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Rabash – 1986 – Artikel 35 (תשמ״ו – מאמר ל״ה)

„Der Fünfzehnte Aw“ · חמשה עשר באב

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1

In der Mishna heißt es (Traktat Taanit, Blatt 26b): „Rabbi Shimon ben Gamliel sagte: Es gab für Israel keine besseren Tage als den Fünfzehnten Aw und den Versöhnungstag (Jom Kippur), an denen die Töchter Jerusalems in geliehenen weißen Kleidern hinausgingen, um den nicht zu beschämen, der keine besitzt. Und die Töchter Jerusalems gingen hinaus und tanzten in den Weinbergen. Und was sagten sie? ‚Junger Mann, erhebe doch deine Augen und sieh, was du dir erwählst. Richte deine Augen nicht auf die Schönheit, richte deine Augen auf die Familie.“‘ Und auf Blatt 31: „Es wurde gelehrt: Wer keine Frau hat, begab sich dorthin. Unsere Weisen lehrten: Die Schönen unter ihnen, was sagten sie? ‚Richtet eure Augen auf die Schönheit, denn die Frau ist nur um der Schönheit willen da.‘ Die Wohlgeborenen unter ihnen, was sagten sie? ‚Richtet eure Augen auf die Familie, denn die Frau ist nur um der Söhne willen da.“‘ Im Ein Jaakow (Das Auge Jakobs) wird hinzugefügt: „Die Wohlhabenden unter ihnen sagen: ‚Richtet eure Augen auf die Begüterten.‘ Die Unansehnlichen unter ihnen, was sagten sie? ‚Nehmt euren Kauf um des Himmels willen, sofern ihr uns nur mit Goldstücken krönt.“‘

במשנה (תענית דף כ"ו, ע"ב) "אמר רבי שמעון בן גמליאל, לא היו ימים טובים לישראל כחמשה עשר באב וכיום הכיפורים, שבהם בנות ירושלים יוצאות בכלי לבן, שאולים, שלא לבייש את מי שאין לו. ובנות ירושלים יוצאות ומחוללות בכרמים. ומה היו אומרות, בחור שא נא עיניך וראה מה אתה בורר לך. אל תתן עיניך בנוי, תן עיניך במשפחה. (ובדף ל"א) "תנא מי שאין לו אשה נפנה לשם. תנו רבנן, יפייפיות שבהן מה היו אומרות, תנו עיניכם ליופי, שאין האשה אלא ליופי. מיוחסות שבהן, מה היו אומרות, תנו עיניכם למשפחה, לפי שאין האשה אלא לבנים". בעין יעקב מוסיף, "עשירות שבהן אומרות, תנו עיניכם בבעלי ממון. מכוערות שבהן, מה היו אומרות, קחו מקחכם לשם שמים ובלבד שתעטרונו בזהובים".

In der Mishna steht (Taanit, S. 26b): „Rabbi Shimon Ben Gamliel sagte: ‚Es gibt keinen besseren Tag für Israel als den fünfzehnten Aw [den 11. hebräischer Monat] und Jom Kippur [Versöhnungstag], an dem die Töchter Jerusalems in geliehenen weißen Kleidern herauskommen, um diejenigen nicht zu beschämen, die keine Kleider haben. Dann gehen die Töchter Jerusalems hinaus und tanzen in den Weinbergen. Was sagen sie? ‘Junger Mann, erhebe deine Augen und schau, was du wählst. Richte deine Augen nicht auf die Schönheit, sondern auf die Familie.'“ Und auf Seite 31: „Diejenigen, die keine Ehefrauen hatten, gingen dorthin. Unsere Weisen lehrten: ‚Was sagen die Schönen unter ihnen? ‚Richtet eure Augen auf die Schönheit, denn eine Frau ist nur für die Schönheit da.‘ Was sagen die Wohlgeborenen unter ihnen? ‘Richtet euren Blick auf die Familie, denn eine Frau ist nur für Söhne da’. In Das Auge Jakobs fügt er hinzu: „Die Wohlhabenden unter ihnen sagen: ‚Richtet eure Augen auf die Wohlhabenden.‘ Was sagen die Unansehnlichen unter ihnen? ‚Nehmt, was ihr nehmt für den Schöpfer, solange ihr uns mit Goldmünzen krönt.'“

2

Man muss verstehen, was es mit den guten Tagen der Töchter Jerusalems auf sich hat, die hinausgehen und in den Weinbergen tanzen und mit jungen Männern über Heiratsverbindungen sprechen. Welche Sittsamkeit liegt darin? Dem Anschein nach besagt es, dass die guten Tage, die Israel hatte, dazu führten, dass die Töchter Jerusalems hinausgehen und in den Weinbergen tanzen. Man muss also verstehen, was das eine mit dem anderen zu tun hat.

ויש להבין, מה הוא הענין של ימים טובים לבנות ירושלים, היוצאות ומחוללות בכרמים, ומדברות לבחורים בקשר לשידוכים. איזו צניעות יש בזה, שמשמע, שדבר זה הוא ענין, שימים טובים שהיו לישראל, גרם שבנות ירושלים יוצאות ומחוללות בכרמים. ויש להבין, מה הוא הקשר זה לזה.

Wir sollten die Verbindung zwischen guten Tagen und den Töchtern Jerusalems verstehen, die zum Tanzen in die Weinberge kommen und mit jungen Männern über Eheanbahnung sprechen. Welche Bescheidenheit ist hier zu erkennen? Ihre innewohnende Bedeutung ist, dass die guten Tage, die Israel hatte, die Töchter Jerusalems dazu veranlassten, hinauszugehen und in den Weinbergen zu tanzen. Wir sollten die Verbindung zwischen ihnen verstehen.

3

Bekanntlich wird Malchut „Tochter“ genannt, im Sinne von „Der Vater gründete die Tochter“. In Malchut unterscheiden wir nun vier Aspekte (Bchinot), die heißen: Chochma, Bina, Seir Anpin und Malchut – die sogenannten vier Aspekte der Grobheit (Awiut).

ידוע, שמלכות נקראת "בת", בסוד "אבא יסד ברתא". והנה במלכות אנו מבחינים ארבע בחינות הנקראות: חכמה, בינה, ז"א, ומלכות, המכונות ד' בחינות שבעביות.

Es ist bekannt, dass Malchut „Tochter“ heißt, wie in „Der Vater hat die Tochter erschaffen“. Wir machen vier Unterscheidungen in Malchut. Sie heißen Chochma , Bina , SA und Malchut , die „vier Bchinot [Unterscheidungen] der Awiut [Grobheit]“ genannt werden.

4

Der erste Aspekt, nämlich Chochma, wird „Schönheit“ genannt; denn bekanntlich heißt es bei Chochma „schön von Augen“.

בחינה א', שהיא בחינת חכמה, נקראת יופי, כי ידוע בחכמה נקרא בחינת "יפה עינים".

Die erste Bchina [Unterscheidung], die Chochma ist, wird „Schönheit“ genannt, denn Chochma heißt bekanntlich „schöne Augen haben“.

5

Der zweite Aspekt, nämlich Bina, wird „Mutter der Söhne“ genannt, denn sie gebar Son (Seir Anpin und Nukwa). Die Eigenschaft von Bina ist, dass sie die Angleichung der Form will, um dem Gebenden zu gleichen. Deshalb besteht ihr Vorzug darin, dass wir sie Keter zuordnen – sie will also Keter gleichen, der der Gebende ist.

בחינה ב', שהיא בחינת בינה, נקראת אם הבנים, שהיא הולידה את זו"ן. ובינה, תכונתה היא, שהיא רוצה בהשתוות הצורה, להדמות להמשפיע. ומשום זה, המעלה שיש בבינה היא, שאנו מיחסים אותה לכתר, היינו שהיא רוצה להדמות לכתר, שהוא המשפיע.

Die zweite Bchina ist Bina . Sie wird „Mutter der Kinder“ genannt und zeugte SoN. Die Eigenschaft von Bina ist, dass sie die Gleichwertigkeit der Form will, um dem Gebenden gleich zu sein. Aus diesem Grund ist es der Verdienst von Bina , dass wir sie Keter zuschreiben, was bedeutet, dass sie Keter , dem Gebenden, gleich sein will.

6

Der dritte Aspekt, nämlich Seir Anpin, wird „reich“ genannt, wie geschrieben steht: „Der Reiche gebe nicht mehr“ (Sohar, Ki Tisa, und im Sulam Blatt 2, Abschnitt 4). Dort heißt es: „‚Der Reiche gebe nicht mehr‘ – das ist die mittlere Säule, nämlich Seir Anpin, der nicht über das Jud hinaus mehren soll. ‚Der Reiche gebe nicht mehr‘ – das ist die mittlere Säule, die ihrem Wesen nach zur rechten Seite neigt, zu den Gnaden (Chassadim), und der Chochma nicht bedarf. Darum wird sie ‚reich‘ genannt.“

בחינה ג', שהיא בחינת וז"א, נקראת עשיר, כמו שכתוב "העשיר לא ירבה" (זהר, כי תשא, ובהסולם דף ב' אות ד'). וזה לשונו "העשיר לא ירבה, זהו עמוד האמצעי, שהוא ז"א, שלא ירבה על יוד. העשיר לא ירבה, זה הוא עמוד האמצעי, שהוא מבחינת עצמותו נוטה לימין, לחסדים, ואינו צריך לחכמה. על כן נקרא "עשיר".

Die dritte Bchina ist SA . Sie wird „reich“ genannt, denn es steht geschrieben: „Die Reichen sollen nicht mehr geben.“ Es steht geschrieben (Sohar, Ki Tissa, Punkt 4): „‚Die Reichen sollen nicht mehr geben‘ ist die mittlere Säule, SA , die nicht zu viel Yud geben soll. ‘Der Reiche soll nicht mehr geben‘ ist die mittlere Säule, die sich von ihrem Wesen her nach rechts, zu den Chassadim , neigt und kein Chochma braucht, daher ihr Titel, ‚reich‘.“

7

Der vierte Aspekt, nämlich Malchut, wird „arm und dürftig“ genannt, wie geschrieben steht: „Sie hat nichts Eigenes, außer dem, was ihr Mann ihr gibt.“ Und bekanntlich wird Malchut als Glaube bezeichnet. Das entspricht dem, was über Abraham gesagt wurde: „Und er glaubte an den Schöpfer, und Er rechnete es ihm als Gerechtigkeit (Zedaka) an.“ Der Glaube wird also Gerechtigkeit genannt – so wie man dem Armen Almosen gibt, ohne irgendeine Gegenleistung zu verlangen. So verhält es sich mit dem Glauben über dem Verstand, der keine Gegenleistung verlangt, sondern nichts will als den Schöpfer allein. Es zeigt sich also, dass der Glaube gleichsam „dürftig“ heißt, weil er dem Armen gleicht, der für das Almosen, das man ihm gibt, nichts zurückgibt.

בחינה ד', שהיא בחינת ומלכות, נקראת עניה ודלה, כמו שכתוב "לית לה מגרמה ולא מידי, אלא מה דיהיב לה בעלה". וידוע, שמלכות נקראת בחינת אמונה. וזהו כמו שנאמר אצל אברהם "והאמין בה' ויחשבה לו לצדקה". שענין אמונה נקרא צדקה, כדרך שנותנים צדקה לעני ולא דורשים שום תמורה. כך הוא בחינת אמונה למעלה מהדעת, שלא דורש שום תמורה, אלא בלתי ה' לבדו. נמצא, כאילו שאמונה נקרא דל, שדומה לעני, שאינו מחזיר שום דבר עבור הצדקה, שנותנים לו.

Die vierte Bchina , die Malchut ist, wird „arm und dürftig“ genannt, denn es steht geschrieben: „Sie hat nichts Eigenes außer dem, was ihr Ehemann ihr gibt.“ Es ist bekannt, dass Malchut „Glaube“ genannt wird. Das entspricht dem, was über Abraham gesagt wurde: „Und er glaubte an den Ewigen, und Er betrachtete es für ihn als Gerechtigkeit.“ Der Glaube wird Zedaka [Gerechtigkeit/Wohltätigkeit] genannt, den man den Armen Almosen gibt, ohne etwas dafür zu verlangen. Das ist der Glaube über dem Verstand: Er verlangt keine Gegenleistung, sondern gibt nur für den Ewigen. Daraus folgt, dass es so ist, als ob der Glaube „dürftig“ genannt wird, wie die Armen, die für die Almosen, die ihnen gegeben werden, nichts zurückgeben.

8

Mit dem Gesagten wollen wir die Mishna von „den Töchtern Israels, die hinausgehen“ deuten. Bekanntlich heißen jene Tage „gute Tage“, an denen es Aufstiege der Welten und Offenbarungen gibt. Darum ist dann die Zeit der Offenbarungen, und dann „gehen die Töchter Jerusalems hinaus“. „Hinausgehen“ bedeutet: von der Verhüllung zur Offenbarung. Und jede einzelne Sefira zeigt ihre Bedeutung.

ובהאמור נפרש את המשנה של "בנות ישראל יוצאות. ידוע, ימים טובים נקראים, שיש עליות העולמות וגלויים. אי לזאת, יש אז הזמן לגלויים, ואז "בנות ירושלים יוצאות". "יוצאות" היינו מהעלם להגלוי. וכל ספירה וספירה מראה את חשיבותה.

Mit dem oben Gesagten können wir die Aussage über die Töchter Israels interpretieren, die herauskommen. Es ist bekannt, dass es gute Tage sind, wenn die Welten aufsteigen und offenbart werden. Deshalb ist dann die Zeit der Offenbarung, und dann kommen die Töchter Jerusalems heraus. Herauskommen bedeutet, von der Verhüllung zur Enthüllung zu kommen, und jede Sefira zeigt ihre Wichtigkeit dabei.

9

Bekanntlich gibt es vier Aspekte des direkten Lichts (Or Jaschar). Das heißt: In Malchut selbst, also im Verlangen zu empfangen – das ist Malchut hinsichtlich des direkten Lichts, deren Eigenschaft „Empfangen, um zu empfangen“ heißt –, werden vier Aspekte unterschieden, wie geschrieben steht (Einführung in die Weisheit der Kabbala, Blatt 6, Abschnitt 20). Dort heißt es: „Dass die fünf Aspekte des Empfangens im vierten Aspekt mit den Namen der Sefirot KaChaB-Tum (Keter, Chochma, Bina, Tiferet und Malchut) bezeichnet werden, rührt daher: Vor dem Zimzum (der Einschränkung) – solange also der vierte Aspekt ein Empfangsgefäß für die zehn Sefirot war, die im Höheren Licht enthalten sind, im Sinne von ‚Er ist Eins und Sein Name ist Eins‘ usw. – wurde dort seine Bekleidung der zehn Sefirot nach jenen genannten Aspekten bestimmt, sodass jeder der fünf Aspekte in ihm den ihm entsprechenden Aspekt unter den zehn Sefirot des Höheren Lichts bekleidete usw.“ So weit seine Worte.

וידוע שיש ד' בחינות דאור ישר, שפרוש, שבמלכות עצמה, היינו בהרצון לקבל, שזה היא מלכות מבחינת אור ישר, שתכונתה מכונה מקבל בעמ"נ לקבל, נבחן שם ארבע בחינות, כמו שכתוב (פתיחה לחכמת הקבלה, דף ו' אות כ') וזה לשונו "ומה שה' בחינות הקבלה שבבחינה ד' נקראות בשם הספירות כח"ב תו"מ, הוא, כי הבחי"ד מטרם הצמצום, דהיינו בעוד שהבחי"ד היתה כלי קבלה על הע"ס, הכלולות באור העליון, בסוד "הוא אחד ושמו אחד", וכו', נבחן שם הלבשתה לע"ס ע"פ אותן הבחינות הנ"ל, שכל בחינה מה' בחינות שבה הלבישה הבחינה שכנגדה בהע"ס שבאור העליון, וכו'". עד כאן לשונו.

Es ist bekannt, dass es vier Bchinot [Unterscheidungen/Phasen] von Or Yashar [Direktes Licht] gibt. Das bedeutet, dass vier Phasen in Malchut selbst unterschieden werden – im Wille zu empfangen, der Malchut in Bezug auf das Or Yashar ist, deren Eigenschaft es ist, zu empfangen, um zu empfangen. Dort werden vier Bchinot unterschieden, wie es heißt (im „Einführung in die Weisheit der Kabbala“ , Punkt 20): „Die fünf Stufen des Empfangens in Bchina Dalet werden mit den Namen der Zehn Sefirot KaCHaB TuM gekennzeichnet, denn Bchina Dalet war schon vor Zimzum Alef ein Empfangsgefäß für die Zehn Sefirot, die im Höheren Licht enthalten sind, genannt: ‚Er und Sein Name sind eins‘. Alle Welten waren in Bchina Dalet des Or Yashar enthalten ( Malchut der Welt Ejn Sof ). Jede Bchina , die in Malchut enthalten war, nahm die Eigenschaft der ihr entsprechenden Bchina von den Zehn Sefirot des Höheren Lichts an.“

10

Diese genannten Aspekte offenbaren sich an den „guten Tagen“, das heißt: Jede Sefira offenbart ihren Vorzug. Die Ordnung ist diese: Der erste Aspekt, Chochma genannt, sagt: „Junger Mann“ – also zu dem, der würdig ist, ein erwählter Mann aus dem Volk zu sein. Dann offenbart sie ihren Vorzug, in dem der Aspekt der Schönheit liegt. Wie gesagt, heißt Chochma „schön von Augen“, so wie es heißt „die Augen der Gemeinde“, womit die Weisen der Gemeinde gemeint sind. Darum wird der Aspekt der Chochma „die Schönen“ genannt. Deshalb sagten sie: „Die Frau ist nur um der Schönheit willen da.“ Denn das Empfangsgefäß im Allgemeinen – das Verlangen, Seinen Geschöpfen Gutes zu tun, schuf ein Gefäß, um das Gute und den Genuss zu empfangen – bezieht sich auf das Licht der Chochma. Deshalb bezieht sich die „Frau“, die Empfangsgefäß genannt wird, nur auf Chochma.

ואלו הבחינות הנ"ל מתגלות ב"ימים טובים", היינו שכל ספירה מגלית את מעלתה. והסדר הוא, כי בחינה א', הנקראת חכמה, אומרת "בחור". היינו מי שראוי להיות בחור מעם, אז היא מגלית המעלה שלה, שבה נמצא בחינת היופי. היינו כנ"ל, שחכמה נקראת "יפי עינים", כמו שנאמר "עיני העדה", שהכוונה על חכמי העדה. לכן בחינת חכמה נקראות יפייפיות. ולכן אמרו, ש"אין האשה אלא ליופי". שענין הכלי קבלה באופן כללי, שהרצון דלהטיב לנבראיו ברא כלי לקבל את הטוב והעונג, הוא על אור החכמה. ומשום זה "אשה" הנקראת כלי קבלה, הוא רק על חכמה.

Diese oben erwähnten Bchinot offenbaren sich an guten Tagen, was bedeutet, dass jede Bchina ihren Verdienst offenbart. Die darin enthaltene Ordnung besteht darin, dass Bchina Alef , genannt Chochma , sagt: Bachur [junger unverheirateter Mann], also einer, der würdig ist, Bachur [auch „auserwählt“] aus dem Volk zu sein. Zu dieser Zeit offenbart sie ihren Verdienst – dass sie schön ist. Das heißt, Chochma wird „die Schönheit der Augen“ genannt, so wie es heißt: „Die Augen der Gemeinde“, was sich auf die Weisen in der Gemeinde bezieht. Darum wird Chochma „Schönheiten“ genannt. Deshalb sagt man, dass eine Frau nur für die Schönheit da ist. Was die Gefäße des Empfangens im Allgemeinen betrifft – in denen das Verlangen, seinen Geschöpfen Gutes zu tun, ein Kli [Gefäß] erschaffen hat, um die Wonne und den Genuss zu empfangen –, bezieht sich das auf das Licht von Chochma . Deshalb wird die Frau auch als „Gefäß des Empfangens ausschließlich für Chochma “ bezeichnet.

11

„Die Wohlgeborenen unter ihnen, was sagten sie?“ Der Begriff „Abstammung“ bedeutet, dass jemand eine hohe Wurzel hat. Sagt man zum Beispiel, er sei der Enkel eines großen Mannes, so heißt das: Seine Wurzel ist eine sehr hohe. Nun zeigt die Sefira Bina, der zweite Aspekt, ihren Vorzug darin, dass sie sich nach der Angleichung der Form sehnt, durch die man zur Wurzel gelangen und an ihr anhaften kann – an der Wurzel, die der Emanierende und Keter ist. Es zeigt sich also, dass die Sefira Bina zeigt, dass sie an der Wurzel anhaftet. Das nennt man „edle Abstammung der Familie“: Die Söhne, die sie gebären wird, tragen von Natur aus dieselbe Eigenschaft, die sie hat – nämlich ihre Angleichung an die Wurzel. Das ist gemeint mit: „Die Wohlgeborenen unter ihnen, was sagten sie? Die Frau ist nur um der Söhne willen da.“

"מיוחסות שבהן מה היו אומרות". ענין "יחוס" פרוש, שיש לו שורש גבוה. למשל שאומרים, הוא נכד מאדם גדול, היינו השורש שלו הוא שורש גבוה מאוד. הנה ספירת הבינה, הנקראת בחינה ב', מראית מעלתה שהיא משתוקקת להשתוות הצורה, שע"י יכולים לבוא ולהדבק בהשורש, שהוא בחינת המאציל והכתר. נמצא, שספירת הבינה מראית, שהיא דבוקה בהשורש. וזה נקרא "יחוס משפחה", היינו שהבנים, שהיא תוליד, תהיה בהטבע שלהם אותה תכונה שיש לה, ממה שיש לה השתוות עם השורש. וזה שכתוב "מיוחסות שבהן, מה היו אומרות, שאין האשה אלא לבנים".

„Was sagt der Wohlgeborene unter ihnen?“ Wohlgeboren zu sein bedeutet, dass er eine hohe Wurzel hat. Wenn wir zum Beispiel sagen, dass dieser Mensch der Enkel eines großen Mannes ist, bedeutet dies, dass seine Wurzel eine sehr hohe ist. Die Sefira Bina , die Bchina Bet genannt wird, zeigt ihren Verdienst darin, dass sie sich nach der Gleichwertigkeit der Form sehnt, durch die wir an der Wurzel anhaften können, die der Ausströmende und Keter ist. Daraus folgt, dass die Sefira Bina zeigt, dass sie mit der Wurzel verbunden ist. Dies wird als „Stammbaum“ bezeichnet, was bedeutet, dass die Söhne, die sie gebären wird, die gleichen Eigenschaften haben werden wie sie selbst, da sie mit der Wurzel gleichgestellt ist. Deshalb heißt es: „Was sagen die Wohlgeborenen unter ihnen? Eine Frau ist nur für Söhne da.“

12

Das bedeutet: Das Empfangsgefäß, das „Frau“ genannt wird, muss sich bemühen, Söhne zu zeugen – Söhne, die bedeutend sind. Das ist gemeint mit „Richtet eure Augen auf die Familie“, also auf die edle Abstammung der Familie. Mit anderen Worten: Bina zeigte ihren Vorzug, dass sie an der Wurzel anhaftet, was „Angleichung der Form“ genannt wird; denn die Wurzel von Bina ist Keter, das Verlangen, Gutes zu tun und zu geben. Darum besteht ihr Vorzug darin, dass sie die Kraft des Gebens für die Söhne hervorbringt, die sie später gebären wird.

פרושו, שהכלי קבלה, הנקרא "אשה", צריכים להשתדל שיוליד בנים, היינו שהבנים שיולידו, יהיו בנים חשובים. וזה שנאמר "תנו עיניכם למשפחה", היינו יחוס משפחה. זאת אומרת, שבינה הראה מעלתה, שיש לה דביקות בהשורש, שזה נקרא השתוות הצורה, שהשורש של בינה הוא הכתר, שהוא רצון להטיב ולהשפיע. אי לזאת, מעלתה היא, שהיא מולידה כח השפעה להבנים, שיולידו אח"כ.

Das bedeutet, dass die Gefäße des Empfangens, die „Frau“ genannt werden, danach streben müssen, Söhne zu gebären, was bedeutet, dass die Söhne, die sie gebären werden, wichtige Söhne sein werden. Deshalb heißt es: „Schaut auf die Familie“, also auf den Stammbaum der Familie. Das heißt, Bina hat ihren Verdienst darin gezeigt, dass sie an der Wurzel anhaftet, was als „Gleichwertigkeit der Form“ bezeichnet wird, denn die Wurzel von Bina ist Keter , also das Verlangen, Gutes zu tun und zu geben. Deshalb besteht ihr Verdienst darin, dass sie die Kraft des Gebens für die Söhne hervorbringt, die sie später gebären wird.

13

„Die Wohlhabenden unter ihnen sagen: Richtet eure Augen auf die Begüterten.“ Der dritte Aspekt, nämlich Seir Anpin, wird „reich“ genannt, weil er Gnaden (Chassadim) hat. Er heißt „reich, weil er mit seinem Anteil zufrieden ist und der Chochma nicht bedarf“. Doch er hat auch ein Leuchten der Chochma, neigt aber zu den Chassadim. In dieser Hinsicht gleicht er Bina, wie gesagt, die die Quelle der Chassadim ist, die sich von der Wurzel Keter erstreckt und ihrer Wurzel gleichen will. Doch er hat ein Leuchten der Chochma.

"עשירות שבהן אומרות, תנו עיניכם בבעלי ממון". בחינה ג', שהיא בחינת ז"א, נקראת בחינת עשיר, משום שיש לו חסדים, הוא נקרא "עשיר, שהוא שמח בחלקו ואינו זקוק לחכמה". אבל יש לו הארת חכמה גם כן. אבל הוא נוטה לחסדים. ומבחינה זו הוא דומה לבינה כנ"ל, שהיא מקור החסדים, הנמשכת מהשורש הכתר, שהיא רוצה להדמות לשורשה. אבל יש לו הארת חכמה.

„Die Wohlhabenden unter ihnen sagen: ‚Wirf deine Augen auf die Wohlhabenden.'“ Bchina Gimel , also SA , wird „reich“ genannt, denn wer Chassadim hat, gilt als reich, weil er mit seinem Los zufrieden ist und kein Chochma braucht. Er hat auch das Leuchten von Chochma , aber er neigt zu Chassadim . In dieser Hinsicht ähnelt er Bina , die die Quelle von Chassadim ist, die sich von der Wurzel Keter erstreckt. Sie will ihrer Wurzel ähneln, aber er hat das Leuchten von Chochma .

14

Und im Heiligen Sohar (Ki Tisa, Blatt 2, und im Sulam Abschnitt 4) heißt es dort: „Der Reiche gebe nicht mehr – das ist die mittlere Säule, nämlich Seir Anpin, der nicht über das Jud hinaus mehren soll usw. Und das ist gemeint mit: Der Reiche gebe nicht mehr – das ist die mittlere Säule, die ihrem Wesen nach zur rechten Seite, zu den Chassadim, neigt und der Chochma nicht bedarf. Darum wird sie reich genannt. Und es wurde ihr gesagt, sie solle nicht über das Jud hinaus mehren.“ Das bedeutet: Sie soll nicht über das Jud (י) hinaus mehren, sondern das Licht der Chassadim mit einem Leuchten der Chochma nehmen. Siehe dort.

ובזה"ק (כי תשא, דף ב' ובהסולם אות ד') כתוב שם וזה לשונו "העשיר לא ירבה, זהו עמוד האמצעי, שהוא ז"א, שלא ירבה על יוד, וכו'. וזה שכתוב, העשיר לא ירבה, זהו עמוד האמצעי, שהוא מבחינת עצמותו, נוטה לימין לחסדים, ואינו צריך לחכמה. על כן נקרא עשיר. ונאמר לו, שלא ירבה על יוד", שפירושו, שלא ירבה על י', אלא יקח אור דחסדים עם הארת חכמה. עיין שם.

So steht es im Heiligen Sohar (Ki Tissa, Punkt 4.): „‚Der Reiche soll nicht mehr geben‘ ist die mittlere Säule, SA , die nicht zu viel Yud geben soll.“ Und es steht geschrieben: „‚Der Reiche soll nicht mehr geben‘ ist die mittlere Säule, die sich von ihrem Wesen her nach rechts, zu den Chassadim , neigt und kein Chochma braucht, daher ihr Titel ‚reich‘.“ Es wurde gesagt, nicht zu viel Yud zu geben, was bedeutet, nicht zu viel Yud zu geben, sondern eher Or Chassadim [Licht der Barmherzigkeit] mit dem Leuchten von Chochma zu nehmen.

15

Das ist gemeint mit „die Wohlhabenden unter ihnen“, also dem dritten Aspekt, nämlich Seir Anpin, der „Licht der Chassadim im Leuchten der Chochma“ genannt wird; denn Seir Anpin heißt „reich“. Diese Sefira in Malchut zeigt ihren Vorzug, der in ihr liegt. Das ist gemeint mit „Richtet eure Augen auf die Begüterten“.

וזה שכתוב "עשירות שבהן", היינו בחינה ג', שהיא בחינת ז"א, הנקרא אור דחסדים בהארת חכמה, שז"א נקרא עשיר. הספירה הזאת שבמלכות מראית את מעלתה, שיש בה. וזה שכתוב "תנו עיניכם בבעלי ממון".

Deshalb steht geschrieben: „Die Wohlhabenden unter ihnen“, also Bchina Gimel , die die Bchina von SA ist, genannt Licht der Chassadim im Leuchten von Chochma , denn SA heißt „reich“. Diese Sefira in Malchut zeigt ihren Verdienst, wie geschrieben steht: „Wirf deine Augen auf die Wohlhabenden.“

16

„Die Unansehnlichen unter ihnen“ – das ist das eigentliche Wesen von Malchut, der vierte Aspekt innerhalb des vierten, auf dem die Einschränkung (Zimzum) lag. Darum wird dieser Aspekt „dürftig und arm“ genannt, wie es im Heiligen Sohar steht, dass Malchut „dürftig und arm“ heißt, „denn sie hat nichts Eigenes, außer dem, was ihr Mann ihr gibt“. Bekanntlich muss man das „Königtum des Himmels“ über dem Verstand annehmen; das nennt man Glauben – an den Schöpfer zu glauben, obwohl der Körper mit vielen Fragen, Einwänden und Forderungen kommt. Dann muss man sagen: „Augen haben sie und sehen nicht, Ohren und hören nicht“, sondern alles über Geschmack und Verstand hinaus annehmen. Mehr noch: Dies muss in Form der Gerechtigkeit (Zedaka) geschehen, wie über Abraham gesagt wurde: „Und er glaubte an den Schöpfer, und Er rechnete es ihm als Gerechtigkeit an.“

"והמכוערות שבהם", היינו עצם בחינת מלכות הנקרא בחינה ד' שבד', שעליה היה צמצום, ולכן בחינה זו נקראת דלה ועניה, כמו שכתוב בזה"ק, שמלכות נקראת "דלה ועניה, דלית לה מגרמה ולא מידי, אלא מה דיהב לה בעלה". ידוע, ש"מלכות שמים" צריכים לקבל בבחינת למעלה מהדעת, שזהו נקרא בחינת אמונה, להאמין בה', אף על פי שהגוף בא עם הרבה שאלות וטענות ותביעות. אז צריכים לומר "עינים להם ולא יראו, אזנים ולא ישמעו", אלא לקבל הכל למעלה מטעם ודעת. ולא עוד, שזה צריך להיות בבחינת צדקה, כמו שנאמר אצל אברהם "והאמין בה' ויחשבה לו צדקה".

„Die Unansehnlichen unter ihnen“ sind die eigentlichen Malchut , genannt Bchina Dalet in Dalet , auf denen der Zimzum [Einschränkung] lag. Daher wird diese Bchina „arm und dürftig“ genannt, so wie es im Heiligen Sohar steht, dass Malchut „arm und dürftig genannt wird, denn sie hat nichts Eigenes außer dem, was ihr Ehemann ihr gibt“. Es ist bekannt, dass wir das Himmelreich über dem Verstand annehmen müssen. Das nennt man „Glauben“, also an den Schöpfer zu glauben, obwohl der Körper mit vielen Fragen, Beschwerden und Forderungen kommt. In dieser Zeit sollten wir sagen: „Sie haben Augen, aber sie sehen nicht, Ohren, aber sie hören nicht.“ Stattdessen müssen wir alles über dem Verstand und der Vernunft annehmen. Außerdem muss das wie ein Zedaka sein, wie über Abraham gesagt wurde: „Und er glaubte an den Ewigen und Er betrachtete es für ihn als Gerechtigkeit.“

17

Der Grund ist: So wie man dem Armen Almosen gibt und von ihm keine Gegenleistung verlangt – denn der Arme hat nichts zurückzugeben, er hat ja nur, was man ihm gibt –, so muss die Annahme des Jochs des Königtums des Himmels sein: ohne jede Gegenleistung, sondern „nichts als der Schöpfer allein“, als hätte der Schöpfer dem Menschen für seine Arbeit, das Joch des Königtums des Himmels auf sich zu nehmen, nichts zurückzugeben.

והטעם הוא, כמו כשנותנים צדקה לעני, שאין דורשים מהעני שום תמורה, כי אין להעני מה להחזיר לו, כי אין לו רק מה שנותנים לו. כך צריכה להיות קבלת עול מלכות שמים, בלי שום תמורה חזרה, אלא "בלתי ה' לבדו", כאילו אין מה להקב"ה להחזירו לאדם תמורת עבודתו בקבלת עול מלכות שמים.

Denn wenn du den Armen Almosen gibst, verlangst du von ihnen keine Gegenleistung, weil die Armen nichts zurückgeben können, außer dem, was sie bekommen haben. Genauso sollte es sein, wenn man die Last des Himmelreichs auf sich nimmt – ohne Gegenleistung, sondern ausschließlich für den Schöpfer, so als ob der Schöpfer dem Menschen für seine Arbeit in der Übernahme der Last des Himmelreichs nichts zurückzugeben hätte.

18

Und warum eigentlich muss der Glaube gerade auf diese Weise sein? Aus dem bekannten Grund: Auf den Empfangsgefäßen lag eine Einschränkung, damit Raum für die Arbeit bleibe – nämlich um dadurch zur Angleichung der Form zu gelangen, die „Anhaftung“ (Dwekut) genannt wird. Und gerade in diesen Gefäßen, die „Aufhebung der Empfangsgefäße“ genannt werden, erlangt man Gefäße des Gebens, in denen der Mensch die Absicht zu geben ausrichten kann. In diesen Gefäßen leuchtet all das Gute und der Genuss, den der Schöpfer Seinen Geschöpfen zugedacht hatte.

ובאמת, מדוע צריכה להיות האמונה בדרך הזה דוקא. זהו מטעם הידוע, היות שעל הכלים דקבלה היה צמצום, בכדי שיהיה מקום לעבודה, היינו להגיע ע"י זה להשתוות הצורה, המכונה "דביקות". ודוקא בכלים האלו, הנקראים "ביטול כלים דקבלה", ומשיגים כלים דהשפעה, שהאדם יכול לכוון בעמ"נ להשפיע. ובכלים האלו מאירים כל הטוב והעונג, מה שהבורא רצה להטיב לנבראיו.

Warum sollte der Glaube gerade auf diese Art und Weise sein? Aus dem bekannten Grund, dass es auf den Gefäßen des Empfangens ein Zimzum gab, um Platz für Arbeit zu haben, und um die Gleichwertigkeit der Form zu erreichen, die Dwekut [Anhaftung] genannt wird. Speziell in diesen Kelim [Gefäßen], die „Annullierung der Gefäße des Empfangens“ genannt werden, erhalten wir Gefäße des Gebens, in denen man sich darauf ausrichten kann zu geben. In diesen Kelim leuchten all die Freude und der Genuss, die der Schöpfer seinen Geschöpfen geben wollte.

19

Doch bei den Geschöpfen, die mit Empfangsgefäßen erschaffen wurden und denen man sagt, sie müssten über dem Verstand arbeiten, wird diese Arbeit „unwichtige Arbeit“ genannt – ein Aspekt von „gering an Bedeutung“. Denn einem vernünftigen Menschen ziemt es nicht, Handlungen zu vollziehen, denen der Verstand nicht zustimmt.

אבל אצל הנבראים, שנבראו בכלים דקבלה, ואומרים להם, שצריכים לעבוד למעלה מהדעת, עבודה זו נקראת "עבודה בלתי חשובה". ונקראת בחינת "מטה בחשיבות". כי לאדם בר דעת לא מתאים, שיעשה מעשים, מה שהשכל לא מסכים למעשים כאלו.

Bei den Geschöpfen, die mit Gefäßen des Empfangens erschaffen wurden und von denen gesagt wird, dass sie über dem Verstand arbeiten müssen, wird diese Arbeit jedoch als „unwichtige Arbeit“ bezeichnet. Sie wird als unwichtig bezeichnet, weil es für einen vernünftigen Menschen unpassend ist, Dinge zu tun, denen der Verstand nicht zustimmt.

20

Das entspricht dem, was mein Vater und Lehrer seligen Andenkens (Baal HaSulam) über den Vers sagte, den der Schöpfer zu Moses sprach (Exodus, fünfter Abschnitt): „Und der Schöpfer sprach zu ihm: Was ist das in deiner Hand? Und er sagte: Ein Stab. Und Er sprach: Wirf ihn zu Boden! Da wurde er zu einer Schlange, und Moses floh vor ihr.“ Er sagte, die Hände des Moses würden Glaube genannt; und das ist der Aspekt „gering an Bedeutung“. Denn der Mensch sehnt sich nur nach Wissen. Und wo er sieht, dass die Sache, die er erlangen will, vom Verstand her nicht greifbar ist, hat er keine Möglichkeit, sie zu erlangen. Er wendet ein, er habe in diese Arbeit – alles um des Himmels willen zu tun – schon viel Mühe gesteckt und sich kein Haar breit bewegt. Also sagt ihm der Körper: Gib diese Sache auf und denke nicht, du könntest sie je erlangen; lass also von diesem Weg ab. Da sprach der Schöpfer zu ihm: „Wirf ihn zu Boden“ – das heißt, so sollst du es vor dem Volk Israel tun. Und man muss wissen: Was Pharao und Ägypten betrifft, so deuten sie auch auf den Aspekt von Pharao und Ägypten hin, der im Herzen Israels ist. „Da wurde er zu einer Schlange“ – das heißt: Sobald man den Aspekt des Glaubens verlässt, der „gering an Bedeutung“ heißt, fällt man sogleich in die Klipot (Schalen). Denn gerade durch den Glauben über dem Verstand kann man die ganze Vollkommenheit erlangen.

וזהו על דרך מה שאמר אאמו"ר זצ"ל על הפסוק, שאמר הקב"ה למשה (שמות, חמישי) "ויאמר אליו ה', מזה בידך. ויאמר, מטה. ויאמר, השליכהו ארצה, ויהי לנחש. וינס משה מפניו". ואמר, שידים של משה נקראים בחינת אמונה. וזה הוא בחינת מטה בחשיבות. כי האדם משתוקק רק לידיעה, ובמקום שהוא רואה, שמצד השכל אין הדבר הזה, שהוא רוצה להשיג, אין לו שום מציאות להשיג את הדבר. כי הוא טוען, שכבר הוא השקיע בעבודה זו, שנוכל לעשות הכל לשם שמים, הרבה יגיעה, ולא זז כמלא הנימא. אם כן, הגוף אומר לו, תייאש עצמך מדבר זה, ואל תחשוב, שיהיה פעם, שאתה כן תוכל להשיג אותה. לכן כלך מדרך הזה. אז אמר לו הקב"ה, השלכהו ארצה, היינו שכך אתה תעשה לפני העם ישראל. וצריכים לדעת, כי ענין פרעה ומצריים, הם מרמזים גם לבחינת פרעה ומצריים שיש בלב ישראלי. ויהי לנחש, היינו תיכף כשעוזבים את בחינת אמונה, הנקרא בחינת מטה בחשיבות, נופלים תיכף להקליפות. שדוקא ע"י האמונה למעלה מהדעת יכולים לזכות לכל השלימות.

Es ist so, wie Baal HaSulam den Vers auslegte, in dem der Schöpfer zu Moses sagte (Exodus, 4.): „Und der Ewige sprach zu ihm: ‚Was ist das in deiner Hand?‘ Und er sagte: ‚Ein Stab.‘ Und er sprach: ‚Wirf ihn auf die Erde!‘ Da wurde er zu einer Schlange, und Moses floh vor ihr.“ Er sagte, dass Moses‘ Hände „Glauben“ genannt werden. Er wird als „unbedeutend“ angesehen, denn der Mensch sehnt sich nur nach Wissen. Wo er sieht, dass es keine Erkenntnis gibt, die er erlangen will, kann er diese Angelegenheit nicht erlangen. Er argumentiert, dass er sich schon in der Arbeit angestrengt hat, alles für den Schöpfer tun zu können, aber er hat sich kein Stück vorwärts bewegt. So sagt ihm der Körper: „Gib es auf und glaube nicht, dass du es jemals erreichen kannst. Also verlasse diesen Weg.“ Daraufhin sagt ihm der Schöpfer: „Wirf es auf den Boden“, was bedeutet, dass du das vor dem Volk Israel tun sollst. Wir müssen wissen, dass mit Pharao und Ägypten der Pharao und das Ägypten gemeint sind, die in einem israelischen Herzen existieren. „Und es wurde zu einer Schlange.“ Das heißt, sobald wir den Glauben verlassen, der „von geringer Bedeutung“ genannt wird, fallen wir prompt in die Klipot [unreine Kräfte], denn gerade durch den Glauben über dem Verstand können wir mit der gesamten Vollkommenheit belohnt werden.

21

Aus dem Gesagten folgt: Der Kern der Arbeit liegt darin, dass der Mensch keinerlei Grundlage des Verstandes hat, auf der er aufbauen könnte. Im Aspekt des Glaubens hat er keine Grundlage in seinem Verstand. Wo der Mensch deshalb nicht sieht, dass ihm daraus ein eigener Nutzen erwächst, verliert er sogleich die Kräfte zur Arbeit und wird wie ein Holzklotz, ohne jedes Verlangen und ohne Kraft.

ובהאמור, שעיקר העבודה היא בזמן שאין להאדם שום בסיס של שכל, שתהיה לו היכולת לבנות על יסוד זה. ובבחינת אמונה אין לו שום יסוד בהשכל שלו. ומשום זה, במקום שהאדם לא רואה, שיהיה לו מזה תועלת עצמו, תיכף נאבדים לו כוחות עבודה, ונעשה אז כמו בול עץ בלי שום רצון וכח.

Daraus folgt, dass der größte Teil der Arbeit darin besteht, dass der Mensch keine intellektuelle Grundlage hat, auf der er aufbauen kann. Auch der Glaube hat keine Grundlage in seinem Verstand. Aus diesem Grund verliert derjenige, der nicht sieht, dass ihm daraus ein Nutzen erwächst, schnell die Energie zur Arbeit und wird wie ein Holzklotz, ohne Verlangen und Kraft.

22

Und gerade dann kann der Mensch die Wahrheit sehen – ob er den Glauben über dem Verstand hat, sodass er seinem Körper zu antworten vermag, der ihm mit Einwänden kommt, die nach dem Verstand berechtigt sind. Der Körper sagt ihm: „Reicht es dir nicht, die Wahrheit zu sehen, dass es keine Möglichkeit gibt, auf deinem Weg voranzukommen? Sag mir doch: Wie viele Erkenntnisse fehlen dir noch, damit du auf meine Stimme hörst, die Hände hebst und sagst: Jetzt bin ich zum Punkt der Wahrheit gelangt – dieser Weg, auf dem man nur um des Himmels willen arbeiten soll, ist nichts für mich. Für wen er ist, weiß ich nicht; aber was ich weiß, ist: Er ist nichts für mich.“

ודוקא אז האדם יכול לראות את האמת, אם יש לו אמונה למעלה מהדעת, שתהיה לו היכולת לומר לגופו, הבא אליו בטענות צודקות לפי השכל. ואומר לו הגוף, האם לא מספיק לך לראות האמת, שאין שום מציאות להתקדם בהדרך שלך, ותגיד לי, אדרבא, כמה ידיעות חסרות לך עוד, בכדי שאתה תשמע בקולי, להרים את הידים, ולומר, עכשיו אני הגעתי לנקודת האמת, שהדרך הזו, שצריכים לעבוד רק לשם שמים, זה לא בשבילי, ובשביל מי כן אני לא יודע, אבל מה אני יודע, שזה לא בשבילי.

Aber genau dann kann man die Wahrheit erkennen – ob er den Glauben über dem Verstand hat, damit er seinem Körper antworten kann, der ihm mit sinnvollen Argumenten kommt. Der Körper sagt ihm: „Reicht es dir nicht, die Wahrheit zu sehen, dass es unmöglich ist, deinen Weg weiterzugehen? Sag mir, wie viele Beweise Du noch brauchst, damit du mir zuhörst, aufgibst und sagst: ‚Jetzt habe ich erkannt, dass dieser Weg, nur für den Schöpfer zu arbeiten, nichts für mich ist. Ich weiß nicht, für wen er ist, aber was ich weiß, ist, dass er nichts für mich ist.’“

23

Und obwohl unsere Weisen anders sagten (Sanhedrin, Blatt 37a): „Darum ist jeder Einzelne verpflichtet zu sagen: Für mich wurde die Welt erschaffen“ – so sagt der Körper doch: Was soll ich tun, wenn ich die Wirklichkeit sehe, dass es nicht in meiner Macht steht, diese Wirklichkeit zu erfüllen, nämlich zu sagen, dass ich alles um des Himmels willen tun muss? Darum wird die Arbeit des Glaubens „unwichtige Arbeit“ genannt.

והגם שחז"ל אמרו אחרת (סנהדרין, דף ל"ז ע"א) וזה לשונו "לפיכך כל אחד ואחד חייב לומר, בשבילי נברא העולם", אבל מה אני אעשה, שאני רואה את המציאות, שאין בידי לקיים את המציאות הזאת, היינו לומר, שאני מוכרח לעשות הכל לשם שמים. ולפיכך עבודה של אמונה נקראת עבודה בלתי חשובה.

Auch wenn unsere Weisen etwas anderes sagen (Sanhedrin, S. 37a): „Deshalb muss jeder sagen: ‚Die Welt wurde für mich erschaffen.‘ Aber was kann ich tun, wenn ich sehe, dass ich mich in Wirklichkeit nicht daran halten kann, zu sagen, dass ich alles für den Schöpfer tun muss?'“ Deshalb wird die Arbeit des Glaubens als unwichtige Arbeit angesehen.

24

Mit dem Gesagten wollen wir nun deuten, was „die Unansehnlichen sagten: Nehmt euren Kauf um des Himmels willen, sofern ihr uns nur mit Goldstücken krönt.“ Der vierte Aspekt in Malchut, der „dürftig und arm“ genannt wird, wie gesagt – diese Arbeit erscheint dem Menschen unansehnlich. Denn hier gibt es weder eine Schönheit der Spiritualität zu betrachten noch den Aspekt einer edlen Abstammung in der Spiritualität noch einen Reichtum in der Spiritualität.

ובהאמור נפרש את מה ש"המכוערות היו אומרות, קחו מקחכם לשם שמים, ובלבד שתעטרונו בזהובים". הנה בחינה ד' שבמלכות, שהיא נקראת דלה ועניה, כנ"ל, עבודה זו מכוערת אצל אדם, כי אין כאן להסתכל על יופי של רוחניות, ולא על בחינת יחוס משפחה שברוחניות, ולא על ממון שברוחניות.

Mit dem oben Gesagten können wir interpretieren, was die Unansehnlichen sagen würden: „Nehmt, was ihr nehmt, für den Schöpfer, solange ihr uns mit Goldmünzen krönt.“ Bchina Dalet wird in Malchut als „arm und mager“ bezeichnet. Wie erwähnt, hält man diese Arbeit für unansehnlich, weil man hier weder die Schönheit der Spiritualität, noch den Stammbaum der Spiritualität oder den Reichtum der Spiritualität betrachten kann.

25

Sondern was gibt es hier? Nur Dinge, die Verstand und Vernunft nicht ertragen können. Es gleicht einer hässlichen Sache, von der sich der Mensch fernhält, wie geschrieben steht (Chullin 44): „Halte dich fern vom Hässlichen und von dem, was ihm gleicht.“ Und was können sie zu diesem jungen Mann sagen, der ein erwählter Mann aus dem Volk sein will? „Nehmt euren Kauf um des Himmels willen.“ Das heißt: Wir können euch keinen eigenen Nutzen versprechen; doch wenn ihr ein erwählter Mann aus dem Volk sein wollt, müsst ihr euren Kauf einzig um des Himmels willen annehmen. Wenn ihr also diesen Bedingungen zustimmen könnt, dürft ihr uns nehmen; andernfalls gibt es nichts zu bereden.

אלא מה יש כאן, רק דברים שאין הדעת והשכל יכולים לסבול אותם. כדמיון דבר מכוער, שאדם מרחק עצמו, כמו שכתוב (חולין, מ"ד) "הרחק מן הכיעור ומן הדומה לו". ומה הם יכולות לומר להבחור הזה, שרוצה להיות בחור מעם "קחו מקחכם לשם שמים". היינו, שאין אנו יכולים להבטיח לכם משהו בתועלת עצמו, אלא אם אתם רוצים להיות בחור מעם, אתם מוכרחים לקבל את מקחכם רק לשם שמים. היינו, אם אתם יכולים להסכים על תנאים אלו, אתם יכולים לקחת אותנו, אחרת אין ממה לדבר.

Vielmehr haben wir es hier nur mit Dingen zu tun, die Vernunft und Verstand nicht ertragen können. Es ist wie ein hässliches Objekt, von dem man sich fernhält, wie es geschrieben steht (Chulin, 44): „Halte dich von Hässlichkeit und ihresgleichen fern.“ Was kann man einem jungen Mann sagen, der ein Auserwählter sein will: „Nimm, was du nimmst, für den Schöpfer“, was bedeutet: „Wir können dir nichts versprechen, was dir selbst nützt. Aber wenn du zu den Auserwählten des Landes gehören willst, musst du das, was du nimmst, nur für den Schöpfer nehmen. Das heißt, wenn Du diesen Bedingungen zustimmen kannst, darfst Du uns nehmen. Ansonsten gibt es nichts, worüber wir sprechen könnten.“

26

Doch auch das ist nicht einfach; vielmehr wollen wir, dass „ihr uns mit Goldstücken krönt“. Rashi erklärte „ihr krönt uns mit Goldstücken“ so: dass ihr uns nach der Hochzeit Schmuck und schöne Kleider geben werdet. Und mein Vater und Lehrer seligen Andenkens (Baal HaSulam) sagte: Auch wenn der Mensch zustimmt, den Kauf um des Himmels willen auf sich zu nehmen – also selbst wenn sie unansehnlich ist und er auf nichts achtet, sondern es ist wie „die Braut, wie sie ist“ –, so verlangt sie dennoch, dass er ihr danach das Licht der Tora zuführt, das heißt, dass er sich bemüht, die Geschmäcker der Tora und die Geschmäcker der Mizwot zu erlangen. Denn andernfalls stimmt sie nicht zu, aus dem Grund: „Wer den Befehl seines Herrn nicht kennt, wie soll er ihn ausführen?“ Das ist gemeint mit „sofern ihr uns nur mit Goldstücken krönt“: Obwohl der Glaube über dem Verstand steht, muss man danach das Licht der Tora zuführen.

אולם גם זה לא פשוט, אלא אנחנו רוצים ש"תעטרונו בזהובים". ופירש רש"י, "תעטרונו בזהובים", שלאחר נשואין תתנו לנו תכשיטים ומלבושים נאים. ואאמו"ר זצ"ל אמר, שהגם שהאדם מסכים לקבל על עצמו את המקח לשם שמים. היינו, אפילו שהיא מכוער, ואינו מסתכל על שום דבר, אלא שזהו כמו "כלה כמות שהיא", מכל מקום היא דורשת, שאח"כ ימשיך לה את האור תורה, היינו שישתדל להשיג טעמי תורה וטעמי מצות. כי אחרת היא לא מסכימה, מטעם כי "מאן דלא ידע צוויה דמארי, איך יעביד ליה". וזהו שאמרו "ובלבד שתעטרונו בזהובים". היינו, שהגם בבחינת אמונה הוא למעלה מהדעת, אבל אח"כ צריכים להמשיך את האור תורה.

Aber auch das ist nicht einfach. Vielmehr: „Wir wollen, dass ihr uns ‚mit Goldmünzen krönt‘.“ RASHI interpretiert „uns mit Goldmünzen krönen“ so, dass Du uns nach der Heirat Juwelen und schöne Kleider schenken wirst. Baal HaSulam sagte, dass ein Mensch zwar zustimmt, den Handel um des Schöpfers willen auf sich zu nehmen, d.h. auch wenn sie [die Braut] unansehnlich ist, sieht er sich nichts an außer „eine Braut, wie sie ist“, dennoch verlangt sie, dass er danach für sie das Licht der Tora anzieht. Das heißt, er soll den Geschmack der Tora und den Geschmack der Mizwot erlangen, sonst wird sie nicht zustimmen, denn „Wer das Gebot des Höheren nicht kennt, wie will er ihm dienen?“ Deshalb sagten sie: „Solange ihr uns mit Goldmünzen krönt“. Das heißt, obwohl es in Bezug auf den Glauben über dem Verstand steht, müssen wir danach das Licht der Tora vergrößern.

27

Aus dem Gesagten sehen wir zwei Dinge, die einander entgegengesetzt sind:

ובהאמור אנו רואים שני דברים, שהם בהפוכים זה מזה:

Wir sehen deshalb zwei Dinge, die einander entgegengesetzt sind. Auf der einen Seite muss der Glaube über dem Verstand stehen und völlig unbegründet sein. Andererseits müssen wir die Aromen der Tora und der Mizwot erhalten.

28

Einerseits muss der Glaube über dem Verstand stehen, ohne jede Grundlage.

מצד אחד, האמונה צריכה להיות למעלה מהדעת בלי שום יסוד.

29

Andererseits muss man die Geschmäcker der Tora und der Mizwot erlangen.

מצד הב', צריכים להשיג טעמי תורה ומצוות.

30

Auf diese Weise legte mein Vater und Lehrer seligen Andenkens (Baal HaSulam) aus, was wir im Segen „Ascher Jazar“ sprechen: „...und schuf in ihm viele Öffnungen und viele Hohlräume usw.; würde sich eine von ihnen öffnen oder eine von ihnen schließen, so wäre es unmöglich, vor Dir zu bestehen usw.“ Er sagte, das „Verschließen“ ziele auf den Glauben, der verschlossen bleiben müsse. Das ist die Bedeutung von „würde sich eine öffnen“ – vielmehr muss er verschlossen bleiben. „Oder würde sich eine schließen“ bezieht sich auf die Geschmäcker der Tora und der Mizwot. Vielmehr soll der Glaube über dem Verstand bleiben, und die Geschmäcker der Tora und der Mizwot sollen offenbart werden.

ועל דרך זה אמר אאמו"ר זצ"ל, מה שאנו אומרים בברכת "אשר יצר, וברא בו נקבים נקבים, חלולים חלולים, וכו', שאם יפתח אחד מהם או יסתם חד מהם, אי אפשר להתקיים ולעמוד לפניך, וכו'". ואמר, שענין סתימה הכוונה על האמונה, שהיא צריכה להשאר בסתימה. וזה פירוש "אם יפתח", אלא צריך להשאר בסתימה. "או יסתם" פירושו, היינו טעמי תורה ומצוות. אלא אמונה ישאר בלמעלה מהדעת, וטעמי תורה ומצוות יהיו מגולים.

In ähnlicher Weise interpretierte Baal HaSulam das, was wir im Segensspruch sagen: „Der in ihm Löcher über Löcher, Höhlen über Höhlen usw. erschaffen hat, so dass es unmöglich ist, vor Dir zu existieren und zu stehen, wenn sich eines von ihnen öffnet oder eines von ihnen schließt.“ Er sagte, dass das Schließen sich auf den Glauben bezieht, der geschlossen bleiben sollte. Das ist die Bedeutung von „Sollte sich [eine von ihnen] öffnen“. Vielmehr sollte er geschlossen bleiben. „Oder sollte [einer von ihnen] schließen“ bezieht sich auf die Geschmacksrichtungen der Tora und der Mizwot . Vielmehr wird der Glaube über dem Verstand bleiben, und die Geschmäcker von Tora und Mizwot werden sich offenbaren.

Rabash – 1986 – Artikel 35 (תשמ״ו – מאמר ל״ה)

„Der Fünfzehnte Aw“

In der Mishna heißt es (Traktat Taanit, Blatt 26b): „Rabbi Shimon ben Gamliel sagte: Es gab für Israel keine besseren Tage als den Fünfzehnten Aw und den Versöhnungstag (Jom Kippur), an denen die Töchter Jerusalems in geliehenen weißen Kleidern hinausgingen, um den nicht zu beschämen, der keine besitzt. Und die Töchter Jerusalems gingen hinaus und tanzten in den Weinbergen. Und was sagten sie? ‚Junger Mann, erhebe doch deine Augen und sieh, was du dir erwählst. Richte deine Augen nicht auf die Schönheit, richte deine Augen auf die Familie.“‘ Und auf Blatt 31: „Es wurde gelehrt: Wer keine Frau hat, begab sich dorthin. Unsere Weisen lehrten: Die Schönen unter ihnen, was sagten sie? ‚Richtet eure Augen auf die Schönheit, denn die Frau ist nur um der Schönheit willen da.‘ Die Wohlgeborenen unter ihnen, was sagten sie? ‚Richtet eure Augen auf die Familie, denn die Frau ist nur um der Söhne willen da.“‘ Im Ein Jaakow (Das Auge Jakobs) wird hinzugefügt: „Die Wohlhabenden unter ihnen sagen: ‚Richtet eure Augen auf die Begüterten.‘ Die Unansehnlichen unter ihnen, was sagten sie? ‚Nehmt euren Kauf um des Himmels willen, sofern ihr uns nur mit Goldstücken krönt.“‘

Man muss verstehen, was es mit den guten Tagen der Töchter Jerusalems auf sich hat, die hinausgehen und in den Weinbergen tanzen und mit jungen Männern über Heiratsverbindungen sprechen. Welche Sittsamkeit liegt darin? Dem Anschein nach besagt es, dass die guten Tage, die Israel hatte, dazu führten, dass die Töchter Jerusalems hinausgehen und in den Weinbergen tanzen. Man muss also verstehen, was das eine mit dem anderen zu tun hat.

Bekanntlich wird Malchut „Tochter“ genannt, im Sinne von „Der Vater gründete die Tochter“. In Malchut unterscheiden wir nun vier Aspekte (Bchinot), die heißen: Chochma, Bina, Seir Anpin und Malchut – die sogenannten vier Aspekte der Grobheit (Awiut).

Der erste Aspekt, nämlich Chochma, wird „Schönheit“ genannt; denn bekanntlich heißt es bei Chochma „schön von Augen“.

Der zweite Aspekt, nämlich Bina, wird „Mutter der Söhne“ genannt, denn sie gebar Son (Seir Anpin und Nukwa). Die Eigenschaft von Bina ist, dass sie die Angleichung der Form will, um dem Gebenden zu gleichen. Deshalb besteht ihr Vorzug darin, dass wir sie Keter zuordnen – sie will also Keter gleichen, der der Gebende ist.

Der dritte Aspekt, nämlich Seir Anpin, wird „reich“ genannt, wie geschrieben steht: „Der Reiche gebe nicht mehr“ (Sohar, Ki Tisa, und im Sulam Blatt 2, Abschnitt 4). Dort heißt es: „‚Der Reiche gebe nicht mehr‘ – das ist die mittlere Säule, nämlich Seir Anpin, der nicht über das Jud hinaus mehren soll. ‚Der Reiche gebe nicht mehr‘ – das ist die mittlere Säule, die ihrem Wesen nach zur rechten Seite neigt, zu den Gnaden (Chassadim), und der Chochma nicht bedarf. Darum wird sie ‚reich‘ genannt.“

Der vierte Aspekt, nämlich Malchut, wird „arm und dürftig“ genannt, wie geschrieben steht: „Sie hat nichts Eigenes, außer dem, was ihr Mann ihr gibt.“ Und bekanntlich wird Malchut als Glaube bezeichnet. Das entspricht dem, was über Abraham gesagt wurde: „Und er glaubte an den Schöpfer, und Er rechnete es ihm als Gerechtigkeit (Zedaka) an.“ Der Glaube wird also Gerechtigkeit genannt – so wie man dem Armen Almosen gibt, ohne irgendeine Gegenleistung zu verlangen. So verhält es sich mit dem Glauben über dem Verstand, der keine Gegenleistung verlangt, sondern nichts will als den Schöpfer allein. Es zeigt sich also, dass der Glaube gleichsam „dürftig“ heißt, weil er dem Armen gleicht, der für das Almosen, das man ihm gibt, nichts zurückgibt.

Mit dem Gesagten wollen wir die Mishna von „den Töchtern Israels, die hinausgehen“ deuten. Bekanntlich heißen jene Tage „gute Tage“, an denen es Aufstiege der Welten und Offenbarungen gibt. Darum ist dann die Zeit der Offenbarungen, und dann „gehen die Töchter Jerusalems hinaus“. „Hinausgehen“ bedeutet: von der Verhüllung zur Offenbarung. Und jede einzelne Sefira zeigt ihre Bedeutung.

Bekanntlich gibt es vier Aspekte des direkten Lichts (Or Jaschar). Das heißt: In Malchut selbst, also im Verlangen zu empfangen – das ist Malchut hinsichtlich des direkten Lichts, deren Eigenschaft „Empfangen, um zu empfangen“ heißt –, werden vier Aspekte unterschieden, wie geschrieben steht (Einführung in die Weisheit der Kabbala, Blatt 6, Abschnitt 20). Dort heißt es: „Dass die fünf Aspekte des Empfangens im vierten Aspekt mit den Namen der Sefirot KaChaB-Tum (Keter, Chochma, Bina, Tiferet und Malchut) bezeichnet werden, rührt daher: Vor dem Zimzum (der Einschränkung) – solange also der vierte Aspekt ein Empfangsgefäß für die zehn Sefirot war, die im Höheren Licht enthalten sind, im Sinne von ‚Er ist Eins und Sein Name ist Eins‘ usw. – wurde dort seine Bekleidung der zehn Sefirot nach jenen genannten Aspekten bestimmt, sodass jeder der fünf Aspekte in ihm den ihm entsprechenden Aspekt unter den zehn Sefirot des Höheren Lichts bekleidete usw.“ So weit seine Worte.

Diese genannten Aspekte offenbaren sich an den „guten Tagen“, das heißt: Jede Sefira offenbart ihren Vorzug. Die Ordnung ist diese: Der erste Aspekt, Chochma genannt, sagt: „Junger Mann“ – also zu dem, der würdig ist, ein erwählter Mann aus dem Volk zu sein. Dann offenbart sie ihren Vorzug, in dem der Aspekt der Schönheit liegt. Wie gesagt, heißt Chochma „schön von Augen“, so wie es heißt „die Augen der Gemeinde“, womit die Weisen der Gemeinde gemeint sind. Darum wird der Aspekt der Chochma „die Schönen“ genannt. Deshalb sagten sie: „Die Frau ist nur um der Schönheit willen da.“ Denn das Empfangsgefäß im Allgemeinen – das Verlangen, Seinen Geschöpfen Gutes zu tun, schuf ein Gefäß, um das Gute und den Genuss zu empfangen – bezieht sich auf das Licht der Chochma. Deshalb bezieht sich die „Frau“, die Empfangsgefäß genannt wird, nur auf Chochma.

„Die Wohlgeborenen unter ihnen, was sagten sie?“ Der Begriff „Abstammung“ bedeutet, dass jemand eine hohe Wurzel hat. Sagt man zum Beispiel, er sei der Enkel eines großen Mannes, so heißt das: Seine Wurzel ist eine sehr hohe. Nun zeigt die Sefira Bina, der zweite Aspekt, ihren Vorzug darin, dass sie sich nach der Angleichung der Form sehnt, durch die man zur Wurzel gelangen und an ihr anhaften kann – an der Wurzel, die der Emanierende und Keter ist. Es zeigt sich also, dass die Sefira Bina zeigt, dass sie an der Wurzel anhaftet. Das nennt man „edle Abstammung der Familie“: Die Söhne, die sie gebären wird, tragen von Natur aus dieselbe Eigenschaft, die sie hat – nämlich ihre Angleichung an die Wurzel. Das ist gemeint mit: „Die Wohlgeborenen unter ihnen, was sagten sie? Die Frau ist nur um der Söhne willen da.“

Das bedeutet: Das Empfangsgefäß, das „Frau“ genannt wird, muss sich bemühen, Söhne zu zeugen – Söhne, die bedeutend sind. Das ist gemeint mit „Richtet eure Augen auf die Familie“, also auf die edle Abstammung der Familie. Mit anderen Worten: Bina zeigte ihren Vorzug, dass sie an der Wurzel anhaftet, was „Angleichung der Form“ genannt wird; denn die Wurzel von Bina ist Keter, das Verlangen, Gutes zu tun und zu geben. Darum besteht ihr Vorzug darin, dass sie die Kraft des Gebens für die Söhne hervorbringt, die sie später gebären wird.

„Die Wohlhabenden unter ihnen sagen: Richtet eure Augen auf die Begüterten.“ Der dritte Aspekt, nämlich Seir Anpin, wird „reich“ genannt, weil er Gnaden (Chassadim) hat. Er heißt „reich, weil er mit seinem Anteil zufrieden ist und der Chochma nicht bedarf“. Doch er hat auch ein Leuchten der Chochma, neigt aber zu den Chassadim. In dieser Hinsicht gleicht er Bina, wie gesagt, die die Quelle der Chassadim ist, die sich von der Wurzel Keter erstreckt und ihrer Wurzel gleichen will. Doch er hat ein Leuchten der Chochma.

Und im Heiligen Sohar (Ki Tisa, Blatt 2, und im Sulam Abschnitt 4) heißt es dort: „Der Reiche gebe nicht mehr – das ist die mittlere Säule, nämlich Seir Anpin, der nicht über das Jud hinaus mehren soll usw. Und das ist gemeint mit: Der Reiche gebe nicht mehr – das ist die mittlere Säule, die ihrem Wesen nach zur rechten Seite, zu den Chassadim, neigt und der Chochma nicht bedarf. Darum wird sie reich genannt. Und es wurde ihr gesagt, sie solle nicht über das Jud hinaus mehren.“ Das bedeutet: Sie soll nicht über das Jud (י) hinaus mehren, sondern das Licht der Chassadim mit einem Leuchten der Chochma nehmen. Siehe dort.

Das ist gemeint mit „die Wohlhabenden unter ihnen“, also dem dritten Aspekt, nämlich Seir Anpin, der „Licht der Chassadim im Leuchten der Chochma“ genannt wird; denn Seir Anpin heißt „reich“. Diese Sefira in Malchut zeigt ihren Vorzug, der in ihr liegt. Das ist gemeint mit „Richtet eure Augen auf die Begüterten“.

„Die Unansehnlichen unter ihnen“ – das ist das eigentliche Wesen von Malchut, der vierte Aspekt innerhalb des vierten, auf dem die Einschränkung (Zimzum) lag. Darum wird dieser Aspekt „dürftig und arm“ genannt, wie es im Heiligen Sohar steht, dass Malchut „dürftig und arm“ heißt, „denn sie hat nichts Eigenes, außer dem, was ihr Mann ihr gibt“. Bekanntlich muss man das „Königtum des Himmels“ über dem Verstand annehmen; das nennt man Glauben – an den Schöpfer zu glauben, obwohl der Körper mit vielen Fragen, Einwänden und Forderungen kommt. Dann muss man sagen: „Augen haben sie und sehen nicht, Ohren und hören nicht“, sondern alles über Geschmack und Verstand hinaus annehmen. Mehr noch: Dies muss in Form der Gerechtigkeit (Zedaka) geschehen, wie über Abraham gesagt wurde: „Und er glaubte an den Schöpfer, und Er rechnete es ihm als Gerechtigkeit an.“

Der Grund ist: So wie man dem Armen Almosen gibt und von ihm keine Gegenleistung verlangt – denn der Arme hat nichts zurückzugeben, er hat ja nur, was man ihm gibt –, so muss die Annahme des Jochs des Königtums des Himmels sein: ohne jede Gegenleistung, sondern „nichts als der Schöpfer allein“, als hätte der Schöpfer dem Menschen für seine Arbeit, das Joch des Königtums des Himmels auf sich zu nehmen, nichts zurückzugeben.

Und warum eigentlich muss der Glaube gerade auf diese Weise sein? Aus dem bekannten Grund: Auf den Empfangsgefäßen lag eine Einschränkung, damit Raum für die Arbeit bleibe – nämlich um dadurch zur Angleichung der Form zu gelangen, die „Anhaftung“ (Dwekut) genannt wird. Und gerade in diesen Gefäßen, die „Aufhebung der Empfangsgefäße“ genannt werden, erlangt man Gefäße des Gebens, in denen der Mensch die Absicht zu geben ausrichten kann. In diesen Gefäßen leuchtet all das Gute und der Genuss, den der Schöpfer Seinen Geschöpfen zugedacht hatte.

Doch bei den Geschöpfen, die mit Empfangsgefäßen erschaffen wurden und denen man sagt, sie müssten über dem Verstand arbeiten, wird diese Arbeit „unwichtige Arbeit“ genannt – ein Aspekt von „gering an Bedeutung“. Denn einem vernünftigen Menschen ziemt es nicht, Handlungen zu vollziehen, denen der Verstand nicht zustimmt.

Das entspricht dem, was mein Vater und Lehrer seligen Andenkens (Baal HaSulam) über den Vers sagte, den der Schöpfer zu Moses sprach (Exodus, fünfter Abschnitt): „Und der Schöpfer sprach zu ihm: Was ist das in deiner Hand? Und er sagte: Ein Stab. Und Er sprach: Wirf ihn zu Boden! Da wurde er zu einer Schlange, und Moses floh vor ihr.“ Er sagte, die Hände des Moses würden Glaube genannt; und das ist der Aspekt „gering an Bedeutung“. Denn der Mensch sehnt sich nur nach Wissen. Und wo er sieht, dass die Sache, die er erlangen will, vom Verstand her nicht greifbar ist, hat er keine Möglichkeit, sie zu erlangen. Er wendet ein, er habe in diese Arbeit – alles um des Himmels willen zu tun – schon viel Mühe gesteckt und sich kein Haar breit bewegt. Also sagt ihm der Körper: Gib diese Sache auf und denke nicht, du könntest sie je erlangen; lass also von diesem Weg ab. Da sprach der Schöpfer zu ihm: „Wirf ihn zu Boden“ – das heißt, so sollst du es vor dem Volk Israel tun. Und man muss wissen: Was Pharao und Ägypten betrifft, so deuten sie auch auf den Aspekt von Pharao und Ägypten hin, der im Herzen Israels ist. „Da wurde er zu einer Schlange“ – das heißt: Sobald man den Aspekt des Glaubens verlässt, der „gering an Bedeutung“ heißt, fällt man sofort in die Klipot (Schalen). Denn gerade durch den Glauben über dem Verstand kann man die ganze Vollkommenheit erlangen.

Aus dem Gesagten folgt: Der Kern der Arbeit liegt darin, dass der Mensch keinerlei Grundlage des Verstandes hat, auf der er aufbauen könnte. Im Aspekt des Glaubens hat er keine Grundlage in seinem Verstand. Wo der Mensch deshalb nicht sieht, dass ihm daraus ein eigener Nutzen erwächst, verliert er sofort die Kräfte zur Arbeit und wird wie ein Holzklotz, ohne jedes Verlangen und ohne Kraft.

Und gerade dann kann der Mensch die Wahrheit sehen – ob er den Glauben über dem Verstand hat, sodass er seinem Körper zu antworten vermag, der ihm mit Einwänden kommt, die nach dem Verstand berechtigt sind. Der Körper sagt ihm: „Reicht es dir nicht, die Wahrheit zu sehen, dass es keine Möglichkeit gibt, auf deinem Weg voranzukommen? Sag mir doch: Wie viele Erkenntnisse fehlen dir noch, damit du auf meine Stimme hörst, die Hände hebst und sagst: Jetzt bin ich zum Punkt der Wahrheit gelangt – dieser Weg, auf dem man nur um des Himmels willen arbeiten soll, ist nichts für mich. Für wen er ist, weiß ich nicht; aber was ich weiß, ist: Er ist nichts für mich.“

Und obwohl unsere Weisen anders sagten (Sanhedrin, Blatt 37a): „Darum ist jeder Einzelne verpflichtet zu sagen: Für mich wurde die Welt erschaffen“ – so sagt der Körper doch: Was soll ich tun, wenn ich die Wirklichkeit sehe, dass es nicht in meiner Macht steht, diese Wirklichkeit zu erfüllen, nämlich zu sagen, dass ich alles um des Himmels willen tun muss? Darum wird die Arbeit des Glaubens „unwichtige Arbeit“ genannt.

Mit dem Gesagten wollen wir nun deuten, was „die Unansehnlichen sagten: Nehmt euren Kauf um des Himmels willen, sofern ihr uns nur mit Goldstücken krönt.“ Der vierte Aspekt in Malchut, der „dürftig und arm“ genannt wird, wie gesagt – diese Arbeit erscheint dem Menschen unansehnlich. Denn hier gibt es weder eine Schönheit der Spiritualität zu betrachten noch den Aspekt einer edlen Abstammung in der Spiritualität noch einen Reichtum in der Spiritualität.

Sondern was gibt es hier? Nur Dinge, die Verstand und Vernunft nicht ertragen können. Es gleicht einer hässlichen Sache, von der sich der Mensch fernhält, wie geschrieben steht (Chullin 44): „Halte dich fern vom Hässlichen und von dem, was ihm gleicht.“ Und was können sie zu diesem jungen Mann sagen, der ein erwählter Mann aus dem Volk sein will? „Nehmt euren Kauf um des Himmels willen.“ Das heißt: Wir können euch keinen eigenen Nutzen versprechen; doch wenn ihr ein erwählter Mann aus dem Volk sein wollt, müsst ihr euren Kauf einzig um des Himmels willen annehmen. Wenn ihr also diesen Bedingungen zustimmen könnt, dürft ihr uns nehmen; andernfalls gibt es nichts zu bereden.

Doch auch das ist nicht einfach; vielmehr wollen wir, dass „ihr uns mit Goldstücken krönt“. Rashi erklärte „ihr krönt uns mit Goldstücken“ so: dass ihr uns nach der Hochzeit Schmuck und schöne Kleider geben werdet. Und mein Vater und Lehrer seligen Andenkens (Baal HaSulam) sagte: Auch wenn der Mensch zustimmt, den Kauf um des Himmels willen auf sich zu nehmen – also selbst wenn sie unansehnlich ist und er auf nichts achtet, sondern es ist wie „die Braut, wie sie ist“ –, so verlangt sie dennoch, dass er ihr danach das Licht der Tora zuführt, das heißt, dass er sich bemüht, die Geschmäcker der Tora und die Geschmäcker der Mizwot zu erlangen. Denn andernfalls stimmt sie nicht zu, aus dem Grund: „Wer den Befehl seines Herrn nicht kennt, wie soll er ihn ausführen?“ Das ist gemeint mit „sofern ihr uns nur mit Goldstücken krönt“: Obwohl der Glaube über dem Verstand steht, muss man danach das Licht der Tora zuführen.

Aus dem Gesagten sehen wir zwei Dinge, die einander entgegengesetzt sind:

Einerseits muss der Glaube über dem Verstand stehen, ohne jede Grundlage.

Andererseits muss man die Geschmäcker der Tora und der Mizwot erlangen.

Auf diese Weise legte mein Vater und Lehrer seligen Andenkens (Baal HaSulam) aus, was wir im Segen „Ascher Jazar“ sprechen: „...und schuf in ihm viele Öffnungen und viele Hohlräume usw.; würde sich eine von ihnen öffnen oder eine von ihnen schließen, so wäre es unmöglich, vor Dir zu bestehen usw.“ Er sagte, das „Verschließen“ ziele auf den Glauben, der verschlossen bleiben müsse. Das ist die Bedeutung von „würde sich eine öffnen“ – vielmehr muss er verschlossen bleiben. „Oder würde sich eine schließen“ bezieht sich auf die Geschmäcker der Tora und der Mizwot. Vielmehr soll der Glaube über dem Verstand bleiben, und die Geschmäcker der Tora und der Mizwot sollen offenbart werden.

korrigiert, EY, CO4.8, 20.06.2026