1989/29 Was ist die Vorbereitung auf den Empfang der Tora in der Arbeit – 2
Unsere Weisen (Shabbat, Seite 17) sagten, dass sich die Vorbereitung der Gabe der Tora auf das Königreich der Priester, die Mizwa der Begrenzung und die Frage des Rückzugs bezog. Dies war für die Allgemeinheit.
Es gibt Menschen, die Tora und Mizwot [Mehrzahl von Mizva] im Allgemeinen befolgen, also einzig die Handlung ausführen. Sie verzichten dabei auf viele Dinge, nach denen sich der Körper sehnt. Und es kostet uns viel, nicht auf die Stimme des Körpers zu hören, was er verlangt. Vielmehr versuchen wir, die Stimme des Schöpfers zu hören und das zu tun, was der Schöpfer verlangt. Das heißt, wir annullieren unseren Willen gegenüber dem Willen des Schöpfers. Als Gegenleistung dafür wird er uns in dieser Welt und in der nächsten Welt eine Belohnung zahlen, wie es heißt: „Selig bist du in dieser Welt und selig in der kommenden Welt“. Das ist die Arbeit der Allgemeinheit.
Zudem gibt es die Arbeit des Einzelnen. Das heißt, dass sie Tora und Mizwot individuell einhalten wollen. Mit anderen Worten, es interessiert sie nicht, was die Allgemeinheit macht, sondern sie wollen wissen, warum der Schöpfer uns befohlen hat, Tora und Mizwot einzuhalten. Hat der Schöpfer einen Mangel, dass Er von jemandem einen Gefallen haben möchte und deshalb will, dass Tora und Mizwot erfüllt werden? Vielmehr hat der Schöpfer uns Tora und Mizwot zu unserem Nutzen gegeben. Also beginnen sie darüber nachzudenken und achten darauf, welcher Nutzen daraus für die Geschöpfe entsteht, wenn sie Tora und MIzwot einhalten. Das heißt, was verlieren sie, wenn sie dies nicht erfüllen, und was gewinnen sie, wenn sie tatsächlich erfüllen, was der Schöpfer uns geboten hat?
Und dies ist, wie die Weisen (Awot, Kapitel 2) sagten: „Und sei vorsichtig mit einer leichten Mizwa ebenso wie mit einer schweren, weil du nicht weißt, wie groß die Belohnung einer Mizwa gegenüber der Belohnung einer Übertretung einer Mizwa ist (die Freude, die man an der Übertretung genießt).“ Wenn sie also anfangen, über den Nutzen nachzudenken, Tora und Mizwot zu befolgen, wer also davon profitiert, dann erkennen sie, was die Weisen sagten (Awot, Kapitel 1): „Aber sei wie Sklaven, die dem Rabbi dienten, nicht um eine Belohnung zu erhalten – und die Ehrfurcht vor dem Himmel wird auf euch sein."
Die Tatsache, dass man nicht dafür arbeiten muss, um belohnt zu werden, bedeutet also, dass Tora und Mizwot nicht für den Schöpfer bestimmt sind, dass Er sie brauchen würde. Denn wenn es wahr wäre, dass er unsere Arbeit bräuchte, musste er natürlich bezahlen, so wie wir in der irdischen Welt für jemanden arbeiten. Da die Weisen sagten, man solle nicht arbeiten, um belohnt zu werden, bedeutet natürlich, dass diese Arbeit für uns ist, und wir in unserem eigenen Interesse handeln.
Wie kann man dann also sagen, dass jemand, der eine Arbeit ausübt, und dabei seinem eigenen Vorteil dient, er also die Arbeit braucht, von jemand Anderem einen Arbeitsplan bekommen hat, damit die Person weiß, wie man arbeitet – sollten wir behaupten, dass diese Person, die ihm den Arbeitsplan gab, auch für die Arbeit bezahlen sollte? In unserer Welt sehen wir das Gegenteil – dass die Person für den Arbeitsplan bezahlen muss, den sie bekommen hat, und nicht derjenige, der den Arbeitsplan gibt.
Dies ist ähnlich jemandem, der ein Haus bauen will. Er geht zu einem Ingenieur, der einen Plan für ihn ausarbeiten wird. Wer soll also zahlen? Bezahlt der Ingenieur die Person, für die er den Arbeitsplan ausgearbeitet hat oder bezahlt die Person den Ingenieur, damit er sein Haus bauen kann. Natürlich bezahlt die Person den Ingenieur.
Durch das oben Gesagten wird verständlich, dass der Schöpfer uns Tora und Mizwot gegeben hat, um uns zu korrigieren, damit wir die Struktur der Kedusha aufbauen können. Wer sollte für den Plan bezahlen? Sicherlich wir, denn ohne Tora und Mizwot, die unser Bauplan für die Struktur der Kedusha sind, würde es unmöglich sein, dass uns eine Struktur der Kedusha gebaut wird. Und so sagten die Weisen: „Wenn ich nicht für Tag und Nacht Bündnisse geschlossen hätte, könnte ich die Verordnungen des Himmels und der Erde nicht einhalten.“ Das bedeutet, dass ohne Tora und Mizwot, also die Verordnungen des Himmels und der Erde, die die Struktur der Welt sind, nichts existieren könnte. Jedoch, wenn wir die Welt nach Maßgabe der Tora bauen, kann die Welt existieren.
So können wir verstehen, dass wir, da wir dem Schöpfer nichts dafür zu zahlen haben, dass er uns den Plan der Tora gegeben hat, können wir Ihm nur dafür danken und loben. Wir sollten also nicht um eine Belohnung dafür bitten, dass wir Tora und Mizwot einhalten, also dafür, dass wir seinen Plan nutzen, um unser Haus zu bauen.
Menschen, die das verstehen, werden angesehen als „diejenigen, die auf individuelle Weise auf dem Weg des Schöpfers wandeln“. Sie haben eine andere Sicht auf das Thema, wie Tora und Mizwot befolgt werden gegenüber dem Verständnis der Allgemeinheit – dass der Schöpfer sie dafür bezahlen sollte, dass sie den Gesetzen der Tora folgen, was der Arbeitsplan des Schöpfers ist. Sie verstehen, dass der Schöpfer möchte, dass sie dem Plan folgen, den er ihnen gegeben hat, und dass dies zum Wohle des Schöpfers sein soll. Deshalb muss er für diese Arbeit, die seinem Plan entspricht, bezahlen.
Dies entspricht der Art und Weise, wie es die Weisen sagten (Midrash Rabba, Parasha 1, 1): „Eine andere Auslegung: Amon ist ein Handwerker [Uman]. Die Tora sagt: ‘Ich war das Werkzeug des Allmächtigen.’ Wenn ein König aus Fleisch und Blut einen Palast erbaut, baut er ihn nicht selbst, sondern mit der Fähigkeit eines Architekten. Und der Handwerker baut nicht mit seinem Verstand, sondern nimmt dafür Pläne und Diagramme (also Bücher, die verschiedene Zeichnungen von Gebäuden enthalten und nach denen der Handwerker einen Plan entwickelt, wie der Palast gebaut werden soll). So blickte der Schöpfer in die Tora und erschuf die Welt.“
Wir sollten verstehen, was uns das über eine Arbeitsweise lehrt. Wie wurde die Welt erschaffen, wenn der Schöpfer in die Tora blickte, was bedeutet, dass die Tora der Plan war, mit dem Er die Welt erschuf?
Wir sollten verstehen, was uns das über die Art der Arbeit lehrt, wie es zur Erschaffung der Welt kam, dass der Schöpfer in die Tora schaute, was bedeutet, dass die Tora der Plan ist, nach dem Er die Welt erschaffen hat.
Es ist bekannt, dass der Zweck der Schöpfung darin bestand, seinen Geschöpfen Gutes zu tun. Dies war der Grund für die Erschaffung der Welt. Aus diesem Grund schuf der Schöpfer in den Geschöpfen das Verlangen und die Sehnsucht, Genüsse zu empfangen. Und ohne Genuss ist es unmöglich zu existieren.
Und wie wir sehen, das jemand, der Selbstmord begeht, dies aus dem Grund macht, weil er nicht wahrnehmen kann, dass er Genuss von irgendwoher bekommen könnte, was wir “Gegenwart” nennen, und er sieht genauso wenig, dass er in der Zukunft Genuss empfangen kann. Stattdessen sieht er, dass die Welt für ihn dunkel ist und für ihn nicht leuchtet. Er hat also keinen anderen Rat, als sich selbst zu töten, denn er denkt, dass er dadurch der Qualen entkommen wird.
Deshalb ist die Tatsache, dass der Mensch immer Genuss empfangen möchte, der Natur entspringt, die der Schöpfer erschaffen hat, da jedes Geschöpf einzig danach strebt, Genuss zu empfangen. Alles, was wir „Bösen Trieb“ nennen, ist nichts anderes als diese Eigenschaft, genannt „Wunsch, Genuss zu empfangen, um die Sehnsucht zu befriedigen“.
Der Grund dafür, dass der Wunsch, für sich selbst zu empfangen, „Böser Trieb“ genannt wird, kann in Bezug auf die Korrektur der Schöpfung erklärt werden. Das heißt, wenn das Geschöpf vom Schöpfer empfängt, gibt es eine Ungleichheit der Form. Daraus folgt, dass der Mensch sich schämt, wenn er von seinem Freund empfängt. Deshalb schämt sich der Mensch, das Brot der Scham zu essen. Daraus folgt, dass falls der Mensch, wenn er mit den Gefäßen des Empfangens den Genuß und die Freude empfangen würde, er sich unwohl fühlen würde. Daher wird eine Korrektur vorgenommen, die besagt, dass ein Mensch solange nicht in der Lage ist, Genuss und Freude zu empfangen, solange er die Gefäße des Verlangens, für sich selbst zu empfangen, nicht ersetzt hat. Daraus folgt, dass alles, was den Empfang des Genusses und die Freude verhindert, der Wunsch ist, für sich selbst zu empfangen. Daher ist dieser Wunsch der Böse Trieb.
Aber wie kann er annulliert werden, wie es geschrieben steht: „Annulliere Deinen Willen vor seinem Willen“? Er ist die Tora, wie die Weisen sagten: „Der Schöpfer sagte: Ich habe den Bösen Trieb erschaffen, ich habe die Tora als Gewürz erschaffen.“ Das bedeutet, dass der Schöpfer sagt: “Ich habe den Wunsch erschaffen, Genuss zu empfangen, und das ist die Natur der Schöpfung, da es heißt, dass die Schöpfung „Existenz aus dem Nicht-Existierenden“ genannt wird, was bedeutet, dass hier etwas Neues geschaffen wurde.” TEXT FEHLT Dies wurde über das Verlangen zu empfangen gesagt. Das bedeutet, „das Licht in ihm korrigiert ihn“.
Das bedeutet, gäbe es keine Tora, würde die Welt nicht existieren. Denn aufgrund des Verschwindens und Verbergens, das zur Korrektur der Welt erschaffen wurde, müssten die Geschöpfe in der Dunkelheit und ohne Licht bleiben. Von Natur aus würde die Welt nicht existieren. Das ist die Bedeutung davon, dass der Schöpfer in die Tora geschaut hat, die Tora also der Arbeitsplan ist. Das heißt, nach diesem Plan wird die Welt durch die Tora entstehen und aufgebaut werden. Das ist die Bedeutung von: „Ich habe den Bösen Trieb erschaffen, Ich habe die Tora als Gewürz erschaffen.“
In Bezug auf das Erlernen der Tora sagten unsere Weisen (Chagiga 13): „Ein Wort der Tora darf nicht an einen Götzendiener gegeben werden, wie es heißt: ‘Er hat das keinem Volk gegeben, und die Verordnungen kundgetan." Und es ist notwendig zu verstehen, was Götzendiener in der Arbeit sind. In unserer Arbeit lernen wir, dass sich alles in einem einzigen Körper befindet, wie im Heiligen Sohar geschrieben steht, dass der Mensch eine kleine Welt ist. Wer sind also Götzendiener in der Arbeit, und was ist Israel in der Arbeit?
Wir haben bereits darüber gesprochen, dass „Israel“ bedeutet, dass er möchte, dass alle seine Handlungen dem Schöpfer zuliebe sind und nicht zu seinem eigenen Nutzen. Das wird Yashar-El genannt [direkt zum Schöpfer]. Das bedeutet, dass alle Handlungen direkt für den Schöpfer sind. Götzendiener wollen genau das Gegenteil: Alle ihre Handlungen sollen dem eigenen Nutzen dienen. Das heißt, er möchte zwei Herrscher haben. Genuss und Freude aus der Herrschaft des Schöpfers möchte er in die eigene Herrschaft ziehen.
Das heißt, er möchte, dass es auf der Welt zwei Herrscher gibt – die Herrschaft des Allmächtigen und seine eigene Herrschaft. Das wird “Götzendiener” genannt. Es ist also eine Arbeit, die uns fremd ist. Die Bedeutung von „Israel“ hingegen bedeutet, dass er zum Wohle des Schöpfers arbeitet. Das bedeutet, dass er als ein „Arbeiter des Schöpfers” angesehen wird, dessen Handlungen zum Wohle des Schöpfers sind. Das ist nicht der Fall, wenn ein Mensch für sich selbst arbeitet, zum eigenen Vorteil und nicht zum Nutzen des Schöpfers. Das wird als Götzendiener angesehen und nicht als Arbeit für den Schöpfer.
Das bedeutet, dass der ganze Unterschied zwischen Götzendienern und Israel in Bezug auf die Arbeit darin besteht, dass „Israel“ genannt wird, wer für den Schöpfer arbeiten will, und obwohl er immer noch vom Bösen Trieb versklavt ist und er ihn nicht unterwerfen kann, geht er auf dem Weg zum Nutzen des Schöpfers. Deshalb wird er als “Israel” betrachtet, da er diese Stufe erreichen will.
Aber wenn ein Mensch in einem Zustand von "Israel" arbeiten will, der, wie wir gesagt haben, als Arbeit im Zustand von "Individuen" angesehen wird, dann steht alles Böse in einem Menschen gegen ihn. Das heißt, bevor er sich entschied, auf dem Weg "Israel" zu gehen und seine Arbeit in der Art der Allgemeinheit zu tun, schaute er sich die Dinge an, die er tat, und glaubte, dass er für jede einzelne Handlung eine Belohnung empfangen würde – eine Belohnung in dieser Welt und eine Belohnung in der nächsten Welt. Es fiel ihm leicht, gute Taten zu vollbringen, weil dies nicht gegen den Bösen Trieb, den sogenannten "Willen, für sich selbst zu empfangen”, verstieß.
Aber jetzt, wo er arbeiten will, um seine eigene Herrschaft zu annullieren und nur noch eine Herrschaft in der Welt zu haben – die Herrschaft des Schöpfers –, widerspricht der Wille, für sich selbst zu empfangen. Dann kommt die Frage des Bösen, der fragt: "Was ist die Arbeit für euch? Wenn ihr nicht um euretwillen arbeiten wollt, was habt ihr dann davon?" Darauf gibt es keine Antwort, sondern wie es geschrieben steht: "Schlag ihm die Zähne aus."
Daraus folgt, dass der Mensch dann Hilfe braucht, um sich aus der Herrschaft des Bösen Triebes zu befreien. Zu diesem Zeitpunkt bleibt ihm nur das, was der Schöpfer gesagt hat: "Ich habe den Bösen Trieb erschaffen; Ich habe die Tora als Gewürz erschaffen." Daraus folgt, dass der Mensch jetzt wirklich die Hilfe der Tora braucht, um sich aus der Herrschaft des Bösen Triebes zu befreien.
Was sollte man tun, um sich selbst vorzubereiten, um die Tora zu empfangen? Es ist das Verlangen nach der Tora, und der Bedarf danach wird Kli [Gefäß] genannt. Ohne einen Mangel kann es keine Füllung geben. Das ist vergleichbar mit einem Menschen, der seinen Freund fragt, wenn er ihn abends zu einem Essen einlädt, das er für ihn vorbereitet hat: "Wie soll ich mich auf das Essen bei dir vorbereiten?" Er wird ihm wahrscheinlich sagen: "Achte darauf, dass du nicht zu Hause isst, bevor du zu mir kommst, denn sonst kannst du nicht bei mir essen."
Auch um die Tora zu empfangen, muss sich der Mensch vorbereiten – er muss ein Verlangen haben, das man Kli nennt und das die Tora füllen kann. Das gilt besonders, wenn er um des Schöpfers willen arbeiten will, denn dann stößt er auf den Widerstand des Körpers, der schreit: "Was soll diese Arbeit für dich?" Aber der Mensch glaubt an die Weisen, die gesagt haben, dass nur die Tora den Menschen von der Herrschaft des Bösen Triebs befreien kann. Das kann nur von denen gesagt werden, die "Israel" sein wollen, also Yashar-El [direkt zum Schöpfer]. Sie sehen, dass der Böse Trieb sie nicht aus seiner Herrschaft herauskommen lässt, und dann haben sie den Bedarf, die Tora zu empfangen, damit das Licht der Tora sie korrigiert.
Jetzt können wir verstehen, was unsere Weisen sagten: "Einem Götzendiener soll kein Wort der Tora gelehrt werden, wie gesagt wurde: 'Er hat es für kein anderes Volk getan, und sie sollen die Verordnungen nicht kennen'", denn sie haben keinen Bedarf an der Tora. Wer eine Arbeit tut, die uns fremd ist, also um seines eigenen Willens, kann ohne die Tora leben, denn er braucht die Hilfe der Tora nicht. Nur Israel – diejenigen, die um Seinetwillen arbeiten wollen – brauchen das Licht der Tora, denn "das Licht in ihr korrigiert ihn." Das heißt, es ist unmöglich, das Böse in ihm ohne die Tora zu besiegen.
So können wir interpretieren, was unsere Weisen sagten: "Die Tora existiert nur in dem, der sich für sie aufopfert [wörtlich: tötet]." Wir sollten das Wort "existiert" verstehen. Was sagt es uns? Wir sollten das so interpretieren, wie unsere Weisen sagten: "Der Schöpfer sagte: 'Ich habe den Bösen Trieb erschaffen; Ich habe die Tora als Gewürz erschaffen.'" Das heißt, die Tora soll ein Gewürz sein. Bei wem ist das so, denn "Es gibt kein Licht ohne ein Kli, keine Füllung ohne einen Mangel"?
Aus diesem Grund sagten sie, dass diejenigen, die sich selbst töten wollen, d.h. den Willen, um ihrer selbst willen zu empfangen, töten wollen und alles um des Schöpfers willen tun wollen, sehen, dass sie das nicht aus eigener Kraft tun können. Zu ihnen sagte der Schöpfer: "Ich habe den Bösen Trieb erschaffen; Ich habe die Tora als Gewürz erschaffen."
Aber bei denen, die sich nicht annullieren wollen und stattdessen wollen, dass es zwei Herrschaften gibt – was bedeutet, dass die Herrschaft des Menschen bestehen bleibt und der Schöpfer ihnen die Freude und den Genuss, über die er verfügt, übergibt – gibt es die Tora nicht. Das heißt, die Tora wird nicht zu einem Gewürz für sie, denn sie wollen nicht, dass sie ein Gewürz ist, und wenn es kein Verlangen und keinen Bedarf gibt, die ein Kli sind, gibt es auch kein Licht.
Jetzt können wir verstehen, warum es verboten ist, Götzendienern in der Arbeit Tora zu lehren. Es bedeutet, dass einer, der eine Arbeit ausübt, die uns fremd ist, also für sich selbst arbeitet, da die Tora für den Bösen Trieb ist, so dass einer, der sie aufheben will, es aber nicht kann, über ihn gesagt wurde: "Ich habe den Bösen Trieb erschaffen; Ich habe die Tora als Gewürz erschaffen."
Wer aber um seines eigenen Willens arbeiten will – was Götzenanbetung ist –, hat keinen Bedarf an der Tora. Wenn er deshalb Tora lernt, wird die Tora in ihm nicht in dem Sinne wirken, wie die Tora wirken soll. Was ist also die Vorbereitung für das Empfangen der Tora? Der Bedarf an der Hilfe der Tora. Und das geschieht, indem man alles um Seinetwillen auf den Schöpfer ausrichten will. Dann brauchen wir die Tora, damit sie Hilfe leistet.