1989/12 Was ist das Mahl des Bräutigams?
Unsere Weisen sagten (Brachot 6): „Wer das Mahl des Bräutigams genießt und ihn nicht erfreut, verstößt gegen fünf Stimmen.“ Es ist zu verstehen, warum dieses Mahl „Mahl des Bräutigams“ und nicht „Mahl der Braut“ genannt wird. In der Tora finden wir bei Jakob, dass Lavan das Mahl ausrichtete und nicht Jakob, wie geschrieben steht (WaJeze, dritter Abschnitt): „Und Lavan versammelte alle Männer des Ortes und machte ein Festmahl.“
Was die Tänze bei der Hochzeit betrifft, so sehen wir das Gegenteil: Unsere Weisen sagten nicht „Wie tanzt man vor dem Bräutigam?“, sondern „Wie tanzt man vor der Braut?“ (Ketubot 16b). Das sind ihre Worte: „Wie tanzt man vor der Braut? Beit Shammai (das Haus Shammai, eine Auslegungsschule) sagt: ‚Die Braut, wie sie ist.‘ Und Beit Hillel (das Haus Hillel, eine andere Auslegungsschule) sagt: ‚Eine schöne und anmutige Braut.‘ Beit Shammai sagte zu Beit Hillel: Wenn sie lahm oder blind wäre, würde man dann zu ihr sagen: ‚Eine schöne und anmutige Braut‘? Die Tora aber sagt: ‚Halte dich fern von einem falschen Wort.‘ Beit Hillel sagte zu Beit Shammai: Nach euren Worten: Wer auf dem Markt einen schlechten Kauf gemacht hat – soll er ihn in seinen Augen loben oder in seinen Augen tadeln? Man muss zugeben: Er wird ihn in seinen Augen loben. Daher sagten die Weisen: Die Gesinnung eines Menschen soll sich immer den Mitmenschen anpassen.“ So weit ihre Worte.
Um diese beiden Aussagen zu verstehen, wollen wir sie auf dem Weg der Arbeit auslegen. „Braut“ heißt die Zeit des Exils. Das heißt: die Zeit, in der sich der Mensch in der Arbeit in der Verborgenheit des Angesichts befindet, in der ihm die Liebe des Schöpfers und die Herrlichkeit der Größe des Schöpfers nicht leuchten, sodass sie ihm immer vor Augen stehen und er nicht von seiner Stufe fällt, sondern immer höher und höher steigt. Der Mensch aber befindet sich in der Zeit der Verborgenheit des Angesichts, die „Zeit des Exils“ genannt wird. Das heißt, dass er noch unter der Herrschaft der „Nationen der Welt“ steht, also des Verlangens, für sich selbst zu empfangen.
Das heißt: Solange er nicht aus der Herrschaft des Verlangens zu empfangen herausgetreten ist, lasten Zimzum (Einschränkung) und Verhüllung noch auf ihm. Denn jedes Mal muss er die Verhüllung überwinden, indem er die Führung des Schöpfers sieht und sagt, dass sie wahrhaftig dem Wesen des Guten, der Gutes tut, entspricht und dass alles, was er vom Schöpfer empfängt, nur gut ist. Und so muss er von ganzem Herzen Lob und Dank dafür darbringen, dass der Schöpfer ihm alles Gute gibt.
In dieser Hinsicht hat er manchmal die Kraft, das zu überwinden, was er sieht, und zu sagen, wie geschrieben steht: „Augen haben sie, und sehen nicht.“ Doch das ist nur in der Zeit des Aufstiegs der Fall.
Aber danach kommen ihm Gedanken des Verlangens zu empfangen, und diese verlangen von ihm: Sie wollen sehen und über dem Verstand zustimmen, dass es wirklich so ist, dass er vom Schöpfer nur Gutes empfängt. Der Körper aber lässt ihn das nicht glauben, und so fällt er von seiner Stufe.
Obwohl er weiß, dass der Rat, um aus dem Zustand des Abstiegs herauszukommen, das Gebet ist, hat er dann doch keinerlei Kraft zu beten. Und obwohl es eine Regel gibt, dass der Mensch für alles, was ihm fehlt, zum Schöpfer beten soll – sodass er also auch dafür beten muss, dass er nicht beten kann –, hat er manchmal auch dafür keine Kraft zu beten. Deshalb befindet sich der Mensch in diesem Zustand in einem völligen Abstieg.
Manchmal aber gerät ein Mensch immer weiter ins Abgleiten, bis er in einen Zustand kommt, in dem er bereits vergisst und nicht mehr spürt, dass er sich im Abstieg befindet. Und wie wir schon mehrmals darüber gesprochen haben, fällt der Mensch so tief hinab, dass er ohne Bewusstsein zurückbleibt. Das heißt, dass er dann nicht das Bewusstsein hat, dass er sich „in den tiefsten Tiefen des Scheols“ befindet. Erst danach, wenn er sich wieder fasst, sieht er, wie er sich in tiefster Niedrigkeit befindet und nicht einmal die Kraft zum Beten hat.
Der Mensch aber muss sich dann überwinden und stärken und sagen: Jetzt kann ich mit vollem Mund sagen: „Ein Lied der Aufstiege; aus den Tiefen rief ich Dich an, o Ewiger.“ Denn es ist unmöglich, tiefer in der Erde zu sein, als ich es bin. Und wenn er aus einem Zustand der Wahrheit heraus bittet, sieht er, dass er bereits verloren ist, wenn der Schöpfer ihm nicht hilft, und dass er aus eigener Kraft nichts ausrichten kann. Deshalb muss er dann zum Schöpfer sagen: „Ich bin nicht einmal fähig, zu Dir zu beten, dass Du mir hilfst. Darum kannst nur Du mir helfen.“ Und dann sagt er: „Aus der Enge rief ich den Ewigen an; Er antwortete mir in die Weite.“ Und durch die Abstiege und Aufstiege bilden sich im Menschen ein Bedürfnis und ein Mangel nach der Hilfe des Schöpfers. Und dann offenbaren sich dem Menschen jedes Mal Kelim (Gefäße), die der Schöpfer füllen wird.
Das ist, wie es im Sulam [Leiterkommentar zum Sohar] geschrieben steht (Einführung in das Buch Sohar, Blatt 126), und das sind seine Worte: „Denn die Tage des Exils werden ‚Nacht‘ genannt, weil dies die Zeit der Verborgenheit Seines Angesichts vor den Kindern Israels ist. Und dann herrschen alle Kräfte der Trennung über die Diener des Schöpfers. Und trotz alledem verbindet sich gerade zu dieser Zeit die Braut mit ihrem Gatten, durch die Tora und die Mizwot der Gerechten, die zu jener Zeit ‚Stützen der Tora‘ genannt werden. Und alle erhabenen Stufen, die ‚Geheimnisse der Tora‘ genannt werden, werden durch sie offenbart. Denn deshalb werden sie ‚ihre Vollbringer‘ genannt, denn sie sind gleichsam diejenigen, die die Tora vollbringen.“
Wir sehen also, dass „Braut“ die Arbeit in der Zeit des Exils genannt wird, in der die Verborgenheit Seines Angesichts herrscht. Und dann beherrschen alle Kräfte der Trennung den Menschen; ihr Wesen besteht darin, dass ihm Gedanken kommen, die in ihm bewirken, dass er sich vom Schöpfer getrennt fühlt. Und dann steht er vor dem Dilemma:
1) Entweder er flieht aus der Arbeit – und dann ist er völlig von der Heiligkeit getrennt,
2) oder er tut alles, was in seiner Kraft steht, damit der Schöpfer ihm hilft, vor diesen Gedanken bewahrt zu werden. Das heißt, dass der Schöpfer Sein Angesicht leuchten lässt. Dann gibt es keinen Raum für die Herrschaft der Kräfte der Trennung.
Das heißt: Er soll nicht darum beten, dass diese Gedanken von ihm weichen. Vielmehr soll er darum bitten, dass der Schöpfer ihm Sein Angesicht leuchten lässt und Sein Angesicht nicht vor ihm verbirgt. Das heißt: Wenn er zum Schöpfer betet, dass diese Gedanken von ihm weichen, dann hat er aus den Kräften der Trennung nichts gewonnen, sondern kehrt in den Zustand zurück, in dem er war, bevor ihm die Gedanken der Kräfte der Trennung kamen. Er hat also nichts gewonnen. Und das nennt man: dass er Leiden umsonst ertragen hat. Anders ist es, wenn er den Schöpfer bittet, ihm Sein Angesicht leuchten zu lassen, damit die Kräfte der Trennung sich unterwerfen; dann zeigt sich, dass er dadurch eine Stufe aufgestiegen ist, indem er die Nähe des Schöpfers erlangt hat.
Es zeigt sich, dass die „Braut“ die Arbeit ist, die im Aspekt „Annahme des Jochs des Königtums des Himmels“ besteht, was als der Aspekt „Glaube an den Schöpfer“ bezeichnet wird. Und dem stehen die Kräfte der Trennung entgegen, die dem Menschen nicht erlauben, über dem Verstand an den Schöpfer zu glauben. Vielmehr trennen die Kräfte der Trennung den Menschen vom Schöpfer in dem Maße, wie es der äußere Verstand verlangt. Deshalb gibt es in diesen Zuständen „Aufstiege“ und „Abstiege“. Da die ganze Grundlage des Glaubens über dem Verstand liegt, gibt es einen Raum für die Kräfte der Trennung, die dem Menschen nicht die Freiheit lassen, gegen den Verstand zu gehen.
Damit lässt sich erklären, was wir gefragt haben: warum unsere Weisen bei der Braut sagten „Wie tanzt man vor der Braut?“. Beim Tanz sehen wir nämlich, dass der Mensch, während er tanzt, nach oben steigt und sofort nach unten fällt, und manchmal fällt er nach Osten, nach Westen, nach Norden und nach Süden. Das heißt, die Fälle beim Tanz gehen in alle sechs Enden der Welt. Und die Fälle kommen, damit der Mensch das Bedürfnis nach der Hilfe des Schöpfers spürt. Das heißt, es geschieht von vornherein mit Absicht, dass der Mensch ohne die Hilfe des Schöpfers von sich aus nicht aus der Herrschaft der „Nationen der Welt“ in seinem Inneren heraustreten kann.
Wozu aber will der Schöpfer, dass der Mensch Ihn um Hilfe bittet? Es ist, wie mein Vater und Lehrer [Baal Sulam] sagte: Da der Mensch nicht das Bedürfnis und die Notwendigkeit hat, NaRaN [Nefesh, Ruach, Neshama] zu erlangen, das, was der Schöpfer ihm geben will, und da der Mensch sich mit Wenigem zufriedengibt, deshalb gibt der Schöpfer ihm dadurch, dass der Mensch um Hilfe bittet, eine Hilfe, die der Aspekt NaRaN ist, wie es im heiligen Sohar geschrieben steht: „Dem, der kommt, um sich zu reinigen, wird geholfen. Und es heißt: Womit wird ihm geholfen? Mit einer heiligen Seele.“
Die Erklärung ist: Jedes Mal, wenn er reiner werden will, gibt man ihm die Hilfe durch eine höhere Seele. Daraus folgt, dass die Bitte um Hilfe von oben die Ursache dafür ist, dass er jedes Mal eine höhere Stufe empfängt, durch die er seinen Aspekt NaRaN empfängt. Deshalb ist dies, dass der Schöpfer will, dass man Ihn um Hilfe bittet, die Ursache dafür, dass der Mensch gezwungen ist, jedes Mal eine höhere Stufe herabzuziehen.
Mit dem Gesagten können wir verstehen, warum man bei der Braut fragte „Wie tanzt man vor der Braut?“ und nicht vor dem Bräutigam. Denn der Tanz, dessen Wesen Aufstiege und Abstiege sind, gilt in der Zeit des Exils, die „Verborgenheit Seines Angesichts“ genannt wird, wenn die Kräfte der Trennung herrschen. Die Frage ist jedoch: Was ist die Ursache dafür, dass es Aufstiege und Abstiege gibt? Darüber gibt es einen Streit zwischen Beit Shammai und Beit Hillel.
Beit Shammai sagt: „Die Braut, wie sie ist.“ Das heißt: So, wie er den Geschmack in der Arbeit empfindet, muss er sich überwinden und sagen: Auch wenn ich ihre Wichtigkeit nicht spüre, nehme ich trotzdem das Joch des Königtums des Himmels im Glauben über dem Verstand auf mich. Und er soll sagen: Da ich für den König arbeiten und Ihm dienen will, was ist mir daran wichtig, wie ich den Geschmack in dieser Arbeit empfinde? Vielmehr muss alles über dem Verstand sein. Das heißt: Der Mensch muss sagen, dass er einverstanden ist, die heilige Arbeit zu verrichten, selbst wenn er sein ganzes Leben lang bei einem solchen Geschmack bleibt. Das nennt man „die Braut, wie sie ist“.
Wie mein Vater und Lehrer sagte (angeführt im Aufsatz „Die Ordnung der Arbeit“): Man muss im Glauben glauben, dass der Schöpfer der Lenker ist, allein im Aspekt des Glaubens. Das heißt: Obwohl der Glaube von geringerer Wichtigkeit ist, als wenn er es innerhalb des Verstandes verstünde, wählt er es, diesen Weg zu gehen. Und nicht nur das, sondern dass er über dem Verstand geht, geschieht nicht aus dem Grund, dass er keine Wahl hätte.
Vielmehr: Selbst wenn man ihm Verstand gäbe, wählt er es lieber, über dem Verstand zu gehen. Und das nennt man „die Braut, wie sie ist“. Das heißt: Er nimmt das Joch des Königtums des Himmels auf sich, obwohl er kein Gefühl der Wichtigkeit hat, wie man es empfinden müsste, wenn man einem großen und wichtigen König dient. Und trotzdem achtet er nicht auf das Gefühl, das er empfindet, sondern nimmt alles mit großer Freude auf sich. Da aber alles über dem Verstand ist, gibt es in dieser Arbeit Aufstiege und Abstiege. Deshalb gibt es in der Zeit der Arbeit im Aspekt der Braut Aufstiege und Abstiege, und das nennt man „Tänze“.
Beit Hillel aber sagt, dass der Tanz nicht unbedingt der Ansicht von Beit Shammai entspricht, die sagen, man muss „die Braut, wie sie ist“ sagen, also dass er sie auf sich nimmt, obwohl sie für ihn im Aspekt geringer Wichtigkeit ist, und dass es nur auf diese Weise Aufstiege und Abstiege gibt, die „Tänze“ genannt werden. Vielmehr muss man nach unserer Ansicht bei denjenigen, die arbeiten und den Aspekt des Glaubens auf sich nehmen wollen, nicht so streng sein in der Weise, dass er sich derart in einem Zustand geringer Wichtigkeit befindet.
Vielmehr soll man den Glauben in einer Weise annehmen, dass man jetzt nicht darauf schaut, was man empfindet. Man muss vielmehr sagen, dass diese Braut in Wahrheit eine schöne und anmutige Braut ist („anmutig“ bedeutet, dass ein Faden des Chessed (der Gnade) über sie gezogen ist). Und dass er sie nicht empfindet, liegt daran, dass er noch nicht würdig ist, sie zu empfinden. In Wahrheit aber wird er danach ihre Schönheit sehen, wie sie schön und anmutig ist. Und trotzdem gilt, da er dieses Gefühl jetzt noch nicht hat, hier bereits die Sache mit den Aufstiegen und Abstiegen, die in der Arbeit „Tänze“ genannt wird.
Aus dem Gesagten ergibt sich, dass diese Sache nur in der Zeit gilt, in der die Arbeit im Aspekt der „Braut“ ist. Deshalb sagten unsere Weisen „Wie tanzt man vor der Braut?“ und sagten nicht „Wie tanzt man vor dem Bräutigam?“. Anders aber, wenn man vom Mahl spricht: Das nennt man „Mahl des Bräutigams“ und nicht „Mahl der Braut“. Und der Grund ist, dass das Mahl so ist, wie unsere Weisen sagten (Awoda Zara, Blatt 3): „Wer sich am Vorabend des Shabbat (Sabbat) gemüht hat, isst am Shabbat, und wer sich am Vorabend des Shabbat nicht gemüht hat – woher soll er am Shabbat essen?“, denn der Shabbat ist „das Ziel des Werkes von Himmel und Erde“.
„Shabbat“ bedeutet die Zeit des Empfangens des Guten und des Vergnügens, was das Schöpfungsziel ist. Deshalb wird der Shabbat „das Ziel des Werkes von Himmel und Erde“ genannt. Das Geben des Guten und des Vergnügens gehört zum Bräutigam, womit der Schöpfer gemeint ist, der den Geschöpfen das Gute und das Vergnügen gibt. Und der Schöpfer wird „Bräutigam“ genannt, weil, wie unsere Weisen sagten (Jewamot 63): „Er stieg eine Stufe hinab und nahm eine Frau“, was bei „Bräutigam“ bedeutet, dass Er eine Stufe tiefer hinabsteigen und eine Frau nehmen muss. Wie im Buch „Matan Tora“ (Die Gabe der Tora) geschrieben steht: „Und der Ewige stieg herab auf den Gipfel des Berges.“ Und aufgrund dieses Abstiegs wird der Schöpfer „Bräutigam“ genannt, von der Wendung „eine Stufe hinabsteigen“, wie gesagt.
Es ist zu erklären, was der Abstieg beim Schöpfer bedeutet. Es ist, wie es in den Worten des heiligen ARI erklärt wird: dass es, damit die Geschöpfe die Fähigkeit hätten, Sein Licht zu empfangen, viele Einschränkungen und Verminderungen des Lichts gab, bis es zur Erlangung durch die Unteren geeignet war. Denn wenn das Licht allzu groß wäre, gäbe es für die Unteren keine Möglichkeit, Seine Fülle zu empfangen, weil sie sich vor dem Licht annullieren „wie eine Kerze vor einer Fackel“.
Das nennt man beim Schöpfer „und Er stieg herab“, im Sinne eines Herabsteigens von Seiner Größe. Das heißt: Die Unteren sind nicht würdig, Seine Größe zu sehen, sondern bei jedem Einzelnen wird, je nach seiner Eignung, in diesem Maß der Zimzum von ihm aufgehoben und das Licht offenbart sich. Und in dieser Hinsicht wird der Schöpfer „Bräutigam“ genannt, wenn Er das Volk Israel als „Braut“ nimmt, um ihr alles zu geben, was sie braucht, so wie man in der Ketuba (Ehevertrag) schreibt, was der Bräutigam der Braut gibt: „Und ich werde arbeiten und ehren und ernähren und versorgen euch.“
Das heißt: Wenn der Schöpfer das Volk Israel als Braut nimmt, ist es gewiss, dass Er ihr alles geben wird, was sie braucht. Das nennt man „Mahl des Bräutigams“: dass der Schöpfer, der der Bräutigam ist, von der Wendung „eine Stufe hinabsteigen“, die Geschöpfe nährt und versorgt. Das heißt, dass Er Sich erniedrigen muss, um jedem Einzelnen nach seiner Fähigkeit zur Erlangung zu geben. Um dessentwillen geschahen all die Einschränkungen. Und daraus rührt die ganze Sache mit der Vielzahl der Namen.
Gewiss versteht es sich von selbst, dass man in der Zeit, in der der Mensch vom Schöpfer das Gute und das Vergnügen empfängt, nicht sagen kann, dass es in einem solchen Zustand, beim Empfangen der Fülle, Aufstiege und Abstiege gibt. Denn nur in der Zeit, in der sich der Mensch in einem Zustand der Verborgenheit des Angesichts befindet, in der er überwinden muss, was er empfindet, und sagen muss, dass der Schöpfer gut ist und Gutes tut – das kann der Mensch nicht immer überwinden.
Anders ist es beim Empfangen des Guten und des Vergnügens: Da gibt es keine Möglichkeit, dass er dann Zustände von Abstiegen hätte, die „Tänze“ genannt werden. Deshalb sagten sie nicht „Wie tanzt man vor dem Bräutigam?“. Denn in der Zeit, in der der Schöpfer „Bräutigam“ genannt wird, ist es, wenn Er die „Braut“ nimmt. Das heißt, dass es dann eine Vereinigung zwischen Bräutigam und Braut gibt, und die Sache der „Vereinigung“ nennt man Angleichung der Form.
Das heißt: Wenn das Volk Israel insgesamt oder ein einzelner Mensch allein die Angleichung der Form erreicht hat, nennt man das „Vereinigung“. Dann hebt sich die Verborgenheit des Angesichts auf, und jeder Einzelne empfängt die Offenbarung des Angesichts des Schöpfers. Das nennt man „Mahl des Bräutigams“. Deshalb sagten sie, dass dort, beim Bräutigam, die Arbeit dann auf andere Weise angenommen wird, das heißt, dass man den Bräutigam erfreuen muss.
Es ist jedoch zu verstehen, was unsere Weisen sagten (Brachot 7): „Wer das Mahl des Bräutigams genießt und ihn nicht erfreut, verstößt gegen fünf Stimmen. Und wenn er ihn erfreut, was ist sein Lohn? Rabbi Jehoshua ben Levi sagte: ‚Er wird der Tora würdig, die in fünf Stimmen gegeben wurde.‘“ Es ist zu verstehen, worauf uns „Mahl des Bräutigams“ in der Arbeit hinweist – dass jeder, der das Mahl des Bräutigams genießt, ihn erfreuen muss. Und im Materiellen ist es schwer zu verstehen, wozu man den Bräutigam erfreuen muss. Ist er denn nicht selbst froh? Wer zwingt ihn denn, Bräutigam zu sein? Gewiss ist er froh, wie geschrieben steht: „Wie die Freude des Bräutigams über die Braut.“ Und im Materiellen gibt es darauf gewiss Antworten, doch auf dem Weg der Arbeit – worauf weist uns das hin?
Die Sache ist, wie bekannt, dass unsere ganze Arbeit darin besteht, dass wir durch das Befolgen von Tora und Mizwot zur Angleichung der Form gelangen. Ihr Wesen ist es, dahin zu gelangen, „dass alle seine Handlungen darauf gerichtet sind, seinem Schöpfer Wohlgefallen zu bereiten, und nicht zum eigenen Nutzen“. Und der Zustand dieser Arbeit wird „Braut“ genannt, wie gesagt, weil es dort die Sache der Aufstiege und Abstiege gibt, die „Tänze“ genannt wird.
Danach, wenn er diese Arbeit von Seiten des Unteren vollendet hat – was man nennt „Alles, was deine Hand und deine Kraft zu tun vermag, das tue“ –, dann nennt man das „Vollendung des Werkes“. Und das ist die Bedeutung von „Braut“, wie geschrieben steht „als Moses vollendete“, was die Sache der Vollendung des Werkes von Seiten des Unteren ist. Dann wird der Mensch des Aspekts des Glaubens in Beständigkeit würdig. Das heißt, dass er bereits zur Stufe „Alle deine Handlungen sollen um des Himmels willen sein“ gekommen ist. Deshalb muss er das, was er dann an Fülle von oben empfängt, was „Mahl des Königs“ genannt wird, in der Absicht zu geben empfangen und nicht zum eigenen Nutzen.
Das heißt: Er muss dann bereit sein zu sagen, dass er dieses Vergnügen, das er empfängt, nicht aus dem Grund empfängt, dass er sich selbst erfreuen will, sondern dass er den Schöpfer erfreuen will. Denn der Schöpfer hat die Welt erschaffen, um Seinen Geschöpfen Gutes zu tun. Und wenn er das Gute und das Vergnügen nicht empfängt, kann Seine Absicht nicht zur Verwirklichung kommen. Und dadurch, dass er jetzt genießt, dann hat der Schöpfer Freude, dass Sein Ziel in die Tat umgesetzt wird. Es zeigt sich, dass er damit das erfüllt, was unsere Weisen sagten: „Wer das Mahl des Bräutigams genießt und ihn nicht erfreut“ – er aber erfreut Ihn.
In Wahrheit ist Folgendes zu verstehen:
1) Womit kann man den Bräutigam erfreuen?
2) Wozu muss man den Bräutigam erfreuen?
Auf dem Weg der Arbeit: Was bedeutet es, zu sagen, dass das Volk Israel den Schöpfer erfreuen muss? Kann man denn so etwas über den Schöpfer sagen, dass Er unsere Freude braucht, dass wir Ihn erfreuen?
3) Warum verstößt er gegen fünf Stimmen, wenn er ihn nicht erfreut? Das heißt: warum gerade die Zahl von fünf Stimmen?
4) Jeder, der ihn erfreut, empfängt Lohn. Und was ist sein Lohn? Rabbi Jehoshua ben Levi sagte: „Er wird der Tora würdig, die in fünf Stimmen gegeben wurde.“ Auch das ist zu verstehen. Jeder Mensch weiß, dass der Lohn in der kommenden Welt liegt. Was bedeutet es also, dass er sagt, die Tora sei der Lohn? Scheinbar ist das Gegenteil gemeint, wie geschrieben steht: „Es lehrte die Schule des Elijahu: Wer täglich Halachot (Gesetzeslehren) lernt, dem ist verbürgt, dass er ein Sohn der kommenden Welt ist.“ Daraus folgt, dass man für die Tora den Lohn „kommende Welt“ empfängt. Hier aber sagte Rabbi Jehoshua ben Levi, dass der Lohn die Tora ist.
Nach dem Gesagten besteht unsere ganze Arbeit darin, dass der Mensch durch das Befolgen von Tora und Mizwot darauf abzielen muss, dass er dadurch zum Aspekt der Angleichung der Form gelangt, wie gesagt: „Wie Er barmherzig ist, so sei auch du barmherzig.“ Und dieser Zustand wird Aspekt „Braut“ genannt, wie gesagt.
Alles, was man vom Schöpfer empfängt – ob materiell oder spirituell, also jedes Vergnügen, das man vom Schöpfer empfängt –, das nennt man „Mahl des Bräutigams“. Das heißt: Alles, was der Mensch genießt, wird „Mahl“ genannt. Deshalb wird jeder Genuss, den der Mensch vom Schöpfer empfängt, „Mahl des Bräutigams“ genannt.
Da der Mensch aber dadurch, dass er empfängt, zu einem Formunterschied kommt, was eine Trennung verursacht – und über diesen Aspekt gab es den Zimzum und die Verhüllung, dass sich das Licht Seines Angesichts nicht an einem Ort der Trennung offenbart –, deshalb gilt: Dadurch, dass der Schöpfer ihm etwas zum Genießen gibt, soll er einen Aufstieg in der Stufe empfangen. Das heißt, dass er der Heiligkeit näher kommen soll. Denn jetzt ist er besser fähig zu glauben, dass der Schöpfer gut ist und Gutes tut. Und deshalb musste er es auf sich nehmen, den Schöpfer zu lieben, da Er ihn nährt und versorgt.
Ein Beweis dafür ist, dass er jetzt den Aspekt der Nahrung empfangen hat. Denn dass der Körper besteht und ein glückliches Leben lebt, kommt nicht unbedingt vom Essen und Trinken. Vielmehr braucht der Mensch auch Nahrung, die den Geist des Menschen betrifft, das heißt Ehre und Einsicht und die Arbeit für den Schöpfer. Jeder hat, je nach seinem Geist, das Bedürfnis nach Dingen, die ihm seinen Geist erheben. Und all das wird „Nahrung“ genannt. Deshalb verlangt der Verstand, dass jeder Genuss, den der Mensch vom Schöpfer empfängt, ihn der Heiligkeit näher bringen sollte. In Wirklichkeit jedoch wird der Mensch dadurch ferner, wegen des Formunterschieds, der aus dem Empfangen des Vergnügens entspringt.
Wenn der Mensch sich deshalb in der Zeit, in der er das Vergnügen vom Schöpfer empfängt, bemüht, den König zu erfreuen, indem er in der Absicht empfängt, dem Schöpfer zu geben, und seine Freude darin besteht, dass er sich bemüht, darauf abzuzielen, seinem Schöpfer Wohlgefallen zu bereiten, dann erlangt er dadurch ein Kli (Gefäß) des Gebens, und mit diesem Kli erfreut er den Schöpfer, aus dem Grund, dass das Schöpfungsziel darin besteht, Gutes zu tun.
Daraus entsteht eine Freude für den Schöpfer, dass der Schöpfer jetzt dem Menschen das Gute und das Vergnügen geben kann, aus dem Grund, dass der Mensch jetzt fähig ist, in der Absicht zu geben zu empfangen. Und dann erfüllt sich, was geschrieben steht: „Der Ewige freue Sich an Seinen Werken“, was bedeutet: am Werk der Schöpfung, dass Sein Wille es ist, Seinen Geschöpfen Gutes zu tun. Und da der Schöpfer wegen des Zimzum Sich vor Seinen Geschöpfen verbergen musste, ist es anders dadurch, dass der Mensch beim Empfangen des Genusses darauf abzielt, ihn zum Nutzen des Schöpfers zu empfangen: dass der Schöpfer dadurch einen Genuss hat, dass Er den Geschöpfen gibt.
Demnach zeigt sich: Aus jedem einzelnen Genuss, den er empfängt und dabei darauf abzielt, dem Schöpfer zu nützen, bildet sich bei ihm ein Kli, das man „Empfangen in der Absicht zu geben“ nennt. Und wenn dieses Kli bei ihm nach jeder einzelnen Gabe wächst, was wird dann danach sein Lohn aus dem Wachsen der Kelim, die in der Absicht zu geben sind? Sein Lohn wird sein, dass er danach des Aspekts der Tora würdig wird, der „die Namen des Schöpfers“ genannt wird, da jetzt das, was er empfängt, in der Absicht zu geben sein wird.
Es zeigt sich, dass der Lohn der Aspekt der Tora sein wird, wie Rabbi Jehoshua ben Levi sagte. Das heißt: Was wird sein, nachdem der Mensch bereits der Stufe würdig geworden ist, auf der er den König erfreuen kann? Das heißt, dass er nur seinem Schöpfer Wohlgefallen bereiten will. Und was ist sein Lohn? Die Erklärung ist nicht, dass der Mensch dafür, dass er den Schöpfer erfreut, einen Lohn empfangen muss. Vielmehr ist die Erklärung: Was ist sein Lohn? Das heißt, dass er sagt, dass sein Lohn darin besteht, dass er den König erfreuen kann.
Womit aber erfreut er den König? Mit dem Empfangen der Tora. Denn die Sache, Seinen Geschöpfen Gutes zu tun, ist das Gute, das der Schöpfer den Geschöpfen geben will, was die Offenbarung Seiner Göttlichkeit für die Geschöpfe ist. Und das nennt man „Tora“, das heißt „Tora im Aspekt der Namen des Schöpfers“. Somit besteht sein Lohn darin, dass der Schöpfer ihm den Aspekt der Tora geben kann, denn an diesem Geben hat der Schöpfer einen Genuss. Und das erfreut Ihn.
Demnach zeigt sich: „Wer das Mahl des Bräutigams genießt und ihn nicht erfreut“ – das heißt, dass er noch in der Selbstliebe versunken ist und nicht sagen kann, dass alles, was er tut, nur zum Nutzen des Schöpfers ist. Und der Schöpfer kann den Aspekt der Tora nicht geben, da alles an die Sitra Achra (die andere Seite) ginge. Deshalb sagten sie, dass er „gegen fünf Stimmen verstößt“. Denn es ist bekannt, dass die fünf Aspekte alle Welten und alle Stufen umfassen, die im Aspekt der Namen des Schöpfers offenbart werden, nämlich die Spitze des Jud und die vier Buchstaben Jud-Hej-Waw-Hej, die in den Welten AK und ABYA genannt werden. Und im Aspekt der Seelen werden sie Nefesh, Ruach, Neshama, Chaja, Yechida genannt.
Demnach ist die Erklärung von „er verstößt gegen fünf Stimmen“: dass er bewirkt, dass die oben genannten fünf Aspekte sich nicht offenbaren, aus dem Grund, dass man sich nicht bemüht, zu der Absicht zu gelangen, dass alle Handlungen nur zum Nutzen des Schöpfers und nicht zum eigenen Nutzen sind. Das bedeutet: An der Stelle, an der er arbeiten müsste, um den Schöpfer zu erfreuen, ist er nur darum besorgt, sich selbst zu erfreuen. Und so verhindert er damit, dass die obere Fülle zur Offenbarung kommen kann.
Es zeigt sich, dass der Mensch die Verhinderung der Fülle unten verursacht. Und das nennt man: dass der Mensch an der Stelle, an der er sich bemühen müsste, dass die Herrlichkeit des Himmels offenbart wird, was man „Offenbarung der Göttlichkeit für Seine Geschöpfe“ nennt, was das Schöpfungsziel ist – dass der Mensch da Handlungen tut, durch die er bewirkt, dass die Herrlichkeit des Schöpfers nicht offenbart wird, sondern dass die Herrlichkeit der Sitra Achra offenbart wird und die Shechina (göttliche Gegenwart) im Staub liegt.
Und das nennt man „die Shechina im Exil unter den Nationen der Welt“, die sich in jedem einzelnen Menschen befinden. Das heißt: An der Stelle, an der der Mensch sich bemühen sollte, dass der Aspekt des Guten, der Gutes tut, offenbart wird und sich die Verhüllung aufhebt, indem man darauf abzielt zu geben – da bewirkt er, dass die Nationen der Welt in ihm immer höher und höher steigen. Denn das Wesen der Nationen der Welt ist das Verlangen, für sich selbst zu empfangen. Und da man für dieses Verlangen arbeitet, empfängt es Kraft und sein Aspekt offenbart sich. Und der Aspekt Israel in ihm sinkt unter es hinab, und das nennt man „dass er gegen fünf Stimmen verstößt“.
Anders ist es, wenn man in der Absicht zu geben arbeitet: Dann empfängt die Heiligkeit Kraft und sie herrscht. Anders ist es bei dem, „der das Mahl des Bräutigams genießt“, wie gesagt, und dessen Absicht ist, „ihn zu erfreuen“. Die Erklärung dessen ist, dass sein Lohn darin besteht, dass er der Würde teilhaftig wird, den Schöpfer zu erfreuen. Und das Zeichen für den Lohn – das heißt, woher er weiß, dass es so wirklich wahr ist, dass seine Absicht ist, den Schöpfer zu erfreuen –
dazu sagte Rabbi Jehoshua ben Levi, dass „sein Lohn die Tora ist“. Wenn er der Tora würdig wird, wenn nämlich seine Absicht in Wahrheit nur ist, den König zu erfreuen, und das sein ganzer Lohn ist, dann heben sich von ihm der Zimzum und die Verhüllung auf, und er muss der Offenbarung des Lichts Seines Angesichts würdig werden, was als Aspekt „Tora Seiner Namen“ bezeichnet wird, was man „Offenbarung Seiner Göttlichkeit für Seine Geschöpfe“ nennt.
Aus dem Gesagten ergibt sich, dass die Sache der „Braut“ die Arbeit des Glaubens ist, das heißt die Annahme des Jochs des Königtums des Himmels. Und hier gibt es die Sache der Aufstiege und Abstiege. Das heißt: das, was der Mensch dem Schöpfer geben muss, was der Aspekt der „bedingungslosen Unterwerfung“ ist. Das heißt: Wenn der Mensch den Aspekt des Glaubens über dem Verstand annimmt, obwohl er kein Gefühl und keine Begeisterung davon hat, dass er das Joch des Königtums des Himmels auf sich genommen hat, ist er trotzdem mit diesem Zustand einverstanden und sagt, dass es gewiss so der Wille des Schöpfers ist, dass er Ihm in einer solchen Niedrigkeit dient und arbeitet. Was ist ihm dann daran wichtig, welche Begeisterung er aus einem solchen Glauben empfindet? Denn um sich selbst, das heißt um seinen eigenen Nutzen, darum sorgt er sich nicht, sondern nur um das, was zum Nutzen des Schöpfers ist. Und wenn der Schöpfer will, dass er in diesem Zustand bleibt, nimmt er es ohne irgendwelche Bedingungen auf sich. Und das nennt man „bedingungslose Unterwerfung“.
In dieser Hinsicht wird der Glaube als Aspekt „Stab“ bezeichnet. Das heißt, dass dieser Aspekt beim Menschen der Aspekt „gering an Wichtigkeit“ ist. Wie im Buch Pri Chacham [Frucht des Weisen, Schriftensammlung von Baal Sulam] geschrieben steht (Teil 2, Blatt 50, beim Stichwort „we’afaresh“): „dass die Sache des Glaubens ‚Stab‘ genannt wird, aus dem Grund, dass er gering an Wichtigkeit ist. Wenn man deshalb den Glauben zu Boden wirft, das heißt, wenn man die Größe des Glaubens nicht für wichtig hält, wird daraus eine Schlange. Das heißt, dass der Mensch dann in diesem Zustand schlechter wird, als bevor er begann, in die Arbeit im Aspekt des Glaubens einzutreten. Denn davor war er im Aspekt des Unbelebten der Heiligkeit (Domem), und es fehlte ihm der Aspekt des Glaubens nicht. Anders ist es jetzt, wo er begonnen hat, den Aspekt des Glaubens über dem Verstand auf sich zu nehmen: Da ist sein Glaube unwichtig, aus dem Grund, dass sein Verstand ihm nicht erlaubt, ohne Verstand zu glauben. Deshalb fällt er in die Klipa (Schale) der Schlange. Wenn er deshalb in die Heiligkeit eintreten will, packt sie ihn an seinem Schwanz. Das heißt, der Schwanz ist der letzte Aspekt in jeder Sache. Das heißt, dass er den Glauben mit all seiner Niedrigkeit annimmt, also über dem Verstand. Dann wird er zum Aspekt ‚Stab‘.“ Er erklärt dort, und das sind seine Worte: „dass in der Hand des Erlösers ein Stab war, was das Geheimnis des ‚treuen Hirten‘ [Moses] ist, dass er einen Stab in der Hand hat, um das Herz Israels seinem Vater im Himmel zuzuneigen.“
Anders ist der „Bräutigam“, der der Gebende ist: Wenn man von dem spricht, was der Schöpfer tut, besteht Sein Aspekt darin, Seinen Geschöpfen Gutes zu tun. Deshalb wird es „Mahl des Bräutigams“ genannt. Und das ist es, was sie sagten: „Wer das Mahl des Bräutigams genießt.“
korrOp, EY, 27.07.2026, 10:16 Uhr, Ver4