Brief 21
Mit Gottes Hilfe, 3. Menachem Aw 57161, hier in Manchester, möge der Allerhöchste es schützen2.
An die Schüler, mögen sie leben
Ich wundere mich, dass ich nicht jede Woche Briefe von euch erhalte. Ich dachte, ihr würdet die Mühe, die ihr auf euch nahmt, als ich im Land Israel war und ihr euch die Füße wund lieft, um Tora zu lernen, nun durch die Mühe eurer Hände ersetzen, indem ihr Briefe schreibt. Doch zu dieser Einsicht seid ihr noch nicht gelangt. Nur einer zeichnet sich mehr als alle anderen aus: … Er wartet nicht auf meine schriftliche Antwort, sondern tut, was er tun muss. Offenbar weiß er genau, wie er sich zu verhalten hat.
Rav … denkt manchmal, er müsse seine Fragen schriftlich vorlegen, und manchmal meint er, er habe erkannt, dass es völlig genügt, seine Fragen in Gedanken vorzulegen. Man muss jedoch wissen, dass wir die Handlung brauchen, denn es gibt „Gedanke, Rede und Handlung“: Die Handlung muss in den Gedanken aufgenommen werden, und der Gedanke muss in die Handlung eingehen. „Rede“ (Dibur) hängt sprachlich mit „ein Dabar (Führer) für eine Generation3“ zusammen. Der Gedanke muss also zur Handlung gelangen, denn jedes Einzelne hat seine eigene Korrektur.
Rav … begann zu schreiben und hörte wieder auf. Von Rav … durfte ich noch nicht einmal das Abbild eines Buchstabens erhalten. Als ich im Land Israel war, bekam ich von Rav … etwa alle zwei Wochen einen Brief. Gewiss hat er ein gutes Gedächtnis, denn im vergangenen Jahr schickte er einen Brief nach London; weil die Anschrift nicht vollständig war, kam der Brief zu ihm zurück. Vielleicht fürchtet er nun, dass er sich die Mühe macht, einen Brief zu schreiben und abzusenden, dieser aber wieder zu ihm zurückkommt. Seiner Ansicht nach wäre seine Mühe dann umsonst, und möglicherweise hält er dies für einen hinreichenden Grund.
Doch in Wahrheit ist es nicht so. Wie die Leute sagen: „Wer nichts einsetzt, holt nichts heraus.“ Vielleicht verlässt er sich auch auf seinen treuen, ihm ergebenen Freund: Dieser entbindet ihn davon, indem er den Kiddush (Segensspruch, mit dem der Schabbat oder ein Feiertag geheiligt wird) spricht und er den Segen beantwortet. Rav … folgt gewiss dem Weg der Bescheidenheit; genug für den Verstehenden. Und … hat sich noch keine Ausreden überlegt. Er kennt sich jedoch und weiß: Sobald er darüber nachzudenken beginnt, wird er gewiss welche finden. Der Älteste der Gruppe, unser Lehrer und Rav …, braucht die Liebe der Freunde – jemanden, der für ihn schreibt.
Trotz allem müssen wir uns anstrengen und voranschreiten, um mit der Hilfe des Schöpfers das gewünschte Ziel zu erreichen. Das Wichtigste, was von uns verlangt wird, ist das Gebet. Beim Gebet müssen wir verstehen, weshalb uns diese Sache gegeben wurde: Kann der Schöpfer uns denn nicht auch ohne Gebet alles Gute geben? Mein Vater und Lehrer sagte dazu: Nichts hat einen Geschmack, wenn das Bedürfnis und der Appetit danach fehlen; dies wird Sehnsucht genannt.
Wenn der Mensch beginnt, auf den Wegen der Arbeit zu gehen, und seine Gefäße darauf vorbereitet, das Geschenk des Schöpfers zu empfangen, gibt der Schöpfer ihm Raum, sein Verlangen zu vergrößern. Dies geschieht gerade durch das Gebet. Die Zurückweisungen und die Verhüllung, die er von Ihm empfängt, während er sich jedes Mal bemüht voranzuschreiten, aber sieht, dass er rückwärtsgeht, lassen sein Bedürfnis nach der Rettung durch den Schöpfer wachsen.
So ist es seiner Natur nach: Er sehnt sich danach, und jedes Mal scheint es ihm, als gehe er bereits auf der Königsstraße. Plötzlich blickt er zurück, zu dem Ort, den er schon verlassen hatte; dann verlässt er die Königsstraße, schließt sich wieder den Dorfbewohnern an und folgt ihnen. Wenn er sieht, dass er bereits im Dorf (Kfar) ist, also im Zustand des Unglaubens (Kefira), beginnt er sich wieder nach Glauben zu sehnen. Durch das Gebet wächst und erweitert sich die Sehnsucht, bis sie ein solches Maß erreicht, dass der Schöpfer sagt: Seine Gefäße sind nun bereit, die Rettung zu empfangen. Dann wird der Mensch dessen würdig und sieht, dass der Schöpfer das Gebet erhört.
In Wahrheit dient jedoch jedes Gebet, das der Mensch betet, der Korrektur. Jedes Gebet tut das Seine, das heißt, es erweitert das Gefäß des Empfangens. Dies ist die Bedeutung von „Der Schöpfer sehnt sich nach dem Gebet der Gerechten4“: Durch das Gebet erweitern sich die Verlangen des Menschen. Mit jedem Gebet, das er spricht, ohne bereits eine Antwort erhalten zu haben, wird er stärker auf den Schöpfer angewiesen. Er spürt in allen Gliedern, dass nur der Schöpfer Selbst ihn retten kann.
Aus allem Gesagten folgt: Selbst in den niedrigsten Zuständen bleibt noch Raum für das Gebet, der Schöpfer möge ihn aus seiner Niedrigkeit herausführen. Wenn der Mensch dagegen seine Niedrigkeit empfindet und aus dem Kampf flieht, entfernt er sich infolge all der Zurückweisungen, die er erhalten hatte, um sich Ihm zu nähern. Daher braucht es hierfür ein besonderes Herz, um sich im Gebet zu überwinden.
Vor allem muss man wissen: In jedem Menschen gibt es einen Punkt im Herzen, der ihm Kraft für die Arbeit gibt. Nimmt er diese Kraft jedoch und verwendet sie, um der Gewohnheit zu dienen, die „angelerntes Menschengebot5“ heißt, bleibt ihm keine Energie mehr für das eigentliche Ziel. Schließlich weiß der Körper bereits, dass er Handlungen in Tora und Mizwot vollbracht hat, und besitzt keine Energie mehr für neue Handlungen.
Man muss wissen, dass sich bei der Handlung nichts hinzufügen lässt – weder bei Mizwot, die aus Gewohnheit ausgeführt werden, noch bei Mizwot, die aus Glauben ausgeführt werden. Wer wirklich gerecht ist, wird an seinem Kleid nicht mehr als vier Zizit (Schaufäden) anbringen. Ebenso wird er die Tefillin (Gebetsriemen) nicht am rechten Arm anlegen und auch nicht zwei Mezuzot (Türpfostenkapseln) an der Tür befestigen und dergleichen.
Nur in der Absicht besteht ein Unterschied: wer ihn verpflichtet – die Umgebung oder der Glaube. Das heißt: Tut er es aus der Gewohnheit, die er von seiner Umgebung übernommen hat, oder aufgrund der Mizwa des Schöpfers? Darüber heißt es: „Gebet eines Armen, wenn er verschmachtet und vor dem Ewigen seine Klage ausschüttet.6“ Aus den heiligen Büchern ist bekannt, dass das Gebet des Armen oben angenommen wird. Man muss wissen, worin sein Gebet besteht. Dies erklärt der Vers „Gebet eines Armen, wenn er verschmachtet“. Was will er? „Vor dem Ewigen seine Klage ausschütten“: Alle seine Worte sollen allein vor dem Schöpfer sein und nicht vor der Umgebung.
Denn dies ist ein Grundsatz (Klal): Der Mensch handelt immer nur für denjenigen, der ihn dazu veranlasst. Wenn die Umgebung ihn zur Arbeit veranlasst, arbeitet er folglich vor der Umgebung und nicht vor dem Schöpfer. Darüber muss der Mensch klagen: Warum sollte es nicht vor dem Schöpfer sein? Und er muss den Schöpfer bitten, Sich seiner zu erbarmen.
Dies ist die Bedeutung dessen, was im Sohar über das „Gebet eines Armen“ geschrieben steht. Der Sohar erklärt: „Was heißt ‚arm‘? – Klage.7“ Ebenso muss der Mensch darüber klagen, dass er seine ganze Lebenskraft (Chajut) von der Umgebung empfängt, während er keinerlei Lebenskraft besitzt, sobald er beginnt, auf dem Weg des Glaubens zu arbeiten; diese Arbeit ist ihm dann so widerwärtig wie ein Aas.
Mein Vater und Lehrer sagte hierzu, was die Taube zu Noah sprach: „Meine Nahrung sei lieber bitter wie eine Olive, und ich will nicht durch Menschenhand erhalten werden.8“ Denn das eigentliche Ziel besteht nur darin, sich dem Schöpfer zu nähern. „Die Wahrheit weist ihm seinen Weg9“ – sie zeigt also, ob sein Glaube in Ordnung ist. Wenn er daher Tora und Mizwot im Sinne von liShma (um des Gebens willen) erlangen will und dabei keinerlei Lebenskraft empfindet, ist dies ein Zeichen, dass er keinen Glauben an den Schöpfer besitzt. Wie kann er dienen, wenn er nicht an Ihn glaubt? Deshalb muss der Mensch all seine Kraft, die er durch den Punkt im Herzen erlangt hat, allein auf diesen Punkt richten.
Denn jeder Punkt im Herzen gibt Kraft für die Arbeit; doch mit dieser Kraft gehen sie hin und dienen der Umgebung –
Damit wirst du die Worte unserer Weisen verstehen: „Jeder Tora-Gelehrte, der keine Erkenntnis besitzt – ein Aas ist besser als er.10“ Man muss verstehen: Wenn er keine Erkenntnis besitzt, weshalb heißt er dann Tora-Gelehrter? Er ist insofern ein Tora-Gelehrter, als er von der Umgebung gelernt hat; Erkenntnis (Daat), die Anhaftung (Dwekut) an den Schöpfer heißt, besitzt er jedoch nicht.
Er sieht: Wenn er die Kraft für die Arbeit nicht von der Umgebung nimmt, sondern um des Himmels willen arbeitet, wird ihm seine Arbeit so widerwärtig wie ein Aas. Denn „dies ist der Weg der Tora: ein Leben voller Leiden sollst du führen11“. Das bedeutet, dass er in seiner Arbeit Leid und nicht Zufriedenheit empfindet, wie oben von der Taube gesagt wurde: „Meine Nahrung sei lieber bitter wie eine Olive“ und so weiter.
Warum ist sie tatsächlich bitter? Weil der Weg der Arbeit im Sinne von liShma der Natur entgegengesetzt ist, die im Empfangen sowohl im Verstand als auch im Herzen besteht. Bevor der Mensch sein Gebet wie oben beschrieben offenbart, kann der Schöpfer ihn nicht retten, wie es heißt: „Eine Zeit der Bedrängnis ist es für Jakob, doch aus ihr wird er gerettet.12“ Denn erst dann empfängt er die Sehnsucht nach dem Schöpfer. Dies entspricht dem Zustand: „Wenn der Schöpfer ihm nicht hilft, kann er ihn nicht überwinden13“, denn es ist gegen die Natur.
Wenn dagegen die Umgebung ihm Nahrung gibt, wenn er also in Tora und Arbeit ein Empfangen empfindet, besitzt er von selbst Lebenskraft. Dann ist er nicht auf den Schöpfer angewiesen und verlangt nicht danach, Erkenntnis zu empfangen. Dies entspricht „So erkenne es heute und führe es dir zu Herzen14“ – den Antworten an das Herz –, wenn der Mensch der Anhaftung an den Schöpfer würdig wird.
Dies ist die Bedeutung von „Ein Tora-Gelehrter, der keine Erkenntnis besitzt – ein Aas ist besser als er.15“ Es ist also besser für ihn, die Arbeit auf sich zu nehmen, die ihm so widerwärtig ist wie ein lebloses Aas. Dies ist die Bedeutung von „Häute (pshot) ein Aas auf dem Markt und sei nicht auf die Geschöpfe angewiesen16“: Wenn du dich auf dem Markt, also in der Umgebung, befindest, nimm die Arbeit auf dich, die für dich schlicht (pashut) ist, und sei nicht auf die Geschöpfe angewiesen – darauf, Nahrung und Lebenskraft von der Umgebung zu empfangen, die „Geschöpfe“ heißt.
Dies ist auch die Bedeutung von „Mache deinen Schabbat zum Wochentag und sei nicht auf die Geschöpfe angewiesen17“. Das heißt: Die Ruhe des Herzens soll wie ein Wochentag sein. Auch wenn du keinerlei Heiligkeit und keinerlei Lebenskraft als Ruhe im Herzen empfindest, sei vor allem nicht darauf angewiesen, dass die Geschöpfe dir Nahrung geben. Vielmehr sollst du dich jedes Mal, wenn keine Lebenskraft vorhanden ist, an den Schöpfer wenden, damit Er Sich unser erbarmt und uns aus der Finsternis zum Licht, aus der Knechtschaft des Körpers zur Erlösung führt.
Auf diese Weise muss der Mensch mit aller Kraft darauf bestehen, auf den Wegen des Schöpfers und nicht auf den Wegen der Umgebung zu gehen. Dies ist die Bedeutung der Worte unserer Weisen: „Jeder Tora-Gelehrte, der nicht hart wie Eisen ist, ist kein Tora-Gelehrter.18“ Man muss untersuchen: Wenn er ein Tora-Gelehrter ist, also selbst wenn er sich im Talmud und in den Gesetzesentscheidungen auskennt und Mizwot ausführt, warum gilt er dann nicht als Tora-Gelehrter, wenn er nicht hart wie Eisen ist? Wie oben gesagt, muss er wie Eisen standhalten und darf seine Kräfte nicht aus der Umgebung beziehen. Dann gelangt man zu „Und die Kinder Israels seufzten unter der Arbeit“.
Der wichtigste Rat dafür ist das Gebet. Jeder von euch soll einen Teil seiner Zeit fest dafür bestimmen, sein Herz in das Gebet zu legen. Dies gilt umso mehr für jene, die dem Großen Baum [Baal HaSulam] gedient haben. Möge sein Verdienst uns beistehen, damit wir dessen würdig werden, auf dem Weg seiner Arbeit zu gehen, den er für uns geordnet hat.
„Die Gerechten sind in ihrem Tod größer als in ihrem Leben.19“ Wenn der Mensch den Gerechten im Zustand der Kleinheit und gleichsam als tot empfindet, ist dieser noch größer als zu der Zeit, da er ihn als lebend empfindet und seine Größe sieht. Denn dass er Kleinheit am Gerechten sieht, dient dem Menschen zum Guten. Manchmal muss der Mensch sein eigenes Gebet offenbaren, wenn er sieht, dass er allein in der Welt geblieben ist, wie geschrieben steht: „Und niemand soll mit dir auf den Berg steigen.20“ Wenn der Mensch auf den Berg des Schöpfers steigen muss, sieht er also niemanden mehr bei sich, von dem er Unterstützung erhalten könnte. Dies hörte … aus dem Mund meines Vaters und Lehrers.
Ein anderer Weg, das heißt ein Weg außerhalb des Glaubens, heißt lediglich die unbelebte Stufe der Heiligkeit. Mein Vater und Lehrer sagte: „Unbelebt“ bezeichnet eine allgemeine Bewegung. Die Erde als Ganzes bewegt sich, doch die einzelnen unbelebten Bestandteile haben keine eigene Bewegung und kein Empfinden der Wahrheit. Eine eigene Bewegung heißt die pflanzliche Stufe. Ihrer wird man gerade dann würdig, wenn man auf dem Weg der Wahrheit geht, wie geschrieben steht: „Keiner ruft in Gerechtigkeit, und es gibt keinen Rechtsspruch im Glauben. Man vertraut auf Leere und redet Nichtiges, geht mit Mühsal schwanger (und gebiert Lüge).21“
Die Erklärung des obigen Verses ist wie oben gesagt. Damit können wir ein wenig verstehen, was im Talmud Esser haSefirot erläutert wird: Es gibt drei Zustände, die Cholam, Shuruk und Chirik heißen. „Cholam“ heißt: das untere Hej befindet sich in den Ejnaim (Augen), und die Gefäße des Höheren befinden sich im Unteren. Das bedeutet: Der Untere sieht, dass die heilige Shechina (göttliche Gegenwart) im Staub liegt. Auf den Ejnaim, die für die offenbarte Lenkung und nicht für den Glauben stehen, liegt also eine Verhüllung.
Der Höhere schränkte sich also ein und zeigt seine Katnut (Kleinheit), damit der Untere die Wahl auf sich nehmen kann; denn gerade in der Zeit der Verhüllung gibt es Raum für die Wahl. Anders ist es bei offenbarter Lenkung: Wenn man die Größe des Höheren sieht, heißt dies Wissen und nicht Glauben; dann gibt es keinerlei Arbeit. Daraus folgt, dass der Höhere sich um des Unteren willen herabsetzte und erniedrigte. Dann besteht beim Unteren eine Wahl, und dann kann es üble Nachrede geben. Genug für den Verstehenden.
Wenn der Untere diese Arbeit durch Gebet, Mühe und Glauben auf sich nimmt – alle drei gehen gemeinsam und im Allgemeinen allein in der Form des Glaubens –, wird er dessen würdig und sieht die Gadlut (Größe) des Höheren. Dies heißt, dass der Höhere seinen ACHaP aus dem Unteren erhebt: Er befand sich beim Unteren und erschien in der Gestalt des Unteren. Dies entspricht dem Ausspruch „Wird ein Schüler ins Exil geschickt, geht sein Lehrer mit ihm ins Exil22“. Mein Vater und Lehrer erklärte: Befindet sich der Mensch in einem Zustand der Katnut, erscheint ihm alles, worauf er blickt – ob der Schöpfer oder die Freunde – in der Gestalt eines Unteren.
Wenn der Schöpfer das Gebet des Unteren erhört, erhebt der Höhere seinen ACHaP nach oben. Dies geschieht, indem das untere Hej aus den Ejnaim herabgesenkt wird; dies ist die offenbarte Lenkung. Dann sieht der Untere, dass der Höhere in Gadlut ist. So steigt der Untere durch den Höheren auf: Sieht er, dass der Höhere groß ist, wird auch er von selbst groß. Dies geschieht gerade dadurch, dass der ACHaP beim Unteren war, dass der Untere also darüber litt, den Höheren in Katnut zu sehen. Dies heißt „Shechina im Staub“ und wird „Shuruk“ genannt.
Dadurch verliert der Untere jedoch den Raum für die Arbeit. Daher will er nicht die ganze Gadlut empfangen, die als GaR de Chochma gilt. Dann verkleinert sich der Höhere um des Unteren willen; dies heißt, dass der Höhere den Unteren, die Galgalta weEjnaim des Unteren, einschließt. So bewirkt der Untere erneut, dass der Höhere sich bis zum Zustand „Chirik“ verkleinert. Dies heißt, dass die Ursache vom Unteren ausgeht, damit er dieses Wissen nur im Zustand von SaT, also in der Einkleidung von Chassadim (Gnaden), empfangen kann. Anders gesagt: Nur in dem Maß, in dem er auf dem Weg des Glaubens gehen kann, empfängt er Wissen – nicht mehr; andernfalls hätte er keinen Raum für die Wahl.
Ich beabsichtige nicht, mehr zu erklären. Wer aber schreibt, dass er weitere Erklärungen wünscht, soll mir seine Fragen schreiben; wenn ich dessen würdig bin, kann ich ihm antworten.
Von eurem Freund, der auf Erlösung wartetBaruch Shalom HaLeviSohn meines Vaters und Lehrers Baal HaSulam
korrigiert, EY, Buchfassung, final, 16.09.2026
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Jüdisches Datum: 3. Aw 5716. ↩
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Nach der Nennung der Stadt steht im Original die traditionelle Formel: „Möge sein Fels [das heißt der Schöpfer] ihn behüten und beleben.“ ↩
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Traktat Sanhedrin 8a. ↩
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Traktat Jewamot 64a. ↩
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Jesaja 29,13. ↩
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Psalmen 102,1. ↩
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Siehe Sohar, Balak, Abschnitte 188–189. ↩
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Bereschit 8,11; Kommentar Rabbenu Bachyas. ↩
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Sprüche 9,1; Kommentar Awraham Ibn Esras. ↩
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Wajikra Raba 1,15. ↩
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Traktat Awot 6,4. ↩
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Jeremia 30,7. ↩
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Traktat Kidduschin 30b. ↩
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Dwarim 4,39. ↩
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Wajikra Raba 1,15. ↩
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Siehe Traktat Pessachim 113a. ↩
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Traktat Pessachim 112a. ↩
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Traktat Taanit 4a. ↩
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Traktat Chulin 7b. ↩
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Schmot 34,3: „Und niemand soll mit dir hinaufsteigen, und niemand soll auf dem ganzen Berg gesehen werden; auch Kleinvieh und Rinder sollen nicht gegen diesen Berg hin weiden.“ ↩
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Jesaja 59,4. ↩
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Traktat Makot 10a. ↩