Rabash 1990-08 – Was bedeutet in der Arbeit, dass Esau ein „Mann des Feldes“ genannt wurde?
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1 | Der Heilige Sohar sagt dort (Toldot 33, im Sulam Punkt 75), und dies sind seine Worte: „Hier steht geschrieben: ‚ein kundiger Jäger, ein Mann des Feldes‘. Und dort (bei Nimrod) steht geschrieben: ‚Er war ein gewaltiger Jäger vor dem Ewigen‘. Wie es dort bedeutet, dass er den Verstand der Geschöpfe einfing und sie dazu verleitete, sich gegen den Schöpfer aufzulehnen, so auch hier: ‚Mann des Feldes‘ bedeutet, Menschen auszurauben und sie zu töten. Und Esau sagte, er sei auf dem Feld, um zu beten, wie Isaak, wie geschrieben steht: ‚Und Isaak ging hinaus, um auf dem Feld zu beten‘ – doch er jagte und betrog Isaak.“ | הזה"ק (תולדות ל"ג, ובהסולם אות ע"ה) אומר שם וזה לשונו, "כתוב כאן, איש יודע ציד, איש שדה. וכתוב שם (אצל נמרוד) הוא היה גיבור ציד לפני ה'. מה שם פירושו, שהיה צד דעתן של בריות, ומטעה אותם למרוד בה'. אף כאן כן איש שדה פירושו, כדי לגזול בני אדם ולהרוג אותם. ועשו אמר, שהוא נמצא בשדה, כדי להתפלל, כמו יצחק, כמו שכתוב, ויצא יצחק לשוח בשדה, וציד ורימה את יצחק". | 1990/08 Was bedeutet in der Arbeit, dass Esau ein „Mann des Feldes“ genannt wurde? Der Heilige Sohar sagt (Toldot, Punkt 75): „Hier steht geschrieben: ‚Ein kundiger Jäger, ein Mann des Feldes‘, und dort (über Nimrod) steht geschrieben: ‚Er war ein mächtiger Jäger vor dem Ewigen.‘ Das bedeutet, dass er die Gedanken der Menschen einfing und sie dazu verleitete, sich gegen den Schöpfer aufzulehnen. So bedeutet hier „ein Mann des Feldes“, dass er Menschen ausraubt und tötet. Esau sagte, er sei auf dem Feld, um zu beten, wie Isaak, wie geschrieben steht: ‚Und Isaak ging hinaus, um auf dem Feld zu beten‘, und Esau jagte und betrog Isaak.“ |
2 | Man muss verstehen, was die beiden Dinge sind, die über Esau gesagt werden, also worin in der Arbeit der Unterschied zwischen einem „kundigen Jäger“ und einem „Mann des Feldes“ besteht. Außerdem muss man verstehen, was der Heilige Sohar dort sagt: „‚Mann des Feldes‘, weil sein Erbteil nicht an einem bewohnten Ort liegt, sondern an einem verödeten Ort, in der Wüste, auf dem Feld. Deshalb wird er ‚Mann des Feldes‘ genannt.“ Doch auch Noah wird „Mann des Erdbodens“ genannt, wie geschrieben steht: „Und Noah, der Mann des Erdbodens, begann.“ Ebenso steht über Isaak selbst geschrieben: „Und Isaak ging hinaus, um auf dem Feld zu beten.“ Und ebenso sagte Isaak über Jakob: „Und er sprach: ‚Siehe, der Duft meines Sohnes ist wie der Duft des Feldes, das der Ewige gesegnet hat.‘“ Woher also ergibt sich bei Esau, dass „Mann des Feldes“ bedeutet, Menschen auszurauben und sie zu töten? Dies ist im Sinne der spirituellen Arbeit auszulegen. | ויש להבין, מהם הב' דברים, שאומרים על עשו, כלומר, מהו ההבדל בין "איש יודע ציד" ל"איש שדה", בעבודה. ועוד יש להבין, מה שאומר שם הזה"ק, "איש שדה, משום שחלק נחלתו אינו במקום ישוב, אלא במקום חרוב, במדבר, בשדה. ועל כן נקרא איש שדה". הלא גם נח נקרא "איש אדמה", כמו שכתוב "ויחל נח איש האדמה". וכמו כן ביצחק עצמו כתוב "ויצא יצחק לשוח בשדה". וכן כתוב שיצחק אמר על יעקב, כמו שכתוב "ויאמר ראה ריח בני כריח השדה, אשר ברכו ה'". אם כן מאיפה משמע אצל עשו, שאיש שדה, הכוונה לגזול בני אדם ולהרוג אותם. ויש לפרש זה על דרך העבודה. | Wir sollten verstehen, was die beiden Dinge sind, die über Esau geschrieben werden, d.h. was der Unterschied zwischen „einem kundigen Jäger“ und „einem Mann des Feldes“ in der Arbeit ist. Wir sollten auch verstehen, warum der Sohar dort sagt: „ein Mann des Feldes, denn sein Los ist nicht an einem bewohnten Ort, sondern an einem verlassenen Ort, in der Wüste, auf dem Feld. Deshalb wird er ‚Mann des Feldes‘ genannt.“ Aber auch Noah wurde „Mann der Erde“ genannt, wie geschrieben steht: „Und Noah, der Mann der Erde, begann.“ Ebenso steht über Isaak geschrieben: „Und Isaak ging hinaus, um auf dem Feld zu beten“, und es steht auch geschrieben, dass Isaak über Jakob sagte, was geschrieben steht: „Und er sagte: ‚Siehe, der Duft meines Sohnes ist wie der Duft des Feldes, das der Ewige gesegnet hat.'“ Woher kommt also die Auslegung, dass „Mann des Feldes“ bei Esau bedeutet, Menschen zu berauben und zu töten? Wir sollten das in der spirituellen Arbeit auslegen. |
3 | Bekanntlich steht geschrieben: „was Gott erschaffen hat, um zu tun“ – denn der Schöpfer hat die Welt mit der Absicht erschaffen, Seinen Geschöpfen Gutes zu tun. Zu diesem Ziel erschuf Er etwas Neues, das Verlangen genannt wird, Freude und Genuss zu empfangen. Und wie wir gelernt haben, richtet sich der Genuss am Guten und am Genuss, den Er geben will, nach dem Maß des Mangels und der Sehnsucht nach der Sache; denn die Sehnsucht bestimmt das Maß des Genusses, den man aus der Sache ziehen kann. | ידוע מה שכתוב "אשר ברא אלקים לעשות", שה' ברא את העולם על הכוונה, שרצונו להטיב לנבראיו. ולמטרה זו ברא דבר חדש, הנקרא רצון לקבל הנאה ותענוג. וכמו שלמדנו, שבכדי להנות מהטוב ועונג, מה שהוא רוצה לתת, ההנאה היא לפי מידת החסרון וההשתוקקות להדבר, כי ההשתוקקות היא הקובעת שיעור מידת הנאה, שיכולים להנות מהדבר. | Es steht geschrieben: „Was Gott erschaffen hat, zu tun.“ Das heißt, der Schöpfer hat die Welt mit der Absicht erschaffen, seinen Geschöpfen Gutes zu tun. Zu diesem Zweck erschuf er etwas Neues – das „Verlangen, Freude und Genuss zu empfangen“. Wie wir gelernt haben, richtet sich der Genuss der Freude und des Vergnügens, welche Er geben will, nach dem Bedarf und der Sehnsucht nach der Sache, denn die Sehnsucht bestimmt das Maß des Vergnügens, das man aus der Angelegenheit ziehen kann. |
4 | Zuerst also ging dieses Verlangen zu empfangen aus dem Aspekt „Etwas aus Nichts“ hervor. Und dies wird „was Gott erschaffen hat“ genannt. „Um zu tun“ ist der Aspekt der Korrektur der Schöpfung; denn weil es einen Unterschied zwischen dem Gebenden und dem Empfangenden gibt, besteht hier die Angelegenheit des „Brotes der Scham“ (Nahama deKisufa), also der Aspekt der Scham. Deshalb wurde es ermöglicht, eine Absicht um des Gebens willen zu fassen, also nicht zu empfangen – obwohl eine große Sehnsucht besteht, das Gute und den Genuss zu empfangen. Damit es dennoch keinen Aspekt der Scham gibt, wurde den Geschöpfen Arbeit gegeben. | אם כן תחילה יצא מבחינת יש מאין הרצון לקבל הזה. וזה נקרא "אשר ברא אלקים". "לעשות", הוא בחינת תיקון הבריאה, היות שע"י זה שיש הבדל בין המשפיע להמקבל, אם כן יש כאן ענין של נהמא דכסופא, היינו בחינת בושה. לכן ניתן לעשות כוונה בעל מנת להשפיע, כלומר, שלא לקבל, אף על פי שיש השתוקקות גדולה לקבל את הטוב ועונג, מכל מקום בכדי שלא יהיה בחינת בושה, ניתנה עבודה להנבראים. | Zuerst kam also der Wille zu empfangen als “Etwas aus Nichts” [Jesh mi Ajn]. Dies wird als „was Gott erschaffen hat“ bezeichnet. „Zu tun“ ist die Korrektur der Schöpfung, denn dadurch besteht ein Unterschied zwischen dem Gebenden und dem Empfangenden. Deshalb gibt es hier das Konzept des Brotes der Scham [Nahama D’Kisufa], also ein Aspekt der Scham. Deshalb wurde uns ermöglicht, die Absicht zu geben zu entwickeln – also trotz des großen Verlangens, Freude und Genuss zu empfangen, nichts zu empfangen. Doch um nicht in einem Zustand der Scham zu sein, wurde den Geschöpfen Arbeit gegeben. |
5 | Und diese Arbeit wird darum „Arbeit“ genannt, weil sie gegen die Natur ist, die der Schöpfer der Schöpfung gegeben hat. Denn das Schöpfungsziel, Seinen Geschöpfen Gutes zu tun, bedeutet: Alles, wovon man sagen kann, dass der Mensch es empfängt – also dass er ein Verlangen zu empfangen hat –, kommt vom Schöpfer, der diese Natur erschaffen hat. Dass er hingegen das Gute und den Genuss, die der Schöpfer geben will, nicht empfängt, das schreiben wir den Geschöpfen zu. Deshalb wird diese Korrektur – das Gute und den Genuss nicht zu empfangen, sondern nur unter der Bedingung, dass wir die Absicht um des Gebens willen haben – „tun“ genannt: dass die Geschöpfe dies tun müssen, obwohl es gegen die Natur ist. | ועבודה זו נקראת בשם עבודה, מטעם שזהו נגד הטבע, שהבורא ברא את הבריאה. כי ענין מטרת הבריאה להטיב לנבראיו, פירוש, שכל מה ששייך לומר שהאדם מקבל, היינו שיש לו חשק לקבל, בא מצד הבורא, שברא את הטבע הזה. מה שאין כן, לא מקבל, מה שבורא רוצה לתת טוב ועונג, את זה אנו מיחסים להנבראים. לכן התיקון הזה, שלא לקבל את הטוב ועונג, רק בתנאי שיש לנו הכוונה בעל מנת להשפיע, זה נקרא לעשות, שהנבראים צריכים לעשות זה, הגם שזהו נגד הטבע. | Diese Arbeit wird deshalb „Arbeit“ genannt, weil sie gegen die Natur ist, die der Schöpfer erschaffen hat. Der Zweck der Schöpfung ist es, Seinen Geschöpfen Gutes zu tun, was bedeutet, dass alles, was mit dem Empfangen durch den Menschen zu tun hat, dass er also ein Verlangen hat, zu empfangen, vom Schöpfer kommt, der diese Natur geschaffen hat. Umgekehrt schreiben wir den Geschöpfen zu, dass sie die Freude und den Genuss, die der Schöpfer geben will, nicht empfangen. Aus diesem Grund wird diese Korrektur, das Gute und den Genuss nicht zu empfangen – außer unter der Bedingung, dass wir die Absicht haben zu geben –, als „Tun“ bezeichnet, also was den Geschöpfe zu tun auferlegt ist, obwohl es gegen ihre Natur ist. |
6 | Dieses Verlangen zu empfangen wird mit dem Namen Malchut bezeichnet, denn bekanntlich heißt das Kli (Gefäß) zum Empfangen der Lichter Malchut. Und wie wir lernen, lag über dieser Malchut der Zimzum (Einschränkung) und die Verhüllung, so dass Malchut, vom Aspekt des Verlangens her, für sich selbst zu empfangen, ohne Licht blieb. Nur in dem Maß, in dem man auf sie das Verlangen um des Gebens willen legen kann, weichen Zimzum und Verhüllung, und sie kann Fülle empfangen. Andernfalls wird Malchut „leerer, von Licht entblößter Raum“ genannt. Und daraus folgt, dass danach zwei Systeme entstanden, im Geheimnis von „das eine dem anderen gegenüber hat Gott gemacht“. So wie es nämlich ein ABYA (Azilut, Brija, Yezira, Assija) der Kedusha (Heiligkeit) gibt, so gibt es ihm gegenüber ein ABYA der Tuma (Unreinheit). | הנה הרצון לקבל הזה נקרא בשם מלכות, כידוע שהכלי לקבלת האורות נקרא בשם מלכות. וכמו שלומדים, שעל המלכות הזו היה הצמצום וההסתר, שהמלכות, מבחינת רצון לקבל לעצמה, נשארה בלי אור. אלא רק בזמן שיכולים לתת עליה הרצון בעל מנת להשפיע, בשיעור הזה מסתלק הצמצום וההסתר, ויכולה לקבל שפע. אחרת נקראת מלכות חלל הפנוי מאור. ומזה נמשך, שנעשה אח"כ שתי מערכות, בסוד "זה לעומת זה עשה אלקים". היינו כמו שיש אבי"ע דקדושה, כמו כן יש לעומת זה אבי"ע דטומאה. | Dieses Verlangen zu empfangen wird als Malchut bezeichnet, denn bekanntlich heißt das Kli [Gefäß], das die Lichter empfängt, Malchut. Wie wir lernen, lag auf dieser Malchut ein Zimzum [Einschränkung] und eine Verhüllung, und Malchut blieb in Bezug auf den Willen, für sich selbst zu empfangen, ohne Licht. Erst wenn wir in der Lage sind, auf sie die Absicht zu geben zu legen, fallen der Zimzum [Einschränkung] und die Verhüllung weg und sie kann Fülle empfangen. Andernfalls wird Malchut als „leerer Raum“ ohne Licht bezeichnet. Daraus folgt, dass danach zwei Systeme entstanden, wie in „Gott hat das eine dem anderen gegenübergestellt“. Mit anderen Worten: So wie es ABYA (Azilut, Bria, Yezira, Assija) der Kedusha [Heiligkeit] gibt, gibt es ihr gegenüber ABYA de Tuma’a [Unreinheit]. |
7 | Malchut hat mehrere Namen, nämlich Land, Erdboden, Meer, Staub – je nachdem, was sie empfängt. Und aus dieser Malchut, die „Land“ genannt wird, ist der Mensch hervorgegangen, wie geschrieben steht: „Und der Ewige, Gott, bildete den Menschen, Staub vom Erdboden.“ Und dies ist der Aspekt Malchut, wie geschrieben steht: „Alles war aus dem Staub.“ Und es heißt darüber im Heiligen Sohar (Zaw, Blatt 62, im Sulam Punkt 173): „Alles war aus dem Staub, sogar der Sonnenball.“ Das bedeutet, dass alles, wovon man spricht, nur von den Lichtern spricht, die in den Gefäßen eingekleidet sind, wie bekannt ist, dass es kein Licht ohne Kli gibt. Und alle Kelim gehen aus Malchut hervor, die das Verlangen zu empfangen ist. | הנה המלכות, יש לה כמה שמות, היינו ארץ, אדמה, ים, עפר. והוא לפי מה שהיא מקבלת. והנה במלכות הזו, הנקראת ארץ, נמשך האדם, כמו שכתוב "ויצר ה' אלקים את האדם עפר מן האדמה". וזוהי בחינת מלכות, כמו שכתוב "הכל היה מן העפר". ואמרו בזה"ק (צו דף ס"ב, ובהסולם אות קע"ג) "הכל היה מן העפר, אפילו גלגל חמה". שפירושו, שכל מה שמדברים, מדברים רק מן האורות המלובשים בהכלים, כנודע, שאין אור בלי כלי. וכל הכלים נמשכים ממלכות, שהיא הרצון לקבל. | Malchut hat mehrere Namen: „Land“, „Erde“, „Meer“ und „Staub“, je nachdem, was sie empfängt. In dieser Malchut, die „Erde“ genannt wird, entstand der Mensch, wie geschrieben steht: „Und Gott, der Ewige, bildete den Menschen, Staub von der Erde.“ Dies ist Malchut, wie geschrieben steht: „Alles war aus Staub.“ Im Sohar (Tzav, Punkt 173) heißt es: „Alles war aus dem Staub, sogar der Sonnenkreis.“ Das bedeutet, dass alles, worüber wir sprechen, nur von den Lichtern spricht, die in Kelim [Gefäße] eingekleidet sind, denn es gibt bekanntlich kein Licht ohne Kli. Und alle Kelim breiten sich von Malchut aus, welche der Wille zu empfangen ist. |
8 | Das heißt, alles, wovon man spricht, spricht man nur von Malchut, die das Verlangen zu empfangen ist. Und sie findet sich sowohl in der Kedusha als auch in der Klipa (Schale). Der ganze Unterschied besteht darin, dass die Kedusha das Verlangen zu empfangen nur dann benutzt, wenn sie auf es ein Verlangen legen kann, das um des Gebens willen ist; andernfalls schränkt sie sich davon ein, das Verlangen zu empfangen zu benutzen. | זאת אומרת, כל מה שמדברים, מדברים רק מן המלכות, שהיא הרצון לקבל. והוא נמצא בין בהקדושה, ובין בהקליפה. וכל ההבדל הוא, שהקדושה אינה משתמשת עם הרצון לקבל, רק בזמן שיכולה לתת עליה רצון שהוא בעל מנת להשפיע, אחרת היא מצמצמת עצמה מלהשתמש עם הרצון לקבל. | Das bedeutet, dass wir nur von Malchut sprechen, die der Wille zu empfangen ist, der sich entweder in der Kedusha [Heiligkeit] oder in der Klipa [Hülle/Schale] befindet. Der einzige Unterschied liegt darin, dass die Kedusha den Willen zum Empfangen nicht benutzt, es sei denn, sie kann ihm eine Absicht um des Gebens willen auferlegen. Andernfalls schränkt sie sich selbst ein, um den Willen zu empfangen nicht zu nutzen. Umgekehrt will die Klipa (Schale, die das spirituelle Licht umhüllt und verdeckt) den Willen zum Empfangen nutzen, um zu empfangen. Wenn also gesagt wird, dass ein Mensch Gefäße des Gebens benutzt, bedeutet das nicht, dass die Gefäße des Gebens etwas tun, denn in dem Willen zu empfangen gibt es keine Gefäße des Gebens, da die gesamte Schöpfung nur als ein Verlangen zu empfangen angesehen wird, da wir bekanntlich außer dem Willen zu empfangen alles dem Schöpfer zuschreiben. |
9 | Die Klipa hingegen will das Verlangen zu empfangen um des Empfangens willen benutzen. Das heißt: Wenn man sagt, dass der Mensch Gefäße des Gebens benutzt, so ist damit nicht gemeint, dass die Gefäße des Gebens etwas tun, denn die Gefäße des Gebens befinden sich nicht im Verlangen zu empfangen. Denn die ganze Schöpfung gilt nur als das Verlangen zu empfangen, weil man, wie bekannt ist, außer dem Verlangen zu empfangen alles dem Schöpfer zuschreibt, wie oben gesagt. Denn die Schöpfung wird „Etwas aus Nichts“ genannt. Und dies gilt gerade für den Aspekt des Mangels, den der Schöpfer erschaffen hat. Wenn wir jedoch sagen, dass der Mensch das Verlangen zu geben benutzt, so ist gemeint, dass das Verlangen zu empfangen nicht seinen eigenen Aspekt benutzt, sondern das Verlangen des Schöpfers, dessen Wille einzig ist, zu geben und nichts zu empfangen. | מה שאין כן הקליפה רוצה להשתמש עם הרצון לקבל בעל מנת לקבל. זאת אומרת, כשאומרים שהאדם משמש עם כלים דהשפעה, אין הפירוש, שכלים דהשפעה עושים משהו, היות שכלים דהשפעה אינם נמצאים בהרצון לקבל. כי כל הבריאה נחשבת רק לרצון לקבל, כידוע, שחוץ מהרצון לקבל מייחסים הכל להבורא, כנ"ל. כי הבריאה נקראת יש מאין. וזהו שייך דוקא על בחינת חסרון, שהבורא בראה. אלא בזמן שאנו אומרים, שהאדם משמש עם הרצון להשפיע, יהיה הפירוש, שהרצון לקבל אינו משמש עם בחינתו עצמו, אלא עם הרצון של הבורא, שרצונו הוא רק להשפיע ולא לקבל כלום. | Die Schöpfung wird als „Etwas aus Nichts“ [Jesh mi Ajn] bezeichnet, und das bezieht sich speziell auf den Mangel, den der Schöpfer erschaffen hat. Wenn wir jedoch sagen, dass ein Mensch das Verlangen zu geben benutzt, bedeutet das, dass der Wille zu empfangen nicht seine eigene Eigenschaft benutzt, sondern den Willen des Schöpfers, dessen Wunsch es ist, einzig und alleine zu geben und nichts zu empfangen. |
10 | Mit dem Gesagten verstehen wir nun die Angelegenheit des „Feldes“, die bei Esau gesagt wird, der „Mann des Feldes“ genannt wird. Und wir sehen, dass auch Isaak auf das Feld hinausging, und auch bei Jakob steht geschrieben, dass Isaak sagte: „Siehe, der Duft meines Sohnes ist wie der Duft des Feldes, das der Ewige gesegnet hat.“ Die Bedeutung ist wie oben: „Feld“ wird Malchut genannt, also das Verlangen zu empfangen. Und dort gibt es die Angelegenheit der Wahl, ob man es um des Gebens willen korrigiert, was Kedusha genannt wird. Darüber sagte Isaak: „wie das Feld, das der Ewige gesegnet hat“. | ובהאמור נבין את ענין שדה, הנאמר אצל עשו, הנקרא איש שדה. ואנו רואים, שגם יצחק יצא לשדה, וגם אצל יעקב כתוב, שיצחק אמר, "ראה ריח בני, כריח השדה, אשר ברכו ה'". ויהי הפירוש כנ"ל, "שדה" נקרא מלכות, שהוא הרצון לקבל. ושם שייך ענין הבחירה, אם לתקן אותו בעל מנת להשפיע, שזה נקרא קדושה. ועל זה אמר יצחק כשדה, אשר ברכו ה'. | Nach dem oben Gesagten können wir die Bedeutung des „Feldes“ verstehen bzw. was über Esau gesagt wurde, der „ein Mann des Feldes“ genannt wird. Wir sehen, dass auch Isaak auf das Feld ging, und es steht auch über Jakob geschrieben, dass Isaak sagte: „Siehe, der Duft meines Sohnes ist wie der Duft des Feldes, das der Ewige gesegnet hat.“ Wie oben beschrieben, bedeutet ein „Feld“ Malchut, das ist der Wille zu empfangen, und dazu gehört der Aspekt der Wahl, ob man ihn um des Gebens willen korrigiert, was Kedusha [Heiligkeit] genannt wird. Und darüber sprach Isaak: „Wie das Feld, das der Ewige gesegnet hat.“ |
11 | Korrigiert man es hingegen nicht um des Gebens willen, sondern befasst sich mit dem Empfangen um des Empfangens willen, so wird dies „Mann des Feldes“ genannt, was eine Klipa ist, wie oben, denn dort wird ausgelegt: „‚Mann des Feldes‘, um Menschen auszurauben und sie zu töten“. Und so war es bei Esau. Bei Isaak hingegen steht geschrieben: „Und Isaak ging hinaus, um auf dem Feld zu beten“, denn er ging, um das Feld zu korrigieren, das der Aspekt Malchut ist – um zu korrigieren, dass der Aspekt Malchut, der das Verlangen zu empfangen ist, um des Gebens willen werde. Dies wird genannt, „die Welt im Reich Schaddais zu korrigieren“, denn bekanntlich heißt der Name Schaddai Jessod. Und Jessod wird „Jessod, der Gerechte“ genannt, der der Gebende ist; die Absicht ist, Malchut zu korrigieren, die der Aspekt des Empfangens ist, damit sie wie das Maß von Jessod werde, also um des Gebens willen. Und das ist die Bedeutung von „Und Isaak ging hinaus, um auf dem Feld zu beten“. | ואם לא מתקנים אותו בעל מנת להשפיע, אלא עוסקים במקבל על מנת לקבל, זהו נקרא איש שדה, שהיא קליפה, כנ"ל, שמפרש "איש שדה, כדי לגזול בני אדם ולהרוג אותם". וזה היה אצל עשו. מה שאין כן אצל יצחק כתוב ויצא יצחק לשוח בשדה, שהוא הלך לתקן את השדה, שהוא בחינת מלכות, לתקן שבחינת מלכות, שהיא רצון לקבל, תהיה בעל מנת להשפיע, שזה נקרא "לתקן עולם במלכות שד"י", כידוע ששם שד"י נקרא יסוד. ויסוד נקרא "יסוד צדיק", שהוא המשפיע, שהכוונה לתקן את המלכות, שהיא בחינת קבלה, שתהיה כמידת היסוד, היינו בעל מנת להשפיע. וזה פירוש "ויצא יצחק לשוח בשדה". | Wenn wir ihn aber in der Arbeit nicht um des Gebens willen korrigieren, sondern handeln, um zu empfangen, wird dies „ein Mann des Feldes“ genannt, was eine Klipa ist, wie gesagt wurde, „ein Mann des Feldes, um Menschen auszurauben und zu töten“. Und das war bei Esau der Fall. Aber über Isaak steht geschrieben: „Und Isaak ging hinaus, um auf dem Feld zu beten.“ Er ging, um das Feld, das Malchut ist, zu korrigieren, damit aus der Eigenschaft des Verlangens zu empfangen ein Verlangen um des Gebens willen wird. Das wird „die Korrektur der Welt mit dem Reich Shadais“ genannt. Der Name Shadai [der einer der Namen Gottes ist] bedeutet bekanntlich Jessod, und Jessod heißt Jessod Zadik [Gerechter], der der Gebende ist. Die Absicht ist, Malchut, die Empfängerin, zu korrigieren, damit sie wie die Eigenschaft Jessod wird, also mit der Ausrichtung auf das Geben. Das ist die Bedeutung von „Isaak ging hinaus, um auf dem Feld zu beten“. |
12 | Ähnlich steht es bei Jakob geschrieben, dass Isaak sagte: „Siehe, der Duft meines Sohnes ist wie der Duft des Feldes, das der Ewige gesegnet hat.“ Das heißt, Isaak sah, dass Jakob Malchut korrigiert hatte, denn man sieht bereits den Segen des Schöpfers auf dem Feld ruhen, das der Aspekt Malchut ist. | וכעין זה כתוב אצל יעקב, שיצחק אמר "ראה ריח בני כריח השדה, אשר ברכו ה'". כלומר שיצחק ראה, שיעקב תיקן את המלכות, שכבר רואים את ברכת ה' השורה על השדה, שהיא בחינת מלכות. | So steht es auch über Jakob geschrieben, dass er sagte: „Siehe, der Duft meines Sohnes ist wie der Duft des Feldes, das der Ewige gesegnet hat.“ Mit anderen Worten: Isaak sah, dass Jakob Malchut korrigierte, so dass bereits der Segen des Schöpfers auf dem Feld ruht, das der Aspekt von Malchut ist. |
13 | Doch man muss verstehen, warum der Heilige Sohar das bei Esau gesagte Feld zum Tadel auslegt, wie oben. Und zwar deshalb, weil geschrieben steht „ein kundiger Jäger“ und danach „Mann des Feldes“. Und er legt „Mann des Jagens“ anhand von Nimrod aus, der „ein gewaltiger Jäger vor dem Ewigen“ war. Und der Heilige Sohar legt aus, dass dies bedeutet: „dass er den Verstand der Geschöpfe einfing und sie dazu verleitete, sich gegen den Schöpfer aufzulehnen“. | אולם יש להבין, מדוע בזה"ק על השדה הנאמר אצל עשו לגנאי, כנ"ל. ויש לפרש, היות שכתוב "איש יודע ציד". ואח"כ כתוב איש שדה. ומפרש, "איש ציד", מנמרוד, שנמרוד היה "גיבור ציד לפני ה'". ומפרש הזה"ק, שפירושו, "שהיה צד דעתן של הבריות, ומטעה אותם למרוד בה'". | Wir sollten jedoch verstehen, warum der Heilige Sohar in Bezug auf Esau das Feld negativ bewertet. Es ist so, weil geschrieben steht: „ein kundiger Jäger“, und dann steht geschrieben: „ein Mann des Feldes“. Und es erklärt über Nimrod – „ein kundiger Jäger“ –, dass Nimrod „ein mächtiger Jäger vor dem Ewigen“ war. Der Sohar interpretiert, dass dies bedeutet, dass „er die Meinungen der Menschen jagte und sie dazu verleitete, sich gegen den Schöpfer aufzulehnen.“ |
14 | Und man muss verstehen, worin der Unterschied zwischen einem „Mann des Jagens“ und einem „Mann des Feldes“ besteht. Nach dem, was wir lernen, gibt es einen Unterschied zwischen Mocha (Verstand) und Liba (Herz). Denn Mocha, so legt mein Vater und Lehrer aus, bezieht sich auf den Aspekt des Glaubens über dem Verstand. Und Liba bedeutet das Verlangen des Herzens, das nur zum eigenen Nutzen arbeitet. Zum eigenen Nutzen heißt: Der Mensch ist bereit, jede Arbeit der Welt zu tun, wenn er den Vorteil an der Sache sieht – das, was er als Gegenleistung für seine Mühe erhält. Demnach sind „Mann des Jagens“ und „Mann des Feldes“ zwei Dinge, die in der Arbeit Mocha und Liba genannt werden. | ויש להבין מה הוא ההבדל בין איש ציד לאיש שדה. ולפי שאנו לומדים, שיש הבדל בין מוחא לליבא. כי מוחא, מפרש אאמו"ר, שהכוונה על בחינת אמונה למעלה מהדעת. וליבא פירושו רצון הלב, שהוא עובד רק לתועלת עצמו. היינו לתועלת עצמו, שהאדם מוכן לעשות את כל עבודה שבעולם, אם הוא יראה את הכדאיות שבדבר, מה שיקבל תמורה עבור יגיעתו. נמצא לפי זה, מה שאומר איש ציד ואיש שדה הם ב' דברים, הנקראים בעבודה מוחא וליבא. | Wir sollten den Unterschied zwischen einem kundigen Jäger und einem Mann des Feldes verstehen. Nach dem, was wir lernen, gibt es einen Unterschied zwischen dem Gehirn (Moach) und dem Herzen (Lev). Das “Gehirn”, erklärt Baal HaSulam, bezieht sich auf den Glauben über dem Verstand. Das “Herz” meint das Verlangen im Herzen, das nur zum eigenen Vorteil arbeitet. Zum eigenen Vorteil zu arbeiten bedeutet, dass ein Mensch bereit ist, jede Arbeit in der Welt zu tun, solange er einen Nutzen daraus zieht, also eine Gegenleistung für seine Anstrengung erhält. Wenn es also heißt „ein kundiger Jäger“ oder „ein Mann des Feldes“, sind das zwei Dinge, die in der Arbeit „Gehirn“ und „Herz“ genannt werden. |
15 | Mit dem Gesagten verstehen wir: Wenn die Schrift über Esau sagt, dass er „Mann des Jagens“ war, und man die Bedeutung von „Jagen“ anhand von Nimrod lernt, der den Verstand der Geschöpfe einfing und sie dazu verleitete, sich gegen den Schöpfer aufzulehnen – was ein Makel im Aspekt Mocha ist, also im Aspekt des Glaubens –, dann weiß man bereits daraus, wie man „Mann des Feldes“ auslegt: dass er, so wie er am Mocha einen Makel verursachte, auch am Liba einen Makel verursachte. Deshalb legt man „Mann des Feldes“ so aus, dass dies der Aspekt der Selbstliebe ist, das heißt, dass sein Feld der Aspekt war, Menschen auszurauben und sie zu töten. Und er hätte auf dem Feld die Wahl zum Guten treffen sollen, damit dort Segen ruhe. Doch er tat das Gegenteil und zog den Aspekt von Tod und Tötung auf dieses Feld herab. | ובהאמור נבין, אם הכתוב אומר על עשו, שהיה "איש ציד". ופירושו של "ציד" לומדים מנמרוד, שהיה צד דעתן של בריות ומטעה אותם למרוד בה', שהוא פגם בבחינת מוחא, היינו בבחינת אמונה. כבר מזה יודעים לפרש איש שדה, פירושו, כמו שפגם במוחא כן פגם בליבא. לכן מפרשים מהו איש שדה, שזהו בחינת אהבה עצמית, דהיינו שהשדה שלו היה בחינת לגזול בני אדם ולהרוג אותם. והוא היה צריך לעשות בחירה בהשדה לטוב, שישרה שם ברכה. והוא עשה להיפך, שהמשיך לשם בחינת מיתה והריגה להשדה הזה. | Dadurch verstehen wir, wenn die Schrift über Esau sagt, dass er “ein kundiger Jäger” war. Und wir von Nimrod lernen, was Jagen bedeutet, nämlich dass er die Meinungen der Menschen jagte und sie dazu verleitete, sich gegen den Schöpfer aufzulehnen. Er befleckte also den Aspekt des “Gehirns“ bzw. den Aspekt des Glaubens. Daher wissen wir, wie wir „ein Mann des Feldes“ interpretieren können. Es bedeutet, dass er nicht nur den Verstand, sondern auch das Herz befleckte. Deshalb interpretieren wir „ein Mann des Feldes“ als Eigenliebe, d.h. sein Feld bestand darin, Menschen auszurauben und sie zu töten. Er sollte das Gute für das Feld wählen, damit dort Segen herrschen würde. Doch er tat das Gegenteil und breitete Tod und Zerstörung auf diesem Feld aus. |
16 | Und im Sinne der spirituellen Arbeit ist es so auszulegen: Da der Mensch mit dem Verlangen zu empfangen erschaffen wurde und es um des Gebens willen korrigieren muss – und damit er die Möglichkeit zur Korrektur hat, also eine Wahl, dass nämlich der Mensch Tora und Mizwot um des Gebens willen erfüllt und nicht zum eigenen Nutzen –, wurden Zimzum und Verhüllung gemacht, so dass der Mensch gezwungen ist, die Arbeit im Aspekt des Glaubens über dem Verstand zu beginnen; denn innerhalb des Verstandes wurde die Verbergung gemacht, aus dem oben genannten Grund. | ובדרך העבודה יש לפרש, היות שהאדם נברא עם הרצון לקבל, וצריך לתקן אותו בעל מנת להשפיע, ובכדי שתהיה לו האפשרות לתקן, היינו שתהיה בחירה, כלומר שהאדם יקיים תו"מ בעל מנת להשפיע ולא לתועלת עצמו, נעשה צמצום והסתר, שהאדם מוכרח להתחיל בעבודה בבחינת אמונה למעלה מהדעת, כי בתוך הדעת נעשתה ההסתרה, מטעם הנ"ל. | In der Arbeit sollten wir interpretieren, dass der Mensch mit einem Verlangen zu empfangen erschaffen wurde und dieses in Richtung Absicht um zu geben korrigieren muss. Das bedeutet, eine Wahl zu haben, also dass ein Mensch Tora und Mizwot [Gebote/gute Taten] befolgt, um zu geben und sie nicht zu seinem eigenen Vorteil zu nutzen. Deshalb wurden Zimzum [Einschränkung] und eine Verhüllung gemacht, bei der ein Mensch die Arbeit in Form von Glauben über dem Verstand beginnen muss, da die Verhüllung innerhalb des Verstandes gesetzt wurde. |
17 | Dann beginnt die Arbeit im Aspekt der Wahl, das heißt, der Mensch muss das Joch des Königtums des Himmels auf sich nehmen. Das bedeutet „Joch“, wie bei einem Ochsen unter dem Joch: dass der Mensch nämlich – auch wenn der Körper sich weigert, etwas zu tun, solange er nicht sieht, was aus seiner Arbeit wird, denn dies ist die Natur, „was Gott erschaffen hat, um zu tun“ – dennoch sehen muss, was er tut, also was aus seiner Arbeit wird; er muss sehen, wer Genuss von der Arbeit hat, die er tut. | אז מתחיל העבודה בבחינת הבחירה, כלומר שהאדם צריך לקבל עול מלכות שמים, שפירושו עול, כדרך כשור לעול, היינו, אף על פי שאין הגוף מסכים לעשות דבר, אם אין הוא רואה את מה שנעשה מעבודתו, כי זה הטבע, אשר ברא אלקים לעשות, שהאדם מוכרח לראות מה שהוא עושה, כלומר מה נעשה מעבודתו, שהוא צריך לראות, מי נהנה מעבודתו שהוא עושה. | Hier beginnt die Arbeit im Aspekt der Wahl, was bedeutet, dass der Mensch die Last des Himmelreichs annehmen muss – „wie ein Ochse zur Last“. Mit anderen Worten: Obwohl der Körper zu keiner Handlung bereit ist, wenn er nicht sieht, was seine Arbeit bringt, muss der Mensch dennoch sehen, was er tut, das heißt, was mit seiner Arbeit gemacht wird, da er von Natur aus dazu erschaffen wurde. Er muss sehen, wer Freude an der Arbeit hat, die er ausführt. |
18 | Wenn sich der Mensch deshalb mit Tora und Mizwot befasst, will er sehen, wer seine Arbeit empfangen hat. Und da zum Zweck der Korrektur Verbergung und Verhüllung gemacht wurden, sieht und fühlt der Mensch nicht, wer seine Arbeit empfängt. Der Mensch muss nur über dem Verstand glauben, dass der Schöpfer seine Arbeit empfängt. Und der Körper will nicht glauben. | לכן כשהאדם עוסק בתורה ומצות, הוא רוצה לראות, מי קיבל את עבודתו. והיות שנעשה לצורך תיקון הסתר והעלם, אין האדם רואה ומרגיש, מי שמקבל את עבודתו. רק צריך להאמין למעלה מהדעת, שהקב"ה מקבל את עבודתו. והגוף לא רוצה להאמין. | Wenn sich ein Mensch deshalb mit Tora und Mizwot befasst, will er sehen, wer seine Arbeit empfängt. Er muss über dem Verstand glauben, dass der Schöpfer seine Arbeit empfängt, denn der Mensch sieht und spürt nicht, wer seine Arbeit empfängt, weil es eine Verhüllung und ein Verbergen zum Zweck der Korrektur gibt. Aber der Körper will nicht glauben. |
19 | Deshalb wurde uns diese Arbeit im Aspekt „wie ein Ochse unter dem Joch“ gegeben. Das heißt: So wie der Ochse unter Zwang arbeitet und gezwungen ist, das zu erfüllen, was der Hausherr will, so darf der Mensch den Körper nicht fragen, ob er das Joch von Tora und Mizwot auf sich nehmen will, sondern er muss mit ihm den Weg des Zwangs gehen und im Glauben an die Weisen glauben, dass dies der Weg der Wahrheit ist. | לכן ניתנה לנו עבודה זו בבחינת כשור לעול, כלומר, כמו שהשור עובד בכפיה והוא מוכרח לקיים מה שהבעל בית רוצה, כמו כן אין להאדם לשאול את הגוף, אם הוא רוצה לקבל על עצמו את עול תו"מ, אלא הוא צריך ללכת עמו על דרך הכפיה, ולהאמין באמונת חכמים, שכך היא הדרך האמת. | Aus diesem Grund wurde uns diese Arbeit „wie ein Ochse zur Last“ gegeben. Wenn also der Ochse durch Zwang arbeitet und gezwungen ist, das zu tun, was sein Besitzer will, darf der Mensch den Körper nicht fragen, ob er die Last von Tora und Mizwot auf sich nehmen will. Vielmehr muss er ihn zwingen und den Weisen glauben, dass dies der Weg der Wahrheit ist. |
20 | Und ebenso gibt es den Aspekt „und wie ein Esel unter der Last“, was den Aspekt Liba bedeutet, das heißt, dass der Mensch arbeiten muss, ohne eine Belohnung zu empfangen. Sagt man deshalb dem Körper, er soll ohne jede Gegenleistung arbeiten, so ist diese Arbeit ihm eine Last. Das heißt, der Körper will diese Last, die der Mensch ihn tragen lassen will, von sich abwerfen. Der Körper begreift nämlich, dass er eine Last tragen kann, selbst wenn nur ungewiss ist, ob man ihm Lohn für diese Arbeit gibt. Sagt man ihm aber: „Arbeite und schleppe Lasten ohne jede Bezahlung“, so will er diese Arbeit in jedem Augenblick loswerden. Dann heißt es „wie ein Esel unter der Last“, das heißt, dass der Mensch in diese Richtung gehen muss, auch wenn der Körper nicht einwilligt. Die Mühe erfolgt also auf zweierlei Weise: | וכמו כן יש בחינת וכחמור למשא, שפירושו הוא בחינת ליבא, היינו שהאדם צריך לעבוד שלא עמ"נ לקבל פרס. לכן כשאומרים להגוף, שיעבוד בלי שום תמורה, עבודה הזו היא עליו למשא. כלומר, שהגוף רוצה להוריד מעליו המשא הזה, מה שהאדם רוצה שהוא יסבול. היינו, הגוף מבין, שהוא יכול לשאת משא, אפילו על ספק שיתנו לו שכר עבור עבודה הזאת. אבל כשאומרים לו, תעבוד ותסחוב משאות בלי שום תשלום, עבודה זו הוא רוצה כל רגע להפטר מזה. אז אומרו כחמור למשא, היינו שהאדם צריך ללכת בכיוון זה אף על פי שהגוף לא מסכים. נמצא, שהיגיעה היא בשני אופנים: | Es gibt auch die Unterscheidung von „und wie ein Esel zur Last“, d.h. dies ist die Eigenschaft des Herzens. Mit anderen Worten: Ein Mensch soll nicht arbeiten, um eine Belohnung zu empfangen. Deshalb ist diese Arbeit eine Last für den Körper, wenn ihm gesagt wird, dass er ohne Belohnung arbeiten soll; und der Körper will diese Last, die der Mensch ihm aufbürden will, loswerden. Mit anderen Worten, der Körper versteht, dass er eine Last auch für eine zweifelhafte Belohnung für diese Arbeit tragen kann. Wenn ihm aber gesagt wird: „Arbeite und trage Lasten ohne jede Belohnung“, will er diese Arbeit sofort loswerden. Dann heißt es: „wie ein Esel zur Last“. Das heißt, ein Mensch muss in diese Richtung gehen, auch wenn der Körper damit nicht einverstanden ist. |
21 | 1) im Aspekt „wie ein Ochse unter dem Joch“, | א. בבחינת כשור לעול, | Daraus folgt, dass die Anstrengung auf zwei Arten erfolgt: 1.) wie ein Ochse zur Bürde, |
22 | 2) „wie ein Esel unter der Last“. | ב. כחמור למשא. | 2.) wie ein Esel zur Last. |
23 | Und wenn der Mensch den Weg Esaus geht, dann wird er „ein kundiger Jäger, ein Mann des Feldes“ genannt. Das ist wie oben, nämlich dass es ihm an Glauben mangelt – das wird „ein kundiger Jäger“ genannt, wie Nimrod –, dass der Körper sich gegen den Glauben an den Schöpfer auflehnen will, womit er einen Makel im Aspekt Mocha verursacht. Und außerdem ist er im Aspekt „Mann des Feldes“, das heißt, dass er Menschen ausraubt – was bedeutet, dass er den Aspekt des Menschen in sich beraubt und im Aspekt des Tieres bleibt, das nur sich selbst kennt und nicht den anderen. | ואם האדם הולך בדרך של עשו, אז האדם נקרא איש יודע ציד, איש שדה. דהיינו כנ"ל, היינו שחסר לו אמונה, שנקרא איש יודע ציד, כמו נמרוד, שהגוף רוצה למרוד באמונת ה', שהוא פוגם בבחינת מוחא. וגם הוא בבחינת איש שדה, היינו שהוא גוזל בני אדם, שפירושו, שהוא גוזל את בחינת האדם שבו, והוא נשאר בבחינת בהמה, שאין יודע רק את עצמו, ולא את הזולת. | Wenn ein Mensch auf dem Weg Esaus wandelt, wird er „ein kundiger Jäger, ein Mann des Feldes“ genannt. Das heißt, ihm mangelt es an Glauben, er wird „ein kundiger Jäger“ genannt, wie Nimrod, wenn der Körper gegen den Glauben an den Schöpfer rebellieren will, was die Eigenschaft „Gehirn“ (Moach) verunstaltet. Außerdem ist er „ein Mann des Feldes“, das heißt, er raubt Menschen aus. Das bedeutet, dass er den Aspekt des „Menschen“ in ihm raubt und er ein Tier bleibt, das nur sich selbst und keine anderen kennt. |
24 | Und das ist es, was geschrieben steht: „‚Mann des Feldes‘, um Menschen auszurauben und sie zu töten“. Das heißt: Wenn er den Aspekt des Menschen in sich beraubt und in den Aspekt des Tieres eintritt, das das Verlangen ist, für sich selbst zu empfangen, dann ist er im Aspekt „die Frevler werden zu ihren Lebzeiten ‚tot‘ genannt“, weil sie vom Leben der Lebendigen getrennt sind. Und dies wird der Aspekt Liba genannt. Und die Wahrheit ist, sagte mein Vater und Lehrer, dass im Wesentlichen der Aspekt Liba auf dem Menschen ruht, das heißt, dass er die Wurzel ist, die nicht glauben will – aus dem Grund, weil der Mensch mehr Genuss an dem hat, was er sieht und fühlt; deshalb will er sich nicht erniedrigen, mit geschlossenen Augen gehen und alles glauben, was unsere Weisen gesagt haben. | וזה שכתוב "איש שדה, כדי לגזול בני אדם ולהרוג אותם". זאת אומרת, אם הוא גוזל את בחינת אדם שלו, ונכנס לבחינת בהמה, שהיא רצון לקבל לעצמו, אז הוא בבחינת "רשעים בחייהם נקראים מתים", מטעם היותם נפרדים מחיי החיים. וזה נקרא בחינת ליבא. והאמת היא, אמר אאמו"ר זצ"ל, כי עיקר שורה על האדם בחינת ליבא, כלומר שהוא השורש, שאינו רוצה להאמין, מטעם, היות שיש יותר הנאה לאדם, מה שהוא רואה ומרגיש, לכן אין הוא רוצה להשפיל את עצמו, וללכת בעינים עצומות, ולהאמין את כל מה שאמרו חז"ל. | Es steht geschrieben: „ein Mann des Feldes, um Menschen auszurauben und zu töten.“ Das bedeutet, wenn er den „Menschen“ in sich raubt und in den Zustand eines „Tieres“ gerät, das nur das Verlangen hat, für sich selbst zu empfangen, dann befindet er sich in einem Zustand des „Die Frevler in ihrem Leben werden ‚tot‘ genannt“, denn sie sind vom Leben der Lebenden getrennt. Dies wird „Herz“ genannt. Baal HaSulam sagte, dass in Wahrheit die Eigenschaft des Herzens die wichtigste Eigenschaft des Menschen ist, was bedeutet, dass dies die Wurzel ist; dass er also nicht „glauben“ will, weil er mehr Genuss hat, wenn er sieht und fühlt. Er will sich deshalb nicht erniedrigen und mit geschlossenen Augen gehen und alles glauben, was unsere Weisen gesagt haben. |
25 | Und die wesentliche Grundlage ist der Glaube an die Weisen, wie geschrieben steht (Shabbat 31): „Eine Geschichte von einem Nichtjuden, der vor Shammai kam. Er sagte: ‚Wie viele Toras habt ihr?‘ Er sagte zu ihm: ‚Zwei: die schriftliche Tora und die mündliche Tora.‘ Er sagte zu ihm: ‚Der schriftlichen glaube ich dir, der mündlichen glaube ich dir nicht. Bekehre mich unter der Bedingung, dass du mich die schriftliche Tora lehrst.‘ Er fuhr ihn an und wies ihn mit einem Verweis hinaus. Er kam vor Hillel: ‚Bekehre mich.‘ Am ersten Tag sagte er zu ihm: ‚Alef, Bet, Gimel, Dalet.‘ Am nächsten Tag kehrte er es ihm um (etwa Taw, Shin, Resh, Kuf). Er sagte zu ihm: ‚Aber gestern hast du es mir doch nicht so gesagt.‘ Er sagte zu ihm: ‚Hast du dich nicht auf mich verlassen? Dann verlass dich auch in der mündlichen auf mich.‘“ Und Rashi legt aus: „‚Hast du dich nicht auf mich verlassen?‘ – Woher weißt du, dass dies ein Alef und dies ein Bet ist? Nur dadurch, dass ich es dich gelehrt habe und du dich auf mich verlassen hast; ‚so verlass dich auch in der mündlichen auf meine Worte.‘“ Wir sehen hieraus, dass Hillel zu ihm sagte, dass es ohne den Glauben an die Weisen überhaupt nichts gibt. | ועיקר היסוד הוא אמונת חכמים, כמו שכתוב (שבת ל"א) "מעשה בנוכרי אחד, שבא לפני שמאי. אמר, כמה תורות יש לכם. אמר לו, שתים. תורה שבכתב ותורה שבעל פה. אמר לו, שבכתב אני מאמינך, ושבעל פה איני מאמינך. גיירני על מנת שתלמדני תורה שבכתב. גער בו, והוציאו בנזיפה. בא לפני הלל. גיירני, יומא קמא. אמר ליה א. ב. ג. ד. למחר אפיך ליה, (כגון תשר"ק) אמר ליה, והא אתמול לא אמרת לי הכי. אמר ליה, לאו עלי דידי, קא סמכת, דעל פה נמי סמוך עלי". ופירוש רש"י, "לאו עלי קא סמכת", מנין אתה יודע, שזו אלף וזו בית, אלא שלמדתיך וסמכת עלי, "דעל פה נמי סמוך על דברי" [בא לפני הלל. גיירני, ביום הראשון. אמר לו א. ב. ג. ד. למחר הפך לו, (כגון תשר"ק) אמר לו הגוי, והרי אתמול לא אמרת לי כך. אמר לו,"לא עליי סמכת?, על תורה שבעל פה גם סמוך עליי". ופירוש רש"י, "ולא עליי סמכת אתמול?", מנין אתה יודע, שזו אלף וזו בית, אלא שלמדתיך וסמכת עליי, "על תורה שבעל פה גם סמוך על דברי"]. רואים אנו מכאן, שאמר לו הלל, שבלי אמונת חכמים אין שום דבר. | Doch die wichtigste Grundlage ist der Glaube an die Weisen, wie geschrieben steht (Shabbat 31): „Es gibt eine Geschichte über einen Nicht-Juden, der zu Shammai kam und sagte: ‚Wie viele Gesetze [Tora] habt ihr?‘ Er antwortete: ‚Zwei, die geschriebene Tora und die mündliche Tora.‘ Er sagte zu ihm: ‚Der geschriebenen Tora glaube ich, der mündlichen Tora nicht. Bekehre mich unter der Bedingung, dass du mich nur die schriftliche Tora lehrst.‘ Shammai wies ihn zurecht und schickte ihn fort. Er ging zu Hillel, der ihn sofort konvertierte. Am ersten Tag sagte er zu ihm: ‚Alef, Bet, Gimel, Dalet.‘ Am nächsten Tag kehrte Hillel die Buchstaben um. Der Nicht-Jude sagte: ‚Warum hast du gestern etwas anderes gesagt?‘ Er sagte zu ihm: ‚Vertraust du mir? Dann vertrau mir auch mit dem Mündlichen.'“ RASHI interpretiert „Vertraust du mir?“ als „Woher weißt du, dass dies Alef und dies Bet ist? Aber da ich dich gelehrt habe und du mir vertraust, vertraue mir auch bei der Mündlichkeit.“ Daran sehen wir, dass Hillel ihm sagte, dass es ohne den Glauben an die Weisen nichts gibt. |
26 | Die Angelegenheit des Glaubens ist jedoch ein Einwand des Verstandes. Das heißt, der Mensch sagt: Wenn er nicht über dem Verstand glauben müsste, sondern alles innerhalb des Verstandes wäre, dann würde er ohne jegliche Hemmnisse vorankommen. Aber er sagte, dass in Wahrheit das Verlangen zu empfangen – dass der Mensch nur zum eigenen Nutzen arbeiten will, wie ein Tier – die Ursache dafür ist, dass er nicht glauben kann. Das heißt, was der Mensch einwendet, dass es ihm schwerfällt, über den Verstand zu gehen, das rührt aus der Selbstliebe her, die der Aspekt des Tieres im Menschen ist, und das ist alles, was stört. Deshalb braucht man zwei Kräfte, für den Aspekt Mocha und für den Aspekt Liba. Und das ist es, was geschrieben steht: „wie ein Ochse unter dem Joch und wie ein Esel unter der Last“. | אבל ענין אמונה הוא טענה שכלית. כלומר, שהאדם אומר, אם הוא לא היה צריך להאמין למעלה מהדעת, אלא הכל היה בתוך הדעת, אז הוא היה מתקדם בלי שום מעצורים. אבל הוא זצ"ל אמר, שבאמת הרצון לקבל, שהאדם רוצה לעבוד רק לתועלת עצמו, כמו בהמה, זהו הסיבה שלא יכול להאמין. זאת אומרת, מה שהאדם טוען, שקשה לו ללכת למעלה מהדעת, זה נובע מאהבה עצמית, שהיא בחינת בהמה שבאדם, וזהו כל המפריע. לכן צריכים ב' כוחות, לבחינת מוחא ולבחינת ליבא. וזה שכתוב "כשור לעול וכחמור למשא". | Der Glaube ist jedoch ein Argument des Verstandes. Das heißt, ein Mensch sagt: „Wenn ich nicht über dem Verstand glauben müsste, sondern alles innerhalb des Verstandes wäre, käme ich ohne Hindernisse voran.“ Aber Baal HaSulam sagte, dass in Wahrheit der Wille zu empfangen – dass ein Mensch wie ein Tier nur um seines eigenen willens arbeiten will – der Grund ist, warum er nicht glauben kann. Wenn ein Mensch behauptet, dass es ihm schwerfällt, über den Verstand hinauszugehen, kommt das von der Eigenliebe, die das Tier im Menschen ist. Das ist alles, was stört. Aus diesem Grund sind zwei Kräfte erforderlich, der Verstand und das Herz, wie geschrieben steht: „Wie ein Ochse zur Bürde und wie ein Esel zur Last.“ |
27 | Wenn man deshalb das Feld korrigiert, also Malchut, die das Verlangen genannt wird, für sich selbst zu empfangen, sowohl im Aspekt Mocha als auch im Aspekt Liba, so wird dies „das Feld, das der Ewige gesegnet hat“ genannt, das bei Jakob gesagt wird. Und ebenso steht bei Isaak geschrieben: „Und Isaak ging hinaus, um auf dem Feld zu beten“, was die Angelegenheit der Korrektur von Malchut ist, wie oben. Anders verhält es sich mit dem Aspekt Esaus, der „Mann des Feldes“ genannt wird: In der Handlung sieht es so aus, als ginge er, um das Feld zu korrigieren, aber nicht im Aspekt der Absicht, die „um des Gebens willen“ genannt wird, was die ganze Korrektur von Malchut ist. | לכן אם מתקנים את השדה, היינו את המלכות, הנקראת רצון לקבל לעצמו, בין בבחינת מוחא ובין בבחינת ליבא, זה נקרא "שדה אשר ברכו ה'", הנאמר אצל יעקב. וכמו כן אצל יצחק כתוב "ויצא יצחק לשוח בשדה", שהוא ענין תיקון המלכות כנ"ל. מה שאין כן בחינת עשו, שהוא נקרא "איש שדה", שבמעשה נראה שהוא הולך לתקן את השדה, אבל בבחינת הכוונה הנקראת בעל מנת להשפיע, שזהו כל התיקון של המלכות. | Wenn wir also das Feld korrigieren, also Malchut, welche „Wille, für sich selbst zu empfangen“ heißt, sei es im Verstand oder im Herzen, dann heißt es „das Feld, das der Ewige gesegnet hat“, wie es über Jakob heißt. Und so steht es auch über Isaak geschrieben: „Und Isaak ging hinaus, um auf dem Feld zu beten“, was die Korrektur von Malchut ist. Aber bei Esau, der „ein Mann des Feldes“ genannt wird, sieht es hinsichtlich der Handlung so aus, als würde er das Feld korrigieren. Doch in der Absicht, die „um des Gebens willen“ genannt wird, was die ganze Korrektur von Malchut ist, kann man sich täuschen, denn das ist etwas, das dem Herzen unterliegt, und es ist von außen nicht erkennbar, um es kritisch zu prüfen. |
28 | Es gibt einen Bereich, in dem der Mensch sich selbst täuschen kann, da dies eine Sache ist, die dem Herzen anvertraut ist und von außen nicht erkennbar ist, so dass man sie überprüfen könnte. Anders ist es bei einer Sache, die in der Handlung liegt und sich nach außen offenbart: Da kann der Mensch überprüfen, ob er sich selbst täuscht oder nicht. Deshalb legt der Heilige Sohar aus, und dies sind seine Worte: „Und Esau sagte, er sei auf dem Feld, um zu beten, wie Isaak“, wie geschrieben steht: „Und Isaak ging hinaus, um auf dem Feld zu beten – doch er jagte und betrog Isaak“, was wie oben bedeutet, dass er auf das Feld trat, um zu beten, das heißt, er trat auf das Feld, um es zu korrigieren, wie Isaak. | יש מקום שהאדם יכול לרמאות עצמו, היות שזה הוא דבר המסור ללב, ולא ניכר מבחוץ, שיש באפשרות לעשות בקורת. מה שאין כן דבר שבמעשה, המתגלה לחוץ, האדם יכול לעשות בקורת, אם הוא מרמה עצמו או לא. לכן מפרש הזה"ק וזה לשונו "ועשו אמר, שהוא נמצא בשדה, כדי להתפלל, כמו יצחק", כמו שכתוב "ויצא יצחק לשוח בשדה, וציד ורימה את יצחק", שפירושו כנ"ל, שהוא נכנס בשדה כדי להתפלל, כלומר שנכנס בשדה, כדי לתקן אותו, כמו יצחק. | Anders verhält es sich mit Handlungen, die sich nach außen hin offenbaren; ein Mensch kann überprüfen, ob er sich selbst betrügt oder nicht. Deshalb interpretiert der Sohar: „Und Esau sagte, er sei auf dem Feld, um zu beten, wie Isaak“, so wie geschrieben steht: „Und Isaak ging hinaus, um auf dem Feld zu spazieren und zu jagen, und er täuschte Isaak.“ Das bedeutet, dass er auf das Feld ging, um zu beten, d.h. er betrat das Feld, um es zu korrigieren, wie Isaak, aber „er jagte“, wie Nimrod, der den Verstand der Menschen dazu verführte, sich gegen den Schöpfer aufzulehnen. Damit verführte Esau auch sich selbst, und von dort aus breitet sich auch der Raub aus, wie es heißt, „um Menschen zu berauben“. |
29 | Aber „doch er jagte“ – das bedeutet, dass er jagte wie Nimrod, also dass er den Verstand der Geschöpfe in die Irre führt, um sich gegen den Schöpfer aufzulehnen. Damit täuschte Esau sich selbst, und daraus geht auch der Aspekt des Raubens hervor, wie es heißt: „um Menschen auszurauben“. Und dies ist auf die Weise, wie unsere Weisen über Adam haRishon sagten, dass er ein Dieb war, indem er vom Baum der Erkenntnis aß, was bedeutet, dass er etwas aus dem Bereich des Einen herausnahm, also aus dem Bereich des Schöpfers. Das heißt, alles sollte für den Schöpfer sein. Und durch das Essen vom Baum der Erkenntnis fiel er in seinen eigenen Bereich, das heißt, dass er alles zum eigenen Nutzen empfangen wollte. | אבל וציד, שפירושו שציד, פירושו כמו נמרוד, היינו שמטעה את דעתן של בריות, כדי למרוד בה'. בזה הטעה את עצמו עשו, ומזה נמשך גם בחינת גזילה, כמו שאומר "כדי לגזול בני אדם". וזה על דרך שאמרו חז"ל על אדם הראשון, שאמרו, שגנב היה, בזה שאכל מעץ הדעת, שפירושו שהוציא מרשות היחיד, היינו מרשותו של הקב"ה. כלומר, שהכל צריך להיות עבור הקב"ה. וע"י אכילת עץ הדעת, הוא נפל לרשות עצמו, כלומר שהיה רוצה לקבל הכל עבור תועלת עצמו. | Es ist, wie unsere Weisen über Adam haRishon sagten. Er war ein Dieb, weil er vom Baum der Erkenntnis aß, also von der einzigen Herrschaft, nämlich der Herrschaft des Schöpfers, nahm. Mit anderen Worten: Alles muss um des Schöpfers willen geschehen, und indem er vom Baum der Erkenntnis aß, fiel er in seine eigene Herrschaft, das heißt, er wollte alles für seinen eigenen Nutzen empfangen. Ähnlich verhält es sich mit Esau, der das Feld betrat, was bedeutet, dass er Malchut korrigieren wollte. Äußerlich zeigte er nicht, dass er nicht um des Gebens willen arbeitete. Äußerlich, wie geschrieben steht, ging er hinein, um zu beten, wie Isaak, d.h. um das Feld zu korrigieren, welche Malchut ist. |
30 | Ebenso war es bei Esau, der auf das Feld trat, also um Malchut zu korrigieren: Äußerlich war nicht erkennbar, dass er nicht um des Gebens willen arbeitete. Vielmehr sagte Esau äußerlich, wie geschrieben steht, er trete ein, um zu beten, wie Isaak, also um das Feld zu korrigieren, das Malchut ist. Doch er täuschte sich selbst, nämlich in der Absicht: Was für den Bereich des Einen sein sollte, also um des Himmels willen, das war bei ihm im Aspekt „um Menschen auszurauben“. Das bedeutet: So wie Adam haRishon raubte, wie oben, indem er ein Dieb war, so tat auch Esau alles zum eigenen Nutzen, was man „die Menschen ausrauben“ nennt. | כמו כן עשו, שנכנס בשדה, היינו לתקן את המלכות, בחיצוניות לא היה ניכר, שאינו עובד בעל מנת להשפיע. אלא בחיצוניות אמר עשו, כמו שכתוב הוא נכנס כדי להתפלל, כמו יצחק, היינו לתקן את השדה, שהיא המלכות. אבל רימה את עצמו, היינו על הכוונה, מה שצריך להיות עבור רשות היחיד, היינו לשם שמים, הוא היה בבחינת "כדי לגזול בני אדם", שפירוש, כמו שאדם הראשון גזל, כנ"ל, שהיה גנב, כמו כן עשו עשה הכל לתועלת עצמו, שזה נקרא שגזל את בני אדם. | Doch er täuschte sich selbst, d.h. seine Absicht, die eigentlich für die Herrschaft um des Schöpfers willen hätte sein sollen, war stattdessen „um die Menschen zu berauben“. Das heißt, so wie Adam haRishon gestohlen hat und ein Dieb war, hat Esau alles um seines eigenen Willens getan. Das nennt man „Menschen ausrauben“. |
31 | Deshalb muss der Mensch, der eintritt, um die heilige Arbeit zu verrichten, also um aus allem Heiligkeit zu machen, sich vor der Äußerlichkeit hüten, dass er sich beim Vollbringen der Handlungen nicht selbst täusche, die eine Arbeit in Lo liShma (nicht um ihretwillen) sind. Und er muss zu seinem Körper sagen: „Ich befasse mich jetzt mit Tora und Mizwot in Lo liShma, und ich will dadurch zur Ausrichtung liShma (um ihretwillen) gelangen.“ Und er glaubt an die Worte unserer Weisen, die sagten: „Stets befasse sich der Mensch mit Tora und Mizwot in Lo liShma, und aus Lo liShma will ich zu liShma gelangen.“ Und er glaubt im Glauben an die Weisen, die sagten: „Das Licht darin bringt ihn zum Guten zurück.“ Und er wird dessen gewürdigt werden. | לכן האדם שנכנס לעבוד עבודת הקודש, היינו שיעשה מהכל קדושה, הוא צריך להיות נזהר מחיצוניות, שאל ירמה עצמו בעת עשיית המעשים, שהיא עבודה של שלא לשמה, והוא צריך לומר להגוף שלו, אני עוסק עתה בתו"מ שלא לשמה, ואני רוצה ע"י זה להגיע לכוון לשמה. והוא מאמין בדברי חז"ל, שאמרו, "לעולם יעסוק אדם בתו"מ שלא לשמה, ומתוך שלא לשמה אני רוצה לבוא לשמה". והוא מאמין באמונת חכמים, שאמרו, "המאור שבה מחזירו למוטב". ויזכה לזה. | Deshalb muss der Mensch, der mit der heiligen Arbeit alles in Kedusha [Heiligkeit] zu verwandeln beginnt, deshalb auf die Äußerlichkeiten aufpassen, damit er sich beim Ausführen der Handlungen nicht selbst betrügt, was die Arbeit in Lo liShma [nicht um Ihretwillen] ist. Er muss seinem Körper sagen: „Ich befasse mich mit Tora und Mizwot Lo liShma, und dadurch will ich zur Ausrichtung liShma [um Ihretwillen] kommen.“ Er glaubt an die Worte unserer Weisen: „Man sollte sich immer mit Tora und Mizwot im Aspekt von Lo Lishma befassen, und von Lo liShma will ich zu Lishma kommen. Er glaubt fest an die Weisen, die so sagten: „Das Licht in ihr korrigiert ihn“, und er wird damit belohnt werden. |
Was bedeutet in der Arbeit, dass Esau ein „Mann des Feldes“ genannt wurde?
Der Heilige Sohar sagt dort (Toldot 33, im Sulam Punkt 75), und dies sind seine Worte: „Hier steht geschrieben: ‚ein kundiger Jäger, ein Mann des Feldes‘. Und dort (bei Nimrod) steht geschrieben: ‚Er war ein gewaltiger Jäger vor dem Ewigen‘. Wie es dort bedeutet, dass er den Verstand der Geschöpfe einfing und sie dazu verleitete, sich gegen den Schöpfer aufzulehnen, so auch hier: ‚Mann des Feldes‘ bedeutet, Menschen auszurauben und sie zu töten. Und Esau sagte, er sei auf dem Feld, um zu beten, wie Isaak, wie geschrieben steht: ‚Und Isaak ging hinaus, um auf dem Feld zu beten‘ – doch er jagte und betrog Isaak.“
Man muss verstehen, was die beiden Dinge sind, die über Esau gesagt werden, also worin in der Arbeit der Unterschied zwischen einem „kundigen Jäger“ und einem „Mann des Feldes“ besteht. Außerdem muss man verstehen, was der Heilige Sohar dort sagt: „‚Mann des Feldes‘, weil sein Erbteil nicht an einem bewohnten Ort liegt, sondern an einem verödeten Ort, in der Wüste, auf dem Feld. Deshalb wird er ‚Mann des Feldes‘ genannt.“ Doch auch Noah wird „Mann des Erdbodens“ genannt, wie geschrieben steht: „Und Noah, der Mann des Erdbodens, begann.“ Ebenso steht über Isaak selbst geschrieben: „Und Isaak ging hinaus, um auf dem Feld zu beten.“ Und ebenso sagte Isaak über Jakob: „Und er sprach: ‚Siehe, der Duft meines Sohnes ist wie der Duft des Feldes, das der Ewige gesegnet hat.‘“ Woher also ergibt sich bei Esau, dass „Mann des Feldes“ bedeutet, Menschen auszurauben und sie zu töten? Dies ist im Sinne der spirituellen Arbeit auszulegen.
Bekanntlich steht geschrieben: „was Gott erschaffen hat, um zu tun“ – denn der Schöpfer hat die Welt mit der Absicht erschaffen, Seinen Geschöpfen Gutes zu tun. Zu diesem Ziel erschuf Er etwas Neues, das Verlangen genannt wird, Freude und Genuss zu empfangen. Und wie wir gelernt haben, richtet sich der Genuss am Guten und am Genuss, den Er geben will, nach dem Maß des Mangels und der Sehnsucht nach der Sache; denn die Sehnsucht bestimmt das Maß des Genusses, den man aus der Sache ziehen kann.
Zuerst also ging dieses Verlangen zu empfangen aus dem Aspekt „Etwas aus Nichts“ hervor. Und dies wird „was Gott erschaffen hat“ genannt. „Um zu tun“ ist der Aspekt der Korrektur der Schöpfung; denn weil es einen Unterschied zwischen dem Gebenden und dem Empfangenden gibt, besteht hier die Angelegenheit des „Brotes der Scham“ (Nahama deKisufa), also der Aspekt der Scham. Deshalb wurde es ermöglicht, eine Absicht um des Gebens willen zu fassen, also nicht zu empfangen – obwohl eine große Sehnsucht besteht, das Gute und den Genuss zu empfangen. Damit es dennoch keinen Aspekt der Scham gibt, wurde den Geschöpfen Arbeit gegeben.
Und diese Arbeit wird darum „Arbeit“ genannt, weil sie gegen die Natur ist, die der Schöpfer der Schöpfung gegeben hat. Denn das Schöpfungsziel, Seinen Geschöpfen Gutes zu tun, bedeutet: Alles, wovon man sagen kann, dass der Mensch es empfängt – also dass er ein Verlangen zu empfangen hat –, kommt vom Schöpfer, der diese Natur erschaffen hat. Dass er hingegen das Gute und den Genuss, die der Schöpfer geben will, nicht empfängt, das schreiben wir den Geschöpfen zu. Deshalb wird diese Korrektur – das Gute und den Genuss nicht zu empfangen, sondern nur unter der Bedingung, dass wir die Absicht um des Gebens willen haben – „tun“ genannt: dass die Geschöpfe dies tun müssen, obwohl es gegen die Natur ist.
Dieses Verlangen zu empfangen wird mit dem Namen Malchut bezeichnet, denn bekanntlich heißt das Kli (Gefäß) zum Empfangen der Lichter Malchut. Und wie wir lernen, lag über dieser Malchut der Zimzum (Einschränkung) und die Verhüllung, so dass Malchut, vom Aspekt des Verlangens her, für sich selbst zu empfangen, ohne Licht blieb. Nur in dem Maß, in dem man auf sie das Verlangen um des Gebens willen legen kann, weichen Zimzum und Verhüllung, und sie kann Fülle empfangen. Andernfalls wird Malchut „leerer, von Licht entblößter Raum“ genannt. Und daraus folgt, dass danach zwei Systeme entstanden, im Geheimnis von „das eine dem anderen gegenüber hat Gott gemacht“. So wie es nämlich ein ABYA (Azilut, Brija, Yezira, Assija) der Kedusha (Heiligkeit) gibt, so gibt es ihm gegenüber ein ABYA der Tuma (Unreinheit).
Malchut hat mehrere Namen, nämlich Land, Erdboden, Meer, Staub – je nachdem, was sie empfängt. Und aus dieser Malchut, die „Land“ genannt wird, ist der Mensch hervorgegangen, wie geschrieben steht: „Und der Ewige, Gott, bildete den Menschen, Staub vom Erdboden.“ Und dies ist der Aspekt Malchut, wie geschrieben steht: „Alles war aus dem Staub.“ Und es heißt darüber im Heiligen Sohar (Zaw, Blatt 62, im Sulam Punkt 173): „Alles war aus dem Staub, sogar der Sonnenball.“ Das bedeutet, dass alles, wovon man spricht, nur von den Lichtern spricht, die in den Gefäßen eingekleidet sind, wie bekannt ist, dass es kein Licht ohne Kli gibt. Und alle Kelim gehen aus Malchut hervor, die das Verlangen zu empfangen ist.
Das heißt, alles, wovon man spricht, spricht man nur von Malchut, die das Verlangen zu empfangen ist. Und sie findet sich sowohl in der Kedusha als auch in der Klipa (Schale). Der ganze Unterschied besteht darin, dass die Kedusha das Verlangen zu empfangen nur dann benutzt, wenn sie auf es ein Verlangen legen kann, das um des Gebens willen ist; andernfalls schränkt sie sich davon ein, das Verlangen zu empfangen zu benutzen.
Die Klipa hingegen will das Verlangen zu empfangen um des Empfangens willen benutzen. Das heißt: Wenn man sagt, dass der Mensch Gefäße des Gebens benutzt, so ist damit nicht gemeint, dass die Gefäße des Gebens etwas tun, denn die Gefäße des Gebens befinden sich nicht im Verlangen zu empfangen. Denn die ganze Schöpfung gilt nur als das Verlangen zu empfangen, weil man, wie bekannt ist, außer dem Verlangen zu empfangen alles dem Schöpfer zuschreibt, wie oben gesagt. Denn die Schöpfung wird „Etwas aus Nichts“ genannt. Und dies gilt gerade für den Aspekt des Mangels, den der Schöpfer erschaffen hat. Wenn wir jedoch sagen, dass der Mensch das Verlangen zu geben benutzt, so ist gemeint, dass das Verlangen zu empfangen nicht seinen eigenen Aspekt benutzt, sondern das Verlangen des Schöpfers, dessen Wille einzig ist, zu geben und nichts zu empfangen.
Mit dem Gesagten verstehen wir nun die Angelegenheit des „Feldes“, die bei Esau gesagt wird, der „Mann des Feldes“ genannt wird. Und wir sehen, dass auch Isaak auf das Feld hinausging, und auch bei Jakob steht geschrieben, dass Isaak sagte: „Siehe, der Duft meines Sohnes ist wie der Duft des Feldes, das der Ewige gesegnet hat.“ Die Bedeutung ist wie oben: „Feld“ wird Malchut genannt, also das Verlangen zu empfangen. Und dort gibt es die Angelegenheit der Wahl, ob man es um des Gebens willen korrigiert, was Kedusha genannt wird. Darüber sagte Isaak: „wie das Feld, das der Ewige gesegnet hat“.
Korrigiert man es hingegen nicht um des Gebens willen, sondern befasst sich mit dem Empfangen um des Empfangens willen, so wird dies „Mann des Feldes“ genannt, was eine Klipa ist, wie oben, denn dort wird ausgelegt: „‚Mann des Feldes‘, um Menschen auszurauben und sie zu töten“. Und so war es bei Esau. Bei Isaak hingegen steht geschrieben: „Und Isaak ging hinaus, um auf dem Feld zu beten“, denn er ging, um das Feld zu korrigieren, das der Aspekt Malchut ist – um zu korrigieren, dass der Aspekt Malchut, der das Verlangen zu empfangen ist, um des Gebens willen werde. Dies wird genannt, „die Welt im Reich Schaddais zu korrigieren“, denn bekanntlich heißt der Name Schaddai Jessod. Und Jessod wird „Jessod, der Gerechte“ genannt, der der Gebende ist; die Absicht ist, Malchut zu korrigieren, die der Aspekt des Empfangens ist, damit sie wie das Maß von Jessod werde, also um des Gebens willen. Und das ist die Bedeutung von „Und Isaak ging hinaus, um auf dem Feld zu beten“.
Ähnlich steht es bei Jakob geschrieben, dass Isaak sagte: „Siehe, der Duft meines Sohnes ist wie der Duft des Feldes, das der Ewige gesegnet hat.“ Das heißt, Isaak sah, dass Jakob Malchut korrigiert hatte, denn man sieht bereits den Segen des Schöpfers auf dem Feld ruhen, das der Aspekt Malchut ist.
Doch man muss verstehen, warum der Heilige Sohar das bei Esau gesagte Feld zum Tadel auslegt, wie oben. Und zwar deshalb, weil geschrieben steht „ein kundiger Jäger“ und danach „Mann des Feldes“. Und er legt „Mann des Jagens“ anhand von Nimrod aus, der „ein gewaltiger Jäger vor dem Ewigen“ war. Und der Heilige Sohar legt aus, dass dies bedeutet: „dass er den Verstand der Geschöpfe einfing und sie dazu verleitete, sich gegen den Schöpfer aufzulehnen“.
Und man muss verstehen, worin der Unterschied zwischen einem „Mann des Jagens“ und einem „Mann des Feldes“ besteht. Nach dem, was wir lernen, gibt es einen Unterschied zwischen Mocha (Verstand) und Liba (Herz). Denn Mocha, so legt mein Vater und Lehrer aus, bezieht sich auf den Aspekt des Glaubens über dem Verstand. Und Liba bedeutet das Verlangen des Herzens, das nur zum eigenen Nutzen arbeitet. Zum eigenen Nutzen heißt: Der Mensch ist bereit, jede Arbeit der Welt zu tun, wenn er den Vorteil an der Sache sieht – das, was er als Gegenleistung für seine Mühe erhält. Demnach sind „Mann des Jagens“ und „Mann des Feldes“ zwei Dinge, die in der Arbeit Mocha und Liba genannt werden.
Mit dem Gesagten verstehen wir: Wenn die Schrift über Esau sagt, dass er „Mann des Jagens“ war, und man die Bedeutung von „Jagen“ anhand von Nimrod lernt, der den Verstand der Geschöpfe einfing und sie dazu verleitete, sich gegen den Schöpfer aufzulehnen – was ein Makel im Aspekt Mocha ist, also im Aspekt des Glaubens –, dann weiß man bereits daraus, wie man „Mann des Feldes“ auslegt: dass er, so wie er am Mocha einen Makel verursachte, auch am Liba einen Makel verursachte. Deshalb legt man „Mann des Feldes“ so aus, dass dies der Aspekt der Selbstliebe ist, das heißt, dass sein Feld der Aspekt war, Menschen auszurauben und sie zu töten. Und er hätte auf dem Feld die Wahl zum Guten treffen sollen, damit dort Segen ruhe. Doch er tat das Gegenteil und zog den Aspekt von Tod und Tötung auf dieses Feld herab.
Und im Sinne der spirituellen Arbeit ist es so auszulegen: Da der Mensch mit dem Verlangen zu empfangen erschaffen wurde und es um des Gebens willen korrigieren muss – und damit er die Möglichkeit zur Korrektur hat, also eine Wahl, dass nämlich der Mensch Tora und Mizwot um des Gebens willen erfüllt und nicht zum eigenen Nutzen –, wurden Zimzum und Verhüllung gemacht, so dass der Mensch gezwungen ist, die Arbeit im Aspekt des Glaubens über dem Verstand zu beginnen; denn innerhalb des Verstandes wurde die Verbergung gemacht, aus dem oben genannten Grund.
Dann beginnt die Arbeit im Aspekt der Wahl, das heißt, der Mensch muss das Joch des Königtums des Himmels auf sich nehmen. Das bedeutet „Joch“, wie bei einem Ochsen unter dem Joch: dass der Mensch nämlich – auch wenn der Körper sich weigert, etwas zu tun, solange er nicht sieht, was aus seiner Arbeit wird, denn dies ist die Natur, „was Gott erschaffen hat, um zu tun“ – dennoch sehen muss, was er tut, also was aus seiner Arbeit wird; er muss sehen, wer Genuss von der Arbeit hat, die er tut.
Wenn sich der Mensch deshalb mit Tora und Mizwot befasst, will er sehen, wer seine Arbeit empfangen hat. Und da zum Zweck der Korrektur Verbergung und Verhüllung gemacht wurden, sieht und fühlt der Mensch nicht, wer seine Arbeit empfängt. Der Mensch muss nur über dem Verstand glauben, dass der Schöpfer seine Arbeit empfängt. Und der Körper will nicht glauben.
Deshalb wurde uns diese Arbeit im Aspekt „wie ein Ochse unter dem Joch“ gegeben. Das heißt: So wie der Ochse unter Zwang arbeitet und gezwungen ist, das zu erfüllen, was der Hausherr will, so darf der Mensch den Körper nicht fragen, ob er das Joch von Tora und Mizwot auf sich nehmen will, sondern er muss mit ihm den Weg des Zwangs gehen und im Glauben an die Weisen glauben, dass dies der Weg der Wahrheit ist.
Und ebenso gibt es den Aspekt „und wie ein Esel unter der Last“, was den Aspekt Liba bedeutet, das heißt, dass der Mensch arbeiten muss, ohne eine Belohnung zu empfangen. Sagt man deshalb dem Körper, er soll ohne jede Gegenleistung arbeiten, so ist diese Arbeit ihm eine Last. Das heißt, der Körper will diese Last, die der Mensch ihn tragen lassen will, von sich abwerfen. Der Körper begreift nämlich, dass er eine Last tragen kann, selbst wenn nur ungewiss ist, ob man ihm Lohn für diese Arbeit gibt. Sagt man ihm aber: „Arbeite und schleppe Lasten ohne jede Bezahlung“, so will er diese Arbeit in jedem Augenblick loswerden. Dann heißt es „wie ein Esel unter der Last“, das heißt, dass der Mensch in diese Richtung gehen muss, auch wenn der Körper nicht einwilligt. Die Mühe erfolgt also auf zweierlei Weise:
1) im Aspekt „wie ein Ochse unter dem Joch“,
2) „wie ein Esel unter der Last“.
Und wenn der Mensch den Weg Esaus geht, dann wird er „ein kundiger Jäger, ein Mann des Feldes“ genannt. Das ist wie oben, nämlich dass es ihm an Glauben mangelt – das wird „ein kundiger Jäger“ genannt, wie Nimrod –, dass der Körper sich gegen den Glauben an den Schöpfer auflehnen will, womit er einen Makel im Aspekt Mocha verursacht. Und außerdem ist er im Aspekt „Mann des Feldes“, das heißt, dass er Menschen ausraubt – was bedeutet, dass er den Aspekt des Menschen in sich beraubt und im Aspekt des Tieres bleibt, das nur sich selbst kennt und nicht den anderen.
Und das ist es, was geschrieben steht: „‚Mann des Feldes‘, um Menschen auszurauben und sie zu töten“. Das heißt: Wenn er den Aspekt des Menschen in sich beraubt und in den Aspekt des Tieres eintritt, das das Verlangen ist, für sich selbst zu empfangen, dann ist er im Aspekt „die Frevler werden zu ihren Lebzeiten ‚tot‘ genannt“, weil sie vom Leben der Lebendigen getrennt sind. Und dies wird der Aspekt Liba genannt. Und die Wahrheit ist, sagte mein Vater und Lehrer, dass im Wesentlichen der Aspekt Liba auf dem Menschen ruht, das heißt, dass er die Wurzel ist, die nicht glauben will – aus dem Grund, weil der Mensch mehr Genuss an dem hat, was er sieht und fühlt; deshalb will er sich nicht erniedrigen, mit geschlossenen Augen gehen und alles glauben, was unsere Weisen gesagt haben.
Und die wesentliche Grundlage ist der Glaube an die Weisen, wie geschrieben steht (Shabbat 31): „Eine Geschichte von einem Nichtjuden, der vor Shammai kam. Er sagte: ‚Wie viele Toras habt ihr?‘ Er sagte zu ihm: ‚Zwei: die schriftliche Tora und die mündliche Tora.‘ Er sagte zu ihm: ‚Der schriftlichen glaube ich dir, der mündlichen glaube ich dir nicht. Bekehre mich unter der Bedingung, dass du mich die schriftliche Tora lehrst.‘ Er fuhr ihn an und wies ihn mit einem Verweis hinaus. Er kam vor Hillel: ‚Bekehre mich.‘ Am ersten Tag sagte er zu ihm: ‚Alef, Bet, Gimel, Dalet.‘ Am nächsten Tag kehrte er es ihm um (etwa Taw, Shin, Resh, Kuf). Er sagte zu ihm: ‚Aber gestern hast du es mir doch nicht so gesagt.‘ Er sagte zu ihm: ‚Hast du dich nicht auf mich verlassen? Dann verlass dich auch in der mündlichen auf mich.‘“ Und Rashi legt aus: „‚Hast du dich nicht auf mich verlassen?‘ – Woher weißt du, dass dies ein Alef und dies ein Bet ist? Nur dadurch, dass ich es dich gelehrt habe und du dich auf mich verlassen hast; ‚so verlass dich auch in der mündlichen auf meine Worte.‘“ Wir sehen hieraus, dass Hillel zu ihm sagte, dass es ohne den Glauben an die Weisen überhaupt nichts gibt.
Die Angelegenheit des Glaubens ist jedoch ein Einwand des Verstandes. Das heißt, der Mensch sagt: Wenn er nicht über dem Verstand glauben müsste, sondern alles innerhalb des Verstandes wäre, dann würde er ohne jegliche Hemmnisse vorankommen. Aber er sagte, dass in Wahrheit das Verlangen zu empfangen – dass der Mensch nur zum eigenen Nutzen arbeiten will, wie ein Tier – die Ursache dafür ist, dass er nicht glauben kann. Das heißt, was der Mensch einwendet, dass es ihm schwerfällt, über den Verstand zu gehen, das rührt aus der Selbstliebe her, die der Aspekt des Tieres im Menschen ist, und das ist alles, was stört. Deshalb braucht man zwei Kräfte, für den Aspekt Mocha und für den Aspekt Liba. Und das ist es, was geschrieben steht: „wie ein Ochse unter dem Joch und wie ein Esel unter der Last“.
Wenn man deshalb das Feld korrigiert, also Malchut, die das Verlangen genannt wird, für sich selbst zu empfangen, sowohl im Aspekt Mocha als auch im Aspekt Liba, so wird dies „das Feld, das der Ewige gesegnet hat“ genannt, das bei Jakob gesagt wird. Und ebenso steht bei Isaak geschrieben: „Und Isaak ging hinaus, um auf dem Feld zu beten“, was die Angelegenheit der Korrektur von Malchut ist, wie oben. Anders verhält es sich mit dem Aspekt Esaus, der „Mann des Feldes“ genannt wird: In der Handlung sieht es so aus, als ginge er, um das Feld zu korrigieren, aber nicht im Aspekt der Absicht, die „um des Gebens willen“ genannt wird, was die ganze Korrektur von Malchut ist.
Es gibt einen Bereich, in dem der Mensch sich selbst täuschen kann, da dies eine Sache ist, die dem Herzen anvertraut ist und von außen nicht erkennbar ist, so dass man sie überprüfen könnte. Anders ist es bei einer Sache, die in der Handlung liegt und sich nach außen offenbart: Da kann der Mensch überprüfen, ob er sich selbst täuscht oder nicht. Deshalb legt der Heilige Sohar aus, und dies sind seine Worte: „Und Esau sagte, er sei auf dem Feld, um zu beten, wie Isaak“, wie geschrieben steht: „Und Isaak ging hinaus, um auf dem Feld zu beten – doch er jagte und betrog Isaak“, was wie oben bedeutet, dass er auf das Feld trat, um zu beten, das heißt, er trat auf das Feld, um es zu korrigieren, wie Isaak.
Aber „doch er jagte“ – das bedeutet, dass er jagte wie Nimrod, also dass er den Verstand der Geschöpfe in die Irre führt, um sich gegen den Schöpfer aufzulehnen. Damit täuschte Esau sich selbst, und daraus geht auch der Aspekt des Raubens hervor, wie es heißt: „um Menschen auszurauben“. Und dies ist auf die Weise, wie unsere Weisen über Adam haRishon sagten, dass er ein Dieb war, indem er vom Baum der Erkenntnis aß, was bedeutet, dass er etwas aus dem Bereich des Einen herausnahm, also aus dem Bereich des Schöpfers. Das heißt, alles sollte für den Schöpfer sein. Und durch das Essen vom Baum der Erkenntnis fiel er in seinen eigenen Bereich, das heißt, dass er alles zum eigenen Nutzen empfangen wollte.
Ebenso war es bei Esau, der auf das Feld trat, also um Malchut zu korrigieren: Äußerlich war nicht erkennbar, dass er nicht um des Gebens willen arbeitete. Vielmehr sagte Esau äußerlich, wie geschrieben steht, er trete ein, um zu beten, wie Isaak, also um das Feld zu korrigieren, das Malchut ist. Doch er täuschte sich selbst, nämlich in der Absicht: Was für den Bereich des Einen sein sollte, also um des Himmels willen, das war bei ihm im Aspekt „um Menschen auszurauben“. Das bedeutet: So wie Adam haRishon raubte, wie oben, indem er ein Dieb war, so tat auch Esau alles zum eigenen Nutzen, was man „die Menschen ausrauben“ nennt.
Deshalb muss der Mensch, der eintritt, um die heilige Arbeit zu verrichten, also um aus allem Heiligkeit zu machen, sich vor der Äußerlichkeit hüten, dass er sich beim Vollbringen der Handlungen nicht selbst täusche, die eine Arbeit in Lo liShma (nicht um ihretwillen) sind. Und er muss zu seinem Körper sagen: „Ich befasse mich jetzt mit Tora und Mizwot in Lo liShma, und ich will dadurch zur Ausrichtung liShma (um ihretwillen) gelangen.“ Und er glaubt an die Worte unserer Weisen, die sagten: „Stets befasse sich der Mensch mit Tora und Mizwot in Lo liShma, und aus Lo liShma will ich zu liShma gelangen.“ Und er glaubt im Glauben an die Weisen, die sagten: „Das Licht darin bringt ihn zum Guten zurück.“ Und er wird dessen gewürdigt werden.
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