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1987/26 Was ist ein leichtes Gebot?

Die Schrift sagt (5. Mose 7,12–13): „Und es wird sein: Weil ihr hört … wird der Schöpfer, dein Gott, dir den Bund halten, den Er deinen Vätern geschworen hat, und Er wird dich lieben und segnen.“ Rashi erklärt zu „Und es wird sein: Weil (Ekev) ihr hört“: Wenn die Gebote leicht sind, die der Mensch mit der Ferse (Ekev) tritt, „so hört ihr“, „und Er wird halten“ – Er wird dir Seine Zusage halten. So weit seine Worte.

Das will verstanden sein. Wenn die Gebote leicht sind, die der Mensch mit der Ferse tritt, kann der Schöpfer also geben, was Er den Vätern versprochen hat – und wenn man die leichten Gebote nicht erfüllt, kann Er nicht geben, was Er uns versprochen hat?

Man kann nicht sagen, gemeint sei, dass man auch die leichten Gebote halten muss; dann hätte es einfach heißen müssen: Fehlt auch nur eine Mizwa von den 613 Mizwot, so empfangt ihr nicht, was Er den Vätern versprochen hat. Aus der Formulierung „leichte Gebote“ geht aber hervor: gerade weil es leichte Gebote sind, kann der Schöpfer das Gute und den Genuss nicht geben. Warum also sind gerade die leichten Gebote der Grund – als hielten sie auf, dass den Geschöpfen Gutes und Genuss gegeben wird?

Nun sagten die Weisen (Sprüche der Väter 2): „Sei bei einer leichten Mizwa so achtsam wie bei einer schweren, denn du kennst nicht den Lohn der Mizwot.“ Auch hier bleibt zu klären: Was heißt „leichte Mizwa“ und was „schwere Mizwa“? Ebenso ist der Grund zu verstehen, warum man bei einer leichten Mizwa so achtsam sein soll wie bei einer schweren. Hier scheint es nämlich, dass wir nur deshalb bei einer leichten Mizwa so achtsam sein sollen wie bei einer schweren, weil wir den Lohn der Mizwot nicht kennen. Würden wir aber den Lohn der Mizwot kennen, so wäre es erlaubt, in der Achtsamkeit einen Unterschied zu machen – kann man das wirklich sagen?

Um das zu verstehen, müssen wir zunächst wissen, wozu uns die 613 Mizwot zur Erfüllung gegeben wurden – zu wessen Nutzen sie gegeben sind. Die Weisen sagten (Sprüche der Väter 1): „Rabbi Chananja ben Akaschja sagt: Der Schöpfer wollte Israel läutern, darum gab Er ihnen Tora und Mizwot in Fülle.“

Im Aufsatz „Einführung in die Weisheit der Kabbala“ (Punkt 1) erklärt er dort die Wendung „Israel läutern“: Sie kommt von „Reinheit und Läuterung (Hisdakchut)“ und bedeutet, dass wir durch Tora und Mizwot zur Läuterung gelangen. Er erklärt dort auch, worin wir uns läutern müssen. Er sagt: Von Natur aus sind wir mit dem Verlangen zu empfangen zum eigenen Nutzen geboren, und das trennt uns vom Schöpfer; denn im Spirituellen bewirkt die Veränderung der Form Entfernung und Trennung. Wir sollen aber zur Angleichung der Form gelangen, die „Kraft des Gebens“ heißt – und das ist gegen unsere Natur. Darum fällt uns die Arbeit mit der Absicht zu geben schwer. Aus diesem Grund wurden uns Tora und Mizwot gegeben: Durch sie können wir die Kraft zur Überwindung erlangen und mit der Absicht zu geben arbeiten.

Demnach lässt sich „Der Schöpfer wollte Israel läutern“ so deuten: Durch die Läuterung sollen sie würdig werden, das Gute und den Genuss zu empfangen, das Er uns geben wollte – und für das wir keine Gefäße hatten, die zur Fülle passten. Tora und Mizwot sind uns also als Vorbereitung gegeben: Indem wir uns selbst läutern, können wir das Gute und den Genuss empfangen.

Daraus folgt, dass die Erfüllung von Tora und Mizwot zu unserem Nutzen geschieht – nämlich, dass wir dadurch das Gute und den Genuss empfangen können. Wann also kann der Mensch das Gute und den Genuss empfangen? Gerade dann, wenn er ohne Lohn arbeiten kann. Das heißt: Gerade wenn er nicht auf den eigenen Nutzen bedacht ist und alle seine Handlungen allein dem Schöpfer dienen, ist er fähig, das Gute zu empfangen. Denn dann hat er bereits die Angleichung der Form, und er hat Gefäße, in denen die Fülle bestehen kann, ohne verdorben zu werden – Gefäße, die von Selbstliebe rein sind. Sie sind vielmehr mit dem Verlangen zu geben hergerichtet. Darum stimmen sie mit der Fülle überein, die ja allein daraus kommt, dass Sein Verlangen das Geben ist. Und in solchen Gefäßen kann die Fülle bestehen.

Auf den ersten Blick scheint es so: Was muss einer tun, der Gutes und Genuss empfangen, die Welt genießen und ein glückliches Leben haben will? Gefäße des Gebens erlangen, um danach Gutes und Genuss empfangen zu können. Demnach ließe sich sagen, er befasse sich mit dem Geben, um danach das Empfangen zu erlangen. Das gleicht einem, der gibt, um zu empfangen – was „lo liShma“ (nicht um Ihretwillen) heißt.

Die Antwort lautet: In Wahrheit soll der Mensch danach streben, dem Schöpfer anzuhaften – also dahin gelangen, in seinen Gliedern zu spüren, dass jeder Genuss, den er empfangen will, auf dem Weg der Wahrheit liegt. Die Wahrheit ist: Der Mensch soll in einen Zustand kommen, in dem er aus vollem Herzen sagen kann: „Gepriesen sei unser Gott, der uns zu Seiner Ehre erschuf.“

Das heißt: Der Mensch dankt dem Schöpfer von Herzen dafür, dass Er ihn zur Ehre des Schöpfers erschaffen hat – also dafür, dass er die Ehre des Schöpfers in der Welt mehren soll, sodass alle Seine Größe, gepriesen sei Er, in der Welt sehen.

So steht es geschrieben (Midrash Rabba, Bereshit): „Als der Schöpfer den Menschen erschaffen wollte, sprachen die Engel vor Ihm, gepriesen sei Er: ‚Was ist der Mensch, dass Du seiner gedenkst, und das Menschenkind, dass Du auf es achtest? Wozu diese Mühe?‘ Womit lässt sich das vergleichen? Mit einem König, der einen Turm voll alles Guten besaß, aber keine Gäste hatte. Welchen Genuss hat der König davon, dass er ihn gefüllt hat? Sofort sprachen sie vor Ihm: ‚Tu, was Dir wohlgefällt.‘“

Wir müssen verstehen, was uns dieser Streit lehrt, der zwischen dem Schöpfer und den Engeln stattfand – als hätte der Schöpfer ihre Zustimmung zur Erschaffung des Menschen gebraucht. Man kann es so deuten: Der Streit mit den Engeln soll uns das Ziel der Erschaffung des Menschen lehren, also wozu der Mensch erschaffen wurde. Der Schöpfer sagte ihnen: Was ist eure Frage – „Was ist der Mensch, dass Du seiner gedenkst“?

Das heißt: Die Engel fragten, was der Mensch davon haben kann, dass Du die Welt zu dem Zweck erschaffen hast, Deinen Geschöpfen Genuss zu bereiten, und ihm dazu das Verlangen eingeprägt hast, Freude und Genuss zu empfangen. Er wird ja in der Form von Dir verschieden sein, ohne jede Anhaftung und Verbindung mit Dir – wie soll er da fähig sein, das Gute und den Genuss zu empfangen? Der Schöpfer antwortet darauf: Der Mensch wird mit der Absicht zu geben arbeiten und nicht mit der Absicht zu empfangen, wie ihr denkt.

Sie aber werden sagen: Der König hat doch den Turm voll alles Guten erschaffen – welchen Genuss hat der Schaffende, wenn er keine Gäste hat? Diesem Gleichnis entsprechend wird der Mensch das Gute und den Genuss empfangen. Das heißt: Auf den eigenen Nutzen verzichtet der Mensch und will nichts empfangen; vielmehr will er ein Gebender sein, der gibt, um zu geben. Doch weil der König keinen Genuss daran hat, einen Turm voll alles Guten erschaffen zu haben, darum wollen sie das Gute und den Genuss empfangen.

Damit verstehen wir, was wir fragten: Auf den ersten Blick scheint es, wenn der Mensch arbeitet, um Gefäße des Gebens zu erlangen, sei die Absicht, dass er durch sie das Gute und den Genuss empfangen kann. Und das sähe wohl so aus, als gäbe er, um zu empfangen – was „lo liShma“ heißt.

Die Antwort lautet: Nachdem der Mensch die Stufe liShma (um Ihretwillen) erreicht hat – das heißt, dass er für sich selbst das Gute und den Genuss nicht zu empfangen braucht, weil er bereits die Stufe liShma erlangt hat –, greift das Gleichnis, mit dem der Schöpfer den Engeln antwortete: Es gleicht einem König, der einen Turm voll alles Guten hat, aber keine Gäste. Welchen Genuss hat der König davon, dass er den Turm voll alles Guten geschaffen hat?

In dieser Absicht geht der Mensch daran, das Gute und den Genuss zu empfangen. Das nennt man: Er „empfängt das Gute und den Genuss, um zu geben“. Damit der Schöpfer Genuss daran hat, dass Er den Turm voll alles Guten gemacht hat und Gäste bekommt, bemüht sich der Mensch, unter den Gästen zu sein, die das Gute und den Genuss empfangen – weil der Schöpfer daran Genuss hat.

Darum heißt es, dass wir sagen sollen: „Gepriesen sei Er, unser Gott, der uns zu Seiner Ehre erschuf.“ Das heißt: Dass wir von Ihm Gutes und Genuss empfangen, geschieht in der Absicht, allen die Ehre des Schöpfers verkünden zu können – dadurch, dass sie das Ziel der Schöpfung empfangen, nämlich Sein Verlangen, Seinen Geschöpfen Gutes zu tun. Das nennt man „die Offenbarung Seiner Göttlichkeit, gepriesen sei Er, an Seine Geschöpfe“. Das ist der Grund, warum er das Gute und den Genuss empfangen will.

Aus dem Gesagten folgt: Der Untere beabsichtigt nicht, Lohn für seine Arbeit zu empfangen. Alles, was er will und vom Schöpfer erbittet, ist allein, dass Er ihm hilft, dem Schöpfer Wohlgefallen bereiten zu können. Denn der ganze Körper widersetzt sich dieser Meinung – nämlich nichts zum eigenen Nutzen zu tun, sondern nur das, woraus dem Schöpfer Wohlgefallen entsteht. Und darauf besteht er und bittet den Schöpfer um Hilfe, dass er seinen Körper besiegen kann und die Kraft erhält, die Selbstliebe zu überwinden.

Damit lässt sich auslegen, was die Weisen sagten: „Sei bei einer leichten Mizwa so achtsam wie bei einer schweren, denn du kennst nicht den Lohn der Mizwot.“ Wir fragten: Hier scheint es, dass wir auf den Lohn schauen – denn sie sagten, weil du den Lohn nicht kennst, sollst du bei einer leichten Mizwa so achtsam sein wie bei einer schweren. Sie sagten doch aber: „Seid wie Knechte, die dem Meister dienen, nicht um Lohn zu empfangen.“ Was bedeutet also „du kennst nicht den Lohn der Mizwot“?

Man kann es so erklären: Weil das Ziel der Geschöpfe ist, zur Anhaftung an den Schöpfer zu gelangen – also alles mit der Absicht zu tun, dem Schöpfer Wohlgefallen zu bereiten –, darum sagten sie „du kennst nicht“, das heißt: Du willst den Lohn der Mizwot gar nicht kennen, denn du arbeitest ohne Lohn. Was ist dann der Unterschied zwischen einer leichten und einer schweren Mizwa? Denn so oder so willst du nicht für Lohn arbeiten, sondern umsonst.

Doch wie kann der Mensch wissen, ob er wirklich mit der Absicht zu geben arbeitet? Dafür gaben uns die Weisen einen Prüfstein: Kann er bei einer leichten Mizwa so achtsam sein wie bei einer schweren und sich sagen: Ich arbeite ja nicht für Lohn, sondern alle meine Handlungen sind dazu da, dem Schöpfer zu geben – dann bin ich selbst bei einer kleinen Sache achtsam, als wäre sie etwas Großes.

Nehmen wir ein Beispiel: Ein Mensch ist sich hundertprozentig sicher, dass es keine Übertretung ist, wenn er im Bethaus spricht. Denn eine Übertretung würde er gewiss nicht öffentlich begehen, wo alle sähen, dass er in einer einzigen Stunde so viele Übertretungen begeht. In Wahrheit aber gilt das Reden im Bethaus während des Gebets sehr wohl als Übertretung. Doch der Mensch hält es nicht für eine Übertretung – das nennt man, dass „der Mensch sie mit der Ferse tritt“ –, weil er nicht spürt, dass es eine so große Übertretung ist, dass es sich lohnte, so achtsam darauf zu sein.

Hält der Mensch aber mit sich selbst Rechnung, so sagt er: Was kümmert es mich, ob es eine große oder eine kleine Übertretung ist? Das heißt: Würde ich für Lohn arbeiten, dann müsste ich zwischen einer leichten und einer schweren Mizwa unterscheiden. Aber ich arbeite ohne Lohn, ich arbeite allein, um dem König zu dienen – was kümmert es mich also, ob ich eine leichte oder eine schwere Mizwa tue? Im Gegenteil, ich will bei einer leichten Mizwa so achtsam sein wie bei einer schweren, damit ich an mir selbst erkenne, dass ich allein um des Himmels willen arbeite. Daran kann ich erkennen, ob ich auf den Lohn schaue oder auf den Dienst am König. Und wenn ein Mensch bei einer leichten Mizwa dieselbe Kraft aufbringen kann wie bei einer schweren, ist er sich seiner sicher, dass sein Handeln ganz in Ordnung ist.

Sieht er aber, dass er bei den leichten Mizwot nicht dieselbe Kraft aufbringen kann wie bei den schweren, so ist das ein Zeichen, dass seine ganze Absicht nur dem Lohn gilt und nicht den Handlungen, mit denen er dem Schöpfer Freude bereiten will – vielmehr gilt alles dem eigenen Nutzen.

Mit dem Beispiel dessen, der während des Gebets im Bethaus spricht, sage ich nicht, dass dies eine leichte oder eine schwere Mizwa ist. Ich habe es nur als Beispiel genommen, weil man diese Sache gewöhnlich geringschätzt. Was aber eine leichte oder eine schwere Mizwa ist, das ist eine persönliche Sache: Jeder Einzelne bestimmt für sich selbst, was eine schwere und was eine leichte Sache ist.

Nach dem Gesagten verstehen wir, was wir fragten: Es schien, der Schöpfer könne nicht geben, was Er den Vätern versprochen hat, wie geschrieben steht: „Er wird dir den Bund halten, den Er deinen Vätern geschworen hat, und Er wird dich lieben und segnen“ – weil man die leichten Gebote, die der Mensch mit der Ferse tritt, nicht erfüllt.

Die Antwort lautet: Damit wir das Gute und den Genuss empfangen können, das Er den Vätern versprochen hat, muss dieses Licht passende Gefäße dafür haben, nämlich Gefäße des Gebens. Haben wir also die Gefäße des Gebens, kann Er uns das Gute und den Genuss geben. Haben die Geschöpfe dagegen nur Gefäße des Empfangens zum eigenen Nutzen, so gibt es keinen Ort, an dem das Licht des Schöpfers weilen könnte – wegen der Veränderung der Form, wie bekannt.

Das ist der Sinn von „Und es wird sein: Weil ihr hört“: Die leichten Gebote, die der Mensch mit der Ferse tritt, sollt ihr befolgen, als wären sie das Schwerste vom Schweren. Und das ist nur dann möglich, wenn der Mensch nicht auf den Lohn schaut. Darum ist es ihm gleich, ob es eine leichte oder eine schwere Mizwa ist, denn er dient dem Meister nicht, um Lohn zu empfangen, sondern ganz und gar, um zu geben. Was kümmert es ihn also, was er für den König tut, solange er nur dem König Wohlgefallen bereitet? Gerade an den leichten Mizwot zeigt sich also, dass der Mensch um des Himmels willen handelt.

Aus dem Gesagten ergibt sich die Deutung: Die Bedingung in „Ekev“ (weil) ist nicht so zu verstehen, dass Er das Gute und den Genuss nur dann gibt, wenn ihr die Gebote befolgt, die der Mensch mit der Ferse tritt. Vielmehr ist es so: Der Schöpfer hat uns ein Zeichen für die Erfüllung von Tora und Mizwot gegeben. Wie gesagt, ist bekannt, dass wir durch das Heilmittel (Segula) von Tora und Mizwot die Gefäße des Gebens erlangen, mit denen wir die Fülle empfangen können. Die Schrift will uns also lehren: Wenn wir die leichten Gebote halten, die der Mensch mit der Ferse tritt, ist das ein Zeichen, dass wir auf der Linie gehen, die Gefäße des Gebens zu erlangen.

Anders bei dem, der zwischen einer Mizwa und der anderen wählt. Man sagt: Wonach wählt er? Er wählt das, womit er mehr gewinnen kann. Das zeigt, dass seine Absicht bei der Erfüllung von Tora und Mizwot nicht ist, die Gefäße des Gebens zu erlangen; vielmehr befasst er sich mit Tora und Mizwot lo liShma, also um Lohn zu empfangen. Darum schaut er bei jeder einzelnen Mizwa, wo es mehr Lohn gibt.

Zum Beispiel sehen wir, dass die Weisen sagten: „Groß ist die Beschneidung, denn sie wiegt so viel wie alle Mizwot der Tora“ (Nedarim 32); „Größer sind Werke der Barmherzigkeit (Gemilut Chassadim) als Almosen (Zedaka)“ (Sukka 49). Und es gibt noch viele weitere Beispiele bei den Weisen.

Also gilt: Wenn ein Mensch sagt: „Ich will dies tun, um dem Schöpfer Wohlgefallen zu bereiten“, und dabei keinerlei Rechnung mit dem Lohn anstellt, gibt es einen Ort, an dem der Schöpfer alle Segnungen geben kann – weil hier ein Ort ist, der „Gefäße des Gebens“ heißt. Das ist der Sinn dessen, was geschrieben steht: „An jedem Ort, wo Ich Meines Namens gedenken lasse, werde Ich zu dir kommen und dich segnen.“

Der Einwand: Es hätte doch „wo du gedenkst“ heißen müssen. Doch die Deutung lautet wie gesagt: Der Schöpfer kann sagen, dieser Ort sei Sein – weil der Mensch diesen Ort dem Schöpfer übergeben und seine eigene Herrschaft annulliert hat –, darum kann der Schöpfer „gedenken lassen“, das heißt: Er kann sagen, dass der Mensch erklärt, dies sei ein Ort des Schöpfers.

korrOp, EY, 10.08.2026, 04:15 Uhr, Ver4