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Kabbala Bibliothek Startseite / Rabash / Artikel / 1986/09 Betreffend der Chanukka-Kerze

Rabash – 1986 – Artikel 9 (תשמ״ו – מאמר ט׳)

„Über die Chanukka-Kerze“ · בענין נר חנוכה

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1

Im Traktat ‚Shabbat‘ (Sabbat, 23b) steht geschrieben: „Rava sagte: ‚Mir ist klar [die Sache ist eindeutig] – bei der Wahl zwischen der Kerze für sein Haus und der Chanukka-Kerze hat die Kerze für sein Haus den Vorrang, um des Friedens seines Hauses willen.‘ “ Und Rashi erklärt: Die Kerze für sein Haus ist die Shabbat-Kerze; gemeint ist ein Armer, der nicht genug hat, um Öl für zwei Kerzen zu kaufen. ‚Der Friede seines Hauses‘ – denn so heißt es weiter unten: ‚und meine Seele ist des Friedens beraubt‘; das meint das Anzünden der Kerzen am Shabbat, weil die Hausgenossen es als leidvoll empfinden, im Dunkeln zu sitzen. So weit Rashi.

במסכת שבת (כ"ג, ע"ב) כתוב "אמר רבא, פשיטא לי [ברור הדבר] נר ביתו ונר חנוכה, נר ביתו עדיף, משום שלום ביתו". ופירש רש"י, נר ביתו בשבת, והוא עני ואין לו כדי לקנות שמן לשני נרות. שלום ביתו, והכי אמרינן לקמן [וכך אמרנו שם], "ותזנח משלום נפשי". זו הדלקת הנרות בשבת, שבני ביתו מצטערין לישב בחושך, עכ"ל.

In Massechet Shabbat (23b) steht geschrieben: „Raba sagte: ‚Es ist klar, in der Wahl zwischen ‚einer Kerze für sein Haus‘ und einer ‚Chanukka-Kerze‘ geht ‘eine Kerze für sein Haus’ vor – aufgrund des häuslichen Friedens.“ RASHI interpretiert, dass sich die „Kerze für sein Haus“ auf den Shabbat [Sabbat] bezieht, und er ist arm und kann es sich nicht leisten, Öl für zwei Kerzen zu kaufen. Was den häuslichen Frieden angeht, so heißt es weiter unten: „Meine Seele ist ohne Frieden.“ Das steht für das Anzünden der Kerzen am Shabbat, wenn die Menschen in seinem Haushalt mit Bedauern in der Dunkelheit sitzen.

2

Die Chanukka-Kerze aber dient nicht dem Frieden des Hauses, denn es ist verboten, ihr Licht zu benutzen – so wie wir nach dem Anzünden der Chanukka-Kerzen sagen: „Diese Lichter sind heilig, und wir haben nicht das Recht, sie zu benutzen, sondern dürfen sie nur ansehen.“ Hier ist Folgendes zu verstehen:

אבל נר חנוכה אינו לשלום ביתו, כי אסור להשתמש לאורו, כמו שאומרים לאחר הדלקת הנרות של חנוכה "הנרות הללו קדש הם, ואין לנו רשות להשתמש בהם, אלא לראותם בלבד". ויש להבין:

Eine Chanukka-Kerze ist jedoch nicht für den häuslichen Frieden da, denn es ist verboten, ihr Licht zu benutzen, wie wir nach dem Anzünden der Chanukka-Kerzen sagen: „Diese Kerzen sind heilig; wir dürfen sie nicht benutzen, sondern sie nur ansehen.“ Wenn dem so ist, sollten wir das Folgende verstehen:

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Erstens: Er nennt einen Grund, weshalb die Shabbat-Kerze der Chanukka-Kerze vorausgeht – nämlich den Frieden des Hauses. Das verlangt nach einer Erklärung. Ist dies denn ein ausreichender Grund, um die Mizwa (Gebot) der Chanukka-Kerze zu annullieren, die wegen ihrer Heiligkeit so wichtig ist? So wichtig, dass die Weisen sagten, es ist verboten, ihr Licht zu benutzen – wie schon erwähnt, da wir sagen: „Diese Lichter sind heilig, und wir haben nicht das Recht, sie zu benutzen, sondern dürfen sie nur ansehen.“ Und ausgerechnet um des Hausfriedens willen, der eine materielle Sache ist, soll man diese Mizwa annullieren?

א. הוא נותן טעם, למה נר שבת קודם לנר חנוכה, הוא משום שלום בית. הדבר הזה דורש הסבר. וכי זו היא סיבה מספקת לבטל מצות נר חנוכה, שהוא כל כך חשוב מחמת קדושה שיש בהם. עד כדי כך, שאמרו חז"ל, שאסור להשתמש לאורן, כנ"ל שאנו אומרים "הנרות הללו קודש הם, ואין לנו רשות להשתמש בהם, אלא לראותם בלבד". ומטעם שלום בית, שהוא ענין גשמי, מבטלים את המצוה הזאת.

1.) Er erklärt, dass eine Shabbat-Kerze einer Chanukka-Kerze wegen des häuslichen Friedens vorausgeht. Das ist erklärungsbedürftig. Ist das ein ausreichender Grund, um die Mizwa [Gebot] der Chanukka-Kerzen aufzuheben, die wegen ihrer Heiligkeit so wichtig ist, dass unsere Weisen sagten, es sei verboten, ihr Licht zu benutzen, wie wir sagen: „Diese Kerzen sind heilig; wir dürfen sie nicht benutzen, sondern nur ansehen“? Heben wir diese Mizwa aufgrund des häuslichen Friedens auf, der ja eine körperliche Angelegenheit ist?

4

Zweitens ist überhaupt zu verstehen, welcher Zusammenhang zwischen der Shabbat-Kerze und dem Frieden des Hauses besteht – ein Zusammenhang, den wir aus dem Vers ‚und meine Seele ist des Friedens beraubt‘ lernen, der vom Anzünden der Kerzen am Shabbat handelt.

ב. בכלל צריכים להבין, מהו הקשר בין נר של שבת לשלום בית, שלומדים זה מפסוק "ותזנח משלום נפשי". זו הדלקת הנרות בשבת.

2.) Wir sind gefragt, die Verbindung zwischen einer Shabbat-Kerze und dem häuslichen Frieden zu verstehen, die wir aus dem Vers „Meine Seele ist des Friedens beraubt“ lernen, in dem es um das Anzünden von Kerzen am Shabbat geht.

5

Um dies zu verstehen, müssen wir zunächst die drei genannten Begriffe klären:

ובכדי להבין את הנ"ל, צריכים מקודם לבאר את ג' ענינים הנ"ל:

Um das zu verstehen, müssen wir zunächst die drei oben genannten Angelegenheiten klären:

6

Erstens: Was ist Shabbat?

א. מהו שבת.

1.) Was ist Shabbat?

7

Zweitens: Was ist der Friede des Hauses?

ב. מהו שלום בית.

2.) Was ist der Hausfrieden?

8

Drittens: Was ist Chanukka?

ג. מהו חנוכה.

3.) Was ist Chanukka?

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Vom Shabbat sagten die Weisen, er ist ein Abbild der kommenden Welt (Berachot 57). Und so heißt es im Abendgebet des Shabbat: „Du hast den siebten Tag für Deinen Namen geheiligt, als Endzweck der Erschaffung von Himmel und Erde.“ ‚Endzweck‘ bedeutet hier das Ziel, um dessentwillen Himmel und Erde erschaffen wurden.

הנה שבת, אמרו חז"ל, שהיא מעין עולם הבא (ברכות נ"ז). וכמו שכתוב בתפלת ערבית דשבת "אתה קדשת את יום השביעי לשמך, תכלית מעשה שמים וארץ", שענין תכלית משמע, שהוא המטרה, שבשבילה נברא השמים והארץ.

Unsere Weisen sagen, dass der Shabbat ein Abbild der kommenden Welt ist ( Berachot , 57). Auch im Abendgebet des Shabbat heißt es: „Du hast den siebten Tag in Deinem Namen geheiligt, den Zweck der Schöpfung von Himmel und Erde.“ „Zweck“ bedeutet, dass dies der Zweck ist, für den Himmel und Erde erschaffen wurden.

10

Und es ist bekannt, dass das Ziel der Schöpfung darin besteht, den Geschöpfen Gutes zu tun – das heißt, dass die Geschöpfe Gutes und Genuss empfangen. Dies nennt man das Ziel der Schöpfung. Was aber geht diesem Ziel voraus? Die Zeit der Arbeit. Daraus ergibt sich die Frage: Wenn das Ziel doch ist, Gutes zu erweisen – wozu brauche ich dann diese Arbeit?

וידוע שענין מטרת הבריאה היא להטיב לנבראיו, שפירושו, שהנבראים יקבלו טוב ועונג. וזה נקרא "תכלית הבריאה". ומה ישנו לפני התכלית, הוא זמן העבודה. ולפי הנ"ל מתעוררת השאלה, אם המטרה היא להטיב, העבודה זו למה לי.

Es ist auch bekannt, dass der Zweck der Schöpfung darin besteht, Seinen Geschöpfen Gutes zu tun, d.h. dass die Geschöpfe Gutes und Genuss empfangen sollen, und das wird „der Schöpfungszweck“ genannt. Was dem Zweck vorausgeht, ist die Zeit der Arbeit. Das wirft die Frage auf: „Wenn es der Zweck ist, Gutes zu tun, warum dann diese Arbeit?“

11

Die Antwort darauf ist bekannt: Damit es nicht zum ‚Brot der Scham‘ (Nahama deKisufa) kommt, wurde uns eine Arbeit gegeben, die ‚Korrektur der Schöpfung‘ genannt wird. Das bedeutet, dass wir durch diese Korrektur das Gute und den Genuss empfangen können. Denn dann besitzen wir bereits die Gleichheit der Form mit dem Schöpfer: Die Geschöpfe wollen dem Schöpfer geben, so wie der Schöpfer den Geschöpfen geben will. Wer also mit der Absicht zu geben arbeitet, für den gibt es keinen Raum mehr für das Brot der Scham.

אלא התירוץ ידוע, כי בכדי שלא תהיה בחינת נהמא דכסופא, ניתנה לנו עבודה, שהיא מכונה "תיקון הבריאה", שפירושו, שע"י התיקון הזה נוכל לקבל את הטוב והעונג. כי כבר תהיה לנו בחינת השתוות הצורה להבורא, מבחינת שהנבראים רוצים להשפיע להבורא, כמו שהבורא רוצה להשפיע להנבראים. נמצא, שבזה שעובד בעמ"נ להשפיע, כבר אין מקום לנהמא דכסופא.

Die Antwort lautet: Um das Brot der Scham zu vermeiden, wurde uns Arbeit gegeben, die als „Korrektur der Schöpfung“ bezeichnet wird. Das bedeutet, dass wir durch diese Korrektur das Gute und den Genuss empfangen können, weil wir bereits eine Gleichheit der Form mit dem Schöpfer erlangen, in dem Sinne, dass die Geschöpfe dem Schöpfer geben wollen, so wie der Schöpfer den Geschöpfen geben will. Es stellt sich heraus, dass die Arbeit um zu geben das Brot der Scham beseitigt.

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Daraus folgt, dass sich die Arbeit, die uns gegeben wurde, auf die Korrektur der Schöpfung bezieht und nicht auf das Ziel selbst; denn das Ziel ist es, zu genießen, nicht zu arbeiten. Was wir korrigieren müssen, betrifft also nicht den Genuss – diesen gibt der Schöpfer von sich aus, denn er ist das Ziel. Vielmehr soll das Gute und der Genuss, den wir empfangen, vollkommen sein. Und vollkommen ist er dann, wenn wir das Gute empfangen können, ohne ein Unbehagen zu spüren. Dafür wurde uns die Arbeit gegeben: Sie besteht darin, dass wir unsere Gefäße (Kelim), die wir von Natur aus empfangen haben, austauschen und andere Gefäße erlangen, die ‚Gefäße des Gebens‘ genannt werden. Sobald wir das Gute und den Genuss in Gefäßen des Gebens empfangen, bleibt beim Empfang der Fülle kein Raum mehr für ein Unbehagen.

ולפי זה יוצא, שענין העבודה, מה שניתן לנו, הוא נאמר על תיקון הבריאה ולא על המטרה, כי המטרה היא להנות ולא לעבוד. אלא מה שאנו צריכים לתיקון, אין הכוונה על התענוג, כי זה נותן הבורא מצד המטרה. אלא בכדי שהטוב והעונג, שנקבל, יהיה להם השלימות, וזוהי השלימות, הוא שנוכל לקבל את הטוב ולא נרגיש אי נעימות, זה ניתן לעבוד, כי העבודה היא בזה, שאנו צריכים להחליף את הכלים שלנו, שקבלנו מצד הטבע, ולהשיג כלים אחרים, הנקראים "כלים דהשפעה". ובזמן שמקבלים את הטוב והעונג בכלים דהשפעה, אין כבר מקום לאי נעימות בעת קבלת השפע.

Demnach bezieht sich die Arbeit, die uns gegeben wurde, auf die Korrektur der Schöpfung und nicht auf den Schöpfungszweck, denn der Zweck ist es, zu genießen und nicht zu arbeiten. Unser Bedarf an Korrekturen bezieht sich also nicht auf den Genuss, denn der Schöpfer gibt ihn, da er der Zweck ist. Aber um die vollkommene Freude und den Genuss zu empfangen – und vollkommen bedeutet, dass wir die Freude empfangen können, ohne Scham zu empfinden – wurde uns Arbeit gegeben, denn die Arbeit besteht darin, dass wir die Kelim [Gefäße], die wir von Natur aus erhalten haben, verändern und andere Kelim erhalten müssen, die „Gefäße des Gebens“ genannt werden. Sobald wir die Freude und den Genuss in Gefäßen des Gebens empfangen, gibt es keinen Platz für Scham, wenn wir die Fülle empfangen.

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Diese beiden Aspekte, die wir hinsichtlich des Ziels der Schöpfung und seines Erreichens der Vollkommenheit erläutert haben, werden uns anhand zweier Zustände verständlich:

והנה הב' בחינות שביארנו בענין מטרת הבריאה, שתגיע לשלימותה, מוסבר לנו בשני מצבים:

Zwei Zustände erklären uns die beiden Unterscheidungen, die wir über das Erreichen des vollkommenen Schöpfungszwecks beschrieben haben:

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Erstens: Die Ordnung der Korrektur der Schöpfung besteht darin, dass wir in Tora und Mizwot mit der Absicht zu geben arbeiten; dies gilt als Gebrauch der Gefäße des Gebens. Da es nämlich sowohl Handlungen als auch Absichten gibt, bedienen wir uns in diesem Zustand der Handlungen des Gebens, also der Tora und der Mizwot. Solche Handlungen gelten als das Wirken im Sinne von: „Wie Er barmherzig ist, so sei auch du barmherzig.“

א. הסדר של תיקון הבריאה הוא, שאנחנו עובדים בתורה ומצות בעמ"נ להשפיע, הוא נבחן, שאנחנו משתמשים בכלים דהשפעה. זאת אומרת, היות שיש מעשים ויש כוונות, לכן במצב הזה אנו משתמשים במעשים דלהשפיע, שהוא בחינת תורה ומצות, שהמעשים האלו נבחנים, שהוא עוסק בבחינת "מהו רחום אף אתה רחום".

1.) Die Ordnung der Korrektur der Schöpfung – dass wir in Tora und Mizwot [Geboten] in der Absicht arbeiten, um zu geben –, wird als Gebrauch von Gefäßen des Gebens betrachtet. Das heißt, da es Handlungen und Absichten gibt, führen wir in diesem Zustand Handlungen des Gebens aus, die als Tora und Mizwot gelten. Diese Handlungen werden mit der Absicht ausgeführt „Wie Er barmherzig ist, so sei auch du barmherzig.“

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Das heißt: Der Mensch will dem Schöpfer geben, so wie der Schöpfer den Geschöpfen geben will. Wenn er also wie der Schöpfer handelt, das heißt auf Seinen Wegen geht, dann wünscht er, dass der Schöpfer ihm seine Arbeit zugunsten der Geschöpfe vergilt. Doch hier gibt es auch eine Arbeit an der Absicht: Sie zielt darauf, dass die Absicht der Handlung gleicht.

היינו, שהאדם רוצה להשפיע להבורא, כדוגמת שהבורא רוצה להשפיע להנבראים. לכן אם הוא עושה מעשים כדוגמת הבורא, היינו שהולך בדרכיו, לכן האדם רוצה, שה' ישלם לו שכר תמורת עבודתו להנבראים. אבל כאן יש גם עבודה דכוונה, שהיא לכוון, שהכוונה תהיה דומה להמעשה.

Das heißt, der Mensch will dem Schöpfer geben, wie der Schöpfer den Geschöpfen geben will. Wenn der Mensch deshalb wie der Schöpfer handelt, also Seinen Wegen folgt, dann will der Mensch, dass der Schöpfer ihn für seine Arbeit für die Geschöpfe eine Belohnung bezahlt. Allerdings gibt es hier ebenso die Arbeit in der Absicht, die darauf abzielt, dass die Absicht dem Handeln ähnlich ist,

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Denn manchmal ist die Handlung zwar dem Geben gewidmet, die Absicht aber eine andere. Das heißt, der Grund, weshalb er gibt, liegt darin, später eine Gegenleistung zu empfangen. Das nennt man lo liShma (nicht um ihretwillen).

כי יש לפעמים, הגם שהמעשה הוא, מה שעוסק בנתינה, אבל הכוונה היא אחרת. זאת אומרת, הסיבה, מה שהוא נותן, היא בעמ"נ לקבל אח"כ תמורה. וזה נקרא בשם "שלא לשמה".

denn manchmal ist die Handlung zwar gebend, aber die Absicht ist eine andere. Der Mensch gibt also aus dem Grund, um anschließend eine Gegenleistung zu empfangen. Das nennt man lo liShma [nicht um ihretwillen].

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Darum bedarf es großer Arbeit, wenn der Mensch eine Handlung des Gebens vollbringen will. Was ihn zum Geben bewegen muss, ist ein Grund, der ihn dazu veranlasst, zu geben statt zu empfangen. So ist es in der Welt eingerichtet: Wen man liebt, in dessen Herzen erwacht das Verlangen, dem Geliebten zu geben – denn darin drückt sich seine Liebe zu ihm aus.

ומשום זה יש עבודה רבה, אם האדם רוצה לעשות מעשה של נתינה. והסיבה, שמחייבו לעסוק בנתינה, היא, שיש לו סיבה, שהיא גורמת לו לתת ולא לקבל. דהיינו, שהסדר העולם הוא, למי שאוהבים, מתעורר בלבו רצון לתת להאוהב. כי בזה היא מתבטאת האהבה שלו אליו.

Wenn ein Mensch eine Handlung des Gebens ausführen will, gibt es aus diesem Grund eine Menge Arbeit. Und der Grund, der ihn zur Ausführung in der Absicht des Gebens anzieht, ist, dass er einen Grund hat, der ihn zum Geben und nicht zum Empfangen veranlasst. Das bedeutet, dass normalerweise, wenn wir jemanden lieben, in unserem Herzen das Verlangen erwacht, dem geliebten Menschen etwas zu geben, da dies unsere Liebe zu diesem Menschen ausdrückt.

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Oder gegenüber einer angesehenen Person: Auch da erwacht im Herzen des Menschen der Wunsch, ihr seine Liebe zu zeigen, indem er ihr ein Geschenk macht. Dies nennt man ‚sein Mund und sein Herz sind eins‘ – das heißt, Handlung und Absicht stimmen überein, und in seinem Herzen ist keine andere Absicht als die der Handlung des Gebens, weil der Grund in der Absicht zu geben liegt. Dies nennt man liShma (um ihretwillen).

או לאדם חשוב, גם כן מתעוררת בלב האדם, שיגלה לו את האהבה, מזה שנותן לו מתנה. וזה נקרא "פיו ולבו שוים", שפירושו, שהמעשה והכוונה הם שוים, ואין בלבו כוונה אחרת מהמעשה, שהוא נותן, משום שהסיבה היא בכוונה דלהשפיע. וזה נקרא "לשמה".

Ebenso erweckt ein wichtiger Mensch in unseren Herzen den Wunsch, die Liebe zu ihm zu offenbaren, indem wir ihm ein Geschenk machen. Dies wird „Sein Mund und sein Herz sind gleich“ genannt, was bedeutet, dass Handlung und Absicht gleich sind und sein Herz keine andere Absicht als die des Gebens in sich trägt, denn der Grund ist die Absicht des Gebens. Dies wird liShma [um ihretwillen] genannt.

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Der zweite Zustand ist das Ziel der Schöpfung. Hier, so wird uns erklärt, können wir die Gefäße des Empfangens benutzen. Das heißt, wir befassen uns mit dem Empfangen von Genüssen. Doch der Grund, weshalb wir Genüsse empfangen wollen, ist nicht der, unser eigenes Verlangen zu stillen – als sehnten wir uns nach den Genüssen und wollten sie deshalb jetzt empfangen. Vielmehr gibt es hier einen ganz anderen Grund, der unserem Tun sogar entgegengesetzt ist.

ומצב הב', שהוא מטרת הבריאה, מוסבר לנו, שאז אנו יכולים להשתמש בכלי קבלה. זאת אומרת, שאנחנו עוסקים בקבלת תענוגים. אבל הסיבה מה, שאנו רוצים לקבל תענוגים, היא לא מטעם למלאות את רצוננו, שאנו משתוקקים לתענוגים, ומשום זה אנו רוצים עכשיו לקבל תענוגים, אלא שיש כאן סיבה אחרת לגמרי, היינו ההיפך מהמעשה שלנו.

Es wird erklärt, dass wir im zweiten Zustand, der der Schöpfungszweck ist, die Gefäße des Empfangens benutzen können. Das bedeutet, dass wir uns mit dem Empfangen von Genüssen befassen, aber der Grund, warum wir Genuss empfangen wollen, ist nicht die Befriedigung unserer Wünsche – also, dass wir uns nach Genüssen sehnen und deshalb jetzt genießen wollen. Vielmehr gibt es hier einen ganz anderen Grund – das Gegenteil von unserem natürlichen Handeln.

20

Denn wir sehnen uns danach, dem Schöpfer zu geben, und für uns selbst wollen wir nichts in unser Verlangen zu empfangen aufnehmen, weil uns dies vom Schöpfer trennen würde. Doch was können wir dem Schöpfer geben, woran Er Sich erfreut? Was, so darf man fragen, sollte Ihm gleichsam fehlen? Nur eines lässt sich sagen: Da Er die Schöpfung erschaffen hat, um den Geschöpfen Gutes zu tun, wollen wir das Gute und den Genuss empfangen – weil wir Seinen Wunsch erfüllen wollen, der darin besteht, Gutes zu erweisen.

היות שאנו משתוקקים להשפיע להבורא, ובשביל עצמנו אין אנו רוצים לקבל לתוך הרצון לקבל שלנו, מטעם שדבר זה גורם לנו בחינת פירוד מהבורא. אבל מה אנו יכולים לתת להבורא, שהוא יהנה מזה. ומה מותר לומר, כביכול, שזה חסר לו. רק דבר אחד אפשר לומר, היות שברא את הבריאה, בכדי להטיב לנבראיו, לכן אנו רוצים לקבל את הטוב והעונג, מטעם שאנו רוצים למלאות את רצונו, שהוא להטיב.

Nun begehren wir danach, dem Schöpfer etwas zu geben, und für uns selbst wollen wir nichts empfangen, weil uns das vom Schöpfer trennen würde. Doch was können wir dem Schöpfer geben, damit Er sich daran erfreut? Was können wir ihm sagen, dass Ihm sozusagen fehlt? Nur eines kann man sagen: Da Er die Geschöpfe erschaffen hat, um Seinen Geschöpfen Freude zu bereiten, wollen wir die Freude und den Genuss empfangen, weil wir Seinen Wunsch erfüllen wollen, nämlich Seinen Geschöpfen Gutes zu tun.

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Nun können wir die Frage ‚Was ist Chanukka?‘ deuten. Wie wir den ersten Zustand erklärt haben, ist er die Arbeit der Korrektur der Schöpfung: Sie dient dazu, die Gefäße des Gebens zu erlangen, mit denen man danach zum Ziel der Schöpfung gelangen kann. Dies darf man ‚das Spirituelle‘ nennen, denn der Mensch will nichts für sich selbst tun, sondern alles allein um des Schöpfers willen – wie die Weisen sagten: „Das Brandopfer (Olah) ist ganz dem Schöpfer geweiht; es ist gänzlich spirituell.“

ועתה נוכל לפרש את השאלה "מהי חנוכה". כפי שהסברנו את מצב הא', הוא עבודה דתיקון הבריאה, שהוא בכדי להשיג את הכלים דהשפעה, שעמהם יכולים להגיע אח"כ למטרת הבריאה. זה יכולים לכנות בשם "רוחניות", כי לא רוצה לעשות שום מעשה עבור עצמו. אלא הכל לשם ה', כמו שאמרו חז"ל "עולה, היינו קורבן עולה, הוא כולה לה', הכל רוחני".

Jetzt können wir die Frage klären: „Was ist Chanukka?“ Wie wir bereits über den Zustand eins erklärt haben, ist es die Arbeit der Korrektur der Schöpfung, die darin besteht, die Gefäße des Gebens zu erhalten, mit denen wir dann den Schöpfungszweck erreichen können. Wir können das „Spiritualität“ nennen, denn wir wollen nichts für uns selbst tun, sondern einzig und alleine für den Schöpfer, wie unsere Weisen sagten: „Ein Opfer – also ein Brandopfer –, ist ganz alleine für den Schöpfer; vollkommen spirituell.“

22

Das Wunder von Chanukka betraf das Spirituelle, wie wir (im Segen ‚und für die Wunder‘) sagen: „Als das frevlerische Königreich Griechenlands sich gegen Dein Volk Israel erhob, um es Deine Tora vergessen zu lassen und es von den Geboten Deines Willens abzubringen, da tratest Du in Deinem großen Erbarmen in der Zeit ihrer Not für sie ein.“

הנה הנס של חנוכה היה על ענין רוחניות, כמו שאנו אומרים (בברכה "ועל הנסים") "כשעמדה מלכות יון הרשעה על עמך ישראל, להשכיחם תורתך ולהעבירם מחוקי רצונך. ואתה ברחמיך הרבים עמדת להם בעת צרתם".

Beim Chanukka-Wunder ging es um Spiritualität, wie wir (im Segen „Über die Wunder“) sagen: „Als das frevlerische Königreich Griechenlands sich über Dein Volk Israel stellte, um es Dein Gesetz vergessen zu lassen und es von den Gesetzen Deines Willens abzubringen, bist Du mit Deiner großen Barmherzigkeit für sie eingetreten, als sie in Not waren.“

23

Nach unserer Erklärung ergibt sich: ‚Spirituell‘ bedeutet, dass man sich der Gefäße des Gebens bedient. Die Herrschaft der Griechen aber äußerte sich darin, dass sie nichts zuließen, was zu den Gefäßen des Gebens gehört; denn ihre Herrschaft erstreckte sich auch auf die Ausübung von Tora und Mizwot. Das geschah im Äußeren. Erst recht aber im Inneren des Denkens herrschten sie über den Gedanken, sodass die Menschen nichts auf den Himmel ausrichten konnten. Vielmehr wollten sie, dass das Volk Israel in der Selbstliebe versinkt, um dadurch vom Schöpfer getrennt zu sein. Denn alle Absichten der Sitra Achra (der anderen Seite) zielen einzig darauf, die Menschen vom Schöpfer zu entfernen. Und Entfernung und Trennung entstehen allein durch die Verschiedenheit der Form – die bekanntlich die Selbstliebe ist.

ולפי שהסברנו יוצא, "רוחניות" נקראת שמשתמשים בכלים דהשפעה. וענין שליטת היונים מתבטאת שלא נתנו לעשות שום דבר, השייך לכלים דהשפעה, משום ששם היתה גם שליטה על מעשה התורה ומצות. וזה היה בחיצוניות. ומכל שכן בפנימיות המחשבה, היו שולטים על המחשבה, שלא תהיה להם יכולת לכוון משהו לשם שמים, אלא רצו שעם ישראל יהיו משוקעים באהבה עצמית, שע"י זה יהיו נפרדים מה'. וכל מחשבותיהם של הס"א אינו אלא להרחיק אותם מה'. וההתרחקות ופרוד באים רק ע"י שינוי צורה, כידוע שהוא אהבה עצמית.

Nach dem, was wir erklärt haben, bedeutet „spirituell“, Gefäße des Gebens zu benutzen. Die Herrschaft der Griechen drückt sich darin aus, alles zu verbieten, was mit Gefäßen des Gebens zu tun hat, denn auch dort gab es eine Herrschaft über die Arbeit der Tora und der Gebote. Das war nur in der Äußerlichkeit. Umso mehr in der Innerlichkeit des Denkens, kontrollieren sie das Denken, sodass sie nichts auf den Schöpfer ausrichten konnten. Vielmehr wollten sie, dass das Volk Israel in Eigenliebe versinkt, wodurch es vom Schöpfer getrennt werden würde. Alle Gedanken an die Sitra Achra [aramäisch: andere Seite] zielen einzig und alleine darauf ab, sie vom Schöpfer zu entfernen, und Entfernung und Trennung entstehen einzig durch die Ungleichheit der Form, die als „Eigenliebe“ bekannt ist.

24

Und mein Vater und Lehrer seligen Andenkens sagte zu der Frage der Weisen (Shabbat 21b): ‚Was ist Chanukka?‘ Er erklärte, die Antwort liegt im Wort selbst: Chanu-Kah. ‚Chanu‘ bedeutet ‚sie rasteten‘, und ‚Kah‘ sind die Buchstaben Kaf-He mit dem Zahlenwert 25. Das heißt: Der 25. Kislew war nicht das Ende des Krieges, sondern nur eine Rast. Es ist wie bei einem Heer, das einen neuen, kräftigen Angriff führen will: Dann lässt man die Soldaten ruhen, damit sie neue Kräfte sammeln und den Krieg fortsetzen können. Und er sagte, es gibt Toren, die – weil sie den Befehl erhielten, nicht ins Feindesland vorzurücken, sondern zu ruhen – meinen, sie haben den Krieg bereits gewonnen und müssen den Feind nicht mehr besiegen.

ואאמו"ר זצ"ל אמר, על מה ששאלו חז"ל (שבת כ"א ע"ב) מאי חנוכה. ופירש, שהתשובה היא חנו-כה, שהכוונה היא ש"חנו-כה". זאת אומרת, כ"ה בכסלו לא היתה גמר המלחמה, אלא היתה רק חניה בלבד. כדמיון שהצבא רוצה לעשות התקפה חדשה וחזקה, אז נותנים להצבא לנוח, בכדי שיתאספו כוחות חדשים, ויוכלו להמשיך את המלחמה. ואמר, שיש טפשים, היות שקבלו פקודה לא ללכת קדימה לארץ השונא, אלא לנוח, אז הם חושבים, שכבר גמרו את המלחמה, שאין עוד מה לנצח את השונא.

Baal HaSulam legte die Frage unserer Weisen ( Shabbat , 21b) – „Was ist Chanukka?“ – so aus, dass die Antwort Chanu [rasteten] Kah [hier] lautet, was bedeutet, dass sie hier lagerten. Das bedeutet, dass Chaf-Hey [die hebräischen Buchstaben für Kah mit dem Zahlenwert 25] von Kislev [dem Monat, an dem Chanukka beginnt] nicht das Ende des Krieges war, sondern nur eine Pause. Es ist wie bei einer Armee, die einen neuen, großen Angriff starten will, also lässt sie die Soldaten ausruhen und wieder zu Kräften kommen, damit sie den Krieg fortsetzen können. Er [Baal HaSulam] sagte, dass es Narren gibt, die denken, dass sie den Befehl empfangen haben, nicht in feindliches Gebiet vorzustoßen, sondern sich auszuruhen, weil sie den Krieg beendet haben und kein Bedarf mehr besteht, den Feind zu besiegen.

25

Demnach ist Chanukka noch nicht die Vollendung des Ziels, sondern nur der Aspekt der Korrektur der Schöpfung: Dabei werden die Gefäße des Gebens hergestellt, also die Handlungen des Gebens. Deshalb ist es verboten, das Licht von Chanukka zu benutzen; denn das Benutzen ist eine Handlung des Empfangens, das Wunder aber betraf allein die Handlungen des Gebens – dass man sie vollbringen und mit der Absicht zu geben ausrichten kann, was liShma heißt.

נמצא לפי הנ"ל, שענין החנוכה אינו עוד שלימות המטרה, אלא זוהי רק בחינת תיקון הבריאה, שבזה נתקנו הכלים דהשפעה, שפירושו הוא, מעשים של השפעה. ומשום זה אסור להשתמש לאורו של חנוכה, כי שימוש הוא מעשה של קבלה, והנס היה רק על מעשים דהשפעה, שיוכלו לעשות אותם, ולכוון בעמ"נ להשפיע, שזה נקרא "לשמה".

Doch es stellt sich heraus, dass Chanukka noch nicht die Vollendung des Ziels ist, sondern einzig und alleine die Korrektur der Schöpfung. Es vervollständigt die Gefäße des Gebens, d.h. die Handlungen des Gebens, und deshalb ist es verboten, das Chanukka-Licht zu benutzen, denn das Benutzen ist eine Handlung des Empfangens, und das Wunder bezog sich nur auf die Handlungen des Gebens – dass sie sie tun können und darauf ausgerichtet sind, zu geben, was liShma genannt wird.

26

Und es war ein Wunder, dass sie der Herrschaft der Griechen entkamen und im Glauben über dem Verstand gehen konnten. Die Klipa (Schale) der Griechen dagegen herrschte über Israel, damit es keine Handlung vollbringe, ohne zu wissen, wozu sie dient und welchen Nutzen sie bringt – und vor allem, damit es nicht alles im Glauben über dem Verstand ausrichte.

וזה היה נס, שיצאו משליטה של היונים, והיו יכולים ללכת בבחינת אמונה למעלה מהדעת. מה שאין כן קליפת היונים היו שולטים על ישראל, שלא לעשות שום מעשה, אם הוא לא יודע בשביל מה, ובשביל איזו תועלת יביאו הפעולה הזו. ובפרט לכוון הכל בבחינת אמונה למעלה מהדעת.

Das Wunder war, dass sie sich von der Herrschaft der Griechen befreit haben und in den Glauben über dem Verstand gehen konnten. Aber die Klipa [aramäisch: Hülle/Schale] der Griechen beherrschte Israel, damit es nichts tut, wenn es nicht weiß, warum und zu welchem Zweck diese Arbeit sein soll, und vor allem, damit Israel nicht in der Lage ist, die Arbeit komplett über den Verstand auszurichten.

27

Nach unserer Erklärung ergibt sich: Die Chanukka-Kerze deutet zwar auf ein spirituelles Wunder hin – dass das Volk Israel aus der Herrschaft der Griechen in die Freiheit entlassen wurde –, doch das war nur die Hälfte. Denn durch das Wunder von Chanukka wurden allein die Gefäße des Gebens hergestellt. Dies nennt man den Aspekt ‚Korrektur der Schöpfung‘, aber noch nicht das Ziel der Schöpfung.

ולפי מה שהסברנו, יוצא, שנר חנוכה, הגם שהוא מרמז על נס רוחני, שהוא, שעם ישראל יצאו לחרות משליטתם של היונים, אבל זה היה רק חצי דבר. היינו, שרק כלים דהשפעה נתקנו ע"י נס דחנוכה. וזה נקרא בחינת "תיקון הבריאה", אבל עוד לא מטרת הבריאה.

Nach dem, was wir erklärt haben, folgt daraus, dass eine Chanukka-Kerze zwar ein spirituelles Wunder andeutet, nämlich dass das Volk Israel von der Herrschaft der Griechen befreit wurde, aber das war nur der halbe Weg. Das heißt, einzig und alleine die Gefäße des Gebens wurden durch das Chanukka-Wunder korrigiert, und das wird als Korrektur der Schöpfung betrachtet, aber immer noch nicht als Schöpfungszweck.

28

Anders der Shabbat: Er ist ‚ein Abbild der kommenden Welt‘ und der ‚Endzweck von Himmel und Erde‘, wie erwähnt; er wird ‚Ziel der Schöpfung‘ genannt. ‚Endzweck‘ bedeutet das Ende des Ziels. Das heißt: Was sich am Ende der Korrektur offenbaren wird, leuchtet als Abbild davon am Shabbat.

מה שאין כן שבת, שהיא "מעין עולם הבא", שהיא בחינת "תכלית שמים וארץ", כנ"ל, שהיא נקראת "מטרת הבריאה". שפירושו של תכלית הוא סוף המטרה. זאת אומרת, מה שיתגלה בגמר התיקון מאיר מעין זה בשבת.

Aber Shabbat, das ein Abbild der kommenden Welt ist, wird als der Zweck von Himmel und Erde betrachtet, der als „Schöpfungszweck“ angesehen wird und die Vollkommenheit des ultimativen Zwecks bedeutet. Das heißt, ein Abbild dessen, was sich am Ende der Korrektur offenbaren wird, leuchtet am Shabbat.

29

Deshalb ist der Shabbat die Zeit des Empfangens von Genuss: Man bedient sich der Gefäße des Empfangens und muss nur die Absicht zu geben hinzufügen. Das bedeutet, dass alle, die in die Welt kommen, diese Stufe erreichen müssen, wie geschrieben steht: „Denn kein Verstoßener bleibt von Ihm verstoßen.“ Vielmehr werden alle zur Vollendung des Ziels gelangen, also zum Empfangen – jedoch mit der Absicht zu geben.

לכן בשבת הוא הזמן של קבלת התענוג, היינו שמשתמשים עם כלים דקבלה, ורק צריכים לכוון בעמ"נ להשפיע. שזה נקרא, שכל באי העולם צריכים להגיע לידי דרגה זו, כמו שכתוב "כי לא ידח ממנו נידח", אלא כולם יבואו לשלימות המטרה, היינו לקבל. אבל שיהיה בעמ"נ להשפיע.

Deshalb ist Shabbat die Zeit des Empfangens von Genuss, was bedeutet, dass wir Gefäße des Empfangens benutzen und nur die Absicht gefragt ist, um zu geben. Es wird davon ausgegangen, dass alle Menschen auf der Welt diese Stufe erreichen müssen, denn es steht geschrieben: „Denn kein Ausgestoßener wird von Ihm ausgestoßen sein.“ Vielmehr wird jeder das Ziel in vollem Umfang erreichen, das heißt zu empfangen – aber um zu geben.

30

Nun wollen wir klären, was wir gefragt haben: Welcher Zusammenhang besteht zwischen Shabbat und dem Frieden des Hauses? Es ist bekannt, dass ‚Haus‘ Malchut genannt wird, die die obere Fülle in Gefäßen des Empfangens mit der Absicht zu geben empfängt. Malchut hat jedoch viele Namen, und der Name ‚Haus‘ weist auf Vollkommenheit hin. So steht im Sulam-Kommentar (Noach, S. 88, Abschnitt 249) geschrieben: „Und du sollst wissen: In der Stunde, da der Mensch in aller Vollkommenheit ist, gilt er als einer, der im Haus wohnt. Das Wort ‚Haus‘ deutet auf die Nukwa des Seir Anpin hin, die in den Mochin (höhere Lichter) des GaR leuchtet, im Sinne des Verses: ‚Durch Weisheit wird ein Haus gebaut.‘ Darum gelten jene, die von ihr empfangen, als Bewohner des Hauses. Wenn der Mensch aber der Korrekturen bedarf, weil er nicht vollkommen ist, so braucht er Schutz, damit die äußeren Kräfte sich nicht an ihn heften und ihn zur Sünde verleiten. Darum muss er aus dem Haus hinausgehen, denn es ist ihm verboten, diese hohen Mochin zu empfangen – aus Furcht, die äußeren Kräfte könnten sich von ihm nähren. Er ist verpflichtet, sich auf den Weg des Schöpfers zu begeben, also die Korrekturen zu empfangen, deren er bedarf. In dieser Zeit ist es ihm erlaubt, Mochin aus der Paarung (Siwug) von Seir Anpin und Lea zu empfangen; denn da diese das von der Chochma (Weisheit) verhüllte Licht der Chassadim (Gnaden) sind, können die äußeren Kräfte sich nicht von ihnen nähren. Diese Mochin werden ‚Herberge‘ (Achsanja) genannt, weil sie für die Wegezieher bestimmt sind. Obwohl Noah ein vollkommen Gerechter war, vergleicht ihn der Sohar gleichwohl mit einem Gast, der des Weges zieht.“

ועתה נבאר את מה ששאלנו, מהו הקשר שבת עם שלום בית. ידוע, ש"בית" נקראת מלכות, שהיא המקבלת את השפע עליון בכלים דקבלה בעמ"נ להשפיע. אולם יש הרבה שמות למלכות. והשם "בית" מראה על שלימות, כמו שכתוב בהסולם (נח, דף פ"ח, אות רמ"ט) "וצריך שתדע, שבשעה שהאדם הוא בכל השלימות, נבחן ליושב בית, שמילת בית רומזת על הנוקבא דז"א המאירה במוחין דג"ר, בסוד הכתוב, בחכמה יבנה בית. ולפיכך אותם המקבלים ממנה נבחנים ליושבי בית. אמנם בעת שהאדם צריך לתיקונים, כי אינו בשלימות, הרי הוא צריך לשמירה, שלא יתאחזו בו החיצונים להחטיאו. ועל כן הוא מוכרח לצאת מן הבית, כי אסור לו לקבל מוחין הגבוהים הללו, מפחד שלא ינקו ממנו החיצונים. ומחוייב לצאת לדרך ה', דהיינו לקבל תיקונים, הצריכים אליו. ומותר לו בעת הזה לקבל מוחין מבחינת הזווג ז"א ולאה, כי להיותם בחינת אור החסדים המכוסים מחכמה, אין מהם שום יניקה לחיצונים. ומוחין הללו מכונים אכסניא, כי הם מיועדים בשביל עוברי דרכים. ולפיכך, אף על פי שנח צדיק תמים היה, מכל מקום הוא מדמה אותה לאורח עובר דרך".

Jetzt werden wir erklären, was wir über die Verbindung zwischen Shabbat und häuslichem Frieden gefragt haben. Es ist bekannt, dass „Haus“ Malchut genannt wird, die den Höheren Reichtum in Gefäßen des Empfangens empfängt, um zu geben. Malchut hat jedoch viele Namen, und der Name „Haus“ weist auf die Vollkommenheit hin, wie es im Sulam-Kommentar (Kommentar von Baal HaSulam zum Sohar, Noah, S. 88, Ziff. 249) geschrieben steht: „Du sollst wissen, wenn der Mensch in absoluter Vollkommenheit ist, gilt er als im Haus wohnend. Das Wort ‚Haus‘ deutet auf Nukwa de SA hin, die in Mochin de GaR leuchtet, wie es geschrieben steht: ‚Ein Haus soll mit Weisheit gebaut werden.‘ Deshalb werden diejenigen, die von ihr empfangen werden, als Bewohner des Hauses angesehen. Aber wenn der Mensch Korrekturen braucht, weil er unvollständig ist, muss er bewahrt werden, damit ihn die Äußeren [ Klipot ] nicht ergreifen und ihn sündigen lassen. Deshalb muss er aus dem Haus gehen, denn es ist ihm verboten, diese hohen Mochin zu empfangen, aus Furcht, dass die Äußeren von ihm saugen werden. Er muss sich auf den Weg des Schöpfers begeben, das heißt, er muss die Korrekturen empfangen, deren er bedarf. Zu dieser Zeit ist es ihm erlaubt, Mochin von den Siwug [Paarungen] von SA und Leah zu empfangen, denn da sie Or Chassadim [Licht der Barmherzigkeit] sind, die mit Chochma bedeckt sind, können die Äußeren nicht von ihnen saugen. Diese Mochin werden „ Herberge “ genannt, weil sie für Reisende bestimmt sind. Deshalb vergleicht er Noah, obwohl er gerecht und integer war, mit einem reisenden Gast.“

31

So sehen wir, dass man in der Ordnung der Arbeit zwei Aspekte unterscheiden muss:

הרי אנו רואים, שיש להבחין בסדר העבודה ב' הבחנות:

Wir können also sehen, dass wir in der Ordnung der Arbeit zwei Unterscheidungen treffen sollten:

32

Erstens: einen Zustand, der ‚Haus‘ genannt wird.

א. מצב, שנקרא "בית".

1.) einen Zustand namens „Haus“ und

33

Zweitens: einen Zustand, der ‚Gast, der des Weges zieht‘ genannt wird.

ב. מצב, שנקרא "אורח עובר".

2.) einen Zustand namens „reisender Gast“.

34

Solange der Mensch noch nicht vollkommen ist, muss er hinausgehen und sich im Zustand der Wegezieher befinden – das ist der Weg des Schöpfers –, um Korrekturen zu empfangen, durch die er zur Vollkommenheit gelangt. Darum nennt man diese Menschen ‚Wegezieher‘: Sie sind noch mitten auf dem Weg und haben das Ziel, das sie erreichen sollen, noch nicht erreicht.

היות שבזמן שהאדם אינו עוד בשלימות, והוא צריך לצאת להיות במצב של עוברי דרך, שהיא דרך ה', בכדי לקבל תיקונים, שע"י הוא יבוא להשלימות, לכן נקראים אלו אנשים בשם, עוברי דרכים, שעדיין הם באמצע הדרך ועוד לא הגיעו להמטרה, שהם צריכים להגיע.

Solange ein Mensch noch unvollständig ist, muss er herauskommen und sich in den Zustand des reisenden Gastes begeben, der der Weg des Schöpfers ist, um Korrekturen zu empfangen, durch die er die Vollkommenheit erreichen wird. Deshalb werden diese Menschen „reisende Gäste“ genannt, denn sie befinden sich noch mitten auf dem Weg und haben das Ziel, das sie erreichen sollten, noch nicht erreicht.

35

Und obwohl sie Gerechte sind – wie Noah, der ein vollkommen Gerechter war –, haftet ihnen dennoch ein Mangel an; denn sie haben nur die Gefäße des Gebens korrigiert, die ‚spirituelle Gefäße‘ genannt werden. Wie erwähnt, heißt dies ‚Korrektur der Schöpfung‘: Ihr Vermögen reicht so weit, dass sie bereits geben können mit der Absicht zu geben. Das nennt man den Aspekt liShma.

והגם שהם צדיקים, כדוגמת נח, שהיה צדיק תמים, מכל מקום הוא עדיין בעל חסרון, משום שהוא תיקן רק כלים דהשפעה, המכונים "כלים רוחניים". וזהו כנ"ל, שזה מכונה בשם "תיקון הבריאה", כי היכולת שלו היא, שהוא כבר יכול להשפיע בעמ"נ להשפיע. שזה נקרא "בחינת לשמה".

Obwohl sie rechtschaffen sind wie Noah, der rechtschaffen und aus ganzem Herzen gehandelt hat, hatte er dennoch Makel, da er einzig die Gefäße des Gebens, also die „spirituellen Gefäße“, korrigierte. Wie bereits erwähnt, wird dies die „Korrektur der Schöpfung“ genannt, da er bereits geben kann, um zu geben, was liShma genannt wird.

36

Damit versteht sich, worauf die Chanu-Kah-Kerze hindeutet, wie erwähnt: Sie ist nur eine Rast und nicht das Ende der Arbeit. Deshalb ist es verboten, ihr Licht zu benutzen, weil das Wunder die spirituellen Gefäße betraf. Und bei Gefäßen des Gebens kommt es nicht in Frage, dass man sie benutzt, um Genuss aus dem Licht zu ziehen. Darum heißt es: ‚nur um sie anzusehen‘.

ובזה מובן, מהו בא לרמז נר חנו-כה כנ"ל, הוא רק חניה לבד ולא גמר עבודה. ומשום זה נר חנוכה אסור להשתמש לאורה, משום שהנס היה על כלים רוחניים, כנ"ל. ובכלים דהשפעה לא שייך שישתמש לקבל הנאה מהאור. ולכן הוא "לראותם בלבד".

So verstehen wir, was die Chanu-Kah [Chanukka] Kerze andeutet – sie ist nur eine Pause und nicht das Ende der Arbeit. Aus diesem Grund ist es verboten, das Licht der Chanukka-Kerze zu benutzen, weil das Wunder an spirituellen Gefäßen geschah, und Gefäße des Gebens können nicht benutzt werden, um das Licht zu genießen. Deshalb darf man sie nur ansehen.

37

Anders die Shabbat-Kerze: Denn der Shabbat ist der Aspekt ‚Endzweck von Himmel und Erde‘, ‚ein Abbild der kommenden Welt‘; das nennt man ‚Ziel der Schöpfung‘, das darin besteht, den Geschöpfen Gutes zu tun, damit sie Gutes und Genuss empfangen. Darum wird dieses Licht in Gefäßen des Empfangens empfangen, die ‚Empfangen mit der Absicht zu geben‘ genannt werden. Das heißt, man bedient sich der Gefäße des Empfangens.

מה שאין כן נר שבת, ששבת היא בחינת "תכלית שמים וארץ", שהוא "מעין עולם הבא", שזהו נקרא "מטרת הבריאה", שהיא להטיב לנבראיו, שהם יקבלו טוב ועונג. לכן אור זה מקובל בכלים דקבלה, המכונים "מקבל בעמ"נ להשפיע". זאת אומרת, שהם משמשים בכלים דקבלה.

Aber eine Shabbat-Kerze – wobei Shabbat als „Zweck des Himmels und der Erde“ angesehen wird, was ein Gleichnis für die kommende Welt ist – wird als „Zweck der Schöpfung“ bezeichnet, um Seinen Geschöpfen Gutes zu tun, damit sie Freude und Genuss empfangen. Daher wird dieses Licht in Gefäßen des Empfangens empfangen, die „Empfangen, um zu geben“ genannt werden. Das heißt, sie benutzen die Gefäße des Empfangens.

38

Dies nennt man den Aspekt ‚Haus‘, im Sinne von ‚Durch Weisheit wird ein Haus gebaut‘. Denn Malchut ist die Wurzel der Seelen, die ‚Versammlung Israels‘ (Knesset Israel) genannt wird und die Fülle für die Seelen empfängt. Wenn die Unteren würdig sind, das Licht der Chochma zu empfangen, nennt man dies ‚Mochin des Shabbat‘, also Mochin de Chochma. Und Mochin de Chochma ist das Licht des Ziels der Schöpfung. Daraus folgt: Die Chanukka-Kerze und die Shabbat-Kerze deuten auf zwei Aspekte hin, die einander nicht gleichen.

וזה נקרא בחינת "בית", בסוד "בחכמה יבנה בית". שמלכות, שהיא שורש הנשמות, הנקראת "כנסת ישראל", המקבלת שפע בשביל הנשמות. ובזמן שהתחתונים ראויים לקבל את אור החכמה, נקרא זה "מוחין דשבת", היינו מוחין דחכמה. ומוחין דחכמה הוא האור של מטרת הבריאה. היוצא מזה, שנר חנוכה ונר שבת הם מרמזים על שתי בחינות, שאינן דומות זו לזו.

Dies wird „Haus“ genannt, wie es heißt „Ein Haus soll mit Weisheit gebaut werden“, wobei Malchut die Wurzel der Seelen ist, die „Versammlung Israels“ genannt wird und Fülle für die Seelen empfängt. Wenn die Unteren zum Empfangen von Or Chochma [Licht der Weisheit] geeignet sind, wird es Mochin [Licht/Genuss] de Shabbat genannt, was Mochin de Chochma bedeutet, und Mochin de Chochma ist das Licht des Schöpfungszwecks. Daraus folgt, dass sich in der Chanukka-Kerze und der Shabbat-Kerze zwei unterschiedliche Unterscheidungen andeuten.

39

Nun wollen wir klären, was wir gefragt haben: Was hat der Friede des Hauses mit dem Shabbat zu tun, dass die Weisen seinetwegen sagten, er ‚geht der Chanukka-Kerze voraus‘? Die Sefira Jessod (Grundlage) wird ‚Friede des Hauses‘ genannt, weil sie es ist, die Malchut die Fülle gibt – denn Malchut ist die Wurzel der Seelen. Wenn Malchut im Aspekt eines Punktes ist, das heißt, nur als ein kleiner Punkt leuchtet, dann erhalten die Seelen nicht die Fülle, die sie brauchen. Das nennt man ‚Shechina (göttliche Gegenwart) im Exil‘. Dann gewinnen die Klipot die Oberhand und wollen über das Heilige herrschen; den Unteren erwächst daraus eine große Arbeit, und daraus entsteht der Streit zwischen der Heiligkeit und der Unreinheit.

ועתה נבאר מה ששאלנו, מהו ענין שלום בית לשבת, שבשביל זה אמרו חז"ל "הוא קודם לנר חנוכה". הנה ספירת היסוד נקראת "שלום בית", משום שהיא המשפיעה למלכות, היות שמלכות היא השורש של הנשמות. וכשמלכות היא בבחינת נקודה, שפירושו, שאינה מאירה רק בבחינת נקודה קטנה, אין אז להנשמות את השפע, הצריך להם. וזה נקרא "שכינתא בגלותא". ואז קליפות גוברות ורוצות לשלוט על הדברים שבקדושה, ויש עבודה גדולה להתחתונים, ומזה נעשתה המחלוקת בין הקדושה להטומאה.

Jetzt werden wir erklären, was wir über die Verbindung zwischen Hausfrieden und Shabbat gefragt haben, von der unsere Weisen sagten, dass sie der Chanukka-Kerze vorausgeht. Die Sefira [Einzahl der Sefirot ] Jessod [hebräisch: Grundlage] wird „häuslicher Frieden“ genannt, weil sie Malchut gibt, denn Malchut ist die Wurzel der Seelen. Wenn Malchut wie ein Tüpfelchen ist, also nur als winziger Punkt leuchtet, haben die Seelen nicht die Fülle, die sie brauchen. Das wird „ Shechina [Göttliche Gegenwart] im Exil“ genannt. Zu dieser Zeit wollen die Klipot [Hüllen/Schalen] die Oberhand und die Angelegenheit der Heiligkeit beherrschen, und es gibt viel Arbeit für die Unteren. Das bewirkt die Trennung zwischen Kedusha [Heiligkeit] und Tuma’a [Unreinheit].

40

Und wenn das Jessod der Größe (Gadlut) kommt, das Malchut die obere Fülle gibt – also ihr das Licht der Chochma zuführt –, dann entsteht der ‚Friede des Hauses‘, wie geschrieben steht: „Wenn dem Ewigen die Wege eines Menschen gefallen, versöhnt Er sogar seine Feinde mit ihm.“ Darum wird Jessod ‚Friede‘ genannt, weil es den ‚Frieden des Hauses‘ stiftet; denn dann werden die Kräfte der Klipa annulliert, wie geschrieben steht: „Wenn der Shabbat eintritt, sondert sie sich ab und trennt sich von der Sitra Achra, und alle werden mit neuen Seelen gekrönt“ (Kegawna, im Abendgebet des Shabbat).

וכשבא היסוד דגדלות, שהוא המשפיע השפע עליון להמלכות, היינו שמשפיע לה את האור החכמה, נעשה אז "שלום בית". כמו שכתוב "ברצות ה' דרכי איש, גם אויביו ישלים עמו". ולכן נקרא יסוד "שלום", משום שהוא עושה "שלום בית", שאז נתבטלו הכוחות דקליפה, כמו שכתוב "כד עיל שבתא איהי, ואתפרשת מס"א, וכלהון מתעטרין בנשמתין חדתין" [כאשר נכנסת השבת, היא נבדלת ופורשת מהסטרא אחרא, וכולם מתעטרים בנשמות חדשות ] ("כגוונא", בערבית של שבת).

Mit der Ankunft von Jessod de Gadlut [Erwachsensein/Größe] verleiht er Malchut die höhere Fülle, das heißt, er verleiht ihr das Licht von Chochma . Zu dieser Zeit wird häuslicher Frieden geschlossen, wie es geschrieben steht: „Wenn die Wege eines Menschen dem Ewigen gefallen, sorgt er dafür, dass sogar seine Feinde mit ihm Frieden haben.“ Deshalb wird Jessod „Frieden“ genannt, denn es schafft Hausfrieden, wenn die Kräfte der Klipa aufgehoben werden, wie es geschrieben steht: „Wenn Shabbat beginnt, wird es abgesondert und trennt sich von der Sitra Achra , und alle werden mit neuen Seelen gekrönt“ ( Kegavna [ein Gebet] am Shabbatabend).

41

Es ergibt sich also: Wenn das ‚Haus‘, das Malchut ist, die Fülle des Shabbat empfängt, entsteht Friede, denn dann weichen alle strengen Urteile von ihr. Darum deutet die Shabbat-Kerze auf die Fülle des Endes der Korrektur hin. Die Chanukka-Kerze dagegen weist auf das Licht hin, das man mitten in der Arbeit erlangt, damit wir die Arbeit fortsetzen und vollenden können. Deshalb wird die Shabbat-Kerze ‚Friede des Hauses‘ genannt – nach der Fülle, die von Jessod zu Malchut gelangt.

נמצא, ש"בית" שהיא מלכות, כשמקבלת השפע דשבת, נעשה שלום, שאז כל הדינין מתעברין ממנה. לכן נר שבת, הוא מרמז על השפע של גמר התקון. מה שאין כן נר חנוכה, מראה על האור שמשיגים באמצע עבודה, שהוא בכדי שנוכל להמשיך ולגמור את העבודה. ולכן נר שבת נקרא "שלום בית", על שם השפע, המגיע מיסוד למלכות.

Daraus folgt, dass, wenn das „Haus“, das Malchut ist, die Fülle des Shabbat empfängt, Frieden gemacht wird und dann alle Urteile von ihr entfernt werden. Deshalb weist die Shabbat-Kerze auf die Erlangung der Fülle am Ende der Korrektur hin, während die Chanukka-Kerze das Licht anzeigt, das in der Mitte der Arbeit erlangt wird, um die Arbeit fortsetzen und vollenden zu können. Deshalb wird eine Shabbat-Kerze „Hausfrieden“ genannt, nach der Fülle, die von Jessod zu Malchut kommt.

Rabash – 1986 – Artikel 9 (תשמ״ו – מאמר ט׳)

„Über die Chanukka-Kerze“

Im Traktat ‚Shabbat‘ (Sabbat, 23b) steht geschrieben: „Rava sagte: ‚Mir ist klar [die Sache ist eindeutig] – bei der Wahl zwischen der Kerze für sein Haus und der Chanukka-Kerze hat die Kerze für sein Haus den Vorrang, um des Friedens seines Hauses willen.‘ “ Und Rashi erklärt: Die Kerze für sein Haus ist die Shabbat-Kerze; gemeint ist ein Armer, der nicht genug hat, um Öl für zwei Kerzen zu kaufen. ‚Der Friede seines Hauses‘ – denn so heißt es weiter unten: ‚und meine Seele ist des Friedens beraubt‘; das meint das Anzünden der Kerzen am Shabbat, weil die Hausgenossen es als leidvoll empfinden, im Dunkeln zu sitzen. So weit Rashi.

Die Chanukka-Kerze aber dient nicht dem Frieden des Hauses, denn es ist verboten, ihr Licht zu benutzen – so wie wir nach dem Anzünden der Chanukka-Kerzen sagen: „Diese Lichter sind heilig, und wir haben nicht das Recht, sie zu benutzen, sondern dürfen sie nur ansehen.“ Hier ist Folgendes zu verstehen:

Erstens: Er nennt einen Grund, weshalb die Shabbat-Kerze der Chanukka-Kerze vorausgeht – nämlich den Frieden des Hauses. Das verlangt nach einer Erklärung. Ist dies denn ein ausreichender Grund, um die Mizwa (Gebot) der Chanukka-Kerze zu annullieren, die wegen ihrer Heiligkeit so wichtig ist? So wichtig, dass die Weisen sagten, es ist verboten, ihr Licht zu benutzen – wie schon erwähnt, da wir sagen: „Diese Lichter sind heilig, und wir haben nicht das Recht, sie zu benutzen, sondern dürfen sie nur ansehen.“ Und ausgerechnet um des Hausfriedens willen, der eine materielle Sache ist, soll man diese Mizwa annullieren?

Zweitens ist überhaupt zu verstehen, welcher Zusammenhang zwischen der Shabbat-Kerze und dem Frieden des Hauses besteht – ein Zusammenhang, den wir aus dem Vers ‚und meine Seele ist des Friedens beraubt‘ lernen, der vom Anzünden der Kerzen am Shabbat handelt.

Um dies zu verstehen, müssen wir zunächst die drei genannten Begriffe klären:

Erstens: Was ist Shabbat?

Zweitens: Was ist der Friede des Hauses?

Drittens: Was ist Chanukka?

Vom Shabbat sagten die Weisen, er ist ein Abbild der kommenden Welt (Berachot 57). Und so heißt es im Abendgebet des Shabbat: „Du hast den siebten Tag für Deinen Namen geheiligt, als Endzweck der Erschaffung von Himmel und Erde.“ ‚Endzweck‘ bedeutet hier das Ziel, um dessentwillen Himmel und Erde erschaffen wurden.

Und es ist bekannt, dass das Ziel der Schöpfung darin besteht, den Geschöpfen Gutes zu tun – das heißt, dass die Geschöpfe Gutes und Genuss empfangen. Dies nennt man das Ziel der Schöpfung. Was aber geht diesem Ziel voraus? Die Zeit der Arbeit. Daraus ergibt sich die Frage: Wenn das Ziel doch ist, Gutes zu erweisen – wozu brauche ich dann diese Arbeit?

Die Antwort darauf ist bekannt: Damit es nicht zum ‚Brot der Scham‘ (Nahama deKisufa) kommt, wurde uns eine Arbeit gegeben, die ‚Korrektur der Schöpfung‘ genannt wird. Das bedeutet, dass wir durch diese Korrektur das Gute und den Genuss empfangen können. Denn dann besitzen wir bereits die Gleichheit der Form mit dem Schöpfer: Die Geschöpfe wollen dem Schöpfer geben, so wie der Schöpfer den Geschöpfen geben will. Wer also mit der Absicht zu geben arbeitet, für den gibt es keinen Raum mehr für das Brot der Scham.

Daraus folgt, dass sich die Arbeit, die uns gegeben wurde, auf die Korrektur der Schöpfung bezieht und nicht auf das Ziel selbst; denn das Ziel ist es, zu genießen, nicht zu arbeiten. Was wir korrigieren müssen, betrifft also nicht den Genuss – diesen gibt der Schöpfer von sich aus, denn er ist das Ziel. Vielmehr soll das Gute und der Genuss, den wir empfangen, vollkommen sein. Und vollkommen ist er dann, wenn wir das Gute empfangen können, ohne ein Unbehagen zu spüren. Dafür wurde uns die Arbeit gegeben: Sie besteht darin, dass wir unsere Gefäße (Kelim), die wir von Natur aus empfangen haben, austauschen und andere Gefäße erlangen, die ‚Gefäße des Gebens‘ genannt werden. Sobald wir das Gute und den Genuss in Gefäßen des Gebens empfangen, bleibt beim Empfang der Fülle kein Raum mehr für ein Unbehagen.

Diese beiden Aspekte, die wir hinsichtlich des Ziels der Schöpfung und seines Erreichens der Vollkommenheit erläutert haben, werden uns anhand zweier Zustände verständlich:

Erstens: Die Ordnung der Korrektur der Schöpfung besteht darin, dass wir in Tora und Mizwot mit der Absicht zu geben arbeiten; dies gilt als Gebrauch der Gefäße des Gebens. Da es nämlich sowohl Handlungen als auch Absichten gibt, bedienen wir uns in diesem Zustand der Handlungen des Gebens, also der Tora und der Mizwot. Solche Handlungen gelten als das Wirken im Sinne von: „Wie Er barmherzig ist, so sei auch du barmherzig.“

Das heißt: Der Mensch will dem Schöpfer geben, so wie der Schöpfer den Geschöpfen geben will. Wenn er also wie der Schöpfer handelt, das heißt auf Seinen Wegen geht, dann wünscht er, dass der Schöpfer ihm seine Arbeit zugunsten der Geschöpfe vergilt. Doch hier gibt es auch eine Arbeit an der Absicht: Sie zielt darauf, dass die Absicht der Handlung gleicht.

Denn manchmal ist die Handlung zwar dem Geben gewidmet, die Absicht aber eine andere. Das heißt, der Grund, weshalb er gibt, liegt darin, später eine Gegenleistung zu empfangen. Das nennt man lo liShma (nicht um ihretwillen).

Darum bedarf es großer Arbeit, wenn der Mensch eine Handlung des Gebens vollbringen will. Was ihn zum Geben bewegen muss, ist ein Grund, der ihn dazu veranlasst, zu geben statt zu empfangen. So ist es in der Welt eingerichtet: Wen man liebt, in dessen Herzen erwacht das Verlangen, dem Geliebten zu geben – denn darin drückt sich seine Liebe zu ihm aus.

Oder gegenüber einer angesehenen Person: Auch da erwacht im Herzen des Menschen der Wunsch, ihr seine Liebe zu zeigen, indem er ihr ein Geschenk macht. Dies nennt man ‚sein Mund und sein Herz sind eins‘ – das heißt, Handlung und Absicht stimmen überein, und in seinem Herzen ist keine andere Absicht als die der Handlung des Gebens, weil der Grund in der Absicht zu geben liegt. Dies nennt man liShma (um ihretwillen).

Der zweite Zustand ist das Ziel der Schöpfung. Hier, so wird uns erklärt, können wir die Gefäße des Empfangens benutzen. Das heißt, wir befassen uns mit dem Empfangen von Genüssen. Doch der Grund, weshalb wir Genüsse empfangen wollen, ist nicht der, unser eigenes Verlangen zu stillen – als sehnten wir uns nach den Genüssen und wollten sie deshalb jetzt empfangen. Vielmehr gibt es hier einen ganz anderen Grund, der unserem Tun sogar entgegengesetzt ist.

Denn wir sehnen uns danach, dem Schöpfer zu geben, und für uns selbst wollen wir nichts in unser Verlangen zu empfangen aufnehmen, weil uns dies vom Schöpfer trennen würde. Doch was können wir dem Schöpfer geben, woran Er Sich erfreut? Was, so darf man fragen, sollte Ihm gleichsam fehlen? Nur eines lässt sich sagen: Da Er die Schöpfung erschaffen hat, um den Geschöpfen Gutes zu tun, wollen wir das Gute und den Genuss empfangen – weil wir Seinen Wunsch erfüllen wollen, der darin besteht, Gutes zu erweisen.

Nun können wir die Frage ‚Was ist Chanukka?‘ deuten. Wie wir den ersten Zustand erklärt haben, ist er die Arbeit der Korrektur der Schöpfung: Sie dient dazu, die Gefäße des Gebens zu erlangen, mit denen man danach zum Ziel der Schöpfung gelangen kann. Dies darf man ‚das Spirituelle‘ nennen, denn der Mensch will nichts für sich selbst tun, sondern alles allein um des Schöpfers willen – wie die Weisen sagten: „Das Brandopfer (Olah) ist ganz dem Schöpfer geweiht; es ist gänzlich spirituell.“

Das Wunder von Chanukka betraf das Spirituelle, wie wir (im Segen ‚und für die Wunder‘) sagen: „Als das frevlerische Königreich Griechenlands sich gegen Dein Volk Israel erhob, um es Deine Tora vergessen zu lassen und es von den Geboten Deines Willens abzubringen, da tratest Du in Deinem großen Erbarmen in der Zeit ihrer Not für sie ein.“

Nach unserer Erklärung ergibt sich: ‚Spirituell‘ bedeutet, dass man sich der Gefäße des Gebens bedient. Die Herrschaft der Griechen aber äußerte sich darin, dass sie nichts zuließen, was zu den Gefäßen des Gebens gehört; denn ihre Herrschaft erstreckte sich auch auf die Ausübung von Tora und Mizwot. Das geschah im Äußeren. Erst recht aber im Inneren des Denkens herrschten sie über den Gedanken, sodass die Menschen nichts auf den Himmel ausrichten konnten. Vielmehr wollten sie, dass das Volk Israel in der Selbstliebe versinkt, um dadurch vom Schöpfer getrennt zu sein. Denn alle Absichten der Sitra Achra (der anderen Seite) zielen einzig darauf, die Menschen vom Schöpfer zu entfernen. Und Entfernung und Trennung entstehen allein durch die Verschiedenheit der Form – die bekanntlich die Selbstliebe ist.

Und mein Vater und Lehrer seligen Andenkens sagte zu der Frage der Weisen (Shabbat 21b): ‚Was ist Chanukka?‘ Er erklärte, die Antwort liegt im Wort selbst: Chanu-Kah. ‚Chanu‘ bedeutet ‚sie rasteten‘, und ‚Kah‘ sind die Buchstaben Kaf-He mit dem Zahlenwert 25. Das heißt: Der 25. Kislew war nicht das Ende des Krieges, sondern nur eine Rast. Es ist wie bei einem Heer, das einen neuen, kräftigen Angriff führen will: Dann lässt man die Soldaten ruhen, damit sie neue Kräfte sammeln und den Krieg fortsetzen können. Und er sagte, es gibt Toren, die – weil sie den Befehl erhielten, nicht ins Feindesland vorzurücken, sondern zu ruhen – meinen, sie haben den Krieg bereits gewonnen und müssen den Feind nicht mehr besiegen.

Demnach ist Chanukka noch nicht die Vollendung des Ziels, sondern nur der Aspekt der Korrektur der Schöpfung: Dabei werden die Gefäße des Gebens hergestellt, also die Handlungen des Gebens. Deshalb ist es verboten, das Licht von Chanukka zu benutzen; denn das Benutzen ist eine Handlung des Empfangens, das Wunder aber betraf allein die Handlungen des Gebens – dass man sie vollbringen und mit der Absicht zu geben ausrichten kann, was liShma heißt.

Und es war ein Wunder, dass sie der Herrschaft der Griechen entkamen und im Glauben über dem Verstand gehen konnten. Die Klipa (Schale) der Griechen dagegen herrschte über Israel, damit es keine Handlung vollbringe, ohne zu wissen, wozu sie dient und welchen Nutzen sie bringt – und vor allem, damit es nicht alles im Glauben über dem Verstand ausrichte.

Nach unserer Erklärung ergibt sich: Die Chanukka-Kerze deutet zwar auf ein spirituelles Wunder hin – dass das Volk Israel aus der Herrschaft der Griechen in die Freiheit entlassen wurde –, doch das war nur die Hälfte. Denn durch das Wunder von Chanukka wurden allein die Gefäße des Gebens hergestellt. Dies nennt man den Aspekt ‚Korrektur der Schöpfung‘, aber noch nicht das Ziel der Schöpfung.

Anders der Shabbat: Er ist ‚ein Abbild der kommenden Welt‘ und der ‚Endzweck von Himmel und Erde‘, wie erwähnt; er wird ‚Ziel der Schöpfung‘ genannt. ‚Endzweck‘ bedeutet das Ende des Ziels. Das heißt: Was sich am Ende der Korrektur offenbaren wird, leuchtet als Abbild davon am Shabbat.

Deshalb ist der Shabbat die Zeit des Empfangens von Genuss: Man bedient sich der Gefäße des Empfangens und muss nur die Absicht zu geben hinzufügen. Das bedeutet, dass alle, die in die Welt kommen, diese Stufe erreichen müssen, wie geschrieben steht: „Denn kein Verstoßener bleibt von Ihm verstoßen.“ Vielmehr werden alle zur Vollendung des Ziels gelangen, also zum Empfangen – jedoch mit der Absicht zu geben.

Nun wollen wir klären, was wir gefragt haben: Welcher Zusammenhang besteht zwischen Shabbat und dem Frieden des Hauses? Es ist bekannt, dass ‚Haus‘ Malchut genannt wird, die die obere Fülle in Gefäßen des Empfangens mit der Absicht zu geben empfängt. Malchut hat jedoch viele Namen, und der Name ‚Haus‘ weist auf Vollkommenheit hin. So steht im Sulam-Kommentar (Noach, S. 88, Abschnitt 249) geschrieben: „Und du sollst wissen: In der Stunde, da der Mensch in aller Vollkommenheit ist, gilt er als einer, der im Haus wohnt. Das Wort ‚Haus‘ deutet auf die Nukwa des Seir Anpin hin, die in den Mochin (höhere Lichter) des GaR leuchtet, im Sinne des Verses: ‚Durch Weisheit wird ein Haus gebaut.‘ Darum gelten jene, die von ihr empfangen, als Bewohner des Hauses. Wenn der Mensch aber der Korrekturen bedarf, weil er nicht vollkommen ist, so braucht er Schutz, damit die äußeren Kräfte sich nicht an ihn heften und ihn zur Sünde verleiten. Darum muss er aus dem Haus hinausgehen, denn es ist ihm verboten, diese hohen Mochin zu empfangen – aus Furcht, die äußeren Kräfte könnten sich von ihm nähren. Er ist verpflichtet, sich auf den Weg des Schöpfers zu begeben, also die Korrekturen zu empfangen, deren er bedarf. In dieser Zeit ist es ihm erlaubt, Mochin aus der Paarung (Siwug) von Seir Anpin und Lea zu empfangen; denn da diese das von der Chochma (Weisheit) verhüllte Licht der Chassadim (Gnaden) sind, können die äußeren Kräfte sich nicht von ihnen nähren. Diese Mochin werden ‚Herberge‘ (Achsanja) genannt, weil sie für die Wegezieher bestimmt sind. Obwohl Noah ein vollkommen Gerechter war, vergleicht ihn der Sohar gleichwohl mit einem Gast, der des Weges zieht.“

So sehen wir, dass man in der Ordnung der Arbeit zwei Aspekte unterscheiden muss:

Erstens: einen Zustand, der ‚Haus‘ genannt wird.

Zweitens: einen Zustand, der ‚Gast, der des Weges zieht‘ genannt wird.

Solange der Mensch noch nicht vollkommen ist, muss er hinausgehen und sich im Zustand der Wegezieher befinden – das ist der Weg des Schöpfers –, um Korrekturen zu empfangen, durch die er zur Vollkommenheit gelangt. Darum nennt man diese Menschen ‚Wegezieher‘: Sie sind noch mitten auf dem Weg und haben das Ziel, das sie erreichen sollen, noch nicht erreicht.

Und obwohl sie Gerechte sind – wie Noah, der ein vollkommen Gerechter war –, haftet ihnen dennoch ein Mangel an; denn sie haben nur die Gefäße des Gebens korrigiert, die ‚spirituelle Gefäße‘ genannt werden. Wie erwähnt, heißt dies ‚Korrektur der Schöpfung‘: Ihr Vermögen reicht so weit, dass sie bereits geben können mit der Absicht zu geben. Das nennt man den Aspekt liShma.

Damit versteht sich, worauf die Chanu-Kah-Kerze hindeutet, wie erwähnt: Sie ist nur eine Rast und nicht das Ende der Arbeit. Deshalb ist es verboten, ihr Licht zu benutzen, weil das Wunder die spirituellen Gefäße betraf. Und bei Gefäßen des Gebens kommt es nicht in Frage, dass man sie benutzt, um Genuss aus dem Licht zu ziehen. Darum heißt es: ‚nur um sie anzusehen‘.

Anders die Shabbat-Kerze: Denn der Shabbat ist der Aspekt ‚Endzweck von Himmel und Erde‘, ‚ein Abbild der kommenden Welt‘; das nennt man ‚Ziel der Schöpfung‘, das darin besteht, den Geschöpfen Gutes zu tun, damit sie Gutes und Genuss empfangen. Darum wird dieses Licht in Gefäßen des Empfangens empfangen, die ‚Empfangen mit der Absicht zu geben‘ genannt werden. Das heißt, man bedient sich der Gefäße des Empfangens.

Dies nennt man den Aspekt ‚Haus‘, im Sinne von ‚Durch Weisheit wird ein Haus gebaut‘. Denn Malchut ist die Wurzel der Seelen, die ‚Versammlung Israels‘ (Knesset Israel) genannt wird und die Fülle für die Seelen empfängt. Wenn die Unteren würdig sind, das Licht der Chochma zu empfangen, nennt man dies ‚Mochin des Shabbat‘, also Mochin de Chochma. Und Mochin de Chochma ist das Licht des Ziels der Schöpfung. Daraus folgt: Die Chanukka-Kerze und die Shabbat-Kerze deuten auf zwei Aspekte hin, die einander nicht gleichen.

Nun wollen wir klären, was wir gefragt haben: Was hat der Friede des Hauses mit dem Shabbat zu tun, dass die Weisen seinetwegen sagten, er ‚geht der Chanukka-Kerze voraus‘? Die Sefira Jessod (Grundlage) wird ‚Friede des Hauses‘ genannt, weil sie es ist, die Malchut die Fülle gibt – denn Malchut ist die Wurzel der Seelen. Wenn Malchut im Aspekt eines Punktes ist, das heißt, nur als ein kleiner Punkt leuchtet, dann erhalten die Seelen nicht die Fülle, die sie brauchen. Das nennt man ‚Shechina (göttliche Gegenwart) im Exil‘. Dann gewinnen die Klipot die Oberhand und wollen über das Heilige herrschen; den Unteren erwächst daraus eine große Arbeit, und daraus entsteht der Streit zwischen der Heiligkeit und der Unreinheit.

Und wenn das Jessod der Größe (Gadlut) kommt, das Malchut die obere Fülle gibt – also ihr das Licht der Chochma zuführt –, dann entsteht der ‚Friede des Hauses‘, wie geschrieben steht: „Wenn dem Ewigen die Wege eines Menschen gefallen, versöhnt Er sogar seine Feinde mit ihm.“ Darum wird Jessod ‚Friede‘ genannt, weil es den ‚Frieden des Hauses‘ stiftet; denn dann werden die Kräfte der Klipa annulliert, wie geschrieben steht: „Wenn der Shabbat eintritt, sondert sie sich ab und trennt sich von der Sitra Achra, und alle werden mit neuen Seelen gekrönt“ (Kegawna, im Abendgebet des Shabbat).

Es ergibt sich also: Wenn das ‚Haus‘, das Malchut ist, die Fülle des Shabbat empfängt, entsteht Friede, denn dann weichen alle strengen Urteile von ihr. Darum deutet die Shabbat-Kerze auf die Fülle des Endes der Korrektur hin. Die Chanukka-Kerze dagegen weist auf das Licht hin, das man mitten in der Arbeit erlangt, damit wir die Arbeit fortsetzen und vollenden können. Deshalb wird die Shabbat-Kerze ‚Friede des Hauses‘ genannt – nach der Fülle, die von Jessod zu Malchut gelangt.

korrigiert, EY, CO4.8, 11.07.2026, 22:08 Uhr, Ver5