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1991/10 Was bedeutet "Der König steht auf seinem Feld, wenn die Ernte reif ist" in der Arbeit?

Unsere Weisen sagten über den Vers "Der Ewige stand über ihm" (vorgestellt in “Die Sicht der Ältesten”, von den Autoren des Tossafot, WaJeze): "Das haben wir bei den übrigen Urvätern nicht gefunden. Rabbi Simon sagte: 'Der König steht nicht auf seinem Feld, weder wenn es gepflügt noch wenn es gesät wird, sondern wenn die Ernte reif ist.' So hat Abraham es gepflügt, wie es so heißt: 'Steh auf, wandle durch das Land.' Isaak säte es, wie es heißt: 'Und Isaak säte.' Jakob kam und er ist die Reife der Ernte, wie es heißt: 'Die Heiligkeit Israels ist für den Herrn, seine Erstlingsfrucht,' er stand darüber."

Wir sollten verstehen, was uns das in der Arbeit lehren soll: Was ist "ein Feld", was ist "wenn die Ernte reif ist" und was ist das Gleichnis des Königs, der über seinem Feld steht? Es ist bekannt, dass es bei unserer Arbeit im Wesentlichen nur um das Himmelreich geht, das "Glaube" genannt wird. Unsere Weisen sagten dazu: "Habakuk kam und stellte sie auf eine einzige Säule: 'Ein Gerechter lebt durch seinen Glauben.'" Glaube bedeutet die Notwendigkeit, an den Schöpfer zu glauben, dass Er die Welt zum Guten führt und Gutes tut.

Und auch wenn jemand dieses Gefühl noch nicht hat, sollte er dennoch glauben und über dem Verstand sagen, dass er nicht sieht, wie das Gute in der Welt offenbart wird, denn solange er nicht aus der Herrschaft der Eigenliebe heraus ist, kann er nicht sehen. Denn es gab einen Zimzum [Einschränkung] für die Gefäße des Empfangens, so dass das Licht dort wegen der Ungleichheit der Form nicht scheinen kann, wie es im Sulam [Leiterkommentar zum Buch Sohar] geschrieben steht ("Einführung in das Buch Sohar", Punkt 138).

Aus diesem Grund kann man die Wahrheit nicht sehen. Stattdessen muss man glauben, dass dies so ist. In der Arbeit der Allgemeinheit sind die Zustände der Führung von Belohnung und Bestrafung nicht so offensichtlich. Aber in der individuellen Arbeit, wenn der Mensch sich bemühen will, dass er die Stufe erreichen kann, auf der all sein Handeln um seines Schöpfers willen geschieht, wenn er beginnt, sich anzustrengen, um die Stufe eines Gebenden zu erreichen, sollte seine gesamte Grundlage auf der Größe des Schöpfers aufgebaut sein. So heißt es im Sohar: "Man sollte in Ehrfurcht sein, denn Er ist groß und herrschend", und dann beginnt die Arbeit in erster Linie auf diesem Glauben – dass der Schöpfer die Welt als der Gute führt, der Gutes tut.

Und dann kommen Zustände des Auf- und Abstiegs zu ihm. Mit anderen Worten: Zuweilen hat er Belohnung und kann an den Schöpfer glauben, dass Er gut ist und Gutes tut, und man kann den Schöpfer lieben, denn Er ist groß. Das kommt zu einem Menschen durch große Anstrengungen im Glauben an Belohnung und Bestrafung. Das bedeutet, wenn jemand mit dem Glauben über dem Verstand arbeitet, wird er belohnt, und seine Belohnung besteht darin, dass er dazu kommt, die Liebe des Schöpfers für sich zu spüren. Wenn er aber innerhalb des Verstandes arbeiten will, wird er bestraft und entfernt sich so von der Liebe des Schöpfers.

Schlimmer noch, manchmal wird er zum Gegenteil, zum Hass auf den Schöpfer, denn er hat viele Beschwerden gegen den Schöpfer, denn er hat schon viele Male zum Schöpfer gebetet und kann sehen, dass der Schöpfer das Gebet nicht erhört. Und so kommt der Mensch in einen Zustand von Auf- und Abstiegen. Wenn man sich jedoch überwindet, über den Verstand hinausgeht und sagt: "Sie haben Augen, aber sie können nicht sehen", dann wird man vorübergehend belohnt und fühlt sich dem Schöpfer nahe.

Es steht dazu in der "Einleitung zum Studium der Zehn Sefirot" (Punkt 132) geschrieben: "Wir müssen wissen, dass das oben genannte Attribut der Dazwischen-Stehenden auch dann gilt, wenn man unter der Vorsehung der Verhüllung des Angesichtes steht. Durch große Anstrengung im Glauben an Belohnung und Strafe offenbart sich ihnen ein Licht des großen Vertrauens in den Schöpfer. Eine Zeit lang wird ihnen eine Stufe der Offenbarung seines Angesichtes in dem Maße gewährt, wie es der Dazwischen-Stehenden tut. Der Nachteil ist jedoch, dass sie nicht dauerhaft in ihren Stufen verbleiben können, denn das dauerhafte Stehen in einer Stufe ist nur durch die Umkehr von der Ehrfurcht möglich."

Daraus folgt, dass die Reihenfolge unserer Arbeit drei Perioden umfasst, bevor wir den Ausgang aus der Arbeit erreichen, der die Unterscheidung von Adam [hebräisch: Mensch] ist. Unsere Weisen sagten dazu (Nidah 31): "Es sind drei Partner im Menschen – der Schöpfer, sein Vater und seine Mutter. Sein Vater gibt ihm das Weiße, seine Mutter das Rote, und der Schöpfer gibt ihm einen Geist und eine Seele [Ruach bzw. Neshama]." Das wird in der Arbeit erklärt, denn wir erfahren, dass es drei Linien gibt – Chessed [Barmherzigkeit/Gnade], Din [Gericht] und Rachamim [Mitgefühl/Barmherzigkeit].

Es ist so, wie wir in früheren Aufsätzen schon gesagt haben: Damit ein Mensch die Möglichkeit hat zu gehen, braucht er zwei Beine, ein rechtes und ein linkes. Sie sind wie die beiden Verse, die sich gegenseitig widerlegen, bis der dritte Vers kommt und Sätze dazwischen setzt. So haben die beiden Linien die entscheidende Linie hervorgebracht.

Damit können wir die Bedeutung von "pflügen", "säen" und der "reifen Ernte" in der Arbeit interpretieren. Die rechte Linie ist nämlich das Pflügen. Dies ist die Ordnung der Arbeit des Menschen, der in die Arbeit des Gebens aufgenommen werden will. Der Mensch ist erschaffen, um einzig und allein auf sich selbst zu achten. Und da es eine Korrektur über den Willen, für sich selbst zu empfangen, gab, um die Angelegenheit der Scham aufgrund der Ungleichheit der Form vom Schöpfer zu vermeiden – denn was wir über Ihn sagen, ist nur, wie Er den Geschöpfen gibt, und es gibt überhaupt kein egoistisches Empfangen in Ihm –, wurde ein Zimzum [Einschränkung] und Verhüllung über den Willen, für sich selbst zu empfangen, gelegt, damit die Geschöpfe nicht die Freude und den Genuss empfangen können, die Er den Geschöpfen vermitteln möchte.

Dies geschah, damit der Mensch die Gefäße des Empfangens korrigieren kann, damit sie einzig und alleine um des Gebens willen arbeiten. Mit anderen Worten: Der Mensch muss das Verlangen zu empfangen in sich umkehren und stattdessen ein Verlangen zu geben erhalten. Das heißt, dass das, was vorher für ihn von höchster Bedeutung war – der Wille zu empfangen – nun von untergeordneter Bedeutung sein wird. Er wird es nicht gebrauchen wollen, sondern im Gegenteil, der Wille zu geben, der für ihn von untergeordneter Bedeutung war und den er nicht gebrauchen wollte, wird nun hoch angesehen. Das bedeutet, dass sein Wille zu geben jetzt wichtig für ihn ist und er nur noch das Verlangen zu geben verwenden will.

Das nennt man "Pflügen", wenn der Boden umgewälzt wird, damit das, was oben war, nach unten kommt und das, was unten war, nach oben kommt. Das nennt man "rechte Linie" – Aspekt von Abraham, Chessed. Mit anderen Worten: Er will sich jetzt nur noch mit Chessed befassen, dem "Verlangen, zu geben", und die rechte Linie heißt "Vollkommenheit". Obwohl er also sehen kann, dass er Chessed noch nicht ausführen kann, sollte er sich vorstellen, dass er bereits mit Geben, genannt Chessed, belohnt wurde, und dem Schöpfer dafür danken, dass er ihn mit dem Handeln um des Gebens willen belohnt hat.

All das ist nur über dem Verstand. Wenn er die Situation, in der er sich befindet, betrachtet, kann er zwar das Gegenteil sehen, aber das ist eine Angelegenheit, die über dem Verstand steht. Das bedeutet, dass er sich vorstellen muss, dass er bereits mit dem Verlangen zu geben belohnt wurde, so als ob er bereits mit dem Pflügen belohnt worden wäre.

Außerdem sollte man sich selbst herabsetzen und sagen: "Ich bin zufrieden und dankbar für den Gedanken und das Verlangen, etwas im Spirituellen zu tun, das mir der Schöpfer gibt – dafür, dass er mich damit belohnt, dass ich dem Schöpfer ein wenig diene, was bedeutet, dass ich etwas für den Schöpfer tun kann." Und er ist glücklich darüber, denn er kann sehen, dass der Schöpfer dem Rest der Menschen nicht die Möglichkeit gegeben hat, ihm zu dienen. Deshalb ist er damit zufrieden. Das gilt als "Vollkommenheit", denn jetzt glaubt er über dem Verstand, dass der Schöpfer die Welt in einer Weise führt, die gut ist und Gutes tut, und deshalb kann er jetzt Liebe für den Schöpfer zeigen und immer glücklich sein.

Gleichzeitig ist es aber geboten, mit dem anderen Bein, dem linken, zu wandeln, d.h. sein Handeln kritisch zu prüfen. Er sollte das Verlangen haben, die Wahrheit zu sehen, wie viel Mühe er sich geben kann, um des Gebens willen, und wie wichtig die Spiritualität ist. Versteht er wirklich, dass es besser ist, einzig und alleine für den Schöpfer zu arbeiten und nicht für sich selbst?

In diesem Zustand kann er alles ganz anders sehen: All sein Handeln, während er auf der rechten Linie wandelte und er dachte, er sei wirklich ein vollkommener Mensch, sieht er jetzt, da er auf die linke Linie gewechselt ist, dass er nichts hat, was wirklich um seines Schöpfers willen ist.

Das nennt man "säen". Wenn man zum Beispiel gute Weizensamen nimmt und sie auf dem Feld aussät, würde ein Mensch, der sich mit Feldarbeit nicht auskennt, den Menschen, der die Samen genommen und in den Boden gesät hat, ansehen, als wäre er verrückt. Ähnlich verhält es sich hier, wenn jemand gute Zustände nimmt, die Vollkommenheit beinhalten, für die er dem Schöpfer bereits gedankt hat, und sie nun wieder aufhebt. Es ist wie bei jenem Menschen, der gute Weizensamen nahm und sie auf das Feld säte.

Aber in Wahrheit kann man nicht auf einem Bein wandeln. Diese beiden Beine werden als zwei Verse bezeichnet, die sich gegenseitig widerlegen. Deshalb wird Isaak als derjenige betrachtet, der sein Feld besät, das der linke Aspekt ist. Unsere Weisen sagten dazu: "Man sollte immer mit der Linken abstoßen und mit der Rechten anziehen" (Sotah 47). Wir sollten auslegen, dass es "mit der Rechten anziehen" heißt, wenn man das Gefühl hat, dass man dem Schöpfer nahe ist. "Mit der Linken abstoßen" bedeutet, dass er, wenn er sich kritisch betrachtet, sehen kann, dass er von der Arbeit des Gebens abgestoßen wird. Das heißt, unsere Weisen kommen, um uns zu sagen, dass der Mensch zwei Dinge braucht, rechts und links, da man nicht auf einem Bein wandeln kann. Dies wird als "Isaak" bezeichnet, der "säen" genannt wird.

Abraham, der "rechts" genannt wird, also Chessed, Vollkommenheit, wird "Weißes" genannt, wie oben schon gesagt wurde, da die drei Partner sein Vater, seine Mutter und der Schöpfer sind. Sein Vater ist die erste Unterscheidung – die erste Linie, die Chessed, die Vollkommenheit, bedeutet. Die Vollkommenheit wird "weißes" genannt, denn es steht geschrieben: "Wenn deine Sünden auch wie Scharlach sind, so sollen sie doch weiß wie Schnee sein." Das nennt man "Das Rechte zieht an", wenn er spürt, dass er dem Schöpfer näher kommt.

"Und seine Mutter sät das Rote." Rot weist auf einen Mangel hin, Nukwa [aramäisch: weiblich], bei dem er sehen kann, dass er vollkommen von der Arbeit um des Gebens willens abgestoßen wird. Er befindet sich also in einem Zustand des Auf- und Abstiegs. Dies wird als nur teilweiser Glaube angesehen, denn er sagt ("Einführung in das Studium der Zehn Sefirot", Punkt 14), dass er viele Abstiege hat und während des Abstiegs ohne Glauben ist.

Allerdings darf man nicht viel Zeit auf der linken Linie, der sogenannten "zweiten Linie", verbringen, da man sich zu diesem Zeitpunkt in einem Zustand der Trennung befindet. Die meiste Zeit sollte man also in der Arbeit im Zustand der Vollkommenheit verbringen. Das wird "die Erneuerung des Mondes" genannt. Es bedeutet, dass man ständig das Weiße in sich erneuern muss – die rechte Linie, die das Weiße ist.

Aber während des Abstiegs verlässt ihn der Glaube und er bleibt manchmal bewusstlos, wie ein Mensch, der unter einen Lastwagen fällt und verletzt wird, obwohl er nicht weiß, dass er gefallen ist. Die Lehre ist, dass der Mensch unter seiner Last liegt, wie es geschrieben steht: "Wenn du den Esel deines Feindes unter seiner Last liegen siehst", denn er kann nicht über den Verstand gehen, da die Arbeit, über den Verstand zu gehen, für ihn eine unerträgliche Last und Bürde ist. Wenn er also seine Aufmerksamkeit davon ablenkt, fällt er sofort unter den Lastwagen. Das nennt man "bei einem Verkehrsunfall verletzt werden". Deshalb muss man immer vorsichtig sein und sich rechts halten.

Daraus folgt, dass die Korrektur eines Menschen, der auf der linken Linie wandelt, darin besteht, dass er nicht abwartet, bis er einen Sturz erleidet und dann wartet, bis eine Erweckung von oben zu ihm kommt. Stattdessen zieht er die Linke an sich, und dann sieht er, dass er sich in einem Zustand des Abstiegs befindet, was bedeutet, dass er keinen einzigen Funken Verlangen hat, in der Arbeit des Gebens zu arbeiten und nicht zu seinem eigenen Nutzen. Und dann kann er beten.

Es ist so, wie Baal HaSulam sagte, was unsere Weisen von [König] David sagten, der sagte: "Ich erwecke die Morgenröte, und die Morgenröte erweckt mich nicht." Das heißt, König David hat nicht auf die Morgendämmerung gewartet, die "schwarz" genannt wird, was Dunkelheit bedeutet, was bedeutet, dass die Dunkelheit ihn erweckt. Stattdessen erweckt er die Dunkelheit. Er betet zum Schöpfer, dass er sein Angesicht für ihn erhellt, und so gewinnt er Zeit, indem er sich auf die Dunkelheit vorbereitet, und dann ist es leichter, sie zu korrigieren.

Und aus den beiden oben erwähnten Linien – rechts und links – ergibt sich eine dritte Linie, die mittlere Linie. Es ist so, wie unsere Weisen sagten: "Der Schöpfer legt den Geist und die Seele in ihn hinein." Nachdem ein Mensch also die Arbeit in zwei Linien vollendet hat, kommt alles Böse in ihm zum Vorschein. Das kommt zu ihm, denn diese zwei Linien sind wie zwei Verse, die sich gegenseitig widerlegen. Er sieht, dass das Auf und Ab kein Ende hat, und dann bittet er den Schöpfer aufrichtig darum, dass er ihm hilft, das Verlangen zu geben zu erlangen.

Wenn der Schöpfer ihm hilft, wird er mit vollkommenem, dauerhaftem Glauben belohnt, denn er hat bereits die Gefäße des Gebens. Bevor er die Gefäße des Gebens erlangt, ist es ihm unmöglich, dauerhaft zu glauben, denn während des Abstiegs verliert er seinen Glauben und er kann nicht dauerhaft an den Schöpfer glauben.

Es wird erklärt ("Einführung in das Buch Sohar", Punkt 138): "Da wir die Gefäße des Empfangens entgegen der Art und Weise, wie sie erschaffen wurden, benutzen, empfinden wir die Handlungen der Vorsehung zwangsläufig als böse, gegen uns gerichtet. Wenn der Mensch also Böses empfindet, ist er dementsprechend ketzerisch gegen die Vorsehung, und der Handelnde ist ihm verborgen."

Wir können also sehen, dass jemand, bevor er mit Gefäßen des Gebens belohnt wird, keinen dauerhaften Glauben haben kann. Durch die Belohnung mit dem Verlangen zu geben – das sich in der Arbeit in den beiden Linien ausbreitet, durch die sich alles Böse vollkommen offenbart – kommt er jedoch zu dem Entschluss, dass einzig und alleine der Schöpfer ihm helfen kann. Er strengt sich dann in der Arbeit an und entflieht der Kampfhandlung nicht, und wird dann mit der mittleren Linie belohnt, die heißt "der Schöpfer gibt den Geist und die Seele." Das wird "Offenbarung des Angesichtes" genannt. Es steht geschrieben: "Wie soll es Umkehr geben, wenn Er, der die Geheimnisse kennt, bezeugt, dass er nicht zur Torheit zurückkehren wird."

Damit können wir auslegen, was wir gefragt haben: "Was bedeutet es in der Arbeit, dass geschrieben steht: 'Jakob kam und er ist die reifende Ernte', so wie es hieß: 'Die Heiligkeit Israels ist für den Ewigen, seine Erstlingsfrucht', er stand darüber." Unsere Weisen gaben dazu ein Gleichnis: "Der König steht nicht auf seinem Feld, außer wenn die Ernte reif ist."

Wir sollten auslegen, dass mit dem König, der auf seinem Feld steht, ein Mensch gemeint ist. Der Mensch breitet sich von Malchut aus, und Malchut wird "ein Feld" genannt. Und der Mensch soll dazu kommen, dass er "ein Feld ist, das der Ewige gesegnet hat". Das geschieht durch die Arbeit in den beiden oben erwähnten Linien – das Pflügen Abrahams und das Säen Isaaks.

Danach kommt die Erkenntnis: "Wenn die Ernte reif ist", wenn man schon die Belohnung für die Arbeit – die Ernte – sehen kann, nämlich Jakob. Es ist so, wie oben gesagt – nachdem er mit der Hilfe des Schöpfers belohnt wurde, als der Schöpfer ihm die Seele gegeben hat, die "Offenbarung des Angesichtes" genannt wird, heißt es, dass der Schöpfer dauerhaft über ihm steht, was bedeutet, dass er dann mit dauerhaftem Glauben belohnt wird. Das ist die Bedeutung dessen, was geschrieben steht: "Und der Ewige stand über ihm." Mit anderen Worten: Nachdem ein Mensch die Stufe der mittleren Linie erreicht hat, die als Jakob bezeichnet wird, steht der Schöpfer bereits über ihm, wie in dem Gleichnis oben erwähnt, wo der König auf seinem Feld steht, wenn die Ernte reif ist.

Es steht geschrieben ("Einführung in das Studium der Zehn Sefirot", Punkt 54): "Wenn der Schöpfer sieht, dass man sein Maß an Anstrengung vollendet und alles beendet hat, was man tun musste, um seine Wahl im Glauben an den Schöpfer zu stärken, hilft ihm der Schöpfer. Dann erlangt man die offene Vorsehung, das heißt die Offenbarung des Angesichtes. Er wird dann mit vollkommener Umkehr belohnt."

Er sagt ("Einführung in das Studium der Zehn Sefirot", Punkt 56): "In Wahrheit ist man nicht absolut sicher, dass man nicht wieder sündigt, bevor man mit der oben genannten Erlangung von Belohnung und Strafe, also der Offenbarung des Angesichtes, belohnt wird. Und diese Offenbarung des Angesichtes wird aus der Perspektive des Heils des Schöpfers 'Zeugnis' genannt, ...es garantiert, dass er nicht wieder sündigen wird." Das bedeutet, dass er zu diesem Zeitpunkt mit dauerhaftem Glauben belohnt wird.

Jetzt können wir auslegen, was geschrieben steht: "Der Ewige lebt, und gepriesen sei mein Fels." "Meine Seele wird im Ewigen verherrlicht werden." Wir sollten die Bedeutung von "Der Ewige lebt" in Bezug auf den Schöpfer verstehen. Welche Art von Lobpreis des Schöpfers ist das? In der Arbeit sollten wir "Lebt" auslegen. Wer ist Er, der "Der Ewige lebt" genannt wird? Es ist jemand, der an den Schöpfer glaubt, dass Er wohlwollend über die Welt wacht. Dieser Mensch wird "Lebt" genannt.

"Gesegnet von meinem Felsen" ist derjenige, der vom Schöpfer die Form dieses Glaubens empfängt, Das Verlangen zu empfangen ist Sein Verlangen, seinen Geschöpfen Gutes zu tun. Dieser Mensch segnet den Schöpfer dafür, dass er ihm den Glauben gegeben hat, denn allein wäre er nicht in der Lage, den Glauben über dem Verstand auf sich zu nehmen, denn das ist ein Geschenk Gottes.

Wir sollten auch auslegen: "Meine Seele soll im Ewigen verherrlicht werden." "Im Ewigen" bedeutet, dass der Schöpfer ihn in seine Nähe bringt. Dafür wird seine Seele verherrlicht, was bedeutet, dass die Seele des Menschen dem Schöpfer zutiefst dankbar ist, dass er sie ihm näher gebracht hat. Das nennt man "Der Schöpfer gibt den Geist und die Seele". Aus eigener Kraft wäre der Mensch dazu nicht in der Lage. Dafür lobt er den Schöpfer - jetzt, wo er den Glauben hat. Er segnet den Schöpfer für das, was der Schöpfer ihm gegeben hat. Außerdem wird der Schöpfer "die mittlere Linie" genannt, wie oben schon gesagt wurde. Nur wenn man in den beiden vorherigen Linien arbeitet, wird man später damit belohnt, dass der Schöpfer den Geist und die Seele gibt.

Also kann nur der Schöpfer einem helfen, die Herrschaft der Gefäße des Empfangens zu verlassen. Wenn man deshalb während des Abstiegs nicht mit seinem Willen zu empfangen diskutiert und sich darauf beruft, dass es für ihn besser wäre, wenn das Verlangen zu empfangen die Räumlichkeiten verlassen und dem Verlangen zu geben Platz machen würde, dann will er ihm zu verstehen geben, dass es sich vor ihm ergeben wird. Man sollte wissen, dass der Körper dem niemals zustimmen wird; es ist eine Verschwendung von Worten.

Stattdessen sollte er den Schöpfer fragen, denn nur Er hat die Kraft, dies zu annullieren, und kein anderer. Mit anderen Worten: Der Körper wird dem niemals zustimmen; daher ist es sinnlos, mit ihm zu streiten. Wenn er aber etwas um seines Schöpfers willen tun möchte, sollte er den Schöpfer bitten, ihm die Kraft zu geben, den Willen zu überwinden, für sich selbst zu empfangen.

Mit dem oben Gesagten sollten wir auslegen, was sie sagten (Awot, Sprüche der Väter, Kapitel 1:5): "Führe nicht viele Gespräche mit der Frau." Das wurde so über seine Frau gesagt. Es gilt erst recht für die Frau seines Freundes. Obwohl die wörtliche Bedeutung die wichtigste ist, können wir in der Arbeit interpretieren, dass die Frau und der Mensch in einem Körper sind. Die Frau des Menschen wird als "der Wille zu empfangen" bezeichnet, der immer nur empfangen will.

Deshalb sagten unsere Weisen manchmal, wenn ein Mensch etwas tun möchte, um zu geben, was "männlich" genannt wird, und der Wille zum Empfangen sich dagegen sträubt, und ein Mensch in der Diskussion mit seinem Willen zum Empfangen streiten möchte, um ihm zu verstehen zu geben, dass es besser für ihn ist, ihn arbeiten zu lassen, um zu geben, dass dies eine Verschwendung von Worten ist. Sie sagten: "Das ist Sein Wille, in meinem Willen, zu empfangen, in ihm selbst. "Das gilt erst recht für die Frau seines Freundes", was bedeutet, dass er mit dem Willen der Freunde, zu empfangen, streiten und sie dazu bringen soll, zu sehen, dass es besser ist, alles zu tun, um des Gebens willen – denn nur der Schöpfer kann ihnen helfen, aus der Herrschaft des Willens, für sich selbst zu empfangen, zu entkommen.

Daher dürfen solche Menschen, die auf dem Weg wandeln wollen, einen Zustand zu erreichen, in dem all ihr Handeln um des Schöpfers willen geschieht, ihren Freunden keine Vorwürfe machen, warum sie sich nicht in der Arbeit des Gebens befassen. Denn wenn er den Willen eines Freundes, etwas zu empfangen, korrigieren will, ist das so, als hätte dieser Mensch Macht. Aber in Wahrheit geschieht das, was ein Mensch um des Gebens willen tut, nur durch die Macht des Schöpfers. Deshalb ist es verboten, einen Freund zurechtzuweisen.