunken ist – er sieht nämlich, dass er jetzt ein Verlangen nach tierischen Begierden hat, das er nicht hatte, bevor man ihn aus dem Land warf.

זאת אומרת, במקום, שבזמן שהיה בארץ, הוא זוכר, היה מסתכל על כל העולם כדבר מיותר, והיה חושב תמיד, בשביל מה ברא הקב"ה את הרשעים בעולם, איזו הנאה יכולים הרשעים האלו להביא תועלת להבורא. ועכשיו הוא מסתכל על עצמו, בזה שהוא נמצא עכשיו בגלות, מה הוא יכול לתת להבורא שתהיה נחת רוח למעלה. ומתחיל עכשיו להרגיש היסורים, בזה שהוא ירד מבחינת אדם לבחינת בהמה, היינו הוא רואה שיש לו עכשיו תשוקה לתאוות בהמיות, מה שלא היה לו מטרם שזרקו אותו מהארץ.

Das heißt, er erinnert sich daran, als er im Land gewesen war, dass er die ganze Welt als überflüssig angesehen und immer daran gedacht hatte: „Warum hat der Schöpfer die Frevler in der Welt erschaffen? Welche Freude oder welchen Nutzen können diese Frevler dem Schöpfer bringen?“ Stattdessen schaut er nun auf sich selbst und stellt fest, dass er selbst im Exil ist – und was kann er dem Schöpfer geben, damit er oben Zufriedenheit schenken kann? Der Mensch beginnt das Leid zu spüren, dass er zum Tier herabgestiegen ist, er kann also sehen, dass sein Verlangen nun nach tierischen Gelüsten verlangt, die er vor seiner Vertreibung aus dem Land nicht hatte.

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Und nun beginnt er, sich nach dem Schöpfer zu sehnen, dass Er ihn näherbringt und wieder ins Land führt, ihn aus den tierischen Begierden herausführt und ihm Genuss aus Speisen gibt, die dem Menschen gemäß sind – also aus Handlungen des Gebens –, und dass sein Lebensunterhalt nicht aus Tiernahrung besteht. So sagten unsere Weisen (Pesachim 118): „Als der Schöpfer zu Adam haRishon sprach ‚Dornen und Disteln soll er dir sprießen lassen‘, flossen ihm Tränen aus den Augen. Er sagte: ‚Ich und mein Esel sollen aus einer Krippe fressen?‘ Als Er aber zu ihm sprach ‚Im Schweiße deines Angesichts wirst du Brot essen‘, beruhigte sich sein Gemüt sofort.“

ומתחיל עכשיו להשתוקק לה', שיקרב אותו ולהכניסו שוב לארץ ולהוציאו מתאוות הבהמיות, ושיתן לו הנאות ממאכלים שמתאימים לאדם, היינו ממעשים של השפעה ולא שהפרנסה שלו תהיה ממאכלי בהמה, כמו שאמרו חז"ל (פסחים קי"ח) "בשעה שאמר לו הקב"ה לאדם הראשון, קוץ ודרדר תצמיח לך, זלגו עיניו דמעות, אמר, אני וחמורי נאכל באבוס אחד. כיון שאמר לו, בזעת אפיך תאכל לחם, מיד נתקררה דעתו".

Jetzt beginnt er, sich nach dem Schöpfer zu sehnen, damit Er ihn wieder in das Land [Israel] bringt und ihn aus den tierischen Lüsten herausholt und ihm vielmehr Genuss aus der Nahrung gibt, die für den Menschen geeignet ist, also aus Handlungen des Gebens besteht, und nicht, dass er sich weiterhin von der Nahrung für Tiere ernährt. Es ist so, wie unsere Weisen sagen ( Pesachim , 118): „Als der Schöpfer zu Adam haRishon sagte: ‚Dornen und Disteln sollen für dich sprießen‘, kamen Tränen in seine Augen. Er sagte: ‚Werden ich und mein Esel aus demselben Trog essen?‘ Nachdem Er ihm gesagt hatte: ‚Im Schweiße deines Angesichts wirst du Brot essen‘, war sein Verstand sofort beruhigt.“

19

Daraus scheint hervorzugehen, als hätte der Schöpfer ihm das Wissen gegeben, indem Er zu ihm sprach „Dornen und Disteln soll er dir sprießen lassen“. Bevor der Schöpfer es ihm sagte, sah er nicht, dass seine Speise nur „Dornen und Disteln“ ist, also bloß Nahrung des Tieres. Und man kann es wie oben deuten: Eine Erweckung von oben kam zu ihm, die ihn daran erinnerte, was er vor der Sünde gehabt hatte – auf welch hohen Stufen er gestanden hatte –, während mit dem Auszug aus dem Garten Eden gleichsam alles vergessen war.

משמע מכאן, כאילו שהקב"ה נתן לו את הידיעה, שאמר לו "קוץ ודרדר תצמיח לך". ומטרם שאמר לו הקב"ה, הוא לא רואה שמאכלו הוא רק "קוץ ודרדר", שהוא רק מזונות של בהמה. ויכולים לפרש כנ"ל, שבאה לו התעוררות מלמעלה שהזכיר לו מה שהיה לו לפני החטא, באיזו מדרגות הגבוהות שהיו לו, ועם היציאה מגן עדן כאילו נשכח ממנו הכל.

Das klingt so, als hätte der Schöpfer Adam HaRishon Wissen gegeben, als er sagte: „Dornen und Disteln sollen für dich sprießen.“ Bevor der Schöpfer ihm das gesagt hatte, konnte er nicht sehen, dass seine Nahrung einzig aus Dornen und Disteln bestehen würde, was nur tierische Nahrung ist. Wir können das so auslegen, dass die Erweckung von oben zu ihm kam und ihn daran erinnerte, was er vor der Sünde gehabt hatte – welche hohen Stufen er erlangt hatte. Mit der Verbannung aus dem Garten Eden war es, als hätte er alles vergessen.

20

Und das bedeutet „der Schöpfer sprach zu ihm“: Dadurch, dass er vom Schöpfer eine Erweckung von oben empfing, erinnerte er sich an das, was er besessen hatte. Da begann er das Leid zu spüren, dass man ihn aus dem Garten Eden geworfen hatte, und begann darüber zu weinen, dass er sich auf derselben Stufe wie ein Tier befindet. Das heißt: Sein Lebensunterhalt stammt nur aus dem, was zur Eigenliebe gehört, was „Tiernahrung“ genannt wird. Das ist gemeint mit „ihm flossen Tränen aus den Augen, und er sagte: ‚Ich und mein Esel aus einer Krippe‘“ – nämlich dass die Speise, die ihn nährt, der eines Tieres gleicht, das seinen Genuss nur aus Dingen schöpfen kann, die zur Eigenliebe gehören.

וזה נקרא, שהקב"ה אמר לו, היינו זה שקיבל מהקב"ה התעוררות מלמעלה, אז נזכר מה שהיה לו. אז התחיל להרגיש את היסורים, מזה שזרקו אותו מגן עדן והתחיל לבכות, מדוע הוא נמצא באותה דרגה של בהמה. זאת אומרת, הפרנסה שלו היא רק ממה ששייך לאהבה עצמית, שזה נקרא "מאכל בהמה". וזהו "שזלגו עיניו דמעות, ואמר, אני וחמורי באבוס אחד". היינו שאכילה, היינו מה שמזין אותו, תהיה דומה לבהמה כנ"ל, שהוא לא יכול להוציא הנאה רק מדברים השייכים לאהבה עצמית.

Dies wird als das Sprechen des Schöpfers zu ihm angesehen, was bedeutet, dass er eine Erweckung von oben vom Schöpfer empfing und sich dann daran erinnerte, was er zuvor gehabt hatte. Zu diesem Zeitpunkt begann er das Leid zu spüren, das er durch die Vertreibung aus dem Garten Eden erfahren hatte, und er begann zu weinen, weil er auf der gleichen Stufe wie ein Tier stand. Das heißt, seine Nahrung ist einzig das, was von der Eigenliebe stammt und „tierische Nahrung“ genannt wird. Das ist die Bedeutung von „Er hatte Tränen in den Augen und sagte: ‚Werden ich und mein Esel aus demselben Trog essen?'“ Das heißt, dass das Essen, das ihn ernährt, dem eines Tieres ähnelt, welches seine Freude einzig aus Angelegenheiten der Eigenliebe schöpfen kann.

21

Doch als Er zu ihm sprach „Im Schweiße deines Angesichts wirst du Brot essen“, beruhigte sich sein Gemüt. RASHI erklärt „Im Schweiße deines Angesichts“: nachdem du dich viel darum gemüht hast. Soweit seine Worte. Und es ist auszulegen, was es mit der Mühe auf sich hat. Nach dem, was wir lernen, gilt: Wenn der Mensch bereits zu der Empfindung gelangt ist, dass er sich auf einer Stufe befindet, die einem Tier gleicht – und daraus folgt, dass auch die Empfindung ein solches Maß erreichen muss, dass sie zu Leiden führt –, dann vergießt er Tränen über seinen armseligen und niedrigen Zustand, wie unsere Weisen sagten „ihm flossen Tränen aus den Augen“.

אולם, כשאמר לו "בזיעת אפיך תאכל לחם נתקררה דעתו". ופירש רש"י "בזעת אפיך", לאחר שתטריח בו הרבה, עד כאן לשונו. ויש לפרש ענין טרחא, מהו. ולפי שאנו לומדים, היות אם האדם כבר הגיע לידי הרגשה, שהוא נמצא במדרגה, שהיא דומה לבהמה, ומכאן משמע שענין הרגשה גם כן צריך להיות בשיעור עד שמביא לידי יסורים, שיוריד דמעות על מצבו הדל והשפל, כמו שאמרו חז"ל "שזלגו עיניו דמעות".

Doch als Er ihm sagte: „Im Schweiße deines Angesichts wirst du Brot essen“, war sein Verstand sofort beruhigt. RASHI interpretiert „Im Schweiße deines Angesichts“ so, dass es bedeutet, nachdem du dich sehr angestrengt hast. Wir sollten die Bedeutung von „Anstrengung“ auslegen. Wenn jemand bereits das Gefühl hat, dass er sich auf einer Stufe befindet, die einem Tier ähnelt, bedeutet das nach dem, was wir lernen, dass die Empfindung so groß sein muss, dass sie zu Leiden führt und er Tränen über seinen niedrigen und armseligen Zustand vergießt, wie unsere Weisen sagten: „Seine Augen weinten Tränen.“

22

Darum gibt ihm das Leid, das er empfindet, weil er einem Tier gleicht, die Kraft, sodass er eine große Anstrengung auf sich nehmen will, um aus der Eigenliebe – der Stufe des Tieres – herauszutreten und der Stufe der Menschennahrung würdig zu werden, wie oben: dass er jetzt schon fähig ist, sich an Handlungen des Gebens zu erfreuen.

ולכן היסורים, ממה שהוא מרגיש שהוא דומה לבהמה, זה נותן לו כח שירצה לתת יגיעה גדולה לצאת מאהבה עצמית, שהיא בחינת בהמה, ולזכות לבחינת מאכל אדם, כנ"ל, שענינו הוא, שעכשיו הוא כבר מסוגל להנות ממעשים של השפעה.

Deshalb gibt ihm das Leid, das er empfindet, weil er einem Tier ähnlich ist, die Kraft, sich sehr anstrengen zu wollen, um aus der Eigenliebe, welche der Aspekt des Tieres ist, herauszukommen – und mit der Nahrung für Menschen belohnt zu werden. Das heißt, dass er sich nun an Handlungen des Gebens erfreuen kann.

23

Demnach sind beim Exil, wie oben, zwei Aspekte zu unterscheiden:

ולפי זה יוצא, שיש להבחין ב' בחינות בענין הגלות, כנ"ל:

Deshalb sollten wir zwei Unterscheidungen in Bezug auf das oben genannte Exil treffen:

24

1. Er befindet sich im Exil, weiß aber nicht, dass er im Exil ist; vielmehr ist ihm wohl in dem Zustand, in dem er sich befindet. Er sucht nur die Menge – also mehr Geld, mehr Ehre und dergleichen. Dass er aber einst auf der Stufe des Menschen war, die „Land“ genannt wird und „Königtum des Himmels“ ist, das ist seinem Herzen schon entfallen. Überhaupt steigt ihm kein Gedanke daran auf, dass man die Versorgung wechseln müsste; dass die Nahrung, die er in den Gefäßen der Eigenliebe empfängt und die „Tiernahrung“ genannt wird, gewechselt werden müsste, damit er Gedanken des Gebens hätte – das kommt ihm nicht in den Sinn.

א. שהוא נמצא בגלות, אבל אינו יודע שהוא נמצא בגלות, אלא שטוב לו כך במצב שהוא נמצא. אלא הוא מחפש כמות, היינו יותר כסף, יותר כבוד, וכדומה. אבל שידע שהוא היה פעם במדרגת אדם, הנקראת "ארץ", שהיא "מלכות שמים". זה כבר נשכח מלבו. ובכלל אין שום מחשבה עולה על דעתו שצריכים להחליף את הפרנסה, אלא שהמזונות שהוא מקבל בכלי דאהבה עצמית, שנקרא "מאכל בהמה", אינו עולה על דעתו חס ושלום שצריכים להחליף, שיהיו לו מחשבות של השפעה.

1.) Er ist im Exil, aber er weiß nicht, dass er im Exil ist. Vielmehr ist er glücklich über den Zustand in dem er sich befindet. Stattdessen ist er auf der Suche nach mehr, d.h. nach mehr Geld, mehr Respekt usw. Aber er hat bereits vergessen, dass er sich einst auf einer menschlichen Stufe befand, die „Land“ heißt und das Himmelreich ist. Es kommt ihm nicht einmal in den Sinn, die Art seiner Versorgung zu ändern. Er denkt vielmehr nicht im Geringsten daran, dass die Nahrung, die er in den Gefäßen der Eigenliebe empfängt und die „tierische Nahrung“ genannt wird, ersetzt werden muss, dass er also Gedanken ans Geben hat.

25

Daraus folgt: Die Quelle der Versorgung, aus der er gespeist wird – nämlich allein das, was in die Gefäße der Eigenliebe kommt –, diese will er nicht wechseln. Vielmehr will er nur die Dinge wechseln, die in die Gefäße der Eigenliebe kommen. Zum Beispiel will er die Wohnung wechseln, und zwar deshalb, weil er aus der Wohnung, in der er lebt, keinen Genuss mehr zieht; er möchte eine andere Wohnung, denn aus einer neuen Wohnung kann er sehr wohl Genuss ziehen. Ebenso wechselt er die Möbel, weil er aus ihnen keinen Genuss mehr ziehen kann; hat er aber neue Möbel, dann hat sein Verlangen zu empfangen wieder etwas, woran es sich erfreuen kann, und dergleichen.

נמצא לפי זה, (על) מקור הפרנסה, שהוא ניזון רק מה שבא בכלים דאהבה עצמית, את זה הוא לא רוצה להחליף, אלא הוא רוצה להחליף את הענינים שבאים בכלים דאהבה עצמית. למשל, הוא רוצה להחליף את הדירה, וזהו מטעם שכבר אינו מוציא תענוג בהדירה שבו הוא גר, ורוצה דירה אחרת, כי מדירה חדשה כן יכול להנות. וכמו כן הוא מחליף את הרהיטים, כי מהם אין הוא יכול להוציא תענוג, וע"י שיהיו לו רהיטים חדשים אז הרצון לקבל שלו יהיה לו ממה להנות וכדומה.

Daraus folgt, dass er nicht den Ursprung der Versorgung ändern möchte, durch die er mit dem gespeist wird, was in Gefäße der Eigenliebe fließt. Er möchte stattdessen einfach nur die Dinge, die in die Gefäße der Eigenliebe kommen, ersetzen. So möchte er zum Beispiel seine Wohnung wechseln, weil ihm die, in der er lebt, nicht mehr gefällt und er eine andere Wohnung möchte, denn eine neue Wohnung ist etwas, das er genießen kann. Er wechselt auch die Möbel, weil ihm die, die er hat, nicht mehr Genuss bereiten. Indem er neue Möbel erwirbt, hat sein Wille etwas, das er genießen kann.

26

2. Die Quelle seiner Versorgung jedoch zu wechseln – nämlich zu sagen, dass seine Versorgung aus der Quelle kommt, die allein in die Gefäße des Gebens spendet –, das kommt ihm nicht in den Sinn. Denn bekanntlich kann der Empfangende nicht verstehen, wie es aus dem Geben heraus eine Versorgung geben kann. Beim Gebenden ist es umgekehrt: Sobald er sieht, dass er sich mit dem Empfangen befasst, schämt er sich vor sich selbst, etwas zu tun, das in seinen Augen als Niedrigkeit gilt. In Wahrheit aber muss man die Quelle der Versorgung wechseln. Denn es gibt eine Versorgung, die in die Gefäße der Eigenliebe gespendet wird – und diese Versorgung kommt aus den Klipot –, und es gibt eine Versorgung, die in die Gefäße des Gebens kommt – und diese kommt aus den Welten der Kedusha (Heiligkeit).

ב. אבל לא להחליף את מקור הפרנסה שלו, דהיינו, לומר שהפרנסה שלו תבוא ממקור המשפיע רק לכלים דהשפעה, זה חס ושלום לא עולה על דעתו, כידוע, שהמקבל לא יכול להבין איך יכולה להיות פרנסה מזה שהוא משפיע. והמשפיע, הוא להיפך, בזמן שהוא רואה שעסק בקבלה, הוא מתבייש כלפי עצמו מלעשות דבר כזה שנחשב בעיניו לשפלות. אבל באמת, צריכים להחליף את המקור של הפרנסה, כי יש פרנסה המושפעת לכלים דאהבה עצמית, שהפרנסה זו באה מהקליפות, ויש פרנסה הבאה לכלים דהשפעה, וזו באה מעולמות דקדושה.

2.) Er möchte jedoch nicht den Ursprung seiner Versorgung ändern, d.h. dass seine Versorgung aus einer Quelle kommen würde, die einzig in die Gefäße des Gebens fließen. Er zieht das, Gott bewahre, nicht in Erwägung, denn der Empfänger kann bekanntlich nicht verstehen, wie eine Versorgung aus dem Geben heraus existieren kann. Der Gebende ist das Gegenteil davon. Wenn er sich mit dem Empfangen befasst, schämt er sich dafür, dass er etwas tut, was er als niedrig ansieht. Aber eigentlich muss man den Ursprung der Nahrung ändern. Es gibt nämlich Nahrung, die in Gefäße der Eigenliebe fließt, und diese Nahrung kommt aus den Klipot [Hüllen/Schalen], und es gibt Nahrung, die in die Gefäße des Gebens kommt, und diese kommt aus den Welten der Kedusha [Heiligkeit].

27

Gemäß den genannten zwei Unterscheidungen im Exil stellt sich daher die Frage: Wer bewirkt, dass er tatsächlich spürt, dass er im Exil ist, sodass er dadurch Leiden empfindet und aus dem Exil heraus möchte – wie es über das Exil in Ägypten heißt „Und die Kinder Israels seufzten unter der Arbeit und schrien, und ihr Hilfeschrei stieg von der Arbeit auf zu Gott“? Wir müssen sagen: Diese Erweckung kommt vom Schöpfer – damit sie nämlich nicht im Exil bleiben, also im Zustand des Vergessens; darum sendet der Schöpfer die Erweckung.

אי לזאת, לפי ב' הבחנות הנ"ל שישנן בהגלות, נשאלת השאלה, מי הוא הגורם שכן ירגיש שהוא נמצא בגלות, שעל ידי זה הוא מרגיש יסורים, שרוצה לצאת מהגלות, כמו שנאמר בגלות מצרים "ויאנחו בני ישראל מן העבודה, ויזעקו, ותעל שועתם אל אלקים מן העבודה". עלינו לומר, שזו ההתעוררות באה מה', היינו כדי שלא ישארו בגלות, היינו במצב של שכחה, אז ה' שולח ההתעוררות.

Deshalb lautet die Frage nach den beiden oben genannten Unterscheidungen im Exil: „Wer bewirkt, dass ein Mensch das Exil fühlt, worunter man leidet, sodass man aus dem Exil heraus möchte, wie über das Exil in Ägypten gesagt wurde: ‚Und die Kinder Israels seufzten von der Arbeit, und sie schrien, und ihr Schrei erhob sich zu Gott von der Arbeit'“? Wir müssen sagen, dass diese Erweckung vom Schöpfer kam, damit sie nicht im Exil bleiben – in einem Zustand des Vergessens . Also schickt der Schöpfer die Erweckung.

28

Daraus folgt: Sie spüren, dass es Spiritualität gibt, dass diese Spiritualität sich aber in einem Zustand der Niedrigkeit befindet, und darüber schmerzt ihr Herz: weshalb „die Shechina im Exil ist“ und weshalb die Spiritualität den Geschmack von Staub hat. Das heißt: Wenn sie arbeiten wollen, um zu geben, können sie diese Arbeit nicht so würdigen, wie sie es eigentlich empfinden sollten – dass er jetzt nämlich heilige Arbeit verrichtet und nicht die Arbeit von Menschen, die Tieren gleichen.

נמצא לפי זה, מה שהם מרגישים שיש רוחניות אלא שהרוחניות היא במצב של שפלות, ועל זה כואב לבם, מדוע "שכינתא בגלותא", ומדוע יש לרוחניות טעם עפר, היינו בזמן שהם רוצים לעבוד בעמ"נ להשפיע, אין הם יכולים להחשיב את העבודה הזאת, כמו שצריכים להרגיש, שעכשיו הוא עובד עבודת הקודש, ולא עבודה של בני אדם הדומים לבהמות.

Deshalb haben sie das Gefühl, dass es zwar Spiritualität gibt, aber dass sich die Spiritualität in einem Zustand der Niedrigkeit befindet und ihr Herz deshalb schmerzt, weil die Shechina im Exil ist, und die Spiritualität deshalb den Geschmack von Staub hat. Das heißt, wenn die Kinder Israels arbeiten möchten, um zu geben, können sie diese Arbeit nicht so würdigen, wie sie die Arbeit fühlen sollten, wenn sie jetzt heilige Arbeit verrichten und nicht die Arbeit von Menschen, die den Tieren ähneln.

29

Und es verhält sich umgekehrt: Wenn er zum eigenen Nutzen arbeitet, empfindet er Geschmack an der Arbeit; wenn er aber die Arbeit für den Schöpfer verrichtet, empfindet er gar keinen Geschmack. Das heißt: Bei ein und derselben Handlung empfindet er Geschmack, wenn er sieht, dass sein Verlangen zu empfangen etwas zu empfangen hat, dass ihm also der Lohn während der Arbeit leuchtet. Wechselt er aber die Absicht beim Tun und sagt, dass diese Handlung nicht geschehe, um Lohn zu empfangen, dann spürt er sofort seine Schwäche – dass er nicht fähig ist, sich anzustrengen –, und die Arbeit beginnt augenblicklich, träge zu werden.

והדבר הוא להיפך, שבזמן שהוא עובד לתועלת האדם הוא מרגיש טעם בעבודה, אבל בזמן שעובד עבודת ה' אינו מרגיש שום טעם. זאת אומרת, אותו מעשה שהוא עושה, אם הוא רואה שהרצון לקבל שלו יש לו מה לקבל, שהשכר מאיר לו בזמן עבודה ומשום זה הוא מרגיש טעם, אבל אם הוא מחליף את הכוונה בעת העשיה, ואומר שהמעשה הזה הוא שלא עמ"נ לקבל פרס, תיכף הוא מרגיש את חולשתו, שאינו מסוגל לתת יגיעה ועבודה מתחלת תיכף על המקום ללכת בעצלתים.

Doch die Angelegenheit ist genau andersherum: Wenn der Mensch zum eigenen Nutzen arbeitet, fühlt er Geschmack an der Arbeit. Aber wenn er die Arbeit des Schöpfers ausführt, fühlt er keinen Geschmack daran. Das heißt, wenn er sieht, dass sein Wille etwas zu empfangen hat, erhellt ihm seine Belohnung die Arbeit und er empfindet deshalb einen guten Geschmack. Wenn er während der Arbeit seine Absicht ersetzt und sagt, dass er diese Handlung nicht mehr ausführt, um Belohnung zu empfangen, spürt er sofort seine Schwäche –, dass er sich nicht anstrengen kann, und die Arbeit beginnt augenblicklich zu stocken.

30

Daraus folgt nach dem Gesagten: Der Schöpfer kommt gleichsam zu ihm und sagt ihm: „Sieh deinen niedrigen Zustand, dass du tatsächlich einem Tier gleichst.“ Und er beginnt das Leid darüber zu spüren, dass er keinerlei menschliches Empfinden hat; das schmerzt ihn, und er spürt das Leid und den Schmerz darüber, dass er sich im Exil unter der Herrschaft der Völker der Welt befindet. Das heißt: Er spürt jetzt, dass er böse Begierden hat, die zu den siebzig Völkern passen.

נמצא לפי הנ"ל, שהקב"ה בא אליו כאילו ואומר לו, תראה את המצב השפלות שלך שאתה דומה לבהמה ממש, ומתחיל להרגיש את היסורים מזה שאין לו שום הרגש של אדם, וזה כואב לו ומרגיש את היסורים והכאב, מזה שהוא נמצא בגלות תחת שליטת אומות העולם. היינו, שהוא מרגיש עכשיו שיש לו תאוות רעות המתאימות לע' אומות.

Daraus folgt, dass der Schöpfer scheinbar zu ihm kommt und ihm sagt: „Sieh dir an, in welch niedrigem Zustand du bist. Du bist genau wie ein Tier.“ Dann beginnt der Mensch zu leiden, dass er keine Gefühle eines Menschen hat. Dies schmerzt ihn und er spürt das Leid und den Schmerz, im Exil unter der Herrschaft der Nationen der Welt zu sein. Das heißt, dass er jetzt spürt, dass er böse Begierden hat, die zu den siebzig Nationen passen.

31

Bevor diese Offenbarung zu ihm kam, sodass er seine Niedrigkeit spürte, lebte er in einer Welt, die ganz gut war – das heißt, es war für ihn kein Mangel, dass er sich in einem Zustand der Niedrigkeit befand. Er spürte gar nicht, dass dies Niedrigkeit war; im Gegenteil, er verhielt sich wie alle anderen Menschen, deren ganzes Streben nach Begierde, Ehre, Geld und dergleichen geht. Jetzt aber, da ihm vom Schöpfer die Offenbarung zuteilwurde, dass er einem Tier gleicht und nicht einem Menschen, spürt er Leid; denn könnte er aus dem Exil heraustreten, so würde er sich über diese Offenbarung freuen.

ומטרם שבא אליו הגלוי הזה, שירגיש את שפלותו, הוא היה חי בעולם שכולו טוב, היינו שלא היה שום חסרון בזה שהוא נמצא במצב של שפלות. אבל לא היה מרגיש שזה הוא שפלות, אלא אדרבא הוא מתנהג כמו שאר אנשים, שכל שאיפתם היא תאוה, וכבוד, וכסף, וכדומה. אולם עכשיו, שבא לו הגלוי מהקב"ה, שהוא יראה, שהוא דומה לבהמה ולא לאדם, הוא מרגיש יסורים, היות שאם הוא היה יכול לצאת מהגלות, הוא היה שמח מהגלוי זה.

Aber bevor diese Offenbarung zu ihm kam, so dass er seine Niedrigkeit spürte, lebte er in einer Welt, die vollkommen gut war, was bedeutet, dass es ihm keinen Mangel bereitete, dass er sich in einem Zustand der Niedrigkeit befand. Er spürte nicht, dass es sich um Niedrigkeit handelte, sondern dass er sich wie alle anderen verhielt, deren einziges Streben Lust, Respekt und Geld ist. Aber jetzt, da er vom Schöpfer die Offenbarung erhalten hat und sehen kann, dass er wie ein Tier und nicht wie ein Mensch ist, leidet er, denn er wäre glücklich, wenn er aus dem Exil herauskommen könnte.

32

Da er sich aber im Exil befindet, sieht er es zwar, doch er sieht keine Möglichkeit, wie man aus dem Exil heraustreten könnte. Daraus folgt, dass diese Leiden im Menschen ein inneres Schwanken bewirken – er weiß nämlich nicht, was er tun soll. Einerseits sieht er jetzt, dass er die Wahrheit spürt, also zu welcher Art von Menschen er gehört; denn es gibt Menschen, die zum Tierischen gehören, und es gibt Menschen, die zu den [wahren] Menschen gehören. Und wenn wir es genauer fassen, sind drei Arten zu unterscheiden:

אבל היות שהוא נמצא בגלות, הוא רואה, אולם הוא לא רואה אפשרות איך יכולים לצאת מהגלות. נמצא, היסורים האלו גורמים בהאדם אי יציבות, היינו אינו יודע מה לעשות. מצד אחד, הוא רואה עכשיו, שהוא מרגיש את האמת, היינו לאיזה סוג אנשים הוא שייך, היות שיש אנשים שייכים לבהמיות, ויש אנשים ששייכים לבני אדם. ואם נדקדק יותר, יש להבחין ג' סוגים:

Aber da er im Exil ist, sieht er, dass er keinen Weg aus dem Exil sehen kann. Daraus folgt, dass diese Qualen ihn unsicher machen. Das heißt, er weiß nicht, was er tun soll. Einerseits kann er nun sehen, dass er die Wahrheit spürt, also wahrnimmt, zu welcher Art von Menschen er gehört; denn es gibt Menschen, die zum Tierischen gehören, und es gibt Menschen, die zu den Menschen gehören. Und wenn wir noch genauer sein möchten, sollten wir drei Arten unterscheiden:

33

1. Es gibt Menschen, die keinerlei Verbindung zum Judentum haben.

א. יש אנשים, שאין להם שום שייכות ליהדות.

1.) Es gibt Menschen, die nichts mit dem Judentum zu tun haben,

34

2. Es gibt Menschen, die sich mit Tora und Mizwot befassen, jedoch um Lohn zu empfangen.

ב. יש אנשים, שהם עוסקים בתו"מ אבל על מנת לקבל שכר.

2.) Es gibt Menschen, die sich mit Tora und Mizwot befassen, aber um einer Belohnung willen,

35

3. Es gibt Menschen, die arbeiten, ohne einen Lohn empfangen zu wollen.

ג. יש אנשים, שעובדים שלא על מנת לקבל פרס.

3.) Es gibt Menschen, die arbeiten, um keine Belohnung zu empfangen.

36

Daraus folgt: Einerseits kann er jetzt glücklich sein, weil er die Wahrheit sieht – also zu welcher Art von Menschen er gehört und welche Stufe er zu erreichen suchen soll. Zugleich aber empfindet er jetzt Schmerz und Leid, weil er sieht, wie weit er von der Anhaftung (Dwekut) an den Schöpfer entfernt ist. Er sieht nämlich, dass er nichts für den Schöpfer tun kann; vielmehr will er all sein Tun nur so, dass er dafür Lohn empfängt. Und was das Verlangen zu geben betrifft, sieht er nicht, dass es eine Möglichkeit gäbe, aus eigener Kraft aus dem eigennützigen Empfangen herauszutreten.

נמצא, מצד אחד הוא יכול להיות עכשיו מאושר, בזה שהוא רואה את האמת, היינו באיזה סוג אנשים הוא נמצא ולאיזה מדרגה הוא צריך להשתדל להגיע. אבל יחד עם זה הוא מרגיש עכשיו כאב ויסורים, בזה שהוא רואה איך שהוא מרוחק מדביקות ה'. היינו שהוא רואה, שהוא לא מסוגל לעשות שום דבר עבור הקב"ה, אלא כל עשיותיו הוא רוצה שיהיו רק שיקבל עליהן שכר, ומבחינת רצון להשפיע, אין הוא רואה שתהיה מציאות לצאת מהם מכוחות עצמו.

Daraus folgt, dass er jetzt einerseits sehr froh sein kann, dass er die Wahrheit sieht, also zu welcher Art von Menschen er gehört und welche Stufe er anstreben sollte. Aber gleichzeitig empfindet er jetzt Schmerz und Leid, indem er sieht, wie weit er von Dwekut [Anhaftung] an den Schöpfer entfernt ist. Er sieht also, dass er nichts für den Schöpfer tun kann, sondern alles, was er macht, einzig und alleine deshalb macht, um eine Belohnung für sein Handeln zu empfangen. In Bezug auf das Verlangen zu geben sieht er hingegen nicht, dass er aus eigener Kraft aus diesen Handlungen herauskommen kann.

37

Daraus folgt, dass er sich nach dem Zustand sehnt, in dem er zur zweiten Art gehörte: Damals hatte er Kraft zur Arbeit, weil ihm der Lohn leuchtete, und seiner Meinung nach war er da in einem Zustand, der dem Schöpfer nahe ist. Er sprach beständig zum Schöpfer und bat Ihn um Lohn als Gegenleistung für seine Arbeit, und er fühlte sich vollkommen, dass ihm nichts fehlt, da er sich des Lohnes sicher war, weil er die Gebote des Schöpfers erfüllt. Und der Schöpfer sieht gewiss, dass es nicht viele Menschen gibt, die Verlangen haben, Seine Gebote zu erfüllen; da er sich nun bemüht, Seine Gebote zu erfüllen, wird der Schöpfer ihn gewiss berücksichtigen und ihm dafür einen großen Lohn geben.

ונמצא לפי זה, שהוא משתוקק להמצב שהוא היה שייך לסוג הב', שאז היה לו כוח לעבודה משום שהשכר היה מאיר לו, ולפי דעתו היה אז במצב שקרוב להבורא, שהיה מדבר להבורא תמיד, והיה מבקש ממנו שכר תמורת עבודתו, והיה מרגיש עצמו לשלם, שלא חסר לו שום דבר, היות שהיה בטוח על השכר, היות שהוא מקיים מצות הבורא. והבורא, בודאי רואה שאין הרבה אנשים, שיהיה להם חשק לקיים מצוותיו. והוא כן משתדל לקיים מצוותיו, בטח שהקב"ה יתחשב עמו ויתן לו תמורת זה משכורת גדולה.

Daraus folgt, dass er sich nach dem Zustand sehnt, als er zur zweiten Art von Menschen gehörte, als er Kraft zur spirituellen Arbeit hatte, weil die Belohnung seinen Weg erleuchtete, und er sich im Verstand in einem Zustand befand, der dem Schöpfer nahe ist. Er sprach fortwährend mit dem Schöpfer und bat ihn um Belohnung für seine Arbeit. Er fühlte sich vollkommen und hatte das Gefühl, dass er nicht mehr als das brauchte, da er sich der Belohnung sicher war, weil er die Gebote des Schöpfers hielt. Und der Schöpfer sah sicherlich, dass nicht viele Menschen ein Verlangen haben, Seine Gebote zu halten, aber er bemühte sich, Seine Gebote zu halten. So würde der Schöpfer ihn sicherlich begünstigen und ihm einen großen Lohn dafür geben.

38

Nach einer solchen Abrechnung fühlt sich der Mensch, als schwebte er zwischen den Wolken in den Himmelshöhen, und solche Menschen blicken auf die ganze Welt herab, die gewiss „um des Verdienstes ihrer Tora willen besteht“, wie unsere Weisen sagten „Die Welt kann nicht ohne Tora bestehen“ (Tanchuma, Ki Tawo). Daraus folgt, dass er damals wahrhaftig zu den glücklichsten Menschen der Welt gehörte.

וממילא אחר חשבון כזה, האדם מרגיש עצמו, שהוא נמצא בין עננים בשמי שמים, והם מסתכלים על כל העולם שבטח "בזכות תורתן העולם מתקיים", כדברי חז"ל "אין העולם יכול לעמוד בלא תורה" (תבא). נמצא, שאז הוא היה ממש בין האנשים המאושרים בעולם.

Natürlich hat ein Mensch nach einer solchen Berechnung das Gefühl, dass er hoch oben im Himmel zwischen den Wolken schwebt und die ganze Welt betrachten kann, denn zweifellos existiert die Welt einzig durch die Tora , wie unsere Weisen sagten: „Die Welt kann nicht ohne Tora bestehen“ ( Midrash Tanchuma , Ki Tawo ). Daraus folgt, dass er damals wirklich zu den glücklichsten Menschen der Welt gehörte.

39

Jetzt aber, da er den zweiten Zustand verlassen hat und der Schöpfer ihm die Wahrheit erleuchtet hat – dass die eigentliche Arbeit für den Schöpfer darin besteht, dem Schöpfer Wohlgefallen zu geben und nicht zum eigenen Nutzen –, und da er sieht, wie weit er von der Wahrheit entfernt ist, empfindet er das Gegenteil. Statt nämlich zu denken: „Im Zustand des lo liShma (nicht um Ihretwillen) hatte ich das gute Gefühl, dass ich mit dem Schöpfer im Reinen bin – dass ich mich nämlich bemühe, so weit wie möglich auf Seine Stimme zu hören, und dass ich ‚Diener des Schöpfers‘ genannt werde, und gewiss ist der ganze Lohn, den der Schöpfer uns verheißen hat, für mich bereit; was fehlt mir da noch?

ועכשיו, שיצא מהמצב הב', והקב"ה האיר לו האמת, שעיקר עבודת ה' היא בעמ"נ להשפיע נחת רוח להבורא ולא לתועלת עצמו, והוא רואה איך שהוא מרוחק מאמת, הוא מרגיש להיפך. היינו במקום שהיה חושב, אם במקום השלא לשמה היתה לי הרגשה טובה שאני בסדר עם הקב"ה, היינו שאני משתדל לשמוע בקולו עד כמה שאפשר, ואני נקרא "עובד ה'", ובטח כל השכר שהבטיח לנו הבורא בודאי מוכן בשבילו, ומה חסר לי עוד.

Doch nun, da er dem zweiten Zustand entkommen ist, hat der Schöpfer ihm die Wahrheit erhellt, dass die Arbeit in erster Linie dazu dient, dem Schöpfer Zufriedenheit zu geben und nicht zum eigenen Nutzen da ist, und er sieht, wie weit er von dieser Wahrheit entfernt ist, und fühlt das Gegenteil. Wenn der Mensch also dachte: „Ich habe trotz Lo liShma [nicht um Ihretwillen] ein gutes Gefühl und es geht mir mit dem Schöpfer gut, das heißt, dass ich versuche, Ihm so gut wie möglich zu gehorchen, und dass ich als ‚Diener des Schöpfers‘ angesehen werde, und dass die ganze Belohnung, die der Schöpfer uns versprochen hat, sicher für mich bereitsteht, was brauche ich dann noch? Das gilt umso mehr, wenn ich anfange, voranzukommen, um zu geben. Ich werde prompt erhöht werden.“

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Und erst recht, wenn ich anfange, im Geben zu gehen, werde ich sofort zur Erhebung gelangen.“ Doch so ist es nicht. Vielmehr sollte er jetzt, da er dazu gelangt ist, die Wahrheit zu spüren – dass die Hauptsache ist, um des Nutzens des Schöpfers willen zu arbeiten –, gewiss froh sein: „Gott sei Dank bin ich auf die wahre Bahn gelangt, die mich zur Nähe des Schöpfers führt.“ Demnach müsste er immer in gehobener Stimmung sein und sagen: „Gott sei Dank sehe ich, dass der Schöpfer Sich meiner erbarmt und mich nicht umsonst mühen lässt; vielmehr ist all meine Mühe jetzt dazu da, das Ziel zu erreichen, das ‚Anhaftung an den Schöpfer‘ heißt.“

ומכל שכן כשאני אתחיל ללכת בעמ"נ להשפיע, תיכף אני אבוא להתרוממות. אולם אינו כן, אלא עכשיו, שהוא הגיע להרגיש את האמת, שהעיקר הוא לעבוד בשביל תועלת ה', ובודאי אני צריך להיות שמח, שברוך ה' עליתי על המסלול האמיתי, שיוליך אותי לקרבת ה', אם כן הייתי צריך להיות תמיד בהתרוממות הרוח, ולומר עכשיו, אני ברוך ה' רואה שהקב"ה מרחם עלי ולא נותן לי להתייגע בחינם, אלא כל היגיעה שלי תהיה עתה בכדי להגיע להמטרה, הנקראת "דביקות ה'".

Das ist aber nicht so. Vielmehr sollte der Mensch jetzt, da er die Wahrheit erkannt hat, dass die Hauptsache darin besteht, zum Nutzen des Schöpfers zu arbeiten, glücklich darüber sein, dass er, Gott sei Dank, auf den richtigen Weg gekommen ist, der zur Annäherung an den Schöpfer führt, so dass er sich ständig freuen und sagen sollte: „Gott sei Dank sehe ich, dass der Schöpfer sich meiner erbarmt und mich nicht vergeblich arbeiten lässt. Vielmehr wird all meine Anstrengung nun dazu dienen, das Ziel zu erreichen, das ‚ Dwekut an den Schöpfer‘ heißt.“

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In Wahrheit aber empfindet er seinen Zustand jetzt als das Gegenteil: Er hat nicht jene Freude, die er hatte, als er arbeitete, um Lohn zu empfangen. Der Grund ist, dass er sieht, dass er jetzt keine Hilfe von seinem Körper hat. Denn jetzt sagt er zu seinem Körper: „Wisse, dass ich dir von heute an keinen Gewinn mehr aus der Arbeit gebe; denn jetzt arbeite ich nicht zu meinem eigenen Nutzen, sondern ich will nur zum Nutzen des Schöpfers arbeiten.“ Da ist der Körper nicht bereit, Kräfte für die Arbeit zu geben. Daraus folgt, dass er sich jetzt in einem Zustand der Niedrigkeit befindet.

אמנם הוא מרגיש עכשיו את מצבו להיפך, היינו שאין לו אותה השמחה, שהיתה לו בזמן שהיה עובד בעמ"נ לקבל שכר. מטעם שהוא רואה, שאין לו עכשיו סיוע מהגוף שלו, היות שעכשיו הוא אומר לגופו, תדע לך שמהיום והלאה אני לא אתן לך שום רווחים בעבודה, כי עתה אני לא עובד בשביל תועלת עצמי, אלא אני רוצה לעבוד רק לתועלת ה'. אז הגוף לא מסכים לתת כוחות לעבודה. נמצא, שהוא נמצא עתה במצב השפלות.

Er spürt jedoch, dass sein Zustand das Gegenteil ist. Er empfindet also nicht mehr die gleiche Freude, die er hatte, als er arbeitete, um eine Belohnung zu empfangen. Das ist so, weil er jetzt sehen kann, dass er keine Unterstützung vom Körper mehr hat, denn jetzt sagt er seinem Körper: „Wisse, dass ich dir von heute an keinen Gewinn mehr in der Arbeit geben werde, denn jetzt arbeite ich nicht zu meinem eigenen Nutzen. Vielmehr möchte ich einzig und alleine zum Nutzen des Schöpfers arbeiten.“ Dann ist der Körper nicht damit einverstanden, Kraft für die Arbeit zu geben. Daraus folgt, dass der Mensch sich jetzt in einem Zustand der Niedrigkeit befindet.

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Bevor ihm die Offenbarung der Wahrheit zuteilwurde, war er hingegen immer in gehobener Stimmung, weil er sah, wie er Tag für Tag in den genannten Taten zunimmt und der Lohn sicher ist. Doch jetzt ist die wahre Zeit, da er ein wahres Gebet zum Schöpfer richten kann, dass Er ihn aus dem Exil herausführe. Denn bevor er die Offenbarung von oben empfangen hatte, dass er im Exil unter der Herrschaft der Eigenliebe ist, war es nicht möglich, dass der Schöpfer ihn aus dem Exil herausführt – da er ja noch nicht gesehen hatte, dass er im Exil unter der Herrschaft der Völker der Welt ist, was „Verlangen zu empfangen, um zu empfangen“ genannt wird. Folglich hatte er keinen Mangel, den der Schöpfer hätte füllen können, also dass Er ihn aus dem Exil herausführte. Daraus folgt: Der Schöpfer gab ihm das Kli (Gefäß), nämlich den Mangel, und danach gibt Er ihm das Licht; beide kommen von oben, sowohl das Licht als auch das Kli.

מה שאין כן מטרם שבא לו הגלוי של אמת, היה הוא תמיד במצב של התרוממות רוח, היות שהיה רואה איך כל יום הוא מוסיף והולך במעשים כנ"ל והשכר בטוח. אולם אז הוא זמן אמיתי, שיכול ליתן תפלה אמיתית להבורא, שיוציאו מהגלות, כי מטרם שקבל הגילוי מלמעלה, שהוא נמצא בגלות תחת שליטה של אהבה עצמית, לא היה באפשרות שהקב"ה יוציאו מהגלות, היות שעדיין לא ראה שהוא נמצא בגלות תחת שליטת אומות העולם, הנקרא "רצון לקבל בעמ"נ לקבל". אם כן לא היה לו חסרון, שהקב"ה ימלא חסרונו, היינו שיוציאו מהגלות. נמצא לפי זה, שהקב"ה נתן לו הכלי, דהיינו החסרון, ואח"כ הוא נותן לו האור, ושניהם באים מלמעלה, הן האור והן הכלי.

Bevor ihm die Wahrheit offenbart wurde, war er jedoch immer hocherfreut, weil er sehen konnte, wie er jeden Tag neue Handlungen vollbrachte und die Belohnung garantiert war. Doch jetzt ist der eigentliche Zeitpunkt gekommen, an dem er den Schöpfer aufrichtig bitten kann, ihn aus dem Exil zu holen, denn bevor er die Offenbarung von oben erhalten hatte, war er im Exil – beherrscht von den Nationen der Welt, genannt „Wille zu empfangen, um zu empfangen“. Der Mensch hatte also keinen Mangel, den der Schöpfer ausfüllen konnte, um ihn also aus dem Exil führen zu können. Deshalb hat der Schöpfer ihm das Kli [Gefäß] gegeben, also den Mangel, und dann hat er ihm das Licht gegeben, und sowohl das Licht als auch das Kli kommen von oben.

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Damit können wir erklären, was wir gefragt haben: was der Sohar zu Israel sagt, als sie gesündigt hatten – der Schöpfer sprach „Und Ich werde euch züchtigen, ins Exil zu gehen, und wenn ihr sagt, dass Ich euch verlasse, bin auch Ich mit euch“. Wir fragten: Wie kann es sein, dass der Schöpfer aus dem Land in die Fremde ins Exil zieht, ist doch „die ganze Erde voll Seiner Herrlichkeit“? Wie lässt sich sagen, dass Er hinausgeht? Und wir fragten auch: Was bringt uns die Strafe, ins Exil zu gehen, da doch gewiss alles, was der Schöpfer tut, allein zum Wohl des Menschen ist? Was also gewinnt der Mensch dadurch, dass er ins Exil unter die Herrschaft der Völker der Welt geht?

ובזה נוכל לפרש מה ששאלנו, מה שהזה"ק אומר לישראל בזמן שחטאו, הקב"ה אמר "ויסרתי אתכם ללכת בגלות ואם תאמרו שאעזוב אתכם, אף אני עמכם". ושאלנו, איך אפשר להיות שהקב"ה יוצא מהארץ לחוץ לארץ בגלות, הלא "מלוא כל הארץ כבודו". ואיך שייך לומר שיוצא לחוץ. וגם שאלנו, מה מוסיף לנו העונש שיוצאים בגלות, היות בטח שכל מה שהקב"ה עושה הוא רק לטובת האדם, אם כן מה האדם מרויח בזה שיצא בגלות תחת שליטת אומות העולם.

So können wir auslegen, was wir gefragt haben, warum der Heilige Sohar zu Israel sagt, nachdem sie gesündigt hatten: „Der Schöpfer sprach: ‚Und ich will euch züchtigen, dass ihr ins Exil geht. Und wenn ihr sagt, dass ich euch verlasse, bin auch ich mit euch.'“ Wir fragten: „Wie kann es sein, dass der Schöpfer aus dem Land ins Exil geht, schließlich ist ‚die ganze Erde voll von Seiner Herrlichkeit‘, wie kann man also sagen, dass Er hinausgeht?“ Wir fragten auch: „Was bringt uns die Strafe, ins Exil zu gehen, denn alles, was der Schöpfer tut, tut Er nur zum Wohl des Menschen – was hat der Mensch also davon, wenn er unter der Herrschaft der Nationen der Welt ins Exil geht?“

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Nach dem, was wir oben erklärt haben, ergibt sich: Die Aussage „die ganze Erde ist voll Seiner Herrlichkeit“ will uns lehren, dass es vonseiten des Schöpfers keinerlei Veränderungen in der Welt gibt, sondern es ist, wie geschrieben steht „Du bist es, ehe die Welt erschaffen wurde, und Du bist es, nachdem die Welt erschaffen wurde“. Vielmehr sind alle Veränderungen vonseiten der Eignung der Empfangenden. Das heißt: In dem Maße, wie sie ihre Arbeit allein auf das Geben an den Schöpfer ausrichten können, hebt sich der Zimzum (Einschränkung) auf, und das verborgene Licht offenbart sich den Unteren, und dadurch empfangen die Unteren das Gute und den Genuss.

ולפי מה שהסברנו לעיל יוצא, שענין מה שאומרים "מלוא כל הארץ כבודו", זה בא ללמדינו, שמצד הבורא אין שום שינויים בעולם, אלא זה כמו שכתוב "אתה הוא עד שלא נברא העולם, ואתה הוא משנברא העולם". אלא כל השינויים הם מצד הכשרת המקבלים, היינו כפי שהם יכולים ליחס עבודה שלהם רק להשפיע להבורא, בשיעור זה מסתלק הצמצום ומתגלה האור הגנוז לתחתונים, ובזה מקבלים התחתונים את הטוב והעונג.

Nach dem, was wir oben erklärt haben, folgt daraus, dass die Aussage „Die ganze Erde ist voll Seiner Herrlichkeit“ uns lehren soll, dass es aus der Sicht des Schöpfers keine Veränderungen in der Welt gibt. Vielmehr ist es so, wie geschrieben steht: „Du bist, bevor die Welt erschaffen wurde, und Du bist, nachdem die Welt erschaffen wurde.“ Alle Veränderungen sind also aus der Perspektive der Eigenschaften der Empfangenden zu sehen. Das heißt, in dem Maße, in dem sie ihre Arbeit einzig und alleine dem Schöpfer zu geben vermögen, wird der Zimzum [Einschränkung] aufgehoben und das verborgene Licht, wird den Unteren offenbart, und dadurch empfangen die Unteren Freude und Genuss.

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Und dies wird „das Volk Israel befindet sich im Land“ genannt – nämlich dass sie spüren, dass der Schöpfer die Stufe des Landes Israel ist. Das heißt: Da das Volk Israel sich im Land Israel befindet, wird der Schöpfer nach der Handlung benannt, durch die Er Sich den Geschöpfen offenbart, sodass sie Ihn erkennen und wissen, sobald sie dazu geeignet sind. Und wenn sie sündigen und Schaden anrichten können – nämlich höhere Fülle empfangen und sie an die Klipot weitergeben, die die Eigenliebe sind –, dann muss man Ihn „aus dem Land Israel hinausführen“, das heißt, der Zimzum steigt wieder auf, und das Licht zieht sich zurück.

וזה נקרא ש"העם ישראל נמצא בארץ", היינו שמרגישים שהבורא הוא בחינת ארץ ישראל. זאת אומרת, היות ש"עם ישראל" נמצא ב"ארץ ישראל", אז הקב"ה נקרא על שם הפעולה, מה שהוא ממציא את עצמו להנבראים, שהם יכירו וידעו אותו בזמן שהם מוכשרים לזה. ואם הם חוטאים ויכולים לפגום, היינו לקבל שפע עליון ולהעבירו לקליפות, שהן בחינת אהבה עצמית, אז מוכרחים "להוציאו מארץ ישראל", היינו ששוב עולה הצמצום ומסתלק האור.

Dies wird als das Volk Israel betrachtet, das sich im Land befindet – wenn wir spüren, dass der Schöpfer das Land Israel ist. Das heißt, da das Volk Israel im Land Israel ist, wird der Schöpfer nach der Handlung benannt, durch die er sich den Geschöpfen offenbart, damit sie ihn erkennen und wissen, wenn sie dafür bereit sind. Und wenn sie sündigen und eine Unreinheit verursachen können, also die Höhere Fülle empfangen und sie an die Klipot , die Eigenliebe, weitergeben, dann müssen sie aus dem Land Israel „herausgebracht werden״, was bedeutet, dass der Zimzum [Einschränkung] wieder eintritt und das Licht sich wieder zurückzieht.

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Und dies wird genannt: Sie zogen aus dem Land aus, wo der Ort des Königtums des Himmels ist, das die Stufe „Shechina“ genannt wird, und sie gehen hinaus ins Exil unter die Herrschaft der Völker der Welt. Und die Korrektur, die durch das Exil bewirkt wird, ist:

וזה נקרא שהם יצאו מארץ, ששם מקום המלכות שמים, המכונה בחינת "שכינה", ויוצאים לתוך הגלות תחת שליטת אומות העולם. והתיקון שיוצאים בגלות הוא:

Dies wird als Verlassen des Landes betrachtet, das der Ort des Himmelreichs, Shechina genannt, ist, und wird Auszug ins Exil unter die Herrschaft der Nationen der Welt genannt. Die Korrektur des Auszugs ins Exil besteht darin,

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1. Zuallererst, dass sie die Fülle nicht verderben;

א. קודם כל שלא יקלקלו את השפע,

1.) dass sie zuerst die Fülle nicht verderben.

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2. dass der Schöpfer sie, dadurch dass sie im Exil sind, nicht im Exil verlässt, wie wir oben erklärt haben: dass ein Mensch sich zuweilen im Exil befindet, aber nicht weiß, dass dies Exil ist, dass man von diesem Ort fliehen muss – also aus dem Zustand, in dem er sich befindet und Versorgung empfängt, denn dieser Ort wird „Eigenliebe“ genannt. Im Gegenteil: Alles Leid, das er empfindet, kommt daher, dass er das nicht erfüllen kann, was die Völker der Welt von ihm verlangen, weil sie über ihn herrschen – dass er also nicht alle Genüsse erfüllen kann, die zur Eigenliebe gehören.

ב. שע"י היותם בגלות אין הקב"ה עוזב אותם בגלות, כמו שביארנו לעיל, שיש לפעמים שאדם נמצא בגלות, אבל אינו יודע שזוהי גלות, שצריכים לברוח מהמקום הזה, היינו מהמצב שבו הוא נמצא ומקבל פרנסה, שהמקום הזה נקרא "אהבה עצמית", אלא אדרבה, כל מה שמרגיש יסורים, הוא מזה שלא יכול למלאות את מה שהאומות העולם דורשים ממנו, מכח שהם שולטים עליו, היינו שלא יכול למלאות את כל התענוגים ששייכים לאהבה עצמית.

2.) Dadurch, dass sie im Exil sind, lässt der Schöpfer sie nicht im Exil, wie wir oben geklärt haben, dass ein Mensch manchmal im Exil ist, aber nicht weiß, dass er im Exil ist und er von diesem Ort fliehen sollte, also von dem Zustand, in dem er ist und Nahrung empfängt, denn dieser Ort wird „Eigenliebe“ genannt. Im Gegenteil, er leidet nur deshalb, weil er das, was die Nationen der Welt von ihm verlangen, nicht erfüllen kann, da sie ihn beherrschen, er also nicht alles erfüllen kann, was mit der Eigenliebe zusammenhängt.

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Und das ist es, was der Sohar sagt: „Wenn ich dich aus dem Land vertreibe, erheben sich vielleicht Bären des Feldes gegen dich, oder Wölfe des Feldes oder Mörder, und sie tilgen dich aus der Welt.“ Das bedeutet: Sie tilgen dich gänzlich aus der spirituellen Welt, und du bleibst nur in der körperlichen Welt, die „Eigenliebe“ genannt wird.

וזה שהזה"ק אומר "אם אגרש אותך מן הארץ, אולי יקומו עליך דובים שבשדה או זאבי השדה או רוצחים, ויעברו אותך מן העולם". שפירושו, שיעברו אותך לגמרי מן העולם הרוחני וישארו רק בעולם הגשמי, הנקרא אהבה עצמית.

Deshalb sagt der Heilige Sohar: „Wenn ich dich aus dem Land vertreibe, werden dich vielleicht Bären auf dem Feld angreifen, oder wilde Wölfe oder Mörder werden dich aus der Welt tilgen.“ Das heißt, sie werden dich vollkommen aus der spirituellen Welt tilgen und du wirst nur noch in der körperlichen Welt bleiben, die „Eigenliebe“ genannt wird.

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Eben deshalb, damit sie im Exil nicht verloren gehen, zieht auch der Schöpfer mit ihnen ins Exil – das heißt, Er offenbart Sich ihnen in der Gestalt des Exils. Das ist wie oben: Der Schöpfer wird „Sein Name“ genannt, nach der Handlung, die Er vollbringt. Da Er ihnen jetzt die Stufe des Exils spendet, nämlich dass sie spüren, dass sie im Exil sind, wird dies „der Schöpfer zog mit ihnen ins Exil“ genannt. Und der Grund, weshalb Er ihnen das Empfinden des Exils spendet, ist wie oben: damit sie im Exil nicht gänzlich verloren gehen dadurch, dass sie nicht spüren, dass man sie aus dem Land geworfen hat und sie sich jetzt unter der Herrschaft der Völker der Welt befinden.

אי משום זה, כדי שלא יאבדו בגלות אף הקב"ה יוצא עמהם בגלות, היינו שהוא מתגלה אליהם בצורה של גלות. היינו כנ"ל, שהבורא נקרא "שמו", על שם הפעולה שהוא עושה. היות שהוא משפיע להם עכשיו בחינת גלות, היינו שירגישו שהם נמצאים בגלות, זה נקרא שהקב"ה יצא עמהם בגלות. והוא, היינו למה שהוא השפיע להם את הרגשת הגלות, הוא כנ"ל, בכדי שלא יאבדו לגמרי בגלות, בזה שאין הם מרגישים שזרקו אותם מהארץ והם נמצאים עכשיו תחת שליטת אומות העולם.

Damit sie nicht in der Verbannung verloren sind, geht auch der Schöpfer mit ihnen ins Exil. Das heißt, Er offenbart sich ihnen in der Form des Exils . Das heißt, der Schöpfer wird „Sein Name“ genannt, nach der Handlung, die er vollbringt. Da Er ihnen nun das Gefühl gibt, im Exil zu sein, wird dies als der Schöpfer angesehen, der mit ihnen im Exil ist. Er gibt ihnen das Gefühl des Exils, damit sie nicht ganz im Exil verloren gehen, weil sie nicht spüren, dass sie aus dem Land vertrieben wurden und nun unter der Herrschaft der Nationen der Welt stehen.

51

Und jetzt verstehen wir, was wir gefragt haben: Was wird dadurch korrigiert, dass Er sie aus dem Land hinausführte?

ועכשיו נבין מה ששאלנו, מהו התיקון שהוציאם מארץ:

Jetzt verstehen wir, was wir gefragt haben: „Was ist die Korrektur der Vertreibung aus dem Land?“

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1. Dass sie das, was sie erlangt haben, nicht verderben. Dies gilt als „der seinen Herrn kennt und absichtlich zu rebellieren beabsichtigt“ – das bedeutet: Er erkennt seinen Herrn, kann aber nicht in einem Zustand sein, in dem er nur gibt.

א. שלא יקלקלו את מה שהשיגו, הנבחן כמו היודע את רבונו ומכוון למרוד, שפירוש, הוא מכיר את רבונו אבל לא יכול להיות במצב אך ורק להשפיע.

1.) Damit sie nicht verderben, was sie erlangt haben. Das gilt als Wissen über seinen Herrn und die Absicht, zu rebellieren. Es bedeutet, dass er seinen Herrn kennt, aber nicht in der Lage ist, einzig und alleine zu geben.

53

2. Dass sie dadurch, dass sie im Exil sind, das Bedürfnis spüren, nur in einem Zustand des Gebens zu sein, durch den sie der Anhaftung an den Schöpfer würdig werden – sodass die Leiden des Exils sie zum Guten zurückbringen. Und was wir gefragt haben, was es bedeutet, „dass der Schöpfer ins Exil ging“, ist so zu erklären: Da der Schöpfer ihnen den Geschmack des Exils spendet, wird es „der Schöpfer ging aus der Stufe des guten, lieblichen Landes hinaus“ genannt, und Er spendet ihnen eine Stufe, die zu ihrem Wohl ist.

ב. שבזה שהם יהיו בגלות, הם ירגישו את הצורך להיות רק במצב של השפעה, שעל ידי זה יזכו לדביקות ה', שיסורי הגלות יחזירו אותם למוטב. ומה ששאלנו, מהו הפירוש "שה' יצא בגלות", צריכים לפרש, היות שה' משפיע להם טעם של גלות, לכן נקרא "שה' יצא מבחינת ארץ חמדה טובה" ומשפיע להם בחינת, שזהו לטובתם.

2.) Indem sie im Exil sind, werden sie den Bedarf verspüren, einzig und alleine in einem Zustand des Gebens zu sein, durch den sie mit Dwekut an den Schöpfer belohnt werden. So wird das Leiden im Exil sie korrigieren. Und wir sollten die Frage „Was bedeutet es, dass der Schöpfer ins Exil gegangen ist?“ so interpretieren, dass, da der Schöpfer ihnen den Geschmack des Exils gibt, es bedeutet, dass der Schöpfer aus dem guten und angenehmen Land herausgekommen ist und ihnen gibt, was zu ihrem Nutzen ist.

Rabash – 1986 – Artikel 27 (תשמ״ו – מאמר כ״ז)

„Der Schöpfer und Israel gingen ins Exil“

Im Sohar, Wochenabschnitt Bechukotai (Blatt 16, im Sulam [Leiter-Kommentar] Punkt 49), heißt es zum Vers „Und auch Ich werde euch siebenfach für eure Sünden züchtigen“ wörtlich: „Komm und sieh: Die erhabene Liebe des Schöpfers zu Israel gleicht einem König, der einen einzigen Sohn hatte, und der Sohn sündigte vor dem König. Eines Tages sündigte er vor dem König. Da sprach der König: ‚All diese Tage habe ich dich geschlagen, doch du hast die Züchtigung nicht angenommen. Von nun an sieh, was ich mit dir tun werde. Wenn ich dich aus dem Land vertreibe, erheben sich vielleicht Bären des Feldes gegen dich, oder Wölfe des Feldes oder Mörder, und sie tilgen dich aus der Welt. Was soll ich also tun? Vielmehr wollen wir beide, ich und du, gemeinsam das Land verlassen.‘ So auch Ich: ‚Auch Ich‘ bedeutet, dass Ich und ihr gemeinsam das Land verlassen, also ins Exil gehen werden. ‚Und Ich werde euch züchtigen‘ – nämlich ins Exil zu gehen. Und wenn ihr sagt, dass Ich euch verlasse: Auch Ich bin mit euch.“ Soweit seine Worte.

Zu verstehen ist, was es mit dem Auszug des Volkes Israel aus dem Land in die Fremde auf sich hat, der „Exil unter den Völkern“ genannt wird. Was bedeutet er im Sinne der Arbeit? Das heißt: Was wird „Land“ genannt, und was „Auszug aus dem Land“? Und was hat es damit auf sich, dass man den Menschen, wenn er sündigt, bestraft und ihm ein Exil auferlegt, sodass er unter den Völkern der Welt lebt? Was nützt das, und welchen Nutzen bringt es für die Wege der Arbeit? Mit anderen Worten: Was wird dadurch korrigiert, dass das Volk Israel ins Exil geht und unter die Herrschaft der Völker der Welt gerät?

Ferner ist zu verstehen: Wie lässt sich sagen, dass auch der Schöpfer das Land verlässt, um mit dem Volk Israel ins Exil zu gehen? Ist doch „die ganze Erde voll Seiner Herrlichkeit“, und es steht geschrieben „Und Sein Königtum herrscht über alles“ – sogar die Klipot (Schalen) hält Er am Leben. Wie lässt sich da sagen, dass Er mit dem Volk Israel ins Exil zieht, als befände Er Sich nicht im Land?

Um das Gesagte im Sinne der Arbeit zu verstehen, müssen wir zuerst wissen, was das Land Israel ist und was die Fremde ist und warum der Auszug aus dem Land in die Fremde „Exil unter den Völkern“ genannt wird. Ebenso ist zu verstehen, dass das Exil gewiss eine Korrektur für die Sünden ist. Das heißt: Dadurch, dass sie das Exil erleiden, bewirken die Leiden des Exils, dass sie zur Umkehr (Teshuwa) kommen, und dann können wir sie ins Land zurückbringen. Doch es steht geschrieben: „Und sie vermischten sich mit den Völkern und lernten von ihren Taten.“ Welche Exilsleiden empfinden sie also, die der Grund dafür sein könnten, dass sie umkehren und ins Land zurückkehren? Das heißt: Wie kann er das Gute des Landes Israel überhaupt kennen, sodass er sich danach sehnte und dieses Land ihn dazu brächte, aus Zuneigung zum Land umzukehren?

Bekanntlich wird das Land „Malchut“ genannt; es heißt auch „heilige Shechina“ (göttliche Gegenwart) und „Versammlung Israels“, denn es ist die Gesamtheit aller Seelen. Das bedeutet: Es soll das Gute und den Genuss empfangen, die im Schöpfungsgedanken lagen, Seinen Geschöpfen Gutes zu tun – also dass die Seelen Gutes und Genuss empfangen.

Die Ordnung der Entwicklung [der Welten] verlief von der Welt Ein Sof (Unendlichkeit) zur Welt des Zimzum (Einschränkung), danach zur Linie, die von den fünf Parzufim von Adam Kadmon bekleidet wird, und danach zu den fünf Parzufim von Azilut. Danach emanierte Malchut von Azilut die drei Welten BYA (Brija, Yezira, Assija). Danach wurde Adam haRishon erschaffen; die Äußerlichkeit seines Körpers, die dem heutigen materiellen Körper gleicht, entstand aus Bina von Malchut von Assija, wie im Talmud Eser haSefirot (Teil 16, S. 1912, Punkt 43) geschrieben steht: „Danach hatte er NaRaN aus BYA, und danach hatte er NaRaN aus Azilut.“

Daraus folgt: Das Land, das „Malchut von Azilut“ genannt wird – und über die Welt Azilut steht geschrieben „Das Böse wird nicht bei Dir weilen“, was bedeutet, dass es dort überhaupt kein Böses gibt; nur in BYA gibt es Aussonderungen von Gut und Böse. Dort hingegen, in Azilut, ist das Gute und der Genuss offenbar, die Er den Seelen zu geben gedachte. So sagten unsere Weisen zum Vers „Im Anfang schuf Gott“: „Es gibt keinen Anfang außer Israel“ – denn alles ist um Israels willen, das heißt um der Seelen Israels willen.

Nachdem Adam haRishon am Baum der Erkenntnis gesündigt hatte, vertrieb man ihn aus Azilut, und er stieg hinab nach BYA. Da begann er umzukehren und das zu korrigieren, worin er gesündigt hatte. Dadurch kehrte er zurück und trat wieder in den Garten Eden ein, also in Azilut. Die Korrektur lag gerade darin, dass man ihn aus dem Garten Eden vertrieb, wie geschrieben steht (1. Mose 3,22): „Und der Ewige sprach: ‚Nun denn, dass er nicht seine Hand ausstrecke und auch vom Baum des Lebens nehme und esse und ewig lebe.‘ Und der Ewige Gott sandte ihn aus dem Garten Eden hinaus, um den Erdboden zu bebauen, von dem er genommen war.“

Baal HaSulam erklärte, aus welcher Furcht heraus man ihn aus dem Garten Eden hinausführte, wie geschrieben steht „dass er nicht seine Hand ausstrecke und auch vom Baum des Lebens nehme und esse und ewig lebe“. Er sagte: Da der Mensch am Baum der Erkenntnis gesündigt hat – wenn der Mensch eine Strafe empfängt, also Leiden durch die ihm auferlegte Strafe spürt, dann bewirken diese Leiden, dass er umkehrt und die Sünde und den Schaden korrigiert, die er verursacht hat.

Wenn er aber keine Strafe empfängt und kein Leiden durch die begangene Sünde spürt, dann versteht er gewiss nicht, dass man dafür umkehren muss. So schreibt der Sohar (Einführung in den Sohar, Blatt 186, im Sulam Punkt 192) wörtlich: „Rabbi Shimon weinte und sagte: ‚Wehe, wenn ich es sage, und wehe, wenn ich es nicht sage. Wenn ich es sage, werden die Frevler wissen, wie sie ihrem Herrn dienen sollen.‘“

Und im Sulam legt er wörtlich aus: „Damit deutet er an, dass er an diesem Ort seine Worte nicht vollständig offenbaren kann, weil er fürchtet, den Frevlern zu schaden. Denn er ist hierhergekommen, um zu offenbaren, wie man am Baum des Lebens anhaftet und niemals den Baum des Todes berührt; das aber taugt nur für jene, die die Stufe des Baumes der Erkenntnis von Gut und Böse bereits korrigiert haben. Den Frevlern jedoch, die die Sünde des Baumes der Erkenntnis von Gut und Böse noch nicht korrigiert haben, ist es verboten, dies zu erfahren, denn sie müssen sich zuerst in allen Arbeiten abmühen, bis sie die Sünde des Baumes der Erkenntnis korrigiert haben. Dergleichen findest du auch im Vers ‚dass er nicht seine Hand ausstrecke und auch vom Baum des Lebens nehme und esse und ewig lebe‘ (1. Mose 3): Nachdem Adam am Baum der Erkenntnis gesündigt hatte, wurde er aus dem Garten Eden vertrieben, aus Furcht, er könnte am Baum des Lebens anhaften und ewig leben – und so bliebe der Schaden, den er am Baum der Erkenntnis angerichtet hat, für immer ohne Korrektur.“

Daraus folgt: Dass man den Menschen aus dem Land vertreibt, meint, dass man ihn aus der Stufe des Königtums des Himmels hinausführt, die er innehatte – weil er die Bedeutung der Spiritualität nicht mehr empfinden kann, die er hatte, bevor man ihn aus dem Königtum des Himmels hinausführte. Und er tritt ins Exil ein, wie geschrieben steht „Und sie vermischten sich mit den Völkern und lernten von ihren Taten“; das heißt, dass sie unter die Knechtschaft der Götzendiener fielen. Mit anderen Worten: Alle Begierden, die unter den Völkern der Welt herrschen, beherrschen das Volk Israel, das ins Exil gegangen ist. Dann haben sie keinerlei Verbindung zur Spiritualität; nur das, was sie aus Gewohnheit zu erfüllen pflegen, dem kommen sie nach – doch darüber hinaus kommt ihnen nicht in den Sinn, dass sie etwas zu korrigieren hätten.

Demnach sind beim Exil zwei Aspekte zu unterscheiden:

1. Dass sie unter die Herrschaft der Völker ins Exil gingen. Der ganze Sinn und Verstand, mit dem sie dachten, als sie im Land waren – also auf der Stufe des Königtums des Himmels, wo sie täglich überlegten, wie sie aus der Eigenliebe heraustreten und zur Liebe des Schöpfers gelangen könnten. Und als sie sündigten, gingen sie ins Exil: Dies lässt sich auf die Arbeit des Einzelnen deuten, denn bekanntlich gleichen sich der Einzelne und das Ganze. Das heißt: Wenn der Mensch, während er im Land war, sündigte – also wenn er eine Erleuchtung von oben empfing und sie zu seinem eigenen Nutzen verwendete, indem er sagte: „Jetzt, da ich schon etwas Geschmack an Tora und Mizwot habe, brauche ich den Glauben über dem Verstand nicht mehr“ –, so wird dies „Sünde“ genannt, weil er den Glauben über dem Verstand beschädigt hat.

Aus diesem Grund vertrieb man ihn aus dem Land, und er fällt unter die Herrschaft der Begierden der Völker der Welt. Sobald er im Exil ist, leidet er sofort an Vergessen und erinnert sich nicht mehr daran, dass er einst im Land war – also im Zustand des Königtums des Himmels, als er nur daran dachte, wie er zur Anhaftung (Dwekut) an den Schöpfer gelangen könnte, und dies sein ganzes Leben lang fortsetzen wollte. Jetzt sorgt er sich nur noch darum, die Bedürfnisse zu stillen, die der Körper zu seinem eigenen Nutzen verlangt, und nichts anderes interessiert ihn.

Wenn dann einige Zeit vergeht – und jeder Einzelne hat seine eigene Abrechnung (das heißt, im Himmel, wo man den Menschen richtet, hat jeder Einzelne eine besondere Abrechnung darüber, wie lange man ihn im Exil belässt, bis er eine Erweckung von oben empfängt) –, empfängt er eine Erweckung von oben und beginnt zu spüren, dass er sich im Exil befindet, und beginnt sich daran zu erinnern, wie er „von hohem Dach in eine tiefe Grube“ gefallen ist.

Das heißt: Während er sich daran erinnert, dass er, als er im Land war, die ganze Welt als etwas Überflüssiges ansah und immer dachte „Wozu hat der Schöpfer die Frevler in der Welt erschaffen? Welchen Genuss, welchen Nutzen können diese Frevler dem Schöpfer bringen?“, schaut er jetzt auf sich selbst: Da er nun selbst im Exil ist, was kann er dem Schöpfer geben, damit in der Höhe Wohlgefallen entsteht? Und nun beginnt er das Leid darüber zu spüren, dass er von der Stufe des Menschen zur Stufe des Tieres herabgesunken ist – er sieht nämlich, dass er jetzt ein Verlangen nach tierischen Begierden hat, das er nicht hatte, bevor man ihn aus dem Land warf.

Und nun beginnt er, sich nach dem Schöpfer zu sehnen, dass Er ihn näherbringt und wieder ins Land führt, ihn aus den tierischen Begierden herausführt und ihm Genuss aus Speisen gibt, die dem Menschen gemäß sind – also aus Handlungen des Gebens –, und dass sein Lebensunterhalt nicht aus Tiernahrung besteht. So sagten unsere Weisen (Pesachim 118): „Als der Schöpfer zu Adam haRishon sprach ‚Dornen und Disteln soll er dir sprießen lassen‘, flossen ihm Tränen aus den Augen. Er sagte: ‚Ich und mein Esel sollen aus einer Krippe fressen?‘ Als Er aber zu ihm sprach ‚Im Schweiße deines Angesichts wirst du Brot essen‘, beruhigte sich sein Gemüt sofort.“

Daraus scheint hervorzugehen, als hätte der Schöpfer ihm das Wissen gegeben, indem Er zu ihm sprach „Dornen und Disteln soll er dir sprießen lassen“. Bevor der Schöpfer es ihm sagte, sah er nicht, dass seine Speise nur „Dornen und Disteln“ ist, also bloß Nahrung des Tieres. Und man kann es wie oben deuten: Eine Erweckung von oben kam zu ihm, die ihn daran erinnerte, was er vor der Sünde gehabt hatte – auf welch hohen Stufen er gestanden hatte –, während mit dem Auszug aus dem Garten Eden gleichsam alles vergessen war.

Und das bedeutet „der Schöpfer sprach zu ihm“: Dadurch, dass er vom Schöpfer eine Erweckung von oben empfing, erinnerte er sich an das, was er besessen hatte. Da begann er das Leid zu spüren, dass man ihn aus dem Garten Eden geworfen hatte, und begann darüber zu weinen, dass er sich auf derselben Stufe wie ein Tier befindet. Das heißt: Sein Lebensunterhalt stammt nur aus dem, was zur Eigenliebe gehört, was „Tiernahrung“ genannt wird. Das ist gemeint mit „ihm flossen Tränen aus den Augen, und er sagte: ‚Ich und mein Esel aus einer Krippe‘“ – nämlich dass die Speise, die ihn nährt, der eines Tieres gleicht, das seinen Genuss nur aus Dingen schöpfen kann, die zur Eigenliebe gehören.

Doch als Er zu ihm sprach „Im Schweiße deines Angesichts wirst du Brot essen“, beruhigte sich sein Gemüt. RASHI erklärt „Im Schweiße deines Angesichts“: nachdem du dich viel darum gemüht hast. Soweit seine Worte. Und es ist auszulegen, was es mit der Mühe auf sich hat. Nach dem, was wir lernen, gilt: Wenn der Mensch bereits zu der Empfindung gelangt ist, dass er sich auf einer Stufe befindet, die einem Tier gleicht – und daraus folgt, dass auch die Empfindung ein solches Maß erreichen muss, dass sie zu Leiden führt –, dann vergießt er Tränen über seinen armseligen und niedrigen Zustand, wie unsere Weisen sagten „ihm flossen Tränen aus den Augen“.

Darum gibt ihm das Leid, das er empfindet, weil er einem Tier gleicht, die Kraft, sodass er eine große Anstrengung auf sich nehmen will, um aus der Eigenliebe – der Stufe des Tieres – herauszutreten und der Stufe der Menschennahrung würdig zu werden, wie oben: dass er jetzt schon fähig ist, sich an Handlungen des Gebens zu erfreuen.

Demnach sind beim Exil, wie oben, zwei Aspekte zu unterscheiden:

1. Er befindet sich im Exil, weiß aber nicht, dass er im Exil ist; vielmehr ist ihm wohl in dem Zustand, in dem er sich befindet. Er sucht nur die Menge – also mehr Geld, mehr Ehre und dergleichen. Dass er aber einst auf der Stufe des Menschen war, die „Land“ genannt wird und „Königtum des Himmels“ ist, das ist seinem Herzen schon entfallen. Überhaupt steigt ihm kein Gedanke daran auf, dass man die Versorgung wechseln müsste; dass die Nahrung, die er in den Gefäßen der Eigenliebe empfängt und die „Tiernahrung“ genannt wird, gewechselt werden müsste, damit er Gedanken des Gebens hätte – das kommt ihm nicht in den Sinn.

Daraus folgt: Die Quelle der Versorgung, aus der er gespeist wird – nämlich allein das, was in die Gefäße der Eigenliebe kommt –, diese will er nicht wechseln. Vielmehr will er nur die Dinge wechseln, die in die Gefäße der Eigenliebe kommen. Zum Beispiel will er die Wohnung wechseln, und zwar deshalb, weil er aus der Wohnung, in der er lebt, keinen Genuss mehr zieht; er möchte eine andere Wohnung, denn aus einer neuen Wohnung kann er sehr wohl Genuss ziehen. Ebenso wechselt er die Möbel, weil er aus ihnen keinen Genuss mehr ziehen kann; hat er aber neue Möbel, dann hat sein Verlangen zu empfangen wieder etwas, woran es sich erfreuen kann, und dergleichen.

2. Die Quelle seiner Versorgung jedoch zu wechseln – nämlich zu sagen, dass seine Versorgung aus der Quelle kommt, die allein in die Gefäße des Gebens spendet –, das kommt ihm nicht in den Sinn. Denn bekanntlich kann der Empfangende nicht verstehen, wie es aus dem Geben heraus eine Versorgung geben kann. Beim Gebenden ist es umgekehrt: Sobald er sieht, dass er sich mit dem Empfangen befasst, schämt er sich vor sich selbst, etwas zu tun, das in seinen Augen als Niedrigkeit gilt. In Wahrheit aber muss man die Quelle der Versorgung wechseln. Denn es gibt eine Versorgung, die in die Gefäße der Eigenliebe gespendet wird – und diese Versorgung kommt aus den Klipot –, und es gibt eine Versorgung, die in die Gefäße des Gebens kommt – und diese kommt aus den Welten der Kedusha (Heiligkeit).

Gemäß den genannten zwei Unterscheidungen im Exil stellt sich daher die Frage: Wer bewirkt, dass er tatsächlich spürt, dass er im Exil ist, sodass er dadurch Leiden empfindet und aus dem Exil heraus möchte – wie es über das Exil in Ägypten heißt „Und die Kinder Israels seufzten unter der Arbeit und schrien, und ihr Hilfeschrei stieg von der Arbeit auf zu Gott“? Wir müssen sagen: Diese Erweckung kommt vom Schöpfer – damit sie nämlich nicht im Exil bleiben, also im Zustand des Vergessens; darum sendet der Schöpfer die Erweckung.

Daraus folgt: Sie spüren, dass es Spiritualität gibt, dass diese Spiritualität sich aber in einem Zustand der Niedrigkeit befindet, und darüber schmerzt ihr Herz: weshalb „die Shechina im Exil ist“ und weshalb die Spiritualität den Geschmack von Staub hat. Das heißt: Wenn sie arbeiten wollen, um zu geben, können sie diese Arbeit nicht so würdigen, wie sie es eigentlich empfinden sollten – dass er jetzt nämlich heilige Arbeit verrichtet und nicht die Arbeit von Menschen, die Tieren gleichen.

Und es verhält sich umgekehrt: Wenn er zum eigenen Nutzen arbeitet, empfindet er Geschmack an der Arbeit; wenn er aber die Arbeit für den Schöpfer verrichtet, empfindet er gar keinen Geschmack. Das heißt: Bei ein und derselben Handlung empfindet er Geschmack, wenn er sieht, dass sein Verlangen zu empfangen etwas zu empfangen hat, dass ihm also der Lohn während der Arbeit leuchtet. Wechselt er aber die Absicht beim Tun und sagt, dass diese Handlung nicht geschehe, um Lohn zu empfangen, dann spürt er sofort seine Schwäche – dass er nicht fähig ist, sich anzustrengen –, und die Arbeit beginnt augenblicklich, träge zu werden.

Daraus folgt nach dem Gesagten: Der Schöpfer kommt gleichsam zu ihm und sagt ihm: „Sieh deinen niedrigen Zustand, dass du tatsächlich einem Tier gleichst.“ Und er beginnt das Leid darüber zu spüren, dass er keinerlei menschliches Empfinden hat; das schmerzt ihn, und er spürt das Leid und den Schmerz darüber, dass er sich im Exil unter der Herrschaft der Völker der Welt befindet. Das heißt: Er spürt jetzt, dass er böse Begierden hat, die zu den siebzig Völkern passen.

Bevor diese Offenbarung zu ihm kam, sodass er seine Niedrigkeit spürte, lebte er in einer Welt, die ganz gut war – das heißt, es war für ihn kein Mangel, dass er sich in einem Zustand der Niedrigkeit befand. Er spürte gar nicht, dass dies Niedrigkeit war; im Gegenteil, er verhielt sich wie alle anderen Menschen, deren ganzes Streben nach Begierde, Ehre, Geld und dergleichen geht. Jetzt aber, da ihm vom Schöpfer die Offenbarung zuteilwurde, dass er einem Tier gleicht und nicht einem Menschen, spürt er Leid; denn könnte er aus dem Exil heraustreten, so würde er sich über diese Offenbarung freuen.

Da er sich aber im Exil befindet, sieht er es zwar, doch er sieht keine Möglichkeit, wie man aus dem Exil heraustreten könnte. Daraus folgt, dass diese Leiden im Menschen ein inneres Schwanken bewirken – er weiß nämlich nicht, was er tun soll. Einerseits sieht er jetzt, dass er die Wahrheit spürt, also zu welcher Art von Menschen er gehört; denn es gibt Menschen, die zum Tierischen gehören, und es gibt Menschen, die zu den [wahren] Menschen gehören. Und wenn wir es genauer fassen, sind drei Arten zu unterscheiden:

1. Es gibt Menschen, die keinerlei Verbindung zum Judentum haben.

2. Es gibt Menschen, die sich mit Tora und Mizwot befassen, jedoch um Lohn zu empfangen.

3. Es gibt Menschen, die arbeiten, ohne einen Lohn empfangen zu wollen.

Daraus folgt: Einerseits kann er jetzt glücklich sein, weil er die Wahrheit sieht – also zu welcher Art von Menschen er gehört und welche Stufe er zu erreichen suchen soll. Zugleich aber empfindet er jetzt Schmerz und Leid, weil er sieht, wie weit er von der Anhaftung (Dwekut) an den Schöpfer entfernt ist. Er sieht nämlich, dass er nichts für den Schöpfer tun kann; vielmehr will er all sein Tun nur so, dass er dafür Lohn empfängt. Und was das Verlangen zu geben betrifft, sieht er nicht, dass es eine Möglichkeit gäbe, aus eigener Kraft aus dem eigennützigen Empfangen herauszutreten.

Daraus folgt, dass er sich nach dem Zustand sehnt, in dem er zur zweiten Art gehörte: Damals hatte er Kraft zur Arbeit, weil ihm der Lohn leuchtete, und seiner Meinung nach war er da in einem Zustand, der dem Schöpfer nahe ist. Er sprach beständig zum Schöpfer und bat Ihn um Lohn als Gegenleistung für seine Arbeit, und er fühlte sich vollkommen, dass ihm nichts fehlt, da er sich des Lohnes sicher war, weil er die Gebote des Schöpfers erfüllt. Und der Schöpfer sieht gewiss, dass es nicht viele Menschen gibt, die Verlangen haben, Seine Gebote zu erfüllen; da er sich nun bemüht, Seine Gebote zu erfüllen, wird der Schöpfer ihn gewiss berücksichtigen und ihm dafür einen großen Lohn geben.

Nach einer solchen Abrechnung fühlt sich der Mensch, als schwebte er zwischen den Wolken in den Himmelshöhen, und solche Menschen blicken auf die ganze Welt herab, die gewiss „um des Verdienstes ihrer Tora willen besteht“, wie unsere Weisen sagten „Die Welt kann nicht ohne Tora bestehen“ (Tanchuma, Ki Tawo). Daraus folgt, dass er damals wahrhaftig zu den glücklichsten Menschen der Welt gehörte.

Jetzt aber, da er den zweiten Zustand verlassen hat und der Schöpfer ihm die Wahrheit erleuchtet hat – dass die eigentliche Arbeit für den Schöpfer darin besteht, dem Schöpfer Wohlgefallen zu geben und nicht zum eigenen Nutzen –, und da er sieht, wie weit er von der Wahrheit entfernt ist, empfindet er das Gegenteil. Statt nämlich zu denken: „Im Zustand des lo liShma (nicht um Ihretwillen) hatte ich das gute Gefühl, dass ich mit dem Schöpfer im Reinen bin – dass ich mich nämlich bemühe, so weit wie möglich auf Seine Stimme zu hören, und dass ich ‚Diener des Schöpfers‘ genannt werde, und gewiss ist der ganze Lohn, den der Schöpfer uns verheißen hat, für mich bereit; was fehlt mir da noch?

Und erst recht, wenn ich anfange, im Geben zu gehen, werde ich sofort zur Erhebung gelangen.“ Doch so ist es nicht. Vielmehr sollte er jetzt, da er dazu gelangt ist, die Wahrheit zu spüren – dass die Hauptsache ist, um des Nutzens des Schöpfers willen zu arbeiten –, gewiss froh sein: „Gott sei Dank bin ich auf die wahre Bahn gelangt, die mich zur Nähe des Schöpfers führt.“ Demnach müsste er immer in gehobener Stimmung sein und sagen: „Gott sei Dank sehe ich, dass der Schöpfer Sich meiner erbarmt und mich nicht umsonst mühen lässt; vielmehr ist all meine Mühe jetzt dazu da, das Ziel zu erreichen, das ‚Anhaftung an den Schöpfer‘ heißt.“

In Wahrheit aber empfindet er seinen Zustand jetzt als das Gegenteil: Er hat nicht jene Freude, die er hatte, als er arbeitete, um Lohn zu empfangen. Der Grund ist, dass er sieht, dass er jetzt keine Hilfe von seinem Körper hat. Denn jetzt sagt er zu seinem Körper: „Wisse, dass ich dir von heute an keinen Gewinn mehr aus der Arbeit gebe; denn jetzt arbeite ich nicht zu meinem eigenen Nutzen, sondern ich will nur zum Nutzen des Schöpfers arbeiten.“ Da ist der Körper nicht bereit, Kräfte für die Arbeit zu geben. Daraus folgt, dass er sich jetzt in einem Zustand der Niedrigkeit befindet.

Bevor ihm die Offenbarung der Wahrheit zuteilwurde, war er hingegen immer in gehobener Stimmung, weil er sah, wie er Tag für Tag in den genannten Taten zunimmt und der Lohn sicher ist. Doch jetzt ist die wahre Zeit, da er ein wahres Gebet zum Schöpfer richten kann, dass Er ihn aus dem Exil herausführe. Denn bevor er die Offenbarung von oben empfangen hatte, dass er im Exil unter der Herrschaft der Eigenliebe ist, war es nicht möglich, dass der Schöpfer ihn aus dem Exil herausführt – da er ja noch nicht gesehen hatte, dass er im Exil unter der Herrschaft der Völker der Welt ist, was „Verlangen zu empfangen, um zu empfangen“ genannt wird. Folglich hatte er keinen Mangel, den der Schöpfer hätte füllen können, also dass Er ihn aus dem Exil herausführte. Daraus folgt: Der Schöpfer gab ihm das Kli (Gefäß), nämlich den Mangel, und danach gibt Er ihm das Licht; beide kommen von oben, sowohl das Licht als auch das Kli.

Damit können wir erklären, was wir gefragt haben: was der Sohar zu Israel sagt, als sie gesündigt hatten – der Schöpfer sprach „Und Ich werde euch züchtigen, ins Exil zu gehen, und wenn ihr sagt, dass Ich euch verlasse, bin auch Ich mit euch“. Wir fragten: Wie kann es sein, dass der Schöpfer aus dem Land in die Fremde ins Exil zieht, ist doch „die ganze Erde voll Seiner Herrlichkeit“? Wie lässt sich sagen, dass Er hinausgeht? Und wir fragten auch: Was bringt uns die Strafe, ins Exil zu gehen, da doch gewiss alles, was der Schöpfer tut, allein zum Wohl des Menschen ist? Was also gewinnt der Mensch dadurch, dass er ins Exil unter die Herrschaft der Völker der Welt geht?

Nach dem, was wir oben erklärt haben, ergibt sich: Die Aussage „die ganze Erde ist voll Seiner Herrlichkeit“ will uns lehren, dass es vonseiten des Schöpfers keinerlei Veränderungen in der Welt gibt, sondern es ist, wie geschrieben steht „Du bist es, ehe die Welt erschaffen wurde, und Du bist es, nachdem die Welt erschaffen wurde“. Vielmehr sind alle Veränderungen vonseiten der Eignung der Empfangenden. Das heißt: In dem Maße, wie sie ihre Arbeit allein auf das Geben an den Schöpfer ausrichten können, hebt sich der Zimzum (Einschränkung) auf, und das verborgene Licht offenbart sich den Unteren, und dadurch empfangen die Unteren das Gute und den Genuss.

Und dies wird „das Volk Israel befindet sich im Land“ genannt – nämlich dass sie spüren, dass der Schöpfer die Stufe des Landes Israel ist. Das heißt: Da das Volk Israel sich im Land Israel befindet, wird der Schöpfer nach der Handlung benannt, durch die Er Sich den Geschöpfen offenbart, sodass sie Ihn erkennen und wissen, sobald sie dazu geeignet sind. Und wenn sie sündigen und Schaden anrichten können – nämlich höhere Fülle empfangen und sie an die Klipot weitergeben, die die Eigenliebe sind –, dann muss man Ihn „aus dem Land Israel hinausführen“, das heißt, der Zimzum steigt wieder auf, und das Licht zieht sich zurück.

Und dies wird genannt: Sie zogen aus dem Land aus, wo der Ort des Königtums des Himmels ist, das die Stufe „Shechina“ genannt wird, und sie gehen hinaus ins Exil unter die Herrschaft der Völker der Welt. Und die Korrektur, die durch das Exil bewirkt wird, ist:

1. Zuallererst, dass sie die Fülle nicht verderben;

2. dass der Schöpfer sie, dadurch dass sie im Exil sind, nicht im Exil verlässt, wie wir oben erklärt haben: dass ein Mensch sich zuweilen im Exil befindet, aber nicht weiß, dass dies Exil ist, dass man von diesem Ort fliehen muss – also aus dem Zustand, in dem er sich befindet und Versorgung empfängt, denn dieser Ort wird „Eigenliebe“ genannt. Im Gegenteil: Alles Leid, das er empfindet, kommt daher, dass er das nicht erfüllen kann, was die Völker der Welt von ihm verlangen, weil sie über ihn herrschen – dass er also nicht alle Genüsse erfüllen kann, die zur Eigenliebe gehören.

Und das ist es, was der Sohar sagt: „Wenn ich dich aus dem Land vertreibe, erheben sich vielleicht Bären des Feldes gegen dich, oder Wölfe des Feldes oder Mörder, und sie tilgen dich aus der Welt.“ Das bedeutet: Sie tilgen dich gänzlich aus der spirituellen Welt, und du bleibst nur in der körperlichen Welt, die „Eigenliebe“ genannt wird.

Eben deshalb, damit sie im Exil nicht verloren gehen, zieht auch der Schöpfer mit ihnen ins Exil – das heißt, Er offenbart Sich ihnen in der Gestalt des Exils. Das ist wie oben: Der Schöpfer wird „Sein Name“ genannt, nach der Handlung, die Er vollbringt. Da Er ihnen jetzt die Stufe des Exils spendet, nämlich dass sie spüren, dass sie im Exil sind, wird dies „der Schöpfer zog mit ihnen ins Exil“ genannt. Und der Grund, weshalb Er ihnen das Empfinden des Exils spendet, ist wie oben: damit sie im Exil nicht gänzlich verloren gehen dadurch, dass sie nicht spüren, dass man sie aus dem Land geworfen hat und sie sich jetzt unter der Herrschaft der Völker der Welt befinden.

Und jetzt verstehen wir, was wir gefragt haben: Was wird dadurch korrigiert, dass Er sie aus dem Land hinausführte?

1. Dass sie das, was sie erlangt haben, nicht verderben. Dies gilt als „der seinen Herrn kennt und absichtlich zu rebellieren beabsichtigt“ – das bedeutet: Er erkennt seinen Herrn, kann aber nicht in einem Zustand sein, in dem er nur gibt.

2. Dass sie dadurch, dass sie im Exil sind, das Bedürfnis spüren, nur in einem Zustand des Gebens zu sein, durch den sie der Anhaftung an den Schöpfer würdig werden – sodass die Leiden des Exils sie zum Guten zurückbringen. Und was wir gefragt haben, was es bedeutet, „dass der Schöpfer ins Exil ging“, ist so zu erklären: Da der Schöpfer ihnen den Geschmack des Exils spendet, wird es „der Schöpfer ging aus der Stufe des guten, lieblichen Landes hinaus“ genannt, und Er spendet ihnen eine Stufe, die zu ihrem Wohl ist.

korrigiert, EY, CO4.8 (Claude Opus 4.8), 20.07.2026, 04:04 Uhr, Ver9