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1991/17 Was bedeutet „Denn ich habe sein Herz verhärtet“ in der Arbeit?

Zu dem Vers „Denn ich habe sein Herz verhärtet“ ist zu fragen: Warum steht nicht geschrieben, dass der Schöpfer das Herz des Pharaos gleich zu Beginn verhärtet hat, sondern wir sehen, dass es erst, nachdem der Pharao es zugegeben und gesagt hatte: „Der Ewige ist der Gerechte, und ich und mein Volk sind die Frevler“, dann heißt es im Vers: „Denn ich habe sein Herz verhärtet“? Und ebenso fragen alle Ausleger: Warum hat der Schöpfer dem Pharao die Wahl genommen?

Es ist bekannt, dass die Ordnung der Arbeit so ist, dass man die Arbeit beginnt, um Lohn zu empfangen. In dem Maß, in dem der Körper hört, dass er Lohn empfangen wird und dass er andernfalls Leiden empfangen wird, leitet ihn das an, in der Arbeit des Einhaltens von Tora und Mizwot zu arbeiten. Das heißt, in dem Maß, in dem er an Lohn und Strafe glaubt, in diesem Maß empfängt er Brennstoff, sodass es in seiner Hand liegt, Tora und Mizwot in allen ihren Einzelheiten und Feinheiten einzuhalten. Und auf diese Weise sieht der Mensch, dass er Tag für Tag vorankommt, deshalb hat er Freude an seiner Arbeit, da er Fortschritt in der Arbeit sieht. Und das entspricht der Regel, dass der Mensch keinerlei Arbeit verrichten kann, wenn er keinen Fortschritt in der Arbeit sieht. Und das gleicht einem Menschen, der einen Beruf erlernt und sieht, dass er in diesem Beruf keinen Fortschritt hat; dann geht er und sucht, etwas anderes zu tun, eine Arbeit, die für ihn leichter ist. Aber ohne Fortschritt kann man nichts tun, und das entspringt der Eigenschaft „was Gott erschaffen hat, um zu tun“, deshalb muss es in jeder Sache Fortschritt geben, wie bei einem Pferd, das die Mühle mahlt und den ganzen Tag im Kreis geht, in Wahrheit aber an derselben Stelle bleibt, an der es steht; deshalb muss man ihm die Augen verdecken, damit es die Wahrheit nicht sieht, sondern denkt, dass es jedes Mal an einen anderen Ort geht. Das heißt, dass sogar die Tiere ebenfalls Fortschritt in ihren Handlungen sehen müssen. Und aller Fortschritt in der Arbeit zeigt sich nur, wenn man arbeitet, um Belohnung zu empfangen.

Anders verhält es sich, wenn man zu arbeiten beginnt, um zu geben, das heißt, wenn man zur Anhaftung (Dwekut) an den Schöpfer gelangen will, die die Gleichheit der Form ist; dann kann der Mensch nicht auf die Handlungen blicken, die er tut. Das bedeutet: Obwohl er sieht, dass er jetzt zahlreichere Handlungen tut, als er sie tat, als er arbeitete, um Lohn zu empfangen, hat er jetzt dennoch einen anderen Maßstab, nämlich, wie sehr er darauf abzielt, dass seine Handlungen um des Gebens willen seien und nicht zum eigenen Nutzen. Und dann sieht er, wie weit er davon entfernt ist, obwohl er viele Aufstiege hat, das heißt, dass er in der Stufe aufsteigt und nun alles zum Nutzen des Schöpfers tun will. Und das ist nur deshalb, weil er ein Erwachen von oben empfangen hat; dann will er sich vor Ihm annullieren, nach der Natur „eine Kerze vor einer Fackel“. Aber danach fällt er aus seinem Zustand und sinkt wieder in die Selbstliebe, und dann sieht er, wie er jedes Mal schlechter wird, das heißt, dass er jedes Mal sieht, wie weit er von der Arbeit des Gebens entfernt ist, bis er viele Male in einen Zustand des Hinterfragens des zuvor Getanen gerät.

Und der Mensch fragt sich: Warum hatte ich, als ich arbeitete, um Lohn zu empfangen, Geschmack an der Arbeit, das heißt, dass ich mit Verlangen betete und mit Verlangen lernte, und jetzt, da ich mehr Mühe geben will, als ich sie gab, als ich arbeitete, um Lohn zu empfangen, sehe ich, dass mir der Geschmack fehlt, den ich damals hatte? Und der Mensch fragt: Jetzt, da ich um des Himmels willen arbeiten will, sagt mir der Verstand, dass ich mehr Annäherung empfinden müsste als damals, als ich zum eigenen Nutzen arbeitete, und jetzt sehe ich das Gegenteil – nicht genug, dass ich keinen Fortschritt mache, sondern ich gehe rückwärts.

Und die Antwort lautet, wie mein Vater und Lehrer sagte, dass der Mensch glauben muss, dass alles, was er jetzt empfindet, dass er weiter vom Schöpfer entfernt ist, von oben kommt. Das heißt, dass dies die Sache der Verhärtung des Herzens ist, die der Schöpfer gibt, damit der Mensch den wahren Mangel enthüllt, das heißt, damit er empfindet, wie er ohne die Hilfe des Schöpfers nicht fähig ist, der Herrschaft des Verlangens, für sich selbst zu empfangen, zu entkommen, sondern nur der Schöpfer selbst kann helfen. Das heißt, so wie der Schöpfer ihm die Natur des Verlangens gegeben hat, für sich selbst zu empfangen, soll Er ihm nun eine zweite Natur geben, die „Verlangen zu geben“ genannt wird, und zwar deshalb, weil es kein Licht ohne Kli (Gefäß) gibt, das „Mangel“ genannt wird, das heißt, der Mangel ist es, der der Füllung Geschmack gibt. Das bedeutet: Wenn man dem Menschen eine Füllung gibt und er keinen Mangel daran hat, ist der Mensch nicht fähig, den wahren Geschmack zu schmecken, der in der Füllung liegt; das heißt, wenn man ihm die Füllung gibt, bevor er einen Mangel hat, wird er die Füllung nicht gebrauchen können, um aus der Füllung herauszuholen, was in ihr ist. Es zeigt sich, dass der Mangel ein Teil der Füllung ist, denn das eine geht nicht ohne das andere. Ebenso muss man ihm, so wie man von oben die Füllung gibt, auch den Mangel geben. Somit wird das, was der Mensch sieht – dass er jetzt weiter von der Arbeit des Gebens entfernt ist –, ihm aus dem oben genannten Grund von oben gegeben, denn der Mangel ist ein Teil der Füllung; deshalb gibt der Höhere den Mangel, so wie der Höhere die Füllung gibt.

Und damit lassen sich die zwei Fragen erklären, die wir gestellt haben:

1.) Warum hat der Schöpfer gerade erst, nachdem der Pharao gesagt hatte: „Der Ewige ist der Gerechte, und ich und mein Volk sind die Frevler“, sein Herz verhärtet und nicht davor?

2.) Warum wurde ihm die Wahl genommen, wie geschrieben steht: „Denn ich habe sein Herz verhärtet“?

Die Antwort ist: Da der Mensch zu Beginn, wenn er in die Arbeit eintritt, sehen muss, dass alles in seiner Hand liegt, und das ist die ganze Zeit, in der er arbeitet, um Lohn zu empfangen, wo der Mensch dann sagen kann: „Der Ewige ist der Gerechte, und ich und mein Volk sind die Frevler“ – deshalb muss der Mensch in der Zeit, in der er arbeiten will, um zu geben, das heißt, um zur Anhaftung an den Schöpfer zu gelangen, die Wahrheit sehen, dass dies nicht in der Hand des Menschen liegt, und zwar deshalb, weil es gegen die Natur ist, in der der Mensch geboren wurde, und nur der Schöpfer ihm eine zweite Natur geben kann. Jedoch gibt es ohne Mangel keinen wahren Geschmack in der Füllung; deshalb gibt der Schöpfer die Verhärtung des Herzens, damit der Mensch den Mangel in seiner Fülle empfindet. Und damit ist verständlich, dass der Schöpfer erst danach sein Herz verhärtet hat, das heißt, nachdem er in die Arbeit um des Himmels willen eingetreten ist, und nicht davor. Und auch, warum die Verhärtung des Herzens nötig war, hat noch einen anderen Grund: Hätte man den wahren Mangel nicht empfunden, hätte man keine wahre Füllung empfangen können, denn es gibt kein Licht ohne Kli. Es zeigt sich, dass die Sache der Verhärtung des Herzens nicht zu seinem Schaden war, das heißt, dass sie ihn weiter vom Schöpfer entfernen würde, sondern im Gegenteil, dass die Verhärtung des Herzens ihn dazu bringen würde, zur Anhaftung an den Schöpfer zu gelangen.

Und aus dem Gesagten sehen wir, dass auch der Mangel, den der Mensch darin empfindet, dass er vom Schöpfer entfernt ist, ebenfalls von oben kommt und nicht durch das Erwachen des Menschen. Und damit lässt sich erklären, was unsere Weisen sagten (Avot 2:5): „Und an einem Ort, wo es keine Menschen gibt, bemühe dich, ein Mensch zu sein.“

Und das lässt sich im Sinne der spirituellen Arbeit erklären: Als der Mensch mit der Arbeit begann – da beginnt man ja zu arbeiten, um Lohn zu empfangen –, sah er danach, dass es hier keine Menschen gibt, denn im Sinne der spirituellen Arbeit lernt man alles an einem einzigen Menschen. So sah er, dass in seinem Herzen keine Eigenschaft Mensch ist, sondern alle Bestrebungen, die in seinem Herzen sind, nur wie die von Tieren sind, die über den eigenen Nutzen hinaus nichts kennen. Und er denkt bei sich: Wie kann man über das auserwählte Volk sagen, wie geschrieben steht: „Du hast uns aus allen Völkern auserwählt, Du hast uns geliebt“, dass im Herzen des auserwählten Volkes nicht mehr als ein Verlangen von Tieren sei? Dazu sagten unsere Weisen: „An einem Ort, an dem du siehst, dass es keinen Menschen in deinem Herzen gibt, schau nicht darauf, wie sich die anderen Menschen verhalten, sondern bemühe dich, ein Mensch zu sein.“ Das heißt: Da du zur Sicht der Wahrheit gekommen bist, dass man ein Mensch sein muss und nicht ein Tier, wohingegen die anderen Menschen nicht zu dieser Erkenntnis gelangt sind, dass in ihrem Herzen kein Mensch ist – da sie also diese Erkenntnis nicht empfangen haben, ist das ein Zeichen, dass sie noch nicht zur Eigenschaft der Einzelarbeit gehören, die die Eigenschaft der Arbeit des Gebens ist. Und das ist es, was geschrieben steht: „an einem Ort“, das heißt an dem Ort, wohin die Erkenntnis gekommen ist, dass es keinen Menschen gibt, nämlich bei diesem Menschen, der diese Erkenntnis empfangen hat, muss er sich bemühen, ein Mensch zu sein und nicht ein Tier.

Deshalb empfindet der Mensch sich gewöhnlich als vollkommen, das heißt, er betet, und er lernt Tora und hält Mizwot ein, und er denkt nur, dass er die Menge vermehren muss; aber für die Qualität der Arbeit hat er nichts, worauf er blicken könnte, da er denkt: Gewiss tue ich alles um des Himmels willen.

Und aus dem Gesagten ergibt sich, dass das, was der Mensch empfindet, dass er Träger eines Mangels ist, das heißt, dass er empfindet, wie er in der Selbstliebe versunken und von der Sache des Gebens entfernt ist, nicht vom Menschen kommt, sondern von einem Erwachen von oben, das heißt, dass man ihm von oben seinen wahren Zustand kundgetan hat, wie er vom Schöpfer entfernt ist und sich nicht vor Ihm annullieren will. Das bedeutet: In der Zeit, in der der Mensch seine Niedrigkeit empfindet, muss er glauben, dass dies ihm von der Heiligkeit (Kedusha) kommt. Das ist ähnlich dem, was bei Moses geschrieben steht (2. Mose, dritter Abschnitt): „Und er ging hinaus zu seinen Brüdern und sah ihr Leid, und er sah einen ägyptischen Menschen, der einen hebräischen Menschen von seinen Brüdern schlug, und er sah, dass da kein Mensch war.“

Und im Sinne der spirituellen Arbeit lässt sich erklären: Gerade in der Zeit, in der der Mensch die Eigenschaft Moses hat, die „Eigenschaft der Tora“ genannt wird, kann er sehen, wie ein ägyptischer Mensch, das heißt das Verlangen, für sich selbst zu empfangen, sagt, dass er „Mensch“ genannt wird; und mit dieser Kraft, die „Eigenschaft der Tora“ genannt wird, sieht er, dass er einen hebräischen Menschen schlägt, das heißt, dass beim Hebräer gerade derjenige „Mensch“ genannt wird, der keine tierische Handlung tut, das heißt, dass derjenige „Mensch“ genannt wird, der nicht die Verlangen von Tieren gebraucht. Und das ist es, was geschrieben steht: „Und er sah, dass da kein Mensch war“, das heißt, dass aus ihm niemals aus eigener Kraft ein Mensch hervorgehen wird. Und das ist deshalb, weil der Mensch die Eigenschaft Moses hat, der die Eigenschaft des treuen Hirten (Raaja Mehemna) ist (der die Eigenschaft dessen ist, der den Glauben für ganz Israel hütet); diese Kraft erweckt den Menschen, die Wahrheit zu sehen, dass der Mensch niemals aus eigener Kraft die Eigenschaft Mensch erlangen wird. Und das ist es, was geschrieben steht: „Und er sah, dass da kein Mensch war“; das bringt ihn dazu, vom Schöpfer zu erbitten, dass Er ihm die Eigenschaft des Glaubens an den Schöpfer gebe, wodurch er zur Anhaftung an den Schöpfer gelangen wird.

Jedoch, nachdem der Mensch der Eigenschaft des Glaubens würdig geworden ist, ist das noch keine Vollkommenheit, obwohl er bereits „Eigenschaft Mensch“ genannt wird und nicht Tier; aber der Mensch muss ebenso der Eigenschaft der Tora würdig werden, denn gerade durch die Tora gelangt der Mensch zu seiner Vollkommenheit, denn der Mensch muss zur Eigenschaft „Die Tora, der Schöpfer und Israel sind eins“ gelangen, denn das wird Eigenschaft des Sprechenden genannt, wie bei Moses geschrieben steht, der sagte: „Und Moses sagte zu dem Ewigen: ‚Bitte, Herr, ich bin kein Mann der Worte.‘“ Im Sinne der spirituellen Arbeit lässt sich erklären, dass er erbat, dass es nicht genügt, dass er bereits Eigenschaft Mensch ist, sondern dass er ein Mann der Worte sein will, das heißt, dass er der Eigenschaft des Sprechenden würdig wird, die „Eigenschaft der Tora genannt wird, denn gerade die Eigenschaft des Sprechenden, die die Eigenschaft der Tora ist, wird als Vollkommenheit gewertet.

Jedoch ist nicht zu vergessen, dass es in der Arbeit eine Sache der rechten Seite gibt, die das Gegenteil der linken ist. Das heißt: So wie auf dem Weg der linken Seite gilt, dass der Mensch umso lobenswerter ist, je mehr Mangel er bei sich sieht – und zwar deshalb, weil der Mangel „Gefäß“ genannt wird und folglich ein großer Mangel „großes Gefäß“ genannt wird –, so ist es auch auf dem Weg der rechten Seite: Je vollkommener sich der Mensch empfindet, desto größer ist sein Gefäß. Das bedeutet: Wenn der Mensch sieht, dass er voller Mängel ist, kann er ein größeres Gebet darbringen als jemand, der nicht so sehr einen Mangel trägt und dessen Gebet deshalb nicht so sehr aus der Tiefe des Herzens kommt; denn gerade der Mangel bestimmt das Maß des Gebets.

Ebenso verhält es sich beim Weg der rechten Seite: Er besagt, dass der Mensch empfinden muss, dass es Vollkommenheit gibt. In dem Maß, in dem er Vollkommenheit empfindet, kann er dem Schöpfer Dank geben. Das heißt, dass die Vollkommenheit, in der der Mensch sich befindet, das Maß des Dankes an den Schöpfer bestimmt. Deshalb muss der Mensch Ratschläge finden, wie er sehen kann, dass er Vollkommenheit hat; jedoch muss der Mensch darauf achten, dass seine Vollkommenheit nicht auf einer Grundlage der Lüge aufgebaut ist. Und es ist zu fragen: Wenn der Mensch sieht, dass er kein Bedürfnis nach Spiritualität hat und in der Selbstliebe versunken ist, wie kann er dann zu sich sagen, dass er Vollkommenheit hat?

Zuerst müssen wir die Verbindung wertschätzen, die wir mit dem Schöpfer haben. Denn der Mensch muss glauben: Den Zustand, in dem er empfindet, dass er leer und gänzlich ohne alles ist – dass er also empfindet, dass in seinem Herzen jetzt kein Bedürfnis nach Spiritualität ist –, wer hat ihm diese Empfindung gegeben? Denn im Allgemeinen sorgt sich der Mensch um das, was ihm fehlt, und sorgt sich nicht um das, was ihm nicht fehlt; wenn dem so ist, ist zu fragen: Wer hat ihm jetzt gegeben, dass er sich um das sorgt, was ihm nicht fehlt? Und die Antwort lautet, dass er in Wahrheit ein inneres Verlangen hat, dass ihm sehr wohl die Annäherung an den Schöpfer fehlt, nur ist dieser Mangel bei ihm noch nicht in großem Maß offenbart, sodass er das Bedürfnis hätte, Ratschläge zu suchen, wie er den Mangel füllen kann. Und deshalb muss der Mensch sich darüber freuen: Immerhin hat er einen Mangel an Spiritualität, wohingegen die anderen Menschen überhaupt kein Interesse an Spiritualität haben.

Und wenn der Mensch dies wertschätzt, obwohl es ihm nicht wichtig ist, und es dennoch wertschätzt und sich bemüht, dem Schöpfer dafür Dank zu geben, bringt ihn das dazu, Wichtigkeit für die Spiritualität zu empfangen, und darüber kann sich der Mensch freuen, und dadurch kann er der Anhaftung würdig werden, und zwar deshalb, wie mein Vater und Lehrer sagte: „Denn der Gesegnete haftet an dem Gesegneten.“ Das heißt: Dadurch, dass der Mensch sich freut und dem Schöpfer Dank gibt, empfindet er, dass der Schöpfer ihn damit gesegnet hat, dass Er ihm gegeben hat, ein wenig von der Heiligkeit zu empfinden; dann „haftet der Gesegnete an dem Gesegneten“, und durch diese Vollkommenheit kann der Mensch zur wahren Anhaftung gelangen.

Und mein Vater und Lehrer sagte, dass der Mensch sich selbst, sogar in der Zeit, in der er sich in der äußersten Niedrigkeit befindet, vorstellen soll – wobei er dann denkt: Wenn der Schöpfer ihm ein großes Erwachen leuchten ließe, wie er es irgendwann einmal in der Zeit des Aufstiegs empfand, wäre er gewiss bereit, die heilige Arbeit zu verrichten, anders als jetzt, da er nichts empfindet – wie kann er sich selbst täuschen, dass er Vollkommenheit hat? Dann muss er im Glauben an die Weisen das glauben, was sie uns gesagt haben, dass der Mensch sich selbst vorstellen muss, als sei er bereits dessen gewürdigt worden, die Existenz des Schöpfers in all seinen Gliedern zu empfinden, und wie er Ihm dann danken und Ihn loben würde; ebenso muss er jetzt dem Schöpfer danken und Ihn loben, als sei er bereits der wahren Vollkommenheit würdig geworden.

korrOp, EY, 10.08.2026, 02:50 Uhr, Ver3