<- Kabbala Bibliothek
Weiterlesen ->
Kabbala Bibliothek Startseite / Rabash / Artikel / 1990/24 Was bedeutet „Alles, was zum Brandopfer wird, ist männlich“ in der Arbeit?

1990/24 Was bedeutet „Alles, was zum Brandopfer wird, ist männlich“ in der Arbeit?

Der Sohar (WaJikra, Blatt 24, und im Sulam Punkt 70) sagt, und dies sind seine Worte: „‚Wenn sein Opfer ein Brandopfer ist.‘ Rabbi Chija begann: ‚Denn Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken.‘ Der Gedanke des Schöpfers ist erhaben und der Anfang von allem. Und aus jenem Gedanken breiteten sich Wege und Pfade aus, damit der heilige Name zustande käme. Und aus jenem Gedanken entstand es, dass durch ihn die geschriebene Tora und die mündliche Tora emaniert wurden, welche Malchut ist. Der Gedanke des Menschen ist der Anfang von allem. Und aus jenem Gedanken breiten sich Wege und Pfade aus, um seine Wege in dieser Welt und in der kommenden Welt zu lenken. Und aus jenem Gedanken kommt der Schmutz des bösen Triebes, ihm und allen zu schaden. Und aus jenem Gedanken entstehen Übertretungen und Sünden und Freveltaten, Götzendienst, verbotene sexuelle Beziehungen und Blutvergießen. Und darüber sagt die Schrift: ‚Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken.‘“

Und in Punkt 73 sagt er, und dies sind seine Worte: „Alles, was zum Brandopfer wird, ist alles männlich und nicht weiblich“, weil das „Brandopfer“ sich über das „Herz“ erhebt, also über den „Gedanken“, der über dem „Herzen“ steht, denn der „Gedanke“ ist Chochma und gilt als männlich, und das „Herz“ als weiblich, also Bina, im Sinne von „das Herz versteht“.

Und man muss verstehen, was der „Gedanke des Schöpfers“ in der Arbeit ist und was der „Gedanke des Menschen“ in der Arbeit ist, worüber die Schrift spricht, wie der Sohar schreibt: „Denn Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken.“ Und ebenso muss man verstehen, was es uns andeuten will, wenn er sagt: „Das Brandopfer ist männlich“, und zwar deshalb, weil es für den Gedanken sühnt, der männlich ist. Was deutet uns dies in der Arbeit an, damit wir wissen, wie wir uns verhalten sollen?

Bekanntlich besteht das Schöpfungsziel darin, „Seinen Geschöpfen Gutes zu tun“, sodass die Geschöpfe Gutes und Genuss empfangen. Doch damit die Vollkommenheit Seiner Handlungen hervortritt, wurde eine Korrektur vorgenommen, die „Zimzum und Verhüllung“ über das Gute und den Genuss genannt wird. Und da alle Geschöpfe mit dem Verlangen erschaffen wurden, Freude und Genuss zu empfangen, ist der Mensch nicht in der Lage, irgendetwas zu tun, außer das, wovon er weiß, dass er aus dieser Sache Freude und Genuss empfangen kann. Andernfalls ist er nicht fähig, irgendeine Bewegung zu machen, da dies im Widerspruch zur Wurzel der Geschöpfe stehen würde.

Und manchmal tut der Mensch dennoch Handlungen, obwohl er keine Freude an diesen Taten hat, und das deshalb, weil er weiß, dass er dadurch danach Freude und Genuss empfangen wird, was man ihm als Gegenleistung für seine Arbeit geben wird, also als Gegenleistung für die Handlungen, die er getan hat und an denen er keinerlei Freude hatte. Und nur wegen der Freude, die er nach der Arbeit empfangen wird, gibt ihm dies die Kraft, die Arbeit zu verrichten, an der er jetzt keine Freude hat, sondern die erst danach kommen wird.

Anders ist es, wenn der Lohn ungewiss ist; dann hat er schon keine Kraft mehr, die Arbeit zu verrichten, an der er keine Freude hat. Anders ist es zum Beispiel bei einer Mutter, die ihren Kindern zu essen gibt. Und obwohl dies Arbeit ist, nämlich Lebensmittel zu kaufen und sie zuzubereiten, damit sie zum Essen taugen, und sie füttert sie auch – hier sind zwei Handlungen zu unterscheiden:

1) Handlungen, auf die sie verzichten würde.

2) Handlungen, auf die zu verzichten ihr nicht in den Sinn kommt.

Das heißt, Lebensmittel zu kaufen und sie zuzubereiten, damit sie zum Essen taugen, und dergleichen – auf diese Handlungen würde sie verzichten. Und wir sehen, dass es bei den Reichen jemanden gibt, der die Lebensmittel kauft, und eine Köchin, was zeigt, dass die Mutter darauf verzichten kann. Aber dass die Mutter ihren Kindern beim Essen zusieht – obwohl die Mutter in dem Augenblick, in dem sie zusieht, wie die Kinder essen, selbst nicht isst, sondern in diesem Zustand auf sich selbst verzichtet –, daran hat sie Freude, wenn sie sieht, wie die Kinder essen. Und niemals wird der Mutter der Gedanke kommen: „Was habe ich davon, dass ich sehe, wie die kleinen Kinder essen?“

Und sie will dafür weder die „kommende Welt“ noch „diese Welt“. Und der Grund ist: Da sie an dieser Handlung Freude hat, braucht sie schon keine Gegenleistung mehr. Wenn daher der Geschmack an „Tora und Mizwot“ offenbart würde – wie unsere Weisen sagten, dass die „613 Mizwot“ „613 Pikudin (Hinterlegungen)“ genannt werden, wie es im Sulam erklärt wird, dass in jeder Mizwa ein besonderes Licht ist, das in ihr leuchtet –, so wäre gewiss, wenn dies offenbart wäre und man nicht daran glauben müsste, dass sich gewiss die ganze Welt nur mit „Tora und Mizwot“ beschäftigen würde.

Doch da eine „Verhüllung“ über das Gute und den Genuss gelegt wurde, sodass es sich nicht offenbart, bevor der Mensch der „Kelim des Gebens“ gewürdigt wird, gibt es daher Störungen vonseiten des Körpers, der schreit: „Warum willst du ‚gegen die Natur‘ gehen, mit der der Schöpfer den Menschen erschaffen hat, sodass er Freude und Genuss empfängt? Und du willst darauf verzichten.“ Und obwohl der Mensch dem Körper verspricht, dass er einen Lohn haben wird, weil er die „Mizwot der Tora“ einhält, sodass er also doch eine Gegenleistung empfängt, dann fragt der Körper gleichsam: „In welchen Gefäßen werde ich den Lohn empfangen – in ‚Kelim des Empfangens‘ oder in ‚Kelim des Gebens‘?“

Wenn ihm der Mensch dann sagt, dass er den Lohn in „Kelim des Empfangens“ empfängt, dann fragt der Körper: „Warum hat der Schöpfer uns so viele Mizwot gegeben? Er ist doch ein ‚barmherziger Vater‘ und ‚gut und gütig‘. Und warum gibt Er uns nicht den ganzen Lohn, den Er für die Einhaltung ‚aller 613 Mizwot‘ geben will, schon für die Arbeit der ‚Hälfte der 613 Mizwot‘? Und was kümmerte es Ihn, wenn Er den ganzen Lohn schon für einen kleinen Teil des ‚Einhaltens von Tora und Mizwot‘ gäbe? Und warum müssen wir so hart arbeiten und ‚alle 613 Mizwot‘ einhalten?“

Und das ähnelt dem Gleichnis von der Mutter, die ihre Kinder mit Speise und Trank ernährt, aber sie muss die Lebensmittel kaufen und sie kochen und dergleichen, worauf sie alles verzichten würde. Und worauf sie nicht verzichtet, ist das, dass sie sieht und zuschaut, wie die Kinder essen. Und die kleinen Kinder füttert sie selbst, und daran hat sie Freude, und auf diese Arbeit will sie nicht verzichten, weil sie an der Arbeit selbst Freude hat und keinerlei Gegenleistung für diese Arbeit braucht.

Und aus dem Gesagten ergeben sich uns zwei Dinge:

1) Dass derjenige, der den Lohn in „Kelim des Empfangens“ empfangen will, gar nicht so weit von der Vernunft entfernt ist, wenn er fragt: Wozu will der Schöpfer von uns, dass wir so viele Mizwot einhalten? Das heißt, Er hätte den ganzen Lohn, den Er geben will, schon für das Einhalten der „Hälfte der 613 Mizwot“ geben sollen, da die Arbeit, die er verrichtet, keine Freude enthält, sondern allein die Gegenleistung, die er danach empfangen wird. Und dies nennt man, dass er „den Lohn in der kommenden Welt empfängt“, das heißt, dass er zur Zeit der Arbeit keinerlei Genuss spürt, sondern alles, wofür er arbeiten will, geschieht um des Lohnes willen, der danach kommen wird.

2) Dass man beim Lohn unterscheiden muss: Er will den Lohn in „Kelim des Gebens“ empfangen, das heißt, dass „Liebe zum Schöpfer“ entsteht und dass er spürt, dass er dem König dient. So hofft er, einen Lohn zu empfangen, der bei ihm danach in den Gefäßen empfangen wird, die sich „in dieser Welt“ befinden, also in der Gegenwart. Und wenn er dann der Stufe „613 Pikudin“ gewürdigt wird, dann, wenn er jede einzelne Mizwa auf der Stufe „dieser Welt“ empfängt, sagt er nicht: Warum wurden uns so viele Mizwot gegeben?

Und das gleicht dem Umstand, dass es in der materiellen Welt niemanden gibt, der über den Schöpfer zürnte: Warum hat Er für uns so viele materielle Genüsse bereitet? Genauso ist es, wenn der Mensch der Stufe „613 Pikudin“ gewürdigt wird; denn dann spürt er in jeder einzelnen Mizwa einen anderen Geschmack, und es kommt dem Menschen nicht in den Sinn, darauf zu verzichten.

Doch hier gibt es einen großen Mangel zur Zeit der Arbeit auf der Stufe „613 Ejtin (Ratschläge)“, das heißt zu der Zeit, in der Tora und Mizwot nur auf der Stufe von „Ratschlägen“ sind, wie man die „Kelim des Gebens“ erreichen und empfangen kann; denn der Widerstand vonseiten des Körpers ist sehr groß, weil er wirklich gegen sein Verlangen zu empfangen gerichtet ist, mit welcher Natur der Mensch geboren wird. So sind diese beiden (Arbeit und Lohn) zwei voneinander getrennte Stufen. Das heißt, zu der Zeit, in der der Lohn in Kelim des Empfangens ist, hat er Brennstoff, und zwar deshalb, weil er einen Lohn empfangen wird. Aber er hat immer Mühe, und zwar deshalb, weil der Lohn, den er empfängt, „in der kommenden Welt“ ist, also nicht jetzt, sondern zu einer anderen Zeit, die kommen wird, wird er den Lohn empfangen. Das heißt, er blickt auf die Gegenleistung, die er danach empfangen wird. So wäre er zufriedener, wenn er mehr Lohn und weniger Arbeit hätte, denn er blickt auf die Gegenleistung. So hat er immer Mühe, und zwar deshalb, weil bei ihm der Lohn die Ursache ist, die ihn verpflichtet, in Tora und Mizwot zu arbeiten. Daher gleicht dies dem, was in der materiellen Welt geschieht, wo man Lohn für Arbeit empfängt; dann ist die Arbeit nur ein „Mittel“. Und wenn es möglich wäre, den Lohn mit weniger Arbeit zu empfangen, würde gewiss jeder Einzelne den Ort wählen, der mehr Lohn und weniger Arbeit gibt.

Anders ist es, wenn der Mensch der „Kelim des Gebens“ gewürdigt wird; dann fällt die „Verhüllung und der Zimzum“, die über „Tora und Mizwot“ gelegt wurden, von ihm ab, und er wird der Stufe „613 Pikudin“ gewürdigt, wie oben. Das heißt, bei jeder einzelnen Mizwa, die er tut, erlangt er den Geschmack, der in der Mizwa ist. So ist der Lohn „in dieser Welt“, also im gegenwärtigen Zustand, in dem sich der Mensch befindet. Und gewiss kann man nicht sagen, dass der Mensch auf die Arbeit verzichten soll, denn in der Arbeit selbst ist der Ort für das Empfangen des Lohnes. So sind in den „Kelim des Gebens“ die „613 Mizwot“ auf der Stufe der „Ruhe“ und nicht der „Arbeit und Mühe“, wie oben.

Und nach dem Gesagten lässt sich auslegen, was der Sohar über die Schrift sagt, über „Denn Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken“. Und wir fragten: Was will uns dies in der Arbeit andeuten, wenn er sagt, dass sich „aus dem Gedanken des Schöpfers Wege und Pfade ausbreiteten, damit der heilige Name zustande käme“, anders als beim „Gedanken des Menschen, aus dem sich der Schmutz des bösen Triebes ausbreitet, ihm und allen zu schaden. Und aus jenem Gedanken entstehen Übertretungen und Sünden und Freveltaten, Götzendienst, verbotene sexuelle Beziehungen und Blutvergießen“.

Und darüber sagt die Schrift: „Denn Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken.“ Siehe, mit dem „Gedanken des Schöpfers“ ist der „Schöpfungsgedanke“ gemeint, der „Seinen Geschöpfen Gutes zu tun“ ist, das heißt, dass Er nur den Geschöpfen alles Gute geben will. Daher müssen wir bei „Tora und Mizwot“, die Er uns zu tun gegeben hat, sagen, dass es nicht Seine Absicht ist, dass wir Ihm diese Arbeit geben sollen und Er die Arbeit empfängt. Sein Wille ist es doch nur zu geben. Daher sagt er, dass sich „aus dem Gedanken des Schöpfers Wege und Pfade ausbreiteten, damit der heilige Name zustande käme“.

Und man muss verstehen, was die Auslegung von „damit der heilige Name zustande käme“ ist. Vielmehr: Da wir lernen, dass das Schöpfungsziel darin besteht, „Seinen Geschöpfen Gutes zu tun“, folgt daraus, dass der „heilige Name“ des Schöpfers „gut und gütig“ ist; doch da dieser Name den Geschöpfen verborgen ist, solange sie keine „Kelim des Gebens“ haben, wurden uns daher Tora und Mizwot auf der Stufe von „Ejtin“, also Ratschlägen, gegeben, wie man durch sie dazu gelangt, die „Kelim des Gebens“ zu erlangen, wie unsere Weisen sagten: „Das Licht darin führt ihn zum Guten zurück.“

So ist die Sache unserer Arbeit in Tora und Mizwot nicht deshalb, weil Er es nötig hätte, dass wir Seine Mizwot einhalten, sondern die Geschöpfe halten Seine Mizwot ein, weil sich dadurch die Geschöpfe selbst korrigieren, sodass sie der „Kelim des Gebens“ gewürdigt werden können. Und das ist die Auslegung des Gesagten „damit der heilige Name zustande käme“, dass dadurch jeder Einzelne spürt, dass der Name des Schöpfers „gut und gütig“ ist.

Anders ist es beim „Gedanken des Menschen“, aus dem sich der Schmutz des bösen Triebes ausbreitet, da der Mensch, der auf der Stufe „Geschöpf“ ist, das auf der Stufe „Etwas aus Nichts“ ist – das heißt, dass der Mensch nur den Gedanken hat, wie er empfangen und nicht geben kann –, und obwohl dies die Wurzel des Menschen ist, wurde über dieses Verlangen zu empfangen eine „Verhüllung und Zimzum“ vorgenommen, weshalb sich aus diesem Gedanken im Menschen die Stufe „böser Trieb“ herabzieht. Das heißt, zu der Zeit, in der der Mensch Handlungen des Gebens tun muss, damit er die Stufe „Anhaftung an den Schöpfer“ hat, die „Gleichheit der Form“ genannt wird, dann malt ihm dieses Verlangen zu empfangen Bilder aus, dass es ihm schlecht ergeht, dadurch dass er von seiner Kraft an andere gibt.

Daher, zu der Zeit, in der der Mensch Tora und Mizwot in der Absicht zu geben einhalten will und nichts empfangen, was seinen eigenen Nutzen betrifft, dann malt ihm dieser Gedanke aus, wie es ihm schlecht ergeht. Und mit der Kraft dieses Bildes hindert er den Menschen, sodass er nicht zur „Anhaftung an den Schöpfer“ gelangen kann.

Und das ist die Auslegung dessen, dass sich „aus dem Gedanken des Menschen der Schmutz des bösen Triebes ausbreitet“, wie mein Vater und Lehrer über das sagte, was unsere Weisen sagten: „Die Schlange kam über Eva und legte Schmutz in sie.“ Und er sagte, „Schmutz“ (Suhama) ist auf der Stufe „Su-Ma“ (dies – was?), dass nämlich bei jeder Sache der Heiligkeit die Schlange kommt, die der „böse Trieb“ ist, und zum Menschen „Su-Ma“ sagt, also: Was wird dir das bringen, dass du arbeiten und alles zum Nutzen des Schöpfers und nicht zum eigenen Nutzen tun willst? So ergibt sich danach, dass die Auslegung von „Denn Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken“ lautet: dass der Gedanke des Schöpfers das Geben ist und der Gedanke des Menschen nur das Empfangen.

Und nach dem Gesagten werden wir verstehen, was wir fragten: Was deutet es uns an, dass der Sohar sagt, dass „das Brandopfer männlich ist“, und zwar deshalb, weil es für den Gedanken sühnt, der männlich ist, weil der Gedanke Chochma ist und als männlich gilt, und das Herz als weiblich, welches Bina ist, „im Sinne von: das Herz versteht“.

Bekanntlich sagten unsere Weisen: „Das Auge sieht und das Herz begehrt.“ Und man muss verstehen, was uns das „Auge“ andeutet. Bekanntlich werden die Augen „Chochma“ genannt, also Gedanke. Und der Gedanke wird als männlich bezeichnet, wie oben in den Worten des Sohar, dass beim Menschen, der das „Joch des Königtums des Himmels“ auf sich nehmen muss, dieser Glaube, an den der Mensch glaubt und der „Stufe Mocha (Verstand)“ genannt wird – dieser Gedanke auf das Herz einwirkt, sodass dann das Herz beginnt, die Sache zu begehren, die ihm als Gedanke in seinem Verstand aufstieg. Von dieser Stufe her wird das „Auge“ Gedanke genannt. Und Chochma – das, was er sieht und was in seinen Augen Gefallen fand –, dieses gibt er dem Herzen. Daher begehrt das Herz „die Sache, die im Verstand ist“.

Und nach dem Gesagten ergibt sich, dass der „Gedanke des Schöpfers“ das „Geben“ ist. Und darüber lässt sich auslegen, was unsere Weisen sagten (Awot, Kapitel 2,1): „Wisse, was über dir ist: ein Auge, das sieht.“ Das lässt sich so auslegen, dass der Mensch wissen muss, was über dem Menschen ist, das heißt, was über dem „Gedanken des Menschen“ ist, wo der „Gedanke des Schöpfers“ ist, der „ein Auge, das sieht“ genannt wird, wie der Sohar sagt, dass „das Auge Gedanke genannt wird und der Gedanke Chochma genannt wird, welcher männlich ist“.

Und wie wir gelernt haben, dass das Licht von Chochma vonseiten des Gebenden zum Empfangenden kommt, ist es daher dem Menschen auferlegt, dem Auge von oben zu gleichen und ein Gebender an den Schöpfer zu sein, was „Gleichheit der Form“ genannt wird, und was „Glaube an den Schöpfer“ genannt wird, was die Stufe „Mocha“ genannt wird, also der Gedanke, dass der Mensch in Gleichheit der Form mit dem Schöpfer sein muss.

Und das ist, wie es im Buch „Matan Tora“ (Blatt 147) geschrieben steht, und dies sind seine Worte: „Auch du – alle deine Handlungen sollen sein, um zu geben und deinem Nächsten zu nützen, und dadurch wirst du deine Form der Form der Eigenschaften des Schöpfers gleichmachen, und das ist die spirituelle Anhaftung. Und in der genannten Gleichheit der Form gibt es die Stufe ‚Mocha (Verstand)‘ und die Stufe ‚Liba (Herz)‘. Und die Sache der Beschäftigung mit Tora und Mizwot in der Absicht, seinem Schöpfer Wohlgefallen zu bereiten, ist Gleichheit der Form auf der Stufe Mocha. Denn so wie der Schöpfer nicht über Sich selbst nachdenkt, ob Er existiert oder ob Er über Seine Geschöpfe wacht und dergleichen Zweifel, so darf auch derjenige, der der Gleichheit der Form gewürdigt werden will, nicht über diese Dinge nachdenken, da ihm klar ist, dass der Schöpfer nicht über sie nachdenkt, denn es gibt keine größere Ungleichheit der Form als diese. Und daher befindet sich jeder, der über diese Dinge nachdenkt, gewiss in Trennung von Ihm.“

Und demnach ergibt sich: Wenn der Mensch an „Wisse, was über dir ist: das Auge, das sieht“ glaubt – „Wisse“ gehört zur Stufe „Verstand“. Und „Verstand“ wird als die Stufe der Verbindung und Anhaftung bezeichnet. „Was über dir ist: ein Auge, das sieht“, das heißt, dass das Auge des Schöpfers, welches die Stufe „Chochma“ ist – wobei die Sache „Wisse“ auf die Anhaftung zielt, dass der Mensch sich an „das, was über dir ist“, anheftet, welches die Stufe „Mocha“ ist, also der Glaube, wie oben.

Und nach der Regel „Das Auge sieht und das Herz begehrt“, das heißt, dass der Gedanke, der die Stufe „männlich“ ist, auf das Herz einwirkt, welches die Stufe „Begehren und Verlangen“ ist, dann, so wie der Gedanke, der die Stufe „Glaube“ ist, Gleichheit mit dem Schöpfer hat, wie oben, dann will auch das Herz, welches das Verlangen zu empfangen ist, nicht mit seiner Eigenschaft wirken, welche die „Stufe des Empfangens“ ist, sondern es ist vom Gedanken beeinflusst und will ein Gebender sein wie der Gedanke. So ist es, wenn der Mensch vollkommen ist in der Gleichheit der Form auf der Stufe „Mocha“, dass dies auf das Herz einwirkt, sodass auch das Herz auf der Stufe „all deine Werke sollen um des Himmels willen sein“ ist.

Und das ist auf die Weise, wie wir das ausgelegt haben, was unsere Weisen sagten: „Jeder, in dem Gottesfurcht ist, dessen Worte werden gehört.“ Dessen Auslegung ist, dass bei jedem, der „die Annahme des Jochs des Königtums des Himmels“ hat, welche die Stufe „Glaube“ ist, dessen Worte beim Körper gehört werden, das heißt, der ganze Körper gehorcht seiner Stimme aus dem oben genannten Grund. Denn wenn der Gedanke auf der Stufe „Glaube über dem Verstand“ ist, auf der Stufe „Gleichheit der Form“, wie oben, so wirkt der Gedanke, der männlich ist, auf das Herz ein, welches die Stufe weiblich ist, wie geschrieben steht: „Und das Herz versteht.“ Und das ist, was der Sohar sagt: „Bina, das ist das Herz“, und sie ist auf der Stufe weiblich.

Daher, wenn „sein Brandopfer männlich ist“. Und er sagte, dass der Grund deshalb ist, weil das „Brandopfer“ kommt, um für den „Gedanken“ zu sühnen, der männlich ist, Chochma. Das heißt, wenn der Mensch gesündigt hat, also seine Stufe des Gedankens verletzt hat, welche die Stufe „Glaube über dem Verstand“ ist, dann muss er die Stufe korrigieren, die er verletzt hat. Und da die Stufe „Glaube“, welche die Stufe „ein Auge, das sieht“ ist, die Stufe „Chochma, die oben ist“ ist – deren Auslegung ist, dass der „Gedanke des Schöpfers“ „Sein Wille ist, Seinen Geschöpfen Gutes zu tun“ ist, also den Unteren zu geben –, und der Mensch hat dies verletzt, das heißt, dass er nicht glaubt, dass es einen Lenker über der Welt gibt und dass Er über die Geschöpfe auf der Stufe „gut und gütig“ wacht, und dem Menschen ist es auferlegt, dem Schöpfer Lob und Dank darzubringen.

So ergibt sich: Wenn der Mensch nicht an den Schöpfer glaubt, der der Gebende ist, der „männlich“ genannt wird, daher muss der Mensch ein Opfer von Männlichem darbringen, welches die Stufe ist, „die ihm entspricht“, in der er dies verletzt hat. Daher ist die Verletzung des Gedankens sehr schwer, weil dies die ganze Sache des Schöpfungsziels ist. Und der Mensch glaubt nicht daran, daher nennt man dies, dass er gesündigt und den Gedanken verletzt hat, und er muss die Korrektur ebenfalls auf derselben Stufe vornehmen.

Und nach dem Gesagten lässt sich auslegen, was der Sohar über die Schrift sagt: „Wenn sein Opfer ein Brandopfer ist“, „Denn Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken“. Und er sagt: „Und aus jenem Gedanken entstand es, dass durch ihn die geschriebene Tora und die mündliche Tora emaniert wurden, welche Malchut ist.“ Und das lässt sich so auslegen, dass auf dem Weg der Arbeit „Malchut“ die Stufe „Königtum des Himmels“ genannt wird, welche die Stufe „Glaube“ ist, und die „geschriebene Tora“ wird als die Stufe „Tora“ bezeichnet. Das heißt, dass es unmöglich ist, der Stufe „Tora“ gewürdigt zu werden, wenn man noch nicht der Stufe „Glaube“ gewürdigt wurde, wie unsere Weisen sagten: „Es ist verboten, einem Götzendiener Tora zu lehren.“

Sondern nachdem man der Stufe „Glaube“ gewürdigt wurde, kann man der Stufe „Tora“ gewürdigt werden. Und das ist, was geschrieben steht: „Und aus jenem Gedanken“, das heißt aus der Stufe „Schöpfungsgedanke“, welcher „Seinen Geschöpfen Gutes zu tun“ ist, zieht sich die Stufe „Glaube“ und die Stufe „Tora“ herab. Das heißt: Dass uns die Stufe „Glaube“ gegeben wurde, wobei alle fragen, warum Er eine Verhüllung über Seine Aufsicht vorgenommen hat und man dafür Glauben braucht – die Antwort darauf ist, dass auch dies aus dem Grund geschieht, „Seinen Geschöpfen Gutes zu tun“, was „damit die Vollkommenheit Seiner Handlungen ans Licht trete“ genannt wird. So hat der Mensch alles, wenn man an Seinem Gedanken haftet. Anders ist es beim Gedanken des Menschen, der sagt: Und aus jenem Gedanken entstehen Übertretungen und Sünden und Freveltaten. Und das ist, was geschrieben steht: „Denn Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken.“

Daher ist es dem Menschen auferlegt, sich anzustrengen und seine ganze Arbeit darauf zu richten, dass sie einzig und allein darin besteht, an Seinem Gedanken zu haften, und daran zu glauben, dass Er über die Welt auf der Stufe „gut und gütig“ wacht; und wenn er diesen Glauben hat, wird er allem gewürdigt werden.

korrigiert, EY, CO4.8, 04.07.2026, 21:08 Uhr, Ver2