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Kabbala Bibliothek Startseite / Baal HaSulam / Shamati / Shamati 106. Was bedeutet der Hinweis auf die zwölf Challot am Schabbat?

106. Was bedeutet der Hinweis auf die zwölf Challot am Schabbat?

Ich hörte im August/September 1942.

In den Schabbat-Liedern steht: „Er wird uns den Geschmack der zwölf Challot (Shabbatbrote) offenbaren, die ein Buchstabe in Seinem Namen sind, verdoppelt und schwach.“1

Die Worte des heiligen ARI sind folgendermaßen zu deuten. Bekanntlich entstanden durch Zimzum Bet (die zweite Einschränkung) zwei Wawim, nämlich die rechte und die linke Seite. Das ist die Bedeutung von „verdoppelt“, im Sinne einer Verdopplung. Dadurch – kraft der Korrektur von Zimzum Bet, bei der die Eigenschaft der Barmherzigkeit mit der Eigenschaft des Gerichts verbunden wurde – wurde das Gericht schwächer als vor der Versüßung. Anschließend leuchten die beiden Wawim in Malchut. Darin liegt das Geheimnis der „Sajinim, die sammeln“2. Sajinim deutet auf Malchut hin, die „die Siebte“ genannt wird. Sie sammelt die beiden Wawim in sich.

Der siebte Tag wird als Ende der Korrektur (Gmar Tikun) bezeichnet – als ein Aspekt, der der Zukunft angehört. Doch er leuchtet auch während der sechstausend Jahre. Darin liegt die Bedeutung der sechs Werktage, der Aspekt dessen, „was Gott schuf, um es zu tun“​ (1. Mose 2,3). Der Schabbat wird als Nefisha (Ruhe) bezeichnet, wie geschrieben steht: „Und am siebten Tag ruhte Er und schöpfte neue Kraft.“​ (2. Mose 31,17) Dies ist der Aspekt des Schabbat, der während der sechstausend Jahre leuchtet. Dann ist der Schabbat nur ein Aspekt von Nefisha. Das gleicht einem Menschen, der eine Last trägt. Mitten auf dem Weg bleibt er stehen, um sich auszuruhen und neue Kraft zu sammeln. Danach muss er die Last erneut tragen.

Am Schabbat des Endes der Korrektur hingegen gibt es nichts mehr hinzuzufügen. Daher gibt es dort überhaupt keine Arbeit mehr.

korrigiert, EY, Schreibnorm v1, 12.10.2026


  1. Aus dem Schabbat-Hymnus „Assader li-Seudata“, verfasst vom ARI. ↩

  2. Aus dem Schabbat-Hymnus „Asamer bi-Shwachin“, verfasst vom ARI. ↩