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Kabbala Bibliothek Startseite / Baal HaSulam / Shamati / Shamati 84. Was bedeutet: „Er vertrieb den Menschen aus dem Garten Eden, damit er nicht vom Baum des Lebens nehme“?

84. Was bedeutet: „Er vertrieb den Menschen aus dem Garten Eden, damit er nicht vom Baum des Lebens nehme“?

Ich hörte am 19. März 1944.

Es steht geschrieben: „Und Er sprach zu ihm: ‚Wo bist du?‘​ (1. Mose 3,9) … und er sprach: ‚Ich hörte Deine Stimme‘ … ‚und ich fürchtete mich, weil ich nackt bin, und verbarg mich‘​ (1. Mose 3,10) … und Er sprach: ‚damit er nicht seine Hand ausstrecke und auch vom Baum des Lebens nehme‘​ (1. Mose 3,22) … ‚und Er vertrieb den Menschen.‘“​ (1. Mose 3,24)

Wir müssen verstehen, worin die Ehrfurcht bestand, die Adam so weit ergriff, dass er sich verbergen musste, weil er sah, dass er nackt war. Der Sinn ist: Bevor er vom Baum der Erkenntnis aß, erhielt er seine Nahrung von Bina, dem Geheimnis der Welt der Freiheit. Nachdem er vom Baum der Erkenntnis gegessen hatte, sah er, dass er nackt war. Das heißt, er fürchtete, er könnte das Licht der Tora nehmen und es für den Aspekt „die Hirten des Viehs von Lots Knechten“ verwenden.

Der Ausdruck „die Hirten des Viehs von Lots Knechten“ bedeutet Folgendes: Es gibt den Aspekt des Glaubens über dem Verstand, der „die Hirten des Viehs Awrahams“ heißt. Mit anderen Worten: Wer würdig wurde, das Licht der Tora zu erlangen, nimmt es nicht deshalb, damit es ihm als Grundlage für die Arbeit dient, indem er sagt, er müsse sich jetzt nicht mehr im Glauben an den Schöpfer stärken, weil er bereits das Licht der Tora als Grundlage habe. Denn das würde „die Hirten des Viehs von Lots Knechten“ genannt und gehört zur Welt des Fluches (Alma de Atlatia), also zum Aspekt des Fluches. Dies ist das Gegenteil des Glaubens, der zum Aspekt des Segens gehört.

Vielmehr sagte er – er sagt: Nun sieht er, dass ihm, wenn er im Glauben über dem Verstand geht, von oben das Licht der Tora gegeben wird, um ihm zu zeigen, dass er auf dem Weg der Wahrheit geht. Er nimmt es nicht als Stütze, damit seine Arbeit innerhalb des Verstandes erfolgt; denn daraus gelangt man zu Empfangsgefäßen, auf denen die Einschränkung (Zimzum) lag. Daher heißt dies „Ort des Fluches“, denn Lot bezeichnet die Welt des Fluches (Alma de Atlatia).

Darauf sagte der Schöpfer zu ihm: „Warum fürchtest du dich, diese Lichter zu nehmen, aus Sorge, du könntest sie beschädigen? Wer sagte dir, dass du nackt bist? Gewiss nur, weil du vom Baum der Erkenntnis gegessen hast; das hat deine Furcht hervorgerufen. Zuvor aber, als du von jedem Baum des Gartens gegessen hast, das heißt die Lichter im Sinne der ‚Hirten des Viehs Abrams‘ genutzt hast, hattest du keinerlei Furcht.“ Daher vertrieb Er ihn, „damit er nicht seine Hand ausstrecke und vom Baum des Lebens esse“. Die Furcht bestand darin, dass er vielleicht Umkehr (Teshuwa) vollziehen und in den Baum des Lebens eintreten würde. Worin aber bestand die Furcht? Da er am Baum der Erkenntnis gesündigt hatte, musste er nun den Baum der Erkenntnis korrigieren.

Dies ist der Sinn von „Und Er vertrieb ihn aus dem Garten Eden“: Er sollte die Sünde am Baum der Erkenntnis korrigieren. Danach wird er in den Garten Eden eintreten können. Garten Eden ist das Geheimnis des Aufstiegs von Malchut zu Bina. Dort empfängt Malchut Chochma, denn Eden ist das Geheimnis von Chochma. Dann empfängt Malchut, die „Garten“ genannt wird, Chochma im Geheimnis von „Eden“. Das ist „Garten Eden“.

korrigiert, EY, Schreibnorm v1, 12.10.2026