Brief 31
5717 (1957)1, Manchester
An die Freunde, mögen sie ewig leben,
Seit Langem habe ich euch nicht geschrieben und auf eine Aufforderung von euch gewartet. Inzwischen möchte ich euch einen Artikel niederschreiben, den ich im Jahr 5708 (1948) während einer Purim-Mahlzeit am reinen Tisch meines Vaters und Lehrers hörte.
In der Megilla (Schriftrolle Ester) sind einige Einzelheiten zu klären:
1) Es steht geschrieben: „Nach diesen Begebenheiten erhob der König Haman.2“ Man muss verstehen, was „nach diesen Begebenheiten“ bedeutet. Nachdem Mordechai den König gerettet hatte, hätte der König doch Mordechai erheben müssen. Am Ende steht jedoch, dass er Haman erhob.
2) Als Ester zum König sagte: „Denn wir sind verkauft worden, ich und mein Volk3“, fragte der König: „Wer ist er, und wo ist er?4“ – nicht: „Dies ist er.“ Das heißt, der König wusste von nichts. Doch es steht geschrieben, dass der König zu Haman sagte: „Das Silber sei dir gegeben und auch das Volk, damit du mit ihm tust, was dir gefällt.5“ Wir sehen also, dass der König sehr wohl von dem Verkauf wusste.
3) Über „nach dem Willen eines jeden6“ lehrten unsere Weisen: „Rava sagte: nach dem Willen Mordechais und Hamans7“ (Megilla 12). Bekanntlich bezeichnet das Wort „König“, wenn es ohne weitere Bestimmung steht, den König der Welt. Wie ist es dann möglich, dass der Schöpfer nach dem Willen eines Frevlers handelt?
4) Es steht geschrieben: „Und Mordechai wusste alles, was geschehen war.8“ Das klingt, als hätte nur Mordechai davon gewusst. Zuvor steht jedoch: „Und die Stadt Shushan war bestürzt.9“ Somit wusste doch die ganze Stadt Shushan davon.
5) Es steht geschrieben: „Denn eine Schrift, die im Namen des Königs geschrieben und mit dem Siegelring des Königs versiegelt wurde, kann nicht widerrufen werden.10“ Wie konnte er später zweite Briefe herausgeben, die letztlich die ersten annullierten?
6) Was bedeutet die Pflicht, sich an Purim so zu berauschen, bis man nicht mehr zwischen „Verflucht sei Haman“ und „Gesegnet sei Mordechai11“ unterscheiden kann?
7) Was bedeutet die Auslegung unserer Weisen: „‚Und das Trinken geschah nach dem Gesetz.12‘ Was heißt ‚nach dem Gesetz‘? Rabbi Chanan sagte im Namen Rabbi Meirs: ‚Nach dem Gesetz der Tora.‘ Wie lautet das Gesetz der Tora? Das Essen überwiegt das Trinken13“?
Um all dies zu verstehen, müssen wir zunächst Haman und Mordechai erklären. Unsere Weisen deuteten „nach dem Willen eines jeden“ als den Willen Hamans und Mordechais. Mordechais Wille heißt „das Gesetz der Tora“: Das Essen überwiegt das Trinken. Hamans Wille ist das Gegenteil: Das Trinken überwiegt das Essen. Wir fragten: Wie kann ein Mahl nach dem Willen eines Frevlers stattfinden? Die Antwort steht unmittelbar daneben: „ohne Zwang“; das Trinken war für sie also nicht zwingend.
Dies entspricht den Worten unserer Weisen über den Vers: „Und Moses verbarg sein Angesicht, denn er fürchtete sich, hinzublicken.14“ Sie sagten: Als Lohn dafür, dass „Moses sein Angesicht verbarg“, wurde ihm zuteil: „Das Bild des Ewigen schaut er.1516“ Denn gerade wenn jemand eine Sache nicht benötigt, weil er einen Masach (Schirm) über sie legen kann, darf er sie empfangen. Das bedeutet: „Ich habe einem Helden Hilfe gewährt.17“ Gerade wer stark ist und auf den Wegen des Schöpfers gehen kann, dem gewährt der Schöpfer Hilfe.
Das ist die Bedeutung von „Und das Trinken geschah nach dem Gesetz.“ Warum? Weil es „ohne Zwang“ war; sie brauchten das Trinken nicht. Nachdem sie jedoch zu trinken begonnen hatten, wurden sie davon angezogen. Sie waren bereits daran gebunden, brauchten es und standen damit unter Zwang. So annullierten sie Mordechais Weg. Darum sagten die Weisen, jene Generation sei zur Vernichtung verurteilt worden18, weil sie das Mahl jenes Frevlers genossen hatte.
Hätten sie das Trinken also ohne Zwang angenommen, hätten sie Mordechais Willen, den Weg Israels, nicht annulliert. Da sie den Schöpfer jedoch unter Zwang annahmen, verurteilten sie selbst das Gesetz der Tora, den Aspekt Israels, zur Vernichtung. Darin liegt die Bedeutung, dass das Essen das Trinken überwiegt: Trinken bezeichnet die Enthüllung von Chochma (Weisheit), die „Wissen“ heißt; Essen dagegen heißt Or Chassadim (Licht der Gnaden) und bezeichnet den Glauben.
Nun ist die Angelegenheit von Bigtan und Teresh zu betrachten, die Hand an den König der Welt legen wollten19. „Die Sache wurde Mordechai bekannt20“, und „die Sache wurde untersucht und bestätigt21“. Diese Untersuchung war nicht mit einem Mal abgeschlossen. Mordechai erlangte dies nicht mühelos; erst nach großer Arbeit wurde ihm dieser Makel enthüllt. Als er ihm klar enthüllt worden war, „wurden beide gehängt“. Nachdem man den daraus entstehenden Makel erkannt hatte, hängte man sie – das heißt, man entfernte diese Handlungen und Verlangen aus der Welt.
„Nach diesen Begebenheiten“ bedeutet: Nach all der Mühe und Anstrengung, die Mordechai bei seiner Prüfung aufgewandt hatte, wollte der König ihn für seine Arbeit in liShma (um des Gebens willen) belohnen. Es gilt jedoch der Grundsatz (Klal), dass man dem Unteren nichts geben kann, wenn er es nicht benötigt. Verlangen und Bedürfnis heißen Kli (Gefäß), und es gibt kein Licht ohne Kli.
Hätte der König Mordechai gefragt, was er ihm geben solle – Mordechai war doch ein Gerechter, dessen ganze Arbeit nur im Geben bestand. Er brauchte keine Erhöhung, sondern begnügte sich mit wenig. Der König aber wollte Chochma herabziehen – die offenbarten Mochin (Verstandeslichter), die von der Linken Linie ausgehen –, während Mordechais Arbeit auf der Rechten Linie lag. Was tat der König? Er erhob Haman, das heißt, er verlieh der Linken Linie Bedeutung.
Das ist die Bedeutung von: „Er setzte seinen Thron über den aller Fürsten.22“ Ebenso gab er ihm die Herrschaft: Alle Diener des Königs knieten nieder und verneigten sich vor Haman, denn der König hatte befohlen, dass er die Herrschaft empfangen sollte, und alle fügten sich ihm.
Das Niederknien bedeutet, eine Herrschaft anzunehmen. Hamans Weg in der Arbeit gefiel ihnen mehr als Mordechais Weg. Alle Juden in Shushan nahmen Hamans Herrschaft an, bis es ihnen schwerfiel, Mordechais Auffassung zu verstehen; denn auf der Ebene des Wissens ist es leichter, auf den Wegen des Schöpfers zu gehen.
So fragten sie ihn, wie geschrieben steht: „Warum übertrittst du das Gebot des Königs?23“ Als sie sahen, dass Mordechai an seinem Weg des Glaubens festhielt, waren sie verwirrt und wussten nicht, wer recht hatte. Sie gingen zu Haman und fragten ihn, wer recht hatte, wie geschrieben steht: „Sie berichteten Haman davon, um zu sehen, ob Mordechais Worte Bestand haben würden; denn er hatte ihnen gesagt, dass er ein Jude sei.24“ Der Weg des Juden besteht also darin, dass das Essen das Trinken überwiegt: Der Glaube ist das Wichtigste und das ganze Fundament.
Dass Mordechai Hamans Auffassung nicht zustimmte, war für Haman ein großes Hindernis. Alle sahen Mordechais Standpunkt: Er behauptete, nur er gehe auf dem Weg des Juden; ein anderer Weg gelte bereits als Götzendienst. Deshalb sagte Haman: „Doch all dies ist mir nichts wert, solange ich Mordechai, den Juden, im Tor des Königs sitzen sehe.25“ Denn Mordechai behauptete, allein sein Weg sei das Tor des Königs.
Damit verstehen wir unsere Frage zu „Und Mordechai wusste“. Es steht doch: „Und die Stadt Shushan war bestürzt“, also wussten alle davon. Die Bewohner Shushans waren jedoch verwirrt und wussten nicht, wer recht hatte. Mordechai dagegen wusste, dass Hamans Herrschaft, Gott behüte, die Allgemeinheit Israels – den Weg des Judentums – auslöschen würde, denn Hamans ganzer Halt liegt in der Linken Linie.
Darin liegt das Geheimnis, dass Haman Lose warf, wie es am Jom Kippur (Versöhnungstag) geschieht, denn es steht geschrieben: „Ein Los für den Ewigen und ein Los für Asasel.26“ Das Los für den Ewigen ist die Rechte, Chassadim, die „Essen“ heißt und den Glauben bezeichnet. Das Los für Asasel ist seinem Wesen nach die Linke Linie, die „zu nichts taugt27“; von hier geht der gesamte Aspekt der Sitra Achra (andere Seite) aus. Deshalb wurden die Lichter verschlossen, denn die Linke Linie lässt die Lichter erstarren.
Das ist das Geheimnis von „er warf Pur, das ist das Los28“. Der Vers erklärt, was er warf, und antwortet: Pur. Ausgesprochen verweist dies auf Pi-Or [Mund des Lichts]. Durch das Los für Asasel wurden alle Lichter verschlossen; so warf er alle Lichter hinab. Haman dachte: „Der Gerechte bereitet vor, und der Frevler kleidet sich damit.“ Für all die Arbeit, die Mordechai und seine Gefährten die ganze Zeit geleistet hatten, wollte Haman den Lohn nehmen: Er wollte die gesamte Enthüllung der Lichter unter seine Herrschaft bringen.
All dies geschah, weil Haman sah, dass der König ihm die Herrschaft gegeben hatte, das Licht von Chochma nach unten herabzuziehen. Deshalb trat er vor den König, um die Juden zu vernichten – also die Herrschaft Israels, Chassadim, zu annullieren und das Wissen in der Welt offenbaren zu lassen. Der König antwortete: „Das Silber sei dir gegeben und auch das Volk, damit du mit ihm tust, was dir gefällt“ – was also Haman gefiel, entsprechend seiner Herrschaft, der Linken und dem Wissen.
Der ganze Unterschied zwischen den ersten und den zweiten Briefen liegt in dem Wort „die Juden“. Im Wortlaut des Erlasses (Patshegen) – der Patshegen ist der vom König ausgegangene Inhalt, zu dem anschließend Erläuterungen gegeben werden, die seine Absicht erklären – hieß es: „Als Gesetz in jeder einzelnen Provinz zu erlassen, allen Völkern öffentlich bekannt zu machen, damit sie für diesen Tag bereit seien.29“
Es stand nicht geschrieben, wer bereit sein sollte. Nur Haman deutete den Wortlaut des Erlasses, wie geschrieben steht: „Und es wurde alles geschrieben, was Haman befohlen hatte.30“ In den zweiten Briefen steht dann ausdrücklich das Wort „die Juden“: „Als Gesetz in jeder einzelnen Provinz zu erlassen, allen Völkern öffentlich bekannt zu machen, damit die Juden für diesen Tag bereit seien, sich an ihren Feinden zu rächen.31“
Als Haman zum König kam, sagte der König daher zu ihm: „Das Silber“, das im Voraus vorbereitet worden war, „sei dir gegeben.“ Du musst also keine weitere Handlung hinzufügen, denn „das Volk – damit du mit ihm tust, was dir gefällt“: Das Volk will bereits tun, was dir gefällt, und deine Herrschaft annehmen. Der König hatte ihm jedoch nicht befohlen, die Herrschaft Mordechais und der Juden zu annullieren. Vielmehr war im Voraus vorbereitet worden, dass es nun eine Enthüllung von Chochma geben sollte – genau das, was in Hamans Augen Gefallen fand.
Der Wortlaut des Erlasses sollte „als Gesetz in jeder einzelnen Provinz erlassen und allen Völkern öffentlich bekannt gemacht werden“. Das Gesetz besagte also, dass es eine Enthüllung geben sollte: Chochma sollte allen Völkern enthüllt werden. Es stand jedoch nicht darin, dass der Aspekt Mordechais und der Juden, also der Glaube, annulliert werden sollte. Die Absicht war vielmehr, Chochma zu enthüllen, während sie dennoch Chassadim wählen würden.
Haman sagte: Da jetzt die Zeit gekommen ist, Chochma zu enthüllen, soll man Chochma empfangen. Mordechai dagegen behauptete, die Enthüllung solle nur zeigen, dass ihre Wahl nicht erzwungen war. Sie sollten Chassadim nicht deshalb wählen, weil ihnen mangels einer Enthüllung von Chochma keine andere Möglichkeit blieb, sondern aus freiem Willen.
Darum sagten unsere Weisen: „Bis hierher unter Zwang, von hier an aus freiem Willen.32“ So heißt es über den Vers „Sie bestätigten und nahmen an33“: Die ganze Enthüllung kam jetzt nur, damit sie den Weg des Juden aus freiem Willen annehmen konnten.
Darin bestand der Streit zwischen Mordechai und Haman. Haman behauptete, der Schöpfer offenbare jetzt die Herrschaft von Chochma, damit die Unteren Chochma empfangen. Mordechai dagegen behauptete, der Schöpfer gebe der Linken Linie jetzt nur Herrschaft, damit sie in die Rechte einbezogen werde – die Rechte bleibe also das Wichtigste.
Daraus folgt, dass die zweiten Briefe die ersten nicht annullierten, sondern den Wortlaut des ersten Erlasses erläuterten und erklärten. „Allen Völkern öffentlich bekannt“ war für die Juden bestimmt, damit sie Chassadim aus freiem Willen wählen konnten.
Deshalb steht in den zweiten Briefen: „Damit die Juden für diesen Tag bereit seien, sich an ihren Feinden zu rächen.“ Wie oben erklärt, sollte die gegenwärtige Herrschaft von Chochma zeigen, dass sie Chassadim Chochma vorzogen. Das heißt „sich an ihren Feinden rächen“: Ihre Feinde wollen gerade Chochma, während sie Chochma zurückweisen.
Damit verstehen wir auch unsere Frage, warum der König fragte: „Wer ist es … der sein Herz mit dem Vorsatz erfüllte, so zu handeln?“ Der König hatte doch gesagt: „Das Silber sei dir gegeben und auch das Volk, damit du mit ihm tust, was dir gefällt.“ Der König hatte jedoch nur angeordnet, Chochma zu enthüllen. Die Linke sollte der Rechten dienen; dadurch sollte allen sichtbar werden, dass die Rechte wichtiger ist, denn gerade deshalb wählen sie Chassadim.
Das ist das Geheimnis der Megillat Ester, das zunächst einen inneren Widerspruch zu enthalten scheint. Megillat verweist auf Megale [enthüllt], weil alles öffentlich enthüllt wird, während Ester auf Hester [Verhüllung] verweist. Wie oben erklärt, dient jedoch die ganze Enthüllung nur dazu, die Verhüllung zu wählen; gerade dadurch werden die Lichter unten enthüllt.
Nun verstehen wir die Worte unserer Weisen: „Ein Mensch ist verpflichtet, sich an Purim so zu berauschen, bis er nicht mehr zwischen ‚Verflucht sei Haman‘ und ‚Gesegnet sei Mordechai‘ unterscheiden kann.34“ Die Begebenheiten um Mordechai und Ester ereigneten sich vor dem Bau des Zweiten Tempels. Der Bau des Tempels bedeutet, Chochma herabzuziehen; dann heißt Malchut (Königreich) „Tempel“.
Das ist das Geheimnis davon, dass Mordechai Ester aufforderte, zum König zu gehen und für ihr Volk zu bitten. Sie antwortete: „Alle Diener des Königs … wer ungerufen zum König hineingeht, für den gilt nur ein Gesetz: Er muss sterben … Ich aber bin seit dreißig Tagen nicht gerufen worden, zum König zu kommen.35“ Bekanntlich ist es verboten, GaR (die drei oberen Sefirot) nach unten herabzuziehen. Wer GaR herabzieht, wird zum Tode verurteilt, denn die Linke Linie bewirkt die Trennung vom Leben der Leben.
„Außer demjenigen, dem der König das goldene Zepter entgegenstreckt, damit er am Leben bleibt.“ Gold bezeichnet Chochma und GaR. Nur durch eine Erweckung des Oberen kann jemand am Leben, also in Anhaftung (Dwekut), bleiben; nicht aber durch eine Erweckung des Unteren. Obwohl Ester, also Malchut, Chochma benötigt, darf dies nur durch eine Erweckung des Oberen geschehen. Zieht sie selbst GaR herab, verliert sie ihren ganzen Aspekt.
Darauf antwortete Mordechai ihr: „Erleichterung und Rettung werden den Juden von einem anderen Ort erstehen.36“ Wenn sie die Linke Linie vollständig annullieren, bleibt den Juden nur die Rechte Linie, Chassadim. Dann aber gilt: „Du und das Haus deines Vaters werden zugrunde gehen.“ Denn nach dem Geheimnis „Abba (Vater) gründete die Tochter37“ muss Chochma in ihr vorhanden sein; doch das Essen muss das Trinken überwiegen.
Wenn die Juden jedoch keine andere Möglichkeit haben, werden sie gezwungen sein, die Linke Linie zu annullieren. Dann wird Esters ganzer Aspekt annulliert. Deshalb sagte sie: „Wenn ich umkomme, so komme ich um.38“ Wenn ich gehe, komme ich um, weil ich eine Trennung verursachen könnte. Gehe ich aber nicht, dann werden „Erleichterung und Rettung den Juden von einem anderen Ort erstehen“: auf einem anderen Weg, indem sie die Linke Linie vollständig annullieren, wie Mordechai es ihr befohlen hatte.
Deshalb wählte sie Mordechais Weg: Sie lud Haman zum Mahl ein und zog damit die Linke Linie herab, wie Mordechai es ihr befohlen hatte. Danach bezog sie die Linke in die Rechte ein. Das gesamte Herabziehen von Chochma geschah also von Anfang an mit der Absicht, Chochma nicht zu empfangen, sondern Chassadim vorzuziehen. Auf diesem Weg werden die Lichter unten enthüllt.
Das ist das Geheimnis der Megillat Ester: Obwohl es bereits eine Enthüllung gibt, wählt Ester dennoch die Verhüllung – denn Ester bedeutet Hester [Verhüllung].
Wir wollen hoffen, dass das Verdienst meines Vaters und Lehrers uns beisteht. Immerhin durften wir die Worte aus seinem heiligen Mund hören, auch wenn uns nicht zuteilwurde, die Tiefe jener Dinge zu verstehen, die auf der Höhe der Welt stehen.
Ich segne euch mit einem koscheren Fest; mögen wir der Rettung in der allgemeinen Erlösung würdig werden.
Euer Freund Baruch Shalom HaLevi AshlagSohn meines Vaters und Lehrers Baal HaSulam.
korrigiert, EY, Buchfassung, final, 16.09.2026
-
Hebräisches Datum: 5717. ↩
-
Ester 3,1. ↩
-
Ester 7,4. ↩
-
Ester 7,5. ↩
-
Ester 3,11. ↩
-
Ester 1,8. ↩
-
Traktat Megilla 12:1. ↩
-
Ester 4,1. ↩
-
Ester 3,15. ↩
-
Ester 8,8. ↩
-
Traktat Megilla 7:2. ↩
-
Ester 1,8. ↩
-
Siehe Traktat Megilla 12:1. ↩
-
Shmot (2. Mose) 3,6. ↩
-
Traktat Brachot 7:1. ↩
-
Bemidbar (4. Mose) 12,8. ↩
-
Psalmen 89,20. ↩
-
Siehe Traktat Megilla 12:1. Die Schüler des Rabbi Shimon bar Yochai fragten: „Weshalb wurden die Feinde Israels jener Generation zur Vernichtung verurteilt?“ – „Feinde Israels“ ist ein Euphemismus, der Israel selbst bezeichnet. ↩
-
Ester 2,21. ↩
-
Ester 2,22. ↩
-
Ester 2,23. ↩
-
Ester 3,1. ↩
-
Ester 3,3. ↩
-
Ester 3,4. ↩
-
Ester 5,13. ↩
-
Wayikra (3. Mose) 16,8. ↩
-
Yirmiya (Jeremia) 13,7. ↩
-
Ester 3,7. ↩
-
Ester 3,14. ↩
-
Ester 3,12. ↩
-
Ester 8,13. ↩
-
Siehe Traktat Megilla 15:1, Traktat Schabbat 88:1. ↩
-
Ester 9,27. ↩
-
Traktat Megilla 7:2. ↩
-
Ester 4,11. ↩
-
Ester 4,14. ↩
-
Sohar, Pinchas 35/4. ↩
-
Ester 4,16. ↩