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Kabbala Bibliothek Startseite / Rabash / Artikel / 1990/21 Was bedeutet „So wie ich kostenlos gebe, sollt auch ihr kostenlos geben“ in der Arbeit?

Rabash 1990-21 – Ver3 (Stilüberarbeitung nach Richtlinie; Basis Ver2→Ver3)

Hinweis: Tabellenblatt-Nr. 1990-21 = Maamar 1990-21 „ani-bechinam“ (HE-Datei 1058), inhaltlich deckungsgleich – kein Nummern-Drift. RU-Referenz vorhanden (1058), EN fehlt. ALT-Referenz maschinenlesbar. Sol-Bericht Ver2 ohne Befunde adjudiziert. Stilüberarbeitung: Ver2→Ver3.

Nr.

Deutsch NEU

עברית

Deutsch ALT

1

Im Sohar, Abschnitt Truma (Blatt 13 und im Sulam Punkt 34), steht geschrieben, und dies sind seine Worte: „‚Und sie sollen für Mich eine Spende nehmen.‘ ‚Sie sollen für Mich nehmen‘ lehrt, dass jemand, der sich in einer Mizwa anstrengen will und sich im Schöpfer anstrengen will, sich nicht leer und kostenlos in Ihm anstrengen darf. Vielmehr soll sich der Mensch in Ihm auf gebührende Weise anstrengen, nach seiner Kraft“, so wie geschrieben steht: „Jeder gebe nach der Gabe seiner Hand, nach dem Segen des Ewigen, deines Gottes, den Er dir gegeben hat.“ Und wenn du sagst: Es steht doch geschrieben: „Kommt, kauft und esst“, und „kommt, kauft ohne Geld und ohne Preis Wein und Milch“ – das ist also kostenlos, denn Wein und Milch bedeuten die Tora. Und er antwortet: „Vielmehr wird mit der Anstrengung in der Tora jeder, der will, beschenkt. Mit der Anstrengung im Schöpfer, um Ihn zu erkennen, wird jeder, der will, ganz ohne Lohn beschenkt. Aber die Anstrengung im Schöpfer, die in der Handlung besteht, darf man nicht kostenlos und leer nehmen, denn dann würde man durch jene Handlung überhaupt nicht beschenkt, einen Geist der Kedusha (Heiligkeit) auf sich herabzuziehen, sondern nur um den vollen Lohn.“ Und ebenso wird die Sache des „kostenlos“ angeführt (in der Massechet Chagiga, Blatt 7), und dies sind seine Worte: „So wie Ich kostenlos bin, so seid auch ihr kostenlos.“

הזה"ק בפרשת תרומה (דף י"ג ובהסולם אות ל"ד), כתוב שם וזה לשונו, "ויקחו לי תרומה. ויקחו לי, יורה שמי שרוצה להשתדל במצוה, ולהשתדל בהקב"ה, צריך שלא ישתדל בו ריקם ובחנם, אלא האדם צריך להשתדל בו כראוי לפי כוחו", כמו שכתוב, "איש כמתנת ידו, כברכת ה' אלקיך אשר נתן לך". ואם תאמר, הרי כתוב, "לכו שברו ואכלו", ולכו שברו בלא כסף ובלא מחיר יין וחלב, הרי שהיא בחנם, כי יין וחלב פירושם, התורה. ומשיב, "אלא השתדלות התורה, כל מי שרוצה זכה בה. השתדלות של הקב"ה לדעת אותו, כל מי שרוצה זכה בו בלא שכר כלל. אבל השתדלות הקב"ה העומדת במעשה, אסור לקחת אותו בחנם וריקם, משום שלא יזכה במעשה ההוא כלל, להמשיך עליו רוח של קדושה, אלא בשכר שלם". וכמו כן מובא ענין של, בחנם, (במסכת חגיגה דף ז'), וזה לשונו, "מה אני בחנם, אף אתם בחנם".

Es steht im Sohar, Truma (Punkt 34): „‚Und sie sollen eine Spende für Mich nehmen.‘ ‘Sie sollen für Mich nehmen‘ bedeutet, dass jemand, der sich in einer Mizwa [Gebot/Gute Tat] und im Schöpfer anstrengen will, sich nicht sinnlos und umsonst anstrengen darf. Vielmehr soll sich der Mensch auf richtige Art und Weise anstrengen, nach seinen Kräften, so wie geschrieben steht: „Jeder soll geben, was er kann, nach dem Segen des Ewigen, den er dir gegeben hat. Und wenn du sagst: ‚Aber es steht geschrieben: ‚Kommt, kauft und esst, und kommt, kauft ohne Geld und ohne Preis Wein und Milch‘, dann bedeutet das, dass es umsonst ist, denn Wein und Milch bedeuten die Tora.‘ Er antwortet: ‚Aber mit der Anstrengung in der Tora wird jeder, der es wünscht, damit beschenkt. Durch die Bemühung um den Schöpfer – um Ihn zu erkennen –, wird jeder, der es wünscht, mit Ihm belohnt, ganz ohne Bezahlung. Aber die Anstrengung im Schöpfer, die in einer Handlung ausgeführt wird, darf nicht umsonst und vergeblich genommen werden, denn er wird durch diese Tat überhaupt nicht belohnt, um darauf den Geist der Kedusha [Heiligkeit] auszubreiten, sondern um den vollen Preis.“ Die Angelegenheit „umsonst“ wird auch (in der Massechet Hagigah, S. 7) wie folgt zitiert: „Da ich umsonst bin, so seid ihr umsonst.“

2

Und es ist zu verstehen:

ויש להבין:

Wir sollten das Folgende verstehen:

3

1) Was ist die Anstrengung in der Tora?

א. מהו השתדלות בתורה.

1.) Was ist Anstrengung in der Tora?

4

2) Was ist die Anstrengung im Schöpfer, um Ihn zu erkennen?

ב. מהו השתדלות של הקב"ה לדעת אותו.

2.) Was ist die Anstrengung für den Schöpfer, um ihn zu erkennen?

5

3) Was ist die Anstrengung im Schöpfer, die in der Handlung besteht?

ג. מהו השתדלות הקב"ה העומדת במעשה.

3.) Was ist die Anstrengung beim Schöpfer, die in einer Handlung besteht?

6

4) Was bedeutet „kostenlos oder gegen Lohn“, also: wem muss man Lohn zahlen? Wir sehen: Wer arbeitet, der soll Lohn empfangen. Daraus folgt, dass der Mensch, der arbeitet, Lohn zahlen müsste. Hat man je so etwas gehört? Wir sehen, dass es Menschen gibt, die ohne Lohn arbeiten; aber zu arbeiten und dem Lohn zu zahlen, für den man arbeitet – wo sehen wir eine solche Wirklichkeit?

ד. מהו הפירוש, "בחנם או בשכר", היינו למי צריכים לשלם שכר. אנו רואים, מי שעובד הוא צריך לקבל שכר. ומכאן משמע, האדם שהוא העובד, הוא צריך לשלם שכר. האם נשמע כדבר זה. אנו רואים, יש אנשים שעובדים בלי שכר, אבל לעבוד ולשלם שכר למי שעובדים בשבילו, איפה אנו רואים מציאות כזו.

4) Was bedeutet „umsonst oder um einen Preis“? Wen sollen wir bezahlen? Wir können sehen, dass derjenige, der arbeitet, bezahlt werden soll, was bedeutet, dass der Mensch, der arbeitet, bezahlen soll. Wer hat so etwas schon einmal gehört? Wir können sehen, dass es Menschen gibt, die umsonst arbeiten, aber arbeiten und die bezahlen, für die wir arbeiten? Wo können wir so etwas sehen?

7

Zunächst: Was ist die Sache der Anstrengung? Wir sehen, dass die Ordnung der Welt so ist: Wer etwas will und diese Sache schwer zu erlangen ist, der muss sich anstrengen und große Mühen aufwenden, um die Sache zu erlangen. Bei einer Sache hingegen, die für alle vorhanden ist, kann man nicht von Anstrengung sprechen; vielmehr nimmt jeder, der die Sache will, sie sich, oder er zahlt für die Sache, die er will, und von Mühe kann nicht die Rede sein.

קודם כל, ענין השתדלות, מהו. כלומר אנו רואים, שסדר העולם הוא, שמי שרוצה איזה דבר, ודבר זה קשה להשיג, אז האדם צריך להשתדל ולעשות מאמצים רבים, בכדי להשיג את הדבר. מה שאין כן בדבר הנמצא לכל, לא שייך לומר השתדלות, אלא כל מי שרוצה את הדבר, הוא לוקח, או שמשלם עבור הדבר שהוא רוצה, ואינו שייך לומר התאמצות.

1.) Was ist die Bedeutung von „Anstrengung“? Das heißt, wir können sehen, dass, wenn jemand etwas will, das schwer zu bekommen ist, der Mensch sich normalerweise anstrengen und viel Mühe geben muss, um diese Sache zu bekommen. Aber bei etwas, das reichlich vorhanden ist, kann man nicht von Anstrengung sprechen. Er nimmt sich das, was er will, oder bezahlt dafür, aber von Anstrengung kann nicht die Rede sein.

8

Zum Beispiel sagt niemand: „Ich habe mich heute sehr angestrengt und habe Brot und Milch für die Kinder gekauft“, wenn Brot und Milch für jeden, der will, auf dem Markt vorhanden sind. Manchmal aber, in Kriegszeiten, wenn es kein Brot und keine Milch auf dem Markt gab und einer große Mühen aufwandte, bis er sie erlangte, während andere Menschen nicht so fähig waren, sie zu erlangen – in einer solchen Lage kann man von Anstrengung sprechen.

לדוגמא, אין אדם אומר, עשיתי היום מאמץ גדול וקניתי לחם וחלב בשביל הילדים, בזמן שלחם וחלב נמצא בשוק לכל מי שרוצה. אולם לפעמים, בשעת מלחמה, שלא היה נמצא לחם וחלב בשוק, והוא עשה מאמצים רבים עד שהשיג, מה שאין כן שאר אנשים לא היו כל כך מסוגלים להשיג, במצב כזה שייך לומר, השתדלות.

Ein Mensch sagt zum Beispiel nicht: „Ich habe mich heute sehr angestrengt, um Brot und Milch für die Kinder zu kaufen“, wenn Brot und Milch für jeden, der will, in den Läden verfügbar sind. Aber manchmal, während eines Krieges, wenn es kein Brot oder keine Milch in den Läden gibt und er sich sehr anstrengt, um sie zu besorgen, während es anderen Menschen nicht so gut gelingt, sie zu beschaffen, kann man in einem solchen Zustand von Anstrengung sprechen.

9

Doch in Bezug auf Tora und Mizwot, wie kann man da von Anstrengung sprechen? Wie kann man hier also sagen, dass das Einhalten von Tora und Mizwot so schwer ist, dass es Anstrengung erfordert? Der Vers sagt doch: „Denn dieses Gebot, das ich dir heute gebiete, ist nicht zu wunderbar für dich und nicht zu fern. Es ist nicht im Himmel und nicht jenseits des Meeres, denn die Sache ist dir sehr nahe.“ Also ist zu verstehen, was die Anstrengung in Tora und Mizwot ist.

אולם לגבי תורה ומצות, מה שייך לומר, השתדלות, היינו מה שייך לומר כאן, שקיום תורה ומצות הוא כל כך קשה, שצריכים השתדלות. הרי הכתוב אומר, "כי המצוה הזאת אשר אנכי מצווך היום, לא נפלאת היא ממך, ולא רחוקה היא, לא בשמים היא, ולא מעבר לים, כי קרוב אליך הדבר מאוד". אם כן יש להבין ענין השתדלות בתורה מצות, מהו.

Aber wenn es um Tora und Mizwot [Gebote/gute Taten] geht, wie kann man da von Anstrengung sprechen? Das heißt, wie können wir sagen, dass das Einhalten von Tora und Mizwot so schwierig ist, dass es Anstrengung erfordert? Schließlich sagt der Vers: „Denn dieses Gebot, das ich dir heute gebiete, ist nicht zu schwer für dich, noch ist es weit. Es ist weder im Himmel, noch jenseits des Meeres, denn die Angelegenheit ist dir sehr nahe.“ Wir sollten also verstehen, was in Tora und Mizwot eine Anstrengung ist.

10

Es ist bekannt, dass das Schöpfungsziel darin besteht, Seinen Geschöpfen Gutes zu tun. Aus diesem Grund erschuf Er Geschöpfe, in denen ein Verlangen und eine Sehnsucht besteht, Freude und Genuss zu empfangen. Das nennt man ein Kli (Gefäß), das der Schöpfer für die Geschöpfe erschuf, sodass sie in diesem Kli das Gute und den Genuss empfangen. Und dieses Kli gilt als von der Seite des Schöpfers kommend; daher ist dieses Kli bei den Geschöpfen in Vollkommenheit vorhanden. Wenn die Geschöpfe dieses Kli nutzen wollen, haben sie keinerlei Arbeit, um das Kli zu erlangen, denn weil der Schöpfer dieses Kli erschuf, ist in diesem Kli vollständige Vollkommenheit.

ידוע כי מטרת הבריאה היא להטיב לנבראיו. ומטעם זה ברא נבראים, שיהיה בהם רצון וחשק לקבל הנאה ותענוג. וזה נקרא, כלי שהבורא ברא עבור הנבראים, שבכלי זה יקבלו את הטוב ועונג. והכלי הזה נבחן שבא מצד הבורא, לכן הכלי הזה הוא נמצא בשלימות אצל הנבראים. ובזמן שהנבראים רוצים להשתמש עם הכלי הזה, אין להם שום עבודה בכדי להשיג את הכלי, מטעם היות שהבורא ברא את הכלי הזה, לכן יש בהכלי זה שלימות גמור.

Es ist bekannt, dass das Schöpfungsziel darin besteht, Seinen Geschöpfen Gutes zu tun. Aus diesem Grund erschuf er Geschöpfe, die das Verlangen haben, Freude und Genuss zu empfangen. Das nennt man ein Kli [Gefäß], das der Schöpfer für die Geschöpfe erschaffen hat, und in diesem Kli werden sie Freude und Genuss empfangen. Es wird davon ausgegangen, dass dieses Kli vom Schöpfer kommt; daher ist dieses Kli in den Geschöpfen vollkommen. Wenn die Geschöpfe dieses Kli nutzen wollen, müssen sie überhaupt keine Arbeit leisten, um das Kli zu erhalten, denn der Schöpfer hat dieses Kli erschaffen, also ist da eine absolute Vollkommenheit in diesem Kli.

11

Und daraus sehen wir: Überall, wo die Geschöpfe fühlen, dass sie aus irgendetwas Genuss empfangen können, nutzen sie sofort dieses Kli, das „Verlangen, für sich selbst zu empfangen“ genannt wird, also zum eigenen Nutzen. Und man muss den Menschen nicht erwecken, damit er Genuss empfangen will; vielmehr zieht der Genuss den Menschen an, je nach der Größe des Genusses, der in der Sache eingekleidet ist, und er läuft dem Genuss nach, um ihn zu erlangen. Das bedeutet: Je nach der Größe des Genusses, der in der Sache vorhanden ist, in diesem Maß weckt sie im Menschen ein Sehnen und lässt ihn nicht ruhen, bis er alle Mühen aufwendet, um den Genuss zu erlangen.

ומזה אנו רואים, שבכל מקום שהנבראים מרגישים, שיכולים לקבל תענוג מאיזה דבר, תיכף הם משתמשים עם הכלי הזה הנקרא, רצון לקבל לעצמו, כלומר לתועלת עצמו. ולא צריכים לעורר את האדם בכדי שירצה לקבל תענוג, אלא כפי גודל התענוג שמלובש בהדבר, התענוג הזה מושך את האדם, והוא רץ אחר התענוג בכדי להשיג אותו. זאת אומרת, כפי גודל התענוג הנמצא בהדבר, כך בשיעור הזה מעוררת בהאדם השתוקקות, ואינו מניחו את האדם לשבת, עד שהאדם עושה כל המאמצים בכדי להשיג את התענוג.

Daraus können wir sehen, dass die Geschöpfe, wann immer sie das Gefühl haben, dass sie Genuss aus etwas ziehen können, sofort dieses Kli benutzen, das „Wille, für sich selbst zu empfangen“ genannt wird, also zum eigenen Nutzen. Es besteht kein Bedarf, den Menschen zu erwecken, damit er den Genuss empfangen will, sondern in dem Maße, in dem der Genuss in die Sache eingekleidet ist, zieht dieser Genuss einen Menschen an und er jagt dem Genuss nach, um ihn zu erhalten. Das heißt, in dem Maße, in dem der Genuss in der Sache steckt, weckt er die Sehnsucht eines Menschen und lässt ihn nicht eher ruhen, bis er sich anstrengt, den Genuss zu erlangen.

12

Anders aber danach, als die Korrektur des Zimzum (Einschränkung) vollzogen wurde, die jene Sache ist, die „die Vollkommenheit Seiner Handlungen“ genannt wird – nämlich damit sie, wenn sie das Gute und den Genuss vom Schöpfer empfangen, keine Scham empfinden, wurde eine Korrektur vollzogen, die „Verhüllung“ genannt wird. Das heißt: Bevor der Mensch ein Gefäß des Gebens erlangt, sieht er das Gute und den Genuss nicht, die offenbar werden würden, sodass das Gute und der Genuss ihm eine Erweckung geben würden, das Gute zu empfangen.

מה שאין כן אח"כ, שנעשה תיקון הצמצום, שהוא ענין הנקרא, שלימות פעולותיו, כלומר בעת שיקבלו את הטוב ועונג מהבורא, שלא ירגישו ענין של בושה, נעשה תיקון הנקרא, הסתרה, כלומר שמטרם שהאדם משיג כלי השפעה, הוא לא רואה את הטוב ועונג שיהיה מגולה, שהטוב ועונג יתן לו התעוררות לקבל את הטוב.

Aber später, als die Korrektur des Zimzum [Einschränkung] stattfand, was die Angelegenheit ist, die „die Vollkommenheit Seiner Arbeiten“ genannt wird, das heißt, wenn sie die Freude und den Genuss vom Schöpfer empfangen, damit sie keine Scham empfinden, wurde eine Korrektur vorgenommen, die „Verhüllung“ genannt wird. Das heißt, bevor der Mensch ein Gefäß des Gebens erhält, sieht er nicht die Freude und den Genuss, die sich offenbaren werden, dass die Freude und der Genuss ihm eine Erweckung geben, das Gute zu empfangen.

13

Und das ist, damit Raum für die Wahl sei. Die Sache der Wahl in der Arbeit wird so ausgelegt: damit Raum sei, dass der Mensch Tora und Mizwot nicht um einer Belohnung willen einhalten kann. Denn wenn der Genuss beim Ausführen der Mizwa offenbar ist, kann der Mensch nicht sagen, dass er Tora und Mizwot deshalb einhält, weil er den Schöpfer erfreuen will – also dass er seinerseits auf den Genuss verzichtet, den er schmeckt, sondern nur deshalb den Genuss empfängt, weil der Schöpfer will, dass die Geschöpfe sich erfreuen, allein aus diesem Grund. Das wäre unmöglich.

והוא בכדי שיהיה מקום לבחירה, שענין בחירה בעבודה, זה מתבאר, כדי שיהיה מקום שהאדם יוכל לקיים תו"מ שלא על מנת לקבל פרס. כי בזמן שהתענוג מגולה בעת עשיית המצוה, אין האדם יכול לומר, שהוא מקיים את התו"מ מטעם שהוא רוצה להנות להבורא, היינו מצדו עצמו הוא מוותר על התענוג מה שהוא טועם, אלא מטעם שהבורא רוצה שהנבראים יהנו, רק מטעם זה הוא מקבל את ההנאה. זה היה בלתי אפשרי.

Das ist notwendig, um Raum für Entscheidungen zu haben. In der Arbeit ist die Wahl, um die Tora und die Mizwot einzuhalten, nicht um eine Belohnung zu empfangen, denn wenn sich die Freude beim Ausführen der Mizwa offenbart, kann der Mensch nicht sagen, dass er die Tora und die Mizwot einhält, weil er den Schöpfer erfreuen will, was bedeutet, dass er für sich selbst auf die Freude, die er schmeckt, verzichten würde, sondern weil der Schöpfer will, dass sich die Geschöpfe erfreuen, einzig und alleine aus diesem Grund nimmt er die Freude an.

14

Und das ist deshalb, weil der Mensch mit der Natur des Verlangens, für sich selbst zu empfangen, geboren wird. Wie kann er sagen, dass er seinerseits auf den Genuss verzichtet? Wie ist der Mensch fähig, auf den großen Genuss zu verzichten, der in Tora und Mizwot vorhanden ist?

וזה הוא מטעם, שהאדם נולד עם הטבע של רצון לקבל לעצמו. איך אפשר לו לומר, שהוא, מצדו עצמו, הוא מוותר על התענוג. איך האדם מסוגל לוותר על תענוג הגדול הנמצא בתו"מ.

Das ist unmöglich, denn der Mensch wurde mit dem Wunsch geboren, für sich selbst zu empfangen. Deshalb kann er nicht sagen, dass er für sich selbst auf den Genuss verzichtet. Wie kann ein Mensch auf den großen Genuss verzichten, der in Tora und Mizwot zu finden ist?

15

Und deswegen wurden Lichtfunken, „Nehiru Dakik“ (winziges Licht) genannt, in die Klipot (Schalen) hineingelegt, woraus sich die ganze Schöpfung nährt, bevor sie der Gefäße des Gebens gewürdigt wird. Und weil dies nur ein sehr feines Licht ist, beginnt der Mensch in der Arbeit, kleine Genüsse als Gegenleistung für große Genüsse zu geben – das heißt, dass er Lohn als Gegenleistung für den Verzicht auf kleine Genüsse empfängt, die nur ein „Nehiru Dakik“ in sich tragen.

ובגלל זה ניתן ניצוצי אור, המכונה, "נהירו דקיק", לתוך הקליפות, שמזה ניזונה כל הבריאה מטרם שזכו לכלים דהשפעה. והיות שזהו רק אור דק מאוד, לכן האדם מתחיל לעבוד בעבודה של לתת תענוגים קטנים תמורת תענוגים גדולים, כלומר שיקבל שכר תמורת ויתור של תענוגים קטנים, שאין בהם רק "נהירו דקיק".

Denn in den Klipot [Hüllen/Schalen], von denen sich die ganze Schöpfung ernährt, bevor sie mit den Gefäßen des Gebens belohnt wird, wurden Lichtfunken, „winziges Licht“ genannt, platziert. Da es sich dabei nur um ein sehr dünnes Licht handelt, beginnt der Mensch in der Arbeit, kleine Genüsse als Gegenleistung für große Genüsse zu geben, d.h. eine Belohnung für den Verzicht auf kleine Genüsse zu empfangen, die nicht mehr als ein winziges Licht in sich haben.

16

Und das ist wie beim Handel: Womit man mehr gewinnt, damit befasst man sich. Und ebenso in der Arbeit: Erst danach, wenn der Mensch schon daran gewöhnt ist, auf Genüsse zu verzichten – obwohl sie klein sind im Verhältnis zu den Genüssen, die in Tora und Mizwot sind –, gilt er dennoch schon als an die Arbeit gewöhnt, und es gibt Raum für die Wahl.

וזהו כמו מסחר, במה שמרויחים יותר, בזה עוסקים. וכמו כן בעבודה, שרק אח"כ, שהאדם כבר רגיל לוותר על תענוגים, הגם שהם קטנים בערך התענוגים שישנם בתו"מ, מכל מקום הוא כבר נקרא, רגיל בעבודה, יש מקום לבחירה.

Es ist wie beim Handel – wo wir mehr gewinnen, da handeln wir. So ist es auch in der Arbeit, wo man erst später, wenn der Mensch daran gewöhnt ist, auf Genüsse zu verzichten, auch wenn sie im Vergleich zu den Genüssen der Tora und der Mizwot klein sind, meint, dass er sich an die Arbeit gewöhnt hat und es einen Ort für die Wahl gibt.

17

Doch demgemäß ist zu verstehen: Wenn der Mensch sich mit Tora und Mizwot befasst, um Lohn als Gegenleistung für seine Arbeit zu empfangen, warum wird dann das Einhalten von Tora und Mizwot „Anstrengung“ genannt? Das ist doch auch im Materiellen üblich, dass man auf einen kleinen Genuss verzichtet, um einen großen Genuss zu erlangen. Die Antwort ist: Weil im Materiellen der Genuss, den man als Gegenleistung für seine Arbeit empfängt, in dieser Welt offenbar ist, kann man nicht von Anstrengung sprechen. Anders aber bei Tora und Mizwot, wo er glauben muss, dass er Lohn in der kommenden Welt haben wird; da dies vom Glauben abhängt, gibt es hier schon eine Mühe, denn er muss glauben, und der Körper ist nicht fähig zu glauben, weil er von Natur aus sehen und wissen muss. Anders aber dort, wo man glauben muss – da gibt es schon Auf- und Abstiege.

אבל לפי זה יש להבין, אם האדם עוסק בתו"מ בעל מנת שיקבל שכר תמורת עבודתו, אם כן מדוע נקרא הקיום בתו"מ בשם, השתדלות. הלא זה מקובל גם בגשמיות, שמוותרים על תענוג קטן בכדי להשיג תענוג גדול. התשובה היא, היות שבגשמיות התענוג שמקבל תמורת עבודתו, הוא מגולה בעולם הזה, לכן לא שייך לומר, השתדלות. מה שאין כן בתו"מ, שהוא צריך להאמין, שיהיה לו שכר בעולם הבא, כיון שזה תלוי באמונה, כבר יש כאן יגיעה, שהוא צריך להאמין, ואין הגוף מסוגל להאמין, כי מצד הטבע הוא צריך לראות ולדעת. מה שאין כן במקום שצריכים להאמין, כבר יש עליות וירידות.

Wenn sich ein Mensch mit Tora und Mizwot befasst, um eine Belohnung für seine Arbeit zu empfangen, warum wird dann das Einhalten von Tora und Mizwot als Anstrengung betrachtet? Schließlich entspricht dies auch dem Verhalten im irdischen Leben: auf kleine Genüsse zu verzichten, um großen Genuss zu erhalten. Die Antwort ist, dass der Genuss, den man in der Körperlichkeit für seine Arbeit empfängt, in dieser Welt offenbart wird. Deshalb kann man sie nicht als Anstrengung betrachten. Er muss aber bei Tora und Mizwot daran glauben, dass er in der kommenden Welt eine Belohnung erhalten wird, und da dies vom Glauben abhängt, gibt es bereits Arbeit, denn er muss glauben, und der Körper kann nicht glauben, denn von Natur aus muss er sehen und wissen. Aber wenn wir glauben müssen, gibt es bereits Auf- und Abstiege.

18

Und aus dem Gesagten geht hervor, dass der Mensch sich in Tora und Mizwot anstrengen muss; das ist die eine Unterscheidung. Und es gibt auch eine zweite Unterscheidung, nämlich sich im Schöpfer anzustrengen und Ihn zu erkennen. Und beide muss man sich bemühen einzuhalten, um Lohn als Gegenleistung für die Mühe zu empfangen, das heißt, dass man glauben muss, dass wir Lohn sowohl in dieser als auch in der kommenden Welt empfangen werden. Und das ist, wie es im Sohar geschrieben steht (Einführung in das Buch Sohar, Blatt 185, und im Sulam Punkt 190), und dies sind seine Worte: „Die Ehrfurcht wird in drei Unterscheidungen ausgelegt. Da ist ein Mensch, der den Schöpfer fürchtet, damit seine Söhne leben und nicht sterben, oder er fürchtet die Strafe an seinem Körper oder die Strafe an seinem Geld. Es zeigt sich, dass er die Ehrfurcht, die er vor dem Schöpfer hat, nicht zur Wurzel gemacht hat, denn der eigene Nutzen ist die Wurzel, und die Ehrfurcht ist eine Folge daraus. Und da ist ein Mensch, der den Schöpfer fürchtet, weil er die Strafe jener Welt und die Strafe der Hölle fürchtet. Diese beiden Arten von Furcht sind nicht die eigentliche Ehrfurcht. Die Ehrfurcht, die die eigentliche ist, besteht darin, dass der Mensch seinen Herrn fürchtet, weil Er groß ist und herrscht.“

ובהאמור יוצא, שיש להאדם להשתדל בתו"מ, זהו בחינה אחת. וגם יש בחינה שניה, שהיא להשתדל בהקב"ה ולדעת אותו. וב' אלה יש להשתדל לקיים אותם בעל מנת שיקבל שכר תמורת היגיעה, היינו שצריכים להאמין, שנקבל שכר הן בעולם הזה והן בעולם הבא. וזה כמו שכתוב בזהר (הקדמת ספר הזהר דף קפ"ה, ובהסולם אות ק"צ), וזה לשונו, "היראה מפורשת לשלוש בחינות, יש אדם שירא מהקב"ה בשביל שיחיו בניו ולא ימותו, או ירא מעונש גופו, או מעונש כספו. נמצא, שהיראה, שהוא ירא מהקב"ה, לא שם אותה לשורש, כי תועלת עצמו היא השורש, והיראה היא תולדה ממנה, ויש אדם הירא מפני הקב"ה משום שירא מעונש העולם ההוא, ומעונש של הגיהנום. שתי מיני יראות האלה, אינן עיקר היראה. היראה שהיא עיקר, הוא שהאדם יירא מפני אדונו משום שהוא רב ושליט".

Daraus folgt, dass die Anstrengung, die man in Tora und Mizwot machen sollte, ein Aspekt ist. Aber es gibt noch einen weiteren Aspekt, der darin besteht, sich um den Schöpfer zu bemühen, um ihn zu erkennen. Wir sollten prüfen, ob wir beides befolgen können, um die Belohnung für unsere Arbeit zu empfangen. Das heißt, wir müssen glauben, dass wir die Belohnung sowohl in dieser als auch in der kommenden Welt empfangen werden. So steht es im Sohar geschrieben („Einführung in das Buch Sohar“, Punkt 190): „Furcht wird in drei Unterscheidungen ausgelegt. Da ist ein Mensch, der den Schöpfer fürchtet, damit seine Söhne leben und nicht sterben, oder er fürchtet eine körperliche Strafe oder eine Strafe für sein Geld. Daraus folgt, dass die Furcht, die er vor dem Schöpfer hat, nicht als Wurzel betrachtet wird, denn sein eigener Nutzen ist die Wurzel, und die Furcht ist das Ergebnis davon. Und es gibt einen Menschen, der den Schöpfer fürchtet, denn er fürchtet die Strafe im Jenseits und die Strafe der Hölle. Diese beiden Arten von Furcht sind nicht die wichtigste Furcht. Die wichtigste Furcht ist [die Ehrfurcht], wenn man seinen Herrn fürchtet, denn ‘Er ist groß und herrschend‘“, womit sowohl die Anstrengung in Tora und Mizwot als auch die Anstrengung vor dem Schöpfer gemeint ist.

19

Das bedeutet: Sowohl die Anstrengung in Tora und Mizwot als auch die Anstrengung im Schöpfer. Doch die eigentliche Bedeutung von „Ihn zu erkennen“ ist, zu wissen, dass Er die Welt mit einer Vorsehung des Guten und Wohltuenden lenkt. Und darum muss man sich bemühen, Ihn zu erkennen. Die Sache „Ihn zu erkennen“ ist so auszulegen: Wenn der Mensch zum Schöpfer betet oder dem Schöpfer dankt, muss er wissen, zu welchem Namen er betet oder welchem Namen er dankt.

זאת אומרת, הן השתדלות בתו"מ והשתדלות בהקב"ה, אמנם עיקר הפירוש, לדעת אותו, הוא לדעת שהוא מנהיג את העולם בהשגחה של טוב ומטיב. ועל זה צריכים להשתדל לדעת אותו. שענין, לדעת אותו, יש לפרש, כשהאדם מתפלל לה', או שנותן תודה לה', צריך לדעת לאיזה שם הוא מתפלל, או לאיזה שם הוא נותן תודה.

20

Das heißt: Wenn der Mensch zum Schöpfer für einen Kranken betet, dass dieser Heilung finde, muss er wissen, dass er zu dem Namen „Heiler der Kranken“ betet, und es ist dann nicht angebracht zu sagen, dass er zu dem Namen „Befreier der Gefangenen“ betet und dergleichen. Oder wenn er dem Schöpfer dafür dankt, dass Er ihn aus dem Gefängnis herausgeführt hat, muss er dem Namen „Befreier der Gefangenen“ danken, und es ist nicht angebracht zu sagen, dass er dem Namen „Der die Nackten kleidet“ dankt und dergleichen. Und er sagt, dass beide – nämlich die Anstrengung in Tora und Mizwot sowie die Anstrengung im Schöpfer, um Ihn zu erkennen –, dass der Mensch ihrer würdig werden kann; wenn er sich anstrengt, erlangt er dies kostenlos, ohne Geld und ohne Preis.

כלומר בזמן שהאדם מתפלל לה' עבור איזה חולה, שיהיה לו רפואה, הוא צריך לדעת, שיתפלל להשם, רופא חולים, ולא שייך לומר אז שיתפלל להשם, מתיר אסורים, וכדומה. או כשנותן תודה לה' על מה שהוציא אותו מבית אסורים, הוא צריך לתת תודה להשם, מתיר אסורים, ולא שייך לומר, שהוא נותן תודה להשם הנקרא, מלביש ערומים, וכדומה. ואומר, שהן שתיהן, היינו השתדלות בתו"מ, והן השתדלות בהקב"ה לדעת אותו, בהם האדם יכול לזכות, אם הוא משתדל, הוא משיג זה בחנם, בלי כסף ובלא מחיר.

„Ihn zu erkennen“ besteht darin, zu wissen, dass Er die Welt wohlwollend führt und Gutes tut, und wir müssen uns bemühen, Ihn in dieser Hinsicht zu erkennen. Ihn zu erkennen bedeutet, wenn der Mensch zum Schöpfer betet oder dem Schöpfer dankt, sollte er wissen, zu welchem Namen er betet oder welchem Namen er dankt. Das heißt, wenn ein Mensch zum Schöpfer betet, damit ein kranker Mensch gesund wird, sollte er wissen, dass er zu dem Namen „Heiler des Kranken“ betet. Es ist nicht angebracht zu sagen, dass er zum Namen „Erlöser der Gefangenen“ betet usw. Oder wenn er dem Schöpfer dafür dankt, dass er ihn aus der Gefangenschaft befreit hat, sollte er dem Namen „Erlöser der Gefangenen“ danken, und es ist nicht angebracht zu sagen, dass er dem Namen „Der die Nackten kleidet“ dankt. Und er sagt, dass in beiden Anstrengungen – sowohl in der Anstrengung in Tora und Mizwot als auch in der Anstrengung in den Schöpfer, Ihn zu erkennen – der Mensch belohnt werden kann, und er sie umsonst erlangt; ohne Geld und ohne Preis.

21

Anders aber die Anstrengung im Schöpfer, die in der Handlung besteht – sie ist um den vollen Lohn. Es ist zu verstehen, was „die in der Handlung besteht“ bedeutet. Der Vers sagt: „Das, was Gott erschuf, um zu tun“, was bedeutet, dass der Schöpfer die Welt erschuf, um zu tun. Die Bedeutung ist: An dem, was der Schöpfer erschuf, muss der Mensch eine Handlung vollziehen; das wird „die sechs Werktage“ genannt, also die Zeit der Arbeit, die „Handlung“ genannt wird.

מה שאין כן השתדלות הקב"ה העומדת במעשה, (הוא) בשכר שלם. יש להבין מהו הפירוש, העומדת במעשה. הנה הכתוב אומר, "אשר ברא אלקים לעשות", שפירושו, שהקב"ה ברא את העולם לעשות, יהיה הפירוש, על מה שהבורא ברא, על זה האדם צריך לעשות מעשה, שזה נקרא, "ששת ימי המעשה", שהוא זמן העבודה שנקרא, מעשה.

Umgekehrt wird die Bemühung um den Schöpfer, die durch Handlungen entsteht, mit einer vollkommenen Belohnung belohnt. Wir sollten verstehen, was „durch Handlung“ bedeutet. Die Schrift sagt: „Das, was Gott erschaffen hat, um zu tun“. Das bedeutet, dass der Schöpfer die Welt erschaffen hat, um zu tun. Das heißt, in dem, was der Schöpfer erschaffen hat, muss der Mensch handeln. Das wird „die sechs Werktage“ genannt, also die Zeit der Arbeit, die „Handlung“ genannt wird.

22

Und etwas Ähnliches finden wir in den Worten des Sohar, in dem, was geschrieben steht (Einführung in das Buch Sohar, Blatt 79 und im Sulam Punkt 67): „‚Und zu Zion zu sagen: du bist Mein Volk.‘ Lies nicht ‚du bist Mein Volk [Ami]‘ mit einem offenen Ajin (Patach), sondern ‚du bist mit Mir [Imi]‘ mit einem gepressten Ajin (Chirik), was bedeutet: ein Teilhaber mit Mir zu sein. So wie Ich Himmel und Erde durch Meine Worte gemacht habe, wie geschrieben steht: ‚Durch das Wort des Ewigen wurden die Himmel gemacht‘, so auch du.“ Und ebenso sagten sie: „Nicht das Lernen ist das Wichtigste, sondern die Tat“ (Awot, Kapitel 1), und ebenso sagten sie: „Groß ist das Lernen der Tora, denn das Lernen führt zur Tat“ (Kidushin 40).

וכעין זה אנו מוצאים בדברי הזהר, מה שכתוב, (הקדמת ספר הזהר דף ע"ט ובהסולם ס"ז), "ולאמר לציון, עמי אתה", אל תקרי, עמי אתה, עם עין פתוחה (פתח), אלא עמי אתה, עם עין חרוקה (חיריק), שפירושו, להיות שותף עמי, מה אני עשיתי שמים וארץ בדברי, כמו שכתוב, "בדבר ה' שמים נעשו, אף אתה כך", וכמו כן אמרו, "לא המדרש הוא העיקר, אלא המעשה", (אבות פרק א'), וכמו כן אמרו, "גדול לימוד תורה, שהלימוד מביא לידי מעשה", (קידושין מ').

Auch im Sohar heißt es („Einführung in das Buch Sohar„, Punkt 67): „‚Und sage zu Zion: Du bist mein Volk.‘ Sprich nicht ‚Du bist Mein Volk [Ami]‘ mit einem offenen [Buchstaben] Ayin (Patach), sondern ‚Du bist mit Mir [Imi]‘, mit einem gehauchten Ayin (Chiriq), was so viel bedeutet wie Partner mit Mir. So wie ich Himmel und Erde durch meine Rede gemacht habe, wie es geschrieben steht: ‚Durch das Wort des Ewigen wurden die Himmel gemacht‘, so hast du es getan.“ Sie sagten auch (Awot, Sprüche der Väter, 1. Kapitel): „Nicht das Lernen ist das Wichtigste, sondern die Tat“, und auch: „Groß ist das Lernen der Tora, denn es führt zum Handeln“ (Kidushin 40).

23

Und es ist zu verstehen, von welcher Tat sie sprechen, von der die Tat das Wichtigste ist. Und das ist im Sinne der spirituellen Arbeit auszulegen: Denn die eigentliche Vollkommenheit besteht darin, dass die Geschöpfe dazu gelangen, das Ziel zu empfangen, für das die Welt erschaffen wurde, nämlich Sein Verlangen, Seinen Geschöpfen Gutes zu tun. Das heißt, dass die Unteren von Ihm Gutes und Genuss empfangen. Und damit die Geschöpfe Gutes und Genuss empfangen, erschuf Er in den Geschöpfen die Sache des Sehnens, nämlich dass in ihnen ein Verlangen und eine Sehnsucht sei, das Gute und den Genuss zu empfangen.

ויש להבין, על איזה מעשה הם מדברים, שעיקר הוא המעשה. ויש לפרש זה על דרך העבודה, כי עיקר השלימות היא, שהנבראים יגיעו לקבל את המטרה, שבשביל המטרה הזו נברא העולם, שהוא רצונו להטיב לנבראיו. היינו שהתחתונים יקבלו ממנו טוב ועונג. ובכדי שהנבראים יקבלו טוב ועונג, ברא בהנבראים ענין השתוקקות, היינו שיהיה להם רצון וחשק לקבל את הטוב ועונג.

Wir sollten verstehen, welche Tat sie als die Wichtigste bezeichnen. Wir sollten das in der Arbeit so auslegen, dass die Vollkommenheit vor allem dazu dient, dass die Geschöpfe das Ziel erreichen, für das die Welt erschaffen wurde, nämlich Sein Verlangen, Seinen Geschöpfen Gutes zu tun, d.h. dass die Unteren von Ihm Gutes und Genuss empfangen. Damit die Geschöpfe Gutes und Genuss empfangen können, erschafft Er in den Geschöpfen das Verlangen, d.h. das Verlangen und die Sehnsucht, das Gute und den Genuss zu empfangen.

24

Und das ist, wie oben gesagt, dass dieses Kli von der Seite des Schöpfers kommt. Doch danach wurde eine Korrektur vollzogen, durch die dieses Kli zu einem halben Kli wurde. Das heißt: Nachdem eine Korrektur vollzogen wurde, damit es keine Sache der Scham gebe, wurden ein Zimzum und eine Verhüllung auf dieses Kli gelegt, das „Verlangen, für sich selbst zu empfangen“ genannt wird. Daher gilt dieses Kli, das „Verlangen zu empfangen“ genannt wird, nur als Unterscheidung eines halben Kli. Anders gesagt: Solange man dem Verlangen, für sich selbst zu empfangen, nicht geben kann, dass es um des Gebens willen sei, kann man dieses Kli nicht nutzen. Erst nachdem man ihm die Unterscheidung des Verlangens zu geben hinzufügt, ist das Kli fähig, die Fülle zu empfangen.

וזה כנ"ל, שהכלי הזה בא מצד הבורא, אולם אח"כ נעשה תיקון, שהכלי הזה נעשה לחצי כלי. היינו לאחר שנעשה תיקון, שלא יהיה ענין של בושה, נעשה צמצום והסתר על הכלי הזה, הנקרא, רצון לקבל לעצמו. לכן אין הכלי הזה הנקרא, רצון לקבל, נחשב אלא לבחינת חצי כלי. כלומר שכל זמן שלא יכולים לתת על הרצון לקבל לעצמו, שיהיה בעל מנת להשפיע, לא יכולים להשתמש עם הכלי הזה. אלא לאחר שנותנים עליה בחינת רצון להשפיע, אז הכלי מסוגל לקבל את השפע.

Wie gesagt, dieses Kli kommt vom Schöpfer. Später gab es jedoch eine Korrektur, bei der dieses Kli zu einem halben Kli wurde. Mit anderen Worten, nach einer Korrektur, damit es keine Angelegenheit der Scham gibt, wurden ein Zimzum und eine Verhüllung auf dieses Kli gelegt, das „Wille, für sich selbst zu empfangen“ genannt wird. Aus diesem Grund wird dieses Kli, genannt „Wille zu empfangen“, nur als halbes Kli bezeichnet, was bedeutet, dass wir dieses Kli nicht benutzen können, solange wir den Willen, für sich selbst zu empfangen, nicht unter der Bedingung nutzen können, um des Gebens willen zu geben. Aber nachdem wir ihm die Bedingung des Wunsches zu geben gegeben haben, ist das Gefäß in der Lage, die Fülle zu empfangen

25

Demgemäß geht hervor, dass die erste Hälfte des Kli, die „Verlangen zu empfangen“ genannt wird, der Schöpfer machte, und ihre zweite Hälfte, nämlich dass es um des Gebens willen sei – diese Hälfte gehört nur den Geschöpfen, dass sie den Massach (Schirm) auf das Verlangen zu empfangen machen, und daraus geht ihre zweite Hälfte hervor. Und wenn diese beiden Hälften vorhanden sind, werden sie zu einem einzigen Kli, das geeignet ist, das Gute und den Genuss zu empfangen.

לפי זה יוצא, שהחצי כלי הראשונה שנקרא, רצון לקבל, עשה הבורא, וחציה השני, היינו שיהיה בעל מנת להשפיע, החצי הזה שייך רק להנבראים, שהם יעשו את המסך על הרצון לקבל, ומזה יוצא חציה השני. ובזמן שיש אלו ב' חצאים, הם נעשים כלי אחד המוכשר לקבל את הטוב ועונג.

Deshalb hat der Schöpfer die erste Hälfte des Kli, die „Wille zu empfangen“ heißt, geschaffen. Die andere Hälfte, d.h. die Ausrichtung auf das Geben, betrifft nur die Geschöpfe – den Massach [Schirm] auf den Willen zum Empfangen zu legen, und daraus entsteht die andere Hälfte. Wenn diese beiden Hälften vorhanden sind, werden sie zu einem Kli, das geeignet ist, die Freude und den Genuss zu empfangen.

26

Es zeigt sich, dass die Arbeit des Menschen darin besteht, die zweite Hälfte des Kli zu machen. Und das wird „Tun“ genannt. Und das ist „das, was Gott erschuf“ – damit ist die erste Hälfte gemeint, nämlich das Verlangen, für sich selbst zu empfangen, und daran muss der Mensch, wie oben gesagt, nichts tun. Anders aber ihre zweite Hälfte, die um des Gebens willen ist, die den Geschöpfen gehört – hier gibt es Arbeit, denn dies ist gegen die Natur. Daher gibt es hier viel Arbeit, wie man sie erlangt, und das wird „Handlung“ genannt, also das, was der Mensch tun muss; denn diese Handlung ist nicht von der Seite des Schöpfers, weil wir dem Schöpfer das zuschreiben, was Er gibt. Alles Geben nämlich, das Geben selbst, gehört dem Schöpfer. Anders aber die zweite Hälfte des Kli, die das ist, was der Untere geben will – gewiss gehört das dem Unteren.

נמצא, שעבודת האדם היא, לעשות את החצי הב' של הכלי. וזה נקרא, עשיה. וזהו, "אשר ברא אלקים", הכוונה על חציה הראשונה, היינו על הרצון לקבל לעצמו, ועל זה אין האדם צריך לעשות כנ"ל. מה שאין כן חציה ה - ב', שהיא בעל מנת להשפיע, שזה שייך להנבראים, כאן יש עבודה, מטעם כי זהו נגד הטבע. לכן יש כאן עבודה רבה איך להשיג אותה, וזה נקרא, מעשה, כלומר מה שהאדם צריך לעשות, שאין המעשה הזה מצד הבורא, כי אנו מיחסים להבורא מה שהוא נותן. כלומר כל השפעות, היינו לתת, זה שייך להבורא. מה שאין כן חציה הכלי ה - ב', שהוא מה שהתחתון רוצה לתת, בטח זה שייך להתחתון.

Daraus folgt, dass die Arbeit des Menschen darin besteht, die zweite Hälfte des Kli herzustellen. Das nennt man „Handeln“, und das ist die Bedeutung von „was Gott erschaffen hat“, womit die erste Hälfte gemeint ist, der Wille, für sich selbst zu empfangen, bei dem der Mensch nichts zu tun braucht. Aber die zweite Hälfte, die um des Gebens willen ist, die sich auf die Geschöpfe bezieht – da ist Arbeit, denn sie ist gegen die Natur. Daher ist hier viel Arbeit nötig, um sie zu erhalten. Das nennt man „Handeln“ – was ein Mensch tun muss und was nicht vom Schöpfer getan wird, denn wir schreiben dem Schöpfer zu, was er gibt. Das heißt, alle Füllungen, also zu geben, gehören dem Schöpfer. Aber die zweite Hälfte des Gefäßes, also was der Untere geben will, gehört auf alle Fälle den Unteren.

27

Und aus dem Gesagten ist zu erklären, was wir fragten: Was ist die Anstrengung im Schöpfer, die in der Handlung besteht? Von welcher Handlung sprechen wir? Es ist so auszulegen: dass der Mensch sich im Schöpfer in der Unterscheidung der Handlung anstrengt, nämlich wie er dem Schöpfer gibt; denn diese Handlung gehört dem Unteren, dass der Mensch arbeiten muss, wie er dieses Kli, das „Verlangen zu geben“ genannt wird, in seiner Hand habe.

ובהאמור יש לפרש מה ששאלנו, מהו השתדלות הקב"ה העומדת במעשה. באיזה מעשה אנו מדברים. ויש לפרש, זה שהאדם השתדל בהקב"ה בבחינת המעשה, היינו איך להשפיע להקב"ה, שהמעשה הזה שייך לתחתון, שהאדם צריך לעבוד, איך שיהיה בידו כלי זה, הנקרא, רצון להשפיע.

Jetzt können wir interpretieren, was wir gefragt haben: Was ist die Anstrengung im Schöpfer, die in einer Handlung besteht? Von welcher Handlung sprechen wir? Wir sollten auslegen, dass, wenn ein Mensch sich im Schöpfer in einer Handlung anstrengt, d. h. im Geben an den Schöpfer, diese Handlung zum Unteren gehört, nämlich dass ein Mensch arbeiten muss, um dieses Kli namens „Verlangen zu geben“ zu haben.

28

Und wie im Materiellen: Der Mensch muss das Handwerk erlernen, wie man Gefäße macht, um sie an die Menschen zu verkaufen. Und das Herstellen von Gefäßen ist ein Beruf. Man muss also dieses Handwerk erlernen, und nicht auf einmal und nicht in einem Monat erlernt der Mensch den Beruf, Gefäße zu machen. Ebenso hier in der Arbeit, dass der Mensch den Beruf erlernen muss, wie man Gefäße des Gebens macht. Der Mensch ist nicht fähig, es sofort zu tun, wenn er solche Gefäße haben will; vielmehr ist es ein Beruf, den man lange Zeit erlernen muss, wie er solche Gefäße in seiner Hand habe – das heißt, dass es in seiner Hand sei, Tora und Mizwot um des Gebens willen einzuhalten.

וכמו בגשמיות, האדם צריך ללמוד את האומנות, איך לעשות כלים למכור לאנשים. ועשיית כלים הוא מקצוע. היינו שצריכים ללמוד את האומנות הזו, ולא בפעם אחת, ולא בחודש אחד, אדם לומד את המקצוע לעשות כלים. כמו כן כאן בעבודה, שהאדם צריך ללמוד את המקצוע, איך לעשות כלים דהשפעה, אין האדם מסוגל לעשות תיכף, כשהוא רוצה שיהיה לו כלים כאלו, אלא שזה מקצוע שצריכים ללמוד זמן הרבה, איך שיהיה בידו כלים כאלו, כלומר שיהיה בידו לקיים תו"מ בעל מנת להשפיע.

Es ist so wie in der Körperlichkeit, wenn der Mensch das Handwerk erlernen muss, wie man Gefäße macht, um sie an die Menschen zu verkaufen, und das Herstellen der Werkzeuge ein Beruf ist, also ein Handwerk, das nicht auf einmal und nicht in einem Monat erlernt werden muss. Auch hier muss ein Mensch das Handwerk erlernen, Gefäße des Gebens herzustellen. Er kann es nicht sofort tun, sobald er diese Kelim [Gefäße] haben will. Vielmehr ist es ein Handwerk, das über einen langen Zeitraum erlernt werden muss, bis er solche Kelim hat, also die Fähigkeit, das Einhalten von Tora und Geboten um des Gebens willen auszuführen.

29

Unsere Weisen sagten: „Der Schöpfer sagte: ‚Ich habe den bösen Trieb erschaffen, Ich habe die Tora als Gewürz erschaffen‘“ (Kidushin 30). Daraus folgt, dass der Schöpfer das Verlangen zu empfangen erschuf, wie oben gesagt, das der erste Teil des Kli genannt wird, nämlich das Sehnen nach Genuss, und „Ich habe die Tora als Gewürz erschaffen“, das den bösen Trieb würzt, sodass er zu einem guten Trieb werde, nämlich dass das Verlangen zu empfangen um des Gebens willen sei.

חז"ל אמרו, "אמר הקב"ה, בראתי יצר הרע בראתי תורה תבלין", (קידושין ל'). משמע שהקב"ה ברא את הרצון לקבל, כנ"ל, שזה נקרא, חלק ה - א' של הכלי, שהוא ההשתוקקות לתענוג, ובראתי תורה תבלין, שהוא מתבל את היצר הרע, שיהיה יצר טוב, היינו שהרצון לקבל יהיה בעל מנת להשפיע.

Unsere Weisen sagten: „Der Schöpfer sagte: ‚Ich habe den Bösen Trieb erschaffen; Ich habe die Tora als Gewürz erschaffen‘“ (Kidduschin 30). Das bedeutet, dass der Schöpfer den Willen zum Empfangen erschaffen hat, der als der erste Teil des Kli gilt, nämlich die Sehnsucht nach Genuss, „und ich habe die Tora als Gewürz erschaffen“, was den bösen Trieb in einen guten Trieb verwandelt und den Willen zum Empfangen in Arbeit um des Gebens willen verwandelt.

30

Daraus folgt also, dass auch den zweiten Teil des Kli der Schöpfer gibt. Und nach dem, was unsere Weisen über den Vers „Und zu Zion zu sagen: du bist Mein Volk“ sagten, legten sie aus: Lies nicht „Mein Volk [Ami]“, sondern „mit Mir [Imi]“, nämlich „ihr seid mit Mir in Teilhaberschaft“, wie oben gesagt, woraus folgt, dass auch die Geschöpfe tun. Das ist so auszulegen, dass es um die zweite Hälfte des Kli geht und dass nicht alles der Schöpfer tut, sondern dass es hier auch die Arbeit des Menschen gibt.

אם כן משמע מכאן, שגם חלק ה - ב' של הכלי, גם כן נותן הקב"ה. ולפי מה שאמרו חז"ל על פסוק, "ולאמר לציון עמי אתה". ודרשו, אל תקראו עמי אלא עמי, היינו, "עמי אתם בשתופא", כנ"ל, שמשמע שגם הנבראים עושים. שיש לפרש, על חציה ה - ב' של הכלי, ולא שהכל עושה הבורא, אלא שיש גם כן כאן עבודת האדם.

Deshalb bedeutet das, dass der Schöpfer auch den zweiten Teil des Kli gibt. Nach dem, was unsere Weisen über den Vers „Und zu Zion zu sagen: ‚Mein Volk‘ bist du“ so nannten, erklärten sie: „Sprich nicht ‚mein Volk [Ami]‘, sondern ‚mit mir [Imi]‘, was so viel bedeutet wie ‚mit mir zusammenarbeiten‘.“ Das bedeutet, dass die Geschöpfe auch handeln. Wir sollten die zweite Hälfte des Kli so auslegen, dass nicht alles vom Schöpfer gemacht wird, sondern dass auch die Arbeit des Menschen vorhanden ist.

31

Doch ist auszulegen: Bei der zweiten Hälfte des Kli, die wir dem Menschen zuschreiben, ist zu verstehen, dass wir auch in diesem Kli, das „Verlangen zu geben“ genannt wird, dort die Sache von Licht und Kli unterscheiden. Daher gehört das Kli im Kli dem Menschen; das heißt, das, was der Schöpfer gibt, wird „Licht“ genannt, und das, was der Mensch gibt, wird „Kli“ genannt, weil „Kli“ einen Mangel bezeichnet und „Licht“ die Füllung des Mangels.

אלא שיש לפרש, בחציה ה - ב' של הכלי, מה שאנו מייחסים להאדם, יש להבין שבהכלי הזה הנקרא, רצון להשפיע, אנו גם כן מבחינים שם ענין אור וכלי. לכן הכלי שבהכלי שייך להאדם, כלומר זה שהקב"ה נותן, זה נקרא, אור, ומה שהאדם נותן, נקרא, כלי, מטעם שכלי נקרא, חסרון, ואור נקרא, מילוי חסרון.

Allerdings sollten wir über die zweite Hälfte des Kli, die wir dem Menschen zuschreiben, auslegen, dass wir in diesem Kli, das „Verlangen zu geben“ heißt, auch den Aspekt des Lichts und des Kli erkennen. Daher gehört das Kli im Kli dem Menschen, d.h. das, was der Schöpfer gibt, heißt „Licht“, und das, was der Mensch gibt, heißt „ein Kli„, denn ein Kli heißt „ein Mangel“, und Licht heißt „Füllung des Mangels“.

32

Und weil der Schöpfer der Gebende ist und die Fülle „Licht“ genannt wird, schreiben wir daher das Licht dem Schöpfer zu, und das Kli, das „Mangel“ genannt wird, gehört den Geschöpfen, denn das ist ihre ganze Wurzel – nur ein Mangel –, den der Schöpfer füllt. Wenn wir daher von den Gefäßen des Gebens sprechen, teilt sich auch dieses Kli, wie oben gesagt, in zwei Teile:

והיות שהבורא הוא המשפיע, ושפע נקרא, אור, לכן אור מיחסים להבורא, וכלי הנקרא, חסרון, שייך לנבראים, שזה כל שורשם, רק חסרון, שהבורא ממלא את החסרון. לכן כשמדברים מהכלים דהשפעה, גם הכלי הזה מתחלק ל - ב' חלקים כנ"ל:

Da der Schöpfer der Gebende ist und die Fülle „Licht“ genannt wird, schreiben wir das Licht dem Schöpfer zu, und das Kli, das „ein Mangel“ genannt wird, gehört zu den Geschöpfen, da dies ihre ganze Wurzel ist – nur ein Mangel – und der Schöpfer den Mangel füllt. Wenn wir also von den Gefäßen des Gebens sprechen, teilt sich auch dieses Kli in zwei Teile auf, wie oben gesagt.

33

1) Der eine wird „Mangel“ genannt, das heißt, dass der Mensch fühlen muss, dass ihm Gefäße des Gebens fehlen, nämlich dass er fühlt, dass alles, was er tut, er nur zu seinem eigenen Nutzen tut. Und er glaubt, dass der Mensch am Schöpfer anhaften muss, wie geschrieben steht: „Und an Ihm anzuhaften“, wobei Dwekut (Anhaftung) „Übereinstimmung der Form“ genannt wird. Und es schmerzt ihn, dass er von der Anhaftung an den Schöpfer fern ist, und er sieht, dass er seinerseits keinen Rat hat, um aus der Herrschaft des Verlangens zu empfangen herauszukommen – das wird „Mangel“ genannt, und das gehört dem Menschen. Der Mensch muss also den Mangel fühlen. Und das ist die Unterscheidung der Handlung, nämlich das Tun, das in den Gefäßen des Gebens liegt.

א. נקרא, חסרון, כלומר שהאדם צריך להרגיש שחסר לו כלים דהשפעה, היינו שמרגיש שכל מה שהוא עושה, הוא עושה הכל לתועלת עצמו. ומאמין שהאדם צריך להיות דבוק בה', כמו שכתוב, "ולדבקה בו", שדביקות נקראת, השתוות הצורה. וכואב לו מזה שהוא רחוק מדביקות ה', ורואה, שהוא מצד עצמו, אין לו שום עצה לצאת משליטת הרצון לקבל, זה נקרא, חסרון, וזה שייך להאדם. היינו שהאדם צריך להרגיש את החסרון. וזהו בחינת מעשה, היינו עשיה שבכלים דהשפעה.

1.) Ein Mangel, d.h. der Mensch muss das Gefühl haben, dass es ihm an Gefäßen des Gebens mangelt. Das heißt, er hat das Gefühl, dass alles, was er tut, zu seinem eigenen Nutzen ist, und er glaubt, dass der Mensch am Schöpfer anhaften sollte, wie geschrieben steht: „Und an Ihm festhalten“, wovon Dwekut [Anhaftung] als „Übereinstimmung der Form“ bezeichnet wird. Es schmerzt ihn, dass er von der Anhaftung an den Schöpfer weit entfernt ist, und er sieht, dass er für sich selbst keine Möglichkeit hat, aus der Herrschaft des Willens, zu empfangen, herauszukommen. Dies wird als „Mangel“ bezeichnet, und das bezieht sich auf den Menschen, was bedeutet, dass der Mensch den Mangel spüren muss. Dies wird als eine Handlung betrachtet, was Arbeit in den Gefäßen des Gebens bedeutet.

34

2) Und das Licht des Kli, nämlich dass in dem Kli, das der Mangel ist, die Füllung eingekleidet sei – das heißt die Kraft, dass er geben kann –, das wird „das Licht im Kli“ genannt, und das gibt der Schöpfer. Und damit ist zu erklären, was wir fragten: Unsere Weisen sagten doch: „Ich habe die Tora als Gewürz erschaffen.“ Daraus folgt, dass das Kli, das „Verlangen zu geben“ genannt wird, ebenfalls der Schöpfer gibt und nicht der Mensch. Warum wird das Kli dann „Handlung“ genannt, was sich auf die Arbeit des Menschen in der Handlung bezieht?

והאור של הכלי, היינו שבהכלי, שהוא החסרון, יהיה מלובש המילוי, היינו הכח שהוא יכול להשפיע, זה נקרא, האור שבכלי, וזה נותן הבורא. ובזה יש לפרש מה ששאלנו, הלא אמרו חז"ל, "בראתי תורה תבלין". משמע מכאן, שהכלי הנקרא, רצון להשפיע, נותן גם כן הבורא, ולא האדם, אם כן מדוע נקרא הכלי בשם, מעשה, שזה שייך לעבודת האדם במעשה.

2.) Das Licht im Kli, d.h. im Kli, das der Mangel ist, wird die Einkleidung sein, d.h. die Kraft, die er geben kann. Dies wird „das Licht im Kli“ genannt, und das gibt der Schöpfer. So können wir die Frage „Unsere Weisen sagten: ‚Ich habe die Tora als Gewürz erschaffen‘“ dahingehend interpretieren, dass der Schöpfer auch das Kli gibt, das „Verlangen zu geben“ heißt, und nicht der Mensch. Warum heißt das Kli also „Handeln“, das sich auf die Arbeit des Menschen in der Arbeit bezieht?

35

Und die Antwort ist, wie oben gesagt: Das Kli, das „Mangel“ genannt wird, das, worüber es ihm schmerzt, dass er nichts um des Himmels willen tun kann – das schreiben wir dem Geschöpf zu, das heißt, dass die Sache des Mangels dem Geschöpf gehört und die Füllung des Mangels dem Schöpfer. Daher sagten sie: „Ich habe den bösen Trieb erschaffen, Ich habe die Tora als Gewürz erschaffen“, nämlich das Licht würzt den bösen Trieb. Das bedeutet, dass der Schöpfer die Kraft gibt, dass er all seine Handlungen um des Himmels willen tun will.

והתשובה היא כנ"ל, שהכלי הנקרא, חסרון, מה שכואב לו שאין הוא מסוגל לעשות שום דבר לשם שמים, את זה אנו מייחסים להנברא, כלומר שענין חסרון שייך להנברא, ומילוי החסרון שייך להבורא. לכן אמרו, "בראתי יצר הרע בראתי תורה תבלין", היינו האור מתבל את היצר הרע. כלומר שהבורא נותן את הכח שירצה לעשות את כל מעשיו לשם שמים.

Die Antwort ist, dass das Kli, das „Mangel“ genannt wird, wenn es ihn schmerzt, dass er nichts um seines Schöpfers willen tun kann. Dies schreiben wir dem Geschöpf zu. Das heißt, der Mangel gehört dem Geschöpf, und das Füllen des Mangels gehört dem Schöpfer. Deshalb wurde gesagt: „Ich habe den Bösen Trieb erschaffen; Ich habe die Tora als Gewürz erschaffen“, was bedeutet, dass das Licht den Bösen Trieb würzt. Mit anderen Worten: Der Schöpfer gibt die Kraft, alles um seines Schöpfers willen tun zu wollen.

36

Aber den Mangel des Kli, den muss der Mensch in seinem Körper fühlen. Das heißt: Der Mensch muss alle Handlungen tun, die zu tun möglich sind, damit er zur Anhaftung an den Schöpfer komme, und dieses Machen des Mangels wird „Unterscheidung des Mangels“ genannt. Und das ist, was wir fragten: Was ist die Anstrengung im Schöpfer, die in der Handlung besteht? Nämlich dass der Mensch sich im Schöpfer anstrengt, dass er die Fähigkeit habe, den Schöpfer zu erfreuen, also Ihm Wohlgefallen zu bereiten. Dieses Verlangen wird „Handlung“ genannt, nämlich das Machen des Mangels. Und dass er dem Schöpfer schon Wohlgefallen bereiten kann, das ist das Licht im Kli, wie oben gesagt.

אבל החסרון של הכלי, את זה צריך האדם להרגיש בגופו. זאת אומרת, האדם צריך לעשות את כל המעשים שאפשר לעשות, בכדי שיבוא לדביקות ה', ועשיית החסרון הזה נקרא, בחינת חסרון, וזה נקרא, מה ששאלנו, מהי השתדלות הקב"ה העומדת במעשה, היינו שהאדם משתדל בהקב"ה, שתהיה לו היכולת להנות להקב"ה, היינו לעשות לו נחת רוח, הרצון הזה, זה נקרא, מעשה, היינו עשיית החסרון. וזה שכבר יכול לעשות נחת רוח להקב"ה, זהו האור שבהכלי, כנ"ל.

Aber der Mangel im Kli, den muss ein Mensch in seinem Körper spüren. Das bedeutet, dass der Mensch alles tun muss, was er kann, um Dwekut an den Schöpfer zu erreichen, und diesen Mangel zu machen, wird „ein Mangel“ genannt, und das wird als das angesehen, was wir gefragt haben: Was ist die Anstrengung im Schöpfer, die in einer Tat besteht, d.h., dass ein Mensch sich im Schöpfer anstrengt, um den Schöpfer erfreuen zu können, d.h. um Ihm Zufriedenheit zu bringen. Dieses Verlangen wird „eine Tat“ genannt, was so viel bedeutet wie „das Mangelnde machen“. Erst dann kann er dem Schöpfer Zufriedenheit bringen, und das ist das Licht im Kli.

37

Und nun wollen wir erklären, was wir fragten: Was ist die Sache des Lohns, und was ist die Sache des „kostenlos“? Eigentlich müsste es umgekehrt sein. Das heißt, die Anstrengung im Schöpfer in der Handlung müsste kostenlos sein, und die Anstrengung in Tora und Mizwot sowie die Anstrengung im Schöpfer, um Ihn zu erkennen, müsste gegen Lohn sein. Demnach würden jene Menschen, die sich anstrengen, Lohn empfangen; doch es folgt, dass die Bedeutung die ist, dass jene Menschen, die sich in der Handlung anstrengen, Lohn zahlen. Das ist aus zwei Gründen schwer zu verstehen:

ועתה נבאר מה ששאלנו, מהו ענין שכר, ומהו ענין בחנם. לכאורה היה צריך להיות להיפך. היינו השתדלות הקב"ה במעשה צריכה להיות בחנם, והשתדלות בתו"מ והשתדלות הקב"ה לדעת אותו, צריכה להיות בשכר. היינו שאלו האנשים המשתדלים יקבלו שכר, אלא משמע, שהפירוש, שאלו האנשים המשתדלים במעשה, הם משלמים שכר. זה קשה להבין מ - ב' טעמים:

Jetzt werden wir erklären, was wir gefragt haben: Was ist die Bedeutung der Belohnung, und was bedeutet „umsonst“? Offensichtlich sollte es das Gegenteil sein. Das heißt, die tatkräftige Anstrengung für den Schöpfer sollte umsonst sein, und die Anstrengung für Tora und Mizwot und die Anstrengung für den Schöpfer, um ihn zu erkennen, sollte eine Belohnung sein. Das heißt, dass diejenigen, die sich anstrengen, eine Belohnung erhalten. Es deutet sich jedoch an, dass diejenigen, die sich im Handeln anstrengen, einen Preis zahlen! Das ist aus zwei Gründen schwer zu verstehen:

38

1) Wo sehen wir eine solche Wirklichkeit, dass derjenige, der arbeitet, Lohn zahlt? Es gibt Menschen, die ohne Lohn arbeiten, nur freiwillig. Eine solche Wirklichkeit sehen wir. Aber zu zahlen, damit man ihn arbeiten lässt – eine solche Wirklichkeit sehen wir nicht.

א. איפה אנו רואים מציאות כזו, שמי שהוא עובד הוא משלם שכר. יש אנשים שעובדים בלי שכר, רק בהתנדבות. אנו רואים מציאות כזה. אבל לשלם בכדי שיתן לו לעבוד, אין אנו רואים מציאות כזו.

1.) Wo können wir so etwas sehen, dass derjenige, der arbeitet, auch derjenige ist, der zahlt? Es gibt Menschen, die ohne Bezahlung arbeiten, als Freiwillige. Das können wir sehen. Aber zu bezahlen, um arbeiten zu dürfen? Das können wir nicht begreifen.

39

2) Die Frage ist: Wem muss man diesen Lohn zahlen? Gewiss muss man sagen: dem Schöpfer. Wie kann man sagen, dass der Schöpfer Lohn empfängt, der „Gewinn“ genannt wird? Anders gefragt: Wie kann man sagen, dass, wenn der Mensch nicht denkt, dass der Schöpfer gewinnen wird, dann seine Anstrengung, die „Handlung“ genannt wird – dass diese Handlung, die der Mensch vollzieht, dem Menschen daraus keinerlei Ergebnisse bringt?

ב. השאלה היא, למי צריכים לשלם את השכר הזה. בטח צריכים לומר, להבורא, מה שייך לומר, שהבורא מקבל שכר הנקרא, רווח, כלומר מה שייך לומר, שאם אין האדם חושב שהבורא ירויח, אז ההשתדלות שלו הנקרא, מעשה, המעשה הזה שהאדם יעשה, לא יצא להאדם מזה שום תוצאות.

2.) Die Frage ist: Wem müssen wir diesen Lohn zahlen? Wir sollten sagen, dass sie an den Schöpfer geht, aber wie kann man sagen, dass der Schöpfer eine Belohnung empfängt, die „Profit“ genannt wird? Wenn ein Mensch nicht glaubt, dass der Schöpfer einen Nutzen davon hat, wie können wir dann sagen, dass sein Bemühen, das „Handeln“ genannt wird, diesem Menschen keinen Nutzen bringt?

40

Doch das ist nach unserem Weg auszulegen: Es gibt die Sache des Lo liShma (nicht um ihretwillen), die so genannt wird, dass der Mensch sich mit Tora und Mizwot befasst, um Lohn zu empfangen. Und es ist der Weg der Welt, dass derjenige, der arbeitet, um Lohn zu empfangen, immer darauf schaut, was er daraus gewinnt, dass er Mühe aufwendet und die Anweisungen des Hausherrn einhält, und der Arbeiter denkt überhaupt nicht daran, was der Hausherr aus seiner Arbeit gewinnt. Und wenn der Arbeiter manchmal doch denkt, dass auch der Hausherr gewinnen soll, dann ist das nicht deshalb, weil ihm am Wohl des Hausherrn liegt, sondern weil der Arbeiter weiß: Wenn dieses Geschäft dem Hausherrn keinen Gewinn bringt, dann wird das Geschäft aufgelöst und er wird keine Arbeit haben; außerdem macht er sich über den Hausherrn überhaupt keine Gedanken.

אלא שיש לפרש זה לפי דרכנו, שיש ענין שלא לשמה, שנקרא, שהאדם עוסק בתו"מ בכדי לקבל שכר. ומדרך העולם הוא, כי מי שעובד בכדי לקבל שכר, הוא מסתכל תמיד, מה הוא ירויח מזה שנותן יגיעה ומקיים את פקודותיו של בעל הבית, ואין העובד חושב כלום מה בעל הבית ירויח מעבודתו. ולפעמים שהפועל כן חושב, שגם בעל הבית צריך להרויח, אין זה מטעם שדואג לטובת בעל הבית, אלא שהפועל יודע, באם העסק הזה לא יביא רווחים לבעל הבית, אז יתבטל העסק ולא תהיה לו עבודה, וחוץ מזה לא חושב כלום על בעל הבית.

Wir sollten dies jedoch nach unserer Art und Weise auslegen: Es gibt die Angelegenheit von Lo liShma [nicht um Ihretwillen], was bedeutet, dass ein Mensch sich mit Tora und Mizwot befasst, um eine Belohnung zu empfangen. Natürlich schaut jemand, der arbeitet, um eine Belohnung zu empfangen, immer darauf, was er durch die Anstrengung und die Befolgung der Anweisungen des Hausherrn gewinnt. Und denkt überhaupt nicht daran, was der Hausherr von seiner Arbeit hat. Wenn der Arbeiter manchmal daran denkt, dass auch der Hausherr profitieren sollte, dann nicht, weil es ihm um den Nutzen des Hausherrn geht, sondern weil er weiß, dass, wenn das Geschäft dem Hausherrn keinen Gewinn einbringt, das Geschäft geschlossen wird und er keine Arbeit mehr haben wird. Er denkt sonst überhaupt nicht an den Hausherrn.

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Und das ist die Bedeutung, nämlich dass der Arbeiter nicht denken muss, dass der Schöpfer gewinnt, sondern kostenlos. Das heißt, dass es ihn nicht interessiert, ob der Schöpfer gewinnt – das wird „kostenlos“ genannt. Anders aber, wer in der Handlung arbeiten will, wie oben gesagt, nämlich im Machen eines Gefäßes, um dem Schöpfer Wohlgefallen zu bereiten – der arbeitet gerade gegen Lohn, nämlich dass der Schöpfer sich an seiner Arbeit erfreut. Das heißt, dass es dem Menschen nicht darum geht, dass er gewinnt, sondern gerade darum, dass der Schöpfer gewinnt. Und das ist es, was „man darf es nicht kostenlos nehmen“ genannt wird, nämlich dass Er nicht gewänne. Der Mensch muss also all sein Handeln darauf ausrichten, dass der Schöpfer sich erfreut. Und das wird so verstanden, dass die Arbeit in der Handlung gegen Lohn sein muss, wie oben gesagt, dass dem Schöpfer daraus Lohn entstehe.

וזה פירוש, היינו שאין העובד צריך לחשוב שהבורא ירויח, אלא בחנם. היינו שהוא לא מעונין שהבורא ירויח, זה נקרא, בחנם. מה שאין כן מי שרוצה לעבוד במעשה, כנ"ל, שהוא עשיית כלי להשפיע נחת רוח להקב"ה, הוא דוקא, בשכר, היינו שהקב"ה יהנה מעבודתו, היינו שאין האדם דואג שהוא ירויח, אלא דוקא שהקב"ה ירויח. וזה נקרא, אסור לקחת אותו בחנם, היינו שלא ירויח. היינו שהאדם צריך לכוון בכל מעשיו שהקב"ה יהנה. וזה נקרא, שעבודה במעשה שצריכה להיות בשכר, כנ"ל, שיהיה מזה שכר להבורא.

Das heißt, dass der Arbeiter nicht denken braucht, dass der Schöpfer Gewinn erzielt, es sei denn umsonst, was bedeutet, dass er kein Interesse daran hat, dass der Schöpfer einen Gewinn macht. Das nennt man „umsonst“. Aber wer in der Handlung arbeiten will, also ein Kli macht, um dem Schöpfer Zufriedenheit zu geben, der arbeitet ausdrücklich für eine Belohnung, was bedeutet, dass der Schöpfer sich an seiner Arbeit erfreuen wird. Mit anderen Worten: Es geht dem Menschen nicht um seinen Gewinn, sondern um den Gewinn des Schöpfers. Das ist die Bedeutung des Verbots, es umsonst zu nehmen, also ohne Gewinn. Mit anderen Worten: Ein Mensch sollte all sein Handeln darauf ausrichten, dass der Schöpfer Freude daran hat. Das wird so angesehen, dass die Arbeit in der Handlung für eine Belohnung stattfinden sollte, was bedeutet, dass dies den Schöpfer belohnen wird. EY, 30.01.2024

Was bedeutet „So wie Ich kostenlos gebe, sollt auch ihr kostenlos geben“ in der Arbeit?

Im Sohar, Abschnitt Truma (Blatt 13 und im Sulam Punkt 34), steht geschrieben, und dies sind seine Worte: „‚Und sie sollen für Mich eine Spende nehmen.‘ ‚Sie sollen für Mich nehmen‘ lehrt, dass jemand, der sich in einer Mizwa anstrengen will und sich im Schöpfer anstrengen will, sich nicht leer und kostenlos in Ihm anstrengen darf. Vielmehr soll sich der Mensch in Ihm auf gebührende Weise anstrengen, nach seiner Kraft“, so wie geschrieben steht: „Jeder gebe nach der Gabe seiner Hand, nach dem Segen des Ewigen, deines Gottes, den Er dir gegeben hat.“ Und wenn du sagst: Es steht doch geschrieben: „Kommt, kauft und esst“, und „kommt, kauft ohne Geld und ohne Preis Wein und Milch“ – das ist also kostenlos, denn Wein und Milch bedeuten die Tora. Und er antwortet: „Vielmehr wird mit der Anstrengung in der Tora jeder, der will, beschenkt. Mit der Anstrengung im Schöpfer, um Ihn zu erkennen, wird jeder, der will, ganz ohne Lohn beschenkt. Aber die Anstrengung im Schöpfer, die in der Handlung besteht, darf man nicht kostenlos und leer nehmen, denn dann würde man durch jene Handlung überhaupt nicht beschenkt, einen Geist der Kedusha (Heiligkeit) auf sich herabzuziehen, sondern nur um den vollen Lohn.“ Und ebenso wird die Sache des „kostenlos“ angeführt (in der Massechet Chagiga, Blatt 7), und dies sind seine Worte: „So wie Ich kostenlos bin, so seid auch ihr kostenlos.“

Und es ist zu verstehen:

1) Was ist die Anstrengung in der Tora?

2) Was ist die Anstrengung im Schöpfer, um Ihn zu erkennen?

3) Was ist die Anstrengung im Schöpfer, die in der Handlung besteht?

4) Was bedeutet „kostenlos oder gegen Lohn“, also: wem muss man Lohn zahlen? Wir sehen: Wer arbeitet, der soll Lohn empfangen. Daraus folgt, dass der Mensch, der arbeitet, Lohn zahlen müsste. Hat man je so etwas gehört? Wir sehen, dass es Menschen gibt, die ohne Lohn arbeiten; aber zu arbeiten und dem Lohn zu zahlen, für den man arbeitet – wo sehen wir eine solche Wirklichkeit?

Zunächst: Was ist die Sache der Anstrengung? Wir sehen, dass die Ordnung der Welt so ist: Wer etwas will und diese Sache schwer zu erlangen ist, der muss sich anstrengen und große Mühen aufwenden, um die Sache zu erlangen. Bei einer Sache hingegen, die für alle vorhanden ist, kann man nicht von Anstrengung sprechen; vielmehr nimmt jeder, der die Sache will, sie sich, oder er zahlt für die Sache, die er will, und von Mühe kann nicht die Rede sein.

Zum Beispiel sagt niemand: „Ich habe mich heute sehr angestrengt und habe Brot und Milch für die Kinder gekauft“, wenn Brot und Milch für jeden, der will, auf dem Markt vorhanden sind. Manchmal aber, in Kriegszeiten, wenn es kein Brot und keine Milch auf dem Markt gab und einer große Mühen aufwandte, bis er sie erlangte, während andere Menschen nicht so fähig waren, sie zu erlangen – in einer solchen Lage kann man von Anstrengung sprechen.

Doch in Bezug auf Tora und Mizwot, wie kann man da von Anstrengung sprechen? Wie kann man hier also sagen, dass das Einhalten von Tora und Mizwot so schwer ist, dass es Anstrengung erfordert? Der Vers sagt doch: „Denn dieses Gebot, das ich dir heute gebiete, ist nicht zu wunderbar für dich und nicht zu fern. Es ist nicht im Himmel und nicht jenseits des Meeres, denn die Sache ist dir sehr nahe.“ Also ist zu verstehen, was die Anstrengung in Tora und Mizwot ist.

Es ist bekannt, dass das Schöpfungsziel darin besteht, Seinen Geschöpfen Gutes zu tun. Aus diesem Grund erschuf Er Geschöpfe, in denen ein Verlangen und eine Sehnsucht besteht, Freude und Genuss zu empfangen. Das nennt man ein Kli (Gefäß), das der Schöpfer für die Geschöpfe erschuf, sodass sie in diesem Kli das Gute und den Genuss empfangen. Und dieses Kli gilt als von der Seite des Schöpfers kommend; daher ist dieses Kli bei den Geschöpfen in Vollkommenheit vorhanden. Wenn die Geschöpfe dieses Kli nutzen wollen, haben sie keinerlei Arbeit, um das Kli zu erlangen, denn weil der Schöpfer dieses Kli erschuf, ist in diesem Kli vollständige Vollkommenheit.

Und daraus sehen wir: Überall, wo die Geschöpfe fühlen, dass sie aus irgendetwas Genuss empfangen können, nutzen sie sofort dieses Kli, das „Verlangen, für sich selbst zu empfangen“ genannt wird, also zum eigenen Nutzen. Und man muss den Menschen nicht erwecken, damit er Genuss empfangen will; vielmehr zieht der Genuss den Menschen an, je nach der Größe des Genusses, der in der Sache eingekleidet ist, und er läuft dem Genuss nach, um ihn zu erlangen. Das bedeutet: Je nach der Größe des Genusses, der in der Sache vorhanden ist, in diesem Maß weckt sie im Menschen ein Sehnen und lässt ihn nicht ruhen, bis er alle Mühen aufwendet, um den Genuss zu erlangen.

Anders aber danach, als die Korrektur des Zimzum (Einschränkung) vollzogen wurde, die jene Sache ist, die „die Vollkommenheit Seiner Handlungen“ genannt wird – nämlich damit sie, wenn sie das Gute und den Genuss vom Schöpfer empfangen, keine Scham empfinden, wurde eine Korrektur vollzogen, die „Verhüllung“ genannt wird. Das heißt: Bevor der Mensch ein Gefäß des Gebens erlangt, sieht er das Gute und den Genuss nicht, die offenbar werden würden, sodass das Gute und der Genuss ihm eine Erweckung geben würden, das Gute zu empfangen.

Und das ist, damit Raum für die Wahl sei. Die Sache der Wahl in der Arbeit wird so ausgelegt: damit Raum sei, dass der Mensch Tora und Mizwot nicht um einer Belohnung willen einhalten kann. Denn wenn der Genuss beim Ausführen der Mizwa offenbar ist, kann der Mensch nicht sagen, dass er Tora und Mizwot deshalb einhält, weil er den Schöpfer erfreuen will – also dass er seinerseits auf den Genuss verzichtet, den er schmeckt, sondern nur deshalb den Genuss empfängt, weil der Schöpfer will, dass die Geschöpfe sich erfreuen, allein aus diesem Grund. Das wäre unmöglich.

Und das ist deshalb, weil der Mensch mit der Natur des Verlangens, für sich selbst zu empfangen, geboren wird. Wie kann er sagen, dass er seinerseits auf den Genuss verzichtet? Wie ist der Mensch fähig, auf den großen Genuss zu verzichten, der in Tora und Mizwot vorhanden ist?

Und deswegen wurden Lichtfunken, „Nehiru Dakik“ (winziges Licht) genannt, in die Klipot (Schalen) hineingelegt, woraus sich die ganze Schöpfung nährt, bevor sie der Gefäße des Gebens gewürdigt wird. Und weil dies nur ein sehr feines Licht ist, beginnt der Mensch in der Arbeit, kleine Genüsse als Gegenleistung für große Genüsse zu geben – das heißt, dass er Lohn als Gegenleistung für den Verzicht auf kleine Genüsse empfängt, die nur ein „Nehiru Dakik“ in sich tragen.

Und das ist wie beim Handel: Womit man mehr gewinnt, damit befasst man sich. Und ebenso in der Arbeit: Erst danach, wenn der Mensch schon daran gewöhnt ist, auf Genüsse zu verzichten – obwohl sie klein sind im Verhältnis zu den Genüssen, die in Tora und Mizwot sind –, gilt er dennoch schon als an die Arbeit gewöhnt, und es gibt Raum für die Wahl.

Doch demgemäß ist zu verstehen: Wenn der Mensch sich mit Tora und Mizwot befasst, um Lohn als Gegenleistung für seine Arbeit zu empfangen, warum wird dann das Einhalten von Tora und Mizwot „Anstrengung“ genannt? Das ist doch auch im Materiellen üblich, dass man auf einen kleinen Genuss verzichtet, um einen großen Genuss zu erlangen. Die Antwort ist: Weil im Materiellen der Genuss, den man als Gegenleistung für seine Arbeit empfängt, in dieser Welt offenbar ist, kann man nicht von Anstrengung sprechen. Anders aber bei Tora und Mizwot, wo er glauben muss, dass er Lohn in der kommenden Welt haben wird; da dies vom Glauben abhängt, gibt es hier schon eine Mühe, denn er muss glauben, und der Körper ist nicht fähig zu glauben, weil er von Natur aus sehen und wissen muss. Anders aber dort, wo man glauben muss – da gibt es schon Auf- und Abstiege.

Und aus dem Gesagten geht hervor, dass der Mensch sich in Tora und Mizwot anstrengen muss; das ist die eine Unterscheidung. Und es gibt auch eine zweite Unterscheidung, nämlich sich im Schöpfer anzustrengen und Ihn zu erkennen. Und beide muss man sich bemühen einzuhalten, um Lohn als Gegenleistung für die Mühe zu empfangen, das heißt, dass man glauben muss, dass wir Lohn sowohl in dieser als auch in der kommenden Welt empfangen werden. Und das ist, wie es im Sohar geschrieben steht (Einführung in das Buch Sohar, Blatt 185, und im Sulam Punkt 190), und dies sind seine Worte: „Die Ehrfurcht wird in drei Unterscheidungen ausgelegt. Da ist ein Mensch, der den Schöpfer fürchtet, damit seine Söhne leben und nicht sterben, oder er fürchtet die Strafe an seinem Körper oder die Strafe an seinem Geld. Es zeigt sich, dass er die Ehrfurcht, die er vor dem Schöpfer hat, nicht zur Wurzel gemacht hat, denn der eigene Nutzen ist die Wurzel, und die Ehrfurcht ist eine Folge daraus. Und da ist ein Mensch, der den Schöpfer fürchtet, weil er die Strafe jener Welt und die Strafe der Hölle fürchtet. Diese beiden Arten von Furcht sind nicht die eigentliche Ehrfurcht. Die Ehrfurcht, die die eigentliche ist, besteht darin, dass der Mensch seinen Herrn fürchtet, weil Er groß ist und herrscht.“

Das bedeutet: Sowohl die Anstrengung in Tora und Mizwot als auch die Anstrengung im Schöpfer. Doch die eigentliche Bedeutung von „Ihn zu erkennen“ ist, zu wissen, dass Er die Welt mit einer Vorsehung des Guten und Wohltuenden lenkt. Und darum muss man sich bemühen, Ihn zu erkennen. Die Sache „Ihn zu erkennen“ ist so auszulegen: Wenn der Mensch zum Schöpfer betet oder dem Schöpfer dankt, muss er wissen, zu welchem Namen er betet oder welchem Namen er dankt.

Das heißt: Wenn der Mensch zum Schöpfer für einen Kranken betet, dass dieser Heilung finde, muss er wissen, dass er zu dem Namen „Heiler der Kranken“ betet, und es ist dann nicht angebracht zu sagen, dass er zu dem Namen „Befreier der Gefangenen“ betet und dergleichen. Oder wenn er dem Schöpfer dafür dankt, dass Er ihn aus dem Gefängnis herausgeführt hat, muss er dem Namen „Befreier der Gefangenen“ danken, und es ist nicht angebracht zu sagen, dass er dem Namen „Der die Nackten kleidet“ dankt und dergleichen. Und er sagt, dass beide – nämlich die Anstrengung in Tora und Mizwot sowie die Anstrengung im Schöpfer, um Ihn zu erkennen –, dass der Mensch ihrer würdig werden kann; wenn er sich anstrengt, erlangt er dies kostenlos, ohne Geld und ohne Preis.

Anders aber die Anstrengung im Schöpfer, die in der Handlung besteht – sie ist um den vollen Lohn. Es ist zu verstehen, was „die in der Handlung besteht“ bedeutet. Der Vers sagt: „Das, was Gott erschuf, um zu tun“, was bedeutet, dass der Schöpfer die Welt erschuf, um zu tun. Die Bedeutung ist: An dem, was der Schöpfer erschuf, muss der Mensch eine Handlung vollziehen; das wird „die sechs Werktage“ genannt, also die Zeit der Arbeit, die „Handlung“ genannt wird.

Und etwas Ähnliches finden wir in den Worten des Sohar, in dem, was geschrieben steht (Einführung in das Buch Sohar, Blatt 79 und im Sulam Punkt 67): „‚Und zu Zion zu sagen: du bist Mein Volk.‘ Lies nicht ‚du bist Mein Volk [Ami]‘ mit einem offenen Ajin (Patach), sondern ‚du bist mit Mir [Imi]‘ mit einem gepressten Ajin (Chirik), was bedeutet: ein Teilhaber mit Mir zu sein. So wie Ich Himmel und Erde durch Meine Worte gemacht habe, wie geschrieben steht: ‚Durch das Wort des Ewigen wurden die Himmel gemacht‘, so auch du.“ Und ebenso sagten sie: „Nicht das Lernen ist das Wichtigste, sondern die Tat“ (Awot, Kapitel 1), und ebenso sagten sie: „Groß ist das Lernen der Tora, denn das Lernen führt zur Tat“ (Kidushin 40).

Und es ist zu verstehen, von welcher Tat sie sprechen, von der die Tat das Wichtigste ist. Und das ist im Sinne der spirituellen Arbeit auszulegen: Denn die eigentliche Vollkommenheit besteht darin, dass die Geschöpfe dazu gelangen, das Ziel zu empfangen, für das die Welt erschaffen wurde, nämlich Sein Verlangen, Seinen Geschöpfen Gutes zu tun. Das heißt, dass die Unteren von Ihm Gutes und Genuss empfangen. Und damit die Geschöpfe Gutes und Genuss empfangen, erschuf Er in den Geschöpfen die Sache des Sehnens, nämlich dass in ihnen ein Verlangen und eine Sehnsucht sei, das Gute und den Genuss zu empfangen.

Und das ist, wie oben gesagt, dass dieses Kli von der Seite des Schöpfers kommt. Doch danach wurde eine Korrektur vollzogen, durch die dieses Kli zu einem halben Kli wurde. Das heißt: Nachdem eine Korrektur vollzogen wurde, damit es keine Sache der Scham gebe, wurden ein Zimzum und eine Verhüllung auf dieses Kli gelegt, das „Verlangen, für sich selbst zu empfangen“ genannt wird. Daher gilt dieses Kli, das „Verlangen zu empfangen“ genannt wird, nur als Unterscheidung eines halben Kli. Anders gesagt: Solange man dem Verlangen, für sich selbst zu empfangen, nicht geben kann, dass es um des Gebens willen sei, kann man dieses Kli nicht nutzen. Erst nachdem man ihm die Unterscheidung des Verlangens zu geben hinzufügt, ist das Kli fähig, die Fülle zu empfangen.

Demgemäß geht hervor, dass die erste Hälfte des Kli, die „Verlangen zu empfangen“ genannt wird, der Schöpfer machte, und ihre zweite Hälfte, nämlich dass es um des Gebens willen sei – diese Hälfte gehört nur den Geschöpfen, dass sie den Massach (Schirm) auf das Verlangen zu empfangen machen, und daraus geht ihre zweite Hälfte hervor. Und wenn diese beiden Hälften vorhanden sind, werden sie zu einem einzigen Kli, das geeignet ist, das Gute und den Genuss zu empfangen.

Es zeigt sich, dass die Arbeit des Menschen darin besteht, die zweite Hälfte des Kli zu machen. Und das wird „Tun“ genannt. Und das ist „das, was Gott erschuf“ – damit ist die erste Hälfte gemeint, nämlich das Verlangen, für sich selbst zu empfangen, und daran muss der Mensch, wie oben gesagt, nichts tun. Anders aber ihre zweite Hälfte, die um des Gebens willen ist, die den Geschöpfen gehört – hier gibt es Arbeit, denn dies ist gegen die Natur. Daher gibt es hier viel Arbeit, wie man sie erlangt, und das wird „Handlung“ genannt, also das, was der Mensch tun muss; denn diese Handlung ist nicht von der Seite des Schöpfers, weil wir dem Schöpfer das zuschreiben, was Er gibt. Alles Geben nämlich, das Geben selbst, gehört dem Schöpfer. Anders aber die zweite Hälfte des Kli, die das ist, was der Untere geben will – gewiss gehört das dem Unteren.

Und aus dem Gesagten ist zu erklären, was wir fragten: Was ist die Anstrengung im Schöpfer, die in der Handlung besteht? Von welcher Handlung sprechen wir? Es ist so auszulegen: dass der Mensch sich im Schöpfer in der Unterscheidung der Handlung anstrengt, nämlich wie er dem Schöpfer gibt; denn diese Handlung gehört dem Unteren, dass der Mensch arbeiten muss, wie er dieses Kli, das „Verlangen zu geben“ genannt wird, in seiner Hand habe.

Und wie im Materiellen: Der Mensch muss das Handwerk erlernen, wie man Gefäße macht, um sie an die Menschen zu verkaufen. Und das Herstellen von Gefäßen ist ein Beruf. Man muss also dieses Handwerk erlernen, und nicht auf einmal und nicht in einem Monat erlernt der Mensch den Beruf, Gefäße zu machen. Ebenso hier in der Arbeit, dass der Mensch den Beruf erlernen muss, wie man Gefäße des Gebens macht. Der Mensch ist nicht fähig, es sofort zu tun, wenn er solche Gefäße haben will; vielmehr ist es ein Beruf, den man lange Zeit erlernen muss, wie er solche Gefäße in seiner Hand habe – das heißt, dass es in seiner Hand sei, Tora und Mizwot um des Gebens willen einzuhalten.

Unsere Weisen sagten: „Der Schöpfer sagte: ‚Ich habe den bösen Trieb erschaffen, Ich habe die Tora als Gewürz erschaffen‘“ (Kidushin 30). Daraus folgt, dass der Schöpfer das Verlangen zu empfangen erschuf, wie oben gesagt, das der erste Teil des Kli genannt wird, nämlich das Sehnen nach Genuss, und „Ich habe die Tora als Gewürz erschaffen“, das den bösen Trieb würzt, sodass er zu einem guten Trieb werde, nämlich dass das Verlangen zu empfangen um des Gebens willen sei.

Daraus folgt also, dass auch den zweiten Teil des Kli der Schöpfer gibt. Und nach dem, was unsere Weisen über den Vers „Und zu Zion zu sagen: du bist Mein Volk“ sagten, legten sie aus: Lies nicht „Mein Volk [Ami]“, sondern „mit Mir [Imi]“, nämlich „ihr seid mit Mir in Teilhaberschaft“, wie oben gesagt, woraus folgt, dass auch die Geschöpfe tun. Das ist so auszulegen, dass es um die zweite Hälfte des Kli geht und dass nicht alles der Schöpfer tut, sondern dass es hier auch die Arbeit des Menschen gibt.

Doch ist auszulegen: Bei der zweiten Hälfte des Kli, die wir dem Menschen zuschreiben, ist zu verstehen, dass wir auch in diesem Kli, das „Verlangen zu geben“ genannt wird, dort die Sache von Licht und Kli unterscheiden. Daher gehört das Kli im Kli dem Menschen; das heißt, das, was der Schöpfer gibt, wird „Licht“ genannt, und das, was der Mensch gibt, wird „Kli“ genannt, weil „Kli“ einen Mangel bezeichnet und „Licht“ die Füllung des Mangels.

Und weil der Schöpfer der Gebende ist und die Fülle „Licht“ genannt wird, schreiben wir daher das Licht dem Schöpfer zu, und das Kli, das „Mangel“ genannt wird, gehört den Geschöpfen, denn das ist ihre ganze Wurzel – nur ein Mangel –, den der Schöpfer füllt. Wenn wir daher von den Gefäßen des Gebens sprechen, teilt sich auch dieses Kli, wie oben gesagt, in zwei Teile:

1) Der eine wird „Mangel“ genannt, das heißt, dass der Mensch fühlen muss, dass ihm Gefäße des Gebens fehlen, nämlich dass er fühlt, dass alles, was er tut, er nur zu seinem eigenen Nutzen tut. Und er glaubt, dass der Mensch am Schöpfer anhaften muss, wie geschrieben steht: „Und an Ihm anzuhaften“, wobei Dwekut (Anhaftung) „Übereinstimmung der Form“ genannt wird. Und es schmerzt ihn, dass er von der Anhaftung an den Schöpfer fern ist, und er sieht, dass er seinerseits keinen Rat hat, um aus der Herrschaft des Verlangens zu empfangen herauszukommen – das wird „Mangel“ genannt, und das gehört dem Menschen. Der Mensch muss also den Mangel fühlen. Und das ist die Unterscheidung der Handlung, nämlich das Tun, das in den Gefäßen des Gebens liegt.

2) Und das Licht des Kli, nämlich dass in dem Kli, das der Mangel ist, die Füllung eingekleidet sei – das heißt die Kraft, dass er geben kann –, das wird „das Licht im Kli“ genannt, und das gibt der Schöpfer. Und damit ist zu erklären, was wir fragten: Unsere Weisen sagten doch: „Ich habe die Tora als Gewürz erschaffen.“ Daraus folgt, dass das Kli, das „Verlangen zu geben“ genannt wird, ebenfalls der Schöpfer gibt und nicht der Mensch. Warum wird das Kli dann „Handlung“ genannt, was sich auf die Arbeit des Menschen in der Handlung bezieht?

Und die Antwort ist, wie oben gesagt: Das Kli, das „Mangel“ genannt wird, das, worüber es ihm schmerzt, dass er nichts um des Himmels willen tun kann – das schreiben wir dem Geschöpf zu, das heißt, dass die Sache des Mangels dem Geschöpf gehört und die Füllung des Mangels dem Schöpfer. Daher sagten sie: „Ich habe den bösen Trieb erschaffen, Ich habe die Tora als Gewürz erschaffen“, nämlich das Licht würzt den bösen Trieb. Das bedeutet, dass der Schöpfer die Kraft gibt, dass er all seine Handlungen um des Himmels willen tun will.

Aber den Mangel des Kli, den muss der Mensch in seinem Körper fühlen. Das heißt: Der Mensch muss alle Handlungen tun, die zu tun möglich sind, damit er zur Anhaftung an den Schöpfer komme, und dieses Machen des Mangels wird „Unterscheidung des Mangels“ genannt. Und das ist, was wir fragten: Was ist die Anstrengung im Schöpfer, die in der Handlung besteht? Nämlich dass der Mensch sich im Schöpfer anstrengt, dass er die Fähigkeit habe, den Schöpfer zu erfreuen, also Ihm Wohlgefallen zu bereiten. Dieses Verlangen wird „Handlung“ genannt, nämlich das Machen des Mangels. Und dass er dem Schöpfer schon Wohlgefallen bereiten kann, das ist das Licht im Kli, wie oben gesagt.

Und nun wollen wir erklären, was wir fragten: Was ist die Sache des Lohns, und was ist die Sache des „kostenlos“? Eigentlich müsste es umgekehrt sein. Das heißt, die Anstrengung im Schöpfer in der Handlung müsste kostenlos sein, und die Anstrengung in Tora und Mizwot sowie die Anstrengung im Schöpfer, um Ihn zu erkennen, müsste gegen Lohn sein. Demnach würden jene Menschen, die sich anstrengen, Lohn empfangen; doch es folgt, dass die Bedeutung die ist, dass jene Menschen, die sich in der Handlung anstrengen, Lohn zahlen. Das ist aus zwei Gründen schwer zu verstehen:

1) Wo sehen wir eine solche Wirklichkeit, dass derjenige, der arbeitet, Lohn zahlt? Es gibt Menschen, die ohne Lohn arbeiten, nur freiwillig. Eine solche Wirklichkeit sehen wir. Aber zu zahlen, damit man ihn arbeiten lässt – eine solche Wirklichkeit sehen wir nicht.

2) Die Frage ist: Wem muss man diesen Lohn zahlen? Gewiss muss man sagen: dem Schöpfer. Wie kann man sagen, dass der Schöpfer Lohn empfängt, der „Gewinn“ genannt wird? Anders gefragt: Wie kann man sagen, dass, wenn der Mensch nicht denkt, dass der Schöpfer gewinnen wird, dann seine Anstrengung, die „Handlung“ genannt wird – dass diese Handlung, die der Mensch vollzieht, dem Menschen daraus keinerlei Ergebnisse bringt?

Doch das ist nach unserem Weg auszulegen: Es gibt die Sache des Lo liShma (nicht um ihretwillen), die so genannt wird, dass der Mensch sich mit Tora und Mizwot befasst, um Lohn zu empfangen. Und es ist der Weg der Welt, dass derjenige, der arbeitet, um Lohn zu empfangen, immer darauf schaut, was er daraus gewinnt, dass er Mühe aufwendet und die Anweisungen des Hausherrn einhält, und der Arbeiter denkt überhaupt nicht daran, was der Hausherr aus seiner Arbeit gewinnt. Und wenn der Arbeiter manchmal doch denkt, dass auch der Hausherr gewinnen soll, dann ist das nicht deshalb, weil ihm am Wohl des Hausherrn liegt, sondern weil der Arbeiter weiß: Wenn dieses Geschäft dem Hausherrn keinen Gewinn bringt, dann wird das Geschäft aufgelöst und er wird keine Arbeit haben; außerdem macht er sich über den Hausherrn überhaupt keine Gedanken.

Und das ist die Bedeutung, nämlich dass der Arbeiter nicht denken muss, dass der Schöpfer gewinnt, sondern kostenlos. Das heißt, dass es ihn nicht interessiert, ob der Schöpfer gewinnt – das wird „kostenlos“ genannt. Anders aber, wer in der Handlung arbeiten will, wie oben gesagt, nämlich im Machen eines Gefäßes, um dem Schöpfer Wohlgefallen zu bereiten – der arbeitet gerade gegen Lohn, nämlich dass der Schöpfer sich an seiner Arbeit erfreut. Das heißt, dass es dem Menschen nicht darum geht, dass er gewinnt, sondern gerade darum, dass der Schöpfer gewinnt. Und das ist es, was „man darf es nicht kostenlos nehmen“ genannt wird, nämlich dass Er nicht gewänne. Der Mensch muss also all sein Handeln darauf ausrichten, dass der Schöpfer sich erfreut. Und das wird so verstanden, dass die Arbeit in der Handlung gegen Lohn sein muss, wie oben gesagt, dass dem Schöpfer daraus Lohn entstehe.

korrigiert (Stilüberarbeitung nach Richtlinie), EY, Claude/Opus 4.8, 24.07.2026, 18:49 Uhr, Ver3